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Iss Dich Sexy: Wie die richtigen Nahrungsmittel dich - vzAppeal

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Iss dich sexy:
Wie die richtigen Nahrungsmittel
dich attraktiver, männlicher und
besser im Bett machen
von
Leonard Baumgardt
Warum dir dieses Thema mit Frauen
hilft
Als ich die Mail zum Thema Ernährung geschrieben habe, haben viele Leser sich
gefragt: „Was zum Teufel soll das bitteschön mit Flirten zu tun haben?“.
Drei Dinge dazu:
1. Frauen sind der „Lackmustest“ für dich:
Wenn es gut läuft mit Frauen, weißt du, dass in deinem Leben alles in Ordnung
ist. Und umgekehrt, wenn deine Beziehungen zu Frauen nicht so laufen, wie du
es dir wünschst, dann weißt du, dass irgendwas in deinem Leben noch nicht
ganz „in Harmonie“ ist.
Das heißt:
Frauen sind nie selber das Problem. An der Reaktion von Frauen siehst du bloß,
dass es ein Problem gibt – und zwar ein Problem, in deinem Verhalten oder in
deinen Angewohnheiten. Frauen sind der Spiegel für dich.
2. Wenn du es mit Frauen verhaust, verhaust du‘s nicht deshalb, weil du „nicht
gut genug“ wärst. Du bist eine Frauenanziehungsmaschine, in die die Evolution
Millionen von Jahren an Entwicklungszeit gesteckt hat. Jeder einzelne von
deinen Vorfahren – dein Vater, dein Großvater, der Typ in der Savanne damals,
der Affe auf dem Baum, bis hin zu dem Fisch im Urschleim – jeder Einzelne
davon war ein Gewinner und ein Verführer. Du bist die neuste Version in einer
Kette von Gewinnertypen, von denen jeder Einzelne nicht nur das Leben
gemeistert hat, sondern auch mindestens eine Frau verführt und ein Kind mit
ihr gezeugt hat.
Das heißt:
Du als „Überlebens-und-Fortpflanzungs-Maschine“ bist perfekt. Darauf kannst
du dich verlassen. Und wenn irgendwas in Sachen „Überleben und
Fortpflanzen“ nicht so läuft, wie es laufen sollte, dann steht von vornherein
fest, dass es nicht daran liegt, was du bist, sondern nur daran, was du tust.
Fallstricke kommen nie von dem, was du bist, sondern immer von dem, wie du
dich verhältst und was dir beigebracht worden ist. Viele dieser Fallstricke
kommen von dem, was man dir Falsches über Frauen und Dating beigebracht
hat. Aber einer dieser Fallstricke ist womöglich auch, was man dir in Sachen
Essen als „richtig“ und „normal“ und „vernünftig“ beigebracht hat.
3. Wenn du über Ernährung Bescheid weißt, hast du bei den meisten Frauen (und
zwar besonders bei den schönen Frauen!) sofort einen Stein im Brett.
Frauen sind selber sehr gesundheitsbewusst. Aus gutem Grund – denn wenn
eine Frau sich ungesund ernährt, kriegt sie schlechte Haut und schlechte
Haare... und jede Frau weiß spätestens seit ihrem 14. Lebensjahr, wie
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Leonard Baumgardt, vzAppeal.com
verdammt wichtig schöne Haut und schöne Haare sind, wenn sie die
Aufmerksamkeit von Männern und den Respekt von anderen Frauen haben
will.
Kurz:
Frauen haben ein viel engeres Verhältnis zu ihrem eigenen Körper als die
meisten Männer. Und wenn eine Frau sieht, dass DU dich damit auskennst, wie
dein Körper funktioniert, dann wird sie beeindruckt sein.
Und nicht nur das:
Wenn du einer Frau auch noch etwas über ihren Körper oder ihre Ernährung
beibringen kannst, das ihr hilft, sich noch besser zu fühlen... dann bist du schon
allein dadurch super-attraktiv und interessant für sie.
Leserfragen
Die Mail hat auch einige Leserkommentare provoziert, die ich an dieser Stelle
beantworten will:
„Wenn ich lese, dass Zucker einen "süchtig" macht, dann kann ich nur den Kopf
schütteln. Mein Körper ist genauso süchtig nach Zucker, wie nach Wasser. Er
braucht ihn um zu laufen.“
Du hast Recht – das war platt ausgedrückt von mir. Mit „Zucker“ meine ich
raffinierten Zucker, nicht Kohlenhydrate allgemein. Klar braucht dein Körper
Energie, und die bekommt er, unter anderem, auch durch Kohlenhydrate. Nix
falsch daran.
Was „unnatürlich“ ist, ist Zucker in Reinform. Denn der kommt in der Natur nicht
vor (außer in Honig), und dafür ist dein System „nicht gebaut“.
Nur paar Zahlen:
1821 lag der Pro-Kopf-Verbrauch von Zucker bei 4 Kilogramm pro Jahr. Heute
dagegen liegt er bei 66 Kilogramm pro Jahr – das ist knapp 15mal so viel.
Dass wir heute 15mal so viel Zucker zu uns nehmen, wie noch unser Ur-UrGroßvater, hat nichts damit zu tun, dass wir heute 15mal mehr Energie brauchen
würden. Ist ja nicht so, dass wir heute schwerere Arbeit zu verrichten hätten als
er damals. Wir essen nur mehr davon, weil uns mehr davon angeboten wird.
Zuckerzusatz ist heute überall drin. Nicht nur da, wo du's erwartest (Softdrinks,
Alkopops, Kuchen, Süßigkeiten etc.). Sondern auch da, wo du's NICHT erwartest:
In der Flüssigwürze von Hähchenfleisch zum Beispiel. Im Tomatenketchup. Und
sogar im Katzenfutter. Guck einfach mal aufs Etikett, und du wirst überrascht
sein.
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Leonard Baumgardt, vzAppeal.com
Mehr zum Thema Zucker weiter unten.
Hier der nächste Kommentar:
„Es macht keinen Sinn, sich alles zu verbieten. Es gibt auch Leute, die nur Junk
in sich reinstopfen, und trotzdem erfolgreich mit den Mädels sind.“
Ja du hast Recht. Und es gibt auch Raucher die 100 werden. Du kannst es nie mit
Sicherheit wissen.
