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Ein Programm – so bunt wie Europa - STIMME.de

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KRAICHGAU
MONTAG
15. März 2004
IM MÄRZ
Heute
Moment mal
Wenig königlich
Sammler und Händler
jagen nach Raritäten
Auch beim Briefmarkensammeln gibt es Trends. Bei der 73.
Briefmarkenbörse des Heilbronner Philatelisten-Vereins in der
Harmonie spielte unter Sammlern und Händlern jedoch die
traditionelle Suche nach Raritäten nach wie vor die Hauptrolle.
REGION HN
Seite 4
Podiumsdiskussion über
die Zabergäu-Stadtbahn
Im Brackenheimer Bürgerzentrum diskutierten Landtagsabgeordnete und Verkehrsfachleute
über die Zabergäu-Stadtbahn.
Sie kommt. Darin waren sich alle einig. Der Knackpunkt: Wann
wird die Strecke von Heilbronn
nach Zaberfeld eröffnet?
LANDKREIS
Seite 19
Bürgermeisterwahl in Dornstetten
Bernd Kupitz weit
abgeschlagen
Die Wahl in Dornstetten bei Horb
ist gestern bereits im ersten Wahlgang entschieden worden: 56 Prozent der Wählerinnen und Wähler
sprachen sich für den 41 Jahre alten
Hauptamtsleiter Dieter Flik aus.
Bernd Kupitz, der 58 Jahre alte
Bewerber aus Bad Rappenau, landete
weit
abgeschlagen
mit
32 Stimmen auf einem der hinteren Ränge. Der Vorsitzende des TSV
Fürfeld war einer von neun Kandidaten, die um die Nachfolge von
Bürgermeister
Jürgen
Pütsch
kämpften. Der Computerfachmann
hatte sich vorstellen können, noch
einmal etwas Neues im Leben anzufangen. Enttäuscht, sagte er gestern
Abend nach Bekanntwerden des
Wahlergebnisses, sei er nicht. Er
habe damit gerechnet, dass Flik
weit vorne landen würde und im
Wahlkampf eine Reihe sehr guter
Erfahrungen gemacht. (rik)
Kirchardt: Unfallflüchtiger gesucht
Fahrer bekommt
die Kurve nicht
17
Mit einem ganz bezaubernden Stand stellte sich das Dorfmuseum als eine von vielen kulturellen Einrichtungen beim Bürgertag in Kirchardt vor.
Tolle Resonanz auf den Bürgertag in Kirchardt – Jung und Alt auf den Beinen, um zu sehen, was läuft
Ein Programm – so bunt wie Europa
Von Christine Weller
„Ich bin überwältigt“, sagte Ruth
Schraudolf, Sekretärin des Kirchardter Bürgermeisters, strahlend: Zum Bürgertag der Gemeinde war fast alles gekommen,
was im Dorf Beine hatte. Jung und
Alt sah sich um, genoss das kulinarische und kulturelle Angebot
und beteiligte sich an die vielfältigen Aktionen zum Mitmachen.
Noch zu keiner Kirchardter Veranstaltung war das Gemeindezentrum so von Autoschlangen eingekreist wie am Sonntag. Bei strahlendem Sonnenschein, den Ruth
Schraudolf „extra bei Petrus bestellt
hatte“, kamen ganze Familien, um
ihre Wohngemeinde mit all ihren
Angeboten näher kennen zu lernen.
Viele von ihnen hatten sich an
den wochenlangen Vorbereitungen
beteiligt. Die Senioren und die Kinder zum Beispiel, die wunderschöne
Dekorationen gebastelt hatten.
„Ohne den Gemeinschaftssinn der
Bürger hätten wir diese Veranstaltung nicht auf die Beine stellen können“, war Gemeindechef Rudi Kübler überzeugt.
Auch er konnte die großartige Resonanz auf den ersten Bürgertag
kaum fassen. „Schon beim ökumenischen Gottesdienst heute Vormit-
steigen. Mit Helm, versteht sich.
Kreativangebote liefen in der
Sporthalle. Und Unterhaltung – fast
am laufenden Band – war in der
Festhalle angesagt. Hauptsächlich
Gesangs- und Tanzvorführungen
verschiedener Couleur. Fast alle
Vereine und Gruppen der Gemeinde haben sich beteiligt. „Ich finde
diese Veranstaltung einfach großartig“, fand Sonja Ecer, die mit ihren
vier Kindern gekommen war.
Weil die Kleinen schon etwas müde wurden, hatte sich die junge Frau
in der Grundschule bei Kaffee und
Kuchen niedergelassen. Ein großes
und vielfältiges kulinarisches Angebot erwartete die Gäste in der Festhalle: Schließlich wollte Kirchardt
seinem Slogan „Wir leben in
Europa“ gerecht werden.
