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Anhang 8.6 Arbeitsunterlagen Die Arbeitsunterlagen sind wie folgt

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Twinning Project 2004/IB/EN-09
Guideline on Inspection - February 2007
Annex 8.6
Anhang 8.6
Arbeitsunterlagen
Die Arbeitsunterlagen sind wie folgt gegliedert:
•
A1:
Hinweise zur Anwendung
•
A2:
Allgemeine Fragestellungen
•
A3:
Filternde Abscheider
•
A4:
Aktivkohleadsorber
•
A5:
Dichtsysteme an Rohrleitungsverbindungen
•
A6:
Befüllung von Behältern mit emissionsrelevanten Flüssigkeiten (VOC) aus
Tankfahrzeugen bzw. Kesselwagen
•
A7:
Abfüllung von emissionsrelevanten Flüssigkeiten in Gebinde
•
A8:
Zugabe von staubenden Stoffen in geschlossene Systeme
•
A9:
Abfüllung von staubenden Stoffen in Gebinde
•
A10: Abgasreinigung durch Thermische Verbrennung
•
A11: Kontrolle Abgasreinigung allg.
•
A12: Nassarbeitende Abscheider
•
A13: Dichtsysteme an Armaturen
•
A14: Dichtsysteme an Pumpen
•
A15: Dichtsysteme an Rührwerksdurchführungen
•
A16: Ausführung von Probenahmestellen
•
A17: Kontinuierlich registrierende Emissionsmessgeräte
Twinning Project 2004/IB/EN-09
Guideline on Inspection - February 2007
Annex 8.6
A1: Hinweise zum Vorgehen bei der Anlagenüberwachung / Schlussabnahme und
Anwendung der Arbeitsunterlagen
1. Vorgehensweise bei Anlagenüberwachungen (Überwachungskonzept)
Die Checkliste sowie die Arbeitsunterlagen dienen zur Vorbereitung der
Schlussabnahme/Anlagenüberwachung. Die Anlagenüberwachung wird anhand des
Vor-Ort-Protokolls und der Bescheidauszüge durchgeführt. Das Ergebnis der
Überwachung sollte Vor-Ort im „Vor-Ort-Protokoll“ protokolliert werden.
Bei der Durchführung von Anlagenüberwachungen bzw. Schlussabnahmen sind folgende
Schritte zu beachten:
1.1 Feststellen der Zuständigkeiten
Die Zuständigkeiten für die Überwachung konkreter Auflagen sollten bereits im
Genehmigungsverfahren, spätestens jedoch bei der Schlussabnahme aufgezeigt werden.
Eine Überwachung im Bereich fremder Zuständigkeiten sollte vermieden werden; bei
Überschneidungen der Zuständigkeiten sollte die Überwachung gemeinsam von den
betroffenen Behörden durchgeführt bzw. eine Abstimmung zwischen den Behörden
herbeigeführt werden. Doppelüberwachungen sind grundsätzlich zu vermeiden.
1.2 Überprüfung der Einhaltung von Auflagen aus Bescheiden
Die Auflagen zum Immissionsschutz aus aktuellen Bescheiden werden überprüft. Hierzu
kann es erforderlich sein zu prüfen, ob Auflagen aus älteren Bescheiden inzwischen durch
neue Auflagen geändert wurden bzw. ganz entfallen können. Dies kann ggf. bereits i.R. der
Vorbereitung erfolgen.
Bei allgemein formulierten Auflagen werden i.d.R. Stichproben vorgenommen. Ergibt die
Überprüfung, dass an Apparaten oder Anlagenteilen, die in einer Auflage angesprochen
werden, unwesentliche Änderungen vorgenommen wurden, wird dies in der Bescheidkopie
oder im Formblatt "Vor-Ort-Anlagenüberwachung Immissionsschutz" - ebenso wie sonstige
Bemerkungen - vermerkt.
1.3. Überprüfung anlagenspezifischer Punkte
Hier können Sachverhalte überprüft werden, die sich z.B. aus den Antragsunterlagen
ergeben, jedoch nicht in einer konkreten Auflage festgehalten sind. Ebenso können, falls
erforderlich, einzelne Auflagen durch Zusatzfragen (z.B. aus den Arbeitsunterlagen)
konkretisiert werden.
1.4 Weitere Punkte
Hier können Sachverhalte aufgenommen werden, die vor Ort festgestellt werden, oder auch
sonstige Fragen, die sich z.B. i.R. einer Änderung des Standes der Technik ergeben.
1.5 Zusammenstellung des Handlungsbedarfs
Wird i.R. der Anlagenüberwachung Handlungsbedarf festgestellt, sind hier die einzelnen
Punkte mit Bezug auf die zugehörige Bescheidauflage bzw. Frage in Kurzform
aufzunehmen.
2. Anwendung der Arbeitsunterlagen
Twinning Project 2004/IB/EN-09
Guideline on Inspection - February 2007
Annex 8.6
2.1 Allgemeine Hinweise
Der Aufbau der Arbeitsunterlagen wurde anlagenunabhängig gestaltet; durch den
komponentenweisen Aufbau ist eine breite Anwendung möglich. Die behandelten
Themenbereiche sind nicht abschließend. Beim Gebrauch ist zu beachten, dass die
Arbeitsunterlagen nicht dafür vorgesehen sind, vor Ort abgearbeitet zu werden; sie dienen
vielmehr zur Vorbereitung der Anlagenüberwachung bzw. der Schlussabnahme. Die in der
Spalte "Entscheidungskriterien/Ausführungsbeispiele" vorgegebenen Aufzählungen besitzen
beispielhaften Charakter und sind nicht als abschließend zu betrachten. Fragen/Prüfschritte,
die
aus
der
Sicht
des
Immissionsschutzes
vorrangig
Belange
anderer
Zuständigkeitsbereiche betreffen, sind mit einer Fußnote kenntlich gemacht.
2.2 Anwendung
Die Anwendung der Arbeitsunterlagen ist für folgende Fälle vorgesehen:
2.2.1 Informationsgrundlage für die Einarbeitung in Überwachungsthemen
Die Arbeitsunterlagen können bei der Vorbereitung auf Anlagenüberwachungen als
Informationsquelle dienen, mit deren Hilfe eine konzentrierte Einarbeitung in spezielle
Überwachungsthemen möglich ist. Durch den komponenten- bzw. themenorientierten
Aufbau unter Berücksichtigung verschiedener Anwendungsfälle kann eine vom Anlagentyp
weitgehend unabhängige Anwendungsbreite erschlossen werden. Mit Hilfe der technischen
Ausführungsmöglichkeiten, organisatorischen Maßnahmen und Anforderungen aus
Regelwerken, die zu zahlreichen überwachungsrelevanten Fragestellungen beispielhaft
aufgelistet sind, wird insbesondere dem weniger erfahrenen Überwachungspersonal
zusätzliches Fachwissen für die Vorbereitung auf Anlagenüberwachungen an die Hand
gegeben.
