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Klausur Was ist für die Klausur relevant? / Wie werden die

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Klausur
Was ist für die Klausur relevant? / Wie werden die Schwerpunkte gesetzt?
Geht es um das Verständnis der Dinge, die vorgelesen wurden oder nur um faktisches
Auswendiglernen?
Eine direkte Schwerpunktsetzung wird es in Klausur nicht geben und generell kann davon
ausgegangen werden, dass zumindest alles was in den Übungen und Tutorien wiederholt
wurde Fall klausurrelevant werden kann.
Bei Definitionen geht es um einfaches Auswendiglernen, allerdings wird die Klausur wie
auch die vorhergehenden nicht allein auf Auswendiglernen aufbauen. Theoretische
Frageformulierungen können wie in den Übungen besprochen und praktische Anwendungen
wie aus den Tutorien übernommen vorkommen.
Fragen werden aber weder inhaltlich noch formal von dem abweichen, was in den
Veranstaltungen besprochen wurde oder was man sich mit geringem Aufwand selbst
erschließen kann.
Lehnt sich die Klausur eher an der Form der Übung oder eher an der Form der
Vorlesung an?
Da die Klausur sich an festen Fragestellungen orientiert wird sie eher die Form von Übungsund Tutoriumsaufgaben haben, allerdings können sich die Fragestellungen rein auf Inhalte der
Vorlesung beziehen.
Welche Formeln aus der Vorlesung sind wirklich wichtig für die Klausur?
Da es nicht wirklich viele Formeln in der Vorlesung und Übung gab würde ich auf Anhieb
sagen: alle.
Mindestens aber die folgenden:
Real -> Nominal (absolute Größen und Wachstumsraten)
CD-Produktionsfunktion
Grenznutzen
Marktgleichgewichte berechnen (Angebots- Nachfrageüberschuss)
Quantitätsgleichung
Entstehungsrechnung
Verwendungsrechnung
Konsum- Sparfunktion (auch herleiten der Sparfunktion)
Gleichgewichtsbedingung
Einkommensmultiplikator
Sparparadoxon
IS-Kurve
LM-Kurve
Kapitalstock im Neoklassischen Wachstumsmodell (auch Steady State)
Steady State pro Kopf Einkommen
Grundlagen
Was ist ein vollkommener Markt?
Ein vollkommener Markt ist das Idealbild eines Markts. Es werden mehrere Anforderungen
an einen Markt gestellt, die dieser erfüllen muss um als vollkommener Markt zu gelten:
Viele kleine Anbieter und Nachfrager (Polypol und keine Monopole)
Homogene Güter (Alle angebotene Güter auf dem Markt sind identisch)
Keine Präferenzen der Nachfrager (Die Nachfrager bevorzugen keine bestimmten Güter)
Konstante Präferenzen der Nachfrager bzgl. ihrer Bedürfnisse (Ihre Bedürfnisse befriedigen
die Nachfrager stets auf dieselbe Art)
Vollständige Markttransparenz (Alle Marktteilnehmer besitzen sämtliche Informationen)
Unbegrenzte Mobilität und Teilbarkeit aller Güter (Alle Güter können beliebig oft und weit
transportiert werden und beliebig oft geteilt werden.)
Freier Marktzu- und Austritt
Keine zeitlichen Unterschiede, sofortige Verfügbarkeit
Nur freiwillige Austauschbeziehungen
Gegebene Ressourcenausstattungen / Konstante Produktionsverfahren und Produktpaletten
Keine räumlichen Unterschiede, alles am gleichen Punkt
Von den obigen Charakteristika sind die Kursiven, die zentralen Eigenschaften, die einen
vollkommenen Markt ausmachen. In der Realität gibt es keine vollkommenen Märkt. Die
Börse bzw. der Aktienmarkt kommt dem Ideal des vollkommenen Markts am nächsten.
Bsp: Der Biermarkt ist kein vollkommener Markt, da:
Beschränkte Anzahl der Anbieter. Keine homogenen Güter (es gibt unterschiedliche
Biersorten). Präferenzen liegen vor (In Köln trinkt man Kölsch). konstante Präferenzen sind
manchmal gegeben, aber manche wechseln zum Beispiel von Pils auf Alt oder von Diebels
auf Schlösser. Kein Nachfrager kennt die Zusammensetzung aller Biere und sämtliche Preise.
