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den Rücken heilen Wie - Birgit Doeubler

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Psychische Ebene
Wirbel
Organische Ebene
mangelnde Übersicht, Weltschmerz, alles wird rational erfasst,
Verhaftung in der materiellen Welt, Leere, Unzufriedenheit
Kopfschmerzen, Migräne, Bluthochdruck, Ohrgeräusche,
Schwindel, andauernde Müdigkeit, Gedächtnisprobleme
C1
will der Realität nicht ins Auge sehen; Konzentrations- und
Lernschwächen; Ängste; mangelnde Fantasie; Unruhe
C2
siehe C4
Kloß im Hals; Schwierigkeiten, zu sprechen und
den eigenen Standpunkt zu vertreten
alles wird heruntergeschluckt; keine Gegenwehr; Demütigungen und Unterdrückungen werden stumm ertragen
C4
C4
C5
C5
Heiserkeit, Halsschmerzen, chronische Erkältung,
Beschwerden an Kehlkopf, Stimmbändern und Rachen
C6
C6
Mandelentzündung, Schmerzen in den Oberarmen,
im Nacken und an der Schulter, Keuchhusten
C7
C7
Schwierigkeiten, zu lieben und sich zu freuen; Verschlossenheit
des Herzens; keine Lebensfreude; hartherzig zu anderen
Th1
Herzschmerzen, Herz-Rhythmus-Störungen, Probleme mit
Herzklappen, Herzkranzgefäßen und Brustbein
Th4
Leiden an den Bronchien (Bronchitis, Asthma),
Rippenfell- und Lungenentzündung, Husten
Th4
Th5
Beschwerden der Galle und der Gallenblase,
Gallensteine, Gelbsucht, seitliche Kopfschmerzen
Th5
Th6
Leberstörungen, Blutarmut, Müdigkeit, Gürtelrose,
Arthritis, Kreislaufprobleme, niedriger Blutdruck
Th7
Leiden an Magen und Darm, Verdauungsprobleme, Sodbrennen
Th3
siehe Th7
Th6
Th7
Sorgen beherrschen den Alltag; keine Lockerheit;
Starre; der Fluss des Lebens wird nicht zugelassen
Th8
eigene Aggressivität wird unterdrückt; anderen
gegenüber oft vorwurfsvoll; Neigung zu Allergien
Th9
Schluckauf, Magenleiden, Geschwüre im Zwölingerdarm,
Beeinträchtigung der Bauchspeicheldrüse (Diabetes)
Th8
Probleme mit der Milz und dem Zwerchfell,
schwache Abwehrkräfte
Th9
Neigung zu Allergien und Nesselsucht,
Probleme mit den Nebennieren
Th10
Nierenleiden, Arterienverkalkung, chronische Müdigkeit
Th11
trockene Haut und Hauterkrankungen wie Akne, Ekzeme und
Schuppenlechte, Leiden an Nieren und Harnleiter
Th10
Th12
Probleme mit dem Dünndarm, Blähungen, Rheuma,
Unfruchtbarkeit (Eileiter), Wachstumsstörungen
Th11
L1
Störungen im Dickdarm, Durchblutungsprobleme
Th12
L2
siehe L1
L1
L3
L2
wenig Entspannung und Lockerheit;
verkrampft sich schnell; Panikgefühle
L3
siehe L5
L4
L5
Menstruations-, Schwangerschafts- und
Wechseljahresbeschwerden,
Blasenleiden, Impotenz, Knieleiden
Hexenschuss, Ischiasleiden,
Prostatastörungen,
Beschwerden beim Wasserlassen
Durchblutungsstörungen in Unterschenkeln
und Füßen, kalte Füße, Wadenkrämpfe,
geschwollene Beine und Füße
