close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Arcandor bekommt keine Nothilfe vom Staat Kleine

EinbettenHerunterladen
Kleine Katastrophenmelder: Wie Bienen Gift aufspüren / Wissen
A, B, E, F, GR, I, L, NL, P (Cont.), SLO: Q 2,50;
dkr. 19; £ 2,50; kn 23; sfr. 4,50; SK: Q 2,50
(Sk 75,30); YTL 13,25; Ft 620
DEFGH
NEUESTE NACHRICHTEN AUS POLITIK, KULTUR, WIRTSCHAFT UND SPORT
DEUTSCHLAND-AUSGABE
(SZ) Es gibt eine Theorie, wonach auch
die vermeintlich unbelebten Gegenstände eine Art Seele haben und von Zeit zu
Zeit aufjaulen, um die ebenso ignorante
wie fühllose Welt daran zu erinnern. Natürlich heulen sie nicht wie wir anderen
Lebewesen, doch wer Ohren hat zu hören, der kann ihre Klage aus den Zeichen, die sie geben, deutlich vernehmen.
Die Schuhe etwa, Getretene seit Jahrtausenden, machten vor einigen Jahren auf
sich aufmerksam, indem sie paarweise in
die Nordsee fielen, sich dort aber dergestalt trennten, dass die linken auf die
Shetlands zutrieben, die rechten auf die
Insel Texel, oder umgekehrt. Die belebte
Welt wunderte sich über das Phänomen,
ging dann jedoch wieder in ihren eigenen
Sorgen auf, die denen der Schuhe, wie
man wohl sagen darf, in nichts nachstehen. Heute müssten schon die roten Schuhe des Papstes getrennt über die Weltmeere driften, um die Öffentlichkeit von
Neuem wachzurütteln.
Nun scheint die Schuhe abermals der
Schuh zu drücken. Diesmal artikulieren
sie sich zu Lande, und zwar vornehmlich
die Autobahnen entlang. Zwar hat man
da auch schon Schiebedächer, Toilettenhäuschen, Waschmaschinen, Sitzgarnituren oder sogar Kamele aufgegriffen, und
ein Schuh hat es neben solch voluminösen Funden naturgemäß schwer. Dafür kann er mit Bedeutung punkten, genauer gesagt mit fehlender Bedeutung,
denn ein leerer, seines Besitzers beraubter oder von diesem aufgegebener Schuh
schreit förmlich danach, mit Elementen
des Lebens gefüllt, mit einer Vita versehen zu werden. Stehen vor der Tür eines
Hotelzimmers zwei Treter und zwei Stöckelschuhe, kann sich der Passant sein
Teil denken. Was aber hat ein einzelner
Schuh an der Autobahn verloren? Gehört
er zu einem flüchtigen Verbrecher, und
wenn ja, wie kommt der Mann mit nur
einem Schuh voran? Hat sich ein Autofahrer seiner entledigt, um in noch sinnlicheren, noch wilderen Kontakt zu seinem
Gaspedal zu treten? Oder ist er am Ende
dem Meer entstiegen, um endlich einmal
auch was anderes zu sehen als die Shetlands und Texel?
Die Autobahnbehörden erklären die
Sache so, als würde beispielsweise beim
Schuhwechsel das eine oder andere Paar
auf dem Autodach vergessen und vom
Fahrtwind verweht. Psychoanalytiker sehen das anders. Ihnen zufolge handelt es
sich um Aussetzungen, und da Schuhe
gefühlsmäßig hochbesetzte Objekte sind,
werden sie nicht einfach ins Gebüsch geworfen, sondern rituell ausgestellt: Sollen die Leute ruhig sehen, wie mies es mir
geht! So viel über die Schuhe zu Wasser
und zu Lande. Demnächst mehr über verlassene Schuhe im Orbit. Wir nehmen daher jetzt schon Titelschutz in Anspruch
für „Was macht ein Bergschuh an der
Milchstraße?“ sowie „Susis Highheels –
Odyssee im Weltraum“ in allen Schreibweisen und Darstellungsformen.
HF1
HK1
HS1
HH1
München, