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Die Schnittränder der Haut wurden wie bei der vorherge - Springer

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Abbildung 20
Leistenhernie 3
Die Schnittränder der Haut wurden wie bei der vorhergehenden Abbildung nach außen verzogen und der obere
mediale Teil der durchschnittenen Scarpaschen Faszie
wiederum durch zwei Klemmen zur Seite gespannt. Der
derbere Teil dieser Faszie geht zur Schamgegend hin in
ein zartes Faszienblatt mit noch einigen hindurchschimmernden Fettläppchen über, das sich nach unten mit der
Haut des Skrotums verbindet und medial in die Fascia penis superficialis übergeht. In der schmalen Spalte zwischen einem Spannungsbogen der stärkeren Faszie und
dem Bruchsack läßt sich der Ansatz der Scarpaschen Faszie durch deren unteren mit der Subcutis im Zusammenhang belassenen und verdeckten Teil erkennen.
Der Bruchsack wurde von medial her mobilisiert und
mit dem Samenstrang, der bis zum Hoden hin isoliert
wurde, nach lateral verlagert. Durch die dadurch entstandene Knickung grenzt sich der Hals des Bruchsackes, der
im erweiterten äußeren Leistenring erscheint, gut ab.
Die wahrscheinlich von vornherein weit auseinander
liegenden Crura des äußeren Leistenrings und die nicht
allzu stark augebildeten Fibrae intercrurales dürften die
Entstehung einer Leistenhernie begünstigt haben.
Unterhalb des vor dem Os pubis auslaufenden kräftigen
Crus mediale des äußeren Leistenringes liegt ein Seitenast
der A. cremasterica, wohingegen die Äste der A. pudenda
externa in der Subcutis liegen.
Die schwarzbraune Verfärbung unterhalb des Leistenbandes stammt ebenso wie die rötliche im Skrotum von
postmortalen Blutaustritten.
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1 Fibrae intercrurales
2 Anulus inguinalis superficialis als Austrittstelle
der Herniae inguinales
3 Arteria epigastrica superficialis
4 Crus mediale des Anulus inguinalis superficialis
5 Nervus iliohypogastricus – Ramus cutaneus anterior
6 Arteria cremasterica – Seitenast
7 Scarpasche Faszie
8 Fascia penis superficialis am Corpus penis
9 Dorsum penis
10 Praeputium penis
11 Äste der Arteria pudenda externa
12 Übergang der Scarpaschen Faszie
in die Fascia penis superficialis
13 Ramus scrotalis anterior der Arteria pudenda externa
14 Scarpasche Faszie (verdünnte Partie, die mit
der Fascia perinei superficialis zusammenhängt)
15 Corona glandis
16 Glans penis
17 Scrotum mit Testis dexter
18 Funiculus spermaticus mit Fascia spermatica externa
19 Muskelbündel des Musculus cremaster
(bedeckt von der Fascia spermatica externa)
20 Sackförmige Ausweitung des Funiculus spermaticus
durch den Bruchsack einer Hernia inguinalis
21 Scarpasche Faszie an der Innenseite
der Tela subcutanea
22 Ende des Bruchsackhalses am Ende der Bruchpforte
23 Crus laterale des Anulus inguinalis superficialis
24 Fibrae intercrurales
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Abbildung 169
Planta pedis 1
Durch einen Längsschnitt in der Mitte der Planta pedis
wurden die von Epidermis befreite Cutis und die Tela subcutanea bis auf die Plantaraponeurose durchtrennt und
die Schnittränder nach Mobilisierung von der Plantaraponeurose auseinandergezogen.
Die Lederhaut der Cutis, das Corium, ist durch zahlreiche plattenförmige Retinacula cutis mit der Plantaraponeurose verbunden, die das Fettgewebe der Planta durch
straffe Bindegewebszüge abkammern, so daß ein Druckpolstersystem entsteht, das an den Stellen der größten Belastung am ausgeprägtesten ist.
Diese Druckkonstruktion der plantaren Subcutis wurde
als Leisten- oder Fachwerksystem und als Matratzenkonstruktion umschrieben, obwohl keine dieser Bezeichnungen der Realität so ganz gerecht wird. Am ehesten entspricht der Bindegewebsaufbau einem großporigen
Schwamm mit einer Schicht von ausgesprochenen Quermaschen, in dessen Poren Fettgewebe eingeschlossen ist,
so daß bei einem Einschnitt die Fettläppchen traubenförmig vorquellen.
Durch die straffen Bindegewebszüge zwischen der gut
verspannten Plantaraponeurose und der Cutis ist eine Abhebung oder stärkere Verschiebung der Haut im Belastungs- oder Auffußungsbereich der Planta unmöglich.
