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Das schmeckt Slomka gar nicht SpaßundSchweiß–wie - tonilieto.de

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Da wirst du automatisch
hin und wieder
mal Meister.
Leverkusens Sportchef Rudi
Völler über den seiner Meinung
nach unschlagbaren Kader des FC
Bayern für die kommende Saison
Anstoss
uwe von holt
spannungsaufbau
Prügeln
und kuscheln
Der Trend beim Fußball geht weg von
der Kuschelpädagogik, da muss man
nur Matthias Sammer zuhören. Gestern
ist der neue Sportvorstand des FC Bayern zum zweiten Mal in die Öffentlichkeit
getreten, und spätestens jetzt ist klar,
dass Sammer von der Vereinsführung
um Ulikalle einen deutlichen Arbeitsauftrag bekommen hat: Den Bad Cop, den
bösen Polizisten, soll er spielen in der
heimelig gewordenen Vize-Atmosphäre.
Trainer Jupp Heynckes hat angeblich
nichts zu befürchten in Sammers „neuer
sportlicher Leitlinie“, aber das wird noch.
In Hamburg bauen sie die Spannung
weit unterhalb der Vorstandsebene auf,
das ist ja auch ein Anfang auf dem Weg
zum Härterwerden. Die Spieler Slobodan Rajkovic und Son Heung Min kloppten sich gestern im Training – dass am
Ende der unbeteiligt danebenstehende
Tolgay Arslan eine Kopfwunde erlitt, ist
als Kollateralschaden zu verschmerzen.
In Hannover ist man noch zurückhaltend mit dem Einsatz von Bad Cops und
prügelnden Kollegen zum Leistungskitzeln, allerdings braucht 96 auch jeden
Mann unverletzt und gut gelaunt zum
ersten Spiel in der Europa League. So
lange soll es piano weitergehen mit Tretbootrennen auf dem Maschsee, Strandkicken neben dem Gänse-Klo und Autoprobesitzen an der Arena. Mirko Slomka
und sein Stab werden das minutiös und
nach allen wissenschaftlichen Erkenntnissen geplant haben.
Hannovers
größter Sportteil!
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Das g esT ä n D n
Des Tages
Vielleicht hat sie auch deshalb schon mit 25 aufgehört. Biathletin Magdalena Neuner musste mit Morddrohungen fertig werden. „Es gibt schon öfter Leute,
die mir da Angst machen wollen, natürlich hofft man
immer, dass nichts dahintersteckt“, sagte Neuner.
Neue Presse Seite 11 Sonnabend, 14. Juli 2012
Der Balanceakt
LAUNIG: Nicht nur Stürmer
Moa Abdellaoue hat Spaß bei den
vielen Trainingssonderprogrammen
wie zuletzt mit Tret- und Paddelbooten –
hier lacht er am Südufer des Maschsees.
Fotos: zur Nieden
Spaß und Schweiß – wie
96 schon am 2. August
topfit sein will
ENGAGIERT:
Heiko Sander (links) und
Edward Kowalczuk
machen die 96-Profis fit, dafür
setzen sie auch auf
Hütchen und Slalomstangen.
Kurzpässe
Mellendorfer „Kreisliga-Truppe“
im DFB-Pokal gegen Magdeburg
BEHUTSAM: Lars Stindl
macht die meisten Übungen
schon wieder mit, darf sich
aber noch immer nicht voller
Belastung aussetzen.
FUSSBALL. Die Frauen des Mellendorfer
TV müssen in der ersten Runde des DFBPokals (25./26. August) gegen den Magdeburger FFC (zweite Liga) ran. Weil der
Zweitligaabsteiger aber keine konkurrenzfähige Mannschaft mehr hat, droht dem MTV
der Absturz in die Kreisliga. Sportchef Rainer Baude: „Egal, wir treten in jedem Fall an.
Auch mit einer Kreisliga-Truppe.“
Regensburg bleibt gegen
die Bayern im eigenen Stadion
FUSSBALL. Regensburg bleibt am 20.
