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Ein Graubereich bleibt Dieser Hirte riecht wie seine Schafe Einfach

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25/13
21. Juni
1,70 Euro
Ein Graubereich
bleibt
Gastkommentar
S. 2
Dieser Hirte riecht
wie seine Schafe
Ansgar Puff wird neuer
Kölner Weihbischof
S. 3
Einfach und
voller Liebe
Papst Franziskus
100 Tage im Amt
S. 4
Guter Boden für
persönliches
Wachstum
Ehealltag ist kein
graues Einerlei
S. 53
www.kirchenzeitung-koeln.de
Die Welt ein Stück
besser gemacht
72-Stunden-Aktion des BDKJ
Seite 10
INHALT/MEINUNG
In dieser Woche
vom 21. 6. bis 27. 6. 2013
Ein Stück Altenberg gerettet
„Wahnwitzige Idee“ wird 30 Jahre
Seite 7
Ein abgeschlagener
Prophetenkopf als Preis
24. Juni: Johannes der Täufer
Seite 15
Impressum/Leserbriefe
Seite 17
Bewegte Töne für
erhebende Worte
Neues Gotteslob: „Ehre sei Gott
in der Höhe“
Seite 19
Regionale Berichte
Seiten 33-43
„Sowas baut man nicht alle Tage“
Kölner Schreiner fertigt Kreuz für
Ministrantenwallfahrt
Seite 48
Titelbild: Viele tausend Jugendliche und
junge Erwachsene haben sich deutschlandweit bei der 72-Stunden-Aktion des
BDKJ engagiert und Gutes getan (siehe Seite 10/11). In Bergheim bauten junge Menschen mit Unterstützung von Auszubildenden des Energieunternehmens
RWE auf einem öffentlichen Spielplatz ein
Spielgerät für Rollstuhlfahrer. Am Sonntag feierte die Gemeinde dort die heilige
Messe. Im Verlauf des Gottesdienstes wurde das Gerät gesegnet. (Foto: Boecker)
2 | Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln | www.kirchenzeitung-koeln.de
Die Welt ein Stück besser gemacht
Stolz melden die Organisatoren der 72-Stunden-Aktion: „Bei der bislang größten Jugendsozialaktion Deutschlands ,Uns schickt
der Himmel‘ haben 175 000 Kinder und Jugendliche an 4000 Orten in Deutschland die
Welt ein Stück besser gemacht.“ Aber macht
es die Welt wirklich ein Stück besser, wenn
Kinder ein „Naturklassenzimmer“ haben für
Unterricht im Freien? Wenn eine Wand in einem Übergangswohnheim für Asylbewerber
bunt ist statt grau? Wenn Wohnungslose einmal zu einem Dinner eingeladen werden? Ja,
tut es! Denn die Kinder, die Asylbewerber
und die Wohnungslosen haben erleben dürfen, dass sich jemand für sie einsetzt. Mehr
noch: Sie haben nicht darum bitten müssen,
sondern die jugendlichen „Aktivisten“ selbst
haben sich überlegt, wo sie helfen, wem sie
womit eine Freude machen können. Ihrerseits durften sie dafür erleben: „Wir können
etwas bewegen!“ Und sie durften erfahren,
dass sie dabei nicht allein gelassen wurden.
Viele Firmen haben die Gruppen mit Material unterstützt, viele Erwachsene Spenden
und Know-How beigesteuert.
Papst Franziskus hat die 72-Stunden-Aktion gelobt als „eine Schule, in jedem Mitmenschen einen Bruder oder eine Schwester
unseres Herrn Jesus Christus zu sehen und
so konkret seinem Ruf in die Nachfolge zu
entsprechen.“ Und wie das mit Schulen so
ist: Wie wichtig es ist, was man dort lernt,
wird einem oft viel später erst bewusst. Auch
wenn die Wand in dem Asylbewohnerheim
wieder dreckig wird: Die positiven Erfahrungen bleiben.
KATHRIN BECKER
GASTKOMMENTAR
Ein Graubereich bleibt
Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF)
Köln hat in den vergangenen Jahren eine gesetzliche Regelung im Sinne der nun geplanten „Vertraulichen Geburt“ gefordert. Wir
wollten, dass Frauen ihre Kinder sicher entbinden können und Hilfe erhalten.
Für unsere Forderung nach der „Vertraulichen Geburt“ haben wir, nicht zuletzt von
katholischer Seite, viel Kritik einstecken
müssen. Die Babyfenster, Babyklappen und
die Anonyme Geburt sind in der öffentlichen
und veröffentlichten Meinung nach wie vor
populär, selbst wenn alle Studien und Untersuchungen hier viel Grund zur Kritik sehen.
Der Argumentation „wenn nur ein Leben gerettet wird“, kann man kaum etwas entgegensetzen.
Babyfenster und Anonyme Geburten wurden so in den vergangenen 14 Jahren durch
Abwarten, Prüfen, Abwägen und Duldung zu
einer etablierten und vor allem sehr bekannten Hilfeform. Deshalb kann man sie auch
nicht unmittelbar mit der Umsetzung der
„Vertraulichen Geburt“ schließen, jedenfalls
nicht dann, wenn man den Anspruch, Menschen in existenziellen Notlagen wirksam zu
helfen, einlösen will.
So werden jetzt beide Systeme, die Babyfenster/Anonymen Geburten auf der einen
Seite und die „Vertrauliche Geburt“ auf der
anderen nebeneinander existieren und erneut
auf ihre Wirksamkeit hin untersucht werden.
Bedauerlich ist, dass sich der Gesetzgeber
nicht dazu durchringen konnte, konkret festzulegen, wie lange die Untersuchung dauern
soll. Damit ist auch jetzt immer noch keine
Klarheit für die Träger von Babyfenstern und
Anonymen Geburten geschaffen, wie lange
sie ihre Angebote noch vorhalten können.
Auch die Forderung nach eindeutigen und
verlässlichen Standards für die Fortsetzung
der anonymen Abgaben und anonymen Geburten hat es nicht in das neue Gesetz geschafft. Somit wurde versäumt, den juristischen Graubereich durch mehr Transparenz
in der Arbeit mit Kindern und Müttern zu erhellen. Die Träger werden auch weiterhin mit
dem Verdacht leben müssen, es seien Kinder
„verschwunden“.
Wir erleben heute bei uns die ersten Kinder, die sich ansehen möchten, „wo sie herkommen“. Bei den anonym gebliebenen Abgaben können wir den Kindern und ihren
Adoptiveltern nicht mehr zeigen als unser
Fenster und die kleinen Erinnerungsstücke,
die wir gesammelt haben.
Trotz des oben beschriebenen Dilemmas
werden wir unser „Moses-Baby-Fenster“
weiterhin geöffnet lassen und uns gleichzeitig um den Aufbau der Strukturen für die Begleitung von Frauen und Kindern durch die
„Vertrauliche Geburt“ bemühen.
MONIKA KLEINE
Diplom-Soziologin
und -Pädagogin Monika Kleine ist Geschäftsführerin des Sozialkreises katholischer Frauen
(SkF) in Köln.
Ausgabe 25/13 | 21. Juni 2013
KIRCHE UND WELT
Dieser Hirte riecht wie seine Schafe
Papst setzt mit Ernennung von Ansgar Puff zum Kölner Weihbischof ein Zeichen
D
ie Ernennung von Ansgar Puff zum neuen Kölner Weihbischof hat überrascht.
Vergegenwärtigt man sich allerdings die vielen Aussagen von Papst Franziskus, in denen er
eine stärkere Zuwendung der Kirche zu den Armen fordert, ist Puffs Ernennung keine Überraschung. Insofern ist diese römische Personalentscheidung möglicherweise auch bedeutsam
hinsichtlich des Kurses, auf den der Papst die
Kirche führen will.
Dem Papstwort „der Hirt muss riechen wie
seine Schafe“ wird der 1956 in Mönchengladbach geborene Puff mehr als gerecht. Bevor
Puff seinen Weg zum Priestertum fand, absolvierte er ein Studium der Sozialarbeit an der
Katholischen Fachhochschule in Köln. „Den
Armen zu helfen, das war mein Ding“, sagt
Puff, der während seines Studiums in KölnVingst im sozialen Brennpunkt zusammen mit
drei Franziskanern in einer kleinen Wohnung
lebte. „In dieser Zeit habe ich eine doppelte
Ausbildung gemacht. Vormittags lernte ich in
der Fachhochschule die Theorie, die ich nachmittags in der Jugendarbeit anwenden konnte.
Dabei vermittelten mir die Jugendlichen von
der Straße alle Tricks, die man zum Überleben
braucht und zugleich das Gefühl eines großen
Zusammenhalts.“
Abschiedsbrief
an Gott
In dieser Zeit sei er immer noch auf der Suche nach Gott gewesen, sagt Puff, der seit einem
Jahr Personalchef des Erzbistums ist. Während
der Arbeit in Köln-Vingst kam er in Kontakt
mit angehenden Priestern, die während ihrer
Ausbildung auch ein soziales Praktikum, unter anderem in Köln-Vingst absolvieren mussten. „Wenn du Gott finden willst, dann musst du
Theologie studieren, haben die mir gesagt. Das
hab ich denen geglaubt und nach meinem Fachhochschulstudium mit der Theologie in Bonn
begonnen.“ Dass er während dieses Studiums
mit vier Personen in einer Wohngemeinschaft
in einer Obdachlosensiedlung im Bonner Norden lebte und sich die meiste Zeit in der Jugendarbeit in seinem Viertel engagierte, sei an dieser
Stelle nur beiläufig erwähnt.
Viel spannender ist Puffs Weg Suche nach
Gott. Aus einem „frommen Elternhaus“ stammend, konnte der Zweitälteste von vier Geschwistern als Jugendlicher mit „Gott und der
Kirche nicht viel anfangen“. Das endgültige
Aus seiner Beziehung zu Gott sei nach einem
Besuch bei einem verwandten Priester gekommen, bei dem er ein Wochenende verbrachte.
„Auf der Rückfahrt von diesem Wochenende
habe ich in der Bahn Gott, an den ich eigentlich
21. Juni 2013 | Ausgabe 25/13
Der designierte Weihbischof Ansgar Puff.
nicht glaubte, einen Abschiedsbrief geschrieben. Ich kannte Gott zwar vom Erzählen, aber
die persönliche Erfahrung mit ihm fehlte mir
völlig. Die Beziehung zwischen Gott und mir
war damit von meiner Seite aus beendet.“
Kurz vor seinem Abitur bekam die Familie
Ansgar Puffs Besuch von einem Verwandten,
der im französischen Toulouse lebte. „Ich interessierte mich nicht dafür, was er in Frankreich
tat, doch der Typ gefiel mir und ich beschloss,
die Einladung, ihn zu besuchen, anzunehmen“,
erzählt er. Also habe er sich nach dem Abitur
auf den Weg nach Toulouse gemacht und sich
zu ihm, ohne ein Wort Französisch zu können, durchgeschlagen. Gemeinsam hätten sie
Toulouse unsicher gemacht, lacht Puff in Erinnerung an jene Zeit. Jeden Abend sei sein Verwandter in die Kirche gegangen. Ihn habe das
zunächst nicht interessiert, schließlich hatte sich
das Thema Gott ja für ihn erledigt. Irgendwann
sei er doch neugierig geworden und einmal mit
in die Kirche gegangen, wo Kleine Brüder und
Kleine Schwestern des Charles de Foucauld
und Dominikanerpatres Liturgie feierten.
INFO
Ansgar Puff, der 1987 zum Priester
geweiht wurde und nach Kaplansjahren
in Köln-Vingst und Köln-Klettenberg
von 1996 bis zu seiner Ernennung zum
Leiter der Hauptabteilung Seelsorge-Personal im Generalvikariat im Jahre 2012
als Leitender Pfarrer in Düsseldorf wirkte, wird am Samstag, 21. September, im
Dom zum Bischof geweiht.
In diesen Tagen, Gründonnerstag bis Ostern
1974, habe er eine Kirche erlebt, wie er sie noch
nie erfahren habe. „In diesen Gottesdiensten
wurde meine Sehnsucht, Gott zu finden, wieder
geweckt“.
Während seines Theologiestudiums in Bonn
sei ihm schnell klar geworden, dass er „nicht in
dieser Firma Priester werden wollte“ – gemeint
war das Erzbistum Köln. Sein Weg in den Franziskanerorden endete bereits nach einer Woche. Der nächste Versuch führte Puff zum Orden der kleinen Brüder des Charles de Foucauld. Doch nach vier Monaten war auch dieses
Experiment gescheitert. „Dies war nicht mein
Weg.“ Doch welcher Weg war seiner? Wolfgang Kraft, damals Spiritual im Collegium Albertinum, habe ihn darum in die Pfarrei St. Marien in Köln-Nippes geschickt, wo er in einer
Priestergemeinschaft mitleben sollte. Hier kam
er erstmals mit dem Neokatechumenalen Weg
in Berührung. Diese neue geistliche Gemeinschaft, die in den Armenvierteln Madrids ihren
Ursprung hat, begeistert Puff bis heute. „Selber zu erleben, wie Christus durch die Verkündigung des Evangeliums Menschen völlig verändern und neu machen kann, hat mich fasziniert. Damals habe ich meinen Weg zu Christus
gefunden, der mich glücklich macht“, sagt der
2,04 Meter große Seelsorger, der heute froh ist,
Priester des Erzbistums Köln zu sein. „Immer
wieder durfte ich rückblickend das Handeln
Gottes in meiner Lebensgeschichte erfahren.
Gott hat es nicht immer leicht mit mir gehabt,
denn manchmal war ich schon auch ein wenig
starrsinnig“, meint Puff.
„Bin ich dazu
überhaupt würdig?“
Seine Ernennung zum Weihbischof hat er
mit großer Überraschung zur Kenntnis genommen. „Ich habe zunächst einmal tief Luft geholt und mich dann gefragt: Kann ich das, bin
ich dazu überhaupt würdig?“ In den Tagen danach habe er viel gebetet und auf den Rat des
Erzbischofs hin irgendwann einfach die Bibel
aufgeschlagen und willkürlich mit dem Finger
auf eine Stelle getippt. Er habe den Satz „du bist
mein geliebter Sohn“ aus der Taufszene Jesu am
Jordan getroffen. „Danach war ich sicher, dass
Gott mich an dieser Stelle haben will. Ich bin
immer noch ein bisschen unsicher, ob ich all
dem gewachsen bin, was auf mich zukommen
wird, zugleich bin ich aber auch zuversichtlich,
dass es gut wird.“ Im Übrigen sei er Papst Franziskus dankbar, mit dem er spirituell auf einer
Linie liege und den er sehr möge, dass „er mich
zum Weihbischof ernannt hat“.
ROBERT BOECKER
www.kirchenzeitung-koeln.de | Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln | 3
IM BLICKPUNKT
Große Nähe: Papst Franziskus nimmt sich viel Zeit für mehrere behinderte Menschen, die auf dem Petersplatz auf ihn warten.
S
eit zweieinhalb Stunden ist Papst Franziskus schon auf dem Petersplatz. Mit
dem Papamobil lässt er sich in jeden
Winkel des Platzes fahren, um möglichst vielen der 100 000 Besucher der Generalaudienz
zuwinken zu können. Er hält eine Katechese, gibt den Segen, begrüßt Ehrengäste. Doch
am Ende nimmt er sich noch mehr Zeit: Für
eine ganze Reihe behinderter Menschen, die
am Ausgang des Petersplatzes auf den Papst
warten.
Ein Mann ist so stark gelähmt und verkrampft, dass er nur liegen kann. Der Papst
muss sich strecken und anstrengen, um dem
Mann einen Kuss auf die Stirn zu geben.
Franziskus geht auf Tuchfühlung: Er berührt
die Menschen – buchstäblich. Viele Mütter
begleiten ihre behinderten Kinder, auch sie
umarmen den Papst, küssen ihn. Er lässt sie
gewähren. Es sind Zeichen der Nähe zu Menschen in schwierigen Lebenslagen.
Der Papst lebt vor, wie er sich die Kirche
vorstellt. Den Menschen zugewandt, ohne
Ansehen der Person, einfach und voller Liebe. Bei ihm stimmen Botschaft und Person
überein. Deswegen überzeugt er. „Eine En-
4 | Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln | www.kirchenzeitung-koeln.de
(Foto: KNA)
Einfach und voller Liebe
Papst Franziskus ist seit 100 Tagen im Amt
100 Tage ist Papst Franziskus jetzt im Amt. Er begann sein Pontifikat mit starken Gesten. Der
erwartete große Umbau des Vatikan oder die Neubesetzung wichtiger Positionen sind bislang
ausgeblieben. Doch wer meint, in Rom sei nichts passiert, der irrt.
zyklika auf zwei Beinen“, hat Radio Vatikan
über ihn geschrieben. Nun hat er auch noch
angekündigt, dass bald die erste geschriebene
Enzyklika kommt. Über den Glauben. Eine
vierhändige Koproduktion, weil Franziskus
die Vorarbeit von Papst Benedikt weiterführt.
Doch auch ohne geschriebene Enzyklika ist in den ersten 100 Tagen deutlich geworden, wie Franziskus sein Pontifikat versteht. Er hat das vatikanische Zeremoniell entschlackt. Barocke Prachtentfaltung ist
auf dem Rückzug. Und auch, wenn der Papst
noch keine wichtigen Personalentscheidungen getroffen hat und der umstrittene Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone noch immer im Amt ist: Der Papst regiert. Er lässt
keine Zweifel daran, wer Herr im Hause ist.
Insider berichten, dass er sich bei jeder Bischofsernennung erläutern lässt, welche Namen vorgeschlagen waren und warum andere Kandidaten nicht zum Zuge kommen sollen. Und immer noch verstört Franziskus die
Ausgabe 25/13 | 21. Juni 2013
IM BLICKPUNKT
Kurie, weil er selbst zum Telefon greift und
Mitarbeiter direkt anruft, ohne sich um Hierarchien zu kümmern. Für seine Anliegen umgehe er auch die üblichen Dienstwege, wenn
diese ihm zu schwerfällig erscheinen, sagt ein
Beobachter. Eine produktive Unruhe soll im
Vatikan entstanden sein, die Verlässlichkeit
alter Seilschaften ist weg. Doch Franziskus
will auch sichtbare Veränderungen: Deshalb
hat er eine kleine Kommission aus Kardinälen aus aller Welt beauftragt, ihm Vorschläge
für eine Kurienreform zu machen.
Ein Hauch von
Geheimnis wird bleiben
Veränderungen haben aber auch Grenzen:
Ganz wird Franziskus das Papstamt und die
Kurie nicht entzaubern können. Ein Hauch
von Geheimnis wird bleiben. So sind sich Insider uneins, ob die Geschichte stimmt, dass
Franziskus mit einem Kardinal inkognito
im schwarzen Anzug zum Essen in ein Restaurant gegangen ist. Der Vatikan wird eine
Quelle mehr oder weniger spannender Gerüchte bleiben – auch wenn Franziskus das
schlechte Reden über andere immer wieder
kritisiert. Überhaupt, seine Predigten und Ansprachen: die haben es in sich. Es sind keine
bequemen Botschaften, die Franziskus etwa
bei der Morgenmesse im vatikanischen Gästehaus, in dem er wohl wohnen bleiben wird,
verbreitet: Gerne warnt er vor kirchlichem
Karrierismus oder kritisiert bequeme Wohnzimmerchristen. Er geißelt Egoismus und
Ausbeutung. Ein Wohlfühlchristentum verkündet dieser Papst nicht. Und sein sichtbar
schlichter Lebensstil ist eine Anfrage an seine Amtsbrüder in aller Welt, die Kirche, aber
auch an jeden Christen.
Franziskus will ermutigen
und zum Glauben einladen
Doch die Anfrage kommt nicht mit erhobenem Zeigefinger: Franziskus will ermutigen, zum Glauben einladen. „Hab keine
Angst davor, Fehler zu machen, hinzufallen.
In der Kunst des Gehens ist es nicht wichtig,
nicht hinzufallen, sondern nicht liegenzubleiben. Steh schnell auf“, rief der Papst in einer Fragerunde mit Schülern einem jungen
Mann zu. Das bezieht Franziskus auch auf
die Kirche: „Ich habe lieber eine Kirche, die
etwas tut und dabei Fehler macht, als eine, die
selbst krank wird, weil sie sich verschließt“,
soll er einer Gruppe lateinamerikanischer Ordensleute gesagt haben. Sein Amtsverständnis lässt sich mit einem kleinen Rat des heiligen Franziskus zusammenfassen, den Papst
Franziskus kürzlich bei einer Predigt zitierte: „Verkündigt das Evangelium, und wenn es
nötig sein sollte, auch mit Worten.“
ULRICH WASCHKI
21. Juni 2013 | Ausgabe 25/13
Papst dankt
der Redaktion
Die Kirchenzeitung hat Post aus dem Vatikan
bekommen. Als Kardinal Jorge Mario Bergoglio am 13. März zum neuen Papst gewählt
worden war, war die Kölner Kirchenzeitung
die einzige Bistumszeitung in Deutschland,
die bereits in ihrer Ausgabe zwei Tage später mit Texten und Bildern über den neuen
Papst berichtete. Um dies möglich zu machen, hatten wir den Redaktionsschluss auf
Mitternacht verschoben. Ein Exemplar dieser Zeitung haben wir zusammen mit unseren Glückwünschen zur Wahl an Papst Franziskus geschickt. Jetzt hat Chefredakteur Robert Boecker ein Antwortschreiben aus dem
Vatikan erhalten:
Worte und Wünsche entgegengenommen.
Der Heilige Vater sagt Ihnen für diesen Ausdruck Ihrer Verbundenheit herzlichen Dank
und bittet Sie, seinen Hirtendienst durch Ihr
Gebet zu begleiten.
Papst Franziskus trägt auch Ihre Anliegen vor den Herrn und erteilt Ihnen und allen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Ihre
wichtige Tätigkeit im Rahmen des Verkündigungsdienstes der Kirche gerne den Apostolischen Segen.
S
ehr geehrter Herr Boecker,
anlässlich seiner Wahl zum Nachfolger
des Apostels Petrus haben Sie im Namen
der Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln
Papst Franziskus Ihre freundlichen Grüße
übermittelt.
Mit Freude hat Seine Heiligkeit Ihre guten
Indiskretionen und Spekulationen
Was der Papst zur „Schwulen-Lobby“ gesagt haben soll
N
ach einer Zusammenkunft von Papst
Franziskus mit Vorstandsmitgliedern
der Lateinamerikanischen und Karibischen
Konferenz der Ordensleute (CLAR) in der
vergangenen Woche ist ein Protokoll des Gesprächs ins Internet gelangt, das ungewohnte
Schlagzeilen hervorrief: „Papst spricht über
Schwulen-Lobby im Vatikan“ oder ähnlich
lauteten die Meldungen. Einer der sechs Besucher hatte Notizen zu dem Gespräch angefertigt, die ein chilenisches Internetportal veröffentlichte. Und so konnte jeder, der
wollte, nachlesen, was der Papst der CLARVorsitzenden Mercedes Leticia Casas Sánchez, ihrem Generalsekretär Gabriel Naranjo Salazar und den anderen Vorstandsmitgliedern im privaten Gespräch anvertraute.
Laut dem Protokoll soll Franziskus gesagt
haben: „Es ist die Rede von einer Gay-Lobby,
und es ist wahr, sie ist da… Wir müssen sehen, was wir tun können.“ Details nennt er
nicht. Nach Informationen der italienischen
Tageszeitung „La Repubblica“ soll er dies
auch schon im Mai bei einer Audienz für die
sizilianischen Bischöfe geäußert haben. Über
eine solche „Gay-Lobby“ im Vatikan wird in
italienischen Medien seit längerem spekuliert. Ihren Höhepunkt erreichten die Mutma-
ßungen zuletzt im Zusammenhang mit dem
Untersuchungsbericht zur „Vatileaks“-Affäre, der dem Papst im Dezember überreicht
wurde. Damals wies der Vatikan die Behauptung zurück, dass homosexuelle Seilschaften
eine Rolle in dem Papier spielten.
CLAR bedauerte die Veröffentlichung
„zutiefst“ und distanzierte sich vorsichtig von
dem Protokoll. Die Konferenz versicherte,
dass die Mitschrift nicht für die Öffentlichkeit, sondern nur für die „persönliche Erinnerung“ bestimmt gewesen sei. Sie beruhe auf
den „Erinnerungen der Teilnehmer“. Die wiedergegebenen Äußerungen könnten nur in einem allgemeinen, nicht jedoch im wörtlichen
Sinne dem Papst zugeschrieben werden.
In dem Protokoll findet sich nicht nur die
Äußerung über eine „Schwulen-Lobby“ im
Vatikan. Franziskus spricht demnach auch
über Korruption im Vatikan und über Traditionalisten. Die Glaubenspraktiken aus der
Zeit vor dem Konzil hätten sich überlebt, so
der Papst. Zur Darbringung von 3525 Rosenkränzen aus traditionalistischen Kreisen – als
spirituellem Geschenk zu seiner Wahl – sagte
Franziskus laut dem Protokoll: „Warum sagen die nicht einfach: ‚Wir beten für Sie‘?“
THOMAS JANSEN
www.kirchenzeitung-koeln.de | Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln | 5
KIRCHE UND WELT
KARDINAL WEIHT NEUE KIRCHE IN VEREINIGTEN
ARABISCHEN EMIRATEN. Die Katholiken in
den Vereinigten Arabischen Emiraten
bekommen eine neue Kirche für bis
zu 1500 Besucher. Das 3,8 Millionen
Euro teure Gotteshaus im Emirat Ras
Al Khaimah soll an diesem Freitag von
Kardinal Fernando Filoni, dem Leiter der vatikanischen Missionskongregation, geweiht werden, wie der asiatische Pressedienst Ucanews meldete.
Der Neubau sei nötig geworden, weil
die bisherige, für 500 Personen ausgelegte Kapelle zeitweise um ein Vielfaches überbelegt gewesen sei. In Ras Al
Khaimah leben nach Kirchenangaben
rund 6000 Katholiken. Die katholische
Gemeinde setzt sich nach Angaben der
Ortskirche ausnahmslos aus Gastarbeitern zusammen.
MÜNCHNER ERZBISTUM BILDET GEISTIG BEHINDERTE LEKTOREN AUS. Katholische Inklusion: Im Erzbistum München-Freising
können geistig behinderte Menschen
nach einer speziellen Ausbildung erstmals Aufgaben im Gottesdienst übernehmen. An diesem Sonntag werden in
Attl bei Rosenheim die ersten elf Absolventen einer Lektorenschulung beauftragt, in ihren Heimatpfarreien während der Messe Lesungen aus der Bibel
vorzutragen, wie das Bistum am Montag mitteilte. Die meisten Kursteilnehmer sind in der Stiftung Attl, der Stiftung Ecksberg oder im Betreuungszentrum Steinhöring tätig oder wohnen in
den Einrichtungen. Initiiert wurde der
Kurs von zwei Pastoralreferenten, die
in Behinderteneinrichtungen als Seelsorger arbeiten.