Ich selber würde mir auch keinen Kopf um Ernährung machen, wenn ich jemand
wäre, der vor Energie strotzt. Ist aber leider nicht so bei mir. Ich habe gemerkt,
dass ich nur dann in Topform bin und meine beste Seite zeige, wenn ich meinen
Körper mit dem richtigen „Sprit“ fülle...
"Verbieten" würde ich mir nie etwas! Wenn ich Lust auf Schokolade habe, esse ich
Schokolade. Der Unterschied ist nur: Wenn ich WEISS, was drin ist in meinem
Essen, dann ändert sich auch mein Appetit.
Beispiel:
Früher im Rechtsreferendariat war ich mit bei einer Autopsie. Und seit ich das
eklig-gelbe Fettgewebe unter der Bauchdecke gesehen habe, habe ich weit
weniger Appetit auf ein ein "schönes Stückchen Butter" auf meinem Brötchen.
Ich "verbiete" mir Butter nicht, und ich benutze sie immer noch ab und zu... aber
durch das Erlebnis "sehe" ich heute mehr, und habe damit neben dem Kriterium
"Schmeckt es mir?" noch ein neues Kriterium... nämlich "Was macht es mit
mir?", und "Wie werde ich mich hinterher fühlen?".
Anders gesagt:
Ich esse immer noch was ich will. Ich will jetzt halt nur etwas anderes als früher.
Nicht aus Disziplin (Gottes Willen!). Nicht aus Wichtigtuerei. Sondern einfach,
weil ich von ganz alleine lieber zu dem greife, mit dem ich mich besser fühle...
und zwar nicht nur in dem Moment, wo ich's auf der Zunge habe, sondern auch
noch eine Stunde später.
Ich esse immer noch Süßes und Fettes und Ungesundes. Aber eben nicht, wenn
ich hinterher produktiv sein will... oder wenn ich mich hinterher mit einem
Mädel treffe.
Benutze dein Essen als Werkzeug für das, was du erreichen willst. Das ist alles,
was ich sage.
Denn wenn du Sachen bloß deshalb isst, weil irgendwer sie ins Supermarktregal
stellt... dann lässt DU dich als Werkzeug benutzen.
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Leonard Baumgardt, vzAppeal.com
Nächster Leserkommentar:
„Die menschliche Verdauung ist sehr flexibel und kann sich auch auf "moderne"
Nahrungsmittel einstellen. Brot bspw. scheint der Körper unheimlich gut
verwerten zu können, auch wenn es nicht zu den ursprünglichen
Nahrungsmitteln des Menschen gehört.“
Ja, wir können in der Tat Sachen verdauen, für die wir nicht ursprünglich gebaut
sind.
Käsekuchen hat‘s zu Jäger-und-Sammler-Zeiten nicht gegeben... und trotzdem
fallen wir nicht tot um davon heute.
Die Frage ist nur: Ist die Tatsache, dass etwas dich nicht umbringt oder sichtbar
krank macht ein Zeichen dafür, dass es „gut für dich“ ist?
Stell dir vor, du hast eine Rose im Topf. Was die Rose eigentlich brauchen würde,
und wofür sie „gebaut“ ist, ist Wasser mit Mineral- und Düngestoffen, so wie sie
es in ihrer natürlichen Umgebung finden würde. Aber weil dir das niemand
gesagt hat, gießt du sie einfach immer nur mit Wasser. Und das funktioniert
auch. Die Rose stirbt dir nicht weg. Und wenn dich später jemand drauf
anspricht, ob du sie denn auch düngst, wirst du sagen, „Ach wieso, ich gieße sie
nur mit Wasser, und das funktioniert auch“.
Das Problem dabei ist: Du hast keine Ahnung, wie viel größer und schöner deine
Rose wäre, wenn du ihr das „volle Nahrungsprogramm“ geben würdest. Du
kannst nicht wissen, ob deine Rose „gesund“ ist oder „ungesund“, weil du keinen
Vergleich hast. Du schaust sie an, siehst ihre Größe und ihre Farbe und alles...
und, weil du‘s nicht anders kennst, denkst dir, „So ist diese Rose eben“.
Und mit deinem Körper ist es genauso. Du kannst nicht wissen, ob dein Körper
Brot wirklich so „unheimlich gut“ verwertet, wie du glaubst, solange du keinen
Vergleichsmaßstab hast. Und diesen Vergleichsmaßstab findest du heute auch
kaum in anderen Leuten um dich herum – einfach deshalb, weil wir alle dasselbe
futtern. Nicht, weil sich einer hingesetzt hätte und wissenschaftlich geprüft
hätte, dass Brot wirklich die optimale Nahrung für uns wäre und das Beste aus
uns herausholt... sondern einfach, weil „es alle so machen“, und weil es „normal“
ist.
Und zum Thema Brot und Getreideprodukte... ich schlage vor, du hörst nicht
drauf, was ich sage, sondern du machst selbst den Test:
Mach dir morgen Mittag ein Thunfischsteak mit Salat, und dann versuch nach
dem Essen zu arbeiten. Und übermorgen Mittag mach dir dann einen Teller
Spaghetti, und versuch danach zu arbeiten.
Mein Tipp:
Nach dem einen Essen wirst du dich fit und munter fühlen, und nach dem
anderen einfach nur träge, müde und schwer.
Verdaut werden sie beide – aber den Unterschied merkst du trotzdem.
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Leonard Baumgardt, vzAppeal.com
Ein anderer Leserkommentar:
Ich esse seit 3 Monaten nur noch Vitalkost (Rohkost) und bin seit dem so
selbstbewusst wie noch nie, habe eine strahlende Haut und Augen... kann auf
Deo quasi verzichten und baue schneller Muskeln auf als ich es je im
Fitnessstudio mit Eiweisspulver und Co. hinbekommen habe. Dazu brauche ich
2-3 Stunden Schlaf weniger pro Nacht!
Selbstbewusst, stahlende Haut, straffe Muskeln und gut riechend... noch
irgendwer hier, der die Verbindung zwischen Essen und Attraktivsein für Frauen
nicht erkennt? :-)
Vielen Dank für das Feedback! Ich weiß nicht, wer der Absender ist, aber wenn du
das hier liest, schreib mir mal eine E-Mail. Womöglich können ich und die
anderen Leser noch ein paar tolle Tipps und Erfahrungen von dir lernen.
Und noch ein wichtiger Beitrag von einem Leser:
Wie man mit essen den Testosteronspiegel anhebt ist als man auch wichtig. Den
ganzen Fraß den man im Kaufhaus Einkaufen kann senkt den Testosteronwert.