Beispiel: Überwachung eines nassarbeitenden Abscheiders
Aus der Arbeitsunterlage "Nassarbeitende Abscheider" können Hinweise entnommen
werden, durch welche technischen bzw. organisatorischen Maßnahmen der
ordnungsgemäße Betrieb des Wäschers (z.B. Standüberwachung der Waschflüssigkeit
mit Alarmierung, Durchflussüberwachung der Waschflüssigkeit mit Alarmierung,
Betriebsanweisungen) sichergestellt werden kann. Eine hierzu vorhandene Auflage
könnte mit diesen Informationen fachlich fundiert auf Einhaltung überprüft werden.
2.2.2 Erstellung anlagenspezifischer Überwachungsfragen
Für den Fall, dass eine allgemein formulierte Auflage für die Überwachung konkretisiert
werden soll, können aus den Arbeitsunterlagen Fragestellungen direkt entnommen werden
bzw. kann für den vorgegebenen Einzelfall mit Hilfe der Ausführungsbeispiele ggf. eine
geeignete Frage formuliert werden.
Wenn im Einzelfall für überwachungsbedürftige Sachverhalte des Immissionsschutzes keine
entsprechenden Auflagen im Bescheid vorhanden sind (z.B. bei älteren Bescheiden) oder
bei Sachverhalten, die sich nur aus den Antragsunterlagen ergeben bzw. aus einer Mitteilung
des Betreibers resultieren, können ggf. entsprechende Prüfschritte aus den
Arbeitsunterlagen entnommen werden. Diese ergänzenden Fragestellungen können unter
Nr. 3 des Formblattes "Vor-Ort-Protokoll zur Anlagenüberwachung/Schlussabnahme
Immissionsschutz" zusammengestellt werden.
Beispiel: Überwachung eines filternden Abscheiders
Twinning Project 2004/IB/EN-09
Guideline on Inspection - February 2007
Annex 8.6
Im Bescheid ist lediglich der Emissionsgrenzwert für Staub festgelegt, ansonsten ist
der Filter lt. Auflage regelmäßig zu warten und ordnungsgemäß zu betreiben.
Die regelmäßige Wartung und der ordnungsgemäße Betrieb kann mit Hilfe der
Arbeitsunterlage "Filternder Abscheider" beispielsweise folgendermaßen konkretisiert
werden:
bei der Ortseinsicht:
- visuelle Kontolle der Emissionsstelle auf größere Staubablagerungen (falls vor Ort
möglich)
- Kontrolle des Anschlusses des Staubsammelbehälters
- Überprüfung der Handhabung von gefüllten Staubsammelbehältern
bei der Besprechung:
- Wie erfolgt die regelmäßige Kontrolle bzw. Wartung des Filters?
- Ist dies dokumentiert (z.B. Wartungsbuch)? Ggf. Einsichtnahme ins Wartungsbuch
- Ist Ersatzfiltermaterial zum Austausch vorhanden?
- Wie wird der Ausfall des Filters erkannt?
- Einsichtnahme in Messberichte
2.3 Aufbau der Arbeitsunterlagen
Im folgenden wird der spaltenweise Aufbau der Arbeitsunterlagen erläutert.
Anwendungsfall
-
Unter "Allgemein" sind Fragen/Prüfschritte aufgeführt, die in der Regel auf das
jeweilige Thema der Arbeitsunterlage ohne nähere Berücksichtigung der
vorhandenen Anlagenkonfiguration zutreffen.
- Bei Fragen/Prüfschritten, die unter einem speziellen Anwendungsfall aufgeführt sind, ist
bei der Vorbereitung einzeln zu klären, ob in der betreffenden Anlage die Verhältnisse
und Gegebenheiten für den Anwendungsfall zutreffen.
Besprechung/Ortseinsicht
Die Spalte gibt Hinweise, ob der Sachverhalt eher i.R. einer Besprechung (B) oder/und vor
Ort in der Anlage (O) bearbeitet werden kann.
Prüfschritt/Fragestellung
Hier sind die jeweiligen Fragen bzw. die Prüfschritte dargestellt.
Entscheidungskriterien/Ausführungsbeispiele
Hier werden technische Ausführungsmöglichkeiten, organisatorische Maßnahmen und
Anforderungen aus Regelwerken beispielhaft aufgezeigt, bei denen, soweit möglich, die
Erfordernisse der Überwachungspraxis berücksichtigt wurden.
Twinning Project 2004/IB/EN-09
Guideline on Inspection - February 2007
Annex 8.6
A2: Allgemeine Fragen
B, O: Abarbeitung der Fragen in der Regel in der Besprechung (B) bzw. bei der Ortseinsicht (O)
Entscheidungskriterien/Ausführungsbeispiel
Bemerkungen
e
Anwendungsfall
B, O
Prüfschritt/Fragestellung
Allgemein
B
1.
Ist der Anlagenbegriff (z. B. Zuordnung
der Tätigkeiten nach VOC-Richtlinie
1999/13/EC) geklärt?
Der Anlagen/Tätigkeitsbegriff soll klar und
mit der Genehmigungsbehörde abgestimmt
sein.
B
2.
Werden die Mengen eingesetzter bzw.
hergestellter Stoffe dokumentiert?
Dokumentation z.B. über
Produktionsprotokolle oder andere
geeignete Unterlagen.
B
3.
Wurden Änderungen an der Anlage
durchgeführt?
Änderungen an der Anlage, die sich auf die
in Schutzgüter auswirken können, sind der
Genehmigungsbehörde schriftlich
anzuzeigen. Bei Wesentlichen Änderungen
im Sinne der VOC-Richtlinie sind die
Anforderungen der VOC-Richtlinie ab
Inbetriebnahme der wesentlichen Änderung
einzuhalten. Bei IPPC-Anlagen ist bei
wesentlichen Änderungen ein
Genehmigungsverfahren durchzuführen.
B
3.1 Werden gegenüber dem genehmigten
Zustand neue Stoffe eingesetzt oder
hergestellt?
Abweichungen vom Genehmigungsbescheid, die sich auf die Schutzgüter
auswirken können, sind der Behörde
schriftlich anzuzeigen oder eine Genehmigung muss vorliegen.
B
3.2 Werden die festgelegten Produktionskapazitäten eingehalten?
Abweichungen vom
Genehmigungsbescheid, die sich auf die
Schutzgüter auswirken können, sind der
Behörde schriftlich anzuzeigen oder eine
Genehmigung muss vorliegen.