RUND ZEHN ANZEIGEN GEGEN KIRCHENSATIRE VON
KABARETTISTIN KEBEKUS. Der Kölner Staatsanwaltschaft liegen inzwischen rund
zehn Anzeigen gegen die Kirchensatire „Dunk den Herrn“ der Kabarettistin
Carolin Kebekus vor. Die Anzeigenerstatter werfen Kebekus einen Verstoß
gegen Paragraf 166 des Strafgesetzbuchs (StGB) vor, sagte ein Sprecher
am Montag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Dieser Paragraf stellt die Beschimpfung religiöser Bekenntnisse unter Strafe. Die Anzeigen hielten sich alle an die Vorlage
auf der Online-Seite der Piusbruderschaft, fügte der Sprecher der Staatsanwaltschaft hinzu. Die Bruderschaft hatte vergangene Woche Katholiken dazu
aufgerufen, Anzeige zu erstatten. Unter
anderem leckt die als Nonne verkleidete Kebekus in dem umstrittenen Video
mehrfach an einem Kruzifix.
6 | Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln | www.kirchenzeitung-koeln.de
Bundestag regelt vertrauliche Geburt
Gesetz tritt im Mai 2014 in Kraft
BERLIN. Der Bundestag hat den Gesetzentwurf zur vertraulichen Geburt beschlossen.
Danach sollen Schwangere ihr Kind anonym
entbinden können, diesem aber zugleich ermöglichen, seine Herkunft ab dem 16. Lebensjahr einzusehen. Dazu wird eine Herkunftsurkunde in einem nur dem Kind zugänglichen Umschlag aufbewahrt. Bei den
bislang nur geduldeten anonymen Geburten
wurde das Recht des Kindes auf Kenntnis seiner Herkunft ignoriert.
Der Bundestag hatte bereits im März in
Erster Lesung über das Gesetz debattiert. Damals hatten die Oppositionsparteien kritisiert,
dass es in dem Entwurf noch zu viele offene
Fragen gebe. Auch die Länder hatten Nachbesserungen gefordert. So übernimmt jetzt
der Bund die Kosten, die im Zusammenhang
mit der Geburt sowie der Vor- und Nachsorge
entstehen.
Das Gesetz soll im Mai des kommenden
Jahres in Kraft treten. Dort ist auch festgelegt,
dass die Auswirkungen auf die bestehenden
Angebote regelmäßig überprüft werden sollen. Dazu gehört auch, die Standards der Babyklappen regelmäßig zu bewerten. Hat die
Mutter berechtigte Gründe, ihre Anonymität
zu wahren, kann sie der Bekanntgabe ihre Daten widersprechen. Die endgültige Entscheidung liegt dann beim Familiengericht. KNA
Schwierige Datenlage
Zensus gibt nur bedingt Aufschluss über Zahl der Christen
BERLIN. Die erste Volkszählung im wiedervereinigten Deutschland hat Politik und Medien überrascht. Die Daten bieten Stoff für demografische und religionssoziologische Debatten. Gemäß den Ergebnissen des Zensus
2011, durchgeführt vom Statistischen Bundesamt, hat Deutschland 80,2 Millionen Einwohner, rund 1,5 Millionen weniger als geschätzt. Stichtag für diese erste Volkszählung
seit 1987 war der 9. Mai 2011.
Entspricht dieser Befund auch den Entwicklungen im Bereich der christlichen Kirchen und sonstigen Religionsgemeinschaften? Katholische und evangelische Kirche haben ein Interesse am Zensus, um ihre eigenen
Statistiken abgleichen zu können. Ihre Mitgliederzahlen gehen seit Jahrzehnten zurück.
Wirklichen Aufschluss bietet ihnen der Zensus jedoch nur bedingt.
Laut Zensus lebten im Mai 2011 in der
Bundesrepublik 24,7 Millionen Katholiken
und 24,3 Millionen Protestanten. Im Vergleich
zur Statistik der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) zeigt sich eine geringfügige Differenz: Diese weist – allerdings zum Jahresende 2011 – 24,5 Millionen Katholiken aus.
2010 waren es 24,6 Millionen. Eine mögliche
Erklärung könnte im unterschiedlichen Stichtag liegen.
Näheren Aufschluss könnte die Statistik
2012 erbringen, die die DBK nach Angaben
ihres Sprechers Matthias Kopp voraussichtlich Mitte Juli vorlegen wird. Unterschiede
könnten ihre Ursache auch darin haben, dass
sich das Statistische Bundesamt beim Zensus
nur auf die Daten in den Umfragebögen stützt,
während die Kirchen die Angaben der Meldeämter heranziehen.
Eine gewisse Schieflage zum christlich-religiösen Erscheinungsbild der Gesellschaft im
Zensus ist dadurch verursacht, dass außer Katholiken und Protestanten sonstige Christen
(zum Beispiel Orthodoxe) nicht einzeln aufgeführt werden. Was die Sache zudem verkompliziert: Rund 13,8 Millionen Menschen
machten gar keine Angaben zu ihrer Religionszugehörigkeit.
Eine wie auch immer geartete Zuordnung
zu einer Glaubensgemeinschaft oder zur
Gruppe der Konfessionslosen beziehungsweise Atheisten ist somit nicht möglich. Ferner
gaben 4,2 Millionen Personen an, einer anderen Religion oder Weltanschauung anzugehören. Weitere 8,3 Millionen erklärten, keiner
Religion anzugehören.
Keine Erkenntnisse erlaubt der Zensus bezüglich der in Deutschland lebenden Muslime. Der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Roderich Egeler, erklärte bei der Präsentation, es sei davon auszugehen, das die
Fragen nach der Religionszugehörigkeit am
häufigsten von Juden, Muslimen, Buddhisten
und Hinduisten nicht beantwortet worden seien.
Beim Bonifatiuswerk in Paderborn hieß
es auf Anfrage, besonders problematisch seien die Zensus-Daten für die ostdeutsche Diaspora. Die Zahl der Konfessionslosen beziehungsweise Atheisten sei wahrscheinlich höher als ausgewiesen. Laut Zensus leben gut
860 000 Katholiken im Osten Deutschlands.
Die dortige Katholikenzahl wurde in den vergangenen Jahren bereits mehrfach nach unten
korrigiert. Hauptgrund war, dass in der DDR
die Kirchenzugehörigkeit von den Meldestellen nicht erfasst wurde. ALBERT STEUER
Ausgabe 25/13 | 21. Juni 2013
ERZBISTUM aktuell
Ein Stück Altenberg gerettet
Eine „wahnwitzige Idee“ wird 30 Jahre alt
ALTENBERG. „Die Linde war damals ein
kleiner Baum, jetzt ist sie ein stattlicher“,
sagt Monsignore Winfried Pilz beim Betreten des Küchenhofes. Damals, das war vor
genau 30 Jahren, gründetete der Rektor der
Jugendbildungsstätte Haus Altenberg mit
Dr. Ewald Kurowski den Aktionskreis Altenberg, „um den ehemaligen Wirtschaftshof
des Zisterzienserklosters Altenberg, den Küchenhof, in seiner historischen Substanz und
mit seiner besonderen Atmosphäre im Sinne
zisterziensischer Tradition für die Menschen
zu bewahren.“ Nach 30 Jahren ist das Fazit:
„Das Vereinsziel, ein Stück Altenbergs zu
retten, wurde erreicht“, so Pilz, der heute in
Leutersdorf im Ruhestand lebt.
Pilz beschreibt die Zeit um 1982 als Zeit
des Aufbruchs in Kirche und Gesellschaft.
Er macht es fest an: „Da waren das Zweite
Vatikanische Konzil, die Gründung der Gemeinschaft von Taizeé, der Katholikentag
von Freiburg und die Erweiterung von Haus
Altenberg.“ Und da war die marode Bausubstanz des Küchenhofes. Diesen wollte man
erhalten. Groß, sehr groß war die Enttäuschung, als das Erzbistum Köln kein Interesse zeigte, den Küchenhof für eine Million Mark vom Eigentümer Hubertus Prinz zu
Sayn-Wittgenstein zu kaufen. „Viele Menschen – über 200 – standen startbereit, den
Küchenhof des ehemaligen Zisterzienserklosters zu erhalten“, erinnert sich Pilz. Man
gründete den Aktionskreis Altenberg, um die
Kaufsumme durch Spenden bereitzustellen.
„Eine wahnwitzige Idee“, sagt der ehemalige
Diözesanjugendseelsorger.
Dann spielte der Zufall, andere werden es
Der Küchenhof in Altenberg ist durch einen
Tordurchgang erreichbar.
Vorsehung nennen, dem Aktionskreis in die
Hände. Der Verkauf des Geländes war dem
Prinzen unmöglich. So kam es zu einem Erbbauvertrag über 35 Jahre, den der Verein bedienen konnte.
In einem Projekt mit arbeitssuchenden Jugendlichen gelang es, den Küchenhof zu renovieren. Einige junge Menschen versuchten
sich mit einer Existenzgründung als Töpfer
oder Gastronom. Letztere Projekte scheiterten. Heute werden Töpferei, Gastronomie,
Schmuckstube, Pilgersaal und Kräutergarten
professioneller gehandhabt. Rentabel sind
die Projekte aber nur wegen des ehrenamtlichen Einsatzes der Aktionskreismitglieder.
Sie sind stolz, ein Stück zisterziensischer
Tradition gerettet zu haben, was den Charme
des Ortes ausmacht. Wie es in fünf Jahren
weitergeht, ist offen.
KL
Franziskus: Starker
Anfang in 100 Tagen!?
KÖLN. Auf das vatikanische Protokoll
legt er keinen Wert, auf aufwändige liturgische Gewänder verzichtet er, um
die Mittagszeit wünscht er allen einen
guten Appetit. das alles sind Kennzeichen für die ersten Amtswochen von
Papst Franziskus. Grund genug, die
ersten 100 Tage des neuen Papstes besonders in den Blick zu nehmen.
Die Thomas Morus Akademie und
die Kirchenzeitung laden dazu am
Montag, 1. Juli, 18 Uhr, ins Maternushaus in Köln, Kardinal-Frings-Straße
ein. Diskutiert werden sollen nicht nur
die Symbolik der äußeren Zeichen, es
soll auch die Frage nach seiner theologischen und kirchenpolitischen Programmatik gestellt werden.
Dazu sind Matthis Kopp, Sprecher
der Deutschen Bischofskonferenz und
ausgewiesener Vatikanexperte, Dr.
Wolfgang Reuter, Privatdozent für Pastoraltheologie und Pastoralpsychologie
an der Philosophisch-Theologischen
Hochschule Vallendar, und Schwester
Alexa Weismüller OFS, Provinzoberin
der Franziskanerinnen von der ewigen
Anbetung in Olpe, eingeladen. Sie alle
versuchen von ihrem Standpunkt aus
eine Einschätzung des neuen Papstes.
Die Veranstaltung schließt mit einem
Imbiss. Weitere Informationen und Anmeldung unter Telefon (0 22 04) 40 84 72
bei der Thomas Morus Akademie. Für
Teilnahme und Imbiss wird eine Kostenbeteiligung von 20 Euro erhoben.
PA
>> www.tma-bensberg.de
Commerzbank gibt
15 000 Euro für den Dom
30 jahre Aktionskreis Altenberg: Es erinnern sich Walter Dinges (links), Christel Kramer (beide Vorstandsmitglieder) und Gründer Monsignore Winfried Pilz. Rechts im Hintergrund der
mächtige Lindenbaum, der vor 30 Jahren ein kleines Bäumchen war.
(Fotos: Klein)
21. Juni 2013 | Ausgabe 25/13
KÖLN. Über eine Spende der Commerzbank-Stiftung in Höhe von 15 000
Euro für den Zentral-Dombau-Verein
konte sich dessen Präsident, Michael
Hoffmann, jetzt freuen. „Wie allen Kölnern so liegt auch uns der Dom besonders am Herzen“, sagte Frank Wagner,
Mitglied der Geschäftsleitung der Commerzbank. Dass das Geld gut angelegt
ist, bestätigte ihm Hoffmann: „Jahr für
Jahr sind umfangreiche Baumaßnahmen zur Erhaltung unseres UnescoWeltkulturerbes notwendig“, sagt er. „Je
mehr Unterstützer der Kölner Dom hat,
desto besser sind wir den zukünftigen
Herausforderungen gewachsen.“
>> www.zdv.de
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ERZBISTUM aktuell
Deutschland vor der Bundestagswahl
Podiumsdiskussion im Neusser Augustinus-Forum mit Prälat Jüsten aus Berlin
NEUSS. Politiker und Parteien, ihre Programme und Strategien: Darum ging es kürzlich bei
der Podiumsdiskussion „Deutschland vor der
Bundestagswahl“ im Augustinus-Forum. Prälat
Dr. Karl Jüsten, Leiter des Katholischen Büros
in Berlin, und Politikwissenschaftler Professor
Dr. Karl-Rudolf Korte stellten sich den Fragen
von NRZ-Chefredakteur Rüdiger Oppers. 550
Gäste wohnten der Diskussion bei.
Demokratisch reife
Entscheidung treffen
Weniger als 100 Tage bis zur Bundestagswahl. Wen kann, wen soll man wählen? „Als
Katholiken haben wir einen Auftrag“, sagte Jüsten. „Erstens, dass wir überhaupt wählen gehen.
Zweitens, dass wir dabei eine demokratisch reife Entscheidung treffen.“ Diejenige Partei solle
die Stimme erhalten, bei der man am meisten
von dem finde, was gut für das Land, gut für die
Familie, gut für einen selbst sei, so der Prälat.
Und wo sieht er inhaltlich die größte Schnittmenge mit der Kirche? „Am ehesten bei den CParteien“, sagte Jüsten. Ganz einfach, weil hier
immer noch die meisten Katholiken zu finden
seien. Allerdings bröckele dieser Umstand, viele Parteimitglieder seien nicht mehr im Christentum verwurzelt. Dafür fänden sich engagierte Katholiken auch in anderen Parteien – etwa
Philipp Rösler (FDP), der im ZdK aktiv ist.
Mit Winfried Kretschmann gebe es nun einen grünen Ministerpräsidenten, der bekennen-
Diskutierten über die bevorstehende Bundestagswahl (von links): Rüdiger Oppers, Prälat Dr.
Karl Jüsten und Professor Dr. Karl-Rudolf Korte.
(Foto: Glenz)
INFO
Für alle, die nach wie vor Diskussionsbedarf haben:
Am Sonntag, 14. Juli, veranstalten die Kirchenzeitung und das Katholisch-Soziale Institut (KSI) in Bad
Honnef eine Podiumsdiskussion zum Thema „Wen soll
ich wählen?“. Nach einer Messfeier um 9 Uhr in der
Hauskapelle des KSI gibt es ein Einführungsreferat
von Prälat Martin Hülskamp, Leiter des Katholischen
Büros in NRW, und anschließend eine Diskussion mit
Armin Laschet MdL (CDU), Jochen Ott MdL (SPD), Patrick Döring MdB (FDP) und Sylvia Löhrmann (Bündnis 90/Die Grünen). Wer danach beim Mittagessen
dabei sein möchte (Kostenbeitrag: 12 Euro), möge
sich unter Telefon (0 22 24) 95 54 01 anmelden.
der Katholik sei, so Oppers. „Machen Ihnen die
Grünen jetzt mehr Spaß als vorher, Herr Jüsten?“ Spaß mache ihm eine Partei, wenn sie
seine Positionen teile, so der Prälat. Inhaltlich
hätten die Grünen zwar einiges mit der Union
gemein. „Aber sie sind mit ihrem Programmpapier weit nach links gerückt“, betonte Jüsten.
Umfragetief für die SPD, Pädophilieskandal
bei den Grünen. Dafür hoher Zuspruch für die
Union. Ist die Wahl schon gelaufen? „Nein, es
ist alles noch offen“, sagte Korte. „Viele Wähler entscheiden kurzentschlossen.“ Das, was
an den Tagen vor der Wahl passiere, zähle. Zudem sei die Entscheidung personengebunden:
So war sich die Runde einig, dass vor allem die
Kanzlerin für den hohen CDU-Zuspruch sorgt.
TOBIAS GLENZ
Herzstillstand im Dom
Ersthelfer können mit Defibrillator Leben retten
Demonstrieren an einer Puppe, wie man den
Defibrillator benutzt: Pfarrer Dr. Dominik
Meiering (links) und Malteser-Ausbildungsleiter Thorsten Sauerbier.
(Foto: Glenz)
8 | Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln | www.kirchenzeitung-koeln.de
KÖLN. Schock im Dom: Ein Mann Mitte 70
kollabiert beim Gottesdienst. Herz-KreislaufStillstand. Ersthelfer greifen sofort ein. Jede Sekunde zählt. Durch Reanimation und Nutzung
eines Defibrillators kann das Leben des Mannes gerettet werden. – So geschehen beim Abschlussgottesdienst für die Helfer des Eucharistischen Kongresses vor knapp zwei Wochen.
Bereits seit fünf Jahren hängt direkt neben
dem Nordeingang des Doms ein automatischer
externer Defibrillator (kurz AED oder „Defi“);
ein Gerät, das den Herzrhythmus messen und
durch Stromstöße beeinflussen kann. Gesponsert wurde es von den Maltesern. Jetzt kam es
das erste Mal zum Einsatz – mit Erfolg. Unter den Ersthelfern war auch Pfarrer Dr. Dominik Meiering, Stadtjugendseelsorger von
Köln. „Der Defibrillator ist kinderleicht zu bedienen“, sagt er. „Man muss das Gerät nur anschalten, dann leitet es einen an.“
Und so funktioniert der Defibrillator, der
etwa die Größe eines Laptops hat: Zwei Elektroden werden am Brustbereich des Patienten
befestigt. Das Gerät wertet dann den Herzrhythmus automatisch aus und gibt dem Helfer gegebenenfalls das Signal, per Knopfdruck
Stromstöße auf den Körper des Betroffenen
abzugeben.
„Jeder kann Lebensretter werden“, betont
Thorsten Sauerbier, Malteser-Ausbildungsleiter der Stadt Köln. Dazu tragen auch ErsteHilfe-Schulungen bei, die Sauerbier in regelmäßigen Abständen durchführt – etwa für die
Domschweizer.
In der Domschatzkammer befindet sich ein
zweiter Defibrillator. Die Malteser streben einen dritten im Turm an, wofür noch Sponsoren
gesucht werden (Kosten: 2000 Euro). TMG
>> www.malteser-stadt-koeln.de
>> www.defikoeln.de
Ausgabe 25/13 | 21. Juni 2013
ERZBISTUM aktuell
Mit Sachverstand und Herzblut
Bundesverdienstkreuz für Erziehungswissenschaftler Dr. Albert Wunsch
NEUSS. Für jahrzehntelanges Engagement
in Politik, Kirche und Vereinen erhielt Dr.
Albert Wunsch nun das Bundesverdienstkreuz am Bande. Landrat Hans Jürgen Petrauschke übergab es dem Erziehungswissenschaftler im Neusser Kreishaus. Albert
Wunsch – 1944 in Setterich im Kreis Geilenkirchen geboren, verheiratet, Vater von
zwei Söhnen – kam 1968 nach Neuss, wo
er zunächst als Jugendbildungsreferent im
Katholischen Jugendamt tätig war, dessen
Leitung er 1973 bis 2004 übernahm. Parallel dazu nahm er ab 1972 eine Lehrtätigkeit
an der Fachhochschule Düsseldorf auf und
absolvierte ein Studium. An der Universität
Köln promovierte der heute 69-Jährige 1986
in den Fächern Erziehungswissenschaften,
Psychologie und Kunst.
Bei seinem Engagement in zahlreichen
Ehrenämtern lag Albert Wunsch immer die
Jugendarbeit am Herzen. So ist er seit 1970
Mitglied des Vereins Offene Tür, Träger des
Hauses der Jugend in Neuss. Er wirkte von
1969 bis 2004 als Mitglied des Jugendwohlfahrts- und Jugendhilfeausschusses der Stadt
Neuss an vielen jugendpolitischen Entscheidungen mit und prägte die Erwachsenenund Familienbildung als langjähriges Mitglied des Kuratoriums der Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Weiterbildung. Albert
Wunsch ist Vorstandsvorsitzender des Katholischen Jugendförderwerkes im Stadtdekanat Neuss, Mitbegründer des Berufsförderungszentrums Schlicherum und engagierte
sich im Pfarrgemeinderat St. Peter in NeussHoisten ebenso wie im Erzbistum Köln.
Der Buchautor und Berater für Erziehung
und Partnerschaft hat sich, so betonte Landrat
Hans-Jürgen Petrauschke in seiner Laudatio,
„in vorbildlicher Weise für eine angemessene
und nicht überzogene Erziehung von Kindern
und Jugendlichen engagiert“. Für seine zahlreichen Aktivitäten habe
Wunsch „einen großen
Teil seiner Freizeit geopfert und seinen Sachverstand und viel Herzblut
eingebracht“. „Dr. Albert
Wunsch hat sich vielen
Aufgaben gestellt, die für
unsere Gesellschaft unverzichtbar sind“, würdigte der Landrat das WirAlbert Wunsch.
ken des Neussers.
KB
Weihe am Vorabend von „Peter und Paul“
Acht Kandidaten freuen sich auf die Priesterweihe
Die Kandidaten für die Priesterweihe am 28. Juni im Kölner Dom bitten um begleitendes Gebet.
KÖLN. Acht neue Priester für das Erzbistum Köln weiht Kardinal Joachim Meisner,
am Freitag, 28. Juni, um 16 Uhr im Hohen
Dom zu Köln. Die Weihekandidaten sind
(von links nach rechts):
• Franziskus von Boeselager, geboren
am 17. Juli 1977 in Wickede/Ruhr; Heimatgemeinde: St. Vincenz, Menden;
Studium in Bonn, Salamanca, Namur
und Köln; eingesetzt im Seelsorgebereich St. Laurentius, Wuppertal.
• Tommaso Bonifaci, geboren am 23.
Dezember 1979 in Rom/Italien; Heimatgemeinde: Geburt unseres Herrn Jesus
Christus, Rom; Studium in Rom, Bonn
und Köln; eingesetzt im Seelsorgebereich Geistingen/Hennef/Rott.
• Niccolo Galetti, geboren am 14. Sep-
21. Juni 2013 | Ausgabe 25/13
•
•
•
tember 1983 in Cremona/Italien; Heimatgemeinde: St. Hilarius und Apollinaris, Cremona; Studium in Bonn und
Köln; eingesetzt im Seelsorgebereich St.
Pankratius, Köln-Worringen.
Sebastian Lambertz, geboren am 30.
Mai 1981 in Siegburg; Heimatgemeinde:
St. Servatius, Siegburg; Studium in Lantershofen und Köln; eingesetzt im Seelsorgebereich Nippes/Bilderstöckchen.
Michele Lionetti, geboren am 25. September 1976 in Rom/Italien; Heimatgemeinde: Unsere Liebe Frau vom Allerheiligsten Sakrament und die heiligen
kanadischen Märtyrer, Rom; Studium in
Rom, Bonn und Köln; eingesetzt im Seelsorgebereich St. Nikolaus, Wipperfürth.
Hector Miranda Uribe, geboren am 1.
•
•
Februar 1966 in Mexiko City; Heimatgemeinde: Maria Hilf, Naucalpan, Mexiko; Studium in Mexiko, Bonn und
Köln; eingesetzt im Seelsorgebereich
Bornheim – an Rhein und Vorgebirge.
Matthias Peus, geboren am 12. September 1968 in Wuppertal; Heimatgemeinde: Maria, Königin des Friedens,
Velbert-Neviges; Studium in Bonn, Jerusalem und Köln; eingesetzt im Seelsorgebereich St. Maria Magdalena und
Christi Auferstehung, Bonn.
Thorben Pollmann, geboren am 3. September 1987 in Frankfurt a.M.; Heimatgemeinde: St. Andreas und Evergislus,
Bonn-Bad Godesberg; Studium in Bonn
und Köln; eingesetzt im Seelsorgebereich Odenthal/Burscheid/Altenberg.
www.kirchenzeitung-koeln.de | Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln | 9
BERICHT
Ein Dorf aus Papphütten errichteten Jugendgruppen von St.
Laurentius mitten in Burscheid. Damit sammelten sie Spenden
für das Waisenkinderprojekt der Pfarrei in Tansania.
Wolfgang Bosbach, MdB CDU, stieg in den Minibagger und half der St. Sebastianus Schützenjugend, die einen Ruhe- und Erlebnisplatz im SeniorenWohnhaus „Peter Landwehr“ in Bergisch Gladbach-Hand anlegte.
Uns schickt d
Eindrücke von der 72-Stunden-Akt
Generalvikar Dr. Stefan Heße besuchte die Aktionsgruppe der KjG St. Rochus, die an der Katholischen Offenen Ganztagsgrundschule Wilhelm-Schreiber-Straße in Köln-Bickendorf ein
„Naturklassenzimmer“ eingerichtet hat für Unterricht im Freien.
40 Mitarbeiter der St.-Augustinus-Kliniken in
Neuss haben 4000 Quadratmeter gestrichen,
alte Betten entsorgt und den Garten einer Wohnungslosenhilfe mächtig aufgewertet.
In Remscheid wurde der Countdown für die
Aktion auf dem Markt heruntergezählt. Dann
machten sich 150 Jugendliche in unterschiedlichen Projekten an die Arbeit.
10 | Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln | www.kirchenzeitung-koeln.de
Die stolze Summe von 835 Konservendosen
Ganztagsschule Wiembach der Remigiusmelt und an die Leverkusener Tafel übergeben
Ausgabe 25/13 | 21. Juni 2013
BERICHT
In Gummersbach-Derschlag brachten 29 junge Helfer das Außenklassenzimmer der Grundschule in Ordnung. Der zugewachsene Teich wurde gesäubert und eine „Fühlstraße“ zum Barfußgehen wiederhergestellt.
In Köln-Vingst gestalteten junge Menschen den Blumen- und Kräutergarten des Seniorenhauses an St. Theodor neu. Wohlwollend
kommentierten einige Senioren das Geschehen im Garten.
kt der Himmel
den-Aktion der Katholischen Jugend
Die Kellerräume des Pfarrheims von St. Maria
Königin in Troisdorf, das zukünftig als „Jugendpastorales Zentrum“ genutzt wird, renovierten
Jugendliche aus dem Seelsorgebereich. Es wurden Kabel gezogen, gestrichen und, und, und ...
haben Kinder aus dem Angebot der Offenen
grundschule in Leverkusen-Opladen gesamkönnen.
21. Juni 2013 | Ausgabe 25/13
Über 1000 Sandsäckchen, die zugunsten der
Hochwasserhilfe verkauft wurden, stellen 214
Düsseldorfer Oberstufenschüler in Derendorf/
Pempelfort her. Außerdem wurden Autos gewaschen und Rasen gemäht. Ergebnis: 7200 Euro.
Einen Fahrradschuppen erhielt das AWO-Familienwohnhaus „Mogli“ in Erkrath-Hochdahl.
Zehn junge Erwachsene packten bei der 72-Stunden-Aktion mit an. Finanziert wurden die
Materialien aus der Aktion „Armut ist nicht sichtbar“ der Katholischen Jugend Hochdahl.
www.kirchenzeitung-koeln.de | Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln | 11
LITURGIE UND GLAUBE
Der Gott, der spricht
Neue Reihe: Gedanken zum Wort des Herrn
N
ach der langen Reihe zur Eucharistie widmet sich die Kirchenzeitung auf dieser
Seite fortan einem weiteren Kernthema des
Glaubens: dem Wort Gottes. In den kommenden Wochen sollen zunächst Gedanken aus
dem päpstlichen Schreiben „Verbum Domini“
aus dem Jahr 2010 vorgestellt werden:
D
as Neue der biblischen Offenbarung besteht darin, dass Gott sich im Dialog zu erkennen gibt, den er mit uns führen möchte. Die
dogmatische Konstitution „Dei Verbum“ hatte
diese Wirklichkeit herausgestellt, indem sie bekannte: So „redet der unsichtbare Gott aus überströmender Liebe die Menschen an wie Freunde und verkehrt mit ihnen, um sie in seine Gemeinschaft einzuladen und aufzunehmen“.
