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Antworten auf Fragen Wie kommt Arsen in den - MEGA NFC

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Karl Hecht
Dr. med. Dr. med. habil. Professor für Neurophysiologie und emeritierter Professor für experimentelle und
klinische pathologische Physiologie der Humboldt-Universität (Charité) zu Berlin
Member of the International Academy of Astronautic
Mitglied der russischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften
Ehrenpräsident der Europäischen Akademie für medizinische Prävention
Stress-, Schlaf- Chrono-, Umwelt-, Weltraummedizin
Antworten auf Fragen
Wie kommt Arsen in den menschlichen Körper
und wie bekommt man es wieder heraus?
Die wichtigste Arsenverbindung ist das weiße Arsenik: Acidum arsenicum (As2O3 oder As4O6). Es wird als „Giftmehl“
bezeichnet.
Die toxische Arsenikdosis liegt bei 0,01-0,05 g. Die tödliche Dosis wird mit 0,1- 0,3 g pro Mensch angegeben
[Pschyrembel]. Arsenik wird aber in der Medizin als Spurenelement geführt. Das heißt, dass es für bestimmte
Körperfunktionen benötigt wird.
In sehr kleinen Dosen regt es zu einer besseren Sauerstoffversorgung durch das Blut an. Auch die Harnbildung kann
stimuliert werden.
Der Tagesbedarf an Arsen soll 5-50 μg betragen. Mangel an Arsen bei arsenfreier Nahrung führte bei Hühnern und
Ratten zu Wachstumsstörungen.
Die verstärkte Bildung der sauerstofftransportierenden roten Blutzellen (Erythrozyten) führte bei Menschen, die im
Gebirge leben, zur täglichen Aufnahme von Arsenik. Lebenslang sollen diese Menschen 250 mg pro Tag Arsenik zu
sich genommen haben. Männer sollen infolgedessen stark geworden sein, die Frauen sollen davon ihre Schönheit
verbessert haben.
Der Mensch kann sich an Arsenikzufuhr gewöhnen, wenn eine langsame Steigerung der Dosis allmählich erfolgt. In
Alexander Dumas Roman „Der Graf von Monte Christo“ (1844) wird geschildert, wie sich ein Mann durch tägliches
Arsenikessen vor einem Attentat mit arsenhaltigen Getränken und somit vor dem Tod geschützt hat.
Arsenverbindungen in Medikamenten sind seit der Antike bekannt. In dieser Zeit soll Arsen als Stärkungsmittel und
als Therapeutikum bei verschiedenen Erkrankungen angewendet worden sein, zum Beispiel bei Fieber, Rheuma,
Malaria, Tuberkulose und Diabetes mellitus. Mit Salvarsan einem arsenhaltigen Präparat, wurde in der Neuzeit Syphilis
behandelt.
Bei längerer Einnahme von höheren Dosen Arsenverbindungen treten Gewichtsabnahme, Organverfettung,
Gewebezerfall der Leber, Nieren und Blutkapillaren auf.
Arsenverbindungen sind im Meerwasser (2-4 ppb) und in Flüssen (0,5-2 ppb) vorhanden (ppb = parts per billion
(Teile pro Milliarde)). Deshalb enthalten alle Meerestiere (zum Beispiel Fische, Garnelen, Hummer, Krebse) und
Meerespflanzen (zum Beispiel Algen) Arsenik. Auch im Trinkwasser kann sich aussehen befinden.
Das soll besonders in Vietnam und Bangladesch der Fall sein. In diesen Ländern soll dadurch die Erkrankung an
Krebs erhöht sein. Zur Ausleitung von Arsenverbindungen aus dem menschlichen Körper wurde bisher Knoblauch
empfohlen. Ein Einzelbefund zeigte uns, dass dies offensichtlich auch mit dem siliziumreichen Klinoptilolith-Zeolith
möglich sein kann.