L5
Kreuzbein
Blinddarmentzündung, Magenkrämpfe,
Übersäuerung, Krampfadern,
Schmerzen im Oberschenkel
L4
siehe L5
Schwierigkeiten im sexuellen Bereich;
fehlende Sicherheit; Schuldgefühle;
Lethargie; Probleme werden nicht gelöst
{
Th3
Th2
Verschlossenheit nach außen; alles wird mit sich selbst
ausgemacht; hart zu sich selbst; innerer Ärger; Verbitterung
Probleme damit, etwas Neues zuzulassen;
ängstlich; Vergangenes kann nicht
losgelassen werden
Schmerzen im Unterarm und der Hand (Sehnenscheidenentzündung, Tennisarm), Probleme mit Luft- und Speiseröhre
Th2
eigene Bedürfnisse werden zurückgestellt;
keine eigene Meinung; Schwierigkeiten, tief durchzuatmen
Kontaktschwierigkeiten; Gefühle von
Schwäche, Angst und Unsicherheit
herrschen vor
Schilddrüsenerkrankungen,
Beschwerden an Schulter und Ellbogen
Th1
alles wird auf die eigenen Schultern geladen; kein Vertrauen
zu anderen; alles wird selbst gemacht und kontrolliert
Beziehungsprobleme in der Partnerschaft, mit
den Eltern, eigenen Kindern, mit Freunden,
Kollegen oder Nachbarn
raue und aufgeplatzte Lippen, chronischer Schnupfen
und Husten, Schwierigkeiten mit den Polypen
C3
siehe C6
alles wird heruntergeschluckt; inneres
Aufbäumen; nichts dringt nach außen; Flucht
in Süchte (Essen, Trinken)
Schmerzen im Gesicht und an den Zähnen, Karies,
Zahnleischbluten, Hautprobleme (Akne), Ohrgeräusche
C2
C3
kein fester Standpunkt und Halt; Schwankungen;
mangelnde Bereitschaft, anderen zuzuhören
Sorge um andere; Vernachlässigung der eigenen
Bedürfnisse; viel Traurigkeit
Augen- und Ohrenleiden, Taubheit,
Probleme mit den Nasennebenhöhlen
C1
|
Kreuzbein
Motivationsmangel; wenig
Genussempinden; Suchtgefährdung;
Eifersucht; seelische Kraftlosigkeit
Ischias- und Unterleibsbeschwerden,
chronische Verstopfung, Schmerzen an
der Hüfte, Hüftgelenksleiden
Existenzängste; wenig
Lebensfreude und Energie;
viel Misstrauen; Depressionen
Hämorrhoiden, Schmerzen beim
Sitzen und im Bereich des Enddarms
Steißbein
Faszinierend:
Jeder einzelne
Wirbel ist mit
ganz bestimmten
Organen,
Körperteilen und
Gefühlen
verbunden.
Schmerzt der Rücken
in einem bestimmten
Bereich, lässt sich dies
entsprechend auf
seelische und organische
Gründe zurückführen
Gesundheit
|
Wie
Gefühle
den Rücken heilen
Sie ermöglicht uns den aufrechten Gang, trägt unseren
Kopf und verbindet Körper und Geist – die Wirbelsäule.
Ein komplexes System, das leicht aus dem Gleichgewicht
gerät: durch Fehlhaltungen, falsche Bewegungen oder
Verspannungen genauso wie durch Ängste, Sorgen und Stress
A
llgäu, 1973: Der 35-jährige Landwirt
Dieter Dorn bückt sich nach einem
Baumstamm – und ihn durchfährt ein
stechender Schmerz. Als sei etwas in seinem
Rücken zerrissen, beschreibt er das Gefühl.