Wenn wir jedoch bei der Feststellung haltma-
LITURGIE
Lesungen der Woche
chen würden, dass Gott sich uns liebevoll mitteilt, hätten wir die Botschaft des Prologs des hl.
Johannes noch nicht ausreichend verstanden. In
Wirklichkeit ist das Wort Gottes, durch das „alles geworden“ (Joh 1,3) und das selbst „Fleisch
geworden“ ist (Joh 1,14), dasselbe, das „im Anfang“ war (Joh 1,1). Wenn wir hier eine Anspielung auf den Beginn des Buches Genesis (vgl.
Gen 1,1) sehen, stehen wir in Wahrheit vor einem Anfang absoluter Natur, der uns vom innersten Leben Gottes spricht. Der johanneische
Prolog stellt uns vor die Tatsache, dass der Logos von jeher bestanden hat, und dass er seit jeher selber Gott ist. Es gab also in Gott nie eine
Zeit, in der der Logos nicht war. Das Wort bestand schon vor der Schöpfung. Das Innerste
des göttlichen Lebens ist daher Gemeinschaft,
ist das absolute Geschenk. „Gott ist die Liebe“
(1 Joh 4,16), sagt derselbe Apostel an anderer
Stelle und kennzeichnet damit „das christliche
Gottesbild und auch das daraus folgende Bild
des Menschen und seines Weges“. Gott gibt
sich uns zu erkennen als Geheimnis unendlicher Liebe, in der der Vater von aller Ewigkeit
her sein Wort im Heiligen Geist zum Ausdruck
bringt. Das Wort, das von Anfang an bei Gott ist
und das Gott ist, offenbart uns daher Gott selbst
im Dialog der Liebe zwischen den göttlichen
Personen und lädt uns ein, daran teilzuhaben.
Als Abbild Gottes, der die Liebe ist, erschaffen und ihm ähnlich, können wir also uns selbst
nur in der Annahme des Wortes und in der Fügsamkeit gegenüber dem Wirken des Heiligen
Geistes verstehen. Im Licht der durch das göttliche Wort gewirkten Offenbarung klärt sich
das Rätsel des menschlichen Daseins endgültig.
Freitag: 16 Uhr Feier der Priesterweihe.
Abendmesse entfällt.
Beichte: werktags 7.45 bis 9 Uhr, samstags zusätzlich 14 bis 18 Uhr.
Messe. 7.30 Uhr Laudes. 18 Uhr Vesper (außer Samstag).
Dienstag: 19.30 Uhr Gebetskreis.
Donnerstag: 19 Uhr Rosenkranz (Marienberg). 19.30 Uhr Messe (Marienberg-Kapelle).
Eucharistische Anbetung: täglich 11 bis 18
Uhr.
Beichte: täglich 9 bis 12, 15 bis 18 Uhr.
Lesejahr C
Wallfahrtskirche Neviges
Wochentagslesungen Reihe I
Stundengebet: Vierte Woche
Samstag: 19 Uhr Messe in polnischer Sprache. Aussiedlerwallfahrt: 11 Uhr Pontifikalamt
mit Weihbischof em. Karl Reger, Aachen. 14
Uhr Kreuzweg. 16 Uhr Schlussandacht.
Sonntag: 10 Uhr Festhochamt aus Anlass des
20-jährigen Bestehens des Domchors. 11.30,
17 Uhr Messe. 14.15 Uhr Rosenkranz. 15 Uhr
Marienfeier. 18.15 Uhr Vesper.
Werktags: 6.45 (außer Donnerstag), 10 Uhr
Sonntag: L 1: Sach 12,10-11;13,1; L 2: Gal
3,26-29; Ev: Lk 9,18-24.
Montag, Geburt des hl. Johannes des Täufers: Am Vorabend: L 1: Jer 1,4-10; L 2: 1 Petr
1,8-12; Ev: Lk 1,5-17. Am Tag: L 1: Jes 49,16; L 2: Apg 13,16.22-26; Ev: Lk 1,57-66.80.
Dienstag: L: Gen 13,2.5-18; Ev: Mt 7,6.1214.
Mittwoch, hl. Josefmaria Escrivá de Balaguer: L: Gen 15,1-12.17-18; Ev: Mt 7,15-20.
Donnerstag, hl. Hemma von Gurk, hl. Cyrill
von Alexandrien: L: Gen 16,1-12.15-16; Ev:
Mt 7,21-29.
Freitag, hl. Irenäus von Lyon: L: Gen 17,1.910.15-22 oder 2 Tim 2,22b-26; Ev: Mt 8,1-4
oder Joh 17,20-26.
Samstag, hl. Petrus und hl. Paulus: Am Vorabend: L 1: Apg 3,1-10; L 2: Gal 1,11-20; Ev:
Joh 21,1.15-19. Am Tag: L 1: Apg 12,1-11; L
2: 2 Tim 4,6-8.17-18; Ev: Mt 16,13-19.
Samstag: 17.15 Uhr Beichte. 18 Uhr Vorabendmesse.
Sonntag: 7 Uhr Messe. 10.30 Uhr Hochamt.
11.45 Uhr Konzert. 17.15 Uhr Messe, Vesper.
Montag: 19 Uhr Messe.
Dienstag bis Freitag: 7 Uhr Laudes, Messe.
Dienstag: 16 Uhr Vesper (Markuskapelle).
Mittwoch: 19 Uhr Messe.
Freitag: 17 Uhr Eucharistische Anbetung,
Beichte, Rosenkranz. 18 Uhr Messe (außerordentliche Form).
Ewiges Gebet
Montag: Köln-Mülheim (St. Bruder Klaus);
Bergisch Gladbach-Refrath (St. Johann Baptist); Lohmar (St. Johannis Enthauptung).
Donnerstag: Burscheid (St. Laurentius); Rösrath (St. Nikolaus).
Freitag: Köln (St. Peter).
Samstag: Rösrath-Hoffnungsthal (St. Servatius); Mettmann (St. Thomas Morus).
Gottesdienste
Kölner Dom
Samstag: 18.30 Uhr Vorabendmesse.
Sonntag: 7, 8, 9, 12, 17, 19 Uhr Messe. 10
Uhr Kapitelsamt. 18 Uhr Chorvesper.
Werktags: 6.30, 7.15, 8, 9, 18.30 Uhr Messe.
12 Uhr Mittagsgebet, 18 Uhr Andacht.
Altenberger Dom
Orgelfeierstunde im Dom
In St. Bruder Klaus, Köln-Mülheim, ist am
Montag Ewiges Gebet.
(Foto: RB)
12 | Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln | www.kirchenzeitung-koeln.de
Dienstag: 20 Uhr mit Hansjörg Albrecht,
München.
Ausgabe 25/13 | 21. Juni 2013
SONNTAG
Zwölfter Sonntag im Jahreskreis
ERSTE LESUNG: So spricht der Herr: Über
das Haus David und über die Einwohner Jerusalems werde ich den Geist des Mitleids
und des Gebets ausgießen. Und sie werden
auf den blicken, den sie durchbohrt haben.
Sie werden um ihn klagen, wie man um den
einzigen Sohn klagt; sie werden bitter um
ihn weinen, wie man um den Erstgeborenen
weint.
An jenem Tag wird die Totenklage in Jerusalem so laut sein wie die Klage um HadadRimmon in der Ebene von Megiddo.
An jenem Tag wird für das Haus David und für die Einwohner Jerusalems eine
Quelle fließen zur Reinigung von Sünde und
Unreinheit.
Sach 12,10-11; 13,1
ZWEITE LESUNG: Ihr seid alle durch den
Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus.
Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft
seid, habt Christus als Gewand angelegt.
Es gibt nicht mehr Juden und Griechen,
nicht Sklaven und Freie, nicht Mann und
Frau; denn ihr alle seid „einer“ in Christus Jesus. Wenn ihr aber zu Christus gehört,
dann seid ihr Abrahams Nachkommen, Erben kraft der Verheißung.
Gal 3,26-29
EVANGELIUM: In jener Zeit als Jesus in der
Einsamkeit betete und die Jünger bei ihm
waren, fragte er sie: Für wen halten mich die
Leute? Sie antworteten: Einige für Johannes
den Täufer, andere für Elija; wieder andere
sagen: Einer der alten Propheten ist auferstanden.
Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Petrus antwortete: Für den Messias Gottes. Doch er verbot ihnen streng, es
jemand weiterzusagen. Und er fügte hinzu:
Der Menschensohn muss vieles erleiden und
von den Ältesten, den Hohenpriestern und den
Schriftgelehrten verworfen werden; er wird
getötet werden, aber am dritten Tag wird er
auferstehen. Zu allen sagte er: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme
täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach.
Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen
verliert, der wird es retten.
Lk 9,18-24
Für wen hältst Du Jesus?
A
ls Jesus lehrend und heilend durch Galiläa
wanderte, fragten die
Leute einander: Wer
ist dieser Mensch,
dieser Jesus von Nazareth, Sohn des Zimmermanns Josef? Die
Antworten der Menschen damals spiegeln ihre Grundeinstellung, ihre Distanz
und Nähe zu Jesus:
„Einige für Johannes
den Täufer, andere für
Elija den Propheten;
wieder andere sagen:
Einer der alten Propheten ist auferstanden.“ – schreibt der
Evangelist Lukas die
Antworten auf.
„Ihr aber, für wen
haltet ihr mich?“
fragt Jesus nicht nur
seine Apostel, sondern auch uns heute.
Und wir können diese Antworten der damaligen Menschen
nicht einfach nachsprechen, denn die eigentliche Frage heißt
ja nicht: Wer ist dieser
Mensch, der im ersten
Jahrhundert unserer
Zeitrechnung gelebt
hat? Die eigentliche
Frage heißt: Wer ist
Jesus für mich? Jeder
21. Juni 2013 | Ausgabe 25/13
hat die eigene Lebenszeit, um seine ureigene Antwort zu geben – nicht nur durch Worte, sondern durch ein Leben in der Nachfolge. Daher kann man auch nicht nur die Antwort des Petrus: „Du bist der Messias Gottes“ nachplappern, sondern wir müssen mit
dieser Feststellung auch das Leiden-Müssen,
das Sterben und Auferstehen Jesu akzeptieren. Wer „Messias“ sagt, darf sein eigenes Ja
zum Leiden und Auferstehen nicht ausklammern. Darum kann nur derjenige Jesus nachfolgen, der im Ernstfall bereit ist, sein eigenes Kreuz an- und aufzunehmen.
Und ein Weiteres: Mein Bekenntnis zum
„Messias“ Jesus Christus muss überzeugend
wirken – in meiner Familie, am Arbeitsplatz,
in der Freizeit, damit andere erfahren, wie
wichtig mir Gott ist – kein „Sonntags-Gott“,
sondern Gott, der mit mir durch alle Höhen
und Tiefen geht, ein „Alltags-Gott“, auf den
ich baue und dem ich vertraue. Gott fordert
uns heraus, nicht lauthals unser Bekenntnis
zu ihm auf den Straßen und Gassen auszurufen, sondern etwas von seinem Leben, seinem Frieden auszustrahlen bei der Begegnung mit anderen.
Ich wünsche uns eine Woche, in der die
Menschen, denen wir begegnen, spüren, dass
Gott uns etwas bedeutet.
JOCHEN KOENIG
Mit der Frage Jesu „Für wen haltet ihr mich?“ ist das Messias-Bild
seiner Zeit und der Kirche insgesamt verbunden. Wer Messias sagt,
darf sein eigenes Ja zum Leiden und Auferstehen nicht ausklammern. Unser Bild zeigt eine Christus-Ikone, wie sie in der kirchlichen Tradition früh entstand. Diese ist am Altar in der Kirche Santa
Maria in Trastevere/Rom zu sehen.
(Foto: Raspels)
Unser Autor, Pfarrer Jochen
Koenig, ist Hausgeistlicher im
Altenheim des Klosters Immaculata in Neuss und Pfarrvikar
im Seelsorgebereich NeussNord.
www.kirchenzeitung-koeln.de | Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln | 13
ZUM GEISTLICHEN LEBEN
(Foto: Raspels)
Alles blüht um mich her und die Welt ist gesegnet
O Herr der Welt,
Dir singe ich.
Alles blüht um mich her,
und die Welt ist gesegnet
und voll Freude:
Dir singe ich!
Wie glänzt jetzt der Tau,
wie jubeln alle
die bunten Vögel, der Gesang
der Zwitschernden tönt
überall.
Alle singen Dir zu Ehren,
dem Erschaffer des Alls, Dir,
der Gott ist.
Du allein bist die Quelle
des Gesanges, denn das Lied
wurde im Himmel geboren.
Ach die heiligen Vögel jubeln
im Wechselgesang zum
Preise des,
der die Welt geschaffen.
Mein Herz hört die Stimmen,
und ich will alle dunklen
Schleier der Vergangenheit
den Winden geben,
damit auch mein Seufzen
aufsteigt in den unendlichen
14 | Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln | www.kirchenzeitung-koeln.de
leuchtenden Himmel,
hoch hinauf, und mitklingt,
wo die gelben Kolibris singen
zum Preise des Gottes
der Himmel.
Lass mich singen zu Dir,
Du Grund des Alls,
im Himmel möge meine
Seele Dir singen, dass Du
sie freundlich ansiehst,
Du, durch den wir leben.
Altmexikanischer Hymnus (gekürzt), inspiriert vom Sonnengesang des hl. Franziskus
Ausgabe 25/13 | 21. Juni 2013
ZUM GEISTLICHEN LEBEN
Ein abgeschlagener Prophetenkopf als Preis für Salomes Tanz
Am 24. Juni erinnert die Kirche an Johannes den Täufer
S
tört unsere Gesellschaft ein Mann, der für
Recht und Gottes Ordnung seinen Kopf
hingehalten und ihn verloren hat? Johannes
der Täufer landete im Kerker der Festung
Machärus und wurde dort enthauptet, nicht
weil er in seinen Predigten auf Christus als
den erwarteten Messias hingewiesen, sondern
weil er dem König Herodes Antipas (gestorben um 39) öffentlich Ehebruch vorgehalten
und an Gottes Rechtsordnung erinnert hatte.
Johannes war der Mann, dem Feigheit fremd
war.
Als Sohn eines bejahrten Paares, des Priesters Zacharias und seiner Frau Elisabeth wurde er um das Jahr sieben vor Christus in Ain
Karem im Land Juda geboren. Vor seinem
öffentlichen Auftreten etwa um 27/28 nach
Christus verbrachte Johannes eine Vorbereitungszeit in der Wüste. Dann aber suchte der
letzte Prophet Israels die Öffentlichkeit als einer, der sich ganz zurücknimmt, um auf den
hinzuweisen, dessen Vorläufer und Ankündiger er ist, auf Jesus von Nazaret.
Wird Jesu Aussage über ihn, es gebe keinen
größeren unter den Menschen als Johannes,
nicht unterlaufen durch das schäbige Ende,
dass dieser Prophet erleidet, obwohl Jesus ihn
über Mose und Elia stellt? Wie war dem verschleppten Johannes zumute, eingekerkert in
der Festung Machärus, nachdem er sich die
Feindschaft des Königs Antipas und den Hass
der Herodias eingefangen hatte? Beide waren von ihm vor aller Welt als Ehe- und Gesetzesbrecher gebrandmarkt worden. Obwohl
die Evangelien viel über Johannes berichten,
ist ihr Erzählstil hier sparsam und gibt wenig
vom Gefühlsleben des Gefangenen preis. Johannes ist unsicher geworden, wie es um Jesus steht. Aus dem Gefängnis heraus gelingt
es ihm, Anhänger zu Jesus zu schicken mit der
Anfrage, ob er wirklich derjenige sei, auf den
alle gewartet haben.
Das Gastmahl des Herodes: Salome überreicht Herodes die makabre Belohnung. Unser Bild
stammt aus der Abtei St. Johann in Müstair.
(Fotos: Läufer)
fort. Unverzüglich auf einem Tablett, um ihn
der feiernden Tischgesellschaft zu präsentieren. Ohne zu zögern verrichtete der Henker
sein Handwerk. Die Evangelisten Markus und
Matthäus berichten ausführlich über das Ende
des Gottesmannes.
In seiner äußeren Erscheinung präsentierte
Johannes prophetische Einfachheit: Ein härenes Gewand aus Kamelhaaren dazu den ledernen Gürtel wie Elia. Seine Nahrung war von
der Art, für die man kein Geld brauchte: Heuschrecken und wilder Honig. Dennoch: Aus
dem ganzen Land liefen die Leute zu ihm und
bekannten ihre Sünden. „Bekehrt Euch!“ war
sein Ruf. Bis heute ist der nicht verstummt.
Noch immer ist seine hinweisende Hand mit
ausgestrecktem Zeigefinger jene unterstützende Geste, die auf Christus hinweist und darauf, was ihm schon im Prolog zum JohannesEvangelium in den Mund gelegt wird: „Dieser ist es, über den ich gesagt habe: Er, der
nach mir kommt, ist mir voraus, weil er vor
mir war“ (Joh 1,15 und Joh 1,30).
ERICH LÄUFER
„Bekehrt Euch!“ war sein Ruf.
Bis heute ist er nicht verstummt.
Und dann verliert dieser Mann, der im Volk
größte Hochachtung genoss, wegen der Tanzerei eines Mädchens sein Leben. Wie Salome, die Tochter der Herodias den Schautanz
bei der Geburtstagsfeier des Antipas hingelegt hat, wissen wir nicht. Der Landesfürst jedenfalls war davon so fasziniert, dass er vom
Verstand verlassen, der Tänzerin als Dank für
ihren Auftritt versprach, was immer sie wolle – sie würde es bekommen. Herodias erkannte ihre Chance und in Absprache mit Salome verlangte sie den Kopf des Täufers. So-
21. Juni 2013 | Ausgabe 25/13
In der Festung Machärus, hier die Ruinen heute, war Johannes der Täufer inhaftiert. Im Vordergrund sind die beiden Speisesäle zu sehen.
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KIRCHE UND THEOLOGIE
Gott bedient sich sichtbarer Mittel
Sprechen Sie „Kirchisch“? (Teil 13) – Sakrament
H
immel, Herrgott, Sakrament! Eigenartig:
Drei heilige Wörter ergeben zusammen
einen Fluch. Und tatsächlich wird das Heilige
dem zum Segen, der es annimmt, und dem zum
Fluch, der sich dagegen verschließt.
Dass Gott und der Himmel heilig sind, liegt
auf der Hand – aber das Sakrament? Nun, auch
dort schimmert ein Begriff für „heilig“ durch,
und zwar ein lateinischer: „sacer“. „Sacramentum“ kann vieles bedeuten; immer jedoch geht
es um etwas, wodurch man sich jemandem verpflichtet, etwa um einen Dienst- oder Treueeid.
Im religiösen Zusammenhang bezeichnet das
Wort „sacramentum“ insbesondere ein Glaubensmysterium.
Viele kennen die sieben Sakramente: Taufe,
Firmung, Eucharistie, Buße, Krankensalbung,
Weihe und Ehe. Was aber ist diesen untereinander teilweise doch sehr verschiedenen Riten
gemeinsam, dass wir sie alle unter den Begriff
„Sakramente“ fassen können? Die katholische
Definition versteht darunter „von Christus eingesetzte und der Kirche anvertraute wirksame
Zeichen der Gnade“ (Katechismus der Katholischen Kirche 1131), die – sozusagen als Werkzeuge in Gottes Hand – eben dies bewirken,
was sie anzeigen. Tatsächlich sehen wir, wenn
wir die Heilsgeschichte betrachten, dass Gott
sich häufig sicht- und greifbarer Mittel bedient.
Als dann der unsichtbare Gottessohn menschliche Natur annimmt, wird er selbst zu etwas,
„was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen, was wir geschaut und was unsere
Hände angefasst haben“ (Erster Johannesbrief
Zeichen am Himmel? Flugbahnen haben sich so gekreuzt, dass die Kondensstreifen die Form eines
großen Kreuzes ergeben. Es ist ein flüchtiges Zeichen. Anders verstehen Christen die Sakramente.
Sie sind dauerhafte und wirksame Zeichen der Gnade Gottes unter uns Menschen. (Foto: Raspels)
1,1). Jesus verwendet seinerseits bisweilen bestimmte Dinge und Gesten, wenn er Wunder
vollbringt. Ähnlich verhält es sich mit der Kirche und insbesondere mit ihren Sakramenten:
In diesen gewährt Christus das Heil, das sich in
ihrer äußeren Form andeutet. So schenkt beispielsweise die Wassertaufe Reinigung von den
Sünden, darüber hinaus die Gotteskindschaft
und die Zugehörigkeit zur Kirche.
Braucht Gott denn solche Zeichen und Werkzeuge? Nein, er nicht – aber wir Menschen benötigen Dinge, die wir „be-greifen“ können,
denn wir sind Wesen aus Leib und Seele, aus
sichtbarem und unsichtbarem Element. Wenn
Gott seine Liebe – also letztlich sich selbst –
verschenkt, dann berücksichtigt er Wesen und
Eigenart der Beschenkten: Unsichtbare Gnade
wird in die „Hohlform“ sichtbarer Riten gegossen, damit sie von uns besser angenommen und
in uns wirksam werden kann.
RAIMUND LÜLSDORFF
Sie sind herzlich eingeladen, uns Ihre „Übersetzung“ des Wortes „Sakrament“ zu schreiben.
Mit der ganzen Persönlichkeit beim Herrn
Leser schreiben zu „Sprechen Sie ‚Kirchisch‘?“ – Seele
Göttlicher Funken
Der Begriff „Seele“ ist aufgrund seiner Bedeutungsbreite und damit verbundenen Unschärfe
problematisch. Noch mehr staune ich darüber,
was alles über „Seele“ ausgesagt wird, obwohl
wir nicht den Hauch eines Nachweises ihrer
Existenz haben. Da-Sein ist nur empirisch beweisbar, und wie alle Induktionsbeweise kann
er seiner Natur nach immer nur ein vorläufiger
Erweis sein, wie einstmals „alle Schwäne sind
weiß“. Das galt so lange, bis Australien entdeckt war (Trauerschwäne).
Die ganzen Spekulationen über Leib und
Seele als Ausfluss des uns Menschen eigenen
dualistischen Denkens und des hellenistischen
Einflusses auf das Christentum sollten wir nur
noch als das sehen, was sie sind, historisch zu
verstehendes Bemühen uns selbst zu begreifen.
Wenn wir den Begriff „Seele“ überhaupt noch
als etwas dem Menschen eigenes gebrauchen
wollen, dann vielleicht als so etwas wie der
„göttliche Funken“ in uns – oder wie auch immer man das benennen könnte.
Die ganzheitliche Auffassung vom Menschen im Urchristentum mit seiner Vorstellung von einer leiblichen Auferstehung mit einer leib-seelischen Einheit bei den Auferstandenen im Jenseits, also dem als Persönlichkeit
bei Gottsein, sollte auch die unsere sein. Details
können, sollten und müssen wir getrost Gott
überlassen, und wir lassen uns dereinst überraschen.
HORST M. PAFFEN, Monheim
Heiliger Hauch Gottes
Seele
wie kostbar bist Du
16 | Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln | www.kirchenzeitung-koeln.de
in solch zerbrechlichem Gefäß!
Einmalig bist Du,
ganz Person-geprägt.
Transzendente Liebesgestalt
eines jeden Menschen.
Heiliger Hauch Gottes.
Oh meine Seele,
wie überaus kostbar bist Du
in solch zerbrechlichem Gefäß!
URSULA REICHENBACH, Horhausen
Richtigstellung:
Durch ein Versehen wurde in Ausgabe Nr. 24, Seite 38, Erzpriester Constantin Miron als „griechischkatholisch“ bezeichnet. Tatsächlich ist er griechischorthodoxer Priester und Ökumenereferent der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland.
Ausgabe 25/13 | 21. Juni 2013
LESERBRIEFE
Wertschätzung
Zu: „Wider den Klerikalismus“ in Nr. 24,
Seite 12.
Notker Wolf forderte Anerkennung der Leistung von Frauen. „Wir haben 400 000 Priester
und 700 000 Ordensschwestern – und die werden schlichtweg übersehen, die werden totgeschwiegen“, sagte Wolf OSB. „Diese Verachtung der Schwestern ist schlimm!“
Wer ist der Adressat seiner Äußerungen?
Ich erlebe seit 42 Jahren, dass mein Einsatz in
der Kirche wahrgenommen und wertgeschätzt
wird. Als Messdienerin, Katechetin, Küsterin,
Ehefrau und Mutter wurde ich nicht übersehen,
totgeschwiegen oder verachtet. In allen Pfarrgemeinden, in denen ich bisher lebte, wurden
wir Frauen, auch die dort wirkenden Ordensfrauen, wahrgenommen, uns wurde Wertschätzung und Anerkennung gegenüber gezeigt und
ausgesprochen. Verletzungen durch Arroganz,
Überheblichkeit und ähnliches Fehlverhalten
erlebte ich persönlich mitunter schon, in den
meisten Fällen jedoch durch Gremienmitglieder, also Laien.
Auch seine folgenden Aussagen über Angst
und Redefreiheit in Rom lassen in mir die Frage aufkommen, ob subjektive Wahrnehmungen dieser Art, an diesem Ort von allgemeinem
Interesse sein können? Ich war Mittwoch und
Sonntag bei den heiligen Messen und den ganzen Samstag dabei und habe alles sehr genossen! Herzlichen Dank für die übrigen wohltuenden Beiträge vom Eucharistischen Kongress.
DOROTHEA DAMMRATH,
Gummersbach
Gratulation
Zur Ausgabe Nr. 24, Berichte über den Eucharistischen Kongress
Herzlichen Glückwunsch zu der Ausgabe der
Kirchenzeitung Nr. 24, eine großartige Nummer. Die ganze Zeitung enthielt ein Thema.
Und dazu ein äußerst wichtiges. Sie ist ein Labsal für die Besucherin / den Besucher, der gerne alle Veranstaltungen parallel besucht hätte,
was ja bekanntlich nicht möglich ist.
Kirchenzeitung
für das Erzbistum Köln
Herausgeber: Der Erzbischof von Köln
Chefredakteur: Robert Boecker
Redaktion: Siegbert Klein (Chef vom Dienst), Kathrin Becker,
Helmut Pathe, Bernhard Raspels, Almud Schricke
Anschrift der Redaktion: Ursulaplatz 1, 50668 Köln,
Postfach 10 20 41, 50460 Köln
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21. Juni 2013 | Ausgabe 25/13
Eine Zeitung ohne Witze, ein gemütliches
Zuhause oder Speiserezepte – nur Kirche,
Theologie, Glauben! Vielen Dank!
Auch danke allen Mitwirkenden für diese
eindrückliche Berichterstattung. Weiterhin viel
Segen für Ihre Arbeit.
GUNHILD GATTERMANN,
Düsseldorf
Kriegerisch
Dass ich in der jüngsten Ausgabe der
Kirchenzeitung erneut auf ein solches „Dreigesicht“ stoßen musste, bedauere ich zutiefst.