August (ARD live) im Pokal gegen den FC
Bayern seinem Jahn-Stadion (knapp 11 000
Plätze) treu. Der Zweitligaaufsteiger hatte
mit einer Verlegung nach Nürnberg geliebäugelt. Für das Spiel werden allerdings die
Eintrittspreise deutlich erhöht.
Brasilien setzt weiter auf
den Schmiergeld-Berater
FUSSBALL. Brasiliens Verband CBF hält
trotz der Enthüllungen in der FIFA-Schmiergeldaffäre an der Zusammenarbeit mit
seinem belasteten Ex-Präsidenten fest
– Ricardo Teixeira, der mehr zehn Millionen Euro kassiert hatte, bleibt als bezahlter
internationaler Berater tätig.
3:4 nach 3:0 – Norwegen hat
den nächsten Wettprofi
FUSSBALL. Die norwegische Polizei hat
erneut einen Spieler wegen Verdachts
auf Manipulation festgenommen – einen
22-Jährigen vom Drittligaklub Follo FK. Der
Verein hatte Anzeige erstattet, nachdem das
Spiel gegen Østsiden nach 3:0-Führung mit
3:4 verloren gegangen war. Es sollen Wetten
über 16 000 Euro platziert worden sein.
Nationaltrainer Capello soll
die Russen zur WM bringen
FUSSBALL. Der Italiener Fabio Capello
wird Trainer der russischen Nationalmannschaft und somit Nachfolger von Dick Advocaat. Der 66-Jährige, der zuletzt die englische Auswahl trainiert hatte, bekommt
einen Vertrag bis zur WM 2014, sein Jahresgehalt beträgt sechs Millionen US-Dollar.
Chancenlos in Stuttgart,
Brown im Viertelfinale raus
tennIS. Der Deutsch-Jamaikaner Dustin
Brown (Foto) scheiterte im Viertelfinale von
Stuttgart mit 0:6, 3:6 am Spanier Guillermo
Garcia-Lopez. Janko Tipsarevic (Serbien)
schlug Björn Phau mit 6:7, 7:6, 6:4.
Nur noch 18 Tage bis zum Europa-Start. Slomka muss die richtige Trainingsdosis finden.
VoN ToNI LIETo
hAnnover. Bergfest bei 96:
Gestern war der 18. Tag der Vorbereitung, ab morgen sind es
noch einmal so viele bis zum ersten Pflichtspiel der neuen Saison. Nicht einmal 40 Tage, um auf
Hochtouren zu kommen – das ist
ein Spagat, der alle Beteiligten fordert. Die Spieler müssen schnell
topfit werden, die Verantwortlichen sie rasch topfit kriegen.
Auf die intensivste 96-Saison
der Klubgeschichte mit exakt 50
Pflichtspielen folgt die wohl kürzeste Vorbereitungsspanne aller
Zeiten. Der große 96-Trainerstab
mit Mirko Slomka an der Spitze
muss die Balance finden zwischen Schwitzen und Spaßhaben,
Reinklotzen und Regeneration.
Aber wie? Slomka und seine Crew
um Fitnesstrainer Heiko Sander
und Edward Kowalczuk setzen
aufs Gleichgewicht. Der Chefcoach
spricht von „hohen Belastungen“
für die Spieler, man sei „im
Umgang mit ihnen aber auch sehr
vorsichtig“. Verletzungen gilt es
unbedingt zu vermeiden. „Wir wollen es nicht übertreiben“, sagt
Slomka, der Spielern wie Christian
Pander und zuletzt zum zweiten
Mal auch Leon Andreasen Belastungspausen verordnete. Auch mit
Lars Stindl geht 96 behutsam um,
er wird nach seiner Adduktorenreizung vorsichtig herangeführt.
Nicht zu unterschätzen ist der
Spaßfaktor, auf den 96 setzt.
