close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Diese Seite als PDF

EinbettenHerunterladen
Anfertigen einer interaktiven Präsentation auf
einem Datenträger (wie CD-Rom)
Im Prinzip ist auch eine Website eine "interaktive Präsentation"
und hat vieles mit einer interaktiven Präsentation auf CD-Rom
gemeinsam. Tatsächlich mag es auch oft sinnvoll sein, diese
Möglichkeit ins Auge zu fassen und häufig ist eine Website Teil
einer Präsentation.
Der Einfachheit halber bezeichnen wir die Präsentation in der
Folge als CD-Rom und meinen damit den Inhalt dieser. Genauer
meinen wir eine Director-Applikation, andere Programme zum
Erstellen von interaktiven Präsentationen verhalten sich ähnlich.
Die Gemeinsamkeiten zu Webseiten:
Websites und Präsentationen haben als primäres
Ausgabemedium den Computerbildschirm. Dieses ganz
wesentliche Merkmal beeinflusst die Bildbearbeitung, die
Textkonzeption und die Menüstruktur und Benutzerführung. Wir
haben es also hier wie dort mit Screendesign zu tun.
Beide laufen auf dem Computer des Benutzers - sofern kein
besonderes anderes Zielgerät festgelegt ist. Wir können nicht
beeinflussen, wie leistungsfähig dieser ist und welche GraphikFähigkeiten er hat. Je mehr wir an minimaler
Systemvoraussetzung annehmen, umso kleiner wird die
Zielgruppe sein.
Die Unterschiede:
Webseiten setzen einen installierten Browser voraus und sind in
der Darstellung von diesem abhängig. CD-Rom's haben einen
eigenen Player und sind weitgehend unabhängig von
Systemeinstellung und installierten Komponenten.
Webseiten sind grundsätzlich in der Größe veränderbar und
scrollbar, CD-Rom's haben meist eine feste Präsentationsfläche,
die eventuell gesamt skaliert wird oder es wird die
Bildschirmauflösung verändert.
Bei einer CD-Rom können alle Elemente frei positioniert werden,
alle Elemente können transparent sein und sich bewegen und
verändern, was bei einer Webseite nur eingeschränkt möglich
ist.
CD-Rom's sind Programme (.exe) und haben entsprechende
Rechte: Sie dürfen Systemeinstellungen verändern, schreiben
und löschen. Websites haben keine Rechte.
Im Unterschied zu internet-basierten Lösungen spielt die
Diese Seite wurde für den bbrz-Workshop
"Interaktive Präsentation mit Director" - MT01
und MT02 - bereitgestellt.
Ladezeit weniger eine Rolle, zumindest so lange die Dateigrößen
überschaubar sind. Bilder werden daher zu Gunsten der Qualität
kaum komprimiert.
Und nicht zuletzt sind die Wurzeln der beiden Medien völlig
verschieden: Während das Internet ursprünglich - und meist
auch noch heute - ein vorwiegend textbasiertes Medium ist,
haben Präsentationsprogramme die Wurzeln im Trickfilm und
Animationsbereich. Director tut sich sehr schwer mit großen
Textmengen.
Qualitative und datentechnische
Minimalanforderung an das Ausgangsmaterial
(Quelldaten, Vorlagen usw)
Da das Zielmedium ein Bildschirm ist, gelten grundsätzlich die
selben Anforderungen wie für Webdesign. In der Praxis werden
von CD-Rom größere Bilder geladen, deshalb sollte hier wirklich
gute Qualität verlangt werden.
Bilder:
In der Regel wird das Bildmaterial noch bearbeitet und es ist
auch oft nicht im Detail entschieden, wo welches Bild wie groß
verwendet wird. Bilder sollten daher in möglichst guter Qualität
und ausreichender Größe beigestellt sein. Das Farbformat ist
generell RGB; BMP, PSD oder TIF sind sinnvoll, bei JPGs sollte
die Qualität maximal sein. Bei der weiteren Bildbearbeitung
sollten Bilder nicht als JPG gespeichert werden, um
Qualitätseinbußen zu vermeiden. Die Auflösung in dpi spielt
keinerlei Rolle, wichtig ist nur die Breite und Höhe in Pixel. Als
gute Regel hat sich bewährt: Hochformate mindestens
Screenbreite, Querformate mindestens 1.5 x Screenhöhe und
Screenbreite.
Um schnelle Ladezeiten von CD-Rom zu erreichen, hat es sich
bewährt, die Bilder letztlich als JPG mit hoher Qualität - non
progressive - zu speichern und dann in Director in die CastLib zu
importieren.
Videos:
Videos sind in der Handhabung ungleich komplizierter als Bilder;
man sollte nicht annehmen, dass man das mit der eigenen
Raubkopie von Premiere noch nachbessern kann.
Unbedingt: Sauber komprimiertes, fertiges Material in einem
gängigen Format und Größe anfordern! (meist mpeg1, 320x288
pixel)
Director (und andere Programme) spielen Videos nicht wirklich
selbst ab, sondern verwenden teilweise den Player des
Betriebssystems! Daran denken, dass das Video auf allen
Die Screen-Breite und -Höhe sind meist 800 x
600 Pixel, in Ausnahmefällen 1024 x 768.
Ein Director -" Movie" hat eine feste Größe, ist
sie größer als der Bildschirm sind Teile nicht
sichtbar.
Zwar ist es möglich, die "Stage" - also die
Präsentationsfläche zu skalieren, die Bildqualität
und die Geschwindikkeit leidet aber enorm
darunter.
möglichen Computern laufen muss und im Programm
Vorsichtsmaßnahmen treffen, falls es doch nicht läuft. Im
professionellen Bereich niemals selbst an beigestellten Videos
herumbasteln!
Videos laufen in Director nicht so gut wie im Player des
Betriebssystems; ein Video, das im MediaPlayer gerade noch
ruckelfrei läuft, kann in Director zu stottern beginnen.
Texte:
Es reicht ein einfaches Format, je mehr Besonderheiten der Text
hat, umso schwieriger ist es, diese zu übernehmen. Director
lädt HTML, allerdings in seiner einfachsten Form (keine Bilder,
keine Stylesheets, Tabellen unvollständig). Oft ist es sinnvoll,
den Text schon vorab in ein Bild zu konvertieren, damit sind
zwar Änderungen schwierig, aber böse Überraschungen bleiben
aus. Auch bei sehr text-lastigen Präsentationen ist es manchmal
besser, die Texte als Screenshots von Websites zu importieren.
Audio:
Sofern Cue-Points (also Markierungen innerhalb der Tonspur)
Screens mit viel Text und Bild können effektiver
in einem DTP-Programm (x-press) gemacht
werden.
Wichtig ist dabei, alle Maße und
Größenangaben (zB. das Grundlinienraster) auf
"pt" zu stellen und nur ganze Zahlen zu
verwenden. Dadurch werden Unschärfen durch
"halbe Pixel" vermieden.
Der Import in Director erfolgt über "Seite als
EPS speichern", in Photoshop öffen und als
JPG speichern.
benötigt werden, ist AIF das Format der Wahl, ansonsten gilt
dasselbe wie für alle komprimierten Formate.
Zu beachten ist, dass Director nicht sehr sauber mit AudioDaten umgeht; ein genauer Sprung an eine Stelle ist nicht
sicher möglich. In diesem Fall sollte das Material in kurze Stücke
geschnitten sein. Gerade bei Sprache ist es auch meist nicht
nötig, die beste Qualität zu verwenden, 12kHz und Mono sind
meist ausreichend.
Auf vielen Systemen können mehrere Tonspuren nicht
gleichzeitig gespielt werden; wenn also Sprache und Musik
gleichzeitig sein sollen, ist es besser, den Ton bereits so
zusammen zu mischen.
Screens vom Screendesigner:
Oft kommt es vor, dass ein Screen-Designer die Screens macht
und dann ein Producer die CD-Rom. Dabei soll folgendes
beachtet werden:
Die Screens werden üblicherweise in Photoshop erstellt. Bei
nicht eingespielten Teams sollte auf größtmögliche
Kompatibilität wert gelegt werden. Der Producer verläuft sich in
100en Ebenen und ist nicht zwangsläufig ein Meister in
Photoshop 9. Schon der Screendesigner sollte nicht mehr als 1
Ebene pro Element abliefern und sich über den Zeit-Faktor
Gedanken machen: Eine Präsentation ist nicht ein Bild nach dem
anderen, sondern Veränderung. Ein ganz dilettantischer Fehler
ist es übrigens, wenn markante Elemente nicht übereinander
Wenn Screendesign und Produktion der CD von
mehreren Leuten gemacht werden, sollte
permanent abgesprochen werden, was machbar
und sinnvoll ist.
Oft kommt es zB vor, dass Elemente überflüssig
sind oder sich in der Zahl verändern - hier sind
das etwa die Anzahl der PDFs, die zum Produkt
gehören. Was ist, wenn plötzlich 5 PDFs
vorhanden sind?
abgebildet sind, sondern sich minimal verschieben. Alle
statischen Teile sollten in der Grundebene vereinigt sein.