Und was das Titelbild dieser Ausgabe betrifft,
so meine ich, eine derartige Veranschaulichung
des größten christlichen Geheimnisses ist zumindest sehr gewagt.
HERMANN JOSEF DAHM,
Wipperfürth
DIREKT
Widerspruch
ZUM CHEFREDAKTEUR
Zu: „Die Gendarmen des Papstes“
Zu: Titelfoto in Nr. 21
in Nr. 21, Seiten 10-11
Das grundsätzliche Wohlwollen geÜber die kriegerischen Bilder war
genüber der Kirchenzeitung ist am
ich entsetzt. Dass der Papst geschützt
Dreifaltigkeitssonntag mit dem Titelwird, wollen wir. Die „SchutztrupDONNERSTAGS VON
foto eines dreiphasigen Stromkabels
pe“ in zivil kennen wir. Doch diese
9.30 BIS 10.30 UHR
als eine Symbolik der Dreifaltigkeit
Bilder lassen den Eindruck entste(02 21) 16 19-131
mehr als strapaziert worden. Der hofhen, der Vatikan sei ein Militärstaat.
fentlich Heilige Geist in mir empört
Bilder sagen meist mehr als Worte. Wer nur die Bilder sieht, bekommt einen fal- sich gegen eine primitive Verdinglichung des
schen Eindruck. Auch finde ich es bemerkens- Geheimnisses unseres drei-einigen Gottes und
wert, dass diese Bilder jetzt, bei diesem Papst fordert mich auf zu widersprechen.
Wenn man etwas Wesentliches zu den drei
in der Kirchenzeitung erscheinen. Schlechter
Stil oder Gedankenlosigkeit? Ich bin froh, dass Personen in dem einen Gott sagen kann, dann
dieser Papst so nah bei uns, bei den Menschen ist es doch wohl, dass sie untereinander in innigster Beziehung miteinander stehen. Die
ist. Mich stören solche Bilder.
CHRISTA BRINCKMANN, Neuss drei Phasen des Kabels sind und müssen hingegen absolut isoliert gegeneinander sein, damit es nicht zur Katastrophe kommt: dem Kurzschluss. Außerdem dient die eine Phase nur zur
Zu: „Ein Gott, der keine Geheimnisse hat, ist Sicherheit des Verbrauchers, gewissermaßen als
kein Gott“ in Nr. 21, Seite 14
Blitzableiter. Ich will mir ersparen, auf weitere
Kann eine Dreifaltigkeitsdarstellung, die ein geistige Spielereien anhand dieses Bildes einsolches widernatürliches, monströses Aus- zugehen. Sie haben die Funktion der drei Phasehen zum Inhalt hat, eine Hilfe sein für eine sen des elektrischen Kabels gut beschrieben,
andachtsvolle Annäherung an das größte Ge- aber der dreieinige Gott ist nicht zu erkennen.
heimnis unseres christlichen Glaubens, die alEs ist eine ein-fältige Beschreibung der
lerheiligste Dreifaltigkeit? Ist es verwunder- Drei-Faltigkeit. Ein solches Foto in einer andelich, dass Papst Urban VIII. im Jahre 1628 die ren Presse würden Sie vermutlich selbst als unAnfertigung von derartigen „Dreigesichtern“ angemessen empfinden, gelinde gesagt.
verbot?
Gott sei Dank sind im Inneren des Blattes
„Der heilige Antonius hat auf die Häresie andere und gute Versuche unternommen worin solchen Darstellungen hingewiesen, die er den, uns das Geheimnis näher zu bringen. Es
überall in seiner Diözese antreffen konnte.“ bleibt die Hoffnung, dass nicht dieses Foto zum
Dieser Satz findet sich im Lexikon der christ- Dreifaltigkeitssonntag auch noch eines Tages
lichen Ikonographie, Band 1, Sonderausgabe, prämiert wird.
Herder, 1990, auf Seite 528.
ULRICH BOHLE, Solingen

Unpassend
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BÜCHER
Radfahren auf Bahntrassen
Eine Leiche im Wasser
Konstantinopel (Byzanz)
Radfahren auf Bahntrassen: Im Bergischen
Land sind es 12 Touren, die zum Ausprobieren
einladen. Eine Tour von Lennep nach Opladen
geht nur bergab. Einige dieser neuen Wege führen mitten durch die Zentren im Dreieck Solingen - Remscheid - Wuppertal. Andere führen abseits der Städte entlang von Flüssen oder
schlängeln
sich mit leichten Anstiegen langsam
in die Höhe.
Es sind eigentlich keine
Rundtouren,
deshalb empfiehlt sich die
Anreise mit der Bahn. Am Ende der zwölf beschriebenen Touren gibt es je einen hilfreichen
Serviceteil mit Sehenswertem und Einkehrmöglichkeiten, mit Infokarten, Adressen und
natürlich einladenden farbigen Fotos.
EL
Inspektor Linleys 17. Fall. Ein Toter treibt im
Wasser. Die örtliche Polizei beurteilt das als
Unfall – Akte erledigt. Aber die Eltern des
Toten rufen den adeligen Inspektor aus London zu Hilfe, damit er diskret ermittelt, ob
es nicht doch vielleicht
Mord war. In nur wenigen Tagen entdeckt er,
dass so ziemlich jeder
in der verzweigten Familie ein Motiv gehabt
hätte, den armen Ian zu
erschlagen. Aber reichen böse Gedanken
aus, eine solche Tat zu
begehen? Eine völlig
unblutige Handlung mit
vielen Nebensträngen unterhält bestens, aber
man muss beim Lesen dranbleiben, sonst
verliert man den Durchblick in dieser unübersichtlichen Verwandtschaft.
DPS
Konstantinopel Mitte des 15. Jahrhunderts.
Der junge, aus einem vornehmen Handelshaus stammende Kapitän Loukas verliebt
sich in Eirene, die Nichte des Kaisers, die eigentlich Fürst Alexios versprochen ist. Aber
mit List und Klugheit schafft es Loukas, seine Geliebte zu heiraten. Ein opulenter spannender,
historischer
Roman mit Schlachtengetümmel,
politische Auseinandersetzungen, Diplomatie, Intrigen und freizügigen
Liebesszenen zwischen
dem Fürsten und der
ungarischen Königin.
Dagegen – vergleichbar
mit der heutigen Zeit,
wenn die junge Familie
des Kapitäns geschildert wird mit dem langsam dement werdenden Vater, der ausgleichenden Mutter Eirene und der intelligenten,
aber aufmüpfigen Tochter Anna.
DT
Norbert Schmidt, Mit dem Fahrrad über alte
Bahntrassen im Bergischen Land. J. P. Bachem
Verlag. ISBN 978-3-78186-267-3. 125 Seiten
mit zahlreichen Farbfotos, 14,95 Euro.
Elizabeth George, Glaube der Lüge. Kriminalroman. Übersetzt von Charlotte Breuer
und Norbert Möllemann. Goldmann Verlag.
ISBN 978-3-442-31251-1. 699 Seiten, 24,99
Euro.
18 | Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln | www.kirchenzeitung-koeln.de
Sebastian Fleming, Byzanz. Historischer Roman. Lübbe Verlag. ISBN 978-3-431-038699. 716 Seiten, .15,99 Euro.
Ausgabe 25/13 | 21. Juni 2013
KULTUR
Bewegte Töne für erhebende Worte
Neues Gotteslob: Lied des Monats Juni ist „Ehre sei Gott in der Höhe“
D
ie Aktion „Lied des Monats“ will den
Gemeinden zeigen, was es an neuen
und auch „neuen alten“ Liedern im neuen
Gotteslob zu entdecken gibt. Dabei geht es
einerseits um das Erlernen der Gesänge,
aber andererseits auch um ihre inhaltliche
Erschließung und damit letztlich um eine
gesungene Vertiefung des Glaubens. Deshalb werden die Monatslieder durch Liedporträts begleitet. Lied des Monats Juni
ist „Ehre sei Gott in der Höhe“ (Gotteslob Nummer 166, Worte: Liturgie, Musik:
Hans Haselböck 1983):
N
ach dem Gesang zum Einzug ist in
der sonn- und festtäglichen Messfeier das Gloria ein erster Höhepunkt. Der
schon in frühchristlicher Zeit entstandene
Hymnus „Ehre sei Gott in der Höhe“ setzt
den dreifachen, an Jesus Christus gerichteten Kyrie-Ruf fort. Nun singen wir zu Gott
und dann zum Gottessohn, bevor auch der
Heilige Geist genannt wird, was den Lobpreis des dreifaltigen Gottes abschließt.
Gesang der Engel und
Gesang der Menschen
Bemerkenswert ist gleich der Anfang.
Das Gloria beginnt nämlich als biblisch inspiriertes „Weihnachtslied“, indem es den
Gesang der Engel in der Heiligen Nacht
zitiert: „Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott
lobte und sprach: Verherrlicht ist Gott in
der Höhe / und auf Erden ist Friede / bei
den Menschen seiner Gnade“ (Lukas 2,13
folgende). So wird einerseits die Menschwerdung Gottes zum Ausgangspunkt unseres Singens, andererseits vereinigen sich
die menschlichen Stimmen mit den himmlischen der Engel, ähnlich wie beim Sanctus. Das Gloria ist etwas Besonderes. Deshalb erklingt es nicht an Werktagen und
auch nicht in der österlichen Bußzeit sowie im Advent. In früheren Zeiten war es
sogar den Papstmessen vorbehalten, denn
die Priester durften es nur an Ostern und
in der Primizmesse anstimmen.
Vertonungen des Gloria gibt es zahlreich: von der Gregorianik über deutsche
Kirchenlieder wie „Allein Gott in der Höh
sei Ehr“ bis zu mehrstimmigen und vokal-instrumentalen Kompositionen etwa
im Rahmen lateinischer Orchestermessen. Was jedoch fehlt sind deutsche Vertonungen, die den gesamten, theologisch
reichen Wortlaut enthalten. Und das ist
21. Juni 2013 | Ausgabe 25/13
gar nicht so leicht für einen Komponisten,
wenn man den unregelmäßigen „Rhythmus“ der Worte bedenkt.
Das deutsche Gloria des Wiener Organisten und Komponisten Hans Haselböck
(geboren 1928) entstand im Herbst 1983
für den ersten Besuch von Papst Johannes
Paul II. in Österreich. Es enthält den gesamten Text, verteilt auf Priester (Intonation), Kantor/in (Vorsängerteile) und Alle
(Gemeindeabschnitte). Bereits in den ersten fünf Takten, einer bogenförmig sich
aufschwingenden und dann wieder zum
Grundton geführten Melodie, sind die wesentlichen musikalischen Bausteine enthalten. Im weiteren Verlauf werden sie variiert, das heißt dem Wortlaut jeweils ge-
schickt angepasst. Wie bei vielen mehrstimmigen Messvertonungen kehrt die
anfängliche Melodik bei den Worten „...
denn du allein bist der Heilige“ wieder,
was eine musikalische Abrundung bewirkt.
Besonders charakteristisch für dieses
Gloria sind die zahlreichen Vorzeichen,
die immer wieder einen bestimmten Ton
der D-Dur-Tonleiter verändern: g wird erhöht zu gis, insgesamt mehr als ein Dutzend Mal, und beginnend bei den erhebenden Worten „König des Himmels“. Solche
„milden Ausweichungen“ (Hans Haselböck) führen dazu, dass das formelhafte
motivische Material, das dem litaneihaften
Charakter der Worte gut entspricht, nicht
ermüdet. Zudem eröffnen sich dadurch
neue harmonische Bereiche.
Orgel und Kantor
sind unverzichtbar
Diese Harmonien sind wichtig als Stütze des Gesangs, der bei diesem Gloria immer begleitet werden sollte. Orgelbegleitung und Kantor beziehungsweise Schola sind also unverzichtbar. Wenn die Vorsängerteile gut intoniert werden, wird es
der Gemeinde nicht schwer fallen, in ihren Part einzustimmen. Und am Ende wird
sie vielleicht sogar eine kleine Ähnlichkeit
der Schlusstakte mit einer gregorianischen
Melodie entdecken, die uns auch im neuen
Gotteslob begegnet, nämlich im „Amen“
des bekannten lateinischen Credo III und
im Entlassruf der Messe „Ite missa est“
(Gehet hin in Frieden).
MEINRAD WALTER
Der Autor, Professor Dr. Meinrad Walter,
ist Referent im Amt für Kirchenmusik der
Erzdiözese Freiburg.
>> www.liturgie.de
INFO
Cantate – Singet! Das Gloria zitiert den Gesang der Engel in der Heiligen Nacht.
(Foto: Boecker)
Das neue Gotteslob wird von der Deutschen Bischofskonferenz, der Österreichischen Bischofskonferenz und dem Bischof von Bozen-Brixen
(Südtirol) herausgegeben. Die Startauflage beträgt 3,6 Millionen Exemplare. Das rund 1250 Seiten umfassende Gotteslob soll zum Ersten Advent
im Buchhandel erhältlich sein.
www.kirchenzeitung-koeln.de | Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln | 19
MEDIEN
RELIGIÖSE SENDUNGEN IM FERNSEHEN
72-Stunden-Aktion
Ein verschlossener Briefumschlag,
eine geheime Aufgabe. Nur so viel
steht fest: wenn die Zeit läuft, bleiben
nur 72 Stunden Zeit. 30 Jugendliche
aus Kehlen bei Meckenbeuren stellen
sich der Herausforderung. Sie machen
mit bei der „72-Stunden-Aktion“ des
Bundes der Deutschen Katholischen
Jugend. Unter dem Motto „Uns schickt
der Himmel“ startete die Aktion Mitte
Juni. Die Reihe „Menschen unter uns“
berichtet unter dem Titel „Euch schickt
der Himmel – 72 Stunden für eine bessere Welt“ darüber.
SWR FS, So., 23. 6., 10.30 bis 11 Uhr
HÖRFUNK
Radio Vatikan
Empfang im Internet über www.radiovatikan.de:
Samstag Unsere Woche. Betrachtung zum Sonntag.
Sonntag Aktenzeichen: Ingeborg Bachmann. Montag Weltkirchenmagazin. Dienstag Raum der Freiheit: Der Campo Santo im Vatikan (4). Mittwoch
Die Woche in Rom. Donnerstag Kreuz des Südens.
Freitag Prisma-Magazin. Täglich auch: 7.30 Lateinische Messe. 16.00 Nachrichten. 17.00 Vesper.
20.40 Lateinischer Rosenkranz.
Radio Horeb
Sonntag 10.00 Messe. Werktags 9.00 Messe. Täglich 16.00 und 18.00 Radio Vatikan.
Lokalradio
Sonntags von 8.00 bis 9.00 Magazin der Kirchen
„Himmel und Erde“. Werktags zwischen 6.00 und
8.00 Augenblick mal.
Werktags
8 bis 9 Uhr, Center TV Köln und EWTN (Satellit Astra, Frequenz 12460 MHz): Gottesdienst. Übertragung aus dem Kölner Dom.
Samstag, 22. Juni
13.25 bis 13.30 Uhr, Bayerisches Fernsehen
(BR): Glockenläuten. Vom Margarethenberg
an der Alz.
23.25 bis 23.30 Uhr, ARD: Das Wort zum
Sonntag.
Sonntag, 23. Juni
9.02 bis 9.30 Uhr, ZDF: Sonntags. TV fürs Leben.
9.30 bis 10.15 Uhr, ZDF: Evangelischer Gottesdienst aus der Mennonitengemeinde Weierhof in Bolanden.
9.45 bis 10.30 Uhr, BR: Stationen. Brandstifter wider Willen. Auf Luthers Spuren in Bayern.
10 bis 11.30 Uhr, Center TV Köln und
EWTN: Gottesdienst. Übertragung aus dem
Kölner Dom.
12 bis 12.30 Uhr, EWTN: Angelus mit Papst
Benedikt XVI.
14.45 bis 15 Uhr, Bibel TV: Bibellesen.
17.30 bis 18 Uhr, ARD: Gott und die Welt. Vom
Sockel gestürzt. Tiefer Fall aus Promi-Höhen.
19.40 bis 20 Uhr, 3sat: Assisi, Italien. Die
Landschaft des Heiligen.
Die Basilika S. Francesco, in deren Krypta
die Gebeine Franz von Assisi liegen, zieht Pilger und Kunsthistoriker an. Der Film stellt das
UNESCO-Welterbe Assisi, die Heimat des heiligen Franziskus, vor.
20 bis 20.15 Uhr, Bibel TV: Andacht zum
Tag.
21.30 bis 22 Uhr, Bibel TV: Das Gespräch
Montag, 24. Juni
8.20 bis 9.20 Uhr, WDR FS: Die Geheimarchive des Vatikan.
15 bis 15.30 Uhr, BR: Klosterreisen. Von Altötting nach Reichersberg.
Stiftpropst Werner Thanecker wird Altötting erreichen und in seiner MotorradMontur zur Schwarzen Madonna beten. Danach erwartet ihn die Gemeinschaft der wallfahrts-seelsorgenden Kapuziner und versorgt
ihn mit dem wundersamen Wasser aus der
Quelle des Ordensheiligen Bruder Konrad.
Dienstag, 25. Juni
16.15 bis 17 Uhr, 3sat: Die Superbauten –
Der Kölner Dom.
Mittwoch, 26. Juni
9 bis 9.30 Uhr, Bibel TV: Alpha und Omega.
Kirchenmagazin. Alles inklusive – auch in der
Kirche?
10.30 bis 12 Uhr, EWTN und K-TV: Mittwochs-Audienz des Papstes.
19 bis 19.45 Uhr, BR: Stationen. Zwischen
Wut und Mut. Vom friedlichen Kampf gegen
Rechtsextremismus.
Freitag, 28. Juni
16 bis 18.30 Uhr, Center TV und EWTN:
Priesterweihe mit Erzbischof Joachim Kardinal Meisner im Kölner Dom.
WDR 2
Sonntag 7.45 Hör mal – Kirche in WDR 2. Es
spricht Klaus Nelißen. Werktags 5.55 Kirche in
WDR 2.
WDR 3
Samstag 18.05 Vesper. Sonntag 8.30 Lebenszeichen. An die Hand genommen oder verführt? Zum
Erfolg der Pfingstkirchen in Brasilien. 9.05 Geistliche Musik. Werktags 7.50 Kirche in WDR 3. Choral und Ansprache.
domradio.de
Gottesdienste
Werktags 6.35 Morgenandacht. Sonntag 6.10
Geistliche Musik. 8.35 Am Sonntagmorgen. Das
Glück der Selbstvergessenheit. Montag bis Freitag
9.35 Tag für Tag. Mittwoch 20.10 Aus Religion und
Gesellschaft.
An Sonntag, 23. Juni, um 10 Uhr, wird
das Kapitelsamt aus dem Kölner Dom
übertragen. Ab 18 Uhr folgt die Chorvesper aus dem Kölner Dom live in Bild und
Ton im Internet-TV, um 22 Uhr im Radio.
Von 20 bis 22 Uhr folgt in domradio-Musica Klassik und geistliche Musik.
Am Freitag, 28. Juni, ist ab 16 Uhr, die
Priesterweihe mit Joachim Kardinal Meisner aus dem Kölner Dom live im InternetTV unter www.domradio.de zu sehen.
Werktags um 8 Uhr wird der Gottesdienst aus dem Kölner Dom live unter
www.domradio.de übertragen.
Südwest-Rundfunk 2
Tagesevangelium
WDR 5
Sonntag 8.40 Das Geistliche Wort. 9.20 Diesseits
von Eden. Die Welt der Religionen. 10.00 Katholischer Gottesdienst aus der Filialkirche Heilig-Kreuz
in Mölln. Es predigt Pfarrer Felix Evers. 22.05 Lebenszeichen. Werktags 6.55 Kirche in WDR 5.
Deutschlandradio
Samstag 19.05 Geistliche Musik. Sonntag 7.55
Wort zum Sonntag. 8.03 Kantate. 12.05 Glauben.
Jünger Jesu im Land der Hindus. Die Thomaschristen in Indien. Werktags 7.57 Wort zum Tag.
20 | Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln | www.kirchenzeitung-koeln.de
Von Montag, 24., bis Samstag, 29. Juni,
spricht Sr. Elke Stein, Kapuziner-Terziarinnen von der Heiligen Familie im Haus
Luis Amigó, Gedanken zum Tagesevangelium.
Thema: „Papst Paul VI.“
Papst Paul VI.
Mit Leben und Wirken von Papst Paul VI.
befasst sich domradio-Thema. 2013 jährt
sich zum 50. Mal seine Wahl zum Kirchenoberhaupt und zum 35.
Mal sein Todestag (Mi.,
26. 6., 10 bis 12 Uhr).
Beratung
Um „Leben mit dem Chaos“ geht ist in
domradio-Beratung. Die Beraterin Rositta
Beck-Rappen stürzt sich mit den Zuhörern
ins Chaos und räumt mit ihnen das Büro
auf. Sie krempelt alles so um, dass man es
schafft Ordnung zu halten – wie penibel
entscheidet man dann selbst. (Do., 27. 6.,
10 bis 12 Uhr).
Ausgabe 25/13 | 21. Juni 2013
MEDIEN
Im Tal der Loire
Kein Folklorespektakel, sondern ein religiöser Brauch zu Ehren des heiligen Willibrord: Die
Echternacher Springprozession. Fröhlich geht es dabei trotzdem zu – selbst im strömenden
Mairegen!
(Foto: SWR/Henriette von Hellborn)
Fahr mal hin: In die Südeifel
Pilger auf dem Jakobsweg kommen singend daher. Und auf der River Ranch entdecken Urlauber ganz neue Perspektiven auf ihr Leben und
ihren Alltag. „Fahr mal hin – Eifelgold, Frühlingserwachen an Nims und Prüm“ unternimmt
eine Tour durch die südliche Eifel rund um Bitburg, im Dreieck zwischen Seffern, Waxweiler
und Echternach, der ältesten Stadt Luxemburgs.
Sie folgt dem malerischen und quirligen Lauf
der Flüsschen Nims und Prüm. Schließlich geht
es zur „Echternacher Springprozession“. Der
Legende nach hat der heilige Willibrord den Eifelern den Fluch auferlegt, Jahr für Jahr nach
Echternach hüpfen zu müssen, zur Strafe, weil
sie lieber tanzten, als ihm zuzuhören.
SWR FS, Di., 25. 6., 22 bis 22.30 Uhr
Mit der Straßenbahn durch Jerusalem
Die Loire – sie ist der längste Fluss Frankreichs und führt durch eine der berühmtesten
Kulturlandschaften Mitteleuropas. Schlösser
prägen ihren Lauf, allen voran Chambord in
der Region Centre. Hier startet Katty Salié in
„Wunderschön! Die Loire – Schlösser, Gärten,
schöne Frauen“ ihre Reise durch den „Garten
Frankreichs“ und folgt dem Fluss knapp 150
km Richtung Westen bis Montsoreau. Sie stellt
einige der schönsten Schlösser vor, erzählt Geschichten von Königen, ihren Frauen, entdeckt
eine faszinierende Natur und liebevoll gestaltete Gärten, und genießt das gute Essen, den
Wein und das berühmte Savoir vivre.
Sie bummelt durch Blois, macht Abstecher
nach Tours, Amboise und ins mittelalterliche
Chinon. Begleitet wird sie von Caroline Laigneau, deren Eltern vor 20 Jahren selbst ein
Schloss gekauft haben. In der alten Königsstadt Blois, UNESCO-Weltkulturerbe, sind
die Bürgerhäuser im Stil der Renaissance, das
Rathaus mit dem Blick über die Loire, die mit
steinernen Masken geschmückte Kirche SaintNicolas, das „Maison de la Magie“, bewacht
von einem sechsköpfigen Drachen, und das
Schokoladengeschäft von Max Vauché zu sehen.
WDR FS, So., 23. 6., 20.15 bis 21.45 Uhr
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Sie ist die erste und einzige Straßenbahn in der heiligen Stadt. Sie verbindet West- und Ostjerusalem. Die Bahn startet am Herzlberg, führt
durch das Zentrum von Westjerusalem, weiter ins ultraorthodoxe Viertel
Mea Sharim, von dort in den palästinensischen Stadtteil Beth. Endstation ist Pisgat Zeev, eine jüdische Siedlung im Osten Jerusalems.
WDR FS, Di., 25. 6., 22 bis 22.30 Uhr
Prinzipien gelebter Menschlichkeit
Professor
Dr.
Jörg Splett.
(Foto: Ras)
Die Väter des Grundgesetzes haben den Schutz der
Würde und der Freiheit der Person in den Vordergrund
gestellt. Wie leben wir heute? Täglich berichten Medien, wie Würde und Freiheit verletzt werden. Wie sollten wir mit uns und mit anderen umgehen, damit die
menschliche Würde geschützt und die Freiheit erhalten
bleibt? Professor Dr. Jörg Splett, der auch im Erzbistum
Köln bekannt ist, erörtert in seinem „Tele-Akademie“Vortrag „Prinzipien gelebter Menschlichkeit. Was heißt
‚Der Mensch ist Person‘?“ Grundsätzliches zu den
ethischen Herausforderungen im 21. Jahrhundert.
SWR FS, So., 23. 6., 8 bis 8.45 Uhr
Im Himmel, unter der Erde
Am nördlichen Ende von Berlin liegt in einem Wohngebiet ein Urwald aus
Bäumen, Rhododendron und Efeu. Auf dem Plan sieht er aus wie ein Garten
der Renaissance. Aber wer die Anlage betritt, erkennt den besonderen Ort –
es ist der Jüdische Friedhof in Weißensee. Der Film „Im Himmel, unter der
Erde“ stellt den größten jüdischen Friedhof Deutschlands vor.
ARD, Di., 25. 6., 22.45 bis 0.15 Uhr
21. Juni 2013 | Ausgabe 25/13
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KLEINANZEIGEN
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Ausgabe 25/13 | 21. Juni 2013
ERZÄHLUNG
W
ir daheim stehen in dem Ruf, ein Herz
für Tiere zu haben. Nun, wir vertreten eben den Standpunkt, dass wir Menschen
nicht allein auf der Welt sind und dass sich
der Herrgott schon etwas dabei gedacht hat,
als er der Erde Mensch und Tier gemeinsam
anvertraute. Ich gebe zu, dass dieses Zusammensein nicht immer einfach ist. Zum Beispiel habe ich es nie zu einem seelischen
Kontakt mit der Gemeinen Stechmücke bringen können. Aber es gibt Tiere, deren Cha-
rakterstärke einfach imponiert. Und darum
haben wir öfter mal Gäste, die in einen bürgerlichen Haushalt eigentlich nicht hineinpassen; mal eine Blindschleiche, mal einen
Igel. Oder eine kranke Katze, die am Waldrand lag, oder eine Waldmaus, die beinahe
vom Kater nebenan angeknabbert worden
wäre.
Diese Fürsorge kennen unsere Nachbarn.
Sie sorgen für Nachschub und vertrauen uns
ihre Lieblinge an, wenn sie verreisen. Einmal fragte ein Freund, ob wir seinen Löwen aufbewahren könnten. Wir hatten nun
schwere Sorgen, weil wir am Telefon leichtfertig ja gesagt hatten. Doch die Befürchtungen waren umsonst. Dieter schleppte nur ein
Löwenfell mit ausgestopftem Kopf an. So
machte Simba, vor dem Ofen ausgebreitet,
immer noch einen imposanten Eindruck.