Twinning Project 2004/IB/EN-09
Guideline on Inspection - February 2007
Anwendungsfall
Annex 8.6
Entscheidungskriterien/Ausführungsbeispiel
Bemerkungen
e
B, O
Prüfschritt/Fragestellung
B
4.
Wurden die notwendigen Abnahme-,
wiederkehrenden Messungen und
Funktionsprüfungen durchgeführt?
Die Mess- und Prüfberichte sollten der
Behörde vorliegen, soweit der Bescheid
dies verlangt.
B
5.
Ergaben sich Probleme mit der Einhaltung festgelegter Emissionsgrenzwerte?
Bei Bedarf Festlegung von Abhilfemaßnahmen zusammen mit der Genehmigungsbehörde.
B
6.
Wurde die Einhaltung der
Anforderungen der VOC-Richtline
mittels einer jährlichen Lösemittelbilanz
nachgewiesen?
Vorlage der Lösemittelbilanz
Twinning Project 2004/IB/EN-09
Guideline on Inspection - February 2007
Annex 8.6
A3: Filternde Abscheider
B, O: Abarbeitung der Fragen in der Regel in der Besprechung (B) bzw. bei der Ortseinsicht (O)
Entscheidungskriterien/Ausführungsbeispiel
Bemerkungen
e
Anwendungsfall
B, O
Prüfschritt/Fragestellung
1.
B
1.1 Erfolgt eine regelmäßige Kontrolle bzw.
Wartung des Filters?
Wie wird dies dokumentiert?
Visuelle Kontrolle durch Betriebspersonal
Dokumentation von Mängeln im Schichtbuch
Regelmäßige visuelle Kontrolle bzw. Wartung des Filters und Dokumentation im
Wartungsbuch.
B
1.2 Einsichtnahme in Messberichte
Werte nach Bescheid eingehalten (20
3
mg/m )?
Gleiches Filtermaterial im Einsatz wie bei
Abnahmemessung?
B
1.3 Ist Ersatzfiltermaterial zum Austausch
vorhanden?
Ein Reservesatz sollte vorgehalten werden
(abhängig von der Standzeit).
B, O
1.4 Erkennung von Ausfall des
Abgasventilators
Ist durch organisatorische oder schaltungstechnische Maßnahmen (Laufanzeige/Alarmmeldung) sicherzustellen.
O
2.1 Visuelle Kontrolle der Emissionsstelle
nach dem Filter auf Ablagerungen
Die Emissionsstelle sollte weitgehend frei
von Ablagerungen sein.
O
2.2 Visuelle Kontrolle der Emissionsstelle
und der Abgasfahne insbesondere
während der Abreinigung der Filteredien
Es sollte bei Staub < 50 mg/m3 keine deutliche Trübung oder Färbung der
Abgasfahne vorhanden sein.
2.
Allgemein
(Besprechung)
Allgemein
(Orteinsicht)
Twinning Project 2004/IB/EN-09
Guideline on Inspection - February 2007
Anwendungsfall
3.
Mit
Differenzdruckmessu
ng
4.
Mit kontinuierlicher
Überwachung der
Abgastrübung
1)
Annex 8.6
Entscheidungskriterien/Ausführungsbeispiel
Bemerkungen
e
B, O
Prüfschritt/Fragestellung
O
2.3 Visuelle Kontrolle der Abgasventilatoren (Reingasseite) auf Staubaustritt an
der Wellendurchführung (bei Überdruckbetrieb)
An der Wellendurchführung der Ventilatoren
darf kein Staubaustritt bzw. keine
Staubansammlung zu erkennen sein.
O
2.4 Kontrolle des Anschlusses des Staubammelbehälters 1)
Staubsammelbehälter muss staub- bzw.
luftdicht angeschlossen sein.
O
2.5 Überprüfung der Handhabung von
gefüllten Staubsammelbehältern 1)
Staubsammelbehälter sollten dicht
geschlossen gehandhabt werden.
O
3.1 Ablesen des Differenzdruckes, Vergleich mit Sollwert nach Herstellerangaben oder nach Betriebserfahrung mit
Dokumentation
3.2 Kontinuierliche Registrierung des
Differenzdruckes mit optischer und
akustischer Alarmierung
4.1 Vgl. Arbeitsunterlage 12 "Kontinuierlich
registrierende Rauchdichte/Abgastrübungsmessgeräte"
Fragestellung betrifft aus der Sicht des Immissionsschutzes vorrangig Belange des Arbeitsschutzes
Twinning Project 2004/IB/EN-09
Guideline on Inspection - February 2007
Annex 8.6
A4: Aktivkohleadsorber
B, O: Abarbeitung der Fragen in der Regel in der Besprechung (B) bzw. bei der Ortseinsicht (O)
B, O
Prüfschritt/Fragestellung
Entscheidungskriterien/Ausführungsbeispiele
B, O
1.
Wird die Funktionsfähigkeit des Aktivkohleadsorbers überwacht und Nachlassen der Adsorptionsfähigkeit rechtzeitig festgestellt?
Kontinuierliche Überwachung des Reingases.
Werksinterne diskontinuierliche Überwachung des
Reingases in regelmäßigen Abständen.
Bei Kleinadsorbern: Kontrolle der Gewichtszunahme
oder Festlegung der Austauschintervalle durch den
Lieferer (Garantie).
B
2.
Ist rechzeitiges Umschalten
(Adsorptions-/Desorptionsphase) oder
Austausch gewährleistet?
Entsprechende Einstellung der Regelung
(reingasabhängig)
Automatische Umschaltung nach definierter Beladezeit
oder definierter Zahl von Prozesszyklen
Manuelle Umschaltung nach definierter Zahl von
Produktionszyklen mit Festlegung in einer
Betriebsanweisung
B
3.
Treten beim Umschalten
Emissionsspitzen auf? Ist nach der
Regeneration eine ausreichende
Kühlphase gewährleistet?
Einhaltung des Halbstundenmittelwertes muss auch
beim Umschalten gewährleistet sein.
B
4.
Wird die Produktionsanlage bei Ausfall
des Aktivkohleadsorbers abgefahren?
Ggf. ist durch entsprechende organisatorische oder
regelungstechnische Maßnahmen das Abfahren
sicherzustellen.
B, O
5.
Ist ein Bypass um den
Aktivkohleadsorber vorhanden? Wird
ein Ansprechen der Bypassleitung
registriert und dokumentiert?
Betriebsaufzeichnungen über Ausfall des Adsorbers
oder Anzeige und Aufzeichnungen in der Messwarte.