Bier ist verderblich und kann somit nicht beliebig oft transportiert werden. Teilbarkeit
dahingegen ist gegeben. Der freie Markteintritt ist nur bedingt gegeben, da nach dem
Reinheitsgebot gebraut werden muss, der Austritt ist aber frei. Bier ist nicht immer sofort
verfügbar. Es gibt aber meistens freie Austauschbeziehungen. Die Ressourcen der Hersteller
können sich ändern, ebenso wie ihre Produktionsverfahren und die angebotenen Produkte,
zum Beispiel neue Biermischgetränke. Es können nicht alle Biere an jedem beliebigen Punkte
nachgefragt werden.
Was bedeutet der Homo Oeconomicus als Entscheidungsmodell?
Das Diagramm des HO als EM lässt sich derart deuten, dass der HO diverse (sich allerdings
nicht ändernde) Präferenzen besitzt und unterschiedliche Ziele verfolgt, die durch seine
Zielfunktion modelliert werden.
Aufgrund dieser Vorgaben ergeben sich für den HO unterschiedliche Handlungsalternativen.
In Bezug auf diese Handlungsalternativen muss der HO eine Entscheidung treffen. Er muss
wählen für welche Handlungsalternative er sich entscheidet. Bei dieser Entscheidung beachtet
er natürlich auch äußere Einflüsse und Bedingungen (Zum Beispiel bestimmte Gesetze,
andere Mitbewohner, seine Wohnsituation usw.). Das heißt, seine Entscheidung wird von
seiner Umwelt beeinflusst. Schließlich, sorgt seine Entscheidung für eine der
Handlungsalternativen dazu, dass er seinen Nutzen maximiert.
Bsp: Der HO geht Belag für das Brötchen am Morgen einkaufen. Seine Präferenz besteht
darin, dass er am liebsten Käse isst (er isst immer Käse <- konstante Präferenzen). Bei der
Auswahl des Käses wirkt zum einen sein Einkommen oder die Ausstattung des Supermarktes
auf seine Entscheidung ein. Schließlich wählt er die Sorte Käse bei der er seinen Nutzen
maximiert (zum Beispiel die billigste oder die leckerste).
Was ist eine Indifferenzkurve?
Man geht davon aus, dass es zwei Substitutivgüter gibt (Brot und Kuchen). Jeder Punkt auf
der Indifferenzkurve beschreibt dann die zu konsumierende Menge von jeweils beiden
Gütern, so dass jeweils der gleiche Nutzen entsteht.
Bsp: Wenn der Konsum von entweder 2 Kuchen satt macht oder der Konsum von 1 Brot,
dann kann man 5 Leute durch 5 Brote und 0 Kuchen oder durch 4 Brote und 2 Kuchen oder
durch 1 Brot und 8 Kuchen sättigen. Die Kombinationen (5,0) (4,2) (1,8) liegen somit auf der
gleichen Indifferenzkurve, da sie den gleichen Nutzen stiften.
Was ist Pareto-Optimalität?
Angenommen man verfolgt zwei oder mehr gegensätzliche Ziele. Zum Beispiel kann ein
Betrieb die Ziele verfolgen möglich wenige Ausgaben für Arbeiter zu haben (wirtschaftliche
Sicht) und gleichzeitig möglichst viele Arbeiter zu beschäftigen (soziale Sicht). Da beide
Ziele einander widersprechen können nicht beide gleichzeitig realisiert werden. Für jede
Anzahl von eingestellten Arbeitern gibt es aber ein kleinstes Niveau an Kosten zu denen dies
möglich ist. Wenn man das Ziel „Kostenminimierung“ nun verbessern will und die Kosten
reduzieren will ist dies nur noch möglich, wenn man gleichzeitig einen Abstrich bei dem Ziel
„Arbeiteranzahl“ in Kauf nimmt. Es können also nur dadurch weitere Kosten eingespart
werden, dass Arbeiter entlassen werden.
Einen Zustand in dem ein Ziel nur dadurch verbessert werden kann, dass ein anderes verschlechtert wird, nennt man Pareto-Optimal. Es gibt stets mehr als ein Pareto-Optimum. So
kann z.B. (unter der Annahme das ein Arbeiter 1000€ kostet) sowohl die Kombination 2
Arbeiter bei Kosten von 2000€ PO sein und ebenso die Kombination 5 Arbeiter bei Kosten
von 5000€. Um die Kosten auf unter 5000€ zu senken müsste ein Arbeiter entlassen werden.
Was ist Effizienz? (Was ist die Aussage von Folie 58)
Wenn Ziele unter Einsatz eines kleinstmöglichen Inputs realisiert werden oder bei einem
festen Input möglichst viel Output erzeugt wird dann nennt man einen Vorgang effizient. Zum
Beispiel, wenn man lernt hat man nur ein festes Zeitbudget zur Verfügung. Das Ziel welches
dabei verfolgt wird ist in der vorgegebenen Zeit möglichst viel zu lernen oder wenn man für
mehrere Klausuren lernt möglichst viel für alle Fächer zu tun. Wenn man dies schafft, hat
man effizient gelernt.
Andererseits, wenn man weiß was man als Stoff alles können muss und die Zeit minimiert,
die man zum Lernen des vorgegebenen Inhalts benötigt hat man ebenfalls effizient gelernt.
Sollte man diese beiden Ziele aber kombinieren wollen, so würde dies heißen möglichst viel
in möglichst wenig Zeit zu lernen. Dies ist allerdings nicht möglich. Daher der Verweis auf
die Tatsache das beide Ziele des Ökonomischen Prinzips gegensätzlich sind und bei der
Kombination nur Pareto-Optimale Lösung möglich sind.
Erklären Sie den Unterschied zwischen Allokation und Distribution und nennen Sie
jeweils ein Beispiel?
Beide Aspekte setzen sich mit Verteilungsfragen auseinander. Bei der Allokation handelt es
sich um die Verteilung von Inputfaktoren, bei der Distribution um die Verteilung der Outputs.
Als Beispiel zur Allokation kann man sich einen Produktionsbetrieb ansehen. Hier seitens des
Unternehmens eine Entscheidung statt wie viel Arbeit und wie viel Kapitel einsetzt werden
soll. Bei dieser Zuteilung der Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital spricht man auch von
Ressourcenallokation.
Distribution findet in jedem Unternehmen statt, das seine produzierten Güter an Kunden
verkauft und entsprechend die Verteilung der Güter zu den Kunden vornehmen muss.
Was hat Allokation mit der sozialen Marktwirtschaft zu tun?
Auf der einen Seite erzwingt das System der sozialen Marktwirtschaft eine optimale
Ressourcenallokation, da der Markt für alle Konsumenten und Produzenten geöffnet ist. Eine
suboptimale Ressourcenallokation führt bei Unternehmen zu höheren Kosten und führt bei
einem offenen Markt sofort zum ausscheiden aus eben diesem, da ein Konkurrenzunternehmen welches eine bessere Ressourcenallokation aufweist billiger ist.
Was ist Throughput?
Unter Throughput kann man sich die Produktionsphase als solche vorstellen. Es wird also der
Weg darunter verstanden wie aus den Inputs die eingesetzt wurden der Output entsteht.
Erklären Sie die Cobb-Douglas-Produktionsfunktion. / Wie funktioniert die CobbDouglas-Produktionsfunktion? / Wofür ist diese gut?
Die CD-Produktionsfunktion versucht die Beziehung zwischen den Inputfaktoren (In unserem
Fall Arbeit, Kapital und Technologie) und dem Output (In unserem Fall Y) zu beschreiben.
Hierbei kann diese Funktion zum Beispiel genutzt werden um Schätzungen für die Zukunft
anzustellen, aber meist besteht ihr Zweck darin im Rahmen von volkswirtschaftlichen
Modellen des Produktionsprozess abzubilden. Daher ist auch ersichtlich, dass die CDProduktionsfunktion eher theoretische Bedeutung hat.
Wie leitet man die Cobb-Douglas-Produktionsfunktion ab?