Es gab dann zwar einige Unglücksfälle mit
21. Juni 2013 | Ausgabe 25/13
ihm – meine Frau fuhr etwa mit dem Staubsauger in ein Glasauge hinein, das sich daraufhin stark veränderte, und die Kaminhitze
ließ auf der einen Seite den üppigen Schnurrbart verschmoren.
Als Dieter seinen Simba wieder heimführte, sah er ums Kinn herum wie rasiert
aus, aber was hatten auch die Hunde für einen Spaß mit ihm gehabt.
Kürzlich kam uns eine Heuschrecke ins
Haus geschneit. Was macht man mit so einer? Man kann
nach einer eingehenden Besichtigung nicht einfach
die Fenster öffnen und sie hinauskomplimentieren. Draußen heulen die Winde und
pfeift der Regen.
Man hat ja schließlich ein Herz im
Leib. Also stellt
man ihr die eigene
Wohnung zur Verfügung, zeigt ihr
das blühende Alpenveilchen, die
Rankengewächse, die Clivia und
den Christusdorn
und hofft, dass sie
ihr zusammen mit
dem gut geheizten
Kamin einen Sommer vortäuschen,
der noch drei Monate auf sich warten lassen
wird.
Die Dame im grün-braunen Rock inspiziert alles sehr sorgfältig. Mit ihren langen
Beinen stakst sie über die scharfen Stacheln
des Dorns, sie wippt auf dem Gliederkaktus,
sie schaukelt sich sanft in den Ranken. Dann
unternimmt sie mit metallisch schwirrenden Flügeln Flüge durchs Zimmer, inspiziert
die Rückenlehne der Couch, tänzelt um die
Lampen, um schließlich auf einer Gardinenleiste zu landen. Sie hat es ihr bald angetan:
von dort aus blickt sie gemütlich auf das närrische Treiben der Welt hinunter.
Sie war uns lieb und wert und nahm regen
Anteil am Familienleben. Bis dann die Nachbarn uns ihren Wellensittich Peter in Pension
gaben. Peter fühlt sich bei uns daheim stets
wie zuhause. Er gibt Füßchen und schnattert
unbekümmert drauflos: „Wo ist der Papa?
Peterchen lieb!“ Die letzte Feststellung wiederholt er gleich ein Dutzend Mal, weil er
sich seines Wertes wohl bewusst ist. Auch
sein Lieblingsplatz ist oben auf der Gardinenstange, und so kam es, wie es kommen
musste. Sittich und Heuschrecke begegneten
einander. Peter stieß helle Pfiffe der Verwunderung aus. Die Heuschrecke Mucki glotzte
ihn aus ihren großen Augen unverschämt an.
Das war natürlich gegen jedes Protokoll.
Peter zeterte in höchsten Tönen, zog sich
aber flügelschlagend auf die äußerste Kante
der Gardinenstange zurück. Das schien kein
guter Anfang für eine Freundschaft, es wurde
auch keine draus.
Man hielt fürderhin Distanz. Man tat, als
sähe man einander nicht. Mucki auf der einen Seite der Gardinenstange schaute philosophisch auf das Treiben der Welt hinunter.
Peter auf der anderen Seite spielte unbekümmert den heiteren Weltmann, räsonierte und
hatte für den Hupfer keinen Blick. Bis Mucki
verschwunden war.
„Nun ist es passiert?“, sagte ich zu meiner Frau.
„Was?“
„Er hat sie umgebracht. Peter hat Muckir
erledigt. Raffinierte Mörder haben diese Taktik. Sie wiegen ihr Opfer erst in Sicherheit,
um es dann umso leichter um die Ecke bringen zu können.“
„Du spinnst“, sagte meine Frau respektlos. „Peter frisst doch keine anderen Tiere.“
„Wer spricht von Fressen? Es genügt,
wenn er sie mit seinem krummen Schnabel
zerhackt hat.“
Wir holten die Trittleiter aus dem Keller und untersuchten sämtliche Gardinenleisten. Wir krochen unter die Möbel. Keine
Spur von Mucki. Peter machte sich inzwischen auf seiner Stange so breit wie möglich.
Dann holten die Nachbarn Peter wieder
ab. „Gut sieht er aus!“, lobten sie uns.
„Kein Wunder, wenn er unsere Mucki verputzt hat“, sagte ich bitter.
„Unser Peter“, entsetzten sich die Nachbarn. „Der ist vor Scham rot geworden, als
wir eine tote Fliege bei ihm im Bauer fanden.
Er glaubte nämlich, wir könnten ihn in Verdacht haben.“
Doch jetzt muss ich hinübergehen und
mich bei ihnen entschuldigen. Mucki spazierte heute Morgen über den Teppich. Ein
bisschen angestaubt, aber sonst fidel. Sie
thront nun wieder voller Würde auf ihrem
Philosophensitz oben auf der Gardinenstange.
K.A.F. GÜNTHER
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FORUM
Briefmarken für Kinder in Not
16.5. P. Möller, Bonn. Klara, Elisa, Martha
Keller, Kürten. Sr. M. Edlunga Birbacher,
Neuss. Günther Fahrig, Leverkusen. Dorothée Wendling, Leverkusen. E. Pütz, Köln.
St. Servatius und Heilig Geist, Rösrath. 17.5.
Marg. Frings, Bornheim-Hersel. Maria Herchenbach, Hennef. Mia Kantz, Wuppertal.
Inge Göbel-Westermann, Köln. Dr. med.
Wigbert Herting, Wuppertal. Peter Jansen,
Wesseling. Waltraud Wuelfing, Düsseldorf.
Gottfried Adolph und Dr. Schädel, Wesseling. Elisabeth Langer, Much/Marienfeld.
Agnes Konscheidt, Hürth. Lothar Michels,
Wuppertal. E. Thiesen, Gerolstein. St. Josef
Krankenhaus, Wipperfürth. Sarah Börsch,
Wipperfürth. 21.5. Inge Küpper, Bonn. Marg.
Frings, Bornheim. G. Neffgen, Bad-Honnef.
Hildegard Kreutzberg, Roisdorf. Änni Sauermann, Lindlar-Scheel. Hildegard Klomfaß, Erkrath. Georg Steinmeister, Bergisch
Gladbach. Christa Kremeier, Hilden. Cilli
Odenthal, Elsdorf. Franz Goldmann, Leichlingen (Rheinland). Maria Adenauer, Wachtberg Ließem. Jürgen Gluske, Wesseling.
Wolfgang Marx, Köln. Sigrid Erdmann, Leverkusen. St. Thomas Morus, Mettmann.
Hans und Karl Grünen, Trier. Karin und Tanja Sennewald, Bonn. Brigitte Deom, Bonn.
Peter Loreck, Hürth. Friedrich Engels, KölnLongerich. Friedrich Kleemann, Köln. 22.5.
Kunst & Handwerk Liesel Stöcken, Neuss.
Vinzenz-Konferenz St. Quirinus, Bonn. Eva
und Hans Peter Langel, Langenfeld. Paul und
Philipp Borisch, Hückeswagen. Annelotte
Mertens, Düsseldorf. Anna Kunze, Wesseling. Margarete Hellinger, Wülfrath. Dieter
Hupfer, Bonn. 23.5. Klaus und Annemarie
Tomaschewski, Neuss. Reinbolt Schwerber,
Rheinbach. I. Wahlen, Neuss. Monika Schulze-Weslarn, Düsseldorf. Katharina Falkenstein, Euskirchen. Irene Orth, Leverkusen.
Dr. med. Fredy Meffert, Bonn. Ottilie Braun,
Köln-Rodenkirchen. 24.5. Ottilie Braun für
Abtei Maria Heimsuchung, Steinfeld. Gabriele Bocks, Düsseldorf. Marien-Kranken-
haus gGmbH Sozialdienst/Barbara Meurer,
Bergisch Gladbach. Maria Fußbach, Langenfeld. Josefine Jansen, Wesseling. Ingeborg Greiner, Hilden. Elisabeth Zaun, Euskirchen. M. Henn, Rheinbach. Marianne
Elster, Rheinbreitbach. Benno Pape, Bonn.
Katharina Fingerhuth, Bornheim. 27.5. Hubertus Jatzwauk, Wuppertal. Ursula Mager,
Langenfeld. Dr. Heinz Becker - Johannes
Becker und Peter Ervenich, Neuss. Christel
Stauten, Elsdorf. Hans Remshagen, Bergisch
Gladbach. Marita Zimmermann, Glessen.
Marguente Stehmer, Hürth. Wilhelmine
Linn, Rheinbach. Lucyna Mentis, Köln. Marianne Ulbricht, Troisdorf-Sieglar. Katharina Hille, Neunkirchen-Seelscheid. Kappes,
Lohmar. A. Bosbach, Kürten. Ursula Mörs,
Brühl. Franziskus-Hospiz Hochdahl, Erkrath. Mechtild Breuer, Bergisch Gladbach.
Allen Sammlern sei herzlich gedankt. Bitte schicken Sie Ihre Briefmarken an die Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln, Ursulaplatz 1, 50668 Köln.
KLEINANZEIGEN
24 | Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln | www.kirchenzeitung-koeln.de
Ausgabe 25/13 | 21. Juni 2013
AUS DEM ERZBISTUM
Kirchenzeitung im Fundament
Neuss, Dormagen und Grevenbroich:
Thilo Zimmermann,
Telefon (0 21 31) 46 10 27
Grundstein für Pfarrzentrum und Tagesstätte gesegnet
NEUSS. Oft müssen Kirchengemeinden Räume abgeben und ganze Gebäude schließen. Da
lässt es aufhorchen, wenn an der Kirche Heilige Dreikönige der Grundstein gelegt wurde für
ein neues Pfarrheim und eine neue Kindertagesstätte. Monsignore Guido Assmann, leitender Pfarrer im Seelsorgebereich „Neuss-Mitte“,
nannte dies „ein gutes Zeichen für die Zukunft
der Kirche“. Das alte Pfarrheim war nicht mehr
wirtschaftlich, und die notwendigen Investitionen in den Brandschutz erwiesen sich als zu
groß. Gleichzeitig hätte die Kindertagesstätte
aufwändig modernisiert werden müssen. Daraufhin reifte die Idee eines Neubaus. Zur Finanzierung des Pfarrzentrums wird das Erzbistum
einen Zuschuss von 1,2 Millionen Euro zahlen,
wenn die Kirchengemeinde einen Eigenanteil
von 0,5 Millionen leistet. Der Bau der Kindertagesstätte wird aus den Rücklagen der Einrichtungen St. Vinzenz und Heilige Dreikönige sowie aus Zuschüssen für den so genannten U3-Ausbau finanziert. Landesmittel von 370 000
Euro sind bewilligt.
Kirchensteuermittel
und Rücklagen von 1,7
Millionen werden außerdem investiert. In die
Röhre für den Grundstein wurde auch die aktuelle Ausgabe der Kirchenzeitung
gesteckt.
Vertreter des Architekturbüros Wichmann sowie von Pfarrgemeinderat, Kirchenvorstand
und Kindertagesstätte
Monsignore Guido Assmann segnete den Grundstein im neuen waren bei der Segnung
Komplex an der Dreikönigenkirche.
(Foto: ZIM) dabei.
ZIM
Peter Lüttgen weiter an der Spitze
Freundeskreis Kloster Kreitz plant Jubiläum
HOLZHEIM. Der Freundeskreis Kloster Kreitz Bornhoven sowie ein Besuch des Altenberger
bereitet sich mit bewährter Leitung auf sein Sil- Doms. Darüber hinaus stehen ein Festgottesberjubiläum vor: Die Mitgliederversammlung dienst und die traditionelle Roratemesse im Adim Vortragsraum der Benediktinerinnen um vent auf dem Kalender. Nachdem Dr. Hans-PePriorin Schwester Bernharda wählte den seit ter Zils, der Major der Neusser Scheibenschütder Gründung vor 24 Jahren amtierenden Pe- zen, über „Titel und Insignien der Basilika St.
ter Lüttgen erneut zum Vorsitzenden. Lüttgen Quirin“ referiert hatte, zelebrierte Pater Serazur Seite stehen weiter Stellvertreter Dr. Her- phim Weikmann von der Familie Mariens im
mann Verfürth, Schatzmeister Friedhelm Hil- Kloster St. Sebastianus eine Messe.
ZIM
gers und Schriftführer
Hermann Sudhoff. Neu
im Führungsgremium ist
Gudula Hermanns, die
der aus gesundheitlichen
Gründen ausgeschiedenen Beisitzerin Ingrid
Schwar-Soeffky folgt.
Wie Lüttgen dem 320
Mitglieder
zählenden
Verein berichtete, sind
zur 25-Jahr-Feier 2014
zwei besondere Angebote geplant: eine Schiffswallfahrt auf dem Rhein
von Köln in den Mari- Peter Lüttgen wurde wieder zum Vorsitzenden des Freundeskreises
(Foto: ZIM)
enwallfahrtsort Kamp- Kloster Kreitz gewählt.
21. Juni 2013 | Ausgabe 25/13
NEUSS. Das Bundesverdienstkreuz
am Bande hat der Erziehungswissenschaftler Dr. Albert Wunsch verliehen bekommen (siehe Seite 9). Er war
von 1973 bis 2004 Leiter des damaligen Katholischen Jugendamts (KJA)
in Neuss.
NEUKIRCHEN. Sein 50-jähriges Bestehen begeht der Kindergarten St.
Jakobus am Samstag, 22. Juni. Nach
einem Wortgottesdienst um 11 Uhr
im Pfarrgarten soll bei viel Spaß und
mit guter Laune gefeiert werden. Ab
15 Uhr ist ein „Kinder-Familien-Mitmachkonzert“ mit dem Sänger Uwe
Lal vorgesehen.
ROMMERSKIRCHEN. Im Februar
vor 40 Jahren ist Monsignore Franz
Josef Freericks zum Priester geweiht
worden (die Kirchenzeitung berichtete). Groß gefeiert wird aber erst jetzt:
Ein Festgottesdienst beginnt am Sonntag, 23. Juni, um 15 Uhr in der Kirche St. Peter. Die Predigt hält Prälat Dr. Wolfgang Beilner, emeritierter Professor für Neutestamentliche
Bibelwissenschaft an der Universität
Salzburg. Danach steigt ein Fest im
Pfarrzentrum.Freericks erbittet Spenden für die Kirche St. John‘s in Kumarakom in Indien.
NEUSS. Von einer Konzert-Reise in
die US-Bundesstaaten Minnesota,
South Dakota und Colorado sind Kantor Joachim Neugart und der Kammerchor „Capella Quirina“ zurückgekehrt. Ihr in den Kathedralen von
Saint-Paul, Sioux Falls und Denver
aufgeführtes Programm stimmen sie
am Sonntag, 23. Juni, ab 20 Uhr in der
Basilika St. Quirin an. Es erklingen
Werke zahlreicher Komponisten.
BÜDERICH. Hohen Besuch erwartet
die Gemeinde St. Mauritius und Heilig Geist am Sonntag, 23. Juni: Bischof Sebastian Ramis aus Peru feiert
ab 11.15 Uhr ein Pontifikalamt in der
Mauritiuskirche und berichtet über
seine Tätigkeit. Er leitet die Apostolische Administratur Huamachuco in
den Anden.
www.kirchenzeitung-koeln.de | Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln | 33
AUS DEM ERZBISTUM
Düsseldorf:
Ronald Morschheuser,
Fax (0 21 73) 96 79 98
DÜSSELDORF. Die Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft der
christlichen Kirchen (ACK) in Düsseldorf hat Stadtdechant Monsignore Rolf
Steinhäuser für zwei Jahre zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Als seine Stellvertreter wurden Superintendentin Henrike Tetz von der Evangelischen Kirche und Pfarrer Dr. Johannes Demandt
von der Freien Evangelischen Gemeinde Düsseldorf bestimmt. Die ACK ist ein
Zusammenschluss von rund 25 Kirchen
und kirchlichen Gemeinschaften in der
Landeshauptstadt. Sie dient dem Ziel, die
Einheit aller Kirchen und Christen zu fördern.
DÜSSELDORF. Eine Studienfahrt und
Dialogreise nach Istanbul bietet der Katholikenrat Düsseldorf an. In Kooperation mit dem Rumi-Forum wird vom 29.
September bis zum 4. Oktober die Stadt
am Bosporus besucht. Die Reise richtet
sich an Ehrenamtliche aus Gemeinden
und Verbänden, die im christlich-muslimischen Dialog eine wichtige Aufgabe
sehen. Die Studienfahrt soll „jenseits des
gängigen Tourismus“ verlaufen und zum
Beispiel Kontakte zu Familien vermitteln.
Ein wichtiger Programmpunkt ist die Begegnung mit der deutschsprachigen katholischen Gemeinde St. Paul. Nähere Informationen beim Katholikenrat unter Telefon (02 11) 90 10 20.
ALTSTADT. Eine Führung durch die
Basilika St. Lambertus und ihre Schatzkammer mit Kirchenführer Detlef Hütten
findet am Samstag, 29. Juni, statt. Treffpunkt ist um 11 Uhr im Eingangsbereich
am Stiftsplatz.
DÜSSELDORF. Auf die Spuren jüdischen Lebens in Düsseldorf führt ein
Stadtrundgang mit Sandra Franz und Tobias Theuerkorn von der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf. Die Veranstaltung
am Sonntag, 23. Juni, ab 15 Uhr (Treffpunkt Schlossturm auf dem Burgplatz)
findet im Rahmen der Anne-Frank-Ausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen
schreibt Geschichte“ (die Kirchenzeitung
berichtete) statt. Sie ist bis zum 29. Juni
im maxhaus an der Schulstraße zu sehen.
Altenzentrum mittendrin
Seelsorgebereich feiert Fest „ganz anders“
FLINGERN/DÜSSELTAL. Der Seelsorgebereich Flingern/Düsseltal feierte Pfarrfest „einmal ganz anders“: Carsten Horn, Vorsitzender
des Pfarrgemeinderates: „Normalerweise ist
so ein Pfarrfest ein riesiger Organisationsaufwand, aber wir wollen diese Kraft lieber in pas-
torale Ideen stecken wie zum Beispiel Veranstaltungen für neue Gemeindemitglieder“. Seit
1994 wird im Seelsorgebereich jeweils in einer Kirche Eucharistie gefeiert, danach ziehen
die Gläubigen in einer Prozession zu einer anderen Kirche, wo nach dem Segen ein Pfarrfest
stattfindet. Diesmal feierte die Gemeinde aber
im Caritas-Altenzentrum
Herz Jesu an der Mendelssohnstraße.
„Wir konnten die Logistik des Hauses nutzen,
und die Bewohner konnten alle an der Prozession und dem anschließenden Fest teilhaben“,
sagt Horn. „Wir haben
an diesem Tag gemerkt,
dass das Altenzentrum
Herz Jesu wirklich Teil
Küchenprofis sorgten im Garten „ihres“ Altenzentrums Herz Jesu für unserer
Gemeinden
die Verpflegung der Pfarrfestgäste. (Foto: Caritasverband Düsseldorf) ist“.
RM
Schritt in die Zukunft
Mutter-Kind-WG des SKFM zieht um
DÜSSELDORF. Fast genau 100 Jahre nach
der Eröffnung des Gertrudisheims an der
Ulmenstraße durch den damaligen Kölner
Erzbischof Felix von Hartmann schließt der
SKFM Düsseldorf seine Arbeit in dem altehrwürdigen Gebäude ab.
„Über die ganze Zeit war unser Gertrudisheim Heimstatt für Mädchen, Frauen, Mütter und ihre Kinder“, sagt Geschäftsführer
Heinz-Werner Schnittker. „Den Düsseldorfern war das Haus als Heim für Mütter und
ihre Kinder gut bekannt, und bis heute ist die
Arbeit mit und die Sorge für Schwangere, für
Mütter und ihre Kinder für den SKFM von
zentraler Bedeutung“, so die SKFM-Vorsitzende Ursula Söhngen.
Nur ein paar Schritte weiter geht die Arbeit jetzt in die Zukunft: Denn in den Neubau
an der Metzer Straße zieht auch die bisher
an der Ulmenstraße beheimatete Mutter-undKind-Wohngemeinschaft ein.
„Die neuen Appartments entsprechen den
Anforderungen modernen Wohnens“, freut
sich der Geistliche Beirat Dechant Michael
Dederichs.
Die Mutter-Kind-Arbeit ist auf Verselbständigung ausgerichtet. Dabei stehe die
Stärkung der Beziehung zwischen Mutter
und Kind im Mittelpunkt, erläutert Schnittker das Konzept.
RM
34 | Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln | www.kirchenzeitung-koeln.de
Eine gute Adresse geht außer Dienst: Die
Mutter-und-Kind-Wohngemeinschaft zieht
aus dem rund 100 Jahre alten Gertrudisheim
in den benachbarten Neubau an der Metzer
Straße um.
(Foto: SKFM Düsseldorf)
Ausgabe 25/13 | 21. Juni 2013
AUS DEM ERZBISTUM
Hilden, Langenfeld und Monheim:
Ronald Morschheuser,
Fax (0 21 73) 96 79 98
Mettmann und Ratingen:
Maximilian Moll,
Telefon (02 02) 96 31 19 49
Die fertiggestellte Kirche „The Uganda Martyrs“ beim Einweihungsgottesdienst. Die quadratischen Terracotta-Tafeln sind über den Fenstern angebracht.
(Foto: Privat)
Kreuzweg findet neue Heimat
Terracotta-Kunst hängt jetzt in neuer Kirche in Uganda
HILDEN/KIWOKO. Der alte Terracotta-Kreuzweg aus der Hildener Kirche St. Marien hat eine
weite Reise hinter sich – und eine neue Heimat
gefunden: Denn die Leverkusenerin Maria Philippsen hat die Bildtafeln teils in ihrem Fluggepäck, teils als Frachtgut nach Uganda transportiert. „Der Kreuzweg hängt jetzt in der neuen
Kirche der jungen Pfarrei ‚The Uganda Martyrs‘ von Kiwoko in der Diözese Kasana-Luweero“, berichtet sie. „Dort ist Afrikas Erde so
rot wie die Tafeln selbst“. Philippsen ist seit Jahren mit dem dortigen Pfarrer Cyril Kasigwa be-
freundet. Die Verbindung entstand, als der Seelsorger in Rom studierte und während der Semesterferien bei Bayer in Leverkusen arbeitete. Lange war in Kiwoko Gottesdienst in einem
Rohbau gefeiert worden. „Noch im vergangenen Jahr haben wir in dem zugigen Bau ohne
Fenster und Tür auf dem Lehmboden gekniet“
erinnert sich Philippsen. Sie nahm jetzt an der
mehrstündigen Messfeier zur Einweihung der
fertiggestellten und mit den Kreuzwegstationen über den Fenstern geschmückten Kirche
teil.
RM
„Evangelium im Evangelium“
Professor Dr. Thomas Söding zum Vaterunser
METTMANN. „Es hat sich gelohnt“, waren und seinem aktuellen Gebrauch als Musternicht nur die Worte von Pfarrer Herbert Ull- beispiel konstruktiver Ökumene“. Unter dem
mann im Anschluss an den zweiten ökume- Aspekt „Glaube live“ erläuterte er die „uralte
nischen Jahresempfang der Pfarrei St. Lam- Position“, die das „Evangelium im Evangelibertus und der evangelischen Kirchengemein- um“ einnimmt. Zudem hob er die Spiritualität
de Mettmann in der evangelischen Kirche und die ethischen Elemente des Vaterunsers
Mettmann. Pfarrerin Siegrid Geiger begrüßte hervor.
MM
rund 200 Gäste zu dem
Abend mit dem Thema
„Wie im Himmel so auf
Erden“. In seinem Vortrag zum Vaterunser betonte Professor Dr. Thomas Söding, Neutestamentler der Ruhr-Universität Bochum, vier
Aspekte. Zum einen
wies er auf den ökumenischen Gedanken im
Lobpreis am Ende des
Vaterunsers hin. Dieser
gelte „in seiner Form, Professor Dr. Thomas Söding begeisterte die Zuhörer mit Kompe(Foto: MM)
seiner
Überlieferung tenz und Humor.
21. Juni 2013 | Ausgabe 25/13
M O N H E I M / L A N G E N F E L D.
„Grenzen achten! Prävention und
Schutz vor sexualisierter Gewalt an
Kindern und Jugendlichen“, lautet
das Thema eines Vortrags von Alexandra Schmitz im Pfarrheim St. Paulus an der Berghausener Treibstraße am Donnerstag, 27. Juni. um 19
Uhr. Dazu laden sowohl die Monheimer und Langenfelder Pfarrgemeinden als auch zwei Familienzentren,
die Kolpingsfamilie Langenfeld, die
Frauengemeinschaft (kfd) im Dekanat, der KAB-Städteverband Langenfeld/Monheim, der KKV Monheim
und die Bürgerstiftung St. Josef ein.
Schmitz ist Sozialpädagogin und Referentin für Geschlechterpädagogik
bei der KjG sowie Mitarbeiterin im
Präventionsschulungsteam des Erzbistums Köln. Eingeladen sind alle,
die mit Kinder und Jugendlichen beruflich oder ehrenamtlich umgehen.
LANGENFELD. Zum 30-jährigen
Bestehen des CBT-Wohnhauses St.
Franziskus an der Eichenfeldstraße wird eine ökumenische Andacht
gefeiert. Dazu wird Geschäftsleiter Norbert Molitor den Leitenden
Pfarrer der Gemeinde St. Josef und
Martin, Dr. Jürgen Rentrop, und den
evangelischen Pfarrer Andreas Pasquay begrüßen. Die Andacht beginnt
am Sonntag, 23. Juni, um 14 Uhr. Ein
buntes Sommerfest schließt sich an.
METTMANN. Zwölf Frauen und ihr
Weg aus der Gewalt: Derzeit zeigt
der SKFM Mettmann noch bis Ende
Juni die Ausstellung „Angst trifft
Mut“ in der Neanderstraße 68-72.
Thematisiert werden die Lebensgeschichten von zwölf Frauen durch
zwölf Schaufensterpuppen. Anlass ist das 25-jährige Bestehen des
SKFM Mettmann
NEVIGES. Sein 20-jähriges Jubiläum feiert der Chor des Mariendoms
Neviges, kurz Dom-Chor genannt,
am Sonntag, 23. Juni. Er wird um 10
Uhr das Hochamt musikalisch gestalten und die Missa Solemnis von
Wolfgang Amadeus Mozart singen.
www.kirchenzeitung-koeln.de | Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln | 35
AUS DEM ERZBISTUM
Remscheid und Solingen:
Michael Möller,
Telefon (0 21 91) 34 05 37
Wuppertal: Helmut Pathe,
Telefon/Fax (02 02) 8 54 08
REMSCHEID. Das Monatstreffen der alleinerziehenden Mütter und Väter findet
am Samstag, 22. Juni, zwischen 15 und
18 Uhr, im Johanneshaus, Papenberger
Str. 14b, statt. Referent ist Diplom-Pädagoge Eckhard Schröder, Dortmund. Er
stellt das Thema „Wie ein Eichhörnchen
im Winter – Wege zu inneren Energiequellen. Ressourcen und Fähigkeiten, die
einmal vorhanden waren, reaktivieren.“
vor.
LENNEP. Mit einem Grillfest am Sonntag, 30. Juni, soll die Verabschiedung der
langjährigen Gemeindereferentin Ingrid
Witte begangen werden. Die Feier beginnt um 10 Uhr mit einer Messe in St.
