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Frösche wie ängstliche Kaninchen - Sportfreunde Loxten

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Westfalen-Blatt Nr. 255
Ärgerliche
Niederlagen
Lokalsport
Ap25
Frösche wie ängstliche Kaninchen
Handball-Oberliga: Sportfreunde Loxten verlieren 28:36 – 900 Zuschauer in Bielefeld
Frauen-Landesliga
A l t k r e i s (dude/star). Mit
Niederlagen kehrten die Landesliga-Handballerinnen aus
Brockhagen und Steinhagen
von ihren Auswärtsspielen zurück.
SC Greven II – TuS Brockhagen
20:19 (11:11). »Leistungsgerecht
wäre ein Unentschieden gewesen,
aber am Ende haben wir nicht nur
unglücklich, sondern auch durchaus verdient verloren. In dem
Spiel war durchaus mehr drin,
wenn alle nur zehn Prozent mehr
gegeben hätten«, war das Trainergespann Hahn/Bernhagen unzufrieden. Das Spiel in ungewohnter
Halle (Licht zum Teil defekt, keine
Anzeigetafel) lief zunächst am TuS
über 1:6 und 6:11 vorbei, weil der
Gastgeber über Tempogegenstöße
zu einfachen Toren kam. Mit
besserer Einstellung und passendem Rückzugsverhalten holte
Brockhagen auf, ging beim 15:14
erstmals in Führung und blieb bis
zum 19:18 vorne. »Am Ende
wollte keiner mehr Verantwortung
übernehmen und das hat uns die
Punkte gekostet«, sagte Sebastian
Bernhagen. Tore: Pohlmann (8/2),
Fischer, Böhm (je 3), Lange (3),
Deppe (2).
SC Petershagen - Spvg. Steinhagen II 29:25 (13:11). Das Kellerduell entwickelte sich »zu einem
unfassbar schlechten Handballspiel«, wie Spvg.-Coach Björn Bertelmann feststellte. Dabei »schafften« es seine Schützlinge, noch
mehr technische Fehler als der
Gegner zu machen. »Außerdem
fehlte die Einstellung, wir haben
zum Beispiel die Abpraller nicht
bekommen«, sagte Bertelmann.
Zwar kam Steinhagen von 19:25
auf 24:27 heran, kam aber für
einen zählbaren Erfolg nicht mehr
in Frage. Noch bitterer: Torfrau
Katharina Ettrich musste wegen
einer Knieverletzung ins Krankenhaus gebracht werden und droht
lange auszufallen. Tore: Dickschat
(7), Barteldrees (7/2), Feldmann
(5), Philipp (3), Hölzl (2), Lukic.
Auch acht Treffer von Jan Pohlmann verhinderten Brockhagens
Niederlage nicht.
Foto: Churt
Montag, 3. November 2014
Von Sören V o s s
Ve r s m o l d - L o x t e n
(WB). Den Zillertaler Hochzeitsmarsch wollen die Sportfreunde Loxten seit Samstag bestimmt nicht mehr hören. 36
Mal ertönt das bayerische
Volksgedudel - als Torhymne
für jeden Treffer der TSG
Altenhagen-Heepen.
Außer
diesem Ohrwurm nehmen die
Loxtener in der Handball-Oberliga beim 28:36 (12:17) nicht
viel mit.
Es sind zwei Handball-Welten,
die im OWL-Derby zwischen dem
ehemaligen Zweitligisten und dem
Versmolder
Vorort-Club
aufeinandertreffen. Die Loxtener
kennen Spiele vor größerer Kulisse, der Blick ins riesige Rund der
Seidensticker Halle und in die
Gesichter von 900 Augenpaaren
scheint die Gäste dennoch tief zu
beeindrucken. »Mir hat das Herzblut gefehlt, das unbedingt Wollen«, wird Trainer Dirk Elschner
später die Körpersprache als Manko monieren.
Einmal ganz kurz ist sein Team
mit 3:2 vorne. Bis zum 6:6 (11.)
liegt der Liga-Neuling zwar ergebnistechnisch im Rennen, doch
richtigen Zugriff auf die Partie
bekommt er zu keinem Zeitpunkt.
Egal, welches Abwehrsystem und
welche personelle Variante »Else«
auch auspackt: Keine kann das
Bielefelder Tempospiel wirklich
aufhalten. Besonders Nils Prüßner
sticht hieraus, denn der Halbrechte, in Lemgos Bundesliga-Team
noch auf Außen beheimatet, bedankt sich für die ihm gestatteten
großzügigen Freiräume mit elf
Treffern.