Schaltflächen sind normalerweise nicht statisch, sondern haben
verschiedene Zustände. Dabei sollte darauf geachtet werden,
dass sich Elemente nicht überlappen (Schatten!).
Auch wenn es viele Methoden gibt, Photoshop-Daten direkt zu
importieren, die einfachste ist immer noch, die Bilder von Hand
zu slicen.
Letztlich muss der Producer entscheiden, ob er das brauchen
kann, was ihm der Screendesigner abgeliefert hat und sollte
nicht zögern, Nachbesserungen zu verlangen.
Art, Beschaffenheit und Umfang der MediendesignVorgaben (Struktur, Organigramm, Verknüpfungen
und Navigationselemente usw)
Es gibt keine besonderen Richtlinien, in welcher Form die
Struktur und Organisation vorgegeben wird - wesentlich ist
aber, dass sie klar und unmissverständlich sind. Sinnvoll ist es,
wenn bereits sehr früh die Verzeichnisstruktur der Unterlagen
und der CD-Rom festgelegt sind; es sammeln sich sehr schnell
unübersichtlich viele Daten in verschiedenen Versionen an und
ein Fehlgriff kann böse Folgen haben. Beachtet muss auch
werden, dass die Daten häufig von Mac zu PC oder zurück
verschoben werden - Dateinamen und -formate müssen
kompatibel sein.
Bei großen Projekten wird man eventuell eine einfache Director
Datei anlegen, die nur mit groben Schaltflächen und Texten die
Funktion simuliert. Oft wird anhand dieser einfachen
Präsentation sichtbar, dass einige Vorstellungen nicht sinnvoll
sind, dafür andere Schaltflächen und Funktionen besser wären.
Nach Absprache werden in dieser Datei dann nach und nach die
Inhalte geladen und vervollständigt. Da Director intern mit
Sprungnamen ("Marker") arbeitet, ist es zweckmäßig, diese
gleich festzulegen und auch in den Assets-Foldern
durchzuziehen.
Im übrigen gilt das selbe wie für Web-Design, nur dass eine
Director-Application wesentlich intelligenter sein kann. Man
sollte diese Intelligenz ausnutzen, ohne die des Benutzers
überstrapazieren zu wollen. Die CD sollte intuitiv zu bedienen
sein - das Design folgt der Funktion und nicht umgekehrt.
Herstellung der einzelnen Bestandteile sowie - falls
erforderlich - Art und Umfang der Fremdleistungen
-->Screendesign wie Webdesign
-->Text: Erstellung und Korrektur
Bei Text ist ganz besonders zu beachten, dass die "schnelle
Änderung kurz vor dem Mastering" - eine Angewohnheit im
Verlagswesen - nicht so leicht ist. Es sollte daher sehr früh auf
korrigierte Texte urgiert werden und deutlich(!) darauf
hingewiesen werden, dass nachträgliche Änderungen sehr viel
Aufwand sein können und uU sogar Mehrkosten verursachen.
-->Videos sind in der Regel Fremdleistungen, weil die nötige
Wenn - wie hier - mit Änderungen und
Ergänzungen zu rechnen ist, sollte man die
Texte in Form von externen Daten halten und
vor allem die Musterdaten und Vorlagen gut
aufbewahren.
Bei externen Daten ist mit drastischen
Geschwindigkeitseinbußen zu rechnen, wenn
diese nicht auf der CD-Rom beisammen liegen.
Ausrüstung sehr teuer ist. Keinesfalls sollte man mit Raubkopien
arbeiten. Der Umgang mit Videos kann sehr heikel werden und
sollte nicht unterschätzt werden.
Andererseits werden Videos in Director nicht importiert, sondern
nur verlinkt, daher ist bei gleichartigem Material der Austausch
sehr einfach und schnell - selbstverständlich vorausgesetzt, die
Handler und Funktionen sind so programmiert, dass sie mit
verschiedenen Längen und Größen zurecht kommen - aber alles
andere wäre ohnehin dilettantisch.
Copyright der verwendeten Daten:
Man kann davon ausgehen, dass der Auftraggeber sich um die
Rechte von beigestellten Daten gekümmert hat. Anders ist das,
wenn Daten nicht vom Auftraggeber kommen, sondern vom
Producer besorgt wurden. Das gilt zB häufig bei HintergrundMusik oder Bildern aus dem Internet. Musik ist grundsätzlich
AKM- und Austromechana-pflichtig, selbst dann, wenn sie selbst
mit der Wanderklampfe komponiert und aufgenommen
wurde!!!!