Bemerkungen
Twinning Project 2004/IB/EN-09
Guideline on Inspection - February 2007
Annex 8.6
A5: Dichtsysteme an Rohrleitungsverbindungen
B, O: Abarbeitung der Fragen in der Regel in der Besprechung (B) bzw. bei der Ortseinsicht (O)
Anwendungsfall
B, O
Prüfschritt/Fragestellung
Entscheidungskriterien/Ausführungsbeispiele
1.Flanschverbindungen:
B, O
1.1 Nach welchen Kriterien wurde die
Anzahl der Flanschverbindungen
minimiert ?
Wie sind Flanschverbindungen
ausgeführt?
-
2. Dichtungen:
Die Einhaltung einer
spezifischen Leckagerate
-5
von 10 kPa*l/(s*m) ist
durch eine Bauartprüfung
entsprechend Richtlinie
VDI 2440 (Ausgabe
November 2000)
nachzuweisen.
B
2.1 Wie sind Dichtungen ausgeführt?
Wird Asbest ersetzt?
Möglichst asbestfreie Dichtungen!
Bei Flanschen mit glatter Dichtleiste müssen
besondere Dichtungen verwendet werden, wie z.B.
- Spießblechdichtungen mit Graphitauflage
- Dichtungen mit Metallinnenbördel
- Dichtungen mit Metallaußenbördel
- Spiraldichtungen
- Kammprofildichtungen
4.
B
4.1 Wie häufig erfolgt eine Überprüfung der Häufigkeit und Art der Prüfungen je nach den
Dichtheit der
Erfordernissen des Einzelfalls, z.B.:
Rohrleitungsverbindungen? Wie wird
- sensorische (visuelle) Kontrolle im Rahmen des
geprüft?
Anlagenrundganges durch Schichtpersonal
- bei toxischen Stoffen zusätzliche freiwillige
Prüfungen in größeren Zeitabständen (abhängig
von betrieblichen Erfahrungswerten (z.B.
Druckprobe/Abschäumen, He- oder FIDSchnüffeltest).
- Gemäß DruckbehV prüfpflichtige Rohrleitungen
werden vom Sachverständigen geprüft .
Allgemein
Schweißlippendichtung
metallische Dichtung (Linsendichtung)
Nut- und Feder-Flansche
Vor- und Rücksprung-Flansche
Bemerkungen
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Guideline on Inspection - February 2007
Annex 8.6
A6: Befüllung von Behältern mit emissionsrelevanten Flüssigkeiten (VOC) aus Tankfahrzeugen bzw. Kesselwagen
B, O: Abarbeitung der Fragen in der Regel in der Besprechung (B) bzw. bei der Ortseinsicht (O)
Entscheidungskriterien/Ausführungsbeispiel
e
Anwendungsfall
B,O
Prüfschritt/Fragestellung
1.
B, O
1.1 Vorrangig Maßnahmen zur Vermeidung
der Emissionen: Gaspendelung in
Verbindung mit Untenbefüllung oder
Unterspiegelbefüllung?
B, O
1.2 Falls Gaspendelung technisch nicht
durchführbar: Absaugung und
Zuführung des Abgases zu einer
Abgasreinigungseinrichtung
B
1.3 Wie wird der Anschluss der
Gaspendelleitung am
Tankfahrzeug/Kesselwagen
sichergestellt?
Organisatorische Maßnahmen (Betriebsanweisung).
Gaspendelsysteme sind so zu betreiben,
dass der Fluss an organischen Stoffen nur
bei Anschluss des Gaspendelsystems
freigeben wird und dass das
Gaspendelsystem und die
angeschlossenen Einrichtungen während
des Gaspendelns betriebsmäßig keine
Gase in die Atmosphäre abgeben.
1.4 Wie erfolgt die Minimierung von
Flüssigkeitsaustritt bzw.
Restemissionen beim Abschließen der
Flüssigkeitsleitung?
Leerlaufen der Leitung durch natürliches
Gefälle nach entsprechender Verschaltung.
Spülen der Leitung mit N2 ins geschlossene
System vor dem Abschließen.
Spülen der Leitung mit nicht emissionsrelevantem Medium vor dem Abschließen.
Allgemein
Einsatz von Gaspendelung
Bemerkungen
Twinning Project 2004/IB/EN-09
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Anwendungsfall
2.
B,O
Flüchtige organische
(VOC), giftige oder
krebserzeugende
Stoffe
B, O
B
Prüfschritt/Fragestellung
2.1 Wie erfolgt die Minimierung von
Flüssigkeitsaustritt bzw.
Restemissionen beim Abschließen der
Flüssigkeitsleitung?
2.2 Wie wird ein Flüssigkeitsaustritt aus
Verbindungsschläuchen aufgefangen
oder verhindert?
Annex 8.6
Entscheidungskriterien/Ausführungsbeispiel
e
Z.B. Einsatz von totraumarmen
Kupplungssystemen.
Einsatz von Auffangsystemen zum
gezielten Erfassen von Abtropfverlusten.
2.3 Wie wird die Dichtheit der
Leitungsverbindungen sichergestellt?
Jeweils Einsatz einer neuen Dichtung.
Dichtheitsprobe, z.B. Druckprobe vor dem
Befüllvorgang.
2.4 Wie wird der dichte Verschluss des
entleerten Tankwagens beim
Abtransport erreicht?
Organisatorische Maßnahmen
(Betriebsanweisung und Dokumentation).
Bemerkungen
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Annex 8.6
A7: Abfüllung von emissionsrelevanten Flüssigkeiten in Gebinde
B, O: Abarbeitung der Fragen in der Regel in der Besprechung (B) bzw. bei der Ortseinsicht (O)
Entscheidungskriterien/Ausführungsbeispiel
e
Anwendungsfall
B,O
Prüfschritt/Fragestellung
1.
Abfüllung
krebserzeugender
Stoffe:
B, O
1.1 Sind bei der Abfüllung von
emissionsrelevanten Flüssigkeiten
Maßnahmen zur
Vermeidung/Verminderung
auftretender Emissionen getroffen?
-
in Container oder
Hobboks
O
Gaspendelung;
Unterspiegelbefüllung mit konzentrierter
Abgaserfassung (Dichtmanschette).
-
in Fässer
O
Unterspiegelbefüllung mit konzentrierter
Abgaserfassung.
-
in Kleingebinde
O
Gekapselte Vorrichtung mit Absaugung;
Objektabsaugung.
2.
Abfüllung anderer
emissionsrelevanter
Flüssigkeiten
(„VOC“):
O
-
in Container oder
Hobboks
O
Gaspendelung,
Unterspiegelbefüllung mit Objektabsaugung,
Objektabsaugung.
