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Landesbeilage Thüringen zum DIB 7-8/2006 - Ingenieurkammer

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DIB THÜRINGEN
IngenieurBlatt regional
Nummer 7-8 / 2006
Infos und Mitteilungen der Ingenieurkammer Thüringen / Forum Thüringer Ingenieure
Stiftung Baukultur
Frei nach Goethe:
„... wie hältst du es mit der Baukultur?“
Als vor 4 Jahren durch die Architektenkammer die Thüringer Stiftung Baukultur gegründet und mit einem sehr namhaften Stiftungskapital ausgestattet wurde, da beteiligte sich die Ingenieurkammer Thüringen aus gutem Grund und
wohlüberlegt an der Gremienarbeit dieser
Stiftung. Der Präsident, Prof. Mönnig,
wurde zum Vizepräsidenten der Stiftung
gewählt, Vorstand Prof. Saitz übt das
Wahlamt des Schatzmeisters aus und die
laufenden Kosten der Thüringer Stiftung
Baukultur werden seitens der Ingenieurkammer mit bis zu 5 000.-Euro / Jahr (so
der Beschluss der Vertreterversammlung)
mitfinanziert. All das geschieht nicht,
weil die Kollegen zu viel Zeit oder die
Ingenieurkammer zu viel Geld hat. Vielmehr hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass im harten Konkurrenzkampf
um Aufträge nicht nur die Innovation
oder eine elegante technische Lösung
zählen, sondern auch die ästhetische
Qualität, also die Baukultur. Baukultur
ist zu einem Marketinginstrument geworden und davon haben wir gewiss nicht zu
viele. Ein Teil unserer Mitglieder hat das
verinnerlicht und bemüht sich sehr ernsthaft um eine hohe ästhetische Qualität ihrer Angebote.
Im Zusammenhang mit der Würdigung
der Wilde-Gera-Brücke im Zuge der A 71
durch den Deutschen Brückenbaupreis
wurde deutlich, welch großes Potential
# 16
Nun ist das baukulturelle Angebot der Ingenieure eine Seite der Medaille und die
Bereitschaft oder Fähigkeit der Auftraggeber, Baukultur auch in ihren Aufträgen
zuzulassen und umzusetzen, die andere
Seite der Medaille. Wer sich im Lande
umschaut kann angesichts grauenhaft
simpler und von jedem ästhetischen Anspruch freier Bauten schon graue Haare
bekommen. Das trifft insbesondere auf
den Brei vieler Einfamilienhausgebiete
voller Bauträgerhäuser zu. Sie wurden
bestellt und gekauft. Die Thüringer Stiftung Baukultur hat sich deshalb zum Ziel
gesetzt, sowohl das baukulturelle Bewusstsein der Architekten und Ingenieure zu
schärfen, als auch baukulturelle Bildung
im Lande zu verbreiten. Ein wesentliches
Feld der Stiftungsarbeit waren in der Vergangenheit die Schulen der Dorferneuerung. Was die Stiftung auf diesem Felde
geleistet hat, verdient höchste Anerkennung. Durch die Bürgerbeteiligung vor
Ort und die Schulung der Meinungsführer in den Dörfern sind ansehnliche baukulturelle Beispiele entstanden. Zufrieden dürfen wir feststellen, dass sich die
Landesregierung entschlossen hat, die
Schulen der Dorferneuerung fortzusetzen.
–1–
gerade Ingenieurbauten im Hinblick auf
die baukulturelle Bildung haben. Hier,
denke ich, sollten wir vor allem ansetzen.
Im Stiftungsrat wurde an den Ingenieuren aber auch Kritik geübt, weil die programmatische Aktivität der Ingenieurkammer Thüringen viel zu gering ist.
Kaum ein Thema der Thüringer Stiftung
Baukultur wurde in unseren Reihen geboren. Der Vorstand kann diese Aufgabe
nicht auch noch schultern. Deshalb soll
eine Ad-hoc-Gruppe gebildet werden, die
baukulturelle Themen aus Sicht der Ingenieure formuliert, für die dann auch die
bewilligten Gelder eingesetzt werden
können. Die Gruppe soll im August /
September zwei mal 2 Stunden tagen.
Der Vorstand fordert interessierte Kolleginnen und Kollegen auf, sich dafür zur
Verfügung zu stellen und sich bei Frau
Ines Gehlhaar, Telefon 0361/2 28 73-0
oder per Email unter i.gehlhaar@ingenieure-thueringen.de zu melden.
Prof. Hermann H. Saitz
Vorstand Öffentlichkeitsarbeit
und Schatzmeister Thüringer
Stiftung Baukultur
DIB THÜRINGEN
7-8 / 2006
Zukunftskonferenz
Warum sich mit der Zukunft befassen?
Nun, Ingenieure gestalten die Zukunft, sie
sind Promotor neuer Herausforderungen
und Denken voraus. Damit Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Ressourcenschonung nicht nur Phrasen bleiben. Wo aber
ist die gesellschaftliche Wertschätzung für
den Ingenieur geblieben? Noch in den
sechziger Jahren war der Ingenieur im literarischen Sinne ein Abbild der Moderne,
Weltverbesserer und erfolgreicher Unternehmer. Nicht zu vergessen ist da Carl
Barks berühmter Held Daniel Düsentrieb
aus dem Disney´schen Entenhausen-Kosmos oder Homo Faber, als Romanfigur
von Max Frisch der den Ingenieurberuf
als zentrales Motiv seiner Erzählung gewählt hat. Es zeigt sich, dass Ingenieure
kunftskonferenz, zu der die Ingenieurkammer am 15. Mai nach Weimar geladen
hatte, ist es, Angehörige unterschiedlicher
Interessengruppen zusammenzubringen,
um zu einem gemeinsamen Thema eine
gemeinsam getragene Vision zu entwickeln und Aktivitäten und Maßnahmenpläne zu ihrer Umsetzung zu erarbeiten.
Dabei ist der Fokus einer Zukunftskonferenz darauf gerichtet, nicht primär die
Problembewältigung zu analysieren, vielmehr Gemeinsamkeiten herauszustellen
die helfen können, bei den Beteiligten ein
Gefühl der Zusammengehörigkeit und die
Bereitschaft zu erneuertem Handeln zu erzeugen.
In gemischten Gruppen haben die Teilneh-
Für die berufspolitische Arbeit sind drei
wichtige Arbeitsfelder identifiziert worden. Zum einen ist das Wissensmanagement der Ingenieure auszubauen, um den
schnelllebigen Veränderungen in der
Technik zukünftig gewachsen zu sein. Ein
weiterer Punkt ist die Emanzipation der
Ingenieure, wonach das Berufsbild und
die gesellschaftliche Verantwortung und
Bedeutung des Berufsstandes im öffentlichen Leben stärkere Verankerung finden
muss. Damit einher geht die Forderung
zur gesicherten Berufsausübung für Ingenieure, insbesondere derer, die mit Aufgaben zum Schutz für Leib und Leben betraut und beauftragt werden. Damit wird
den Ingenieuren eine hohe Verantwortung
für nachfolgende Generationen zugesprochen, so gesehen - eine Chance sich mit
neuen Ideen und zukunftsweisenden Technologien und innovativen Lösungen die
Existenz zu sichern.
Wie das Experiment „Zukunftskonferenz“
aufgenommen wurde, zeigen die nachstehenden Auszüge aus den Rückmeldungen
der Teilnehmer.
Zukunftsdiskussion in der Gruppe.
nicht nur im literarischen Sinne, in ihrer
gesellschaftlichen Anerkennung und in ihrer Bedeutung für die Gesellschaft, an Boden verloren haben. Woran liegt es? Was
muss geändert werden? Wie können wir
nachhaltige Berufspolitik betreiben die
den Ingenieur und seiner Arbeitsergebnisse wieder in den Mittelpunkt des
gesellschaftlichen Interesses rückt? Ein
Weg sich mit der Zukunft und der Stellung der Ingenieure direkt auseinanderzusetzen ist die methodische Analyse
während einer Zukunftskonferenz.
