close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

als PDF

EinbettenHerunterladen
SEITE 10
Richtfest für neue Kindertagesstätte
der Universität Leipzig
n Für die neue betriebsnahe Kindertagesstätte der Universität Leipzig in
der Linnéstraße ist am 20. Juni Richtfest gefeiert worden. Neben Rektorin
Prof. Dr. Beate Schücking sprachen dabei auch Leipzigs Sozialbürgermeister
Prof. Dr. Thomas Fabian, und der Geschäftsführer der Kindervereinigung
Leipzig e.V., Matthias Heinz. Der Verein ist auf Beschluss des Stadtrates
Träger der Einrichtung.
Bauherr der Kindertagesstätte ist die Universitätsstiftung Leipzig. In der Einrichtung, für
die seit November 2013 zwei Häuser der Universitätsstiftung Leipzig von Grund auf saniert und um einen Mehrzweck- und einen
Zwischenbau erweitert werden, entstehen
etwa 150 Krippen- und Kindergartenplätze,
darunter acht Integrativplätze für Kinder mit
besonderem Förderbedarf.
Die Eröffnung ist für den 1. Dezember 2014
geplant. Bis zum 31. Mai konnten sich Inte-
Grafik: Hoffmann & Hofmann GmbH
Neue Kita soll im Dezember 2014 eröffnet werden
So soll die Kindertagesstätte der Universität Leipzig nach den Vorstellungen von Architekt
Daniel Kirsch künftig aussehen.
ressierte um einen Betreuungsplatz für ihr
Kind bewerben. Die Platzvergabe erfolgt
derzeit durch den Träger. Die Kita soll sich
in ihren Öffnungszeiten vor allem an den
Bedürfnissen der Universitätsangestellten
orientieren. Die Kindertagesstätte soll entsprechend des Leitbildes der Universität
weltoffen und konfessionsunabhängig ausgerichtet sein. So wird ein Austausch zwischen der Kita und den Instituten der Universität angestrebt.
Die Baukosten liegen bei 2,8 Millionen
Euro. 336 000 Euro steuert der Bund bei
und 103 000 Euro der Freistaat Sachsen. Die
Restsumme bringt die Universitätsstiftung
auf, die auch Eigentümerin des Grundstücks ist. Die ehemaligen „Beamtenhäuser“,
Linnéstraße 8-9, sind im Besitz der Universitätsstiftung Leipzig. Die beiden bisher
noch unsanierten Gebäude stehen unter
Denkmalschutz. Im Jahr 1891 hatte die Universität die Gründerzeithäuser gekauft.
Susann Huster
Projekt der Universität Leipzig gewinnt
bei Wissenschaftsforum „Campus Sachsen“
Strategiepapier zur regionalen Bindung hochqualifizierter IT-Fachkräfte prämiert
n Ein Projekt der Universität Leipzig zur
Bindung hochqualifizierter internationaler
IT-Fachkräfte in der Region Leipzig ist kürzlich beim Wissenschaftsforum „Campus
Sachsen“ in Freiberg als eines von landesweit drei Projekten ausgezeichnet worden.
Das Strategiepapier, das in Kooperation von
Arbeitsgruppen der Fakultät für Mathematik und Informatik, des Instituts für Informatik, derWirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, des Instituts für Wirtschaftsinformatik,
des Universitätsrechenzentrums, der Initiative SMILE SelbstManagement und der Research Academy Leipzig entstand, wurde
von Sachsens Ministerpräsident Stanislaw
Tillich und Wissenschaftsministerin Sabine
von Schorlemer prämiert.
Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK), das die Gewinnerprojekte mit insgesamt bis zu einer Million Euro
aus dem Initiativ-Budget fördert, hatte die Hochschulen des Freistaates unter dem Motto „Campus 2020 plus“ aufgefordert, neue Ansätze für
eine größere Attraktivität und Sichtbarkeit der
Wissenschaftsstandorte zu entwickeln. Das prämierte Projekt der Universität Leipzig schlägt
Konzepte zur gezielten Verstärkung der regionalen Bindung hochqualifizierter internationaler
Informatiker vor. An den Instituten für Informatik und Wirtschaftsinformatik der Universität
Leipzig wurden bereits erfolgreich internationale
Fachkräfte in die universitäre Doktoranden-Ausbildung eingebunden. Bisher war dieser Prozess
jedoch nicht darauf ausgerichtet, die hochqualifizierten Absolventen auch nach ihrer Ausbildung in der Region zu halten. So gehe der Region
ein großes Fachkräfte- und Innovationspotenzial
verloren, heißt es in dem Strategiepapier.