-
in Fässer
O
Gaspendelung,
Unterspiegelbefüllung mit Objektabsaugung,
Objektabsaugung.
-
in Kleingebinde
O
Objektabsaugung,
geschlossener Raum mit Absaugung.
2.1 Sind bei der Abfüllung von emissionsrelevanten Flüssigkeiten Maßnahmen
zur Vermeidung/Verminderung auftretender Emissionen getroffen?
Grundsätzlich zur Vermeidung der
Emissionen: Gaspendelungstechnik
Grundsätzlich zur Vermeidung der
Emissionen: Gaspendelungstechnik
Bemerkungen
Twinning Project 2004/IB/EN-09
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Annex 8.6
A8: Zugabe von staubenden Stoffen in geschlossene Systeme
B, O: Abarbeitung der Fragen in der Regel in der Besprechung (B) bzw. bei der Ortseinsicht (O)
Anwendungsfall
B,O
Prüfschritt/Fragestellung
Entscheidungskriterien/Ausführungsbeispiele
1. zugabe kleiner Mengen
(< 1 Sack/charge)
O
Verhinderung von
Staubfreisetzungen
Möglichst Objektabsaugung, Randabsaugung oder
Absaugung über Kesselvakuumsystem,
Abreinigung über Staubabscheider
2. zugabe kleiner Mengen
(>> 1 Sack/charge)
O
Verhinderung von
Staubfreisetzungen
Geschlossene Sackschütte mit integrierter
Sackschlitzeinrichtung und Absaugung über
integrierten oder separaten Staubabscheider.
Zugabe über staubdicht angeschlossene Big-Bags.
Reinigung unter Vermeidung von
Staubaufwirbelung.
Zugabe über mittels Spannvorrichtung staubdicht
fest angeschlossene Transportcontainer oder
Behälter
3. Zugabe sehr giftiger
oder krebserzeugender
Stoffe
Geschlossene Sackschütte mit integrierter
Sackschlitzeinrichtung, Leersackverdichtung und absackung, Absaugung über Staubabscheider.
O
Verhinderung von
Staubfreisetzungen
O
Verhinderung von
Staubfreisetzungen
Es sollten keine nennenswerten
Staubablagerungen anzutreffen sein.
O
Verhinderung von
Staubfreisetzungen
Reinigung unter Vermeidung von
Staubaufwirbelung.
4. Allgemein
Fasskippeinrichtung, Einspülen des Stoffes über
Ansatzkonus in das System. Kapselung und
Absaugung der Fasskippeinrichtung.
Bemerkungen
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Annex 8.6
A9: Abfüllung von staubenden Stoffen in Gebinde
B, O: Abarbeitung der Fragen in der Regel in der Besprechung (B) bzw. bei der Ortseinsicht (O)
Entscheidungskriterien/Ausführungsbeispie
le
Anwendungsfall
B,O
Prüfschritt/Fragestellung
1.
Zugabe kleiner
Mengen
(< 1 Sack/Charge)
O
1.1 Verhinderung von Staubfreisetzungen
Möglichst Objektabsaugung,
Randabsaugung oder Absaugung über
Kesselvakuumsystem, Abreinigung über
Staubabscheider.
2.
Zugabe großer Mengen
(>> 1 Sack/Charge)
O
2.1 Verhinderung von Staubfreisetzungen
Geschlossene Sackschütte mit integrierter
Sackschlitzeinrichtung und Absaugung
über integrierten oder separaten
Staubabscheider.
Zugabe über staubdicht angeschlossene
Big-Bags. Reinigung unter Vermeidung von
Staubaufwirbelung.
Zugabe über mittels Spannvorrichtung
staubdicht fest angeschlossene
Transportcontainer oder Behälter.
3.
Zugabe sehr giftiger
oder
krebserzeugender
Stoffe
O
3.1 Verhinderung von Staubfreisetzungen
Geschlossene Sackschütte mit integrierter
Sackschlitzeinrichtung,
Leersackverdichtung und -absackung,
Absaugung über Staubabscheider.
Fasskippeinrichtung, Einspülen des Stoffes
über Ansatzkonus in das System.
Kapselung und Absaugung der
Fasskippeinrichtung.
4.
Allgemein
O
4.1 Feststellen, ob Staubablagerungen an
der Zugabestelle oder im näheren
Umkreis vorhanden sind.
Es sollten keine nennenswerten
Staubablagerungen anzutreffen sein.
O
4.2 Wie werden die Zugabestellen
gereinigt?
Reinigung unter Vermeidung von
Staubaufwirbelung.
Bemerkungen
Twinning Project 2004/IB/EN-09
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Annex 8.6
A10: Abgasreinigung durch Thermische Verbrennung
B, O: Abarbeitung der Fragen in der Regel in der Besprechung (B) bzw. bei der Ortseinsicht (O)
B, O
Prüfschritt/Fragestellung
Entscheidungskriterien/Ausführungsbeispiele
B
1.
Wie hoch ist die Verfügbarkeit der
TNV?
B, O
2.
Wie werden vom Sollzustand
abweichende Betriebszustände
erkannt?
Folgende Überwachungs- bzw. Regeleinrichtungen
sollten vorhanden sein:
Flammenüberwachung
Brennkammertemperatur (TIRA).
O
3.
Einsichtnahme in Schreiberstreifen der
Brennkammertemperatur (evt. auch bei
An- und Abfahrvorgängen)
Die im Rahmen der Abnahmemessung oder im
Bescheid festgelegte Mindesttemperatur darf nicht
unterschritten werden. Dies muss auch beim An- und
Abfahren der Produktionsanlage sichergestellt sein.
O
4.
Kontrolle der Einstellung der
Alarmschwellen der
Brennkammertemperatur in der
Messwarte
Vergleich der tatsächlichen Werte mit denen des
Bescheides oder der Abnahmemessung.
B
5.
Welche Maßnahmen erfolgen bei einer
Störung oder bei Ausfall der TNV?
Ggf. ist durch entsprechende organisatorische
Maßnahmen oder regelungstechnische Einrichtungen
die Produktionsanlage beim Ausfall der TNV
abzufahren.
B, O
6.
Ist ein Bypass um die TNV vorhanden?
Zeitpunkt und Dauer von Bypass-Betrieb um die TNV
sollten dokumentiert werden.
Bemerkungen
Twinning Project 2004/IB/EN-09
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Annex 8.6
A11: Kontrolle Abgasreinigung allg.
B, O: Abarbeitung der Fragen in der Regel in der Besprechung (B) bzw. bei der Ortseinsicht (O)
Entscheidungskriterien/Ausführungsbeispiel
e
Anwendungsfall
B,O
Prüfschritt/Fragestellung
1.
