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Grünstrand bleibt grün: Wie geht es in Travemünde weiter?

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< LOKAL
Eiszeit macht
Lust auf Sommer
Hansestadt Lübeck
Redaktion: 04 51/144 22 25
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Die Bundespolizei hat am Montagabend am Lübecker Hauptbahnhof einen 27-Jährigen festgenommen. Eine Streife hatte den jungen
Mann kontrolliert. Bei der Überprüfung der Personalien stellte sich heraus, dass gegen ihn ein Vollstreckungshaftbefehl vorlag. Er war
wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz zur Zahlung einer Geldstrafe von fast 1000 Euro
verurteilt worden. Da er diese Rechnung nicht beglichen hatte, war er
zur Festnahme ausgeschrieben
worden. In der Dienststelle der Bundespolizei wurde der Haftbefehl angefordert und dem 27-jährigen eröffnet. Er hatte nun zwei Alternativen: sofort zu zahlen oder als Ersatzfreiheitsstrafe einen Monat in der
Justizvollzugsanstalt (JVA) zu verbringen. Da er die Rechnung nicht
begleichen konnte, brachten ihn
die Beamten in die JVA.
HEUTE IM LOKALTEIL
Wieder Streiks im Hafen?
Die Gewerkschaft Ver.di
liegt im Streit mit der
Stadt. Seite 10
Geburtstag mit Seehase:
Das Wasser Marionetten
Theater feiert 20-jähriges
Bestehen. Seite 13
Entspannen am Grünstrand – für Jonna (16), die Travemünder und die Gäste ist das auch zukünftig möglich.
Es geht immer
noch schwärzer
W
Das 68-Millionen-Euro-Bauprojekt ist durch das Bürgervotum vom Tisch. Nun heißt es
für Politiker wie Verbände, neue Entwicklungschancen für den Tourismus zu finden.
Von Peer Hellerling
Nach dem eindeutigen Bürgervotum gegen die Bebauung des Grünstrands ist nun Wundenlecken angesagt. „Ich finde es schade, dass
es so gekommen ist“, sagt Imetas-Chef Heiner Kropp. Der Investor für das geplante Hotel mit Marina und dem Segelcamp hatte während der Einwohnerversammlung
im Maritim vergeblich um das Projekt geworben. Er sei überrascht gewesen von der „Vehemenz und Entschlossenheit“ der Gegner.
Von einem „herben Rückschritt“
spricht Wirtschaftssenator Sven
Schindler (SPD). „Das bedeutet,
dass am Grünstrand in den nächsten Jahren nichts passiert.“ Alternativen gebe es derzeit nicht. Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) ist weiterhin davon überzeugt, dass der
Stadtteil „eine Erneuerung und Erweiterung des touristischen Angebotes braucht“. Doch die Teilnehmer hätten das anders gesehen. Bereits bei der Veranstaltung hatte
der Bürgermeister den Eindruck,
sich verteidigen zu müssen, wenn
man Tourismus entwickeln soll.
Diesen Vorwurf empfindet der
Ortsratsvorsitzende Uwe Hildebrandt als „Schlag ins Gesicht aller
Tourismus 2020
2
Millionen Übernachtungen sind
das erklärte Ziel der Tourismus-Offensive der Lübeck und Travemünde
Marketing GmbH (LTM) für das Jahr
2020. Im Jahr 2011 zählte die LTM insgesamt 1,3 Millionen Übernachtungen.
Im Gespräch vor der Bürgerversammlung: Heiner Kropp (v. l.),
Bernd Saxe, Sven Schindler und
KWL-Chef Dirk Gerdes. Foto: Roeßler
Travemünder. Zu dem Projekt
konnte man nur nein sagen.“ An
den Grünstrand gehörten Café-Pavillons und Minigolf. Ähnlich sieht
es Ulf Freiherr von Danckelmann,
2. Vorsitzender der Travemünder
Wirtschaftsgemeinschaft: „Grundsätzlich sind wir für eine Entwicklung, aber mit moderater Bebauung.“ Die Debatte sei zuletzt nicht
mehr zufriedenstellend gewesen,
die Argumente zerredet worden.
