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Aarberg so gut wie aufgestiegen - ntl9

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Aarberg so gut wie aufgestiegen
diesem moralischen Knick nicht
einfach wird. Eine solche Niederlage sei für das Team schlimmer,
als wenn die Mannschaft tatsächlich 0:3 verloren hätte, sagt
Schödl. Einzig wenn jetzt die
Trotzreaktion folgt, besteht noch
eine Chance, im Seeland zu bestehen. «Natürlich haben wir noch
Chancen», sagt Präsident Schödl
und lacht. «Wir müssen das
Ganze mit Galgenhumor nehmen, was bleibt uns sonst übrig?»
Wegen einer Dummheit
Berns hat der FC Aarberg
das Hinspiel um den
Aufstieg in die 2. Liga 3:0
forfait gewonnen – auf
dem Platz trennten sich
die Teams 0:0. Für das
heutige Rückspiel ein
komfortables Polster.
LINO SCHAEREN
Noch nichts gewonnen
In Aarberg reibt man sich die
Hände – in Bern die Augen. Gestern vermeldete der Verband auf
dem Internet, dass das Aufstiegsspiel, welches am Mittwoch eigentlich 0:0 endete, 3:0 forfait zugunsten Aarbergs gewertet wurde.
Grund: Ein Spieler wurde auf Berner Seite regelwidrig eingesetzt.
Es handelt sich dabei um Basil
Heim, eigentlich Spieler der ersten
Berner Mannschaft in der 2. Liga
interregional. Er sollte gegen Aarberg helfen, den Aufstieg in die
2. Liga zu schaffen – und wurde
prompt zum Stolperstein, weil er
sich am vergangenen Samstag in
der 2. Liga interregional die vierte
gelbe Karte abgeholt hatte und damit gesperrt war, auch für die
3. Liga. «Unglaublich, das darf
nicht passieren, mir fehlen die
Alles richtig gemacht: Aarberg-Trainer Peter Schlatter profitiert
vom Berner Aussetzer – und weist Richtung 2. Liga. Bild: Adrian Streun/a
Worte», sagte FC-Bern-Präsident
Rudolf Schödl gestern, kurz nachdem er sich das 0:3-Resultat beim
Verband telefonisch hatte bestätigen lassen.
Wer hat versagt?
Schödl fragt nach den Verantwortlichen für diese organisatorische Katastrophe, kam dabei gestern aber nicht weiter als das
«BT». Auch für den Präsidenten
waren weder Trainer Christoph
Goberli noch Sportchef Armin
Thalmann erreichbar. «Für die
Mannschaft ist die ganze Saison
kaputt», sagt Schödl, «die Spieler
sind diejenigen, die unter diesem
Versagen leiden.» Der Präsident
zeigt vor allem Unverständnis für
das Vorgefallene, weil die Suspension nach der vierten gelben
Karte am Mittwoch (also noch
vor dem Spiel) auf dem Internet
aufgeschaltet wurde. «Und der
Sportchef sowie der Trainer
müssten doch eigentlich den
Überblick haben, vor allem in
dieser entscheidenden Phase.»
Damit hat der FC Bern im Hinspiel drei virtuelle Auswärtstore
kassiert, die schwierig zu korigieren sind. Heute in Aarberg müssen also die Treffer her – was nach
Dem FC Aarberg wird egal
sein, wer beim FC Bern was verschuldet hat. Das Team von Trainer Peter Schlatter wird einzig zur
Kenntnis genommen haben, dass
mit drei Auswärtstoren nun alle
Vorteile auf Seeländer Seite sind.
Auf der Aarolina wird sich der
FCA hüten, den direkten Wiederaufstieg nur dank eines Forfaitsieges zu schaffen. Praktisch seit der
Winterpause arbeitet das Team
auf diese beiden Spiele hin, diese
Aufstiegsduelle waren das Saisonziel. Dass die Schlatter-Truppe nun anders auftreten wird, als
wenn das Spiel tatsächlich 0:0 gewertet worden wäre, ist nicht zu
erwarten. Die Verantwortlichen
werden wohl vor dem Spiel einzig
einen zusätzlichen Blick auf die
Liste der Gesperrten werfen.
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