Y ( K, L ) = AK α Lβ
dY
= AαK α−1Lβ
dK
dY
= AβK α Lβ−1
dL
Außerdem ist in Bezug auf Wachstumsraten noch interessant:
Y ( K, L ) = AK α Lβ ⇒ ln Y = ln A + α ln K + β ln L
d ln Y
AαK α−1Lβ
=α=K
= εY ( K )
d ln K
AK α Lβ
d ln Y
Aβ K α Lβ−1
=β=L
= εY ( L )
d ln L
AK α Lβ
Gibt es für die Exponenten β und α der CD-Produktionsfunktion feste Werte in der
VWL mit denen man rechnet sofern nichts anderes vorgegeben ist?
Feste Werte für die Exponenten gibt es nicht. Es konnte allerdings nachgewiesen werden dass
in den meisten Industrieländern der Exponent über dem K etwa 1/3 und der Exponent über
dem L etwa 2/3 beträgt.
Erklären Sie die (neo)klassische Produktionsfunktion.
Als erstes muss an dieser Stelle eine Ergänzung und eine
q
Verbesserung von dem Skript stattfinden. Bei der im
Skript dargestellten handelt es sich um die klassische
Produktionsfunktion. Aber die klassische Produktionsfunktion muss nicht notwendigerweise die Bedingung
der fallenden Grenzerträge erfüllen. Dies heißt, dass die
vi klassische Produktionsfunktion durch den Bereich bis zu
dem Strich gegeben ist.
Bei der neoklassischen Produktionsfunktion hingegen handelt es sich lediglich um den
Bereich, der in dem Bild oben durch die Pfeile gekennzeichnet ist. Hier gelten im gesamten
Bereich die beiden Bedingungen. In dem Bereich links davon ist die erste Ableitung zwar
positiv aber die zweite ist dies auch. In dem Abschnitt rechts von dem Bereich sind beide
Ableitungen negativ.
Sowohl bei der klassischen als auch der neoklassischen Produktionsfunktion betrachtet man
immer nur den Einfluss von einem Inputfaktor auf den Output. Man kann somit für jeden
Inputfaktor eine eigene Produktionsfunktion betrachten.
Geben Sie ein Beispiel zur klassischen Produktionsfunktion an. Verdeutlichen Sie an
dem Beispiel die Bedeutung der Annahmen hinsichtlich der 1. und der 2. Ableitung.
Ein gutes für die klassische Produktionsfunktion kann in dem Einsatz von Düngemitteln in
der Landwirtschaft finden. Zuerst führt ein erhöhter Einsatz von Düngemitteln dazu, dass
mehr geerntet werden kann. Irgendwann ist allerdings der Punkt erreicht an dem trotz der
Erhöhung an Düngemittel nur noch geringe Steigerungen im Ernteertrag zu verzeichnen sind.
Dies ist der Punkt am dem der Grenzertrag anfängt zu fallen. Schließlich wird soviel Dünger
verwendet, dass es zu keiner zusätzlichen Ernte kommt. Wird an dieser Stelle die
Düngermenge erhöht führt dies wegen Überdüngung sogar zu einem Rückgang der
Ernteerträge.
Was sind Isoquanten? / Wie sind die zugehörigen Diagramme zu deuten?
Bei der (neo)klassischen Produktionsfunktion betrachtet man immer den Einfluss den ein
Inputfaktor auf den Output hat. Hat man nun unterschiedliche Inputfaktoren, die man
gegeneinander substituieren kann, so stellt sich die Frage welche Kombinationen von zwei
Inputfaktoren möglich sind, die zu dem gleichen Output führen. An dieser Stelle kommen die
Isoquanten ins Spiel. Jeder Punkt auf eine Isoquante zeigt die Kombinationen der beiden
Inputs an die einen identischen Output liefern. Ein höherer Output ist nur möglich, wenn die
Isoquante als Ganze sich nach rechts verschiebt.
Was für den einzelnen Haushalt die Indifferenzkurven sind, sind für die Unternehmen die
Isoquanten. Mehr zu diesem Thema wird es noch in der Mikroökonomie geben.
Neoklassik
Was genau bedeutet neoklassisch?
„Neoklassisch“ komplett sinnfrei anzugehen und zu beschreiben würde in diesem Kontext
nicht bringen, da sich eine solche Erklärung lediglich darauf einlassen kann, dass neoklassisch
frei übersetzt auch neuklassisch heißen kann (In der VWL sind neoklassisch und neuklassisch
allerdings unterschiedlich).