Die Loxtener Angriffsquote indes ist erschreckend. 25 Fehlwürfe
hat Co.-Trainer René Mittelberg
nach 60 Minuten notiert, was auch
daran liegt, dass die »Frösche«
überhaupt nicht ins Gegenstoßspiel kommen und sich im Positionsangriff jeden Treffer hart erarbeiten müssen. Als Elvir Selmanovic die Sportfreunde mit einem
Doppelpack Mitte der zweiten
Halbzeit auf 18:21 heranbringt
(38.) und sich die Bielefelder in
einer Schwemme von duseligen
Zeitstrafen dezimieren, keimt kurz
noch einmal Hoffnung im SFL-Lager auf. Die Hilflosigkeit selbst bei
6:3-Überzahl passt aber ins Bild
des ängstlichen Auftrittes der Loxtener, die in der Schlussphase bei
einigen Chancen »frei vor« zudem
ihren Meister in TSG-Torsteher
Pascal Welge finden.
»Wir sind erstarrt wie das Kaninchen vor der Schlange«, bilanzieren Dirk Elschner und Sebastian Hölmer nach dem Abpfiff unisono. Der Trainer und der Rückraum-Schütze sind mit diesem
Einer der wenigen Loxtener Lichtblicke vor großer Kulisse in der
Seidensticker Halle: Elvir Selmanovic stemmte sich mit neun Treffern
gegen die Niederlage, hatte aber auch seinen Anteil an den insgesamt
25 Fehlwürfen beim 28:36.
Foto: Sören Voss
wortgleichen Fazit nicht die einzigen – als wäre ein nerviger Ohrwurm an diesem Abend nicht
genug.
du kein Spiel gewinnen. Wir haben
unsere Leistung nicht auf die
Platte gebracht und sind in vielen
Sachen nicht in die Gänge gekommen. Das fängt beim Torwart an
und geht über die Abwehr bis zum
Angriff. Prüßners Wurfbild war
eigentlich klar, aber trotzdem gehen die Bälle rein.«
Michael Boy (Trainer TSG): »Wir
haben das umgesetzt, was wir uns
vorgenommen hatten. Mich freut,
dass Nils Prüßner ein bisschen
Fuß gefasst hat. Das war eine
exzellente Leistung – genau wie
von Pascal Welge.«
Hendrik Peters (Loxten): »Die
Kulisse kann nicht der Grund sein,
Daten & Fakten
TSG A-H Bielefeld: Welge (1.23., 45.-60.), Becker (23.-45.) –
Schnorfeil (1), Meyer (3), Ortmann,
N. Prüßner (11), Fröbel (5), Holland
(6), Strathmeier (5), L. Prüßner, Gote
(n. e.), Wiese (1), Werner (3/2),
Stübber (1).
SF Loxten: Peters (1.-30., 43.60.), Possehl (31.-43.) – Selmanovic
(9/3), Stinhans (2), Wiedeler (n. e.),
Hölmer (5), Kalms (3), J. Patzelt (6),
Fromme, Kraak, Steinkühler (3),
Ruhe, Aldejohann (n. e.).
Schiedsrichter:
Esler/Wohl
(Handballkreis Minden)
Zuschauer: 900.
Stationen: 2:3 (5.), 6:6 (11.), 11:7,
14:9 (20.), 17:12 (HZ), 19:13, 21:18
(38.), 26:19, 31:24, 35:25, 36:28.
Zeitstrafen: 7:6, (3x2 Stübber/
TSG, 44.)
So geht es weiter: 8.11., 18 Uhr,
TuS Volmetal (H).
Stimmen
Dirk Elschner (Trainer Loxten):
»Mit 25 verworfenen Bällen plus
zehn technischen Fehlern kannst
denn zuhause spielen wir ja auch
vor 700 oder 800 Zuschauern.
Ehrlich gesagt hatte ich nie das
Gefühl, dass wir für etwas in Frage
kommen. Vor allem die Aggressivität hat gefehlt.«
Tobias Fröbel (TSG): »Das war
eine Top-Leistung. Wir hatten heute auf alles eine Antwort. Wir
haben geduldig auf unsere Chancen gewartet, wobei uns Loxten
auch ziemlich viel Raum gegeben
hat.«
Sebastian Hölmer (Loxten): »Wir
hatten keinen Zugriff und sind viel
zu respektvoll aufgetreten. Ich
verstehe das nicht, denn eigentlich
gab es keinen Grund dafür.«
Großpietsch erleichtert
Hörste II feiert Derbysieg
Bezirksliga: Hesselteich siegt 27:23 – Sebastian Koch feiert Comeback
Kreisliga: TuS Borgholzhausen II bezwingt Isselhorst
Versmold-Hesselteich (hosh). Im
Nachholspiel gegen den Tabellenletzten TV Verl II ist Handball-Bezirksligist Spvg. Hesselteich ein
kleiner Befreiungsschlag gelungen.