Sehr wichtiger Beitrag – gerade wenn‘s ums Thema Frauenanziehen geht.
Das richtige Essen macht dich nicht nur attraktiver vom Aussehen und vom
Charakter her, sondern es macht dich tatsächlich auch besser im Bett. Mein
Freund Daniel Rose empfiehlt deshalb auch in der Sexgott-Methode, dass du dich
„testosteronbewusst“ ernährst.
Die meisten Männer heute sind „Waschlappen“ – und zwar einfach deshalb, weil
ihr natürlicher Testosteronspiegel nach und nach durch östrogenhaltige
Lebensmittel verwässert wird. Zu diesen „verweiblichenden Weichmachern“
gehören vor allem Nahrungsmittel, in denen Soja drin ist. Und Soja findest du
längst nicht mehr nur in Tofu oder Sojaproteinpulver, sondern es ist, ähnlich wie
Mais, zu einem Grundbaustein von vielen industriell hergestellten
Nahrungsmitteln geworden.
Wenn du‘s nicht machst wie der Leser von oben, und dich komplett im „Jägerund-Sammler-Style“ ernährst, dann solltest du zumindest aufmerksam die
Etiketten lesen. Wenn sie dich in den Fraunchor einladen oder du als
Weihnachtsgeschenk einen BH auspackst, ist es zu spät würde ich sagen :-)
Was dir nützt
Essen ist nicht „an sich“ gut oder schlecht. Essen ist, genau wie alles andere im
Leben, „gut oder schlecht“, je nachdem, was für Ziele du verfolgst.
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Für die folgende Liste bin ich von meinen eigenen Zielen ausgegangen, die da
sind:
• hab Energie, um das Leben zu genießen
• sei gesund und unanfällig für Krankheiten
• hab einen attraktiven, gutaussehenden Körper
• sei stark und entwickle Muskeln statt Fettpolstern
• fühle dich gut in deiner Haut
• sei smart, flexibel und emotional stabil
• lebe deine Stärken aus und hole das Beste aus dir heraus
• strahle Selbstbewusstsein, Glück und Offenheit für Andere aus
Wenn du willst, dass Frauen sich zu dir hingezogen fühlen, dann schätze ich, wir
deine Liste ganz ähnlich aussehen.
Und hier ist, was du, wenn du das erreichen willst, in Sachen Ernährung dazu
brauchst:
Vitamine und Mineralstoffe
Unsere Vorfahren haben sich von einer ungeheuren Vielfalt ernährt:
Beeren, Wurzeln, Knollen, Nüsse, Blätter, Fisch, Krustentiere, Fleisch von
verschiedenen wildgrasenden Pflanzenfressern...
Wenn du deren „altmodische“ Ernährung heute kopieren wolltest, müsstest du in
den teuersten Bioläden und Spezialitätengeschäften shoppen gehen und
wahrscheinlich pro Woche 500€ bloß fürs Essen alleine ausgeben!
Das Essen, das heute „Mainstream“ ist, ist simplifiziertes Essen. Wo unsere
Vorfahren früher hunderte oder tausende an verschiedenen chemischen
Bausteinen zu sich genommen haben, nehmen wir heute bloß noch einen
Bruchteil davon zu uns.
Zu allererst bestehen heute die meisten „Fertignahrungsmittel“ aus denselben
paar Grunderzeugnissen wie z.B. Weizen oder Mais (beides Pflanzen, die unseren
Vorfahren komplett unbekannt waren und ohne die sie wunderbar
klargekommen sind). Wenn du Chicken McNuggets kaufst, kaufst du Fleisch von
Hühnern, die mit Mais und Getreide gefüttert worden sind, das mit Maissirup
gewürzt und verklebt wird, mit Maisstärke paniert, und dann in Maisöl frittiert.
Dasselbe beim Big Mac: Brötchen aus Weizenmehl, Fleisch von Mais-gefütterten
Rindern, zusammengehalten von Maisstärke, frittiert in Maisöl, und gewürzt mit
Ketchup, das mit Maissirup gezuckert ist.
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Ich sage nicht, dass McDonald‘s „schlecht“ ist, oder dass irgendwo eine
„Verschwörung“ oder sonstwas im Gange ist. Ich sage bloß: Wenn du denkst, du
isst „verschiedene Sachen“, liegst du wahrscheinlich öfter falsch als du denkst!
Und die zweite Sache ist:
Selbst wenn du verschiedene Sachen isst – viel Gemüse, viel Obst, viel Vollkorn –
selbst dann kriegst du heute immer noch viel weniger ab von der
Nährstoffvielfalt, mit der unsere Vorfahren sich zu dem entwickeln konnten, was
wir heute sind. Warum? Weil Nahrungsmittel in großen Mengen angebaut
werden. Schonmal den Unterschied geschmeckt zwischen einer Erdbeere aus
dem Wald und einer Erdbeere aus dem Gewächshaus in Holland? Der
Unterschied liegt im Boden. Die Erdbeere im Wald bekommt zigmal so viele
Nährstoffe aus dem Boden wie die Erdbeere im Gewächshaus. Und so ist es mit
allen landwirtschaftlichen Erzeugnissen: Wilde Gräser wie der Urweizen mögen
alle möglichen wichtigen Mineralien und Spurenelemente enthalten haben – einfach deshalb, weil sie auf gesundem, nährstoffreichem Boden gewachsen sind.
Heute dagegen kommt all unser Weizen von Feldern, die 365 Tage im Jahr
ausgebeutet werden. Der Boden dieser Felder ist längst ausgelaugt an
Nährstoffen für die Pflanze. Und das einzige, was wir dagegen tun können ist,
Dünger zu spühen. Dünger, der fast nur aus drei Elementen besteht: Stickstoff,
Phosphor und Kalium. Das heißt, im gesunden natürlichen Boden hast du
hunderte oder tausende von chemischen Verbindungen drin – und im
landwirtschaftlichen Boden dagegen hast du bloß diese drei! Und was passiert,
wenn du Pflanzen auf nährstoffarmem Boden großziehst? Richtig, du hast
nährstoffarme Pflanzen. Und was ist, wenn du diese nährstoffarmen Pflanzen
deinen Schlachttieren fütterst? Richtig, du hast nährstoffarme Schlachttiere. Und
was ist, wenn du dich fast ausschließlich von diesem nährstoffarmen Fleisch und
diesen nährstoffarmen Pflanzen ernährst? Richtig geraten: Du wirst selber
nährstoffarm!
Dein Körper ist komplex. Und für jede kleine Reaktion in deinen Zellen, die
notwendig ist, damit du „funktionierst“, braucht dein Körper die volle Vielfalt der
Bausteine, an die er sich während der „altmodischen“ Ernährung unserer
Vorfahren über Millionen von Jahren hinweg gewöhnt hat.
Ungesättigte Fettsäuren
Fett hat einen schlechten Ruf. Zu Unrecht.
Denn nicht nur besteht dein Gehirn selber zu 60% aus Fett. Tatsächlich gibt es
auch zwei Sorten von Fett:
Es gibt Fett aus ungesättigten Fettsäuren. Und es gibt Fett aus gesättigten
Fettsäuren. Und dein Körper braucht beide. Das Wichtige dabei ist nur: Sie
müssen beide im gleichen Verhältnis sein. Und genau das ist leider bei den
meisten Menschen heute lange nicht mehr der Fall.
Wichtige Teile deines Körpers sind darauf angewiesen, dass sie mit den richtigen
Fettsäuren versorgt werden – insbesondere dein Gehirn (das zu 60% aus Fett
besteht) und dein Sehnerv (der die höchste Konzentration von ungesättigten
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Fettsäuren im ganzen Körper hat). Diese „essentiellen ungesättigten Fettsäuren“
können von deinem Körper nicht selbst hergestellt werden. Und das heißt, wenn
du sie nicht mit dem Essen aufnimmst, ist dein Körper „blockiert“. Die Folge:
Deine Nerven können nicht mehr richtig arbeiten. Botenstoffe im Gehirn werden
nicht mehr richtig erkannt. Du kannst dich nicht mehr richtig konzentrieren.
Hast Probleme mit deiner Laune. Kriegst Depriphasen...
Denk mal drüber nach:
Wenn dein Gehirn aus einer bestimmten Art von Fett gebaut ist, und du füttest
ihm Tag für Tag immer nur das falsche Fett – was passiert dann? Richtig: Du hast
irgendwann einen „ranzigen Klumpen Frittierfett“ in deinem Kopf.
Und was passiert, wenn in deinen Augen jeden Tag Sehzellen absterben und
durch Neue ersetzt werden, und du aber durch deine Ernährung nicht die
richtigen Bausteine lieferst, damit die abgestorbenen Sehzellen durch Neue
ersetzt werden können? Exakt: Du siehst irgendwann immer schlechter.
Hier sind ein paar Fakten zu den wichtigsten essentiellen Fettsäuren (Omega-3Fettsäuren):
• Babies, die mit Muttermilch gestillt werden (enthält DHA1 ), haben mit 8 Jahren
einen Intelligenzquotienten, der 8,3 Punkte höher liegt als der von
„Flaschenkindern“2
• Babies, die genügend ungesättigte Fettsäuren wie DHA aufnehmen, können
besser sehen und und das Gesehene besser verarbeiten als Babies mit
ungenügender Versorgung an ungesättigten Fettsäuren3
• Menschen mit bipolarer Störung („manische Depression“) verlieren ihre
Depressionsgefühle, wenn sie Nahrungsergänzungsmittel mit DHA und EPA4
nehmen5
Wo also kriegst du diese wichtigen Omega-3-Fettsäuren her?
Du findest sie vor allem in Essen wie...
• Thunfisch
• Aal
• Makrele
• Krillöl
1
Dehydroascorbinsäure
2
Schmidt, PhD, Brain-Building Nutrition, 3. Auflage, Seite XVI.
3
A.a.O. Seite 23
4
Eicosapentaensäure
5
Schmidt, PhD, a.a.O. Seite XVI
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• Lachs (Wildlachs!)
• Sardinen
• Forelle
• Hering
• Rapsöl
• Leinsamenöl
• Walnussöl
• Mandelöl/Mandelmus
• Olivenöl (nativ, kalt gepresst, „extra virgin“)
Was du dagegen vermeiden solltest sind Nahrungsmittel, die schädliche TransFettsäuren enthalten. Das sind vor allem industriell hergestellte Nahrungsmittel,
in denen gehärtete Pflanzenöle zum Einsatz kommen, wie zum Beispiel:
• Kuchen
• Süßigkeiten
• Chicken-Nuggets
• Fischburger
• Pommes
• Margarine
• Mayonnaise
• Salatdressing (alles außer Olivenöl)6
• Toastbrot und anderes haltbar gemachtest „Supermarktbrot“
• alles, was frittiert oder paniert ist
Musst du dir all diese Dinge jetzt „verbieten“?
Nö.
Es hilft nur, wenn du weißt, dass diese Sachen die falschen Fettsäuren für dein
Gehirn und deinen Körper in sich tragen. Und dass dein Körper, je mehr du von
diesen Sachen isst, umso mehr von den „gesunden Sachen“ aus der Liste oben
braucht.
6 Ziemlich ironisch, wenn du extra nur noch Salat isst, weil du denkst, es ist gut für dich... und
dann machst du, ohne es zu ahnen, all deine Bemühungen kaputt, weil du zum „Joghurtdressing“
greifst... :-)
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Wenn du jeden Tag frischen Fisch isst oder andere Quellen für gesunde Omega-3Fettsäuren, dann kann dein Körper auch eine Packung Chicken McNuggets
wegstecken. Dein Körper wird die zwar als Fremdkörper behandeln und sich
fragen, „Meine Fresse, warum gibt mir der Kerl diese Giftstoffe zu essen?“... aber
solange er genügend von den gesunden Omega-3-Fettsäuren zum Ausgleich zur
Verfügung hat, die er zum Reparieren und Unterhalten deines Gehirnapparats
braucht, wirst du wahrscheinlich keine bleibenden Schäden davon tragen.
Wasser
Dein Körper besteht zu 75% aus Wasser. Wenn du 70 Kilo wiegst, dann sind das 52
Liter Wasser und nur 18 Kilo „Abtropfgewicht“.
Wenn du nicht genug trinkst, wirst du müde, träge, kriegst trockene Haut, spröde
Lippen (sehr unsexy zum Küssen!), und steigerst langfristig dein Risiko für
Blasensteine und, wenn du älter bist, sogar dein Risiko für Herzinfarkt oder
Schlaganfall.