Nur in der sogenannten Fußsohlennische am Margo medialis pedis besitzt die dort dünnere Haut nicht die spezifische Verankerung der Planta und verhält sich wie andere
Hautpartien.
Am Auffußungsbereich der Planta pedis unterscheidet
man einen Fersenballen, einen Großzehenballen und einen gemeinsamen Zehenballen. Der Fersenballen wird
mit den Zehenballen durch eine plantare Haut-Subcutisbrücke verbunden, die am lateralen Fußrand liegt. Die
Dicke der Tela subcutanea nimmt gegen den Zehenballen
hin deutlich etwas ab und ist am gemeinsamen Zehenballen selbst nur recht dünn ausgebildet.
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Corium – Schnittrand
Grundlage des gemeinsamen Zehenballens
Grundlage des Großzehenballens
Retinacula cutis
Aponeurosis plantaris – am weitesten medial
gelegener Fasciculus longitudinalis
Fußsohlennische am Margo medialis pedis
Sulcus plantaris medialis
Tela subcutanea der Planta
Bindegewebsseptum der Tela subcutanea
(flach angeschnitten)
Fersenballen (über dem Tuber calcanei aufgespalten)
Tuber calcanei mit Usprungssehnen
und Aponeurosis plantaris
Corium [Dermis] des Fersenballens
mit reichlicher Vaskularisierung
Bindegewebssepten der Tela subcutanea
(quergeschnitten, mit fallweise eingelagerten
Blutgefäßen)
Sulcus plantaris lateralis
Aponeurosis plantaris
Aponeurosis plantaris – am weitesten lateral
gelegener Fasciculus longitudinalis
Einstrahlung eines Fasciculus longitudinalis
in die Cutis
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Abbildung 191
Articulatio genus 6
Ventrale Punktion
Nach bogenförmiger Umschneidung der Patella wurde der
Patellarlappen zurückgeklappt und das Kniegelenk dadurch von ventral eröffnet. Hinter dem durchschnittenen
Musculus quadriceps femoris wurde die Bursa suprapatellaris eröffnet und ihre vordere Wand durch einen Haken
abgehoben. Hinter ihrer hinteren Wand ist das Fettpolster
zu sehen, das sie vom Femur trennt. Am zurückgeschlagenen Lappen ist die Falte unterlegt, welche auch in diesem
Fall die Bursa suprapatellaris von der wirklichen Cavitas
articularis des Kniegelenkes unvollständig trennt (s. auch
Abb. 188).
Die Punktionskanülen sind gegen die Fossa intercondylaris gerichtet. Sie haben nach den Einstichstellen der
Abb. 186 das Corpus adiposum infrapatellare oberhalb der
Menisci durchsetzt und liegen beiderseits der Plica synovialis infrapatellaris.
Diese mehr oder weniger Fettgewebe enthaltende Falte
entwickelt sich aus der Membrana synovialis, die innen
das Corpus adiposum infrapatellare bedeckt. Sie setzt als
Rudiment eines embryonalen Septums oft den Synovialisüberzug des Ligamentum cruciatum anterius nach vorne
hin fort und endet mit einem freien Rand. An ihrem Abgang zeigt das Corpus adiposum infrapatellare ebenfalls
eine gewisse Zweiteilung.
Aus dem Corpus adiposum infrapatellare entwickeln
sich die beiden Plicae alares, welche die Patella umgreifen
und sich nach oben wie nach den Seiten hin allmählich
verlieren. Ihre Membrana synovialis setzt weitgehend an
der Knorpelgrenze der Patella an und enfernt sich nur an
deren oberem Rand ein wenig von ihr. Der Ansatz der
Membrana synovialis am Femur ist, abgesehen von vorne
oben, seitlich am weitesten vom Knorpel entfernt, und der
mit Synovialis bedeckte Knochenstreifen kann dort, wie zu
ersehen ist, die Breite eines Fingers betragen.
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Musculus vastus medialis
Bursa suprapatellaris
Patella – Facies articularis
Membrana synovialis des Femur
– seitlicher Schnittrand
Plica synovialis infrapatellaris
Condylus lateralis des Femur
Corpus adiposum infrapatellare
Tractus iliotibialis (Schnittrand)
Caput fibulae
Capsula articularis – seitlicher Schnittrand
Sehnen des M. vastus lateralis
Sehne des M. rectus femoris
Plica synovialis als rudimentäres Septum
zwischen Bursa suprapatellaris
und Cavum articulare
Musculus vastus medialis
Plica alaris
Patella – Facies articularis
Condylus medialis des Femur
Fossa intercondylaris
Ansatz der Capsula articularis am Femur
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