Was die Gemeinde selbst an Einrichtungen zu bieten hat, wurde im
Untergeschoss der Sporthalle vermittelt. Unter anderem stellten sich
dort die Volkshochschule, Ruth
Schraudolf mit ihrem Kinderferienprogramm, die Bücherei und mit einem besonders reizvollen Stand das
Dorfmuseum vor. Auch die Jugendhilfe im Lebensfeld (JuLe) war mit
einer Mitmachaktion vertreten. Mit
der Ehrung von rund 60 engagierten
„Wir leben in Europa“ ist der Slogan der Gemeinde Kirchardt, der die gestrige Menschen im Ehrenamt klang der
Veranstaltung wie ein roter Faden durchzog. (Fotos: Christine Weller)
große Tag der Gemeinde aus.
tag konnte die Festhalle die vielen
Besucher kaum aufnehmen“, so der
Bürgermeister. Am Nachmittag gab
er zusammen mit Gudrun Spaltenberger, Rektorin der GHWRS, den
Langermannschen Bewegungsparcours im Außenbereich der Schule
für die Kinder frei. Lebhafter Andrang und große Begeisterung: Kids
aller Altersgruppen stürzten sich auf
die ungewöhnlichen Klettergeräte
und mussten natürlich alles ausprobieren.
Selbstredend hatten die Kirchardter für diesen Tag ein umfangreiches
Unterhaltungsprogramm auf die
Beine gestellt: Kinder konnten zum
Beispiel beim Holzfigurensägen des
Bauhofs mitmachen oder bei der Polizei ein echtes großes Motorrad be-
Zerr, zerr, zerr. Das Geräusch
kommt aus der Gartenhecke. Es
klingt, als zöge jemand hinten
in dem verwilderten Gebüsch
einen altmodischen Wecker auf:
„Mein“ Zaunkönig hat sich in
seinem alten Brutrevier eingefunden. Im vergangenen Jahr
hatte er mindestens zwei Nester
gebaut. Sie sind unbewohnbar
geworden. Bald wird er ein neues bauen.
In alten Lesebüchern wird der
Zaunkönig gern als „König ohne Reich“ bezeichnet. Das mag,
legt man unseren menschlichen
Maßstab an, stimmen. Einen
Lebensraum besitzt er dennoch.
Als er im Vorjahr hier mit seiner Partnerin dem Brutgeschäft
nachging, dauerte es eine Weile, bis ich begriffen hatte: Zaunkönige können nicht gut fliegen. Selten zeigen sie sich deshalb im freien Gelände. Und
was ich anfangs in der Hecke
für eine über den Boden huschende Maus gehalten hatte,
war niemand anders als der gefiederte Winzling höchstpersönlich. Auf Nahrungssuche beispielsweise. Bei Gefahr verschwindet er zwischen modrigem Laub oder im undurchdringlichen Zweiggeflecht der
Gartenhecke.
Ab und zu erscheint er jetzt
noch beim Vogelhäuschen mit
dem Winterfutter. Der Hunger
scheint stärker als die Vorsicht.
Die Brust gesenkt, das wie aufgesetzt wirkende Schwänzchen
steil aufgestelzt, steht er dann
da. Und ehe er ins weiche Fettfutter pickt, macht er rasch hintereinander ein paar Verbeugungen. Das hat so gar nichts
königlich Würdevolles an sich.
Es erinnert eher an einen Tanzeleven, der Bücklinge übt. Vor
einer imaginären Partnerin.
Siegfried Joneleit
Bund der Steuerzahler in Eppingen
Ist es eine Reform
oder Flickwerk?
Steuerreform oder Flickwerk? Der
Frage geht Diplom-Volkswirt Armin Paulus vom Bund der Steuerzahler am heutigen Montag in der
Talschenke in Eppingen nach. Er
plädiert für eine „vernünftige Steuerpolitik“. Beginn: 20 Uhr. Dem
Vortrag soll sich eine Diskussion
anschließen, bei der Fragen an den
Fachmann gestellt werden können.
Vermutlich zu schnell unterwegs
ist der Pkw-Fahrer am Samstag gegen 5 Uhr auf der Sinsheimer
Straße in Kirchardt gewesen. Beim
rechtwinkligen Übergang in die
Hauptstraße fuhr das Auto geradeaus und prallte dort gegen das angrenzende Gebäude. Der Fahrer
fuhr weiter, ohne sich um den
Schaden zu kümmern.
Nach ersten Ermittlungen han- Bei der verregneten zweiten Stadtputzete packten am Samstag einige hundert Freiwillige mit an, um die große Kreisstadt und ihre Teilorte zu reinigen
delt es sich um einen älteren, weißen Opel mit getönter Heckscheibe
und einem Aufkleber. Der Fahrer
soll etwa 20 Jahre alt sein mit blonden, auffallend kurzen Haaren.
