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Die kleine Anfrage: Wie entsteht das Ei im Huhn? - WDR 5

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Leonardo - Wissenschaft und mehr
Sendedatum: 17. April 2014
Die kleine Anfrage:
Wie entsteht das Ei im Huhn?
von Alexandra Christina Rank
Sprecherin:
Bei Familie Grooters leben die Hühner direkt hinterm Haus: In einem hellen
geräumigen Stall. Imelda Grooters wirft den braunen Hühnern ein paar
Kartoffelschalen hin und nimmt einen weißen Plastikeimer in die Hand. Der steht
immer griffbereit im Hühnerstall, um die Eier einzusammeln.
O-Ton:
„Muss mal gerade gucken, gehen wir mal welche holen.“
Atmo: Klappern eines Eimers, Stallgeräusche
Sprecherin:
Eines der Hühner liegt gemütlich im Nest. Von außen sieht der Hühnerbauch ruhig
aus.
O-Ton:
„So, geht mal bitte weg jetzt hier. So und du tust dich mal aufheben, du gehst
mal weg. So und du bist ganz lieb, du tust nicht beißen.“
Sprecherin:
Drei Mal am Tag gehen Imelda Grooters und ihr Mann in den Stall, um die Eier
einzusammeln. Irgendwann am Tag suchen die Hühner ein Nest auf, um dort ihr Ei
zu legen, erzählt Karl Grooters.
O-Ton:
„Zwei bis drei Tage hintereinander und dann setzt es einen Tag oder zwei,
setzt es aus und dann fängt es wieder an.“
© Westdeutscher Rundfunk Köln 2014
Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen
Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript weder
vervielfältigt, verbreitet noch öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht) werden.
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Sprecherin:
Karl Grooters und seine Frau beobachten oft, dass die Hühner nach drei gelegten
Eiern eine Pause machen und dann ein, zwei oder drei Tage gar kein Ei legen. Das
erste Ei nach so einer Pause ist deutlich größer als das zweite. Das dritte Ei ist das
kleinste. Hühner, die extra zum Eierlegen gezüchtet wurden, produzieren im Jahr bis
zu 300 Eier, erklärt Siegfried Roth, Professor für Entwicklungsbiologie an der
Universität Köln.
O-Ton:
„Sie tun es deshalb, weil man die Eier ständig wegnimmt. Deshalb ist schon
unmittelbar ein Reiz da, ein weiteres Ei abzulegen.“
Sprecherin:
Und das, obwohl die Eier unbefruchtet sind. Denn Hühner legen auch ohne einen
Hahn im Stall regelmäßig Eier. Es dauert fast einen ganzen Tag bis ein Ei im Huhn
entsteht: Die Produktion so eines Eis ist für ein Huhn eine anstrengende
Angelegenheit: Im Eierstock des Huhns reift regelmäßig eine Dotterkugel heran.
Wenn sie dreieinhalb Zentimeter groß ist, dann gelangt sie in den Trichter des
Eileiters.
O-Ton:
„Und da wird die Dotterkugel mit einer Dotterhaut umgeben. Und dann
wandert sie weiter im Eileiter und kommt in einen Bereich, wo Drüsen
vorhanden sind, die das Eiweiß, das Eiklar bilden.“
Sprecherin:
Nachdem das Eidotter verhüllt ist, entstehen an den Enden zwei Hagelschnüre. Sie
sind oft erkennbar, wenn man ein rohes Ei aufschlägt. Die telefonkabelähnlichen
Schnüre sorgen dafür, dass sich das Dotter später im Ei auch in der Mitte befindet.
Die ganze Zeit dreht sich die Masse und bewegt sich weiter durch den Eileiter. Zwei
Schalenhäute bilden sich um die verhüllte Dotterkugel. Erst in der Gebärmutter
entsteht die Schale, erklärt Entwicklungsbiologe Roth.
© Westdeutscher Rundfunk Köln 2014
Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen
Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript weder
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O-Ton:
„Dann wird in einem sehr langsamen Prozess von Drüsen das
Calciumcarbonat gebildet, also die harte Substanz, die dann die Eischale
ausmacht. Das Ei dreht sich weiter und die Drüsen produzieren eben dieses
Calciumcarbonat und dadurch entsteht dann die feste Eischale. Und dann
kurz vor der Eiablage wird noch einmal eine Haut aufgelegt.“
Sprecherin:
Die ist sehr wichtig. Sie verschließt die Poren der Kalkschale und verhindert, dass
Bakterien in das Ei hinein gelangen. Deshalb sollen frische Eier auch erst direkt vor
dem Essen abgewaschen werden. Wer ein Huhn vor sich sieht, kann übrigens nicht
erkennen, ob im Inneren gerade ein Eidotter aufwändig verpackt wird.
O-Ton Imelda Grooters:
„Es gibt welche, die sagen, die sind am Legen. Die können das ertasten. Ich
kann es nicht. Also dabei, dass man 40 Jahre Hühner hatte, aber ich kann es
nicht.“
Sprecherin:
Wenn Imelda Grooters eines ihrer Hühner schlachtet, dann findet sie beim
Ausnehmen manchmal ein allerletztes fertiges Ei.
© Westdeutscher Rundfunk Köln 2014
Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen
Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript weder
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Seele and Geist
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