O
1.1 Prozessgröße bzw. Kontrollparameter
im PLS darstellen lassen.
O
1.2 Momentanen Ist-Wert notieren.
Muss im Sollbereich liegen.
O
1.3 Untere bzw. obere Alarmgrenzen
vorhanden?
Sind die Alarme fest eingestellt oder
vom Schichtpersonal veränderbar?
Untere bzw. obere Alarmschwelle
notieren.
Die Alarme müssen bei wichtigen Überwachungsgrößen aktiviert sein.
Bei veränderbaren Alarmen besteht
Möglichkeit der Abschaltung bei häufigem
Ansprechen.
Alarmschwellen sollen sinnvoll im Vergleich
mit Werten des Bescheides liegen
(z.B. Mindesttemperatur).
O
2.1 Verlauf der Kontrollparameter über
größeren Zeitraum (z.B. 1 Woche)
graphisch darstellen lassen
(Bildschirm, ggf. Schreiberstreifen).
Insbesondere Wechsel-, Austausch- , Anund Abfahrvorgänge nachvollziehen.
Kontrollparameter mit den Festlegungen in
den Bescheiden oder mit den Messwerten
bei Abnahmemessungen vergleichen.
O
2.2 Langfristige Dokumentation der
Kontrollparameter klären.
EDV-Speicherung oder Ausdruck und
Ablage von Daten in Papierform.
2.
Allgemein
Falls kontinuierlich
registrierende
Messung erforderlich
ist
Bemerkungen
Twinning Project 2004/IB/EN-09
Guideline on Inspection - February 2007
Annex 8.6
A12: Nassarbeitende Abscheider
B, O: Abarbeitung der Fragen in der Regel in der Besprechung (B) bzw. bei der Ortseinsicht (O)
Anwendungsfall
B,O
Prüfschritt/Fragestellung
Entscheidungskriterien/Ausführungsbeispiele
1.
B
1.1 Welche Kontrollparameter (z.B. pH)
werden überprüft, welche
Analysemethoden werden eingesetzt?
Vergleiche Bescheid
1.2 Bei welchem Wert der Kontrollparameter wird die Waschflüssigkeit
gewechselt?
Vergleich der Parameter bei Wechsel der
Waschflüssigkeit mit den Werten aus der
Abnahmemessung.
Diskontinuierlicher
Wechsel der Waschflüssigkeit (manuell)
B
1.3 Wie häufig erfolgt eine Überprüfung der Häufigkeit ist so zu wählen, dass Überschreitungen
Kontrollparameter und wie werden die
des zulässigen Betriebes rechtzeitig erkannt werden.
Ergebnisse dokumentiert?
Hierzu soll eine Betriebsanweisung vorliegen.
Kontrollen sind mit Datum und Ergebnis zu
dokumentieren.
B, O
2.1 Wie wurde der notwendige Durchsatz
Vergleich mit den Werten aus der Abnahmemessung.
festgelegt? Angabe/Feststellen der
Die Soll-Werte sollten in einer Betriebsanweisung
Menge, ggf. der Zusammensetzung der festgelegt sein.
Waschflüssigkeit (z.B. Durchsatz/pHWert).
2.
Festeingestellte
kontinuierliche
Zuführung der
Waschflüssigkeit
(ohne Regelung)
3.
Durch Messgröße
B, O
geregelte Erneuerung
der Waschflüssigkeit
(automatisch)
B
3.1 Angabe/Feststellen der unteren und
oberen Sollwerte der Regelung.
Vergleich mit den Werten aus der Abnahmemessung.
3.2 Angabe/Feststellen der Häufigkeit der
Eichung des Messgerätes.
Häufigkeit ist nach betrieblicher Notwendigkeit
festzulegen, so dass keine wesentlichen
Abweichungen festgestellt werden. Zusätzliche
Eichungen bei unklarer oder widersprüchlicher
Anzeige.
Bemerkungen
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Annex 8.6
Anwendungsfall
B,O
Prüfschritt/Fragestellung
Entscheidungskriterien/Ausführungsbeispiele
4. Allgemein
B, O
4.1 Wie wird Mangel an Waschflüssigkeit
erkannt? Wo wird die Messgröße
angezeigt?
Standüberwachung/Alarmierung in der Messwarte
Durchflussüberwachung/Alarmierung in der
Messwarte
B, O
4.2 Wie wird Versagen der Kreislaufpumpe
der Waschflüssigkeit erkannt? Wo wird
die Messgröße angezeigt?
Z.B. Laufkontrollanzeige oder Alarmierung in der
Messwarte
4.3 Wie wird eine Verstopfung der
Waschdüsen (Dispergiereinrichtung)
erkannt?
Regelmäßige Kontrolle entsprechend betrieblicher
Erfahrungswerte
Bemerkungen
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Guideline on Inspection - February 2007
Annex 8.6
A13: Dichtsysteme an Armaturen
B, O: Abarbeitung der Fragen in der Regel in der Besprechung (B) bzw. bei der Ortseinsicht (O)
Anwendungsfall
B,O
Prüfschritt/Fragestellung
Entscheidungskriterien/Ausführungsbeispiele
1. Einsatz von flüssigen organischen Stoffen:
B
1.1 Welche Bauarten werden
eingesetzt?
Bei
Sonderkonstruktionen
z.B. Einsichtnahme in
Konstruktionszeicnung
oder sonstigen Nachweis
über die Bauart.
Z.B. Faltenbalgarmaturen mit
Sicherheitsstopfbuchse
Hermetische Kugel- oder Kükenhähne mit
Magnetkupplung (SLMA-Armaturen).
Tellerfederbelastete, selbstständig nachstellende
Stopfbuchspackung mit Prüfzeugnis zur
Gleichwertigkeit
Kugel- oder Kükenhähne in Sonderqualität mit
Prüfzeugnis zur Gleichwertigkeit
Sonderkonstruktionen, die ein Austreten von
Prozessmedium durch Sperrdrucksysteme oder
Spülsysteme verhindern.
B
1.2 Welche Nachweise über
die Dichtheit bzw.
Leckrate liegen vor?
Ein Prüfzeugnis eines unabhängigen
Sachverständigen zur Gleichwertigkeit sollte
vorliegen.
B
3.1 Wie häufig erfolgt eine
Überprüfung der
Dichtheit der Armaturen?
Wie wird geprüft?
Sichtprüfung im Rahmen des
Anlagenrundganges in jeder Schicht.
Betriebsanweisung hierzu. Regelmäßige
Dichtheitsprüfungen (Druckprobe,
Schaumprüfung) nach den Erfordernissen des
Einzelfalls.