Bonaventura. Anschließend besteht die
Möglichkeit zu Begegnung und Beisammensein im Garten des Pfarrhauses St.
Bonaventura, Bei Regen findet die Abschiedsfeier im Gemeindehaus statt.
LENNEP. In St. Bonaventura wird am
Sonntag, 23. Juni, um 17 Uhr ein Benefizkonzert zugunsten der Flutopfer in der
Remscheider Partnerstadt Pirna veranstaltet. Unter dem Motto „Orgelkonzert
mit vier Händen und vier Füßen“ spielen
Reiner Vallo und Peter Bonzelet.
WUPPERTAL. Der Katholikenrat lädt
am Samstag, 22. Juni, zum zweiten Wuppertaler Konvent ein. Die Veranstaltung
steht unter dem Leitwort „Es gibt verschiedene Gnadengaben, aber nur den
einen Geist.“ Beginn ist um 10 Uhr im
Internationalen
Begegnungszentrum,
Hünefeldstraße 54a.
>>katholikenrat-wuppertal.de
BEYENBURG. Mit einer neuen Reihe
„Musik-Raum-Wort“ werden die Beyenburger Klosterkonzerte am Samstag, 22.
Juni, um 17 Uhr fortgesetzt. Das Konzert
steht unter der Überschrift „Orgelmusik
und Texte: Liebe, Glück, Freude.“ Kantor Sebastian Söder wird bekannte und
unbekannte Musik für Hochzeiten spielen. Kreuzherrenbruder Dirk Wasser stellt
eine Verbindung zum Raum der Klosterkirche her. Es wird um eine Eingangsspende für die Unterstützung des Fördervereins für die Klostergebäude gebeten.
Mut haben und Neues kennen lernen
Antirassismus-Projekt des Caritasverbandes
REMSCHEID. Die 18 Schüler der Klasse 3b
kannten sich schon fast drei Jahre. Sie haben
ihre Wurzeln in Bosnien-Herzegowina, der
Türkei. Albanien, Weißrussland, dem Kosovo
und auch Deutschland. Sie hatten sich in ihrer
Schulzeit in der städtischen Daniel-SchürmannGemeinschaftsgrundschule langsam aneinan-
der gewöhnt. Doch wie es ist, plötzlich etwas
Anderes, Neues kennen zu lernen und sich zu
trauen, sich darauf einzulassen, zeigten sie in
dem Antirassismus-Projekt des Caritasverbandes Remscheid. Dara Franjic-Homberg und
Schul-Sozialpädagogin Silke Benattabou hatten für die Schüler eine „Schmeck-Bar“ aufgebaut. Dort gab es Lachs,
Kaviar, Aioli, Pumpernickel und anderes Unbekanntes. Die Kinder
zeigten Mut und probierten. Schnell wurde ihnen
auch klar, wo die Parallelen dieses Experimentes und ihres Schulalltags
lagen. Auch manch einer der Schüler hatte seinen Klassenkameraden
anfangs nicht gemocht,
weil er ihn nicht kannte.
Dara Franjic-Homberg zeigte mit den Schülern Begrüßungsrituale Doch dann wurden sie
aus anderen Ländern.
(Foto: MÖ) Freunde.
MÖ
„Gedächtnis der Gemeinde“ blickt zurück
St.-Antonius-Kirche wurde vor 40 Jahren geweiht
BARMEN. In diesen Tagen geht die AntoniusWoche der Gemeinde, die mit einer Wallfahrt
nach Neviges begonnen hatte, zu Ende. Aber
schon bald kann wieder gefeiert werden. Denn
mit der Kirchweihe der „neuen“ St.-AntoniusKirche vor 40 Jahren ging eine nicht immer einfache Zeit für die Gemeinde zu Ende. Werner
Im Herzen von Barmen: St. Antonius.
(Foto: PA)
36 | Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln | www.kirchenzeitung-koeln.de
Zimmermann, das „Gedächtnis der Gemeinde“, hat eine Broschüre zur Baugeschichte verfasst, die vieles längst vergessene wieder lebendig macht.
Es war eine neue städtebauliche Konzeption für den Alten Markt, die letztlich zum
Bau der jetzigen Kirche führte. Welche Entscheidungen für den Kirchenvorstand deshalb
zu treffen waren, wird in der Broschüre deutlich. Besonders interessant ist die Vorstellung
der verschiedenen Entwürfe für den Neubau.
Vielleicht hätte man sich heute für eine Lösung entschieden, die sich den Fußgängerströmen mehr geöffnet hätte. Schließlich war es
ein überarbeiteter Entwurf von Professor Rudolf Steinbach, dem der Kirchenvorstand 1964
zustimmte. Der frühe Tod des Architekten
(1966) führte dann dazu, dass sein Mitarbeiter Horst Kohl die Pläne ausführen, allerdings
oft auch ändern, ergänzen und anpassen musste. Die Chronik berichtet von erheblichen Problemen beim Bau und späteren Bauschäden,
mit denen sich erst Pfarrer Paul Reiner Zeck,
dann Dr. Klaus Dick und schließlich Theodor
Löckenhoff „herumschlagen“ mussten. Heute
kann Pfarrer Monsignore Michael Haupt aber
sagen: „Ein Kirchenraum, in dem ‚Leben mit
Gott‘ gefeiert wird: ein Genuss für Auge, Ohr,
Zunge und Herz. Möge Gott seine Segenshand
nie zurückhalten!“
PA
Ausgabe 25/13 | 21. Juni 2013
AUS DEM ERZBISTUM
Hilfe für Haus Marienberge
Oberbergischer Kreis: Heike Cosler,
Telefon (0 21 92) 8 37 07
Altenkirchen: N.N.
Telefon
Chöre der Region laden zum Benefizkonzert ein
KATZWINKEL. Nach
dem Feuer in der Familienerholungsstätte Arche Noah Marienberge
in Katzwinkel standen
viele hilf- und sprachlos
da und fragten sich, wie
sie helfen könnten. Einige Chöre entwickelten
die Idee, ein Benefizkonzert zu gestalten, um das
Haus, in dem sie sich bei
ihren Chorfreizeiten wie
zu Hause fühlten, zu unterstützen. Nun ist der
Termin „fest“: am Frei- Um der Familienerholungsstätte nach dem Feuer zu helfen, wurde
(Foto: Privat)
tag, 28.Juni, um 20 Uhr jetzt ein Benefizkonzert organsiert.
werden in der evangelischen Kirche Hamm die Wissener Chöre „cho- enchor sowie der Kammerchor „Nova Cantirus live“, „TonArt“ und „dacapo Living Gos- ca“ aus Windeck zu hören sein. „Wir hoffen,
pel“, die hämmscher Chöre MGV Liedertafel, dass wir mit diesem Abend dem Haus Maridie ev.angelische Kantorei, der katholische Kir- enberge eine kräftige finanzielle Spritze bechenchor St Cäcilia, der ökumenische Famili- scheren können“, so die Organisatoren. EB
Jubiläen mit besonderen Gästen
Schulkirche und Kirchenchor feiern Geburtstag
WIPPERFÜRTH. Gleich zwei Mal gab es in der
vergangenen Woche „hohen Besuch“: Kardinal
Joachim Meisner kam anlässlich des 125-jährigen Jubiläums des Kirchenchores „Cäcilia“.
Und Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp
reiste an, um das 50-jährige Weihejubiläum
der St.-Angela-Schulkirche zur „Unbefleckten
Empfängnis der Allerseligsten Jungfrau Maria“
zu feiern. „In dieser Kirche haben Generationen
von Schülerinnen und Schülern für ihre guten
Noten gedankt, aber auch Tränen vergossen und
Kardinal Joachim Meisner an der Kirche St.
Clemens.
(Fotos: HC)
21. Juni 2013 | Ausgabe 25/13
ihre Sorgen und Nöte Gott anvertraut. Lehrerinnen und Lehrer haben hier gebetet und nachgedacht, wie sie am besten mit ihren Schülern umgehen“, sagte der Weihbischof.
Der Ezbischof betonte in seiner Festpredigt
in der Kirche St. Clemens: „.Kirchenchöre sind
die wichtigsten Mitarbeiter der Priester und
des Bischofs. Beim Festkommers wurden die
Goldjubilare Annegret Schmitz, Marie Luise
Kremer, Reiner Braun und Alois Wasserfuhr
geehrt.
HC
Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp
beim Gottesdienst in der Schulkirche.
MORSBACH-WILDBERGERHÜTTE.
Die Pfarrgemeinde St. Bonifatius lädt zur
Feier des 300-jährigen Bestehens der Johannes-Kapelle Odenspiel und zum Gedenken an den Geburtstag Johannes des
Täufers ein. Am Sonntag, 23. Juni, findet
ab 8.45 Uhr eine Johannesprozession ab
der Pfarrkirche St. Bonifatius statt. Um
10 Uhr beginnt die Festmesse in Odenspiel an der Johannes-Kapelle.
MARIENHEIDE. Pater Ronald Dhason
lädt alle Messdiener und Kinder im Alter
von neun bis 13 Jahren ein, am Montag,
1. Juli von 16 bis 18 Uhr in das Pfarrheim
St.Mariä Heimsuchung, Klosterstraße, zu
kommen. Es soll ein „Treff“ werden, in
dem gespielt, Lieder gesungen, und erzählt wird. Es wird noch ein Name für die
neue Gruppe gesucht. Informationen unter Telefon (0 22 64) 20 09 00.
MORSBACH-HOLPE.
„Gott
und
Mensch, musikalische Lebensbilder für
Glaubende und Suchende“, lautet die
Überschrift zu dem Konzert mit Musik
zu den Pfarrpatronen aller Kirchen des
Seelsorgebereichs am Sonntag, 30. Juni,
um 10 Uhr in der Kirche St. Mariä Heimsuchung. Um 10.30 Uhr schließt sich ein
Festgottesdienst an.
ENGELSKIRCHEN. „Nehmt nichts mit
auf den Weg, keinen Wanderstab und keine Vorratstasche, kein Brot, kein Geld und
kein zweites Hemd.“ (Lk 9,3). So lautete
der Marschbefehl von Jesus an seine Jünger. Diesen Aufruf folgen, sich auf den
Weg machen teils zu Fuß, teils mit dem
Kanu, das möchten vom 9. bis zum 11.
August Sebastian Mählmann und Michael Raab vom Malteser Hilfsdienst mit
weiteren Interessierten. Start der Tour ist
in Limburg an der Lahn. Information und
Anmeldung im Geistlichen Zentrum unter Telefon (0 22 63) 80 00.
BERGNEUSTADT. „Einfach glauben,
einfach loben, einfach handeln.“ Unter diesem Motto findet am Sonntag, 30.
Juni, um 9.45 Uhr ein Taizé-Gottesdienst
in der Altstadtkirche statt. Veranstalter ist
der Ökumene-Ausschuss der Kirchengemeinden Bergneustadts. Informationen
unter Telefon (0 22 61) 94 74 98.
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AUS DEM ERZBISTUM
Rheinisch-Bergischer Kreis:
Siegbert Klein,
Mobil (01 77) 6 12 20 10
Leverkusen: Kathrin Becker,
Mobil (01 62) 9 40 70 14
BERGISCH
GLADBACH.
Sein
150-jähriges Bestehen feiert der Kirchenchor St. Laurentius im kommenden Jahr. Aus diesem Anlass veranstaltet der Jubelchor am 15. November 2014 ein Festkonzert. Auf dem Programm steht unter anderem die „Petite
Messe solennelle“ von Gioachino Rossini (1792–1868). Diese „kleine feierliche Messe“ wurde in dem Jahr der
Chorgründung in der Privatkapelle eines Pariser Adligen uraufgeführt. Zusätzlich wird die „Messe heroique de
Jeanne d‘Arc“ von Henry Nibelle einstudiert. Männer und Frauen, die als
Sänger oder Sängerin an den Aufführungen teilnehmen möchten, melden
sich bei Kantor Helmut Voß unter Telefon (0 22 02) 4 48 15.
SAND. „Still werden mit Jesu Worten“
ist eine Mediation überschrieben, die
am Dienstag, 25. Juni, um 19.30 Uhr in
St. Severin in Bergisch Gladbach-Hand
stattfindet.
LEVERKUSEN. „Was glaubst du denn
... über die Welt online?“ fragen Pfarrer Ralf Hirsch und Pastoralreferentin
Donata Pohlmann am Donnerstag, 27.
Juni, um 20 Uhr im Café der CityKirche, Breidenbachstraße 9. Mit Gläubigen und Suchern, Ratlosen und Zweiflern wollen sie ins Gespräch kommen
über Gottes Botschaft im Netz.
HITDORF. 125 Jahre St. Stephanus
feiert die Gemeinde am Sonntag, 23.
Juni, mit einer Festmesse mit Generalvikar Dr. Stefan Heße um 9.30 Uhr.
Anschließend wird die Ausstellung
„Neue Sicht auf Altbewährtes“ eröffnet, Ergebnis eines Kunstprojektes anlässlich des Weihejubiläums.
Markante Kirche in Zeltform
Weihbischof Dr. Klaus Dick kommt zum 50. Kirchweihfest
ODENTHAL. In einer Wehrmachtsbaracke
trafen sich die Katholiken in Odenthal-Voiswinkel nach dem Weltkrieg zur Messfeier.
1950 wurde eine Behelfskirche errichtet. Diese wurde ab 1961 durch die jetzige Kirche
nach den Plänen des Trierer Architekten Herbert Herrmann ersetzt. Die Weihe fand vor 50
Jahren am 23. Juni statt. Auf den Tag genau
wird dieses Jubiläum am Sonntag um 10.15
Uhr mit einem Pontifikalamt gefeiert. Zelebrant ist Weihbischof em. Dr. Klaus Dick. Vor
50. Jahren weihte Weihbischof Dr. Augustinus
Frotz die Filialkirche auf den Namen des Kölner Erzbischofs Engelbert von Berg.
Die Kirche stellt in einer quadratischen
Grundform ein Zelt dar. Feste Mauern umfassen die versammelte Gemeinde und lassen den Raum im Dunkeln. Durch ein großes dreieckiges Fenster fällt Licht ein. „Von
Gott kommt Licht ins Dunkel“, heißt es in einer Beschreibung der Kirche. Bemerkenswert
ist das Altarkreuz aus der Zeit zwischen 1390
und 1440. Es hing früher im so genannten
„Heiligenhäuschen“ an der Dorfstraße. Sehenswert ist auch das Altar-Fresko, das sieben
Bildern der Genesis denen der Offenbarung
gegenüberstellt.
KL
Der markante Glockenturm von St. Engelbert
in Odenthal-Voiswinkel ist weithin sichtbar.
(Foto: KL)
Über den Tellerrand nach Peru geblickt
Bischof aus Anden-Diözese zu Gast in St. Stephanus
BÜRRIG. „Euer Pfarrer hat mich empfangen
mit einem Herz wie in Peru“, sagte Bischof
Sebatián Ramis Torrens aus der Anden-Diözese Huamachuco, der am Sonntag in St.
Stephanus zu Gast war und dort die heilige
Messe feierte. „Ganz herzlich und ohne großes Protokoll.“
Es sei schön, ohne großen Anlass einen
Bischof aus Peru zu Gast zu haben, sagte
Pfarrer Ralf Hirsch. „Es tut uns gut über den
Tellerrand zu schauen und festzustellen, dass
Kirche nicht nur um unseren Kirchturm he-
rum ist.“ Bischof Ramis Torrens berichtete
vom Alltag in der 3200 Meter hoch gelegenen Diözese Huamachuco, wo es 840 Dörfer
gibt verteilt auf eine Fläche von rund 7500
Quadratkilometer. Die Entwicklung in Peru
sei gut, sagte er, aber das „gut“ komme noch
nicht bei allen an. Herzlich bedankte er sich
deshalb für die Spenden für Hilfsprojekte
in seiner Diözese. Und ohne großes Protokoll verkündete Pfarrer Hirsch: „Geben Sie
reichlich – was bei der Kollekte zusammen
kommt verdoppeln wir.“
KB
OPLADEN. Um den Leverkusener
Märtyrer Augustin Benninghaus geht
es am Freitag, 21. Juni, um 19.30 Uhr
im Pfarrsaal von St. Remigius. Auf
Einladung von Stadtdechant Heinz-Peter Teller und in Zusammenarbeit mit
dem Bildungswerk wird Prälat Helmut
Moll den Jesuitenpater vorstellen, dessen Name mit dem „Aloysianum“ untrennbar verbunden ist.
Bischof Sebatián Ramis Torrens feierte in St. Stephanus die heilige Messe.
38 | Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln | www.kirchenzeitung-koeln.de
(Foto: KB)
Ausgabe 25/13 | 21. Juni 2013
AUS DEM ERZBISTUM
„Organistenblut“ für neue Orgel
Eitorf, Hennef, Königswinter,
Neunkirchen, Siegburg,
Sankt Augustin und Troisdorf:
Christa Gast,
Telefon (0 22 44) 46 85
Kirchenchor Cäcilia unterstützt Finanzierung
NEUNKIRCHEN. Bereits 1997 war der Kirchenchor Cäcilia als Orgelpfeifen verkleidet
auf die Straße, sprich: im Karnevalszug, gegangen, um auf den schlechten Zustand der
Orgel an St. Margareta hinzuweisen. 2012
wurde es wirklich ernst: die VerschuerenOrgel „pfiff auf dem letzten Loch“ und dem
Kirchenvorstand war klar: ein neues Instrument muss her. Unter Verwendung des Pfeifenwerks einer Walker-Orgel aus England,
die der Pfarrei angeboten worden war, eines
neo-gotischen Orgelgehäuses aus den Niederlanden und eines zweiten Spieltisches, mit
dem die Orgel auch von ferne bedient werden
kann, wird Orgelbauer Siegfried Merten eine
Orgel bauen, die sich harmonisch in die Kirche einfügt. Nach den Plänen des neu gegründeten Vereins der Freunde und Förderer der
Kirchenmusik soll die neue Orgel 2014 zur
100-Jahr-Feier von St. Margareta erklingen.
Dazu wird jedoch noch viel Geld benötigt.
Der Kirchenchor Cäcilia wollte helfen. Inspiriert vom bekannten „Rebellenblut“ wurde literweise blutrotes Gelee in zwei Geschmacksrichtungen mit den Namen „Organistenblut“
und „Registrantenblut“ gekocht. „Für eine
neue Orgel geben wir alles“ kommentierte
Organist Ulrich Röttig scherzhaft die Aktion.
Das Gelee wird beim Pfarrfest am 30. Juni
am Waffelstand des Chores verkauft. „Wenn
die Aktion gut läuft, kochen wir weiter und
verkaufen beim Weihnachtsmarkt vielleicht
auch Sängerblut“, verspricht die Vorsitzende
des Chores, Ute Richarz.
CG
Organist Ulrich Röttig (rechts) und „sein Registrant“ Andreas Rosauer machen den Spaß
gerne mit.
(Foto: CG)
SANKT AUGUSTIN. In einem feierlichen Gottesdienst sind am Sonntag die
beiden indonesischen Steyler Missionare
Kristoforus Adeodatus und Agateus Ngala von Bischof Dr. Stefan Ackermann,
Trier, zu Priestern geweiht worden.
Mut und Realitätssinn
Frauengemeinschaft St. Hippolytus feiert Jubuiläum
TROISDORF. „Unsere Frauen gestalten vieler- Gruppen angeboten. Wöchentliche Frauenmesorts unsere Kirche“, erklärte Pfarrer Peter Orth sen, Andachten im Mai und Oktober, Wallfahrim Festgottesdienst zum 100-jährigen Bestehen ten oder der Weltgebetstag der Frauen gehören
der Frauengemeinschaft (kfd) St. Hippolytus. ebenso zum Gemeinschaftsleben wie das SamDie Mitglieder feierten ihr Jubiläum nicht nur meln von Lebensmitteln für die Troisdorfer Taim Gottesdienst, sondern auch mit einem Kon- fel oder von Spenden für die Ausbildung junger
zert. 1913 wurde der „Mütterverein“ gegründet Ordensfrauen in Afrika und Asien. Vor zwei
und war zunächst vor allem eine Glaubensge- Jahren wurde die kfd St. Gerhard eingegliemeinschaft, die sich besonders im sozial-carita- dert. Jetzt besteht die Frauengemeinschaft
tiven Bereich einsetzte. Mit der Zeit nahm auch aus 240 Mitgliedern. „Mit Mut und Realidie Geselligkeit breiteren Raum ein; es wurden tätssinn bereichern die Frauen das Gemein„bunte Nachmittage“ veranstaltet, Theater ge- deleben“, lobte Pfarrer Peter Orth.
CG
spielt oder Ausflüge unternommen. „Bis heute bietet die kfd Frauen
jeden Alters und in allen Lebenslagen ein Zuhause im Gemeindeleben“, bestätigt die Vorsitzende Maria Benita
Gemmer. Im Jahresprogramm gibt es eine Reihe spiritueller Angebote
und geselliger Veranstal- kfd-Vorstand:(von links) Karin Mönning, Ingrid von der Gracht,
tungen. Für junge Frau- Irmgard Pohl, Francisca Maatmann, Hannelore Engels, Maria
(Foto: CG)
en werden Mutter-Kind- Benita Gemmer und Karin Delord.
21. Juni 2013 | Ausgabe 25/13
SIEGBURG. In der Frage des Schutzes menschlichen Lebens von Anfang an
gehen die Pfarrei St. Servatius und der
vom Kreiskatholikenrat geführte „Treffpunkt am Markt“ in die Offensive. Mit einer breit angelegten Unterschriftenaktion
wollen sie die europäische Bürgerinitiative „Einer von uns“, die sich gegen jegliche Forschung mit menschlichen Embryonen wendet, unterstützen. Eine Million Unterschriften, in Deutschland allein
80 000, sind europaweit zu sammeln, damit die zuständigen Gremien in der EU
eine Neuverhandlung des Themas vornehmen müssen. Unterschriften können
in den Kirchen nach den Sonntagsgottesdiensten oder im „Treffpunkt am Markt“
während der Öffnungszeiten abgegeben
werden. Weitere Informationen unter Telefon (0 22 41) 1 27 62 79. Unterschriften
können auch im Internet getätigt werden.
>> www.oneofus.eu
>> www.1-von-uns.de
BAD HONNEF. Einen Workshop „Aus
der eigenen Mitte schöpfen“ bietet die
Begegnungsstätte Haus Magdalena, Königin-Sophie-Straße 10, am Samstag, 22.
Juni, von 10 bis 17.30 Uhr an. Anmeldung unter Telefon (02 28) 9 76 46 43.
THOMASBERG/ HEISTERBACHERROTT. Die Frauengemeinschaften (kfd)
St. Joseph und St. Judas Thaddäus laden
am Mittwoch, 26. Juni, zur Wallfahrt nach
Kloster Steinfeld ein. Abfahrt ist um 12
Uhr an der Haltestelle Thomasberg Schule, und um 12.15 Uhr an der Haltestelle
Parkplatz Heisterbacherrott. Anmeldung
unter Telefon (0 22 44) 56 32.
HEISTERBACH. In der Konzertreihe
„Klassik in der Scheune“ gibt das Holzbläserquintett „Il Solisti Bonna“ am Sonntag, 23. Juni, um 17 Uhr in der Zehntscheune der ehemaligen Abtei Heisterbach ein Konzert mit Bläserquintetten
von Francaix, Barber, Pilss und Milhaud.
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AUS DEM ERZBISTUM
Bad Münstereifel, Euskirchen und
Zülpich: Anja Krieger
Telefon (0 22 51) 5 51 36
Bornheim, Meckenheim und
Rheinbach: Erhard Schoppert,
Telefon/Fax (02 28) 32 22 55
MARIA RAST. Unter dem Thema „Ich
wünsche dir Leben“ sind Frauen und Familien, die ein Kind erwarten, zu einer
Segensfeier am Sonntag, 30. Juni, um
14.30 Uhr in der Schönstattkapelle eingeladen. Der Segen ist ein Angebot im
Rahmen des „Festes der Begegnung“,
das am selben Tag um 11.30 Uhr mit einer Messe beginnt und danach ein buntes
Programm bietet. Informationen bei Marita Esser unter Telefon (0 22 56) 70 22.
25 Jahre Priester
KOMMERN/VEYTAL. „Alle Mitglieder der fünf Pfarrgemeinden sind von
Herzen eingeladen, ich freue mich über
jeden Einzelnen, der kommt!“, so Pfarrer Burkhard Möller (Foto) zur anstehenden Feier seines 25-jährigen Priesterjubiläums. Am 24. Juni 1988 wurde
er im Kölner Dom zum Priester geweiht.
Geboren in Niedersachsen, wurde Möller geprägt durch die Herkunft der Eltern aus ‚Stiftsdörfern’ im Kreis Hildesheim, katholischen Enklaven des Bistums Hildesheim.
Er verbrachte seine
Schulzeit in Düsseldorf und studierte in Bonn und
Trier. Als Kaplan
war er in Much und
Leichlingen tätig,
bevor er 1996 seine
erste Stelle als Pfarrer und Wallfahrtsseelsorger in Marialinden antrat. Seit 2007 ist er Pfarrer
im Seelsorgebereich Veytal. Die Frage
nach seinen Wünschen für die Zukunft
beantwortet der Priester umgehend mit
„wieder mehr Zeit für die Seelsorge haben“. Nach umfangreichen Baumaßnahmen am Kindergarten und dem geplanten Bauende des neuen Pfarrzentrums
in Kommern im Frühjahr kommenden
Jahres hofft der Pfarrer auf ein Ende des
hohen Verwaltungsaufwandes. Pfarrer
Möller feiert sein Priesterjubiläum am
Sonntag, 30. Juni, mit einem Dankgottesdienst um 10.30 Uhr in St. Severinus
und anschließendem Empfang in der
Bürgerhalle in Kommern.
AK
Die Projektgruppe hat ein umfangreiches Programm zum „Fest der Religionen“ auf die Beine
gestellt
(Foto: AK)
Gemeinsame Interessen entdecken
„Fest der Religionen“ wirbt für Toleranz
EUSKIRCHEN. Zum zweiten Mal nach 2011
veranstaltet der Arbeitskreis „Christen und
Muslime in Euskirchen“ am Samstag, 29. Juni,
das ‚Fest der Religionen’ auf dem Klosterplatz.
Der Arbeitskreis wurde 2006 als Initiative des
Sachausschusses Lebensraum des Pfarrgemeinderates der Stadtpfarrei St. Martin gegründet und setzt sich aus Vertretern der katholischen Pfarrgemeinde, der Evangelischen Kirchengemeinde Euskirchen und der TürkischIslamischen Gemeinde zusammen. „Wenn wir
gemeinsame Interessen entdecken, aber auch
Unterschiede respektieren, kann ein Miteinander beginnen und auf Dauer gelingen“, so die
Organisatoren. Gemeinsam gefeiert wird in
einem „Zelt der Religionen“, wo es die Möglichkeit für Gespräche und Informationen gibt.
Auf einer Bühne wird musikalische Unterhaltung geboten. Von 11 Uhr bis 16 Uhr sind die
Besucher eingeladen. Um 10 Uhr startet an
der evangelischen Kirche mit der Kunstinstallation „Engel der Kulturen“ bereits ein
Projekt, das auf einem Weg durch die Stadt
kultur- und religionsübergreifend für Toleranz und Verständigung wirbt. Das komplette Programm des Tages und Begleitveranstaltungen sind im Internet einsehbar.
