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FAST SO GROSS WIE EIN PLANET

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RZ_WI-03_2013_06.12._WI-03 21.08.14 10:21 Seite 18
Werhahn Intern 03_2013
INTERN
Der Hafenbetreiber HKC
stellte die Infrastruktur für
die spektakuläre Verladeaktion zur Verfügung
Wege für morgen
BASALT AG AM NEUBAU DER A72 MIT
UMFANGREICHEN BAUSTOFFLIEFERUNGEN
BETEILIGT
FAST SO GROSS
WIE EIN PLANET
Mit seinen 320 Tonnen Gewicht
ist das Großgetriebe das weltweit
größte, das bislang hergestellt
und entsprechend aufwendig
verladen wurde
XXL-Getriebe über den Dortmund-Ems-Kanal verschifft
HERKULESAUFGABE FÜR TRANSPORTEURE
Um die Verladeaktion sicher und erfolgreich durchzuführen, war
ein außergewöhnlicher technischer Aufwand erforderlich. Neben
dem Hafenbecken wurde eigens ein Raupenkran aufgebaut, der
Schwerlasten von bis zu 600 Tonnen Gewicht bei einer Auslage
von zehn Metern heben kann. Die Montage des Spezialgeräts
dauerte mehrere Tage. Mehrere hundert Tonnen Kontergewichte
wurden an Ort und Stelle gebracht, um den Kran während der Getriebeverladung zu stabilisieren. „Trotz aller Sorgfalt bei der Vorbereitung hält man den Atem an, wenn so ein Koloss schwebend am
Haken hängt“, sagt Claus Umbreit, HKC-Geschäftsleiter. Einmal
sicher im Frachtraum des niederländischen Binnenschiffs „Ready
2 Go“ verstaut, nahm das Planetengetriebe über das Binnenwasserstraßennetz zunächst Kurs auf Antwerpen, um von dort via Hochseefrachter in Richtung USA verschifft zu werden.
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ALS LOGISTIKPARTNER EMPFOHLEN
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In den Geschäftsbereichen der
Werhahn-Gruppe gibt es neben
dem Tagesgeschäft immer wieder besondere, innovative oder
einzigartige Projekte, die wir
in dieser neuen Rubrik vorstellen wollen. Den Anfang macht
eine spektakuläre Aktion, die
in Rheine im Hafen der Hollweg,
Kümpers & Comp. KG, einer
Tochtergesellschaft der Basalt
AG, stattgefunden hat.
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erladeaktion der Superlative: Im September 2013 wurde im Kanalhafen der
Hollweg, Kümpers & Comp. KG (HKC)
in Rheine das bisher größte, sogenannte
Planetengetriebe der Welt auf den Wasserweg gebracht.
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Perspektivisch will HKC-Geschäftsleiter Claus Umbreit durch
Projekte wie die Verladung des
Großgetriebes den Umschlag im
Bereich Schwergut steigern
Die ortsansässige Präzisionsschmiede Renk
hatte den 320 Tonnen schweren Koloss, dessen
Form an einen Meteoriten erinnert, eigens für
die Clemson University im US-Bundesstaat
South Carolina hergestellt. Dort soll das Getriebe von der Größe eines Kleintransporters
schon bald das Herzstück eines Prüfstands für
Windkraftanalgen werden. Die HKC nahm die
Herausforderung an und stellte als Hafenbetreiber
die erforderliche Infrastruktur zur Verfügung.
Ein Umschlaggut dieser Größenordnung ist bisher einmalig im Hafen HKC.
reie Fahrt auf der sächsischen Achse –
seit August 2013 ist die Autobahn A72
zwischen Chemnitz und Leipzig durchgehend vierspurig befahrbar. Zuletzt wurde der
Bauabschnitt zwischen Rochlitz und BornaSüd für den Verkehr freigegeben. Damit verkürzt
sich die Fahrtzeit zwischen den sächsischen
Großstädten auf eine Stunde.
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Das knapp 21 Kilometer lange Teilstück bildet
den größten Autobahnabschnitt, der 2013 in
Deutschland eröffnet wurde. An der planmäßigen Fertigstellung war auch der Geschäftsbereich Natursteine beteiligt. Zwischen Juni
2011 und Juli 2013 wurden insgesamt rund
295.000 Tonnen Gestein und ca. 105.000 Tonnen Asphaltmischgut für das sechs Kilometer
lange Teilstück zwischen Frohburg und BornaSüd geliefert.
Eine wichtige Investition in die Infrastruktur
der Region: Die Autobahn schafft eine deutlich
bessere Verkehrsanbindung der sächsischen
Wirtschaftszentren – eine Entlastung nicht
nur für Pendler, sondern auch ein Standortvorteil für die ansässigen Unternehmen. Insofern gibt die A72 ein gutes Beispiel, wie das
DIHK-Thema 2013 „Infrastruktur – Wege für
morgen“ mit Leben gefüllt werden kann.
Die HKC produziert und vertreibt vorrangig Baustoffe aus
eigenen Steinbrüchen für den Straßen-, Wasser- und Wegebau
sowie Schiefertone für die Ziegelindustrie. Die Keimzelle des Unternehmens liegt jedoch am Dortmund-Ems-Kanal in Rheine. Dort
wurde die HKC 1897 als Hafen zur Versorgung der heimischen Industrie mit Kohle und Baumwolle sowie zur Lagerung und Verschiffung von Getreide gegründet. Heute werden im Hafen hauptsächlich Baustoffe wie Kies, Sand, Lava und Basaltsplitte sowie
Roheisen, Schrott und Kunstdünger gelagert und umgeschlagen,
rund 100.000 Tonnen pro Jahr. Durch einen eigenen Gleisanschluss
und die Nähe zur Autobahn ist die Infrastruktur am Standort außerordentlich günstig. „Der Hafen als Schnittstelle ist für uns auch
in Zukunft ein wichtiger Erfolgsfaktor. Projekte, wie die Verladung
des Großgetriebes ziehen die Aufmerksamkeit auf sich und können
uns dabei unterstützen, den Umschlag im Bereich Schwergut zu
steigern“, erklärt Claus Umbreit. Mit der Verschiffung des Planetengetriebes der Firma Renk hat sich die HKC als Logistikpartner
einer Wachstumsbranche empfohlen. Renk plant, über den Hafen
weitere Getriebe für Windkraftanlagen zu transportieren.
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