Hinweise an das Polizeirevier Ep- Von Klaus Thomas Heck
oder Gruppen auf Mülljagd durch „Schließlich warst du gestern nicht ten, Fußbällen, Verpackungsmüll. auf 25 prall gefüllte Müllsäcke, die
pingen, Telefon 07262 / 60950.
die große Kreisstadt. Fast 120 Helfer. im Training“, sagt Co-Trainerin Sil- Nur Dosen sind seltener als im Vor- später auf der Deponie in Stetten
Glasscherben, Kronkorken, Bier- Zwischen Schulgelände und den via Stocker. Ulrich Lahme grinst: jahr – wegen des Pfands. „Anfangs entsorgt werden. Darin: Kotflügel,
deckel, Papierfetzen. „Ich möchte Bahngleisen ist das Revier von VfB- „Wenigstens regnet’s nicht.“ Doch hat’s ja noch Spaß gemacht“, sagt Radabdeckungen, Papierreste. „Sosehen, dass zum Schluss jeder Sack Nachwuchstrainer Ulrich Lahme kaum hat er’s ausgesprochen, Jannik Holaschke (8). Doch nach gar zwei BH waren dabei“, meint
voll ist“, ruft Ulrich Lahme und und seinen E-Jugend-Kickern Al- fängt’s auch schon an zu nieseln.
zwei Stunden lässt die Begeisterung Siegfried Levyn vom Sechs-Zylinw w w. s t i m m e . d e
schwingt einen blauen Plastik- bert, Tobias, Levin, Fabian oder
Ein paar Meter weiter fischen Sü- deutlich nach. „Ich hab’ Hunger.“ der-Club. „Leider ohne Inhalt.“
Geschäftsstelle Eppingen
beutel. Ein Dutzend Jugendliche Marlon. Wo Zeitungen im Gebüsch leyman Tasdam und seine Freunde Höchste Zeit für ein kostenloses
„Wenn’s sauber ist, steigt vielMühlbacher Straße 10
seufzen auf. Als Helfer bei der liegen oder Pfandflaschen in der al- von der Mevlana-Moschee Dreirä- Helfer-Würstchen in der Stadthalle. leicht die Hemmschwelle, in Zu75031 Eppingen
zweiten Eppinger Stadtputzete ten Lehmgrube, packen die Kleinen der und Kinderwagen aus der ElAllein aus Mühlbach meldet Orts- kunft etwas weg zu werfen“, hofft
Tel.-Zentrale 0 72 62/ 60 92-0
hat man’s nicht leicht.
mit an. Oder quatschen zwischen- senz. „Man wundert sich, wie viel vorsteher Frieder Fundis 130 Sau- Berthold Sitzler von der Freiwilligen
Samstag, Punkt neun, begeben durch über Fußball. Nur Hakan (10) Müll die Leute haben“, meint Soner bermänner. Rekord. In Adelshofen Feuerwehr in Adelshofen. 2005 ist
Redaktion
sich
ein Dutzend Vereine, Parteien muss doppelt so viel einsammeln. Güney. Seine Jeans sind längst ver- kommt der umtriebige Helfertrupp er vermutlich wieder dabei.
-31 Leitung: Peter Boxheimer
dreckt, der Schlamm klebt an den
-33 Heike Kinkopf
Schuhen.
Trotzdem säubern Tas-30 Steffan Maurhoff
dam, Güney und Haci Deniz die Bö-32 Ulrike Plapp-Schirmer
schung entlang des Baches Schritt
-35 Eric Schmidt (Sport)
für Schritt. Immer wieder müssen
-34 Thomas Senger
sie sich gegenseitig festhalten – da-66 Fax
mit keiner ins Wasser stürzt. 2003
E-Mail
hatten
die Türken 13 Mitstreiter bei
redaktion.kraichgaua stimme.de
der Putzete, diesmal sind es fünf. Sükraichgausporta stimme.de
leyman Tasdam zuckt mit den
Anzeigen
Schultern: „Dann dauert’s halt zwei
-15 Leitung: Carsten Lohmüller
Stunden länger.“
-10 Peter Herkle
Auch diesmal sind überall gute
-11 Ulrike Porombka
Geister auf den Straßen und Gassen
-16 Monika Winkler
unterwegs. Im Westen sorgen die
-92 Fax
Motorsportfreunde für Ordnung,
E-Mail
im Nordwesten Schachclub und
anzeigen.kraichgaua stimme.de
SPD und in der Altstadt die CDU.
Dass
die beiden Parteien aus SicherInternet
heitsgründen
getrennt unterwegs
www.kraichgau-stimme.de
sind, ist aber sicher nur ein Gerücht.
Geschäftszeiten
Neu-Bürgermeister Klaus Ho8.30 - 12.30 Uhr
Mo.- Fr.
laschke, Wirtschaftsförderer Peter
14.00 - 17.00 Uhr
Thalmann und ihre Kinder säubern
9.00 - 11.30 Uhr
Samstag
Viel Unrat im Gebüsch: Halb verschimmelte Zeitungsreste und Prospekte hol- die Landesstraße zwischen Karls- Reiche Beute: Die Adelshofener Helfer von Ortschaftsrat, Sängerbund, Sportten die Jungfußballer des VfB Eppingen aus dem Unterholz. (Fotos: Heck)
platz und Ortsausgang von Kasset- verein, Feuerwehr und Sechs-Zylinder-Klub brachten es auf 25 Müllsäcke.
Wetter kommt Eppinger Saubermännern in die Quere
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