Professionelle Unterstützung für das „Experiment“ - Zukunftskonferenz - hatte die
Ingenieurkammer Thüringen durch das
Team „Organization Studies“ von Herrn
Dr. Herbert Asselmeyer, Universität Hildesheim erhalten. Grundidee der Zu-
mer den Blick von der Vergangenheit,
über die Gegenwart bis in die Zukunft gerichtet, um so einen visionären Blick als
Zukunftsszenario unserer berufspolitischen Arbeit zu zeichnen.
Dass wir mit der „Zukunft der Ingenieure“
ein sehr wichtiges Thema angesprochen
haben, fand darin Bestätigung, dass der
Präsident, Herr Prof. Dr.-Ing. habil. HansUlrich Mönnig, den VBI Vorsitzenden
Thüringen, Herrn Prof. Dr.-Ing. habil.
Frank Werner, Herrn Prof. Dr.-Ing. HansJoachim Bargstädt von der Bauhaus-Universität Weimar, sowie Prof. sc. techn.
Reinhard Erfurth vom Ingenieurbüro Erfurth + Partner im Hilton Hotel Weimar
sowie weiter 40 Teilnehmer begrüßen
konnte.
–2–
„Trotz Termindruck nahm ich an der Zukunftskonferenz teil, da man anstehende
Probleme nur lösen kann, wenn sie angesprochen werden. Nach anfänglicher Unsicherheit, was diese Konferenz wohl
bringen wird, entwickelte sich dank der
guten Vorbereitung des Veranstalters eine
lebhafte Diskussion, die vielfältige Probleme, aber auch Zukunftswünsche/Visionen offenbarten. Man kann Zukunft nur
gestalten, wenn man Ziele hat. Das für
mich dringendste Problem ist die „ Kleinstaaterei“ der Baugesetze, Benachteiligung bei der Berufsausübung für bauvorlageberechtigte Ingenieure gegenüber Architekten innerhalb Deutschlands.
Deutsche Ingenieure und Architekten sollten sich in einer Kammer zusammenschließen und sich für den globalen Markt
öffnen.“
(Dipl.-Ing. (FH) Christel Zschiegner)
„Die Sache war gut, die Gedanken müssen
nur noch nach außen getragen werden.“
(Dipl.-Ing. Harry Lachmann)
„Die Herausforderung für uns heißt Wissen und Leistung im Rahmen der vorgezeichneten Handlungssysteme.
...Die neue Dimension für die Unternehmen ist das Wissen. Ursache ist der Wan-
DIB THÜRINGEN
7-8 / 2006
Moderation der Zukunftskonferenz durch Herrn Dr. Asselmeyer.
del von Wissen. Wissen bestimmt somit
auch die „Machtstruktur“. Da Wissen
beim Individuum liegt, wandeln sich die
Machtsstrukturen und Verhaltensmuster.
Gleichwohl liegt damit der Wandel des
Unternehmens beim „angestellten“ Unternehmer.“
(Prof. Dr. sc. techn. Reinhard Erfurth)
„Die Initiative der Ingenieurkammer
Thüringen, eine Veranstaltung zu organisieren, die den Rahmen bietet, über Fragen der zukünftigen Entwicklung nachzudenken ohne im eigenen „Ingenieursaft“
zu schmoren, ist sehr zu begrüßen. Wir alle wissen aus den Erfahrungen der letzten
Jahre, dass die Halbwertzeit für Prognosen, sei es politischer oder wirtschaftlicher
Art, ungemein kurz sein kann. Das entbindet uns jedoch nicht, ab und an innezuhalten und darüber nachzudenken, was wir
getan haben, was wir tun und was wir tun
müssen, um zumindest in absehbarer Zeit
wettbewerbs- und entwicklungsfähig zu
sein. (Prof. Dr.-Ing. habil. Frank Werner)
Herr Churchill soll einmal gesagt haben
„Wer Visionen hat, braucht eine Brille“.
Wer aber eine Brille hat, kann schärfer sehen und vielleicht auch schärfer in die
Ferne sehen. Es müssen nicht Visionen
sein, es genügt häufig, Probleme zu erkennen und diese Probleme offensiv anzugehen.
In diesem Sinne sollten wir daran bleiben,
über mögliche Entwicklungen nachzudenken und uns die Zeit nehmen, das Gestern
mit dem Heute zu vergleichen und daraus
Schlussfolgerungen für Morgen zu ziehen.“
„Herr Dr. Asselmeyer hat sehr gut vermittelt, wie wir vorgehen sollten, d.h. Vergangenheit und Gegenwart thematisieren, dokumentieren und dann ad acta legen, damit wir uns mit der Zukunft beschäftigen
können.
Was wir für die Zukunft herausgearbeitet
haben, war so lange wir unserer Phantasie
freien Lauf lassen konnten, sehr kreativ
und fast schon amüsant - im positiven Sinne.
Die Schlussvorgabe, daraus konkrete Arbeitspläne zu entwickeln führte dann jedoch zu 2 qualitativ unterschiedlichen Ergebnissen: Die Realisten beschäftigten
sich (nach meiner Erinnerung) mit dem
Berufsbild und der Lobbyarbeit für Ingenieure. Die daraus resultierenden Arbeitsziele können nur im klebrigen Sumpf des
jetzt schon vorhandenen Tagesgeschäftes
enden und sehr schnell hat uns die Gegenwart wieder eingeholt. Die Utopisten, die
sich z.B. mit „Das Loch“ (2.000 m tief zur
Energiegewinnung, Steigerung der Wirtschaftsleistung usw.) beschäftigt haben,
–3–
wurden durch diese Vorgabe relativ
schnell auf den Boden der Realitäten
zurückgeholt.
Fazit: Ein erfrischender, abwechselungsreicher Tag mit interessanten neuen...
Denkansätzen. Bis zur Ausarbeitung unserer Perspektive 2016 auch gut gelungen.“
(Dipl.-Ing. Klaus Kunter)
Um die Ergebnisse der Zukunftskonferenz
wach zu halten, besteht die Möglichkeit
die Dokumentation über die Homepage
der Ingenieurkammer Thüringen unter
www.ikth.de einzusehen.
Es bleibt auch die Erkenntnis, dass eine
Zukunftskonferenz als Dialog-, Lern-, und
Mobilisierungsinstrument sehr wohl geeignet ist, künftige Entwicklungstrends
mit ingenieurtechnischen Verständnis zu
identifizieren und diese mit ins Kalkül unserer berufspolitischen Entscheidungen
einzubeziehen. So sind die benannten drei
Punkte Orientierungshilfe in der strategischen Arbeit für eine Zukunft mit Ingenieuren, für eine Zukunft die im großen
Maße durch unseren Berufsstand geprägt
und fortgeschrieben wird.
Maik Vierling
Geschäftsführer
DIB THÜRINGEN
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Das Besondere Projekt
Umgestaltung Marktplatz Coburg
Dipl.-Ing.
Petra Rohbeck
Beratende Ingenieurin;
Jahrgang 1957; 1976 bis
1980 Studium Bauingenieurwesen/Tief- und
Straßenbau HAB Weimar (heute BauhausUni); 1980 bis 1987
Projektingenieurin VEB
Ratioprojekt Berlin, BT Weimar; 1987 bis
1990 Projektingenieurin VEB Stadtbau
Weimar; 1990 Gründung des Arch.-und
Ing.-Büros WEIMARPLAN mit 2 Partnern; seit 1990 Geschäftsführende Gesellschafterin; Mitglied der Ingenieurkammer
Thüringen, Mitglied der Vertreterversammlung seit 1995.