„Jetzt können sich alle Einheimischen und Urlauber wieder unbeschwert am Grünstrand erfreuen“,
sagt Grünen-Fraktionsvorsitzende
Lilo von Holt. Die CDU sieht sich in
12 400
Gästebetten sollen
bis 2020 in ganz Lübeck stehen – 4300 mehr als jetzt. Allein in Travemünde soll sich die Zahl
von 3000 auf 6000 verdoppeln.
ihrer Haltung bestätigt. „Die Lübecker durchschauen es, wenn die
Stadt ein Gelände ohne Liebe für
den Ort verschleudern will“, sagt
Fraktionschef Andreas Zander.
Jens-Olaf Teschke, Fraktionsvorsitzender der FUL: „Dieses klare Votum macht jegliche Diskussion zu
Bebauungsplänen obsolet.“ Beide
Parteien werten das ablehnende
Votum als Niederlage für die SPD.
Die Sozialdemokraten wiederum nehmen den Ausgang zur
Kenntnis. „Das Ergebnis wird wie
versprochen Maßstab der Entscheidung von uns in der Bürgerschaft
sein“, sagt der SPD-Kreisvorsitzen-
IN KÜRZE
Foto: Wolfgang Maxwitat
Grünstrand bleibt grün: Wie
geht es in Travemünde weiter?
Norbert Dreessen
norbert.dreessen@ln-luebeck.de
eil ich im Kunstlicht der
Herrenboutique die Farbe
der anprobierten Hose
nicht genau erkennen konnte (ich
tippte auf grau), fragte ich den Verkäufer. „Das ist ein helles
Schwarz“, antwortete der.
Aha. Es gibt beim Schwarz also
Abstufungen. Das war mir bisher
nur bei anderen Farben aufgefallen. Wer sich zum Beispiel in einem Kosmetikgeschäft bei den Lippenstiften umschaut, stößt auf hunderte Rot-Töne und ebenso viele
klangvolle Namen dafür. Und dass
weiß nicht gleich weiß ist, ist jedem von uns aus der Waschmittelreklame bekannt, wo es immer
noch weißer geht – trotz des Werbespruchs „Weißer geht’s nicht!“
Kann man auch die Farbe Grün
steigern? An der Ampel jedenfalls
kaum, denn jeder Autofahrer dürfte schon über einen Vordermann
mit dem Satz „Grüner wird’s
nicht!“ geflucht haben. Und wo
wir bei der Ampel sind: Sind Sie
nicht auch schon mal „bei Dunkelgelb“ durchgefahren? Das war
dann in der Realität wohl eher Rot.
Und deshalb weiß ich jetzt auch,
dass die Hose in hellem Schwarz
eben nicht schwarz ist. Ich habe sie
nämlich gekauft und ins Tageslicht gehalten. Sie ist grau.
Mittwoch,
6. Februar 2013
Unbezahlte Strafe:
Mann in Haft
IHRE REDAKTION
ECHT
WAHR
9
Das Café Venezia erwacht
langsam aus dem
Winterschlaf. Es gibt
wieder Eis. Seite 13
de Peter Thieß und spricht von der
„offensichtlich von vielen liebgewonnenen Liegewiese“.
Bürgermeister Saxe will nun die
Vorhaben Waterfront, Hotelbau
auf dem Aqua-Top-Gelände und
die Entwicklung am Fischereihafen „umso nachdrücklicher betreiben“. Der Ortsratsvorsitzende Hildebrandt mahnt: „Wir müssen modernisieren, dürfen aber Travemünde nicht auf den Kopf stellen.“ Jetzt
sei die Gelegenheit zu zeigen, dass
die Einwohner auch kompromissbereit sein können. Karoline Lenz
von der LTM verlangt „dringend Investitionen in die touristische Infrastruktur, um den zeitgemäßen Qualitätsansprüchen unserer Gäste gerecht zu werden“. Senator Schindler fürchtet, in Lübeck nicht die
700 000 zusätzlichen Übernachtungen pro Jahr bis 2020 zu schaffen.
Imetas werde sich in nächster
Zeit jedenfalls nicht in Travemünde engagieren, so Heiner Kropp.
Der Investor wolle sich nun vorrangig um seine Projekte an der Wasserkunst und am Wallufer konzentrieren. „Dort sind wir ganz gut aufgestellt.“ Ohnehin sei Kropp nicht
beleidigt
über
den
Grünstrand-Rückschlag: „Wir stehen zu
unserem Lübecker Engagement.“
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BMW rammt
Bus beim Ausparken
Offenbar wegen eingeschränkter
Sicht ist gestern gegen 10 Uhr ein
5er BMW mit einem Bus des Stadtverkehrs zusammengeprallt. Der
Fahrer wollte in der Beckergrube
genau dann rückwärts ausparken,
als der Gelenkbus auf gleicher Höhe war. Dieser konnte nicht mehr
bremsen, der 38-jährige BMWFahrer wurde leicht verletzt. Am
Bus wurde die rechte Front beschädigt, und eine kleine Scheibe splitterte. Der Schaden am BMW wird
auf 3000 Euro geschätzt, am Gelenkbus auf etwa 2000 Euro. Dieser kam nach dem Unfall zur Reparatur ins Depot des Stadtverkehrs,
die Insassen mussten umsteigen
und einen anderen Bus nehmen.
LÜBECK-TIPPS
Tagsüber 15.30 Uhr Bildervortrag „ 20 Jahre Schulgarten“, Museum für Natur und Umwelt.
Abends 20 Uhr „Kunst gegen Bares“, LiveCV im CVJM, Große Petersgrube 11.
WETTER
Freundlich beginnt der
heutige Tag, später ziehen Schneeschauer
durch. Morgen bleibt es so unstet.
HÖCHSTTEMPERATUR: 3˚
TIEFSTTEMPERATUR: -2˚
WIND: Stärke 3 aus Südwest.
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Vielleicht später mal . . .?
„Ich bin sehr froh,
mich rechtzeitig
entschieden
zu haben!“
Ingeborg Spahrbier,
Bewohnerin seit 2002
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Freier Blick auf die Ostsee
Grünstrand-Votum sorgt für reichlich Gesprächsstoff auf der Straße.
Einen Tag nach dem deutlichen Bürgervotum gegen eine Grünstrandbebauung wurde das Ergebnis der Abstimmung auf den Straßen und in
den Geschäften Travemündes gestern heiß diskutiert.
Auch hier überwog die Meinung, den Grünstrand in seiner Ursprünglichkeit zu belassen. Wolf Hoffmann (70)
wohnt seit 40 Jahren in unmittelbarer Nähe. Er lehnt mehrgeschossige Bauten ab, kann
sich aber vorstellen, auf einer
Teilfläche niedrigere Gebäude zu errichten. Der freie
Blick der Anwohner müsse
aber gewährleistet bleiben.
„Im Sommer nutzen viele Familien die Rasenfläche, diese
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„Der Abschnitt sollte als grü- „Wir brauchen hier drinne Oase erhalten bleiben“,
gend Investitionen in die Zusagt Wolf Hoffmann. Fotos: Pump kunft“, meint Gabriele Ibl.
Möglichkeit muss erhalten
bleiben“, so der Pensionär.
Alexandra Luckner (34)
lehnt ein weiteres Hotel in Travemünde ab. „Wir haben
schon genug davon. Das Geld
sollte lieber in ein Schwimmbad investiert werden.“ Das
sieht Gabriele Ibl, Chefin des
Hotel Atlantic, anders. „Die
Travemünder haben eine
sinnvolle Investition verhindert“, sagt sie. Ein modernes
Hotel mit Cafés und Restaurant würde auch mehr Tagesgäste anlocken. Hier sei alles
veraltet und gerade für junge
Familien wenig attraktiv. hp
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