close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

-wie viele Formen mit dimorphen Stengelblättern beobachtet hatte

EinbettenHerunterladen
K ö 11, l i e b e r die Veränderlichkeit der Stengelblätter bei
den Torfmoosen.
243
-wie viele Formen mit dimorphen Stengelblättern beobachtet hatte,
stellte ich in meiner Arbeit: Zur Systematik der Torfmoose
•(Flora 1886) alle isophyllen Formen der Acutifolium-Qirnp^e, deren
Zugehörigkeit zu anderen Formen mir zweifelhaft schien, in zwei
Formenreihen zusammen und bezeichnete diejenigen, deren Stengel­
blätter den Astblättern gleichgebildet sind, die also im eigentlichen
Sinne isophyll erscheinen, als Sphagnum Schliephackeanum und
diejenigen, deren Stengelblätter nur im oberen Theil den Ast­
blättern ähnlich gebildet sind, die also etwa die Mitte zwischen
•den gewöhnliehen Ast- und Stengelblättern der Acutifölia halten,
..als Sph. Schimperi.
Die isophyllen Cuspidata stellte ich als Formenreihe unter dem
Namen Sph. intermedium, die isophyllen Subsecunda als Sph. turgidum
(C. Müll.) und Sph. platyphyllum Sull. zusammen und gab auch
der isophyllen Reihe der Cymbifolia als Sph. subbicolor Hpe. eine
Sonderstellung. Auf diese Weise suchte ich die isophyllen Formen
vor dem Vergessenwerden zu schützen und die Aufmerksamkeit
der Forscher auf sie zu lenken.
Die isophyllen und
heterophyllen
(dimorphen) Formen,
deren Zugehörigkeit zu anderen Formen und Formenreihen mir
uicht zweifelhaft schien, stellte ich zu diesen, entweder als Varietät
oder als Form. Solche isophylle Formen sind z. B. Sph. recurvum
var. dimorphum Schi., var. subfibrosmn m., Sph. cuspidatum var.
dimorphum m., var. macrophyllum m., var. Schliephackeanum m.,
var. flagellare m., Sph. laxifolium, var. hypnoides A. Br., var. polyphyllum Schi., var. plumosum Schi. f. Schliephaclceamim. m., Sph.
f/laucvm Kling, var. platyphyllum m. f. heterophyllum m., Sph.
papillosüm Ldbg. var. deflexum m. f. heterophyllum m.
»
Man findet in allen Torfmoosgruppen isophylle Formen. Ihr
Vorkommen ist an keine Regel gebunden. Auch die Subsecunda,
•deren Formenreihe Sph. contortum Seilitz, man als konstant isophyll
betrachtete, zeigen darin mannigfache Verschiedenheiten. Denn
es kommen auch bei Sph. subsecundum Nees isophylle Formen vor,
z. B. in der Abtheilung, die ich als macrophylla bezeichnet habe,
während umgekehrt manche Formen von Sph. contortum nicht iso­
phyll sind, z. B. Sph. contortum var. compactum W . f. heterophyllum
m., var. gracile m. f. heterophyllum m., var. ambiguum m. f. hetero­
phyllum m., var. squarrosulum Grav. f. heterophyllum m. Ja, selbst
Sph. turgidum, welches vorzugsweise (wie Sph. platyphyllum) eine
isophylle Formenreihe darstellt, besitzt einzelne heterophylle Formen,
z. B. var. sanguineum m. f. heterophyllum m. und var hetero­
phyllum m.
Wenn man also Sph. subsecundum und Sph. contortum durch
die Stengelblätter charakterisiren will, so sieht man sich oft ge­
zwungen , eine Var. mit dimorphen Stengelblättern
sowohl
bei Sph. contortum, als auch bei Sph. subsecundum anzuführen.
Dazu bemerke ich S. 80 (zur Systematik der Torfmoose): „Natür­
licher wäre es, beide Formen als Formen derselben Varietät zu
bezeichnen und sie nur als verschiedene Entwickelungsstadien zu
betrachten. Man könnte die grösseren Blätter als die im Jugend17*
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
6
Dateigröße
405 KB
Tags
1/--Seiten
melden