close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

DaZ: Verben rund ums Zuhaus

EinbettenHerunterladen
Ringvorlesung 2014/15
Mobile Technik der Zukunft
Referentinnen und Referenten
Prof. Dr.-Ing. Peter Hecker ist geschäftsführender Leiter des Instituts für Flugführung der Technischen Universität Braunschweig. Neben der Lehre in einschlägigen Themenbereichen der Flugmechanik und Flugführung betreibt er in
enger Kooperation mit Industrie und Anwendern Forschung auf dem Gebiet der
Flugführung und Luftverkehrsführung (Air Traffic Management). Daneben ist
er Mitglied in zahlreichen internationalen Gremien wie z.B. dem »Scientific
Committee« sowie dem »Administrative Board« des SESAR Joint Undertaking
(SESAR: Single European Sky ATM Research). Peter Hecker hat in Braunschweig
Elektrotechnik studiert, war langjährig im Deutschen Zentrum für Luft- und
Raumfahrt als Wissenschaftler und Abteilungsleiter Pilotenassistenz tätig, bevor
er 2005 auf den Lehrstuhl Flugführung der TU Braunschweig berufen wurde.
Während seiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am DLR hat er an der
TU Braunschweig promoviert.
Prof. Dr.-Ing. Prof. h.c. Klaus Dilger studierte Maschinenbau mit Schwerpunkt
Fertigungstechnik an der TU München. Nach dem Diplom im Jahr 1987 war er
wissenschaftlicher Mitarbeiter und akademischer Rat am Lehrstuhl für Fügetechnik der TU München. Das Thema seiner Doktorarbeit war die Erstellung eines computergestützten Systems zur Klebstoffauswahl. 1997 wurde Klaus Dilger
auf die Professur »Klebtechnik« der RWTH Aachen berufen, die von der Henkel
KGaA gestiftet wurde. 2002 erfolgte der Ruf auf die Leitung des Instituts für
Füge- und Schweißtechnik der TU Braunschweig, dem er bis heute vorsteht.
Klaus Dilger ist Kollegiat der DFG, sitzt im Editorial Board mehrerer internationaler Journals und Kongresse, ist Präsident der wissenschaftlichen Gesellschaft
Fügetechnik und seit 2013 Vorsitzender des Vorstandes des ForschungsCampus
»Open Hybrid LabFactory«.
Prof. Dr. Philip Tinnefeld studierte Chemie in Münster, Montpellier und Heidelberg. Er promovierte 2002 in Physikalischer Chemie an der Universität Heidelberg. Nach Forschungsaufenthalten in Leuven (Belgien) und an der University
of California (UCLA, Los Angeles) wurde er in Physik an der Universität Bielefeld
habilitiert. Von 2007 bis 2010 war er Professor für Biophysik an der LudwigMaximilians-Universität München, bevor er dem Ruf auf die Professur für Biophysikalische Chemie an der TU Braunschweig folgte. Vielbeachtet sind seine
Beiträge zur Einzelmoleküldetektion und zur Superauflösungsmikroskopie. In
den letzten Jahren hat sich Philip Tinnefeld verstärkt mit Anwendungen der
DNA Nanotechnologie beschäftigt und funktionale molekulare Bauteile wie
Nanolineale, Nanofederwaagen, Nanoadapter und plasmonische Signalverstärker entwickelt. In diesem Zusammenhang hat er die weltweit erste
Firmengründung auf Basis der sog. DNA Origami-Technik initiiert.
Prof. Dr.-Ing. Jörn Pachl studierte von 1984 bis 1989 Verkehrsingenieurwesen an der
Hochschule für Verkehrswesen (HfV) »Friedrich List« in Dresden (Fachrichtung Technologie des Eisenbahntransports). Nach dem Abschluss als Diplom-Ingenieur arbeitete er
zwei Jahre als wissenschaftlicher Assistent im Institut für Verkehrssicherheit der HfV.
Seine dort begonnenen Arbeiten zur Automatisierung im Bahnbetrieb bündelte er zu
einer Promotion, die 1993 an der TU Braunschweig extern erfolgte. Von 1992 bis 1996
nahm Jörn Pachl Leitungsfunktionen in der Deutschen Bahn AG wahr. 1996 nahm er
den Ruf der TU Braunschweig auf eine Universitätsprofessur für Eisenbahnwesen und
Verkehrssicherung an. Zahlreiche Tätigkeiten und Mitgliedschaften in wissenschaftlichen Beiräten und fachwissenschaftlichen Verbänden weisen ihn als national und
international gefragten Experten und Forscher aus.