Büro WEIMARPLAN
- gegründet 1990 von zwei Bauingenieurinnen (Hochbau und Tiefbau) und einem
Architekten, die auch heute noch im Büro
tätig sind
- Schwerpunkte waren bis Mitte der 90-er
Jahre
Altbausanierung
und
Erschließungsplanungen für Wohn- und Gewerbestandorte
- ab Ende der 90-er Jahre lag der Schwerpunkt zunehmend im Bereich der Altstadtsanierung Straßen - Wege - Plätze,
u.a. Altstadt Weimar
- 2003 - 2005 Planungsleistungen für die
Altstadt Coburg
- seit Ende 2003 Beteiligung an ARGE
LOPP-WEIMARPLAN zur Wiederherstellung historischer Straßen- und Platzräume in Dresden-Neumarkt / Frauenkirche
1. Wettbewerb Marktplatz Coburg
Im Jahr 2000 wurde durch Zentrum Coburg e.V. (ein Verein von Gewerbetreibenden zur Verbesserung des Einkaufsstandortes Coburg) mit Beteiligung der Stadtverwaltung ein Wettbewerb zur Marktplatzumgestaltung ausgelobt. Unter 10 ausgewählten Büros wurde WEIMARPLAN zusammen mit einem Münchener und Stuttgarter Büro ausgewählt, ein Konzept zur
Erhöhung der Attraktivität der Innenstadt
einschließlich Marktplatzumgestaltung zu
erarbeiten.
Der Entwurf von WEIMARPLAN sah als
Schwerpunkt die Aufwertung des gesamten
Altstadtgebietes und nur zweitrangig die
Sanierung des Marktplatzes vor. Grundsatz
war der weitestgehende Erhalt der Gestaltung des Marktes (altes Pflasterbild, gut
proportionierte Gebäudevorflächen, 2
Brunnen, Denkmal) bei Aufzeigung zu
beseitigender Mängel und als wichtigste
Voraussetzung die Beendigung der
Funktion als Busbahnhof der innerstädtischen Linien.
Ausgewählt für die Umsetzung wurde
zunächst der aufregendere Entwurf des
Münchener Büros (Verschiebung des
Denkmals und der Brunnen, Großbäume, Wasserlauf, Bänke u.ä.). Proteste aus
der Bevölkerung und Teilen der Verwaltung führten 2002 zur Beendigung des Vertragsverhältnisses.
2. Aufgabenstellung 2003
Anfang 2003 wurden durch die Stadt Coburg Planungsspielräume definiert, die den
zwingenden Erhalt von Gestaltungs- und
Bausubstanz vorgaben und einem Planungsbüro nur wenig Möglichkeiten zu eigener Gestaltung ließen.
Der hohe Anspruch, der von Politik und
Stadtverwaltung öffentlich formuliert wurde, erweckte große Erwartungen bei Anliegern und Bevölkerung. Bei gleichzeitig
starker Einschränkung bautechnischer Eingriffe und Gestaltungsspielräume war das
eine sehr schwierige Basis für den Planungsbeginn.
Hier die auszugsweise Aufgabenstellung:
- „Ziel ist es, die Funktionen des Markplatzes als Zentrum im Stadtgrundriss, urbanen Mittelpunkt und repräsentativen zentralen Ort in der Stadt weiter zu entwickeln
- Die Attraktivität für Veranstaltungen und
Märkte sowie die Aufenthaltsfunktion
und Kundenfreundlichkeit ist zu verbessern
- Der bedeutende Platz soll in seiner historischen Qualität erhalten bleiben.
„Insbesondere gilt
• keine Veränderung des Pflastermusters und der Lage von Denkmal und
Brunnen
• Platz freihalten von Einbauten
• keine Baumbepflanzung
Maßnahmen für funktionale und gestalterische Aufwertung:
- niveaugleiche Herstellung der Gehwegflächen zur Pflaster- Innenfläche
- punktuelle Ausbesserung der Pflasterunebenheiten
- vorh. Brunnen erlebbar machen und zusätzlich Wasser als Option untersuchen
- modernes Beleuchtungskonzept mit Fassadenanstrahlung
–4–
- versenkbare Wasser- und Stromanschlüsse
- Möblierungskonzept für öffentliches und
privates Mobiliar
- Einbeziehung aller Übergangsbereiche
und einiger anschließenden Gassen
(Stein-, Rosen- und Ketschengasse)
- Einrichtung eines Spielpunktes
3. Entwurfsplanung
Nach erster Anfrage im März 2003, ob
WEIMARPLAN Interesse an Planung einer sparsamen „Marktplatzumgestaltung“
hat, (nur niveaugleicher Anschluss der
Randbereiche) begann im Juni der aktive
Planungsprozess mit o.g. Aufgabenstellung.
Nach vielen Abstimmungen
mit den
Fachämtern und Bürgermeister sowie Varianten zur Vorplanung konnte der AG anhand von Höhenprofilen, Aufbrüchen für
Versorgungsleitungen und Maßnahmen zur
Erhöhung der Tragfähigkeit der Pflastertragschicht überzeugt werden, den gesamten Marktplatz bautechnisch in die Kur zu
nehmen. Dieser erweiterten Aufgabenstellung folgten mehrere Vorstellungen im
Bausenat und Stadtrat sowie in den Fraktionen.
Durch massive Forderung von „Zentrum
Coburg e.V.“ nach Begrünung, Wasserspielen, Bänken und großen Gebäudevorflächen für Außengastronomie musste die
Aufgabenstellung nochmals geändert werden. Vor allem der östliche Gehweg nahm
eher die Form einer Terrasse für angrenzende Cafes an, als Kompromiss wurde
mobiles Großgrün geplant. Die Forderung
nach zusätzlichem Wasser wurde durch
sparsame Fontänenanordnung um das
Denkmal realisiert, die auf Grund der Topografie des Platzes aus einer Pflasterrinne
und nicht aus stehender Wasserfläche sprudeln. Wegen der vollständigen Aufnahme
des historischen Pflasterbelages, Veränderung der Grundgeometrie und der starken
Möblierung des Platzraumes hat das Landesamt für Denkmalpflege die Planung abgelehnt.
Das Beleuchtungskonzept mit Fassadenanstrahlung und Lichteffekten an Brunnen
und Fontänen wurden durch das Büro
Belzner Holmes, Heidelberg erarbeitet.
Die Forderung zur Einrichtung eines Spielpunktes wurde durch individuell gefertigte
Figuren aus Bronze umgesetzt.
DIB THÜRINGEN
7-8 / 2006
der Beleuchtung und Ausstattung wurden
durch den stadteigenen Baubetrieb eingebaut. Die Koordinierung der vorwiegend
gewerblichen Anlieger hat im wesentlichen
der AG selber durchgeführt. Wegen des hohen Erschließungsaufwandes (5 Senkelektranten mit Wasser- und Abwasseranschluss, Neuverlegung Elektrotrassen und
Infonetz, teilweise Erneuerung Abwasser)
und des kleinteiligen Baufeldes zur Aufrechterhaltung der Geschäftsfähigkeit der
Anlieger waren auch die Tiefbauleistungen
anspruchsvoll in der Umsetzung.
Sehr hohe Anforderungen mussten bei Planung und Umsetzung aller Oberflächenarbeiten erfüllt werden. Durch die Vielzahl
an Funktionsbereichen, Details, technische
Ausrüstung und Ausstattung mussten alle
Oberflächenbeläge sehr detailliert mit Absteck- und Höhenangaben geplant werden.
Als außergewöhnliche Herausforderung ist
die Wiederherstellung der hist. Pflasterdecke für Beanspruchungen der Bauklasse
III (Lieferverkehr, Busverkehr) zu sehen.
Das Pflaster wurde nach Vorgabe von
WEIMARPLAN getrennt nach Pflasterbild
aufgenommen und gelagert.
Der Coburger Marktplatz im Umbau.
Die Steine wurden nach Breite und Höhe
sortiert, um eine engfugige Verlegung mit
geringer Bettungsdicke zu erhalten. Die
Pflasterung wurde in traditioneller Bauweise hergestellt, d.h. auf Schottertragschicht, Splittbettung und Sandfuge. Problematisch waren die sehr großen Basaltsteine, die wegen starker Unterschlagung
und kleiner Auflagerfläche teilweise aussortiert werden mussten.
5. Fertigstellung, Übergabe 02.09.2005
Planmäßig wurde mit einem 3-tägigem
Stadtfest am 02.09.2005 die „gute Stube“
der Stadt Coburg übergeben. Die am Ende
doch zahlreichen Veränderungen haben die
Erwartungen der Mehrheit erfüllt. Die
sparsam und unauffällig angeordneten
Wasserfontänen stören nicht wirklich, das
in großer Anzahl gewollte Mobiliar wirkt
durch gutes Design erträglich.