Es können durch die Bezahlung von Rechten enorme
Mehrkosten entstehen.
Gesamtherstellung der CD-Rom inklusive
Zusatzleistungen (Booklet etc.) und
Qualitätskontrolle.
Booklet und CD-Label sind Drucksachen. Zu beachten ist, dass
das Label im Siebdruck gemacht wird und daher einen
negativen Punktzuwachs hat! Das heißt in der Praxis, dass
sämtliche Einstellungen von Proofdruckern verfälschte
Ergebnisse liefern.
Zweckmäßig ist, beim Vervielfältiger nachzufragen. In jedem
Fall sollte man in Photoshop in RGB arbeiten und zum Schluß
die Separation entsprechend vorzunehmen. (Natürlich soll
mehrmals zwischendurch separiert werden und wieder zurück in
Eine ganz wesentliche Sache ist, sich zu
informieren, was alles auf dem Label und dem
Booklet aufgedruckt sein muss. Nicht nur
Sponsoren-Logos, auch allerhand Texte über
Urheber, Kopierschutz usw. sind
vorgeschrieben. Der gestalterische Spielraum
ist damit schnell begrenzt.
RGB, um undruckbare Farben zu vermeiden)
Für das Booklet (Offsetdruck) stellen die Presswerke gute
Vorlagen zur Verfügung, wer diese verwendet, wird keine
Schwierigkeiten haben.
Qualitätskontrolle
Man sollte sich rechtzeitig vergegenwärtigen, dass
Nachbesserungen nicht möglich sind - sobald die CD im
Presswerk ist, ist es vorbei. Ein Fehler auf einer CD kann sehr
viel Ärger machen - nicht nur, dass die Arbeit nicht bezahlt wird,
auch Schadenersatzforderungen können so manch
vielversprechende Karriere beenden. Es geht hier meist um viel
Geld - und da hört die Freundschaft auf.
Die Top1000 österreichischen Unternehmen
von NEWS:
Um den Unterschied klar zu machen: Wenn in einem Katalog ein Bei einer Auflage von 300000 Stück und
grober Tippfehler ist, ist der restliche Katalog immer noch
brauchbar. Eine CD könnte keine einzige Seite enthalten, wenn
ein Tippfehler im Programm ist!
Es werden Benutzer auf Computern werken, an die man sich in
Agenturen kaum mehr erinnern kann und dabei Fehler machen,
die uns völlig hirnrissig erscheinen. Wenn der Autostart nicht
funktioniert, wird die Hälfte der Benutzer nicht wissen, was zu
tun ist. Wenn Quicktime nicht installiert ist, werden alle Videos
nicht dargestellt, u.U. selbst AVIs, wenn die Soundkarte nur 2
Kanäle kennt, wird das Video stumm bleiben, wenn nur EIN
anderes Geräusch kurz vorher war. Nichts wirkt lächerlicher als
ein Vorsitzender, der nur die Lippen bewegt! (und für das
Kamerateam ein Vermögen ausgegeben hat)
Grundsätzlich soll man testen, testen, testen - alle Freunde und
Verwandte einspannen. Denn selbst wenn man 100e Anwälte
hat - ein unzufriedener Kunde hat 1000.
Die Verantwortung für die Endkontrolle sollte man immer dem
Kunden aufbürden und das auch vertraglich festlegen.
Es hat sich bewährt, schriftlich zu vereinbaren, dass der Auftrag
erfüllt ist, wenn der Kunde 2 identische CD-Master bekommt,
die er selbst zu prüfen hat und dann selbst den Auftrag an ein
Presswerk gibt. Sobald er das tut, gilt die einwandfreie Funktion
der CD als bestätigt.
Ein 3. identisches Master sollte man selbst behalten.
Mehr über Macromedia Director
home
Gesamtkosten von über 250000€ kann ein
Fehler im Programm zu einem Genickbruch
führen. Möglichst bei Freunden und Bekannten
testen, die dem "Durchschnittsbenutzer"
entsprechen.
Wer öfters CD-Roms macht, wird sich
überhaupt einen Computer speziell zum Testen
herrichten: Ein ausgemusterter PC mit frisch
und unverfälscht installiertem OriginalBetriebssystem (Win95 / 98, MacOS 8)
siehe dazu:
Unser wichtigster Mitarbeiter
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
5
Dateigröße
174 KB
Tags
1/--Seiten
melden