Meinem Großvater ist genau das passiert: Er hat immer nur Kaffee getrunken
frühmorgens (der entwässert!), und hat dann erst nachmittags irgendwann mal
ein bisschen Tee getrunken. Kein Wunder also, dass sein Körper total entwässert
gewesen sein muss. Ich meine hey, ich trinke wahrscheinlich 4-7 Gläser Wasser
am Tag, und KEINEN Kaffee, und ich habe trotzdem noch „Durststrecken“
dazwischen... Jedenfalls, eines Morgens hatte er Kopfschmerzen, und dann, als er
in die Stadt gehen wollte, ist ihm schwindelig geworden, seine rechte
Körperhälfte hat angefangen zu kribbeln... und nachdem der Anfall sich gelegt
hatte, hat er festgestellt, dass er die Zeitung nicht mehr lesen konnte. Was war
passiert? Richtig: Weil er zu wenig Wasser „im System“ hatte, war sein Blut so
dickflüssig geworden, dass es ein Gerinsel gebildet hat. Und dieses Gerinsel hat
sich dann im linken hinteren Teil seines Gehirns festgesetzt und für ein paar
Minuten dort den Blutfluss verstopft. Die Folge: Nervenzellen im Bereich fürs
Sehen und im Bereich für die Motorkontrolle der rechten Körperhälfte haben für
ein paar Minuten keinen Sauerstoff mehr bekommen – und sind zum Teil
abgestorben. Deshalb das taube Gefühl in der rechten Körperhälfte. Und deshalb
der Sehverlust hinterher.
Offensichtlich spielt natürlich auch das Alter mit eine Rolle hier. Wer alt ist, hat
von vornherein engere Blutgefäße – und da ist das Risiko für ein „Verstopfen“
wesentlich höher als bei uns jungen Leuten.
ABER... egal ob alt oder jung – wenn du zu wenig trinkst, WIRD dein Blut
dickflüssig, und dein ganzer Körper wird schlechter versorgt.
Und gerade über Nacht trocknet dein Körper aus: Du schläfst 8 Stunden lang
ohne zu trinken, und mit jedem Schwitzen und mit jedem Atemzug verlierst du
in dieser Zeit Wasser. Und natürlich auch dadurch, dass sich deine Blase füllt. Im
Extremfall merkst du dann beim Aufwachen, dass du Kopfschmerzen hast oder
dich „gerädert“ fühlst – was das Alarmsignal von deinem Körper dafür ist, dass er
an den Rand der Funktionstüchtigkeit entwässert ist.
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Das erste, was du deshalb morgens tun willst, ist einen halben Liter Wasser zu
trinken. Du bist früh nach dem Aufwachen wie ein vertrockneter Schwamm –
und nur, wenn du auf deinen Körper hörst und ihm das gibst, was er über die
Nacht verloren hat, kommst du „auf Touren“.
Hör nicht auf das was ich sagen – probier es selber aus. Trink drei Tage lang jeden
Morgen als allererstes einen halben Liter Wasser. Und dann sieh selbst, was es für
einen Unterschied für deinen kompletten Tag macht.
Ballaststoffe
Das meiste Essen heute ist vollgestopft mit Kalorien. Und das ist nicht nur ein
Problem, wenn du auf deine Figur achten willst:
Wissenschaftler vermuten, dass eine ballaststoffarme Ernährung sogar
Darmkrebs begünstigt.
Die Erklärung: Der Darm wird über das gereinigt, was durch ihn durchgeht. Isst
du viele Ballaststoffe (d.h. Obst, Gemüse, grüne Blätter), dann hat dein Darm
„mehr zu tun“. Alles fließt, nichts steht still. Und deshalb können sich keine
toxischen Ablagerungen im Darm bilden. Isst du dagegen fast nur superkalorienreiches, ballaststoffarmes Essen, isst du nur 2-3mal am Tag... und
dazwischen steht dein Verdauungssystem praktisch still. Mit der Folge, dass
Giftstoffe und Chemikalien aus dem Essen, die normalerweise ausgeschieden
würden, im Darm „stillstehen“ und damit die Chance bekommen, sich in der
Darmwand festzusetzen. Nach und nach setzt sich die Darmwand dann zu mit
toxischen Stoffen, so lange, bis eine Stelle so „verkrustet“ ist, dass die Zellen
darunter nicht mehr normal funktionieren können – was der Beginn für einen
Tumor sein kann.
Diese Erklärung ist natürlich völlig „unwissenschaftlich“. Aber sie ist
einleuchtend genug, dass ich sie begreife. Und abgesehen davon: Wir wissen, dass
unsere Jäger-und-Sammler-Vorfahren sich nicht von zweimal Currywurst am Tag
ernährt haben. Wir wissen, dass diese Vorfahren praktisch ihre komplette
Wachzeit mit der Suche nach Essen und mit Essen selber verbracht haben. Nüsse,
Grünzeug, Gemüse, Obst, Knollen... alles reich an Ballaststoffen, und alles arm an
Kalorien, mit dem Ergebnis, dass man kiloweise davon in sich rein (und durch
den Darm) schaufeln musste, um satt zu bleiben. Das ist, wofür unser
Verdauungssystem „gebaut“ ist. Das ist „der sichere Weg“, der sich Millionen von
Jahre lang ohne Probleme bewährt hat. Und genauso wie beim Flirten setze ich
auch beim Essen lieber auf das, was sich bewährt hat, als auf das, was „gut
aussieht“ oder „gerade IN ist“.
Früchte
Früchte enthalten jede Menge Wasser, sie enthalten eine Menge Ballaststoffe, und
sie enthalten jede Menge Spurenelemente und Vitamine. Früchte haben schon
auf dem Speiseplan von unseren Vorfahren gestanden... nicht nur von unseren
Jäger-und-Sammler-Vorfahren in der Savanne, sondern auch schon von unseren
Vorfahren auf den Bäumen. Das heißt: Früchte sind erprobt. Du kannst damit nix
falsch machen.
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Gemüse
Okay – ein Nachteil, den Früchte haben, ist ihr hoher Zuckeranteil.
Ja, Zucker (sprich: kurzkettige Kohlenhydrate wie Glukose oder Fruktose) ist
notwendig als Energielieferant in deinem Körper. ABER... dein Körper will diesen
„puren Treibstoff“ am besten nicht von außen, sondern er will ihn selber
herstellen – durch Verdauung von komplexeren Nährstoffen nämlich.