Ein zentraler Aspekt des Konzeptes ist daher die
enge Einbindung dieser Fachleute in der regionalen Wirtschaft. Die thematische Ausrichtung
von Promotionsthemen am Bedarf der Unternehmen eröffnet neues wirtschaftliches Innovationspotenzial und erschließt darüber hinaus
neue Finanzierungsquellen für Doktoranden,
etwa durch Industrie-Stipendien. Zudem soll
über neue Doktoranden-Klassen, IndustrieWorkshops und Lehrprogramme die regionale
Vernetzung der internationalen Studierenden
aktiv gefördert werden. Ergänzend ist ein spezifisches Programm zur gezielten Unterstützung
der sozialen, gesellschaftlichen, kulturellen und
menschlichen Integration vorgesehen. Exemplarisch soll diese Strategie im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien
nun an den Instituten für Informatik und Wirtschaftsinformatik sowie am Universitätsrechenzentrum der Universität Leipzig in enger Kooperation mit regionalen Partnern und Netzwerken umgesetzt werden.
„Ich freue mich sehr über diesen Erfolg unserer
Universität. Gerade im IT-Bereich ist es wichtig,
den gut ausgebildeten Fachkräften attraktive Perspektiven zu bieten, um sie in der Region zu halten. Das prämierte Projekt der Universität Leipzig setzt hier an und hat dafür sehr praktikable
Strategien entwickelt“, sagte die Rektorin der
Universität Leipzig, Prof. Dr. Beate Schücking.
Auch sie war zum Wissenschaftsforum nach
Freiberg gereist.
Das Wissenschaftsforum „Campus Sachsen“
fand 2014 erstmals in dieser landesweiten Form
statt und soll jährlich veranstaltet werden. Es
richtet sich an Vertreter aus Wissenschaft, Kultur,
Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Das Forum
führt regionale Diskussions- und Arbeitsprozesse auf Landesebene zusammen. Mit seinen Vorträgen und Präsentationen dient es dem Erfahrungs- und Wissensaustausch, der Identifikation
von Best-Practice in Lehre und Wissenschaftsmanagement sowie der Würdigung des vielfältigen Engagements von Hochschulen und ihren
Partnern.
Susann Huster
Wie geht es weiter in Griechenland?
Forschungsprojekt am Global and European Studies Institute (GESI) der Universität Leipzig
n Mit der geopolitischen Position des
heutigen Griechenlands beschäftigt sich
ein gerade gestartetes Forschungsprojekt am Global and European Studies Institute (GESI) der Universität Leipzig.
„Wir werden in Kooperation mit der Universität Athen die Möglichkeiten Griechenlands für eine intensivierte Zusammenarbeit mit Westeuropa und den
USA, mit dem östlichen Europa und speziell Russland sowie als Mittelmeeranrainer in Bezug auf den Nahen Osten
und Afrika untersuchen“, erläutert Prof.
Dr. Matthias Middell, Direktor des GESI.
Das zunächst zweijährige, interdisziplinäre
Forschungsvorhaben „Globale Neupositionierung – die Bedeutung der transatlantischen Beziehungen, Afrikas, des Mittleren
Ostens, Russlands und Asiens für Griechenland“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und vom Deutschen
Akademischen Austauschdienst mit insgesamt
100 000 Euro gefördert. Dem deutschland-
weiten Programm liegt die Idee zugrunde, die
wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Hochschulen in Griechenland zu erweitern. Diese
Kontakte seien auf jeden Fall ausbaubar, sagt
Middell weiter. Im Fokus der am GESI geplanten Untersuchungen steht der Zeitraum
nach dem Ende des Kalten Krieges bis heute,
wobei die Veränderungen durch die Wirtschafts- und Finanzkrise besonders interessieren.
Das Projekt fragt einerseits nach Perspektiven
des Landes als Mitglied der Nato, der Euro-
päischen Union und als Teil des transatlantischen Bündnisses. Andererseits stehen die
künftigen Optionen Griechenlands mit Blick
auf die in den vergangenen zwei Jahrzehnten
intensivierte Zusammenarbeit mit Osteuropa
im Mittelpunkt, außerdem als MittelmeerAnrainer-Staat, der Middell zufolge stärker
werdenden Migrationsströmen aus Afrika
ausgesetzt ist und darauf strukturell kaum
vorbereitet war und ist. „All diese Aspekte haben auch für Deutschland große strategische
Bedeutung“, so der Professor. K. Henneberg
Document
Kategorie
Bildung
Seitenansichten
3
Dateigröße
93 KB
Tags
1/--Seiten
melden