Blick auf das Coburger Rathaus.
4. Auftragserweiterung bis zur Objektüberwachung
Der ursprünglich nur für die Entwurfsplanung der Freianlagen erteilte Auftrag wurde im Frühjahr 2004 erweitert bis zur Objektüberwachung der Freianlagen und ergänzt um alle Planungsphasen des Anteiles
Verkehrsanlagen.
Nach der sehr aufwendigen und zeitintensiven Vor- und Entwurfsplanung wurde im
Juni 2004 die Genehmigungsplanung vorgelegt und fast zeitgleich die Ausschreibung vorbereitet, da wegen der geplanten
Fertigstellung September 2005 im August
2004 mit vorbereitenden Arbeiten begonnen werden musste (Tieferlegung Fernheizungstrasse).
Die Empfehlung von WEIMARPLAN, die
Pflasterarbeiten getrennt von den Tiefbauleistungen auszuschreiben, wurde durch
den AG umgesetzt. Wegen des hohen Anspruchs an die Pflasterleistung wurde eine
Beschränkte Ausschreibung durchgeführt,
den Zuschlag erhielt ein Coburger Unternehmen. Die Tiefbauarbeiten hat ein Unternehmen aus Bamberg durchgeführt, Teile
–5–
Problematisch erwiesen sich die Gelenke
der Spielfiguren (Nacharbeiten erledigt)
und der Wochenmarktbetrieb auf der
Fontänenanlage (Bedenken waren von
WEIMARPLAN geäußert worden).
Schäden oder Mängel an der Bauausführung sind nach einem Jahr Nutzung
nicht bekannt.
Dipl.-Ing. Petra Rohbeck
Mitglied der Ingenieurkammer Thüringen
DIB THÜRINGEN
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Der Ingenieur in Europa
Gespräch mit Thüringer Hochschulrektoren
Am 08. Juni 2006 begrüßten in Weimar der
Präsident der Ingenieurkammer Thüringen,
Prof. Dr.-Ing. habil. Hans-Ulrich Mönnig,
und der 2. Vizepräsident, Dr.-Ing. HansReinhard Hunger, Rektoren und Prorektoren technisch orientierter Thüringer Hochschulen und Fachhochschulen zu einem
Gespräch über die Zukunft des Ingenieurstandes.
Hauptthema des Abends war die Internationalisierung
der
Studienabschlüsse
(Diplom-Ingenieur versus Bachelor und
Master) und die Kammerfähigkeit der 6-semestrigen Bachelorabschlüsse.
Im Gespräch erläuterten die Hochschulrektoren der Ingenieurkammer die neuen
Strukturen und Abläufe der im Akkreditierungsprozess befindlichen Bachelor-Studiengänge und wie bei „abgespecktem“ Zeitumfang Leistung und Qualität der ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge gesichert werden sollen. Denn das gemeinsame Ziel der Hochschulen und der Kammer
muss ein „berufsfähiger“ Absolvent sein,
der in der Ausübung seiner Tätigkeit auch
in der Lage ist Verantwortung gegenüber
der Öffentlichkeit zu übernehmen.
Im Ergebnis dieses ersten Arbeitsgespräches einigte man sich darauf, auf dem
Gebiet der Weiterbildung verstärkt zusammenzuarbeiten. So sollen Kammermitglieder in Zukunft Bildungsangebote der
Hochschulen wie Workshops und Vorträge
(v.l.n.r.) Prof. Dr. Weidner, Prof. Dr. Wesselak, Prof. Dr. Scharff, Frau Prof. Dr. Boden, Prof. Dr. Mönnig, Prof. Dr. Meyer, Prof. Dr. Beucke.
nutzen können. Zur Zeit werden dafür von
der Geschäftsstelle der IKT die vorhandenen Bildungsangebote der Hochschulen gesammelt und ausgewertet. Außerdem plant
die Ingenieurkammer Thüringen eine Vortragsreihe mit dem Arbeitstitel „Ingenieure
berichten aus der Praxis“ an den Thüringer
Hochschulen. Besonders auf letzterem Gebiet freut sich die IKT auch auf Vorschläge
ihrer Mitglieder. An dem Rektorengespräch
nahmen teil: Prof. Dr. rer. nat. habil. Peter
Scharff, Rektor der Technischen Universität Ilmenau; Prof. Dr.-Ing. Karl Beucke,
Prorektor für Forschung an der Bauhaus-
Universität Weimar; Prof. Dr. rer. nat. habil. Michael Meyer, Prorektor Forschung
und Entwicklung an der Fachhochschule
Jena; Prof. Dr.-Ing. Cordula Boden, Prorektorin für Hochschulplanung und Neue
Medien an der Fachhochschule Erfurt;
Prof. Dr.-Ing. Viktor Wesselak, Prorektor
für Forschung und Hochschulentwicklung
an der Fachhochschule Nordhausen; Prof.
Dr.-Ing. Georg Weidner, Dekan des Fachbereiches Maschinenbau an der Fachhochschule Schmalkalden.
Ch. Nienhold
Mitarbeiterin Öffentlichkeitsarbeit
Aus den Arbeitskreisen
Arbeitskreis „Ingenieurtechnik im ländlichen Raum“ gegründet
Wie geht es weiter mit der Landentwicklung? Wie hoch ist die Finanzausstattung
der neuen Förderperiode ELER (Entwicklung des ländlichen Raumes) 2007-2013?
Wie wirken sich die europäischen strategischen Leitlinien und die nationale strategische Rahmenplanung der Agrarministerkonferenz auf die Vergabe durch die öffentliche Hand und damit auf die Arbeit der Ingenieurbüros aus? Welche Konzepte haben
die Ingenieure, den ländlichen Raum als
Energielieferanten auszubauen, um ein Gegengewicht zu den Energieriesen zu schaffen und sich somit vom Preisdiktat zu befreien? Welche Ideen haben die Ingenieurbüros, um gemeinsam mit den Gemeinden
die technischen Auswirkungen des demografischen Wandels zu gestalten?
Diese und weitere Fragen beschäftigen derzeit Thüringer Ingenieurbüros, die in diesem Bereich tätig sind. Bis jetzt gab es aber
noch keinen Arbeitskreis in der Ingenieur-
kammer, der die Landentwicklung berufspolitisch begleitet hat. Nur Herr DiplomIngenieur Karl-Heinz Bartl, Mitglied der
Vertreterversammlung der IKT, war in der
Arbeitsgruppe „Dorferneuerung“ bei der
Architektenkammer Thüringen tätig. Deshalb haben sich mehrere Ingenieurbüros
entschlossen, hierfür einen ständigen Arbeitskreis in der IKT zu bilden. Die konstituierende Sitzung fand am 18. Mai 2006 in
den Räumen der Ingenieurkammer statt.
Die Teilnehmer waren:
- Dipl.-Ing. Karl-Heinz Bartl, Ingenieurbüro IBU,
- Dipl.-Ing. Gunter Lencer, Vermessungsbüro Lencer,
- Dipl.-Ing. Sandro Lippold, SIGMA Plan
Weimar GmbH,
- Dipl.-Ing. Heiko Sparmberg, Ingenieurbüro Sparmberg,
- Dipl.-Ing. Bernd Wiesenmüller, Ingeni-
–6–
eurbüro Wiesenmüller & Partner GbR,
- Dipl.-Ing. Jörg Maibuhr, Planungsbüro
Dr. Schröter.
Als Leiter des Arbeitskreises wurde Herr
Bartl gewählt, der dem Ingenieurbüro IBU
Bauplanung und Umweltschutz in Rudolstadt, Telefon 0 36 72/41 27 42, vorsteht.
Erste Aktivitäten sind verschiedene Schreiben an Politik und Verwaltung, um die besondere Rolle des Ingenieurs in der Landentwicklung hervorzuheben und die Vorbereitung einer weiteren Fachtagung, die die
Zusammenarbeit mit dem Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und
Umwelt stärken soll. Wer Interesse an einer
aktiven Mitarbeit hat, kann sich direkt bei
Herrn Bartl oder dem Unterzeichner dieses
Artikels melden.