Slomka ist bemüht, eine „gute
Stimmung und Arbeitsatmosphäre“ zu schaffen. Darum baut
er häufiger Programmpunkte ein,
die zwar der Fitness der Spieler
zugute kommen, aber auch das
Miteinander fördern sollen: Triathlon mit Tretbooten am Maschsee und Fußballtennis am Strand
etwa. Früher als viele andere Bundesligavereine hatte 96 am 26.
Juni mit der Vorbereitung begonnen. Schalke, 96-Heimgegner
am ersten Bundesliga-Spieltag
(26. August), startete gar erst
am 7. Juli. Und: Kein anderer Klub
hat eher als 96 eine Pflichtpartie. Für alle Erstligakonkurrenten
wirds erst mit dem DFB-Pokal (17.
bis 20. August) ernst – bis dahin
werden Slomkas Spielern schon
zwei Pflichtduelle in den Knochen stecken: Das erste, Hinspiel
in der dritten Qualifikationsrunde
Kurzpässe
Morgen Auswärtsspiel an der
Constantinstraße – der HSC wartet
Neuer Ko-Sponsor hat Werbung
in der AWD-Arena im Blick
Pforzheim-Posse geht weiter,
96 wartet auf die Entscheidung
Abgesehen vom Spiel zur Saisoneröffnung
am 11. August gegen Manchester United wird
96 nur eine Vorbereitungspartie in Hannovers
Stadtgebiet bestreiten: morgen beim HSC an
der Constantinstraße. Das Spiel gegen den
Bezirksliga-Vizemeister beginnt um 17 Uhr.
Mit dem Wittmunder Unternehmen „one.de“
hat 96 einen neuen offiziellen Ko-Sponsor hinzugewonnen. Das Engagement dauert vorerst zwei Jahre, im Vordergrund stehen unter
anderem Promotion-Aktionen und HospitalityRechte bei den Heimspielen in der AWD-Arena.
Die Absage fürs Holzhof-Stadion hat einen
Streit verursacht: Pforzheimer Politiker und der
FC Nöttingen werfen sich „schlechten Stil“ vor.
96 wartet unterdessen weiter auf die Entscheidung, in welchem Stadion das DFB-Pokalspiel
beim FC Nöttingen (19. August) stattfindet.
Das schmeckt Slomka gar nicht
0:2 bei Drittligist Preußen Münster. Avevor nach Bochum?
VoN ToNI LIETo
MünSter. Erstmals in dieser Vorbereitung wurde 96 beim gestrigen Spiel
ernsthaft geprüft. Preußen Münster
war der bislang klassenhöchste Gegner – 96 bestand den Test nicht und
verlor gegen den Drittligisten mit 0:2.
„Münster hat unsere Schwächen hinten eiskalt ausgenutzt. Im Spielaufbau
haben wir sehr viele Fehler gemacht“,
bemängelte Trainer Mirko Slomka.
Dimitrij Nazarov hatte nach fünf
Minuten getroffen, die 96-Defensive
sah dabei schlecht aus. Auch Christopher Avevor nicht, dessen Situation bei
96 als schwierig gilt, denn seine Chancen auf regelmäßige Pflichtspieleinsätze sind gering. An den drei anderen
Innenverteidigern Karim Haggui, Mario
Eggimann und Felipe, mit fast 2,5 Millionen Euro teuerster 96-Zukauf dieses
Sommers, wird er kaum vorbeikommen. Aber Avevor ist jung (20), er will
sich weiterentwickeln und dauerhaft
spielen (so wie gestern 90 Minuten).
Andreas Bergmann, ehemaliger
96-Trainer und jetzt Coach beim VfL
Bochum, hatte zu Beginn der Sommerpause Interesse an Avevor. Von
einem Leihgeschäft war die Rede.
Wird das jetzt konkret? Gestern war
Uwe Leifeld im Teltger Takko-Stadion.