Inhaltlich beruft sich die Neoklassik in der VWL auf die Klassiker, welche sie als
Wissenschaftsausrichtung abzulösen versucht. Eine Beschreibung der Neoklassik ist am
besten durch ihre zentralen Aspekte möglich, bei denen es sich zum einen um das Modell des
Homo Oeconomicus sowie das des vollkommenen Marktes handelt. Weitere kleinere
Annahmen betreffen vollständige Information, keine externen Effekte und nur private Güter.
Die Neoklassik akzeptiert das Theorem von Say und ist somit eine angebotsorientierte
Ausrichtung der Volkswirtschaftwirtschaftslehre.
Was sagt das Gesetz von Walras aus?
Betrachtet man nicht nur einzelne Märkt sondern beispielweise Modelle in denen 2 oder mehr
Märkte vorkommen, dann besagt das Gesetz von Walras, dass sich immer wenn n-1 Märkte
im Gleichgewicht sind auch automatisch der n-te im Gleichgewicht ist.
Betrachtet man z.B. ein Modell, dass alleine aus dem Geld- und dem Gütermarkt besteht
(n=2). Dann sagt Walras: sobald einer (n-1=1) der Märkte im Gleichgewicht ist, sind es beide
Märkte.
Was ist die Quantitätsgleichung?
Die Quantitätsgleichung lautet:
MV = PY
Sie stellt eine Beziehung zwischen dem verfügbaren Geld und dem nominalen BIP her. Man
kann sie auch lesen als: Wie oft (V) muss dann verfügbare Geld (M) ausgegeben werden um
alle abgesetzten Güter und Dienstleistungen zu finanzieren.
Was ist die Kaufkraftparität?
Die Kaufkraftparität kann durch die folgende Formel beschrieben werden: P=eP*
Dies sagt nichts anderes, als dass sich bei einem gleichbleibenden Wechselkurs das
inländische Preisniveau an das ausländische anpasst. Hat das Inland selbst eine herausragende
wirtschaftliche Position kann die Wirkung auch andersherum ausfallen. Auf diese Weise
können sich Geldeffekte wie Inflation in andere Länder übertragen. Umgestellt nach e ergibt
sich der so genannte Kaufkraftparitätenwechselkurs.
Was ist ein Crawling Peg?
Bei einem Crawling Peg handelt es sich um eine Gestaltungsform
eines Wechselkurssystems. Im Besonderen handelt es sich um eine
Mischform von fixem und flexiblem Wechselkurs. Der WK ist eine
Zeit lang an eine Marke („Peg“) fixiert. Nach einer gewissen Zeit
wird die Marke angehoben und der WK verändert sich einmalig ist
danach aber wieder an die neue Marke fixiert. Dies geschieht in
festgelegten Intervallen. Zeitlich verläuft der WK also wie in der
Abbildung rechts.
e
t
Worin besteht der Unterschied zwischen inferioren und superioren Gütern?
Im Gegensatz zu den meisten anderen Gütern hängt die Eigenschaft, ob ein Gut ein inferiores
oder superiores Gut ist von der Nachfrageänderung ab die eintritt von das Einkommen der
Nachfrager sich ändert.
Wenn ein Nachfrager mehr verdient, aber ein Gut trotzdem weniger nachfragt als vor der
Einkommenserhöhung, dann wird dieses Gut als inferiores Gut bezeichnet. Zum Beispiel
einfache Kleidung aus dem Discounter. Wenn das Einkommen steigt wandern die Kunden zu
Marktkleidung ab.
Anders sieht es bei superioren Gütern aus. Hier steigt auch die Nachfrage nach dem Gut wenn
das Einkommen steigt. Ein analoges Beispiel ist hier Designerkleidung die stärker einem
höheren Einkommen nachgefragt wird, als bei einem niedrigeren.
Geben Sie eine genaue Definition für handelbare und nichthandelbare Güter an.
Handelbare Güter sind solche die gehandelt werden können. Hierbei bedeutet gehandelt
werden können auch gesetzlich gehandelt werden dürfen.
Eine alternative Definition wäre: Handelbare Güter sind solche Güter, die in der
Handelsbilanz erfasst werden.