Mit Dampfdruck von ≥1,3 kPa bei einer
Temperatur von 293,15 K,
b) Mit Massegehalt von > 1% an kritischen
organischen Stoffen, krebserzeugenden
Stoffen der Klasse II oder III oder
reproduktionstoxischen Stoffen,
c) Mit Massegehalt von > 10 mg/kg an
krebserzeugenden Stoffen Klasse I oder
erbgutverändernden Stoffen:
Verwendung
- hochwertig abgedichteter metallischer
Faltenbälge mit nachgeschalteter
Sicherheitsstopfbuchse
oder
- gleichwertige Dichtsysteme.
Gleichwertig, wenn im Nachweisverfahren
entsprechend Richtlinie VDI 2440 (Ausgabe
November 2000) die temperaturspezifischen
Leckageraten eingehalten werden.
a)
3. Wartung und Prüfung
Bemerkungen
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Annex 8.6
A14: Dichtsysteme an Pumpen
B, O: Abarbeitung der Fragen in der Regel in der Besprechung (B) bzw. bei der Ortseinsicht (O)
Anwendungsfall
1.
a)
b)
c)
2.
B,O
Einsatz von flüssigen B, O
organischen Stoffen:
Prüfschritt/Fragestellung
Entscheidungskriterien/Ausführungsbeispiel
e
2.1 Welche Bauarten werden eingesetzt?
Bei Sonderkonstruktionen z.B.
Einsichtnahme in
Konstruktionszeichnungen oder
sonstige Nachweise über die Bauart.
Hermetische Pumpe, Spaltrohrmotorpumpe,
Pumpe mit Magnetkupplungsantrieb.
Doppelt wirkende Gleitringdichtung mit
Überwachung des Sperrmediensystems
(z.B. Drucküberwachung und/oder
Standüberwachung).
Membranpumpe mit Bruchüberwachung der
Membran (z.B. Doppelmembran mit
Druckanzeige für den Zwischenraum).
Bei doppelt wirkender O
Gleitringdichtung mit
Sperrmediensystem:
4.1 Kontrolle der Wellendurchführung der
Pumpe zum Antriebsmotor.
An der Wellendurchführung dürfen keine
Abtropfverluste an Prozessmedium
festzustellen sein.
O
4.2 Vergleich der Druckanzeige am
Sperrmediumsystem mit max.
möglichem Betriebsdruck der Pumpe.
Sperrmediumdruck muss größer als max.
möglicher Betriebsdruck der Pumpe sein.
Mit Dampfdruck von
≥1,3 kPa bei einer
Temperatur von
293,15 K,
Mit Massegehalt von
> 1% an kritischen
organischen Stoffen,
krebserzeugenden
Stoffen der Klasse II
oder III oder
reproduktionstoxisch
en Stoffen,
Mit Massegehalt von
> 10 mg/kg an
krebserzeugenden
Stoffen Klasse I
oder
erbgutverändernden
Stoffen:
Einsatz von
technisch dichten
Pumpen
Bemerkungen
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Guideline on Inspection - February 2007
Anwendungsfall
Annex 8.6
Entscheidungskriterien/Ausführungsbeispiel
e
B,O
Prüfschritt/Fragestellung
B, O
4.3 Wie wird ausreichend hoher Druck
Druck- und/oder Füllstandsanzeige vor Ort
und Füllstand im Sperrmediumsystem sowie regelmäßige Kontrolle der Drucksichergestellt?
/Standanzeige beim Anlagenrundgang
(Festschreibung in Betriebsanweisung).
Automatische Überwachung der Druck/Standmessung mit PA- und/oder LA(Alarm in der Messwarte).
Selbstwirkender Druckübersetzer mit
Füllstandsanzeige i.V. mit regelmäßiger
Kontrolle der Standanzeige beim
Anlagenrundgang.
Bemerkungen
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Annex 8.6
A15: Dichtsysteme an Rührwerksdurchführungen
B, O: Abarbeitung der Fragen in der Regel in der Besprechung (B) bzw. bei der Ortseinsicht (O)
Entscheidungskriterien/Ausführungsbeispiel
In Anlehnung an die für Pumpen einschlägie
gen Anforderungen, z.B.: Doppelt wirkende
Gleitringdichtung (GRD) mit
Sperrmediensystem, Druckanzeige, besser
Drucküberwachung des
Sperrmediensystems (Sperrmediumdruck >
Behälterdruck).
Einfach wirkende GRD oder
Stopfbuchsdichtung mit Spülung eines
Sperrmediums in das System
(Sperrmediumdruck > Behälterdruck),
Druckanzeige, besser Drucküberwachung.
Anwendungsfall
B,O
1. Einsatz von flüssigen
organischen Stoffen:
a) Mit Dampfdruck von ≥1,3
kPa bei einer Temperatur
von 293,15 K,
b) Mit Massegehalt von >
1% an kritischen
organischen Stoffen,
krebserzeugenden Stoffen
der Klasse II oder III oder
reprodutkionstoxischen
Stoffen,
c) Mit Massegehalt von > 10
mg/kg an
krebserzeugenden Stoffen
Klasse I oder
erbgutverändernden
Stoffen:
Einsatz von technisch
dichten Rührwerken
Prüfschritt/Fragestellung
1.1 Welche Bauarten werden
eingesetzt?
Bei Sonderkonstruktionen z.B.
Einsichtnahme in
Konstruktionszeichnung oder sonstiger
Nachweis über die Bauart.
2.
O
2.1 Vergleich der Druckanzeige am
Sperrmediensystem mit max.
Behälterdruck.
B, O
2.2 Wie wird ausreichend hoher Druck Druck- und Füllstandsanzeige vor Ort sowie
und Füllstand im
regelmäßige Kontrolle der DruckSperrmediensystem sichergestellt? /Standanzeige beim Anlagenrundgang
(Festschreibung in Betriebsanweisung).
Automatische Überwachung der Druck/Standmessung mit PA- und LA- (Alarm in
der Messwarte)..
Einsatz von
Sperrmediensystemen
Sperrmediumdruck muss größer als max.
Behälterdruck sein.
Bemerkungen
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Guideline on Inspection - February 2007
Annex 8.6
A16: Ausführung von Probenahmestellen
B, O: Abarbeitung der Fragen in der Regel in der Besprechung (B) bzw. bei der Ortseinsicht (O)
B, O
Anwendungsfall
Prüfschritt/Fragestellung
B, O
1.
Vollständig geschlossenes System. Probenahmegefäß
wird über Septum angeschlossen. Vorlauf wird in den
Reaktor/Behälter zurückgeführt.