Dipl.-Ing. Gunter Lencer
I. Vizepräsident
DIB THÜRINGEN
7-8 / 2006
Thüringer Denkmalschutzpreis 2006
Altes Haus in neuem Gewand
Döschnitz ist ein staatlich anerkannter Erholungsort mit rund 320 Einwohnern im
Naturpark Thüringer Wald. Dass es hier
nicht nur gute Luft, sondern auch engagierte Bürger gibt, weiß man in Thüringen seit
Freitag, dem 7. Juli 2006. Denn an diesem
Tag bekam die Gemeinde aus den Händen
des Kultusministers Prof. Dr. Jens Goebel
den begehrten Thüringer Denkmalschutzpreis 2006 für die Erhaltung und Nutzung
eines historischen Brauhofgebäudes überreicht. Insgesamt wurden neun Preisträger
für ihr ehrenamtliches Engagement ausge-
zeichnet. Als öffentliche Einrichtung erhält
die Gemeinde allerdings nur eine undotierte „Anerkennung“, des vom Freistaat
Thüringen und der Kulturstiftung HessenThüringen mit 40.000 Euro gestifteten
Preises. Alle Informationen zum Thüringer
Denkmalschutzpreis finden Sie auf der Internetseite des Thüringer Kultusministeriums unter www.thueringen.de/de/tkm/
kunstkultur/denkmalpflege/content.html
Und mit der Gemeinde und seiner Bürgermeisterin Frau Ute Wurmb freute sich auch
Kammermitglied Karl-Heinz Bartl, denn
Dorfmuseum Döschnitz vor der Außensanierung.
Nach Fertigstellung der Fassade erstrahlt das Dorfmuseum in neuen „alten“ Glanz.
–7–
sein Ingenieurbüro für Bauplanung und
Umweltschutz (IBU) aus Rudolstadt war
maßgeblich an der Sanierung des Gebäudes beteiligt.
Für das circa 1716 erbaute Haupthaus der
ehemaligen Brauerei des Nicolaus Böttner
in Döschnitz übernahm Diplom-Bauingenieur Karl-Heinz Bartl im Rahmen der
Dorferneuerung den Sanierungsauftrag.
Seine Aufgaben reichten von der Fördermittelbeschaffung, über die Bauausschreibung bis zur Projektüberwachung. Sein
Büro stellte auch die Bewerbungsunterlagen für den Thüringer Denkmalschutzpreis
zusammen.
Bereits seit 2002 war die Gemeinde mit der
baulichen Erhaltung des vom Zahn der Zeit
angegriffenen Heimatmuseums beschäftigt.
In diesem Jahr wurde das Dach instand gesetzt, um Folgeschäden durch Wassereintritt zu vermeiden. Im Juli 2005 begann das
Ingenieurbüro von Herrn Bartl mit der restauratorischen Bestandsaufnahme (Schadenskartierung) des einen Monat vorher
vom Sichtputz freigelegten Fachwerks. Auf
der Grundlage der Expertise, die in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro für
Denkmalpflege Krauße und Göschner aus
Rudolstadt erstellt wurde, einigte man sich
auf die aufwendigere, aber denkmalgerechte Rekonstruktion der Fachwerkfassade im
Stil um 1750 anstelle eines Sichtputzes.
Von September bis Dezember war eine
Baufirma unter der Obhut des Ingenieurbüros IBU mit den Sanierungsmaßnahmen
beschäftigt. Die Planungs- und Baukosten
betrugen insgesamt 220.000 Euro. Eine
Förderung im Rahmen des Thüringer Dorferneuerungsprogramms erhielt die Gemeinde vom Amt für Landentwicklung und
Flurneuordnung Gera.
Seit dem Jahreswechsel strahlt das alte Gebäude außen wieder im alten Glanz. 2006
sollen die Arbeiten im Inneren des Gebäudes weitergehen, in das die Gemeinde bald
ihren Sitz verlegen möchte. Ziel ist es, das
Haus zu einem Mittelpunkt des Ortes zu
machen.
Seit 1994 wird der Thüringische Denkmalschutzpreis für herausragende Leistungen
im Bereich der Denkmalpflege vergeben.
Bis heute sind so über 100 Preisträger geehrt worden. Aus diesem Anlass ist ein Katalog mit allen ausgezeichneten Objekten
erschienen, der für eine Schutzgebühr von
5 Euro + Versandkosten (abhängig von bestellter Menge und Art des Versandes) über
den E. Reinhold Verlag, Theo-NeubauerStraße 7, 04600 Altenburg, Telefon: 0 34
47/31 18 89, Email: roland.ludwig@
vkjk.de bestellt werden kann.
DIB THÜRINGEN
7-8 / 2006
50-jähriges Berufsjubiläum (30.7.1956 – 30.7.2006)
Ohne Parteibuch vom Bauhilfsarbeiter zum Dr.-Ing.
mit Ingenieurbüro – Eine DDR-typische Biografie
Nach bestandenem Abitur und Arbeit als
Bauhilfsarbeiter im VEB (K) Bau Merseburg 1956 begann meine stetige Qualifizierung über E-Schweißer und SchweißIngenieur am Zentralinstitut für Schweißtechnik Halle 1959 zum Bau-Diplom-Ingenieur an der TU Dresden 1962 (Verbundträger-Straßenbrücke). Nach jahrzehntelanger Tätigkeit in der Praxis als
Technologe und Bauleiter im VE BMK
(Bau- und Montagekombinat) Chemie
Halle, BT Industriebau Leuna und Eisleben 1962-65, danach als Brücken-Entwurfingenieur im VE Projektierungsbetrieb des Straßenwesens Erfurt 1965-66
war ich anschließend Prüfingenieur der
Staatlichen Bauaufsicht, Montage-Bauleiter und Technischer Kontroll-Ingenieur
im VE BMK Erfurt, KBI (Kombinatsbe-
Katholisches Krankenhaus Erfurt
u.a.:
- die Einführung der Fließfertigung im Industriebau in der
DDR auf der Groß-Baustelle
Leuna II (s. Bauplanung - Bautechnik 1963/ 64)
Dr.-Ing.
Fritz Rath
trieb Industriebau) Erfurt 1966 - 90. Zwischenzeitlich erfolgte 1989 eine freie Dissertation an der HAB Weimar zu Statikund Qualitätsproblemen im StahlbetonSkelett-Montagebau. Noch vor der Wiedervereinigung gründete ich 1990 in Erfurt ein Ingenieurbüro für Bauberatung,
Bauplanung und Tragwerksplanung und
wurde als Sachverständiger für Bauwesen, Gebäudebewertung und Holzschutz
tätig. Gleichzeitig übernahm ich 1993 für
mehrere Jahre als Mehrheits-Gesellschafter-Geschäftsführer die Architektur- und
Ingenieurbüro Goldhardt GmbH in Erfurt
nach deren Ausgliederung aus der RitterVerwaltungs-GmbH. Gegenwärtig erstelle ich i.W. Beweissicherungs- und Holzschutz-Gutachten für öffentliche und private Bauherren.
Seit der Gründung der Ingenieurkammer
Thüringen bin ich - jetzt bereits in der 3.
Legislaturperiode - Mitglied deren Vertreterversammlung.
Markante berufliche Abschnitte während
meiner Tätigkeit im Bauwesen waren
Talsperre Leibis/Lichte
- die Sanierung und Modernisierung des Thomas-MüntzerSchachtes in Sangerhausen und
die Fertigstellung des BerhardKoenen-Schachtes in Nienstedt
(Kupfer-Bergbau)
- die Projektierung von Straßenbrücken im Zuge der Elektrifizierung der Reichbahnstrecke
Leipzig - Dresden
- die Kontrolle und Abnahme der
Objekte der Großbaustellen Zementwerk Deuna, der MikroElektronik ESO (Erfurt Süd-Ost)
und von Staatsplan-Vorhaben in
Berlin
- nach der „Wende“ die Verantwortung für die AusführungsPlanung des Allkauf- und Stinnes-Einkaufzentrums in der Gothaer Landstraße in Erfurt der
EFH-Siedlung Schwansee und
Wohnanlage Rotenstein-Oelknitz
der
- Holzschutz-Gutachten an zahlreichen
denkmalgeschützten Gebäuden wie Kirchen, u.a. Severi-Kirche und -Pfarrhäuser Erfurt, wie Wohn- und Geschäftshäusern, u.a. in Erfurt am Anger, in der
–8–
Neuwerk-, Regierungs- und MeisterEckehart-Straße (s. DIB Thüringen 6/
06)
- Beweissicherungs-Gutachten im Zuge
der Straßen- und Tiefbaumaßnahmen in
Erfurt u.a. am Anger, am Domplatz, in
der Johannis-, Neuwerk-, Regierungs-
DIB THÜRINGEN
straße, sowie im Zuge der BAB A 71
und für die Talsperre Leibis/Lichte (s.
DIB Thüringen 10/02 und 6/06)
- Die eindrucksvollste Weiterbildung
erfuhr ich in den Semesterferien 1959
und 1960 bei (via Westberlin illegalen)
mehr-monatigen Städte“reisen“ per Anhalter durch die BRD und Westeuropa
(s.a. http://www.tu-dresden.de/absolventenmagazin, archivierte Lesererzählungen)
- Die interessanteste und zugleich skurrilste Aufgabe war 1973 als sog. Feierabendarbeit die komplette Projektierung
der Brücke zur Vorbrecherei im Gipswerk Niedersachswerfen - einer Spannbeton-Fertigteil-Konstruktion für BELAS-Großkipper 67 t, mit 20 m hohen,
spannstabbewehrten, vor Ort betonierten
Fertigteilstützen - während meines Reservisten-Wehrdienstes bei der NVA in
7-8 / 2006
der Pionierkompanie in Gera-Hain, mit
Taschenrechner und Tuschezeichengerät
auf der Tischplatte, abwechselnd in der
Soldaten-Unterkunft und in der Wachbaracke, mit wohlwollender Erlaubnis
meines Kompanie-Chefs.
- Die eigenartigste Planungsformalität
war 1980 die geforderte Einholung der
städtebaulichen Zustimmung zu einem
Schuppen 2,5 x 4,0 m incl. eines Karnickelstalles mit 4 Buchten auf einem
Erfurter Privat-Grundstück (EFH) beim
Stadtarchitekten N. (weil er die Ansicht
seines Referenzobjektes - eines Häus’l
(einer EFH-Planung in Feierabendarbeit) - dadurch nicht gefährdet sehen
wollte).
- Der kritischste Zwischenfall war 1997
der Einsturz einer durch ein Abbruchunternehmen unzureichend gesicherten,
unterfangenen, ca. 10 m hohen Grenz-
Giebelwand im Zuge eines von uns geplanten Abbruches eines Mehrgeschossers in Erfurt in der Magdeburger Allee,
wenige Minuten nachdem die Bauaufsicht den Gefahrenbereich begangen
hatte und bevor die Stadtwerke zum Abstellen des Gas-Feuerhahns diesen Bereich betreten konnte.
- Der größte Schock ereilte mich 2004 in
Nöda, als ich im Zuge einer Beweissicherung hören musste, wie die ca. 35jährige Tochter zu ihrer Mutter sagte:
„Da ist ein alter Mann, der will Fotos
machen“.
Das chinesische Sprichwort habe ich befolgt: 1967 und 72 ein Kind, 1970 ein
Haus gebaut, 1972 einen Baum gepflanzt
und 1989 ein Buch geschrieben.
Dr.-Ing. Fritz Rath
Mitglied der Ingenieurkammer Thüringen
Aus den Arbeitskreisen
Arbeitskreis Facility Management mit neuem Ansatz
Trotz kontinuierlicher Aktivitäten des Arbeitskreises „Facility Management“ und
der gut besuchten jährlichen Fachtagungen (Mai 2002, September 2003, November 2004) wurden nur wenige Fortschritte
in dem Bemühen erzielt, dass Thema „Facility Management“ stärker im Tätigkeitsfeld unserer Planungsbüros zu etablieren.
Dabei ist das Aufgabengebiet in der Praxis
von immer größer werdender Bedeutung.
Erfolgreiche Ingenieurbüros und vermehrt
auch Ingenieurnetzwerke fungieren zunehmend als Dienstleister für Gemeinden
und Verwaltungen mit vielfältigen Aufgabengebieten jenseits der klassischen Planertätigkeit. Sie entwickeln sich zu informellen Außenstellen der Gemeinden oder
Bauabteilungen, um Tätigkeiten zu übernehmen, die dort nicht mehr bewältigt
werden.
Dieser Ansatz wird momentan auch durch
die Ingenieurkammer berufspolitisch aufgegriffen und im politischen Raum aktiv
vertreten. Ziel ist es dabei, die besondere
Kompetenz unserer Kammermitglieder
herauszustellen, und die Politiker im Rahmen der laufenden Deregulierung und
Entbürokratisierung zu ermuntern, unsere
geprüften und listengeführten Ingenieure
mit hoheitlichen Rechten zu beleihen, um
weitergehende staatliche Aufgaben zu
übernehmen.
Der Kernpunkt der Überlegungen dreht
sich dabei um den Begriff „Facility Management“, der zunächst dem Aufgabenbereich der Hausverwaltung entstammt. Neben der Projektentwicklung im weitesten
Sinne und als Teil der Ingenieurleistung
selbst, wird der Begriff immer öfter so
weit gefasst, dass das „Facility Management“ auch zunehmend den Bereich der
Raumplanung und Landentwicklung einschließt. Ausgangspunkt dieser fachlichen
Weiterentwicklung ist die zunehmende
Auslagerung von kommunalwirtschaftlichen Aufgaben als Folge der MaastrichtKriterien. Dabei handelt es sich nicht nur
um Finanzierungsfragen bis hin zur Kreditaufnahme und deren Sicherung im
Grundbuch, sondern auch Aufgaben im
Bereich des Gemeindemarketings, der juristische Beratung, bis hin zur Betreibung
und Instandhaltung kommunaler Einrichtungen. Die Gemeinde versteht in dieser
Situation die ihnen vertrauten Ingenieurbüros nicht mehr nur als Sachverständige,
sondern zunehmend als Serviceeinheiten.
Der Planungsingenieur entwickelt sich unter Zunahme von Facility-ManagementLeistungen zum „Community-Manager“.
Beschleunigt wird diese Entwicklung
durch die modernen Kommunikationsmittel und die flexible Arbeitseinheit Ingenieurbüro.
Folgendes Geflecht von Tätigkeiten ist dabei denkbar:
–9–
- Aufbau und Laufendhaltung eines kommunalen Geoinformationssystems (GIS),
- Vorhalten einer Gesetzessammlung, um
Bescheide nach dem Zeitpunkt seines
Erlasses rechtlich interpretieren zu können,
- Erbringung herkömmlicher Ingenieurleistungen (soweit kein Interessenskonflikt
zwischen Leistung und Prüfung auftritt),
- Erstellung von Stellungnahmen und Gutachten,
- Erbringung von Beratungsleistungen und
Erarbeitung von Lösungsvorschlägen,
- Vorbereitung von Sitzungen,
- Zeitnahe Auskunftserteilung.
Somit hat der Community-Manager als
entwicklungsorientierter Kommunikator
ein Netzwerk der unterschiedlichsten Spezialisten aufzubauen. Der neue Aufgabenbereich umfasst Immobilien-Controlling
und computergestütztes Gemeindemanagement, um ein effizientes Kostenmanagement unter Berücksichtigung einer LifeCycle-Cost-Datenbank (kurz: LCCD; erwartete Lebenszyklus- und Betriebskosten) zu gewährleisten.
So kann sich ein mögliches Zukunftsszenario für den Ingenieur wie folgt darstellen:
vom Planungsbüro über den Facility-Management-Berater zum Community-Manager.