Erklären Sie das Phänomen der Giffengüter.
Bei Giffengütern steigt die Nachfrage wenn die Preise steigen. Je mehr für ein Gut zu
bezahlen ist, umso stärker wird dieses Gut nachgefragt. Dieser Effekt kann auf zwei Arten
entstehen. Am häufigsten ist dies bei Luxusgütern der Fall, wo ein höherer Preis meist auch
einem höheren Prestige des Gutes entspricht und der Prestigewert meist größer ist als der
tatsächliche Nutzen durch das Gut.
Warum wird bei einer erhöhten Investitionsquote auch die Sparquote erhöht?
(Lehrbuch S.35)
In dieser Form finde ich die Aussage zwar nicht in dem Lehrbuch wieder. Dort steht lediglich
auf S. 36, dass eine hohe Investitionsquote meist mit einer hohen Sparquote einhergeht. Dies
ist insoweit notwendig, als dass stets die Annahme besteht, dass Investitionen aus dem
Mitteln getätigt werden, die zuvor gespart wurden. Daher wird auch angenommen, dass Sparund Investitionsquote ähnlich verlaufen, da beide lediglich unterschiedliche Seiten der
Gleichung I=S darstellen.
Entspricht die Geldmenge M der Gütermenge Y?
Nein. Bei M handelt es sich um verfügbares Geld. Bei Y um die abgesetzten Menge an
Gütern und Dienstleistungen.
Wofür steht die Umlaufgeschwindigkeit (V) bzw. warum kann sie Y steigern?
Die Umlaufgeschwindigkeit steht dafür wie oft das verfügbare Geld innerhalb eines Jahres
ausgegeben wird. Eine Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit sorgt dafür die Konsumenten
öfters Geld ausgeben, es wird mehr konsumiert und dies führt zu einer Erhöhung des BIPs.
Erklären Sie die Zusammenhänge und die Darstellung des klassisch-neoklassischen
Gesamtmodells.
Die Darstellung des klassisch-neoklassischen Gesamtmodells wie in der Übung angegeben
zeigt lediglich die Variante einer geschlossenen Volkswirtschaft (es existiert kein
Devisenmarkt). Außerdem wurde der Kapital-/Bondsmarkt nicht dargestellt, da hierzu nichts
in der Übung besprochen wurde.
VGR
Erklären Sie die Entstehungsseite der VGR?
Bei der Entstehungsseite des BIPs geht es darum wie der Wert den das BIP besitzt erzeugt
wird. Hierzu beginnt man mit dem reinen Produktionswert von diesem werden Vorleistungen
und sofern eine offene Volkswirtschaft vorliegt auch die Importe abgezogen. Dies geschieht
diese beiden Güterformen nicht Teil der innerstaatlichen Wertschöpfung sind (Ihr Wert wurde
bereits an anderer Stelle geschaffen: Im Ausland oder bei der Herstellung der Vorleistungen)
Das Ergebnis bezeichnet man als unbereinigte Wertschöpfung welche zur bereinigten
Wertschöpfung wird, wenn man die unterstellte Bankgebühr (z.B. so etwas wie
Kontoführungsgebühren) abzieht.
Zieht man von der Wertschöpfung die Subventionen des Staates ab und rechnet die
Steuerausgaben dazu, so erhält man „Wertschöpfung ohne Tätigkeit des Staates“ und diese
bezeichnet man als BIP. (Die Subventionen müssen abgezogen werden, da ansonsten Geld,
das vom Staat kommt fälschlicherweise als Umsatz gedeutet wird.)
Der Primäreinkommenssaldo ist das Verhältnis zwischen dem Einkommen von Ausländern
im Inland und Inländern im Ausland. Durch das Abziehen der Abschreibungen kommt man
von Brutto- auf Nettogrößen.
Was wird bei der Verteilungsrechnung verteilt? Was heißt verteilt?
Bei der Verteilungsrechnung wird die Verteilung des erwirtschafteten BSPs betrachtet.
(Anstelle des BSPs kann man eine ähnliche Berechnung auch für das BIP aufstellen.) Hier
meint verteilt soviel wie: „Wer hat am Ende wie viel?“ Also, wie viel des erwirtschafteten
BIPs bleibt bei den Arbeitnehmern, wie viel bei den Unternehmern und wie viel beim Staat?