Gibst du deinem Körper Zucker in Reinform, passieren zwei Dinge, die nerven:
1. Aufgenommener Zucker von außen geht sofort ins Blut. Und das fühlt sich
zwar nett an, unmittelbar nachdem du ihn gegessen hast. Doch der
„Energieschub“, den du davon bekommst, lässt innerhalb von ein paar Minuten
wieder nach. Steigt nämlich dein Blutzuckerspiegel, reagiert umgehend deine
Bauchspeicheldrüse: Sie denkt sich, „Oh Shit, was ist denn hier los – warum ist
da plötzlich so viel Zucker im Blut?“... und dann schüttet sie Insulin aus, um
den Zuckerspiegel wieder runter zu bringen. Das heißt: Wie gewonnen, so
zerronnen. Am Ende hast du Zucker verschwendet und Insulin verschwendet,
und beides hebt sich auf und du fühlst dich nach ein paar Minuten wieder
genauso müde und ausgelaugt wie vorher.
2. Wenn du deinen Körper daran „gewöhnst“, dass er Zucker „vorgekaut“ von
außen bekommt, wird er „süchtig“ danach. Er denkt sich dann, „warum soll ich
hier lange rumverdauen... ich lass den Kerl einfach wieder zu was Süßem
greifen“. Und die Folge ist, dass du ständig „naschst“, und ständig „an der
Nadel“ von Süßem hängst.
Das Tolle an Gemüse ist:
Du kriegst damit die Vorteile von Obst (Wasser, Ballaststoffe, Mineralien und
Vitamine) – aber sparst dir den Zucker.
Das heißt:
Wenn du einen guten Start in den Tag haben willst, kipp den Orangensaft weg,
und nimm lieber Gemüsesaft. Ja, ich weiß... klingt total öko jetzt... „Gemüsesaft“.
Aber hey, wenn du dein Essen als Werkzeug verwenden willst, damit du dich gut
fühlst, dann ist es ziemlich egal, was andere Leute darüber denken.
Ich selber mag am liebsten frisch gepressten Saft aus Obst UND Gemüse
zusammen. Also zum Beispiel Karotten, Spinat, Orangen und Birne. Oder
Löwenzahn, Ananas und Granatapfel. Egal was ich gerade im Kühlschrank habe,
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ich steck‘s in den Safter7... und das Ergebnis ist immer super-lecker und gibt mir
einen Kickstart in den Tag.
Nüsse
Nüsse enthalten nicht nur wichtige Spurenelemente, sondern auch essentielle
Fettsäuren. Der gesündeste Snack für zwischendurch: Eine Hand voll Mandeln.
Der beste Brotaufstrich: Mandelmus oder Erdnussmus (Bio, ohne Zucker und
Salz).
Und noch ein Tipp:
Wenn du Probleme mit Depression hast, iss eine Hand voll Cashewkerne am Tag.
Cashews enthalten Thiamin (Vitamin B1) und wirken damit wie ein natürliches
Antidepressivum.
Fisch und Meeresfrüchte
Über Fisch haben wir schon im Abschnitt „Ungesättigte Fettsäuren“ gesprochen.
Dort findest du auch eine Liste der Fischarten, die dir die größten Vorteile in
Sachen „Futter fürs Gehirn“ geben.
Interessant zu wissen ist noch, dass alle Fische ihr gesundes Fettsäurenprofil
ihrer eigenen Ernährung verdanken. Fisch enthält nicht deshalb besonders viele
Omega-3-Fettsäuren, weil er sie selber herstellen würde. Fisch enthält diese
gesunden Fettsäuren, weil er sie selber von kleineren Organismen im Meer
aufnimmt – insbesondere von Krill.
Das ist auch der Grund dafür, dass Süßwasserfische generell weniger Omega-3Fettsäuren liefern als Salzwasserfische... und warum „wilder Fisch“ generell
„besser“ ist als Fisch aus „Fischfarmhaltung“.
Wenn dir frischer, „wilder“ Fisch zu teuer ist, kannst du auch auf Krillölkapseln
zurückgreifen. Aktuelle Empfehlungen dazu findest du hier.
7 Wichtig ist, eine „Saftpresse“ zu verwenden und keinen „Entsafter“. Der Unterschied: Der
„Entsafter“ funktioniert nach dem „Zentrifugalprinzip“, d.h. mit einer Reibscheibe – und das ist
nicht nur höllisch laut, sondern es erzeugt Reibungshitze (die viele der wichtigen Vitamine und
Mineralstoffe kaputt macht), und es mischt Sauerstoff unter den Saft (mit dem Ergebnis, dass die
Brühe am Ende braun rauskommt). Wenn du wirklich die Vorteile von frisch gepresstem Saft
haben willst, solltest du ein Gerät verwenden, dass nicht „reibt und schleudert“, sondern „presst
und wringt“. Das ist nicht nur viel leiser, sondern bewahrt auch all die wichtigen Nährstoffe aus
der Frucht. Und es erlaubt dir vor allem auch, grüne Blätter zu pressen wie z.B. Spinat oder
Löwenzahn, was Entsafter mit Reibscheibe nie hinkriegen. Die meisten Entsaftungsgeräte, die du
unter 250€ bekommst, sind Zentrifugalentsafter – selbst wenn auf der Packung „Saftpresse“ steht.
Echte Saftpressen erkennst du daran, dass in der Beschreibung steht „auch für Weizengras
geeignet“. Aktuelle Empfehlungen findest du hier.
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Was dir schadet
Zucker
Wir hatten schon drüber geredet:
Zucker ist wie eine Droge. Er gibt dir erst einen Kick und dann ein Tief. Und er
macht deinen Körper abhängig nach dem nächsten „Fix“ an schnellen,
„vorverdauten“ Kalorien.
Aber Zucker macht noch eine ganze Menge mehr... und als ich zum ersten Mal
gehört habe, was, bin ich zum Küchenschrank gegangen, habe die Zuckerdose
genommen und den Inhalt in den Mülleimer gekippt.
• Zucker bringt die Körperchemie so durcheinander, dass es kaum noch einen
Unterschied macht, ob du Junkfood isst oder gesundes Essen. Um Nährstoffe
aufzunehmen, braucht dein Körper Mineralien. Alle Vitamine, Proteine, Enzme,
Aminosäuren, Fette und Kohlenhydrate brauchen Mineralien um zu
funktionieren. Es sind 84 Mineralstoffe bekannt, die zwingend notwendig für die
menschliche Ernährung sind. Dazu gehören zum Beispiel Kalzium, Zink, Chrom,
Kupfer, Magnesium und Kalium. Wenn auch nur eines dieser Mineralien fehlt,
kann das ganze System in Schieflage kommen. Der Mangel an einem einzigen
Mineral kann dazu führen, dass die ganze Kette zusammen bricht und andere
Nährstoffe wirkungslos und nutzlos bleiben.