AK
>> www.st-martin-euskirchen.de
Dank Ehrenamt viel möglich
SKM ehrt langjährige Helferinnen und Helfer
RHEINBACH. Mehr als 70 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Katholischen
Vereins für Soziale Dienste (SKM) waren der
Einladung zu einem Dankeschön-Nachmittag
ins Glasmuseum gefolgt. Bei dieser Gelegenheit dankte die SKM-Vorsitzende Monika Bähr
einer Reihe von Helferinnen und Helfern, die
zum Teil schon seit Jahrzehnten den Verein unterstützen. Hans-Dieter Reßler aus Rheinbach
ist 40 Jahre Mitglied, Ursula Bremm und Albert
Schäfer aus Meckenheim engagieren sich 20
Jahre für die Belange ihrer Mitmenschen. „Der
SKM ist sehr stolz auf seine ehrenamtlichen
Mitarbeiter, ohne die die vielfältigen Aufgaben
des Vereins nicht bewältigt werden könnten,“
betonte Bähr. Der SKM im Rhein-Sieg-Kreis
hat 184 Mitglieder und rund 400 Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Interessenten
wenden sich an Silke Eschweiler unter Telefon (0 22 41) 17 78 24.
ES
SKM-Vorsitzende Monika Bähr (vierte von links) dankte den ehrenamtlichen Helferinnen und
Helfern für ihr Engagement.
(Foto: ES)
40 | Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln | www.kirchenzeitung-koeln.de
Ausgabe 25/13 | 21. Juni 2013
AUS DEM ERZBISTUM
Abschied nach 33 Jahren
Bonn: Beate Behrendt-Weiß,
Telefon (0 22 26) 1 55 43
Bornheim, Meckenheim und
Rheinbach: Erhard Schoppert,
Telefon/Fax (02 28) 32 22 55
Gottesdienst und Fest für Pfarrer Peter Adolf
BONN. „Das Evangelium hat auch heute eine
Chance, wenn wir die Gesellschaft mit ihren Menschen ernst nehmen!“ Davon ist Pfarrer Peter Adolf zutiefst überzeugt. Und das ist
es auch, was ihm immer wieder Mut gemacht
hat, selbst wenn viele Strukturen der Kirche
ihn manchmal fast verzweifeln ließen. 1943 in
Pommern geboren, wuchs er in Köln auf, wo
er Großhandelskaufmann im Eisen- und Stahlhandel wurde. Es sei seine intensive Zeit bei
den Pfadfindern gewesen, die die Frage „Was
will Gott von mir?“ immer drängender machte.
Während seines Studiums ging Adolf dann für
eineinhalb Jahre nach Frankreich. „Das war die
Wende für mich“, erzählt er. „Hier habe ich tiefe Visionen von Kirche und Spiritualität erlebt.“
Visionen, von denen heute viele im „Petrusmodell“ der Gemeinde ihren Niederschlag gefunden haben. 1973 wurde er zum Priester geweiht und kam nach sieben Jahren als Kaplan in
Köln-Ehrenfeld 1980 nach St. Marien in Bonn,
wo er gleich zwei Fusionen auf den Weg bringen musste. Rückblickend ist er stolz auf seine lebendige, junge Gemeinde, wo spirituelle
Angebote eine feste Größe sind. Jetzt zieht der
„unverwechselbar gradlinige, kompetente und
kreative Seelsorger“ nach Dottendorf; dort will
er weiter an seinem Thema „Gestalt der Kirche
der Zukunft“ arbeiten und Menschen auf ihrem
geistlichen Weg begleiten. Am Sonntag, 23.
Juni, wird Pfarrer Adolf mit einem Gottesdienst um 11 Uhr in St. Marien, Adolfstraße 28, und einem Empfang verabschiedet.
BBW
BONN-LIMPERICH. Zum Thema
„Braucht Gott Opfer?“ spricht der Theologe Dr. Werner Kleine in der Reihe
„Stolpersteine des Glaubens“ am Dienstag, 25. Juni, um 20 Uhr im Pfarrheim Hl.
Kreuz, Kreuzherrenstraße 55.
BONN. „Die Kirche im demokratischen
Verfassungsstaat der Gegenwart – Leitlinien der Entwicklung in der Bundesrepublik“ heißt ein Vortrag von Professor Dr.
Wolfgang Rüfner, zu dem der WilhelmBöhler-Club am Dienstag, 25. Juni, um
18 Uhr in die Kaiser-Friedrich-Straße 9
einlädt.
Pfarrer Peter Adolf in „seiner“ Kirche St.
Marien – hier beim Start des von ihm initiierten „Petrus-Modells“.
(Foto: BBW)
Alles neu macht der Juni
Große Renovierungsaktion in der Caritas-City-Station
BONN. Auch wenn es sprichwörtlich der Mai Karl Wilhelm Starcke und Mitarbeiterin Riist, der alles neu macht – für die City-Station carda Miebach. Dieser Ort, an dem viele Mender Bonner Caritas gilt das nicht. Denn in die schen Gespräch, Begegnung und eine warme
Räume für Menschen in Wohnungsnot kommt Mahlzeit finden könnten, sei wichtiger denn
das Neue in Form von frischer Farbe und neu- je, betonten sie. Doch das Geld für den Mahlem Mobiliar jetzt im Juni. Zu verdanken ist das zeitendienst und das Frauenfrühstück sei aufgedem Sankt Augustiner Malermeister Oliver braucht und Spenden dringend nötig.
BBW
Menschner, dem Engagement des Inner Wheel
Clubs sowie Erlösen aus
Festen. Es sind die Klienten der Einrichtung
selbst, die hier gemeinsam mit Bewohnern des
Prälat-Schleich-Hauses
und Caritas-Mitarbeitern
Hand anlegen. „Allein
schon die jetzt helle Decke und die farblich abgesetzten Wände lassen
erahnen, wie einladend
die City-Station bald
aussehen wird“, freu- Oliver Menschner (links), Karl Wilhelm Starcke (rechts) und Ricarda
(Foto: BBW)
ten sich Caritasvorstand Miebach zusammen mit fleißigen Helfern.
21. Juni 2013 | Ausgabe 25/13
BONN-BEUEL. Zum Familienzentrumsfest lädt der Pfarrverband „An
Rhein und Sieg“ am Samstag, 22. Juni,
um 15 Uhr nach St. Paulus, Siegburger
Straße 73, ein. Das Fest beginnt mit einem Wortgottesdienst.
BONN. Die Caritas Second-Hand-Boutique „Das Lädchen“ ist von der FritzTillmann-Straße in die Kaiserstraße 22
umgezogen. Stadtdechant Monsignore
Wilfried Schumacher segnete die neuen
Räume des Qualifizierungsprojektes für
arbeitslose junge Frauen.
BONN. Die Katholische Hochschulgemeinde lädt am Montag, 24. Juni, um 20
Uhr zu einem Themenabend „Sterben als
Teil des Lebens?“ mit renommierten Medizinern und Theologen in den Kapitelsaal von St. Remigius, Brüdergasse, ein.
BUSCHHOVEN. Das 823. Maria-Rosenfest findet von Sonntag, 22. Juni, bis
Sonntag, 30. Juni, statt. Zur Eröffnung
findet um 10 Uhr eine Festmesse mit
Hochschulpfarrer Dr. Martin Weitz aus
Wuppertal statt. Um 11.15 beginnt die
Prozession mit der Kopie des Gnadenbildes durch den mit Rosen geschmückten
Ort. Informationen im Pfarramt St. Katharina unter Telefon (0 22 26) 27 00.
MECKENHEIM. Sein 130-jähriges Bestehen feiert der Kirchenchor St. Johannes. Höhepunkt der Feierlichkeiten ist die
musikalische Mitgestaltung der Messe am
Sonntag, 23. Juni, um 9.30 Uhr mit der
Missa Brevis von Jacob de Haan.
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AUS DEM ERZBISTUM
Bedburg, Bergheim, Kerpen,
Pulheim, Brühl, Erftstadt,
Frechen, Hürth und Wesseling:
Michael Kasiske,
Telefon (0 22 32) 3 56 70
ERFTSTADT. Kardinal Joachim Meisner hat Pfarrer Winfried Jansen erneut
zum Definitor des Dekanates Erftstadt
ernannt. Für weitere sechs Jahre ist Jansen damit Vertreter von Dechant HansPeter Kippels. Außerdem ist Jansen
Pfarrer des Seelsorgebereiches „Erftstadt-Ville“ im Dekanat Erftstadt.
KÖNIGSHOVEN. Kinder in Burkina Faso müssen jeden Tag im Steinbruch arbeiten, um ihre Familien zu
ernähren. Das haben Kinder des Bewegungskindergartens St. Peter in
Bedburg-Königshoven durch entsprechende Berichte in verschiedenen Medien erfahren. Deswegen laden sie zu
Gunsten der Kinder in Burkina Faso zu
einem Kindergartenfest ein. Die Veranstaltung findet am Samstag, 6. Juli,
im Pfarrheim in Königshoven ab 15.30
Uhr statt. Es gibt einen Trödelmarkt.
Außerdem wird das Hilfsprojekt für
Burkina Faso vorgestellt. Um 18.30
Uhr endet die Feier mit der Familienmesse und der Verabschiedung der Vorschulkinder.
HORREM. Informationen rund um
Garten, Pflanzen und Kräuter gibt es
beim Brunnenfest der Salvatorianerinnen in der Klosteroase Kerpen-Horrem
am Samstag, 29. Juni, ab 14.30 Uhr.
Zusätzlich werden Meditationen entlang des Sieben-Brunnen-Weges sowie
Rundgänge durch Park und Garten angeboten. Im Rahmen des Vorabendgottesdienstes um 17.30 Uhr werden der
neue Sinnesgarten und die Brunnenanlage gesegnet. Anschließend gibt es im
Garten ein Beisammensein mit Abendessen.
>> www.bildungshaus-kloster-horrem.de
BRÜHL. „Max und Moritz“ sind am
Samstag, 22. Juni, um 15 Uhr in Brühl
zu sehen. Der Kinderchor St. Margareta und Musizierende der Kunst- und
Musikschule in Brühl zeigen die Kantate von Günther Kretzschmar nach Wilhelm Busch im Begegnungszentrum
„MargaretaS“ in Brühl, Heinrich-Fetten-Platz 1. Eingeladen zu diesem Kinderkonzert sind Mädchen und Jungen
ab fünf Jahren sowie die Eltern.
Überraschung im Pfarrhauskeller
Frauengemeinschaft St. Joseph wird 100 Jahre alt
HÜRTH. Im Dunkeln lagen die Ereignisse zur
Gründung der Frauengemeinschaft (kfd) St.
Joseph, bis Margarete Bauer 1999 beim großen Aufräumen im Pfarrhauskeller eine Kladde fand und so das Jubiläum zum 100-jährigen Bestehen ermöglichte. Bauer fand das Protokollbuch des Müttervereins Knapsack aus
dem Jahr 1948. Darin hatte die Schriftführerin
die Geschichte rekonstruiert: „Im Jahre 1913,
kurz nach Errichtung des Pfarrrektorats Knapsack, wurde der Katholische Frauen- und Müt-
terverein ins Leben gerufen“. Damals hatte
Pfarrer Dr. Stratmann rund 300 Frauen für diesen Mütterverein begeistern können. Im Jahre 1937 wurde der Mütterverein von den Nazis aufgelöst und sämtliche Bücher und Fahnen
beschlagnahmt, so dass es keine schriftlichen
Aufzeichnungen dieser Zeit mehr gibt. Im Jahr
1948 wurde der Verein wieder neu belebt. Doch
auch dieses Protokollbuch endet 1968, was die
damalige Situation in Knapsack deutlich macht.
Der Ort wurde nämlich umgesiedelt. Die Pfarrei St. Joseph wurde nach
Hürth-Mitte verlegt. Die
kfd blieb aber bestehen.
Knapsacker Frauen, die
nun in den Pescher Höfen wohnten, aber auch
Frauen, die nach HürthMitte gezogen waren,
ließen sich begeistern
und fühlten sich in der
Gemeinschaft
wohl.
Heute gehören rund 60
Frauen zur kfd. Das Jubiläum der kfd St. Joseph wird am Samstag,
6. Juli, um 17 Uhr, mit
Viel gemeinsam unterwegs sind die Damen der kfd St. Joseph, die einem Festgottesdienst
seit 100 Jahren besteht.
(Archivfoto: KAS) gefeiert.
KAS
Anstrengung lohnt sich
Schülerinnen erwandern 42 000 Euro
HORREM. Ein stolzes Ergebnis präsentiert die
Mädchen-Realschule Mater Salvatoris: Beim
diesjährigen Hungermarsch sind gut 42 000
Euro zusammengekommen. Ein Teil des Gel-
Der Hungermarsch der Schülerinnen findet
seit mehr als 30 Jahren statt.
(Foto: KAS)
42 | Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln | www.kirchenzeitung-koeln.de
des geht an ein Misereor-Projekt, das Straßenmädchen in Kenia und Tansania fördert. Unterstützt wird auch ein Hilfsprogramm der
Salvatorianerinnen in Pakistan. Die Schwestern betreiben dort ein Betreuungszentrum für
Kleinkinder unter drei Jahren und eine Schule für junge Mädchen. Weitere Teile des Erlöses sollen in Osteuropa, Südamerika und Indien helfen.
Am Hungermarsch 2013 hatte auch der
Hauptgeschäftsführer von Misereor, Monsignore Pirmin Spiegel, teilgenommen. Für Elena und Laureen aus der 6b war es selbstverständlich, die 20 Kilometer lange Strecke zu
gehen: „Es ist für einen guten Zweck, und
schließlich konnten wir für jeden gelaufenen
Kilometer Geld von unseren Sponsoren bekommen“. Stolz und glücklich sind nun die
Schülerinnen und Lehrer, dass sie in diesem
Jahr wieder einen so großen Betrag zusammenbekommen haben. Den Hungermarsch
an der Mater Salvatoris-Mädchen-Realschule gibt es seit 1980. Seitdem wird jedes Jahr
für den guten Zweck gewandert.
KAS
Ausgabe 25/13 | 21. Juni 2013
AUS DEM ERZBISTUM
„Kölsch Hätz“ schlägt auch in Deutz
Köln: Felicitas Rummel-Volberg,
Telefon (02 21) 87 88 55
In 28 Stadtteilen ist die Nachbarschaftshilfe jetzt aktiv
DEUTZ. Eine gute Idee breitet sich aus: In
28 Kölner Stadtteilen vermittelt die ökumenische Nachbarschaftshilfe „Kölsch Hätz“
Pfarrer Jürgen Dreher (links) und Pfarrer Roger Schwind freuen sich über die Eröffnung von
„Kölsch Hätz“ in Deutz.
(Foto: RUM
verlässliche Beziehungen zwischen Nachbarn im Veedel. Jetzt wurde ein Büro für die
Hilfe auch auf der Deutzer Freiheit 64 eröffnet. Das Büro versteht sich als Anlaufstelle
für Hilfesuchende und Nachbarn, die sich
engagieren möchten. An der Eröffnung des
Büros nahmen Helga Blümel, Geschäftsführerin Diakonisches Werk für Köln, Pfarrer
Jürgen Dreher von der katholischen Gemeinde Deutz/Poll, Pfarrer Roger Schwind, evangelische Gemeinde, und Ulrike Bornheim
als ehrenamtliche Koordinatorin „Kölsch
Hätz Deutz“ teil. Hermann-Josef Roggendorf leitet sämtliche Nachbarschaftshilfen.
In Poll begann bereits 2006 die Arbeit von
„Kölsch Hätz“. Aufgabe der Nachbarschaftshilfe ist es, Menschen zu vermitteln, die unter anderem Hilfe bei Amtsgängen oder Einkäufen brauchen. Ihnen vermittelt „Kölsch
Hätz“ Interessenten, die Zeit haben, sich
ein paar Stunden pro Woche zu engagieren.
Das Kontaktbüro ist unter Telefon (02 21)
16 82 39 89 zu erreichen.
RUM
>> www.koelschhaetz.de
Baum vor Kirche mit englischen Wurzeln
St. Thomas Morus feiert ihr 50-jähriges Bestehen
LINDENTHAL. Der Maulbeerbaum vor der
Kirche St. Thomas Morus hat eine englische
Vergangenheit. Denn es handelt sich um einen Ableger des Baumes, der von Thomas
Morus eigenhändig in seinem Garten in London-Chelsea gepflanzt wurde.
Im Grundstein der Kirche, die jetzt ihr
50-jähriges Bestehen feiert, befindet sich
ein Holzstück vom Maulbeerbaum aus dem
Familiengarten von Morus. Die Kirche entstand 1962 nach den Plänen des Architekten
Fritz Schaller. Gefeiert wird dieses Jubiläum
am Sonntag, 23. Juni, um 11 Uhr mit einer
Messe im Garten des Klosters zur heiligen
Elisabeth, Gleueler Straße 301. Nach einer
Prozession beginnt das Pfarrfest um St. Thomas Morus. Mit dem Fest feiert auch Pfarrer Thomas Iking sein Silbernes Priesterjubiläum (die Kirchenzeitung berichtet in der
nächsten Ausgabe). Im November 1963 wurde die Kirche an der Decksteiner Straße von
Weihbischof Dr. Augustinus Frotz eingeweiht. Die Besucher der Kirche fühlen sich
beim Betrachten des Gotteshauses an ein
Zelt erinnert. Schaller habe aus den Materialien Schiefer, Holz und Beton ein stimmiges „Zelt Gottes“ für die junge Gemeinde geschaffen, heißt es in der Chronik, die zum Jubiläum erschienen ist.
RUM
21. Juni 2013 | Ausgabe 25/13
Freude über Zuspruch
KÖLN. Rund 5000 Kerzen werden jede
Woche von Betenden bei der Schwarzen
Mutter Gottes in der Kupfergasse aufgestellt. Über diesen regen Zuspruch freut
sich besonders Pfarrer Klaus-Peter Vosen (Foto), der am
Sonntag, 23. Juni,
um 11.30 Uhr in St.
Aposteln sein Silbernes Priesterjubiläum feiert. In St.
Maria in der Kupfergasse sieht Vosen seinen pastoralen Schwerpunkt. Dort findet unter seiner
Federführung die beliebte Marienwallfahrtswoche im September statt, zu der
Gläubige selbst aus dem Ausland anreisen. Geboren wurde Vosen 1962 in Köln.
Kaplanstationen führten ihn nach Düsseldorf und Wuppertal. Seit 2001 arbeitet
er als Pfarrer an St. Maria in der Kupfergasse und wurde 2010 zum Pfarrer an St.
Aposteln ernannt. Er ist Diözesanpräses
der Theresianischen Familienbewegung
Omnia Christo und Präses der marianischen Männerkongregation.
RUM
Neugierig auf Menschen
Neben der zeltdachähnlichen Kirche steht
der markante Glockenturm der Gemeinde
von St. Thomas Morus.
(Foto: RUM)
NIPPES. Zum Wandern geht er gerne
ins Bergische Land oder in die Eifel. Seit
2007 arbeitet Pfarrer Michael Kuhlmann
als Pfarrer im Seelsorgebereich NippesBilderstöckchen.
In St. Marien feiert
er am Sonntag, 23.
Juni, um 11.30 Uhr
den 25. Jahrestag
seiner Priesterweihe
durch Diözesanadministrator Dr. Hubert Luthe im Dom.
Er war zunächst in
Düsseldorf-Flingern und in St. Engelbert
in Riehl, bevor er nach Nippes wechselte. Er sagt von sich, dass er neugierig auf
Menschen sei, denen er vermitteln möchte, dass „Gott mit jedem seine persönliche Geschichte macht und jeden einlädt
in die Gemeinschaft mit ihm.“ RUM
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KLEINANZEIGEN
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Ausgabe 25/13 | 21. Juni 2013
KLEINANZEIGEN
21. Juni 2013 | Ausgabe 25/13
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AUS DEM ERZBISTUM
„Eines der besten Jahre in der Geschichte der Kirchensteuer“
Erzbistum Köln legt Finanzbericht vor
KÖLN. Das Erzbistum Köln verzeichnet einen
Zuwachs bei den Kirchensteuern. Im vergangenen Jahr hat es 534,1 Millionen Euro eingenommen und damit etwa 50,9 Millionen Euro
mehr als 2011, wie vergangene Woche bei der
Präsentation des Finanzberichtes für das laufende Jahr mitgeteilt wurde.
Die Erzdiözese plant für 2013 mit einem
Haushalt von rund 760 Millionen Euro, rund
47,7 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Dabei rechnet es mit 523 Millionen Euro an Kirchensteuern. Hinzu kommen rund 139,3 Millionen Euro an Zuschüssen etwa des Landes für
die katholischen Schulen, 45,5 Millionen Euro
aus Mieten und Pachtverträgen sowie rund 46,5
Millionen Euro aus Zinserträgen und Anlagen.
Finanzdirektor Hermann Josef Schon sprach
von einem der besten Jahre in der Geschichte
der Kirchensteuer. Zugleich verwies er auf die
Wirkungen der Inflation, die durch die Mehreinnahmen nicht ausgeglichen würden. Zwar
verfüge die Erzdiözese im Vergleich zu 2003
über 11 Prozent mehr an Kirchensteuereinnahmen. Dem stünden aber seither eingetretene
Preissteigerungen von 35 Prozent entgegen.
Der Finanzdirektor führte das Kirchensteuer-Plus auf eine gute Beschäftigungslage und
reale Einkommenszuwächse zurück. Zugleich
verwies er auf die noch nicht ausgestandene Fi-
Finanzdirektor Hermann Josef Schon bei der
Präsentation des Finanzberichts. (Foto: Bkr)
nanzkrise in Europa. Generalvikar Stefan Heße
betonte, dass die Kirchensteuer Seelsorge und
viele Angebote in den Bereichen Bildung und
Soziales ermögliche. „Im Mittelpunkt steht immer der Mensch“, so Heße.
Die meisten Mittel – 262,3 Millionen Euro
– werden nach den Angaben für die Seelsorge
vor Ort ausgegeben. Die Kindertagesstätten erhalten davon 49,2 Millionen Euro. Der Posten
„Hohe Domkirche“, der den Betrieb des Kölner
Doms mitsamt Personal beinhaltet, schlägt mit
3,3 Millionen Euro zu Buche. Für die spezielle
Seelsorge in Schulen, Krankenhäusern, Hochschulen, Gefängnissen, Altenheimen oder für
Obdachlose sind 51,4 Millionen Euro vorgesehen. Die 31 erzbischöflichen Schulen sowie
Einrichtungen der Erwachsenenbildung erhalten 199,3 Millionen Euro. Der Bereich Caritas
schlägt mit 48,1 Millionen Euro zu Buche. Der
Posten „Bischöfe und Erzbischöfliche Verwaltung“ umfasst 76,8 Millionen Euro.
Das Erzbistum beschäftigt nach eigenen Angaben rund 50 000 Mitarbeiter. Es unterhält 54
Krankenhäuser, 148 Altenheime, 42 Wohnhäuser für Behinderte und 56 Kinderheime. KNA
KLEINANZEIGEN
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Ausgabe 25/13 | 21. Juni 2013
BERICHT
Wo Musik und Klangort zusammenpassen
Rheingau Musik Festival auch mit einem umfangreichen religiösen Musikprogramm
W
enn es am Rhein Sommer wird, beginnt auch die Freiluft-Musik-Saison an
Deutschlands größtem Strom. Zu den größten
Festivals gehört hier das Rheingau Musik Festival, das aus dem Erzbistum Köln bequem mit
Auto oder Bahn erreicht werden kann. Denn es
lohnt sich wieder: 162 Konzerte stehen an 46
Spielstätten auf dem Programm. Im vergangenen Jahr kamen 112 000 Besucher zu einem
Programm, dass von Kirchenmusik über Klassik und Gesang bis zu Jazz sowie Unterhaltungsmusik reicht.
Egal ob Konzertsaal, Kirche
oder unter freiem Himmel
Egal ob in einem Konzertsaal zwischen
Rüdesheim und Wiesbaden oder unter freiem
Himmel im Kreuzgang von Kloster Eberbach
– dieses Festspieljahr steht im Zeichen der beiden 200. Geburtstagen von Guiseppe Verdi und
Richard Wagner. Das Eröffnungskonzert findet beispielsweise am 29. Juni in der Basilika
von Kloster Eberbach mit Werken von Richard
Wagner und Gustav Mahler statt. Zum Abschluss am 31. August singt die Chorgemeinschaft Neubeuern unter Leitung von Enoch zu
Guttenberg das Magnificat von Mendelsohn an
gleicher Stelle. Die Leser der Kirchenzeitung
werden in diesem Sommer dabei Gelegenheit
haben, drei mal zwei Konzertkarten für Verdis
„Messa da Requiem“ am 22. August in der Basilika von Kloster Eberbach in einem Preisrätsel auf unserer Rätselseite zu gewinnen. Achten Sie in den kommenden Wochen auf die Gewinnspiele auf Seite 54.
In diesem Jahr wird die Cello-Virtuosin
Sol Gabetta residierende Künstlerin des Festivals sein. Vom 6. bis zum 28. August wird sie
gemeinsam mit ihrem kostbaren Guadagnini-Cello, Jahrgang 1795, auf dem Sol Gabetta
Im Obstgarten von Schloss Vollrads gibt es wieder eine Bühne für schöne und unterhaltsame
Sommer-Freiluftkonzerte.
(Fotos: Raspels)
21. Juni 2013 | Ausgabe 25/13
Im repräsentativen Cuvéehof oder im Fürst-Metterenich-Saal auf Schloss Johannisberg erklingt
von klassischer Kammermusik bis zum Pop Musik fast jeder Stilrichtung. Empfehlenswert ist auch
der Besuch der benachbarten romanischen Basilika St. Johannes der Täufer.
unvergleichlich schön zu singen versteht, das
Publikum in drei Konzerten und einem „Rendezvous“ verzaubern. Als zeitgenössischer
Komponist gilt Fazil Shay ein besonderer Höhepunkt. Daniel Barenboim und David Garrett
sind weitere bekannte Gäste.
Komponisten, Solisten,
Orchester- und Chormusik
Ein Festival braucht gewiss solche Glanzlichter, attraktiv wird es aber auch durch weitere
Schwerpunkte. Einer lautet „Familientreffen“.
Denn dass in Musikerfamilien wie den Bachs
oder den Mozarts stets ein Zusammenspiel von
vererbtem und vorgelebtem Talent zum Erfolg
des Kindes führte, liegt nahe. Dazu kommen
die Treffpunkte junger Musiker, die neue a-capella „Vocal-Night“, die „Nacht der Ladies“
und die der Gentlemen, Solo- und Orchesterkonzerte, Chormusik und Gesangsensembles.
Es gibt fünf Kinderkonzerte, die „fahrenden
Musiker“ in den Weingütern des Rheingaus,
ein Sitzkissenkonzert auf dem Bauernhof oder
das Schlossfest auf Vollrads und vieles mehr.
Bei den Chören zählen auch die Regensburger
Domspatzen zu den Gästen mit Mozarts Requiem. Anlässlich des 100. Geburtstags von Benjamin Britten führt der Bachchor Mainz das „War
Requiem“ auf (18. 7.). Für weitere Informationen schauen Sie bitte im Internet nach. Lesen
Sie auch zum Preisrätsel auf Seite 54.