Dipl.-Ing. Gunter Lencer
I. Vizepräsident
DIB THÜRINGEN
7-8 / 2006
Weiterbildung
Weiterbildungsangebot der Ingenieurkammer Thüringen
Anmeldung und Informationen:
BWAW gGmbH, Frau Ehmer,
Häßlerstraße 8, 99096 Erfurt,
Telefon (03 61) 6 44 87 80,
Telefax (03 61) 6 44 87 81
e-mail: bildungswerk@bwaw.de
Seminare
Entgelte:
Mitglieder der IKTH /
Mitglieder der AKT, AKS, AKST, IKBE,
IKMV, IKST, IKBB, IKSN, IKBY, LVS
Thüringen / Angestellte von Mitgliedern
der AKT, IKTH, LVS Thüringen, ö.b.u.v.
Sachverständige, Mitglieder von AK, IK,
HWK, Anwaltskammern / Gäste
(130906K) Mittwoch, 13. September
2006, Erfurt
(8 Fortbildungsstunden)
09.00 Uhr bis 16.30 Uhr; 115 € / 125 € /
140 € / 165 €
Anmeldeschluss: 28.08.2006;
12 - 16 Teilnehmer
Barrierefreies Bauen im öffentlichem
Raum: Wege- und Leitsysteme
Architektin Dipl.-Ing. (FH) Nadine Metlitzky, Architekt Dipl.-Ing. (FH) Lutz Engelhardt, Factus 2 Architektur- und Sachverständigenbüro für barrierefreies Bauen, Erfurt
(190906P) Dienstag,
19. September 2006, Erfurt
(8 Fortbildungsstunden)
09.00 Uhr bis 16.30 Uhr; 85 € / 95 € /
105 € / 125 €
Anmeldeschluss: 01.09.2006;
Mindestteilnehmerzahl: 18
Vergleich von verschiedenen Heizungssystemen
Dipl.-Ing. Thomas Posanski, RPP Planungsbüro für ökologische Haustechnik,
Solaranlagen und Energieberatung, Leipzig
(210906S) Donnerstag, 21. September
2006, Erfurt
(8 Fortbildungsstunden)
09.00 Uhr bis 16.30 Uhr; 85 € / 95 € /
105 € / 125 €
Anmeldeschluss: 04.09.2006;
Mindestteilnehmerzahl: 18
Sanierung und Facility Management
Beratender Ingenieur Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Gänßmantel, ö.b.u.v. Sachverständiger für Mineralische Werkstoffe des Bauwesens, Dormettingen, Architekt Dipl.Ing. (TU) Gerd Geburtig, Leiter WTAReferat „Fachwerk“, Lehrbeauftragter an
der Bauhaus-Universität Weimar; Dipl.Ing. Astrid Schau, Zertifizierte Gutachterin für die Immobilienbewertung, Sachverständige für Schäden an Gebäuden,
Weimar
(220906P) Freitag, 22. September 2006,
Erfurt
(4 Fortbildungsstunden)
13.00 Uhr bis 16.30 Uhr; 40 € / 50 € /
60 € / 65 €
Anmeldeschluss: 07.09.2006;
Mindestteilnehmerzahl: 14
Ökologische Lösungsansätze für einen
zukunftsfähigen Umgang mit häuslichem Abwasser
Dipl.-Ing. Ulla Schauber, Raum- und
Umweltplanerin, StadtStrategen, Bürogemeinschaft für integrative Stadtentwicklung, Weimar
(250906P) Montag, 25. September
2006, Erfurt
(8 Fortbildungsstunden)
09.00 Uhr bis 16.30 Uhr; 85 € / 95 € /
105 €/ 125 €
Anmeldeschluss: 07.09.2006;
Mindestteilnehmerzahl: 22
Regenwasser - Potenziale, Kosten, Nutzen
Architekt Dipl.-Ing. Klaus W. König,
ö.b.u.v. Sachverständiger für Bewirtschaftung und Nutzung von Regenwasser,
Überlingen, Mitarbeiter im DIN-Ausschuss NAW V 8 „Regenwassernutzungsanlagen“
– 10 –
(270906R) Mittwoch, 27. September
2006, Erfurt
(8 Fortbildungsstunden)
09.00 Uhr bis 16.30 Uhr; 130 € / 140 € /
150 € / 185 €
Anmeldeschluss: 07.09.2006;
Mindestteilnehmerzahl: 22
Honorarberechnung beim Bauen im
Bestand
Architekt Dipl.-Ing. Klaus-Dieter Siemon, ö.b.u.v. Sachverständiger für Leistungen und Honorare der Architekten,
Osterode am Harz
(290906SV) Freitag, 29. September
2006, Erfurt
(6 Fortbildungsstunden)
09.00 Uhr bis 15.00 Uhr; 90 € / 100 € /
115 € / 135 €
Anmeldeschluss: 13.09.2006;
Mindestteilnehmerzahl: 12
Einführung in die Sachverständigentätigkeit
Dr.-Ing. Ulrich Schröter, ö.b.u.v. Sachverständiger für Schäden an Gebäuden,
Oberdorla
(300906SV) Samstag, 30. September
2006, Erfurt
(8 Fortbildungsstunden)
09.00 Uhr bis 16.30 Uhr; 110 €/ 120 € /
135 € / 160 €
Anmeldeschluss: 13.09.2006;
Mindestteilnehmerzahl: 14
Das Sachverständigengutachten
Dr.-Ing. Ulrich Schröter, ö.b.u.v. Sachverständiger für Schäden an Gebäuden,
Oberdorla
(051006R) Donnerstag, 05. Oktober
2006, Erfurt
(8 Fortbildungsstunden)
09.00 Uhr bis 16.30 Uhr; 85 € / 95 € /
105 € / 125 €
Anmeldeschluss: 18.09.2006;
Mindestteilnehmerzahl: 18
Reform des Vergaberechts 2006
RA Dirk Weber, Justitiar der Architektenkammer Thüringen, RAe Weber, Glock &
Coll., Erfurt
DIB THÜRINGEN
7-8 / 2006
Bauhaus Weiterbildungsakademie Weimar e.V.
Moderne Weiterbildungen neben dem Beruf
Die Bauhaus Weiterbildungsakademie
Weimar e.V. – An-Institut der Weimarer
Bauhaus-Universität - ist seit vielen Jahren ein renommierter Anbieter für berufsbegleitende Weiterbildung. Die Angebote
der Akademie orientieren sich an Nachfragen aus Wirtschaft und Wissenschaft und
sind sehr praxisnah ausgerichtet. Aus diesem Grund studieren Teilnehmer hier fundiert, effizient und zielorientiert – ohne
Ihren beruflichen oder privaten Alltag gravierend umstellen zu müssen.
Berufsbegleitende Qualifizierungsmaßnahmen an Universitäten müssen komplexe Sachverhalte möglichst einfach strukturiert vermitteln. Besonderer Wert wird
auf eine logisch nachvollziehbare Wissensvermittlung gelegt. Diese Ansprüche
erfüllt die WBA sehr erfolgreich in mehreren weiterbildenden Studien und umfangreichen Seminar- und Kursangeboten.
Die Vielfalt der Abschlüsse spricht dabei
für sich, diese reichen vom Fachplaner bis
hin zum Sachverständigen.
Die WBA fungiert dabei als Initiator der
weiterbildenden Studien und zeichnet für
die übergreifende Studienorganisation sowie die individuelle Betreuung der Teilnehmer verantwortlich.
Dabei wird sie von über 40 hochqualifizierten Dozenten unterstützt.
Im Herbstsemester 2006 beginnen wieder
folgende weiterbildende Studien:
Projektmanagement
- 2 Semester, Beginn: 20.10.2006
Baumanagement
- 2 Semester, Beginn: 20.10.2006
Stadtumbau
- 2 Semester, Beginn: 27.10.2006
Bauwerkserhaltung
- 2 Semester, Beginn: 11/2006
Erhaltung von Entwässerungssystemen
- 1 Semester, Beginn: 16.10.2006
Weiterhin können Interessierte aus einer
Vielzahl von Seminaren und Kursen ihre
individuellen Bildungsschwerpunkte auswählen, z. B:
Workshop Projektentwicklung
vom 31.08.06 - 2.09.06
EnEV 2006 und Energiepass
am 29. - 30.09.2006
Nachzertifizierung zum Fachingenieur für
Bauprojektmanagement vom 14.-16.09.06
Weitere Informationen finden Sie unter
folgender Kontaktadresse:
Bauhaus Weiterbildungsakademie
Weimar e.V.