Prof. Dr.-Ing. Ulrike Krewer ist seit 2012 Leiterin des Instituts für Energie- und Systemverfahrenstechnik der Technischen Universität Braunschweig sowie Vorstandsmitglied der
Battery LabFactory Braunschweig, BLB. Zuvor war sie am Max-Planck-Institut für Dynamik
Komplexer Technischer Systeme Leiterin der Otto-Hahn-Gruppe Portable Energiesysteme
sowie zeitgleich an der Universität Magdeburg Juniorprofessorin für Portable Energiesysteme. Ihr Forschungsspektrum reicht von der Grundlagenforschung am Max-PlanckInstitut zur Aufklärung prinzipieller Reaktionsprozesse in den Zellen bis zur angewandten
Forschung in der Industrie zur Entwicklung von portablen Brennstoffzellensystem-Prototypen in Samsung SDI, Südkorea. Ihre derzeitige Forschungstätigkeit erstreckt sich auf
eine große Spannbreite an Brennstoffzellen- und Batterietypen, die sie insbesondere
mittels Modellierung und dynamischer elektrochemischer Messmethoden untersucht.
Prof. Dr.-Ing. Ferit Küçükay studierte, promovierte und habilitierte im Fachbereich
für Maschinenbau der Technischen Universität München. Zwischen 1985 und 1997
hat er in der Fahrwerkvorentwicklung und Antriebsstrangentwicklung von BMW in
verschiedenen leitenden Positionen gearbeitet. Im Jahre 1997 nahm er den Ruf für
das Fachgebiet Fahrzeugtechnik an der Technischen Universität Braunschweig an und
leitet das Institut für Fahrzeugtechnik. Ferit Küçükay ist Vorstandsmitglied im NFF
(Niedersächsisches Forschungszentrum Fahrzeugtechnik) und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates »Fahrzeugtechnik und Mobilität« des TÜV Nord. Er ist Chairman
und Mitglied wissenschaftlicher Beiräte sowie in Steuerungsgremien mehrerer internationaler Symposien und Zeitschriften.
Prof. Dr. Stephan Rammler studierte Politikwissenschaften und Ökonomie in Marburg
und Berlin, promoviert wurde er am renommierten Wissenschaftszentrum Berlin für
Sozialforschung (WZB). Seit 2002 ist er Professor an der Hochschule für Bildende
Künste in Braunschweig. Hier nahm er von 2007 bis 2014 die Funktion des Gründungsdirektors des Instituts für Transportation Design wahr. Arbeitsschwerpunkte
von Stephan Rammler sind die Mobilitäts- und Zukunftsforschung, die Verkehrs-,
Energie- und Innovationspolitik sowie die kulturellen und politischen Dimensionen
einer zukunftsfähigen Umwelt- und Gesellschaftsentwicklung.
Wintersemester 2014/15
Ringvorlesung
Mobile Technik
der Zukunft
Montag, 18.30 – 20.00 Uhr
Hörsaal PK 11.1
Pockelsstr. 11, Haus der Wissenschaft
Gesamtleitung
Prof. Dr. Henning Hopf
Prof. Dr.-Ing. Arno Kwade
Prof. Dr. Herbert Oberbeck
Ringvorlesung 2014/15
Mobile Technik der Zukunft
Programm
▪▪ 03.
November 2014
Prof. Dr.-Ing. Peter Hecker
Institut für Flugführung, TU Braunschweig
Flugführung: Trends und Technologien
▪▪ 10.
November 2014
Prof. Dr.-Ing. Klaus Dilger
Institut für Füge- und Schweißtechnik, TU Braunschweig
Leichter, grüner, wirtschaftlicher – lassen sich Ökologie und Ökonomie
im Auto und Flugzeug zusammenbringen?
▪▪ 24.
November 2014
Prof. Dr. Philip Tinnefeld
Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, TU Braunschweig
DNA Nanotechnologie: Strukturen, Funktionen und Maschinen
selbst-assembliert aus Erbmaterial
▪▪ 08.
Dezember 2014 Prof. Dr.-Ing. Jörn Pachl
Institut für Eisenbahnwesen und Verkehrssicherung, TU Braunschweig
Neue Technologien für die Betriebssteuerung der Eisenbahn
▪▪ 12.