Mit 27:23 (14:12) siegten die
Gastgeber und landeten damit
ihren zweiten Saisonsieg.
Ein echter Leckerbissen war die
Partie des Tabellenletzten beim
Drittletzten aber erwartungsgemäß nicht. »Das Spiel litt schon
unter den Voraussetzungen. Man
hat gemerkt, dass beide Teams
unter starkem Druck standen, das
Spiel gewinnen zu müssen«, sagte
Spvg.-Trainer Jens Großpietsch.
Bezeichnend für das überschaubare Niveau waren die vielen technischen Fehler auf beiden Seiten.
Hesselteich machte es dann doch
etwas besser als die Gäste und
führte kurz vor der Pause mit
14:11, ehe Verl noch per Kempa
zum Halbzeitstand verkürzte.
Nach dem Seitenwechsel sah
Großpietsch, dass seine Mannschaft zunächst große Probleme
bekam, und plötzlich 14:17 hinten
lag. »Da haben wir gar nichts
mehr geregelt bekommen. Aber
zum Glück hatten beide Teams
solche Phasen im Spiel.« Beim
Stande von 22:21 nahm Großpietsch seine Auszeit. Und Hesselteich bog im Anschluss auf die
Siegerstraße ein. Tormann Bastian
Lattussek spielte plötzlich groß auf
und entnervte die Gäste mit einem
parierten Siebenmeter sowie weiteren Glanztaten. »Das war heute
zwar nicht schön, aber dafür umso
wichtiger. Ich hoffe, wir können
den Schwung des Sieges jetzt in
die nächsten Partien mitnehmen«,
so Großpietsch.
Tore: Bettmann (10), Wagemann
(7/3), Lünstroth (4), Kattenbaum,
A. Koch (je 2), S. Koch, Lipper.
Trainer Jens Großpietsch und Spvg. Hesselteich können aufatmen. Der
zweite Saisonsieg ist in trockenen Tüchern.
Foto: Jens Horstmann
Altkreis (lte). Sieg und Niederlage für die Teams des TuS
Borgholzhausen in den Nachholspielen der Handball-Kreisliga.
TuS Borgholzhausen I – TG
Hörste II 18:20 (8:7). Borgholzhausen ließ zu viele Chancen ungenutzt. Gleich vier Tempogegenstöße landeten in der ersten Halbzeit
neben oder über dem Tor. Den
Rest entschärfte ein gut aufgelegter TG-Keeper Patrick Klack. »Das
war heute sicherlich kein Leckerbissen für die Zuschauer. Trotz
einer kämpferisch starken Leistung der Piumer haben wir verdient gewonnen und hätten in
Normalform auch deutlicher gewinnen müssen«, war sich Hörstes
Trainer André Lipka sicher. Tore:
Dittrich (6), Büteröwe (4), Janz (3),
Hoppe, Lakebrink (je 2), Kirtschig
für Pium; Kaiser (7), Woitowitz (5),
Borgelt (2/2), Kormeier (2), Wacker, Zöllner, Hemme und Wittler
für Hörste.
TuS Borgholzhausen II – TV
Isselhorst II 21:16 (11:8). Eine
erneut bärenstarke Abwehrleistung der Gastgeber. »Das Zusammenspiel zwischen Deckung und
Torwart Björn Biermann, der in
seinem ersten Saisonspiel stark
gehalten hat, war Grundstein für
den Erfolg. Allerdings haben wir
auch gesehen, dass wir noch viel
arbeiten müssen. Die Chancenverwertung war wieder schwach«,
lobte und warnte TuS-Trainer
Torsten Wilhelm zugleich. Ein wei-
terer Faktor für den Heimsieg war
die Verletzung von TV-Shooter
Roman Herzig, der nach starkem
Spielbeginn mit einer Knieverletzung ausfiel. Tore: Rüter (6),
Potthoff (5), Spilker (3), A. Benz
(2), Adrian, L. Wilhelm, Fuchs,
Mittelberg, Wiens.
Hörstes Dennis Woitowitz erzielte beim Auswärtssieg in Borgholzhausen fünf Treffer.
Foto: Sören Stolte
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