Wie ist die Probenahmestelle
ausgeführt? 2)
Vollständig geschlossenes System. Probenahmegefäß
ist als Druckbehälter ausgeführt und wird über
totraumarme Armatur dicht angeschlossen. Der
Vorlauf wird in den Reaktor zurückgeführt.
Bis auf Entnahme der Probe im Probengefäß
geschlossenes System. Vorlauf wird in das System
zurückgeführt. Abgase bei Probenahme werden
abgesaugt.
2.
2)
Welche krebserzeugenden, sehr
giftigen, giftigen oder leichtflüchtigen
Stoffe werden entnommen?
Fragestellung berührt aus der Sicht des Immissionsschutzes vorrangig Belange des Arbeitsschutzes
Bemerkungen
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Annex 8.6
A17: Kontinuierlich registrierende Emissionsmessgeräte
B, O: Abarbeitung der Fragen in der Regel in der Besprechung (B) bzw. bei der Ortseinsicht (O)
Entscheidungskriterien/Ausführungsbeispiel
e
Anwendungsfall
B,O
Prüfschritt/Fragestellung
1.
B
1.0 Werden alle Messkomponenten, für die
im Genehmigungsbescheid eine kontinuierliche Überwachung gefordert ist,
durch kontinuierliche Messgeräte
überwacht?
B
1.1 Sind die eingesetzten EmissionsMessgeräte als geeignet im
Gemeinsamen Ministerialblatt (GMBl)
bekanntgegeben und für die
vorliegende Messaufgabe zugelassen
(s. Kalibrierbericht)?
Vom BMU erfolgt im GMBl regelmäßig die
Bekanntgabe geeigneter
Messeinrichtungen.
B
1.2 Wann wurden Kalibrierungen (bzw.
Funktionsprüfungen) durch die
zugelassene Messstelle durchgeführt?
Funktionsprüfung: jährlich
bei Gaskomponenten, für die der Betreiber
keine Prüfgase vorhält, verkürzte Prüffrist,
z.B. 1/2-jährlich (z.B. HCl)
Kalibrierung:
alle 3 Jahre
B
1.3 Einsicht in die Prüfberichte zur
Kalibrierung bzw. zur
Funktionsprüfung.
O
1.4 Wo läuft der Alarm bei
Schwellenüberschreitung auf, wie wird
der Alarm signalisiert?
Alarmierungen gemäß Festlegungen im
Genehmigungsbescheid, i.d.R. optisch und
akustisch an einer ständig vom
Betriebspersonal besetzten Stelle.
O
1.5 Welche Maßnahmen werden bei Alarm
ergriffen?
Vorgeschriebene Handlungsweise durch
Betriebsanweisungen.
Allgemein
Bemerkungen
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Anwendungsfall
2.
3.
B,O
Messgerät für die
B
Staubmassenkonzent
ration
Messgerät für
gasförmige
Komponenten
Prüfschritt/Fragestellung
Annex 8.6
Entscheidungskriterien/Ausführungsbeispiel
e
2.1 Wie häufig und durch wen findet eine
Wartung statt?
Welche Wartungsschritte werden
durchgeführt?
Werden Wartungsarbeiten
dokumentiert?
Einsichtnahme in Wartungsbuch.
Eine regelmäßige Wartung ist entsprechend
den Empfehlungen des Geräteherstellers
und betrieblicher Erfahrungswerte
notwendig.
Wartungstätigkeiten sollten im
Wartungsbuch eingetragen werden.
O
2.2 Einsicht in Schreiberstreifen;
insbesondere bei Umschaltvorgängen/
Wechselvorgängen der Betriebsweise
vorhandener Abgasreinigungssysteme
Identifizierung der Umschalt- bzw.
Wechselvorgänge aus dem Vergleich
anderer kontinuierlich registrierend
gemessener Betriebsgrößen z.B.
Temperatur, pH, Durchsatz.
Ggf. auftretende Sprünge im
Schreiberprotokoll erläutern lassen.
O
2.3 Sofern geräteseitig vorgesehen: Sind
die Plombierungen für Grenzwert und
Nullpunktseinstellungen vorhanden?
Die Plombierungen werden durch die
Messstelle i.d.R. an der Außenseite des
Gerätes angebracht.
3.1 Wie häufig und durch wen findet eine
Wartung statt?
Welche Wartungsschritte werden
durchgeführt.
Werden Wartungsarbeiten
dokumentiert?
Einsichtnahme in Wartungsbuch.
Anhaltswert 1 mal/Woche incl. Überprüfung
von Nullpunkt und Referenzpunkt mittels
Prüfgas.
Für die angeschlossenen Prüfgase sollte
ein Qualitätsnachweis über Zertifikate
vorhanden sein, das Verfallsdatum sollte
nicht überschritten sein.
Wartungstätigkeiten sollten im
Wartungsbuch eingetragen werden.
3.2 Wie wird ein Ausfall des zu
analysierenden Gases erkannt?
Alarmierung bei Ausfall der
Probegasversorgung oder betriebliche
Überwachung.
Bemerkungen
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Anwendungsfall
4.
B,O
Mit Auswerteeinheit
Prüfschritt/Fragestellung
Annex 8.6
Entscheidungskriterien/Ausführungsbeispiel
e
4.1 Sind die eingesetzten Auswerterechner Vom BMU erfolgt im Gemeinsamen
als geeignet im Gemeinsamen
Ministerialblatt regelmäßig die Bekanntgabe
Ministerialblatt (GMBl) bekanntgegeben geeigneter Auswerterechner.
und für die vorliegende Messaufgabe
zugelassen (s. Kalibrierbericht)?
O
4.2 Ist Verplombung des
Schlüsselschalters zur Veränderung
geschützter Parameter vorhanden,
bzw. wann wurden zuletzt
softwareseitig Veränderungen
vorgenommen?
Sofern geräteseitig vorgesehen, wird
Verplombung von Kalibrierstelle
angebracht.
Dokumentation der letzten softwareseitigen
Veränderung über Ausdruck der
Parameterliste.
O
4.3 Sofern möglich Ausdruck der aktuellen
kumulierten Häufigkeitsverteilung des
laufenden Jahres veranlassen.
Bedeutung der Klasseneinteilung:
Klasse 10 = Grenzwert
Klasse 22 = Überschreitung des 2-fachen
Grenzwertes und des Toleranzbereiches
4.4 Anhand der Parameterliste (aktueller
Ausdruck) die Einstellung der
Regressionsparameter aus der
Kalibrierung, Grenzwerte, Alarme und
Voralarme mit den Daten aus den
Kalibrierberichten überprüfen.
Parameterlisten ggf. vom Betreiber
erläutern lassen.
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