Was die Sache noch komplizierter macht ist, dass Mineralien nur in Beziehung
zueinander funktionieren. Es ist, wie wenn du ein Käsesandwich machen willst,
und du hast 20 Scheiben Brot aber keinen Käse. Wenn die Zutaten nicht im
richtigen Verhältnis sind, kriegst du kein Ergebnis. Schlimmer noch: Wenn in
deinem Körper ein Mineral da ist, aber sein „Partnermineral“ fehlt, dann kann
das Mineral nicht nur nicht funktionieren... sondern es wird auch giftig für den
Körper!
Wenn du Zucker isst, gehen bestimmte Drüsen in deinem Körper in
Überproduktion. Zum Beispiel nämlich die Bauchspeicheldrüse. Die
Bauchspeicheldrüse produziert in erster Linie Insulin, das benötigt wird, um
überschüssigen Zucker aus dem Blut in die Leber zu ziehen8 . Was die
Bauchspeicheldrüse aber auch reguliert, ist die Aufnahme von Kalzium ins Blut.
Immer wenn die Bauchspeicheldrüse auf Hochtouren läuft, wird also auch
Kalzium aus den Knochen in dein Blut gepumpt. Und das heißt, wenn du jeden
Tag Zucker isst, verlierst du jeden Tag Kalzium. Und indem du zu wenig Kalzium
hast, wird gleichzeitig der Gegenspieler von Kalzium, Phosphor, zu einem Gift.
• Dasselbe was Zucker mit Mineralien macht, macht er auch mit Enzymen.
Enzyme braucht der Körper, um bestimmte Nährstoffe zu verdauuen. Sind
bestimmte Enzyme durch Zucker außer Kraft gesetzt, kann das dazu führen,
dass dein Körper bestimmte Nahrungsmittel nicht mehr verdauuen kann und
als Giftstoff betrachtet. Das Ergebnis ist eine Nahrungsmittelallergie.
8 Wenn die Leber „voll“ ist, wird der Zucker weiterverwandelt in Fett – was der Grund dafür ist,
dass Süßes dich dick und schwabbelig macht.
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• Zucker blockiert dein Immunsystem. Wenn du einen Softdrink oder eine Limo
trinkst, schießt dein Blutzucker nach oben. Wenn dieser Zustand lange anhält,
kann der Zucker anfangen, sich mit Proteinen im Blut zu verbinden. Die
chemische Reaktion ist dieselbe wie beim Kochen (Maillard-Reaktion).
Normalerweise finden Verbindungen zwischen Glukose und Proteinen nur unter
kontrollierten Bedingungen im Körper statt – nämlich zum Beispiel unter dem
Einfluss von Enzymen während der Verdauung. Geschieht diese Reaktion aber
von alleine im Blut, als sogenannte „Glykation“, dann entstehen als Ergebnis
AGEs („Advanced Glycation Endproduct“ = „Fortgeschrittenes
Glykationsendprodukt“). Diese AGEs sind Giftstoffe für den Körper, und sie
stehen in Zusammenhang mit Alterskrankheiten wie Diabetes oder HerzKreislaufproblemen. Der Körper jedenfalls reagiert auf diese Fremdstoffe, indem
er das Immunsystem darauf ansetzt. Die weißen Blutkörperchen (die
„Pacman‘s“ des Immunsystems) sind dann damit beschäftigt, dein System von
der Flut an AGEs zu befreien. Und wenn du also ständig Zucker zu dir nimmst
(wie praktisch jeder, der sich bei uns „normal“ ernährt), dann ist damit dein
Immunsystem permanent abgelenkt und hat nur noch einen Bruchteil an
Ressourcen frei, wenn es „echte“ Krankheitserreger abzuwehren gilt.
• Zucker verursacht Karies. Es gibt einen Grund, warum Schimpansen keine
Zahncreme brauchen. Unsere Zähne sind nicht von Natur aus so gebaut, dass
sie regelmäßige „Wartung“ durch Zahnbürste und Zahnarzt brauchen würden.
Es hat Experimente gegeben, in denen Menschen über mehrere Jahre komplett
abgeschlossen von der Außenwelt „auf Öko“ gelebt haben (d.h. ohne industriell
verarbeitete Lebensmittel nur aus eigenem Anbau) – und die hatten
• Isst du Zucker, scheidest du mehr Kalzium aus. Dein Körper muss jetzt Kalzium
aus den Knochen ziehen, wo es gespeichert ist. Und die Folge davon ist, dass
weniger Kalzium in deinen Knochen ist, und die Knochen spröde und brüchig
werden9 .
• Dein Gehirn braucht B-Vitamine zum arbeiten. B-Vitamine sind aber gleichzeitig
notwendig, um Zucker zu verdauen. Isst du Zucker, werden die B-Vitamine alle
„verbraucht“, um die Flut an Glukose zu bewältigen. Für das Gehirn ist dann
nichts mehr übrig – und die Folgen zeigen sich dann als Lern- oder
Verhaltensschwäche.
Zucker macht dich nicht „krank“ und „süchtig“ in dem Sinne, dass du es merkst.
Zucker bringt dich nur in einen Zustand, in dem du sagst, „Mir geht‘s nicht
wirklich gut, aber krank fühle ich mich auch nicht“.
Kohlenhydrate und Protein in einer Mahlzeit
Dieser Tipp hier klang ziemlich albern für mich, als ich ihn zum ersten Mal gehört
habe:
Man sollte nie Kohlenhydrate und Protein in derselben Mahlzeit essen, weil das
die Verdauung behindert.
9
Appleton, PhD, Lick the Sugar Habit, Seite 23.
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Ziemlich verrückt, oder? Zumal wenn man bedenkt, wie ein typisch deutsches
Essen aufgebaut ist: Du hast das Fleisch (Protein). Du hast die Beilage
(Kohlenhydrate wie Kartoffeln, Reis oder Nudeln). Und, wenn du Glück hast, hast
du noch bissel Grünzeug am Rand.