Januar 2015
Prof. Dr.-Ing. Ulrike Krewer
Institut für Energie- und Systemverfahrenstechnik, TU Braunschweig
Elektrische Energie wird mobil
▪▪ 26.
Januar 2015
Prof. Dr.-Ing. Ferit Küçükay
Institut für Fahrzeugtechnik, TU Braunschweig
Fahrzeugantriebe der Zukunft
▪▪ 02.
Februar 2015
Prof. Dr. Stephan Rammler
Institut für Transportion Design,
Hochschule für Bildende Künste Braunschweig
Trends und Treiber von Mobilität
Mobile Technik der Zukunft
Mobilität ist ein Forschungsschwerpunkt der TU Braunschweig, beteiligt sind an
der Bearbeitung vor allem die drei Ingenieurfakultäten und die Informatik. Aber
auch Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Die Federführung für zentrale und
innovative Forschungsfelder wie Kraftfahrzeugtechnik, Energiespeicherung und
Leichtbau sowie Luftverkehrstechnik liegt bei der Fakultät für Maschinenbau. In der
Ringvorlesung im Wintersemester 2014/15 werden aktuelle Forschungsarbeiten zu
den genannten Themenfeldern aus dieser Fakultät vorgestellt, ergänzt um Beiträge
zu innovativen Techniken im Eisenbahnbau sowie zur Entwicklung kleinster mobiler Maschinen durch DNA-Nanotechnologie. Ein kritischer Blick auf aktuelle Mobilitätstrends unter besonderer Berücksichtigung der Digitalisierung von Mobilität
wird die Vortragsreihe abschließen.
Die Luftfahrt ist das sicherste Transportmittel der Gegenwart. Millionen Menschen
und Tausende von Tonnen an Gütern werden alljährlich sicher, schnell und umweltgerecht transportiert. Dementsprechend wächst die Nachfrage nach Lufttransportkapazität unaufhörlich. Große Europäische Forschungsprogramme unterstützen die Entwicklung neuer Technologien und Verfahren, um das heutige hohe Maß
an Sicherheit, Effizienz und Umweltverträglichkeit auch unter Spitzenverkehrslasten sicherzustellen. Hintergründe zur Sicherheit im Luftverkehr und ausgewählte
Aspekte aus der Luftfahrtforschung im Bereich der Landesysteme und der Wirbelschleppenvermeidung werden von Prof. Dr.-Ing. Peter Hecker vorgestellt und
diskutiert. Dabei geht er den Fragen nach, was Ground-Based-AugmentationSysteme sind und wie Flugzeuge im Landeanflug dichter und zugleich sicher
gestaffelt werden können.
Die Einhaltung der hohen Anforderungen im Rahmen der CO2-Reduzierung im
Verkehr zur Verminderung der Erderwärmung setzt – bei Wahrung der bestehenden Mobilitätsansprüche – einen extremen Leichtbau voraus, der derzeit unter den
Randbedingungen einer wirtschaftlichen Fertigung nicht umsetzbar ist. Neben der
Verringerung des Energieverbrauchs und der Emissionen während des Gebrauchs
sind auch der Energie- und Ressourcenbedarf in der Fertigung und die Recyclebarkeit zu beachten. Dies erfolgt im Rahmen eines Life Cycle Assessments, bei dem
die Bedarfe und Verbräuche während des gesamten Produktlebenszyklus betrachtet werden. Für einen wirtschaftlich und ökologisch ausgerichteten Leichtbau müssen folglich neue Werkstoffkonzepte und Fertigungstechnologien erforscht und
über ihren Beitrag zur Energie- und Ressourcenschonung im Produktlebenszyklus
bewertet werden. Prof. Dr.-Ing. Prof. h.c. Klaus Dilger zeigt die bestehenden Bedarfe auf und stellt die aktuelle Forschung auf dem Gebiet des wirtschaftlichen
Leichtbaus dar.
Die Nanotechnologie ist gegenwärtig stark von einem top-down Ansatz geprägt. Computer
werden immer schneller und sparsamer, weil immer kleinere Strukturen aus Silizium-Wafern
geätzt werden. Der nanotechnologische Traum ist aber eigentlich umgekehrt: Wird es möglich sein, komplexe Dinge aus winzigsten Bausteinen wie einzelnen Atomen zu bauen? In
den letzten Jahren liefert überraschenderweise ein sehr bekanntes Biomolekül, nämlich DNA,
einen entscheidenden Beitrag zur Annäherung an diesen Traum. In dem Vortrag von Prof.