Was wird bei der Verwendungsrechnung verwendet? Was heißt verwendet?
Bei der Verwendungsgleichung wird das reale BIP verwendet. Dies meint, dass mit dem BIP
unterschieden Aktionen getätigt wurden. Es wurde verwendet um zu konsumieren und zu
investieren. Es wurde aber auch dafür verwendet die staatliche Nachfrage zu befriedigen.
Schließlich und endlich wurde das BIP auch dafür verwendet Exporte zu verkaufen und
Importe zu kaufen.
Wie bestimmt sich das BSP? / Wie kommt man von dem BIP auf das BSP?
Ausgehend von dem BIP (Zur Berechnung siehe die erste Frage dieses Abschnitts) rechnet
man das erwirtschaftete Einkommen hinzu, welches von Personen mit inländischer
Staatsbürgerschaft, die im Ausland tätig sind erwirtschaftet wurde. Abgezogen wird noch das
Einkommen welches Ausländer im Inland erwirtschaften und das Ergebnis ist das BSP.
Nennen Sie die Posten des BSP.
Konsum, Investitionen, Staatsnachfrage, Exporte, Importe
Warum ist ein positiver Außenhandelsbilanzsaldo langfristig schlecht?
Ein positiver Außenhandelsbilanzsaldo bedeutet, dass mehr exportiert als importiert wird.
Dies hat für das Ausland zwei direkte Folgen. Zum einen muss das Ausland verstärkt
inländische Devisen nachfragen, da Exporte aus dem Inland in inländischer Währung verkauft
werden. Dies kann negative Auswirkungen auf den Wechselkurs haben bzw. auf eine
bestimmte verfolgte Wechselkurspolitik.
Zum anderen ist aber so, dass durch einen hohen Zufluss inländischer Güter entsprechende
Sektoren im Ausland zurückgehen können, so dass es hierdurch ebenfalls negative
Auswirkungen auf die ausländische Wirtschaft gibt.
Für das Inland bedeutet ein positiver AHBS aber im Besonderen, da es wenn die Exporte
hoch sind stark von der ausländischen Nachfrage abhängig, die sich meist schlechter
prognostizieren lässt, als es der Fall mit der inländischen Nachfrage der Fall ist. Wesentlich
wichtiger ist hierbei, aber, dass durch die Abhängigkeit vom Ausland auch wirtschaftliche
Probleme und Krise leider auf das Inland übertragen.
Leiten Sie schrittweise das Kreislaufmodell für eine offene Volkswirtschaft her.
Siehe Folien 179-182
Die einzelnen Schritte kann man sich dadurch merken, dass analog zur Entstehungsgleichung
von links nach rechts immer ein Pol mehr dazu kommt. (HH und UNT: nur C) => (HH, UNT,
SPAREN: C und I) usw.
Was ist wichtig (am wichtigsten) bei der Kreislaufanalyse?
Der Aufbau und die Tatsache, dass es Bestands- und Flußgrößen gibt. Bestandsgrößen sind
Werte, die den einzelnen Polen zugeordnet sind, während die Flußgrößen den einzelnen
Pfeilen zu geordnet sind.
Ohne den Kontext nur schwer zu beantworten
Warum entsteht Interdependenz?
Ich gehe mal beispielhaft auf Interdependenzen zwischen Märkten ein. So besteht durchaus
eine Interdependenz zwischen dem Geld- und dem Arbeitsmarkt, wenn man nach dem
neoklassischen Gesamtmodell geht. Eine Erhöhung der Geldmenge führt bei einem
gleichbleibenden Y zu einem erhöhten Preisniveau (Es gibt mehr Geld, also ist es weniger
wert.) Was dazu führt, dass der Reallohn sinkt (Von dem Geld was man bekommt kann man
sich weniger kaufen.) Also passen sich die Löhne an, oder es gibt Leute, die zu den Löhnen
die jetzt weniger Wert sind nicht mehr arbeiten und es kommt zu Arbeitslosigkeit.
Wird später noch in der Übung besprochen
Was ist das keynesianische Gleichgewichtsmodell? Erläutern Sie dieses.