Er kann sich nicht mehr aufrichten, sich kaum
bewegen – Hexenschuss. Er geht zu einem
alten Bauern in seinem Dorf, wie alle, die es
„im Kreuz haben“. Bei ihm soll sich Dorn
leicht gebeugt vor einen Tisch
stellen, sich mit den Händen abstützen und mit einem Bein vor und zurück
schwingen. Bauer Josef
steht hinter ihm und drückt
ihm mit den Daumen auf
bestimmte Stellen der Wirbelsäule. Als sich Dieter
Dorn wieder aufrichtet, ist
der tückische Schmerz verschwunden. Fasziniert fragt
er den alten Mann, ob er das auch lernen
könne. „Du brauchst es nicht zu lernen, du
kannst es bereits“, ist dessen Antwort. Und
Dorn versucht es. Seine erste Patientin ist
seine Frau, die seit 15 Jahren unter wiederkehrenden Kopfschmerzen leidet. Ihr Mann
ertastet die Halswirbel und hat das Gefühl,
sie seien verschoben. Er drückt vorsichtig zu,
bis er meint, sie seien wieder in der richtigen
Position. Die Kopfschmerzen verschwinden.
Schnell verbreitet sich sein Ruf als Rückenund Gelenkheiler in der ganzen Gegend: Die
Methode Dorn ist geboren. Heute steht sie auf
einem soliden medizinischen Fundament und ist
weltweit verbreitet. Ihr Prinzip: die sanfte Korrektur von Wirbel- und Gelenkfehlstellungen. Diese
werden meist gar nicht bemerkt – bis sie
Schmerzen auslösen. „Oft ist zum Beispiel ein
Schon minimale
Verschiebungen der
Wirbelfortsätze
können starke
Schmerzen auslösen
Bein einen bis zwei Zentimeter länger als das
andere“, erklärt Birgit Doeubler, Heilpraktikerin
und Dorn-Therapeutin. Den Patienten selbst ist
das nicht bewusst – der Körper versucht aber
permanent, den Längenunterschied mithilfe der
Muskulatur auszugleichen. Dabei verspannen
sich die Muskeln und können sich so sehr verkürzen, dass sie die Wirbel aus ihrer Position
ziehen. Schon winzige Verschiebungen reichen
aus, um das sensible System aus dem Gleich-
tv hören und sehen 5/14
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Dorn-herapeuten arbeiten sich
immer von unten nach oben vor
„Als Erstes kontrolliere ich die Beinlänge und
gleiche sie vorsichtig aus. Dann schaue ich
mir das Becken an. Auch hier haben die meisten Menschen, die zu mir kommen, einen
Schiefstand“, so die Heilpraktikerin. Dann
geht sie von unten nach oben jeden einzelnen
Wirbel durch und erfühlt seine Position. „Wir
sehen sozusagen mit den Daumen“, sagt sie.
Der Patient steht dabei vornübergebeugt und
stützt die Hände vor dem Körper auf einer
Liege ab. „Wenn ich fühle, dass ein Wirbel
verschoben ist, stellt sich der Patient mit einem Bein auf ein kleines Brett. Das andere
schwingt frei vor und zurück. Während dieser
Pendelbewegung drücke ich mit dem Daumen den Wirbel wieder in die richtige Position.“ Es ist das Korrigieren während der Be-
wegung, das die Dorn-Methode grundsätzlich
von anderen manuellen Therapien unterscheidet. „Wir arbeiten nicht ruckartig – wie
das viele Chiropraktiker tun“, sagt Birgit
Doeubler. Sie müssen den Muskel überlisten,
während die Patienten starr dasitzen und
angespannt auf den Schmerz warten. „Bei
uns Dorn-Therapeuten hingegen wird der
Muskel beschäftigt – und der Patient auch,
indem er sich auf das Atmen und die Pendelbewegung konzentriert. Das lockert und entspannt, und wir haben die Möglichkeit, ganz
sanft und dabei sehr effektiv zu korrigieren“,
erklärt sie. Sind die Muskeln sehr verspannt,
kombiniert die Heilpraktikerin die Wirbelbehandlung mit einer Massage. „Bei dieser
sogenannten Breußmassage lockern wir
vor allem die Rückenstrecker“, sagt Birgit
Doeubler. „Dadurch strecken wir die ganze
Wirbelsäule in die Länge und haben mehr
Spielraum für die Wirbelkorrekturen.“
Wirbel, Organe und Gefühle sind
direkt miteinander verbunden
Bereits Dieter Dorn hatte entdeckt, dass seine
Methode weitreichende Folgen hat. Menschen
berichteten ihm, dass nach seiner Behandlung
nicht nur die Rückenbeschwerden verschwunden seien, sondern auch Kopfschmerzen,
Schlaf- oder Verdauungsprobleme. Ohne es zu
wissen, hatte Dorn sie „mitbehandelt“. Kein
Wunder, denn die Wirbelsäule umschließt das
Rückenmark, von hier aus bahnen sich all die
Nerven einen Weg, die unseren Körper wie ein
Geflecht durchziehen. Sie sind die Verbindung
zwischen Gehirn und Körper, sie melden über
das Rückenmark, wie es dem Magen geht,
dem kleinen Finger oder dem großen Zeh. Direkt neben den Wirbeln treten die empfindlichen Nerven aus der Wirbelsäule aus – schon
die kleinste Verschiebung kann sie stören. Ist
etwa der erste Lendenwirbel verschoben, so
ist wahrscheinlich auch die Verdauung betroffen, denn genau hier verlässt der Nervenstrang, der zum Darm führt, das Rückenmark.