Geschäftsstelle
Coudraystraße 13A
99423 Weimar
Mail: info@wba-weimar.de
Fon:
03643-58 4225
Internet: www.wba-weimar.de
Ingenieurball 2006
Neue Homepage der Ingenieurkammer Thüringen
Ingenieure
können feiern!
Relaunch Internetpräsenz www.ikth.de
Unsere Vorbereitungen für den 10. Ingenieurball laufen auf Hochtouren. Die Band
ist bestellt, das Menü ausgewählt, nun fehlen nur noch Sie als Gäste des Abends. Der
Verkauf der Karten hat bereits begonnen,
einige Tische sind schon vergeben. Es wird
ein toller Abend mit Musik und Tanz, kulinarischen Köstlichkeiten und Showeinlagen. Freuen Sie sich auf das einzigartige
Flair des Erfurter Kaisersaals. Gern nehmen wir Ihre formlose Kartenbestellung
per Fax unter 0361/2 28 73-50 entgegen.
Der Ingenieurkammer steht, in Absprache
mit dem Hotel „Mercure“ in der Altstadt,
Meienbergstr. 26-27 in 99084 Erfurt, ein
kleines Kontingent an Zimmern zur Verfügung. In Anbetracht der Vorweihnachtszeit
sollten Sie die Reservierung frühzeitig
vornehmen. Unter der Telefonnummer
0361/59 49-0, Stichwort „Ingenieurkammer“, können Sie bis zum 02.11.2006 im
Hotel Ihr Zimmer reservieren. Den Tischplan sowie alle wichtigen Informationen
finden Sie im Internet unter www.ikth.de\
Mitglieder\Ingenieurball 2006 und in unserer DIB Länderbeilage Nr. 04/2006. Bitte vergessen Sie nicht, uns Ihre vollständigen Daten sowie die genaue Anzahl der
Personen mitzuteilen. Nach Ihrer schriftlichen Anmeldung erhalten Sie eine Rechnung über den zu zahlenden Betrag.
Wir freuen uns auf Sie!
In Zeiten in denen das Internet immer
mehr zur persönlichen Visitenkarte wird,
hat sich der Vorstand der Ingenieurkammer Thüringen dazu entschlossen, den
Webauftritt der Kammer neu gestalten zu
lassen. Im Zuge des Relaunch konnte die
Ingenieurkammer auch den Domainnamen www.ikth.de sichern. Dieser löst nun
die alte Bezeichnung www.ingenieurethueringen.de ab. Die Funktionalität von
– 11 –
www.ikth.de konnte durch die Einführung
von Themenrubriken wie „Mitglieder“,
„Service“ oder „Presse“ verbessert werden. Weitere Features wie der Aufbau der
Rubriken „Das Besondere Projekt“ und
„Fachtexte“ sowie die Möglichkeit der
Volltextsuche befinden sich in der Vorbereitung.
Maik Vierling
Geschäftsführer
DIB THÜRINGEN
7-8 / 2006
Neue Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit
Geburtstage
Immer auf dem Laufenden
Wir gratulieren unseren
Mitgliedern und
wünschen alles Gute!
(Juli-August 2006)
40. Geburtstag
Dipl.-Ing. Mario Buchwald
Dipl.-Ing. (FH) M. Eng.
Norbert Ellenberger
Dipl.-Ing. Annett Köhler
Dipl.-Ing. Mario Ritzmann
Dipl.-Ing. (FH) Sven Schneider
Dipl.-Ing. (FH) Frank Seidel
Dipl.-Ing. (FH) Frank Stützer
Dipl.-Ing. Wolfgang Wabra
Verstärkung im Team der Geschäftsstelle: Frau Christiane Nienhold.
Seit dem 01. Juni 2006 ist die Stelle der
Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit der
Ingenieurkammer Thüringen neu besetzt.
Der Vorstand und die Geschäftsstelle der
Ingenieurkammer Thüringen freuen sich,
Frau Christiane Nienhold in ihren Reihen
begrüßen zu können.
Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem
die Aktualisierung des Internetauftrittes
www.ikth.de, das Verfassen von Texten für
das Regionalblatt des Deutschen Ingenieurblattes, die Mitarbeit beim Veranstaltungsmanagement und die Kontaktpflege
zu Presse, Funk, Fernsehen und den Partnern der Ingenieurkammer.
Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit fungiert sie auch als Ansprechpartner für die
Mitglieder. Weitere Schwerpunkte ihrer
zukünftigen Arbeit sind die Erstellung und
Betreuung zweier neuer Internetrubriken:
„Fachttexte“ und „Das Besondere Projekt“.
Um dafür geeignetes Datenmaterial zur er-
halten, ist sie auch von der Mithilfe und
Unterstützung der Kammermitglieder abhängig. Frau Nienhold freut sich auf eine
gute Zusammenarbeit mit der Ingenieurkammer Thüringen und ihren Mitgliedern.
Zur Person:
Christiane Nienhold stammt aus dem Altenburger Land und lebt seit fünf Jahren in
Erfurt. Sie studierte an der Technischen
Universität Dresden und der Newcastle
University (Nordengland). 1998 schloss sie
ihr Studium als Diplom-Ingenieurin für
Landschaftsarchitektur ab. Aus Liebe zu
Text und Bild entschied sie sich direkt nach
dem Studium für ein Volontariat. 2001 erwarb sie ihren Abschluss als „Fachzeitschriftenredakteur“. Frau Nienhold verfügt
über Berufserfahrungen bei Print- und Internetredaktion sowie in der Öffentlichkeitsarbeit. Sie ist Inhaber des GrimmeOnline-Award 2003.
50. Geburtstag
Dipl.-Ing. (FH) Frank Auerswald
Dipl.-Ing. Michael Fuchs
Dr.-Ing. Thomas Hampf
Dipl.-Ing. (FH) Gunter Klippel
Dipl.-Ing. Ralf Vogel
Dipl.-Ing. (FH) Dieter Zaeske
65. Geburtstag
Dipl.-Ing. Heinz Bialozyt
Dipl.-Ing. Hubert Dressel
Dipl.-Ing. Dieter Liske
Dipl.-Ing. Gilbert Otto
Dipl.-Ing. Dieter Wiegand
70. Geburtstag
Dipl.-Ing. (FH) Rudolf Demling
73. Geburtstag
Dipl.-Ing. (FH)
Karl-Heinz Böhnhardt
74. Geburtstag
Dipl.-Ing. (FH) Rudolf Kraus
IMPRESSUM:
Herausgeber: Ingenieurkammer Thüringen,
Körperschaft öffentlichen Rechts
Flughafenstr. 4, 99092 Erfurt
Postfach.:
900 429, 99107 Erfurt
Internet:
www.ikth.de
Mail:
info@ikth.de
Fax:
03 61 / 2 28 73 - 50
Fon:
03 61 / 2 28 73 - 0
VM ÖA:
Prof. Hermann Saitz
GF:
Maik Vierling
Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete
Beiträge stellen die Auffassung der Autoren dar
und nicht unbedingt die der Redaktion oder des
Herausgebers.
Das DIB THÜRINGEN ist offizielles Organ der Ingenieurkammer Thüringen und wird ihren Mitgliedern unentgeltlich zugesandt. Der Einzelbezug ist nach schriftlicher Bestellung gegen eine
Schutzgebühr von 1,50 € zzgl. Porto möglich,
soweit Exemplare vorrätig sind.
– 12 –
79. Geburtstag
Dipl.-Ing. Lothar Heiland
83. Geburtstag
Dipl.-Ing. (FH)
Herbert Holzschneider
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Seele and Geist
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