Es ist auch unter dem Namen IS-LM-Modell bekannt. Es setzt sich aus den Gleichgewichtsbedingungen für den Güter- und den Geldmarkt zusammen.
Ist der Multiplikator der Nachfrageseite Keynes zentrale These?
Der Multiplikator alleine betrachtet nicht, aber die besondere Herausstellung der
Nachfrageseite und die Betonung der Relevanz nachfrageorientierter Wirtschaftspolitik kann
als typisch keynesianisch betrachtet werden.
Leiten Sie die IS und LM – Kurve her.
Siehe hierzu Folien 223, 224 oder alternativ 227 (IS-Kurve) oder 230-232 oder alternativ 237
(LM-Kurve)
Was haben der Devisenmarkt und der Wechselkurs mit der IS-Kurve zu tun?
Im normalen IS-LM-Modell absolut gar nichts, da es sich um ein Modell einer geschlossenen
Volkswirtschaft handelt. Betrachtet man allerdings das Mundell-Flemming-Modell als Modell
einer offenen Volkswirtschaft, dann entsteht aus der Gleichung, die ein Gleichgewicht auf
dem Devisenmarkt beschreibt die ZZ-Kurve. Diese Kurve bildet zusammen mit der IS und
der LM Kurve das Mundell-Flemming-Modell.
Was ist bei der IS- und bei der LM-Kurve zu beachten? (Verschiebungen) / Welche
Auswirkungen hat Fiskalpolitik / Geldpolitik auf die IS- und die LM-Kurve? Wann
verschieben sich die Kurven? Worin liegen die Unterschiede?
Steigende Staatsausgaben (IS Verschiebung nach rechts, LM nichts), Steigende Geldmenge
(IS nichts, LM Verschiebung nach rechts)
Was ist antizyklische Fiskalpolitik?
Antizyklische Fiskalpolitik bedeutet die Fiskalpolitik so auszugestalten, dass Wirkungen von
erhöhten Staatsausgaben auch in Krisenzeiten wirksam werden, wenn sie benötigt werden und
nicht in Boomphasen. Dort sollten die Auswirkungen von restriktiver Fiskalpolitik eintreten.
Das antizyklisch bezieht sich hierbei darauf, dass in der Depression die Auswirkungen von
hohen Staatsausgaben notwendig sind. In den Phasen, wo es der Wirtschaft schlecht geht
sollte also mehr investiert werden. Wenn allerdings in einer Depression die Staatsausgaben
hochgefahren werden, zeigen sie erst später Wirkung und somit muss man bereits vor der
Depression die Ausgaben erhöhen und vor der Boomphase die Ausgaben zurückziehen.
Was versteht man unter der Liquiditätsfalle?
Wenn der Zinssatz sehr klein ist, nahe bei 0 liegt, kann man davon ausgehen, dass die LM
einen waagerechten Verlauf besitzt. Dies führt bei einer Erhöhung der Geldmenge nur dazu,
dass mehr Geld im Markt ist, hat allerdings keine weiteren positiven Folgen. Im Gegenteil
kann durch die Erhöhung der Geldmenge die Inflation ansteigen.
Was versteht man unter der Investitionsfalle?
In diesem Fall liegt eine senkrechte IS Kurve vor. Wird in diesem Fall die Geldmenge erhöht,
hat dies zwar Auswirkungen auf den Zins, welcher sinkt, allerdings ergeben sich keine
Auswirkungen auf das Einkommen, da dieses unabhängig von Zins ist.
Wer sind bei Deflation und Inflation die Gewinner und die Verlierer und warum?
Bei Deflation sind die Schuldner die Verlierer und bei Inflation sind es die Gläubiger. Bei
Deflation gewinnt das Geld an Wert dies bedeutet, dass 10€ morgen mehr wert sind als heute.
Wenn allerdings heute ein Kredit genommen wird, hat das Geld bis morgen mehr an Wert
gewonnen als dass Zinsen gezahlt werden müssen. Daher ist der Schuldner hier von Vorteil.
Bei Inflation verliert das Geld an Wert. Der Gläubiger bekommt zwar die selber Menge wie
geliehen zurück. Wenn der Zins allerdings nicht hoch genug war hat das Geld nachher
weniger Wert als zuvor und er hat einen Nachteil.
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