Doch nicht nur Wirbel und Organe sind miteinander verbunden – auch unsere Psyche ist
involviert. Verschiebungen am siebten Halswirbel können anzeigen, dass der Patient sich
nicht wehrt, Ängste, Sorgen und Wut herunterschluckt. Ist der erste Brustwirbel betroffen,
lädt sich der Patient vielleicht zu viel auf die
Schultern und kann buchstäblich diese Last
nicht mehr tragen. Ein professioneller Dorner
kennt diese Zusammenhänge und geht gemeinsam mit dem Patienten auf die Suche
nach Lösungen.
Dorn ist viel mehr als ein
santes Einrenken – es ist
eine ganzheitliche Methode
für Körper und Psyche
Dorn heilt nur, wenn die Patienten
selbst Verantwortung übernehmen
Ein guter Dorn-Therapeut nimmt die Rolle eines Wegweisers ein – ist aber kein ständiger
Begleiter. Er ist offen für die Patienten, fühlt
sich ein, stellt Fragen und hört zu. Dann stellt
er Wirbel für Wirbel das Gleichgewicht zwischen Wirbeln und Muskeln, Organen und
Psyche wieder her. Doch sein eigentliches
Ziel ist es, die Ursachen für die Fehlstellungen
zu erkennen. Das kann die Sitzhaltung sein,
das Schuhwerk oder bestimmte Bewegungen. „Nur wer nach der Behandlung seine
,Hausaufgaben‘ macht, kann dauerhaft etwas
verändern“, sagt Birgit Doeubler. „Wir besprechen dazu verschiedene Übungen und Ausgleichbewegungen.“ Der Schlüssel zur Heilung ist jedoch, dass jeder Einzelne beginnt,
seine Körper- und Geisteshaltung zu verändern: die Beine nicht mehr übereinanderzuschlagen, nicht mehr ohne Schal Fahrrad zu
fahren – und sich von der Last auf den eigenen Schultern zu befreien. Besonders wichtig
ist aber, nicht aufzugeben oder ungeduldig zu
werden. Denn was sich über Jahre oder sogar
Jahrzehnte verfestigt hat, schleicht sich zu
Beginn des Veränderungsprozesses immer
wieder ein.
GERTJE KRUMBHOLZ ■
T V- T I P P
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581.357
Fotos: Mauritius Images; Getty Images (2); Corbis
gewicht zu bringen. Drücken Wirbel oder Muskeln auf die Nerven, entstehen sofort Schmerzen. Die Folge: Die Patienten nehmen eine
Schonhaltung ein und bewegen sich weniger.
Die Muskeln verspannen noch mehr, der
Schmerz verstärkt sich. „Diesen Teufelskreis versuchen wir systematisch zu durchbrechen“, erklärt Birgit Doeubler.
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Seele and Geist
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