Aber es stimmt tatsächlich:
Wenn du Kohlenhydrate und Eiweiß zusammen isst, wirst du merken, dass dein
Magen noch lange Zeit danach „schwer“ ist. Das Essen bleibt dann einfach länger
passiv im Magen liegen, als wenn du Protein alleine oder Kohlenhydrate alleine
isst.
Die Folge:
Du fühlst dich müde, träge und „vollgestopft“. Und damit also nicht wirklich in
Bestform für ein Date, geschweige denn für Sex...
Was also tun?
Wenn du Fleisch isst oder Fisch, iss es „solo“, nur mit Salat dazu.
Und wenn du Nudeln isst, oder Reis, oder Kartoffeln, dann lass das Fleisch weg,
und iss stattdessen Gemüse dazu.
Du wirst dich fitter fühlen, leichter und „wacher“.
Glaub‘s nicht mir (denn hey, ich hab‘s ja selber erst nicht geglaubt),
sondern probier es aus. Du wirst den Unterschied merken.
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Test: Isst du die falschen Fettsäuren?
Geh die folgende Liste durch und bewerte die Punkte, je nachdem wie stark sie
auf dich zutreffen:
0 = habe ich nicht
1 = habe ich ein bisschen
2 = habe ich
3 = habe ich sehr stark
____ Schuppenflechte
____ Trockene Haut
____ Trockene, harte Hornhaut am Ellenbogen
____ Trockene, brüchige Fersen
____ Trockene, brüchige Fingerkuppen
____ Trockenheit in den Augen
____ Trockene, krause und schwer zu bändige Haare
____ Häufiges Urinieren
____ Häufige Aggression oder Feindseligkeit
____ Allergien
____ Depression
____ Probleme dich zu konzentrieren
____ Müdigkeit
____ Lernprobleme
____ Hyperaktivität
____ Weiche, spröde oder leicht brechende Fingernägel
Zähle deine Punkte zusammen.
Hier ist die Auswertung:
Weniger als 4:
Gut! Du scheinst in Sachen Fettsäuren die richtige Balance in deiner Ernährung
zu haben.
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Zwischen 5 und 10:
Deutliche Anzeichen dafür, dass du zu viele von den FALSCHEN Fettsäuren zu dir
nimmst und zu wenige von den GUTEN.
Über 20:
Sehr starke Anzeichen dafür, dass du zu viele von den FALSCHEN Fettsäuren zu
dir nimmst und viel zu wenige von den GUTEN.
Je nachdem, wie du bei dem Test abschneidest, willst du deine Aufnahme an
„Bösen“ Fettsäuren reduzieren und dafür gezielt mehr von den „Guten“
Fettsäuren in deinen Speiseplan aufnehmen:
Die „Bösen“ Fettsäuren
Kuchen
Süßigkeiten
Chicken-Nuggets
Fischburger
Pommes
Margarine
Mayonnaise
Salatdressing (alles außer Olivenöl)
Toastbrot und anderes haltbar gemachtest „Supermarktbrot“
alles, was frittiert oder paniert ist
Die „Guten“ Fettsäuren
Thunfisch
Aal
Makrele
Krillöl
Lachs (Wildlachs!)
Sardinen
Forelle
Hering
Rapsöl
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Leinsamenöl
Walnussöl
Mandelöl/Mandelmus
Olivenöl (nativ, kalt gepresst, „extra virgin“)
Fazit
Du bist was du isst.
Fühlst du dich okay und strozend vor Energie, brauchst du dir um deine
Ernährung wahrscheinlich nicht wirklich Gedanken zu machen. Doch wenn‘s dir
geht wie mir, und du manchmal das Gefühl hast, dass irgendwas dich zurück
hält, dann lohnt es sich, dich etwas genauer damit zu beschäftigen, was du jeden
Tag in deinen Körper steckst.
Es wäre witzig, wenn es nicht so traurig wäre:
Wir lernen in der Schule heute, was Goethe geschrieben hat oder wie man per
Hand integralrechnet... bloß was das Richtige zu essen ist, damit das eigene
Gehirn zu all den anderen Sachen überhaupt in der Lage ist, das lernt man
nirgends. Man verlässt sich einfach drauf, „Die Anderen werden‘s schon richtig
machen“, und „Wenn‘s Alle so machen, wird es schon richtig sein“. Aber ich
glaube daran, dass man sich die Leute ansehen sollte, von denen man lernt. Sind
die glücklicher als du? Haben die mehr Erfolg mit Frauen als du? Machen sie
mehr Geld als du? Haben sie mehr Freunde? Mehr Spaß? Mehr Energie? Und
wenn nicht – warum dann kopieren, was sie dir vormachen?
Wissen über Essen ist genauso wie Wissen über Flirttechniken ein Werkzeug. Du
kannst es benutzen, um deine eigenen Ziele wahr zu machen.
Sich für Ernährung zu interessieren hat nichts damit zu tun, sich zu irgendwas zu
zwingen. Im Gegenteil. Du brauchst dich nicht auf Willenskraft oder Disziplin
verlassen. Denn die Entscheidung was du isst, triffst du nicht mit dem, was du in
deinen Mund steckst, sondern mit dem, was du in deinen Einkaufswagen steckst.
Wenn du beschließt, dass du etwas nicht essen willst, lass es nicht in deine
Wohnung. Denn wenn‘s nicht in deiner Wohnung ist, kommt‘s nicht in deinen
Mund. Und wenn‘s nicht in deinen Mund kommt, kommt‘s auch nicht in dein
System.
Es macht keinen Sinn, sich vorzunehmen, etwas Bestimmtes nicht zu essen. Viel
wichtiger ist, zu entscheiden, was du stattdessen essen willst.
Das heißt:
Nimm dir nicht vor, „Ich werde keine Schokolade mehr essen“. Überleg dir
stattdessen, was du an Stelle von Schokolade essen wirst, wenn du Appetit auf
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einen süßen Snack hast. Und dann deponiere einen Bund Möhren in deinem
Kühlschrank. Oder ein Glas Mandeln und Cashewkerne auf deinem Schreibtisch.
Oder ein paar Äpfel in der Küche.
Du wirst essen, was da ist. Und wenn du‘s im Mund hast, macht es gar keinen
Unterschied mehr, was es ist. Nicht für deine Zunge jedenfalls. Für den Rest
deines Körpers dagegen (und für deine Psyche) kann der Unterschied gewaltig
sein.
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