Dr. Philip Tinnefeld wird vorgestellt, wie und warum DNA es ermöglicht, komplexe molekulare Bauteile und Maschinen bis hin zu Nanorobotern und Nano-Autos herzustellen. Demnach ist es nur eine Frage der Zeit, bis DNA Nanotechnologie revolutionäre neue Anwendungen in der Nanomedizin, Sensorik sowie den Materialwissenschaften hervorbringen wird.
Für die Betriebssteuerung der Eisenbahn gibt es zwei aktuelle Herausforderungen: die zunehmende Zentralisierung und die Verbesserung der grenzüberschreitenden Interoperabilität. Während in den heutigen Betriebszentralen im Regelbetrieb bereits vieles automatisiert
läuft, entsteht in Störfällen schlagartig eine extrem hohe Arbeitsbelastung. An der TU Braunschweig laufen dazu unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Jörn Pachl Untersuchungen zum Situationsbewusstsein und zur Bedienereffizienz von Stellwerken. Ein Hemmnis für den grenzüberschreitenden Verkehr sind derzeit noch die unterschiedlichen Zugbeeinflussungssysteme. Eine Lösung bietet das in Umsetzung befindliche European Train Control System (ETCS).
Aktuelle Forschungen zielen hier darauf ab, neben der technischen Interoperabilität eine
Harmonisierung der zurzeit noch stark differierenden betrieblichen Regeln zu erreichen.
Bei der Frage, wie sich Fahr- und Flugzeuge von morgen CO2-neutral und effizient betreiben lassen, wird große Hoffnung auf die E-Mobilität und damit auf Batterien als Energiespeicher gesetzt. Ist die Reichweite ungenügend, so kommt ein Range-Extender zum
Einsatz. Will man diesen CO2-neutral betreiben, so bleibt die Option der Wasserstoffbetriebenen Brennstoffzelle. Der dafür benötigte Wasserstoff lässt sich unter hohem
Wirkungsgrad aus überschüssiger Elektrizität aus Wind- und Sonnenergie gewinnen.
Batterie und Brennstoffzelle sind beide hocheffiziente, elektrochemische Energiesysteme.
Doch was gehört zu einem Batteriesystem und besteht ein Brennstoffzellen-System nur
aus einer Brennstoffzelle? Funktionsprinzip, Stand und Herausforderungen der derzeit
eingesetzten Batterien und Brennstoffzellen werden von Prof. Dr.-Ing. Ulrike Krewer vorgestellt. Sie geht dabei auch auf neue, im Forschungsstadium befindliche Technologien
ein, die auf ein ‚weiter‘, ‚schneller‘ und ‚preiswerter‘ hoffen lassen.
Das Automobil wird seit über hundert Jahren hinsichtlich Komfort, Umwelt und Effizienz,
Sicherheit, Wirtschaftlichkeit, Qualität sowie Design weiterentwickelt. Die Innovationszyklen
haben sich in den letzten Jahren deutlich verkürzt. Durch die voranschreitende Elektrifizierung zur Erfüllung neuer Abgas- und Emissionsgesetzgebungen und in Folge der Individualisierung haben die Funktionskomplexität und die Vielfalt an Antriebskonzepten erheblich
zugenommen. Hinzu kommt die Vernetzung der Fahrzeuge untereinander sowie mit der
Fahrumgebung, wodurch sich neue Möglichkeiten aber auch Herausforderungen für Antriebe ergeben. In seinem Vortrag geht Prof. Dr.-Ing. Ferit Küçükay auf die Entwicklungstendenzen von Fahrzeugantrieben ein und stellt Beispiele zukünftiger Antriebskonzepte vor.
Der demographische Wandel, die Urbanisierung und die Digitalisierung vieler Lebensund Arbeitsfelder sowie ein gesellschaftlicher Wertewandel sind die Rahmenbedingungen
für Trends und Treiber von Mobilität, diese aber lassen sich nicht zu einer linearen Entwicklung bündeln. Allein die Digitalisierung der Mobilität bietet Segens- wie Fluchperspektiven.
Offen, so auch die These von Prof. Dr. Stephan Rammler, ist auch die Gestaltung eines
Weges zu nachhaltiger Mobilität, die richtige Mischung von technologischer Effizienzsteigerung und Suffizienz gilt es noch zu finden.
Document
Kategorie
Bildung
Seitenansichten
11
Dateigröße
122 KB
Tags
1/--Seiten
melden