Im Rahmen einer Studie zur Langzeitwirkung bei permanent täglicher Einnahme von 8 g Klinoptilolith stellten
wir erhöhte Werte von Arsen im Blut bei zwei Personen fest. Diese hatten am Spätabend vor der morgendlichen
Blutentnahme Fische und Garnelen gegessen und mit großer Wahrscheinlichkeit in den Meerestieren enthaltene
Arseneiweißverbindungen in Körper aufgenommen. Da 24 Stunden nach der Morgenblutuntersuchung von diesen
Personen die Morgenurinprobe und die Haarprobe dem Labor zur Verfügung gestellt wurden, konnten wir folgendes
feststellen, was wir in nachfolgenden Vergleich demonstrieren möchten.
Blut Referenzwert
Person 7
Person 10 ≤ 2,1 μg/l
2,7 μg/l
12,3 μg/l
Urin Referenzwert
Person 7 Person 10 ≤
50 μg/g
7,4 μg/g
11,6 μg/g
erhöhte Arsenwerte
normale Arsenwerte
Folglich wurden die mit dem Fisch aufgenommenen Arsenmengen, die am vorausgegangenen
Tag nach der Meerestiermahlzeit im Blut nachgewiesen wurden,
wieder ausgeschieden. Die Haare enthielten kein Arsen.
Haare Referenzwert ≤ 0,080 μg/g
Person 7 0,014 μg/g
Person 10 0,055 μg/g
normale Arsenwerte
Die Werte liegen beträchtlich unter dem Referenzwert. Da beide Personen zwischen der Abnahme des Bluts und des
Urins bzw. der Haare 8 g Klinoptilolith- Zeolith als Pulver eingenommen hatten, muss davon ausgegangen werden,
dass diese Dosis an der Reinigung des Körpers von dem überschüssigen Arsen mitgewirkt hat.
Obgleich die beiden Personen in der Vergangenheit öfters derartige Fischmahlzeiten zu sich nahmen, wurde
in den Haaren kein überschüssiges Arsen, aber auch keine Symptome eine Arsenvergiftung festgestellt. Die
Detoxikationseigenschaften von Klinoptilolith-Zeolith sind vielfach beschrieben worden [Übersicht: Hecht und HechtSavoley 2005, 2008].
Mit diesem speziellen Befund konnte ein weiteres Mal bestätigt werden, dass Klinoptilolith-Zeolith, neben vielen
anderen Stoffen, die in höheren Dosen im Organismus vorkommen, durch selektiven Ionenaustausch auch in der
Nahrung befindliches überschüssiges Arsen aus dem menschlichen Körper entfernen kann. In weiteren Studien
werden wir dieses Problem weiter verfolgen.
Literatur
Arsenic and Human Health (http://sis.nlm.nih.gov/enviro/arsenicandhumanhealth.html), Environmental
Health & Toxicology, Specialized Information Services, national Library of Medicine (englisch)
Hecht, K.; E. Hecht-Savoley (2005/2008): Naturmineralien, Regulation und Gesundheit. Schibri Verlag,
Berlin, Milow. 2. Auflage, 424 Seiten ISBN 3-937895-05-1
Hecht, K.; E. Hecht-Savoley (2008): Klinoptilolith-Zeolith - Siliziummineralien und Gesundheit. Spurbuch Verlag, Baunach; 2. Auflage 2010,
3. Auflage 2011 ISBN 987-3-88778-322-8
Hung, D.; O. Nekrassova; R. Compton (2004): Analytical methods for inorganic Arsenic in water: a review. Talanta 64, S. 269-277
Pschyrembel (2007), Klinisches Wörterbuch. 261. Auflage, Walter de Gruyter, Berlin, New York
Süss-Fink, G. (2012): Arsenvergiftungen. Chemie in unserer Zeit 46, Nr. 2, S. 100-109 ISSN 0009-2851
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Gesundheitswesen
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