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Kurzvorstellung

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Heimat- und
Geschichtsverein
Aschaffenburg-Schweinheim e.V.
Marienstr. 25 · 63743 Aschaffenburg
Tel. 0 60 21/31 08 88 oder 56 05 87
www.schweinheim.info
WIR LIEBEN HEIMAT
Geöffnet mittwochs 10–18 Uhr
Pfarrer Schweinfest hat in seinem Buch
„Das Pfarrdorf Schweinheim“ auch über
das Alter und den Namen des Dorfes geschrieben. Heute erscheint der dritte und
letzte Teil seiner Zusammenfassung.
Der Geschichtsforscher J. Conrad Dahl, welcher im Jahre 1818 eine Geschichte der
Stadt Aschaffenburg, des vormaligen Klosters Schmerlenbach und des
Spessarts schrieb, behauptete
in diesem Werke, der Ort
Hagen, Hain, indago, besser
gesagt: die Markung des
heutigen Schweinheim habe
um die Zeit der Begründung
(1219) des Frauenklosters
Schmerlenbach bis an das
Sandtor und die Mauern der
Stadt Aschaffenburg gereicht
und sei dort das neubegründete Kloster samt Kirche gestanden; die Kirchenruine im
ehemaligen kurfürstlichen Tiergarten und heutigen Schöntal,
welche der Volksmund als Ruinen eines
Nonnenklosters bezeichnet, seien die Überreste des Klosters und der Kirche; die bald
eingetretene Sittenlosigkeit der Klosterfrauen habe jedoch die Entfernung von dort
schon 20 Jahre nach der Begründung des
Klosters notwendig gemacht und sei deshalb
die Verlegung des Klosters und der Kirche
nach Schmerlenbach erfolgt. Nur Mangel
einer genauen und kritischen Untersuchung
der betreffenden Urkunde konnte eine
solche grundlose Verdächtigung wehrloser
Klosterfrauen und eine solche geschichtswidrige Behauptung zeitigen. Bedauernswert
ist es, dass ein gewisser S. J. Jandebeur im
Jahre 1858 dieselben Ungeheuerlichkeiten
in einem Schriftchen wiederholte, das den
Titel führt: „Die vorhinnigen Frauen-Klöster
in Hagen und Schmerlenbach bei Aschaffenburg“. Der k. Professor und Rektor an der
Gewerbeschule zu Aschaffenburg Dr. Kittel
hat 1858 in einer Abhandlung über alle diese
einschläglichen Fragen die unrichtigen
Behauptungen Dahls und Jandebeurs wider-
legt und bewiesen, dass das Frauenkloster
mit Kirche vom Anfang an dorthin gebaut
worden, wo es noch steht, dass es aber bei
seiner Begründung Hagen hieß und seit
1240, also zwanzig Jahre später, in Schmerlenbach umgetauft wurde. — Mit diesem
Beweise entfallen auch alle andern unrichtigen Behauptungen, insbesondere auch
diejenigen, welche an unser Hain, Hagen
oder jetziges Schweinheim geknüpft waren.
Wahr ist, dass das Frauenkloster Schmerlenbach schon im Jahre 1226 vom Erzbischof Siegfried II. in der Schweinheimer (Unterhainer) Markung 12 Acker Feld und
2 Morgen Weinberg auf dem Bischberg zu
Geschenk erhielt; wahr ist, dass dasselbe
Frauenkloster im Jahre 1286 ein Hofgut vom
Ritter Johannes Bedelo, Bürger in
Aschaffenburg,
ebenfalls
in
Hagen (in indagine) gelegen,
erwarb; ferner 1308 von den
Erben desselben Ritters ein
Hofgut in Oberhain und vorher
1298 die Ottenmühle (nun Eichmühle) erkaufte, später auch
noch einen guten Teil des
Zehntes inne hatte; allein derartiges Eigentum besaß das Kloster
auch andern Orts. Niemals aber
stand dieses oder ein anderes
Kloster samt Kirche auf dem
Gebiete von Schweinheim.
Schluss
Bilder von unserer Busfahrt am
18. Oktober in das historische
Frankenland
HUGV_Schweinheim_MTB_20141022_Name_des_Dorfes3_FahrtMoenchsondheim
Probesitzen auf historischen
Schulbänken
Interessiert lauschen die Teilnehmer
unserem originellen Erzähler
Winzerstein von 1611 am südwestlichen Hang des
Bischbergs mit dem Symbol einer Winzerhacke, auch
Beerhacke genannt.
Foto: HUGV Schweinheim
Bei weißblauem Himmel erreichten wir das
romantische Mönchsondheim nach einer
Busfahrt mit sehenswerten Ausblicken.
Nachdem die Teilnehmer in zwei Gruppen
aufgeteilt waren, wurde die mittelalterliche
Anlage der Kirchenburg besichtigt. In
Abtswind genossen wir unser Mittagessen im
Weingut Behringer. Anschließend ging es
nach Prichsenstadt und Norbert Kolb, dem
wir an dieser Stelle herzlich danken und der
die Tour vorgeschlagen hatte, erklärte uns
die Geschichte und Sehenswürdigkeiten
dieses wunderbaren fränkischen Dorfes.
Norbert Kolb erläutert die
Sehenswürdigkeiten in Prichsenstadt
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Seele and Geist
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