Der Chef-Scout der Bochumer suchte
nach „Leuten, die zu Bochum passen
und nicht teuer sind“, sagte er. Wegen
der Spieler des Drittligisten Münster
sei er nicht gekommen.
Slomka hat eigentlich kein Interesse
daran, Avevor abzugeben. Er braucht
ihn als Backup, falls ein Mangel an
Innenverteidigern entsteht. Das kann
schnell gehen – Felipe fehlte wegen
seiner Mandelentzündung auch ges-
tern, zudem war Eggimann nicht dabei,
weil er sich unwohl fühlte. Dafür durfte
Miran Mihelic ran. Aus einem Team, das
wegen der anstrengenden Vorbereitung
erschöpft wirkte, ragte der Gastspieler
aber nicht heraus. Er wird wohl keinen
Vertrag erhalten und heute auch nicht
mittrainieren (10 Uhr).
Kurz bevor Mihelic eingewechselt
wurde (60.), erzielte Matthew Taylor das 2:0 für Münster. Mit dem
Schlusspfiff bekam Moa Abdellaoue einen Schlag aufs Knie. „Wir
hoffen, dass es nichts Ernstes
ist“, so Slomka.
96: Miller – Cherundolo (46.
Chahed), Avevor, Haggui, Pander (60. Mihelic) – Schlaudraff,
Pinto (60. Hauger), Schünemann (46.
Schmiedebach), Rausch (46. Schulz)
– Sobiech (46. Andreasen), Ya Konan
(46. Abdellaoue).
KOPFSACHE: Es war zwar nur ein Test, aber auf das 0:2 in
Münster hätte 96-Trainer Mirko Slomka gern verzichtet.
zur Europa League, findet am 2.
August statt, das Rückspiel eine
Woche später. Der Gegner steht
erst am 26. Juli nach dem Ende der
zweiten Quali-Phase fest.
Vorbereiten wird sich 96 auf
diese wichtigen Begegnungen
auch im Trainingslager in Bad Waltersdorf (21. bis 29. Juli), in dem
Tests gegen Austria Wien und
Wisla Krakau anstehen. Österreich
wird kein Vergnügen, sagt Slomka:
„Wir sind ja nie zufrieden.“
Sammer spielt
ab jetzt Bayerns
Problem-Bären
München. Zehn Tage nach seiner Vorstellung als Sportvorstand beim FC Bayern nutzte
Matthias Sammer die Gelegenheit, um erstmals seine Bissigkeit anklingen zu lassen. „In
aller Deutlichkeit“ will sich der Querdenker
zu Problemen beim wirtschaftlichen Bundesliga-Branchenprimus äußern. Bei der Vorstellung von Stürmer-Hoffnung Mario Mandzukic gab sich der 44-Jährige bei seiner zweiten
Pressekonferenz aber noch eher zahm.
„Ich werde versuchen, eine sportliche Leitlinie reinzubringen, ohne dem Trainer reinzureden“, kündigte Sammer an – mit weinrotem Schlips und weiß-blau
karierten Mustern auf dem
Hemd. Neben dem Sportchef hatte Mandzukic, die 14
Millionen Euro teure Erwerbung aus Wolfsburg, Platz
genommen. „Ein großer
Schritt für mich“, urteilte
der 26-Jährige.
Mit der prestigeträchtigen Nummer neun auf dem Matthias
Rücken soll der Stürmer die Sammer
Münchner vorne noch unberechenbarer machen. Zunächst dürfte sich
der Kroate aber mit Mario Gomez und dem
Rückkehrer Claudio Pizarro um einen Platz in
der Stammelf beharken.
Abgeschlossen haben die Bayern ihre Planungen noch keineswegs. Im Mittelpunkt des
Interesses steht Europameister Javier Martinez. Bei entsprechenden Signalen des Spaniers oder seines Klubs Athletic Bilbao „ist
es so, dass wir wieder aktiv werden würden“,
bekannte Sammer. Martinez ist Wunschkandidat als Alternative in der Mittelfeldzentrale.
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