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Frei wie ein Vogel

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Testbericht über den Lightwing AC4 CS‐LSA auf dem Flugplatz Birrfeld Frei wie ein Vogel Hjk ‐ Trotz Kaiserwetter musste unser ALO Peter J. Odermatt am Samstag, 18. Oktober 2014 eine ganze Weile über dem nebelverhangenen Flugplatz Birrfeld kreisen. Er war mit der neuesten Schweizer Konstruktion AC4 CS‐LSA in Buochs gestartet, wo die Maschine mit der Immatrikulation HB‐WEA stationiert ist. Wir hatten in unserem E‐Newsletter und in der letzten Ausgabe des Position Report von der frisch zertifizierten AC4 CS‐LSA berichtet. Nun ist die Maschine bereits auf Promotion‐Tour. Auf dem Flugplatz Birrfeld warteten vier Piloten, die sich auf einen Mail‐Aufruf Odermatts zum Testfliegen gemeldet hatten. Um es vorwegzunehmen: die vier „Testpiloten“ waren allesamt begeistert bis hell begeistert. Nach einhelliger Auffassung aller Piloten ist die Maschine gutmütig und einfach in der Handhabung – vom Rollen bis zum Fliegen. Peter Odermatt, der sonst Piper Arrow fliegt und gelegentlich auch mit Twins unterwegs ist, gerät geradezu ins Schwärmen, wenn man ihn auf die Leistungen der AC4 anspricht: „Das Fliegen mit der AC4 ist eine regelrechte Freude und Erholung. Im Flug liegt die Maschine sehr gut in der Hand – sie ist „benutzerfreundlich“ und gutmütig im positivsten Sinn.“ Gutmütig wie eine Piper Cub oder eine Cessna 150 sei sie, fügt er im Gespräch mit dem Position Report hinzu – allerdings habe der AC4 ein komplett neues Konzept. Und das merke man dann eben auch beim Fliegen. Die gute Übersicht im modernen Cockpit erleichtert die Luftraumüberwachung, die Handhabung ist extrem einfach und das Landeverhalten mit einer Minimalspeed von rund 90 km/h geradezu komfortabel. „Ich könnte mir kein besseres Flugzeug – und auch Schulungsflugzeug – vorstellen, als die AC4“ sagt Odermatt. Der leichte Zweiplätzer fällt auf durch enorme fliegerische Freiheit –eine gute Rundumsicht und eine einfache Handhabung – und dies vom Setup mittels Checkliste über den Start bis hin zum Ausrollen. In der Tat lassen die Lärm‐ und Verbrauchswerte aufhorchen. Die Begriffe „benutzer‐ und servicefreundlich“ bekommen endlich die Bedeutung, auf die Piloten so lange gewartet haben. Odermatt: „So stellte ich mir früher das Fliegen in den „Fliegenden Kisten“ vor. Ich fühle mich in keinem anderen Cockpit so wohl und so frei. Der Rotax‐
Motor 912iS – der erste Rotaxmotor mit Einspritzer – ist nicht nur im Startmodus, sondern auch im Flug sehr leise.“ Einer der vier Tester fragte – kurz vor dem Start im Birrfeld „Läuft der Motor überhaupt?“ Erst der Blick auf den Drehzahlmesser und den Propeller schaffte Klarheit. Nach 250 m Rollstrecke ist man bereits sicher in der Luft, ein erhebendes Gefühl. Der Motor schnurrt bei Startdrehzahl 5'000 RPM wie eine gut geölte Nähmaschine leise vor sich hin. Ein Genuss. Kein Wunder, dass auf dem Flugplatz Birrfeld der AC4 angesichts solcher Leistungswerte durch seinen überaus leisen Auftritt aufgefallen ist. Der Motor läuft mit MOGAS (Bleifrei 95) und braucht je nach Powersetting statt der in dieser Klasse üblichen 40 Liter pro Stunde nur gerade ein Drittel davon. Mit 15 Liter pro Stunde kommt man locker über die Runden. Oder anders ausgedrückt ergibt ein 90‐
Liter‐Tank eine ausfliegbare Endurance von nahezu sechs Stunden. Eindrücklich. Peter Odermatt ist mit vollem Tank in Buochs abgeflogen und hatte trotz den wetterbedingten zusätzlichen Warteschlaufen nach der Landung im Birrfeld noch über 80 Liter Sprit im Tank. Damit lag die Maschine beim ersten Testflug mit einem interessierten Piloten nahe beim MTOW. Dennoch liess sich die Maschine innerhalb der zulässigen Limiten auch mit zwei Personen ganz leicht fliegen – und das bei einer Steigleistung von satten 500 ft pro Minute. Einer der vier Piloten brachte es an diesem Samstag auf den Punkt: „Das ist eine bessere Steigleistung als eine vollbeladene Piper oder Cessna!“ „Vor drei Wochen trafen wir uns in Yverdon mit einem Dutzend Fluglehrer, die allesamt grosses Interesse an diesem modernen Zweiplätzer bekundeten.“ so Odermatt. Für Grenchen war auf Ende Oktober ein weiterer Test vorgesehen. Da dies in den Redaktionsschluss des Position Reports fällt, konnten wir diesen Anlass nicht mehr in unseren Bericht einbeziehen. Wir bleiben aber an der Geschichte rund um die AC4 CS‐
LSA dran und planen auf das Frühjahr eine Reihe von Testflügen für unsere AOPA‐
Mitglieder. Wir werden Sie rechtzeitig darüber informieren. Ein paar Daten zur AC4 CS‐LSA MTOW: 600 kg Abhebegeschwindigkeit: 95 km/h – V climb 114 km/h. Die Stallspeed liegt je nach Flapssetting bei rund 80 km/h. Einfache Checklisten, rasches „Ready‐to‐go“ mit der AC4 CS‐LSA Soviel wie nötig, so wenig wie möglich: Ein übersichtliches, clever gestaltetes Glascockpit mit modernster Instrumentierung – alles, was das Fliegerherz für den VFR‐Tag‐Modus braucht. So macht Fliegen Freude: Leichte Handhabung gestattet eine intensive Luftraumüberwachung. Diese hervorragende Rundumsicht bietet das Cockpit des in der Schweiz konstruierten, völlig neuartigen AC4 CS‐LSA. Auf Promotion‐Tour mit der AC4: AOPA‐Liason‐Officer (ALO) Peter J. Odermatt auf dem Flugplatz Birrfeld. Flugzeugtester sich einig: Hier haben Schweizer Ingenieurskunst, schönes Design und eine auffallend solide Verarbeitung zu einem Spitzenprodukt geführt. Fotos: Igor Goncharuk 
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