close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

c) Die grüne Samenhaut. Sie ist, wie bereits früher erwähnt wurde

EinbettenHerunterladen
162
L e u t h o I d , Morphologie, Keimungsphysiologie v. Telfairia pedata Hook.
c) D i e g r ü n e
Samenhaut.
Sie ist, wie bereits früher erwähnt wurde, wachsartig bereift,
mit feinen Haaren bedeckt und von grüner Farbe, die in Alkohol
löslich ist. Um Chlorophyll wird es sich schwerlich handeln, denn
warum sollte es sich hier innerhalb der harten Samenschale aus­
gebildet haben, in den unmerklich tiefer im Innern liegenden und
später so chlorophyllreichen Keimblättern aber nicht? Wie auf
Seite 158 erwähnt worden ist, färbt sich die Samenhaut bei der
Keimung allmählich braun und fällt ab. Protochlorophyll, das
sich in keimenden Samen bei Belichtung in Chlorophyll verwandelt,
wie von N o a k und K i ß l i n g (16) bei Kürbissamen fest­
gestellt wurde, kommt b i
Telfairia kaum in Frag. .
Die Samenhaut besteht
aus ca. 5 Zellagen, die sich
in zwei Teile spalten lasser,
wovon der äußere aus
drei und der innere aus
zwei Zellagen besteht. Bei
mikroskopischer Betrach­
tung erkennt
man
in
der Flächenansicht
der
äußeren Lagen eine waben­
ähnliche Struktur. Meist
sind die Zellen zusammen­
gedrückt und reichlich mit
dem genannten problema­
tischen Protochlorophyll
gefüllt.
Daneben findet
man besonders den Zell­
wänden entlang eine Menge
kleiner, schwarzer Punkte.
Da die von der grünen
Abb. 4.
Samenhaut befreiten KeimHydrozyten aus der grünen Samenhaut.
(Flächenansicht.)
blätter
angenehm
Und
keineswegs bitter schmekken, was nicht der Fall
ist, wenn man den Kern samt seiner Haut genießt, so vermutete
ich die Anwesenheit von Gerbstoffen. Aber auch hier gelang der
mikrochemische Nachweis des Gerbstoffes in den Zellen trotz
vielen Versuchen und unter Anwendung der verschiedensten
Methoden nicht. Makrochemisch jedoch konnte er auf gleiche
Weise wie in der Samenschale festgestellt werden (Lösung in
Kalilauge und Fällung mit Eisenchlorid). Der innere Teil der
grünen Samenhaut ist von einem dichten Netz von Hydrozyten
durchzogen (Abb. 4). Dieselben verzweigen sich häufig und
besitzen enggewundene Spiral Verdickungen, die lose in den Zellen
haften. Sie dienen offenbar nur der Wasserleitung; hier und da
findet man Fetttropfen in ihnen eingelagert. Wie diese in die
Tracheen hineinkommen, wurde nicht untersucht.
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
2
Dateigröße
376 KB
Tags
1/--Seiten
melden