BR
>> www.rheingau-musik-festival.de
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AUS DEM ERZBISTUM
„So etwas baut man nicht alle Tage“
Kölner Schreiner fertigt Kreuz für die Ministrantenwallfahrt nach Rom an
KÖLN. Für Patrick Chauchet aus Köln ist
es ein wirklich ungewöhnlicher Auftrag.
Der gelernte Schreiner baut ein Kreuz für
die diözesane Wallfahrt der Messdienerinnen und Messdiener nach Rom im Oktober
dieses Jahres. Die Organisatoren der Wallfahrt wollen während der Zugfahrt die Fingerabdrücke der Teilnehmer auf kleinen
Holzplättchen sammeln, die dann vor der
Eröffnungsmesse in Rom auf das Kreuz geklebt werden. „Auch der Daumenabdruck
des Kölner Erzbischofs, Kardinal Joachim
Meisner, der die Ministranten in Rom empfangen wird, darf nicht fehlen“, wünscht
sich Christoph Köster, der als Diözesanreferent für die Ministrantenpastoral im Erzbistum die Wallfahrt mit vorbereitet.
ma für die „Kreuzbaumission“ benutzen.
„Meine Chefin ist selbst in einer Kolpingsfamilie engagiert und hat überhaupt nichts
dagegen“, sagt er. Etwa 40 Stunden Arbeitszeit hat Chauchet für die Fertigstellung eingeplant. „Am Anfang waren es einfach nur Bretter. Aber langsam entwickelt
sich die Form. Und wenn ich höre, dass unser Kardinal und womöglich auch der Papst
das Kreuz sehen werden, ist das schon etwas Besonderes.“
DIETER BORISTOWSKI
INFO
2 200 Messdienerinnen und Messdiener haben sich
für die diözesane Wallfahrt nach Rom vom 20. bis
26. Oktober angemeldet. Die Wallfahrt, die alle drei
bis fünf Jahre vom Erzbistum Köln organisiert wird,
steht dieses Mal unter dem Motto „Willst du mit mir
geh’n? Kommt, folgt mir nach! Mt 4,19“ Mehr Informationen gibt es im Internet.
>> www.ministranten-koeln.de
3,80 Meter hoch,
25 Kilogramm schwer
Eine 5,20 Meter lange Tischlerplatte hat
Chauchet für diesen besonderen Auftrag verbaut. Das Kreuz ist 3,80 Meter hoch und über
zwei Meter breit. Allein 65 Kilogramm wiegt
der mit Sand gefüllte Ständer, damit das 25
Kilogramm schwere Kreuz auch „standfest
bleibt“ und stärkeren Windböen standhalten
kann. Der 22-Jährige, der selbst in seiner Gemeinde am Altar gedient hat, denkt natürlich
auch an den Transport. „Mit wenigen Handgriffen kann das Kreuz zerlegt werden und
passt dann in jeden Kombi.“
Der Arbeitskreis der Ministranten im
Erzbistum Köln, kurz: MEK, plant nämlich
nicht nur, das Kreuz mit nach Rom zu nehmen. Tobias Montag vom MEK wünscht
sich, dass Gemeinden das Kreuz zum Beispiel für die Einführung neuer Messdiener
ausleihen und dabei weitere Fingerabdrücke
sammeln: „Die Wallfahrt ist nur der Anfang,
ein paar Tausend passen da schon drauf!“
Kreuz soll auch mit
zur Generalaudienz
Angeregt zu ihrer Idee wurden die jungen Planer durch das Weltjugendtagskreuz.
Christoph Köster sieht in dem Kreuz ein
Symbol, wodurch sich die Messdienerinnen und Messdiener noch stärker mit Jesus Christus identifizieren sollen. Köster
will das Kreuz gerne auch zur Generalaudienz auf den Petersplatz mitnehmen. „Die
Antwort der Verantwortlichen in Rom steht
aber noch aus.“ Patrick Chauchet, der sonst
Gebrauchsmöbel wie Tische und Schränke baut, darf die Maschinen in seiner Fir-
Nach der Ministrantenwallfahrt soll das Kreuz auch in Gemeinden zum Einsatz kommen. Darüber
freuen sich (von links): Christoph Köster, Diözesanreferent für Ministrantenpastoral, Tobias Montag, Mitglied im Arbeitskreis Ministranten im Erzbistum Köln, und Schreiner Patrick Chauchet.
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Ausgabe 25/13 | 21. Juni 2013
VERLAGSSONDERVERÖFFENTLICHUNG
„Wir bleiben nicht gut, wenn wir nicht
immer besser werden wollen“
Unter diesem Leitspruch agiert die Firma Cerion als
Familienunternehmen seit 25 Jahren
Ihre Ansprechpartner vor Ort: Ute,
Dieter, Tim und Lena Fehrenbach, Michael Brüggemann, Gabriele Görtz.
DORMAGEN. Die Firma Cerion produziert und vertreibt ausschließlich Kirchenkerzen und Devotionalien.
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„Nur wer dem Kunden zuhört,
weiß was er möchte“
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Gläubigen eine bestimmte Botschaft überbringen. Sie können zum Beispiel die Gemeinsamkeit ihrer Pfarrgemeinde oder dem
gesamten Pfarrverband zum Ausdruck bringen.
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Die Foto-Stichkerzen werden individuell
nach dem Wunsch unserer Kunden gefertigt.
Unsere Fotokerzen werden im Thermodruckverfahren hergestellt, wir verwenden wegen
der Brandgefahr und der Geruchsbelästigung
keine Folien oder Abziehbilder. Jede unserer
Kerzen werden einzeln in ein spezielles Siegelwachs getaucht und erhält dadurch eine
spezielle Schutzschicht.
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Stabilität und die Feinregulierung der Anzündflamme aus, die ein Entzünden der
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21. Juni 2013 | Ausgabe 25/13
Qualität und Service
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www.kirchenzeitung-koeln.de | Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln | 49
SCHÖNES ZUHAUSE
So schön
haben Sie es
Vielen Dank für Ihre Bilder
Über diese prachtvollen Fuchsien freut sich
KiZ-Leser Rudi Kühlem.
Wir wollten wissen, was Sie Schönes gepflanzt
haben und viele Leserinnen und Leser haben
uns Bilder von Ihren (Balkon-)Kästen geschickt – ganz herzlichen Dank dafür. „Meine
Terrasse ist lang, aber mein Paradies“, schreibt
uns zum Beispiel Adelheid Sailer. „Überall
stehen Kübel, die bepflanzt sind und im Laufe
des Sommers blühen.“ Wenn etwas mal nicht
so wächst wie gedacht und gewünscht, könne
sie sich auch schonmal ärgern, gibt die Kölnerin zu. „Doch es gibt auch zweimal Tomaten
und Schlangengurken an der Glastrennwand
zum Nachbar gegenüber – jedes Jahr mit gutem Ernteerfolg. Ich danke Gott dafür, es Jahr
um Jahr erleben zu dürfen.“
Von der Freude am „Blühen und Prangen“
auf dem Balkon berichtet uns auch Helene
Könn. Über ihre Tulpen zum Beispiel schreibt
die Düsseldorferin: „Unsere Augen werden
nicht müde, diese köstlich schönen Frühlingsblüher zu betrachten, wie sie sich dem Licht
entgegen strecken, wie sie sich präsentieren.“
Auch die beiden Katzen Jonnie und Pünktchen
hätten ihre Freude am Balkon. „Zwischen Rosen, Margeriten, Sonnenhüten und Kapuzinerkresse kontrollieren sie den Bestand der Hummeln, Meisen und Schmetterlinge“, schreibt
sie. Und genüsslich würden sie an ihrem Katzengras knabbern, das natürlich auch in einem
Blumentopf auf dem Balkon wachse. „Denn
was sein muss, das muss sein.“
KB
Elisabeth Bie zeigt: Im richtigen Gefäß kommen
Pflanzen auch ohne Blüten voll zur Geltung.
Nicht nur die Blumenkästen auf der Fensterbank, auch die Kübel und „Bollerwagen“ vor dem
Haus wollen bei Christine Bresgen bepflanzt sein.
Einen sonnigen Sommer möchte Thekla Thelen aus Köln mit diesem Bild allen wünschen.
50 | Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln | www.kirchenzeitung-koeln.de
„Zwerg Muggestutz bewacht die BalkonIdylle“, schreibt Helene Könn.
Adelheid Sailer freut sich nicht nur an den Blumen, sondern auch über ihre „Balkon-Gurken“.
Ausgabe 25/13 | 21. Juni 2013
KLEINE KIRCHENZEITUNG
Jonglierbälle basteln
Ulli zeigt Dir, wie‘s geht
H
ast Du schon einmal einen
Jongleur beim Jonglieren
beobachtet? Drei, vier
oder sogar noch mehr Bälle kann er hintereinander
in die Luft werfen und
auch geschickt wieder
auffangen. Ziemlich
beeindruckend! Ulli
zeigt Dir heute, wie
Du ganz leicht und für
wenig Geld selbst Jonglierbälle basteln kannst.
Am besten lässt Du Dir
von einem Erwachsenen
helfen, weil einige Arbeitsschritte ein bisschen knifflig sind.
Zunächst das Material: Für drei Jonglierbälle brauchst Du sechs kleine Luftballons. Am besten nimmst Du verschiedenfarbige, dann
werden
d i e
Material für
3 Jonglierbälle:
6 kleine Luftballons
(2 Stück pro Ball)
Sand (Vogelsand)
1 kleiner Trichter
1 Schere
Klebeband
Bälle schön bunt. Zum Befüllen brauchst Du einen
kleinen Trichter und
Sand. Dafür kannst
Du zum Beispiel
Vogelsand nehmen, den es in
der Kleintierabteilung im Baumarkt gibt. Außerdem brauchst
Du noch eine
Schere und etwas
Klebeband.
Als erstes pustest Du
die Luftballons auf und
lässt die Luft dann wieder
raus. Dadurch dehnt
sich der Ballon und lässt sich
dann besser mit Sand befüllen. Jetzt stülpst Du
das Mundstück des
Ballons über den
Trichter und gibst
den Sand hinein, zum Beispiel
mit einem Esslöffel (gelbes Bild).
Wenn der Sand
nicht mehr durchläuft, kannst Du
den Trichter ein paar
Mal kräftig in den Ballon drücken. Du füllst so
viel Sand hinein, bis der Balllon schön fest ist und gut in deiner
Hand liegt. Er darf nicht zu groß sein. Dann
ziehst
Du den
Trichter ab und
schneidest das Mundstück des Ballons ab.
Du darfst nicht zu viel abschneiden, sonst
rieselt der Sand wieder raus. Die Öffnung
klebst Du mit Klebeband zu (grünes Bild).
Jetzt schneidest Du von einem zweiten
Ballon – in einer anderen Farbe – das Mundstück ab und stülpst ihn so über den ersten
Ballon, dass die zugeklebte Öffnung
verdeckt wird (blaues Bild).
Schon ist der erste Jonglierball fertig. Genauso bastelst Du noch zwei andere Bälle. Sie sollten die
gleiche Größe haben
wie der erste. Wenn
Du drei Bälle hast,
kannst Du anfangen
zu üben. Eine Anleitung gibt es nächste
Woche in der Kleinen
Kirchenzeitung. Ulli
wünscht Dir viel Spaß
beim Basteln!
ALS
Die Bastelanleitung hat Ulli im
Internet entdeckt:
>> www.tk-logo.de
Ulli freut sich über Bilder
Mach mit beim Malwettbewerb!
A
m 1. Juli ist Einsendeschluss für den Malwettbewerb. „Mal ein Bild von Ulli und
Dir!“, lautet die Aufgabe. Und einige ganz
tolle Bilder hat Ulli auch schon bekommen.
Vielen Dank an alle Mädchen und Jungen,
die bisher bereits mitgemacht haben. Alle
anderen können noch teilnehmen und sollten jetzt schnell die Stifte in die Hand nehmen und loslegen: Bis zum 1. Juli hast Du
Zeit, ein Bild von Ulli und Dir zu malen und
dies an die Kirchenzeitung zu schicken. Ulli
mit Dir beim Fußball spielen, Ulli mit Dir
als Messdiener, Ulli mit Dir unterwegs in der
Stadt oder im Wald…
21. Juni 2013 | Ausgabe 25/13
Unter allen Teilnehmern verlosen wir
Bücher aus dem Bachem-Verlag: Wimmelbücher, Bücher von Ben und Lina und
Bücher, in denen die Maus aus der „Sendung mit der Maus“ auf Entdeckungstour
durch Köln oder Düsseldorf geht. Dein Bild
schickst Du an:
Kirchenzeitung Köln
Malwettbewerb
Ursulaplatz 1
50668 Köln
Bitte vergiss nicht, Dein Alter und eine
Telefonnummer anzugeben. Ulli ist sehr gespannt und freut sich auf viele Bilder! ALS
www.kirchenzeitung-koeln.de | Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln | 51
Eines der Plakatmotive aus der Kampagne „Zeit
zum Reden“ der Katholischen Ehe-, Familien- und
Lebensberatungsstellen im Erzbistum. Insgesamt
gibt es sechs Plakate mit Aussprüchen, die die
Mitarbeiter der Beratungsstellen im Lauf des Jahres in der Kirchenzeitung vorstellen und erläutern.
52 | Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln | www.kirchenzeitung-koeln.de
Ausgabe 25/13 | 21. Juni 2013
FAMILIE
Guter Boden für persönliches Wachstum
Ehealltag ist kein graues Einerlei
W
ie fühlst du dich?“, wird Eva von einer Freundin gefragt. „Verheiratet“,
lautet die Antwort. Das klingt gar
nicht gut. Es klingt nach fadem Ehealltag mit
bitterem Beigeschmack. Jeder denkt sofort an
eine erstarrte Beziehung, die nicht mehr lebendig ist. Hier gibt es keine Schmetterlinge mehr
im Bauch. Der Ehealltag als das Ende der romantischen Liebe? Wie anders klingt Evas Antwort, wenn wir sie uns dabei lächelnd vorstellen? „…dann feierten sie das Hochzeitsfest und
lebten glücklich alle Tage ihres Lebens.“ So enden in vielen Märchen die aufregenden Abenteuergeschichten eines Paares. Ja, es scheint,
als ob das Paar die ganzen Mühen nur auf sich
nimmt, um endlich den Ehealltag zu erreichen.
Ist der Ehealltag nur ein Lebensziel im Märchen oder beschreibt das Märchen nicht vielmehr eine sehr verbreitete Lebenssehnsucht bei
fast allen Menschen?
Der Ehealltag mit seiner verlässlichen Wiederkehr von Abläufen gibt Halt und Sicherheit.
Ein Paar genießt seine lieben Gewohnheiten.
Sie geben ihm seine Einzigartigkeit, machen
es unverwechselbar. Erst der Ehealltag schafft
die Voraussetzung für die je eigenen Paarrituale. Es ist die Art der Liebessprache, die Begrüßung am Morgen und das Verabschieden in die
Nacht. Wie schön, entspannend ist es, wenn jeder Partner sicher sein kann, das Richtige, Passende zu tun, zu sagen. Sei es beim Lieben oder
Streiten, Versöhnen, Verwöhnen… Die Partner
dürfen sich auf dasselbe Muster verlassen, es ist
ja zwischen den beiden vereinbart und bewährt.
Diese Alltagsgestaltung durch Rituale gilt
solange, wie beide daran Freude haben, es beiden entspricht. Rituale können und sollten in
der Ehe durchaus verändert werden, eben gemäß den inneren und äußeren Veränderungen
im Ehealltag, aber nie ersatzlos aufgegeben
werden. Rituale im Ehealltag sind der gemütliche Interaktionsteppich, auf dem sich beide
Partner entspannt fallen lassen können. Man
stelle sich nur vor, das Paar müsste sich jeden
Tag neu arrangieren und sich fragen, ob es dem
Anderen auch so gefällt oder immer wieder neu
auf die eigenen Bedürfnisse aufmerksam machen und das Miteinander so täglich neu aus-
Thomas Ruster, Heidi Ruster,
Bis dass der Tod euch scheidet?
Die Unauflösbarkeit der Ehe
und die wiederverheirateten
Geschiedenen. Kösel-Verlag.
ISBN: 978-3-466-37066-5.
208 Seiten, 17,99 Euro.
21. Juni 2013 | Ausgabe 25/13
Verliebt und frisch verheiratet: Der Ehealltag gestaltet sich in jeder Phase des Lebens
anders.
(Foto: Schricke)
handeln. Wie anstrengend und damit wie wenig
alltagstauglich ist diese Vorstellung.
Zum Ehealltag gehört ein stetig wachsender
Schatz an gemeinsamen Erinnerungen. Es entsteht eine Paarhistorie mit eigener Erinnerungstopografie, wo Orte, Zeiten und Ereignisse tief
im gemeinsamen Bewusstsein eingeprägt sind
und durch das gemeinsame Wissen und Erinnern die exklusive Verbundenheit immer wertvoller wird.
Der Humor ist die
Würze im Ehealltag
Dazu gehören nicht nur die Freuden, sondern auch die schmerzlichen Erfahrungen, auch
die überstandenen Ehekrisen. Welches Glück
ist es, wenn zwei in derselben Situation sich anschauen und befreit lachen, weil sie sich im selben Moment an die gemeinsame Geschichte erinnert fühlen. Überhaupt ist die Würze im Ehealltag der Humor. Er regelt im Paar nicht nur
den barmherzigen Umgang mit den Schwächen
des Anderen und den alltäglichen Misslichkeiten, er nimmt die Schwere der Alltagslast und
schenkt beiden das lebensnötige Lachen.
Der verbreiteten Meinung vom Ehealltag
als Ehetrott ist entgegenzuhalten, dass bei der
heutigen Lebenserwartung jeder mit demselben Partner mindestens drei unterschiedliche
„Ehen“ führt. Am Beginn der Beziehung ist es
die Ehe des verliebten Begehrens, dann folgt
die Ehe der beglückend aufregenden Familiengründung. Es endet mit der vertrauten, innigen
Zugehörigkeit der Zweisamkeit in der Ehe in
den späten Jahren. In jeder Phase gestaltet sich
der Ehealltag anders und stellt das Paar vor neue
spannende Herausforderungen. Der Ehealltag
bleibt so immer lebendig, bewegt. Die Eheleute erleben miteinander und aneinander ständig
neue Seiten, beide entwickeln sich, und die Beziehung wächst verändert mit.
Die Liebenden erfahren sich im Alltag mehr
und mehr als Gefährten, als Hilfen, die sich gegenseitig entsprechen. Das gemeinsame Leben
in Verlässlichkeit macht möglich, dass unsere
individuellen Bedürfnisse nach Zärtlichkeit,
Geborgenheit, Schutz, Zugehörigkeit, nach verantwortlicher Fürsorge für andere, aber auch
nach autonomer Lebensgestaltung wechselseitig versorgt werden. Es gibt jedem die Gelassenheit im Alltag, sich auch einmal mit eigenen
Anliegen zurückzuziehen, einmal krank und
schwach zu sein, sich den eigenen Anforderungen im Beruf zu stellen und zu wissen, der Andere ist da und sorgt für das Alltagsgeschäft.
Es sind die alltäglichen Kleinigkeiten, die
aufmunternden Fragen nach Wohin und Woher, die begleitenden unterstützenden Aufmunterungen, die freundlichen Worte und Taten,
die die Partner zu Gefährten machen und den
Anderen im Alltag begleiten. Die Freude und
Dankbarkeit darüber sind gemeint, wenn es
heißt: „Und sie lebten glücklich alle Tage ihres
Lebens.“ Dabei ist die Verheißung beziehungsweise die feste Zuversicht auf ein lebenslanges
Miteinander eine wichtige Voraussetzung für
die beschriebene Glückserfahrung.
Das Versprechen, in Treue beieinander zu
bleiben, das heißt in guten und schlechten Tagen, in Gesundheit und Krankheit, verleiht dem
Ehealltag seinen Glanz. Der Ehealltag begleitet die Partner auch ins Alter. Keiner ist allein
mit der sicheren Aussicht auf die eigene Endlichkeit, auf die Einschränkungen der einstigen
Möglichkeiten und dem Verlust an Kraft und
Frische. Auch hierin sind die Partner jeden Tag
gemeinsam unterwegs und begleiten und unterstützen sich. Welch innige Zärtlichkeit erlebt
man im Anblick von alten Menschen, die Hand
in Hand miteinander ihres Weges gehen. In dieser Treue der Eheleute, jeden Tag dem Anderen
aufs Neue gerecht zu werden, unabhängig von
der augenblicklichen, persönlichen Stimmungslage, liegt die Herausforderung und auch das
Glück des Ehealltags.
HEIDI RUSTER
Heidi Ruster leitet die Katholische Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle in Bonn,
Telefon (0228) 63 04 55,
E-Mail: info@efl-bonn.de.
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RÄTSEL
Von der Alten in die Neue Welt und wieder zurück
Musik aus der Zeit der frühen katholischen Mission in Lateinamerika
S
eit rund 100 Tagen hat die katholische Kirche mit Papst Franziskus das erste Kirchenoberhaupt aus Lateinamerika. Was bei uns
wenig bekannt ist: Schon mit den ersten Missionsbemühungen im 16. Jahrhundert begann
ein reger Kulturaustausch bei der Kirchenmusik zwischen den Kontinenten. Der portugiesische Komponist Gaspar Fernandes (1566 bis
1629) ist dafür einer der wichtigsten Vertreter.
Wer die Musikkultur der Kirche, aus der Papst
Franziskus stammt, näher kennen lernen möchte, kommt an diesem „Kathedral-Musiker“ aus
Mexiko und Guatemala nicht vorbei. Er verschmilzt europäische Kompositionstechniken
mit lateinamerikanischen Einflüssen der Azteken oder der ersten afrikanischen Sklaven.
In der Basilika des früheren ZisterzienserKloster Eberbach erklingt barocke Kirchenmusik aus Lateinamerika.
(Foto: Ras)
54 | Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln | www.kirchenzeitung-koeln.de
Im Rheingau Musik Festival spielt am
Mittwoch, 3. Juli, um 20 Uhr im Kloster
Eberbach das britische „Hillard Ensemble“
mit dem Zürcher Kammerorchester das Konzert „Aleluya México!“, bei dem archaische
Rhythmen auf barocke Satzformen, einfache
volkstümliche Lieder auf mehrstimmige liturgische Werke treffen.
Leser der Kirchenzeitung können drei mal
zwei Eintrittskarten zu diesem einmaligen
Musikgenuss gewinnen. Senden Sie bis zum
26. Juni das richtige Lösungswort an die Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln, Ursulaplatz 1, 50668 Köln, oder per E-Mail an redaktion@kirchenzeitung-koeln.de.
BR
>> www.rheingau-musik-festival.de
Ausgabe 25/13 | 21. Juni 2013
BUNTE SEITE
„Bitte reparieren Sie vor allem die Hupe“,
bittet Herr Eberhardt den Automechaniker.
„Aber die Bremsen sind auch völlig im Eimer!“ – „Deshalb sollen Sie ja auch die Hupe
reparieren...“
Sie zu ihm: „Ich habe es satt, mit einem
Geizhals verlobt zu sein. Hier hast du deinen
Ring zurück!“ Er: „Und wo ist das Etui?“
Fragt der Friseur den Kunden: „Möchten Sie
Ihre Stirnlocke behalten?“ Kunde: „Ja, auf
jeden Fall!“ Friseur: „Gut, dann packe ich sie
Ihnen ein.“
Ohne Worte.
Der angehende Schwiegersohn zum angehenden Schwiegervater: „Ich rauche nicht,
ich trinke nicht, ich rühre keine Spielkarten
an – und jetzt bitte ich Sie um die Hand Ihrer Tochter.“ Schwiegervater in spe: „Nein,
das geht nicht. Glauben Sie, ich will einen
21. Juni 2013 | Ausgabe 25/13
(Cartoon: Jakoby)
Schwiegersohn, der mir immer als Beispiel
vorgehalten wird?!“
Doktor?“ Arzt: „Nein, nicht auf alles. Nur
aufs Essen.“
Patientin: „Muss ich wirklich auf alles verzichten, wenn ich schlank werden will, Herr
„Papi, ein Vulkan ist ausgebrochen!“ – „Keine Angst, den kriegen sie schon wieder...“
www.kirchenzeitung-koeln.de | Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln | 55
BERICHT
Blick in die neugestaltete Taufkapelle in der romanischen Basilika St. Pantaleon.
(Fotos: Boecker, Rummel)
Fragender Blick weckt Aufmerksamkeit
Moderne Kunst schmückt die neugestaltete Taufkapelle in St. Pantaleon
I
hr Blick zieht den Betrachter unweigerlich an. Diesen fragenden und forschenden
Augen kann man sich kaum entziehen. Die
junge Frau im roten Pullover und den grünen Hosen kniet barfuß und blickt sich fragend um. Dieses großflächige Gemälde ist
Teil der Neugestaltung der Südkapelle, der
Taufkapelle der Kölner Basilika St. Pantaleon. Ebenfalls neu ist das Taufbecken, das von
den Künstlerinnen Irene Rothweiler und der
Chilenin Maria Fernandez neu belebt wurde. Rings um das historische Becken wurden
Wellenmuster in den Boden, einem Aachener
Blaustein, gefrässt und ein Bronzerand eingelassen. Dort wurde das lateinische Credo
in zierlichen Buchstaben hineinziseliert. Das
alte Taufbecken mit dem feingeschwungenen
Messingdeckel aus dem 19. Jahrhundert, das
auf Säulen steht blieb erhalten. Um die Säulen jedoch zu stabilisieren, schufen die beiden Künstlerinnen einen Bronzefuß als Monolith, der in den Boden eingelassen wurde.
In beeindruckender Weise füllt das Gemälde
von Thomas Jessen nahezu die gesamte Wandfläche zum Hochalter. Gegliedert wird die Flä-
St. Pantaleon in Köln.
56 | Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln | www.kirchenzeitung-koeln.de
che von sieben goldfarbenen Stelen, die jede
ein Bild trägt, die an Szenen aus Monumentalfilmen erinnern. Die ersten drei Bilder zeigen
Szenen aus dem Alten Testamentes, in drei weitere Szenen sind Ereignisse aus dem Neuen Testament zu sehen. Während die alttestamentarischen Bilder eine verschwommene Fern-Perspektive einnehmen, bedienen sich die neutestamentarischen Bilder der Nahsicht. „Mit dem
Eintritt des Gottessohnes in die Geschichte,
kommt uns Gott ganz nah – er zeigt uns sein
Gesicht“, erklärte Thomas Jessen. In der Mitte kniet die junge Frau, die eine moderne Maria
Magdalena sein könnte und sich fragend zum
Rufenden umsieht. Dahinter ist die Szene des
Ostermorgens zu sehen, als Maria Magdalena
weinend am Grab Christi steht und durch den
Schleier ihrer Tränen den Herrn für den Gärtner hält, erst als er sie beim Namen ruft, erkennt
sie ihn.Wie Pfarrer Dr. Volker Hildebrandt erläuterte, kostete die Neugestaltung rund 80 000
Euro. Die Finanzierung erfolgte durch die Stiftung Dr. Zieseniss-Krambo, den Freundeskreises St. Pantaleon und den Förderverein Romanische Kirchen.
FELICITAS RUMMEL
Ausgabe 25/13 | 21. Juni 2013
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Seele and Geist
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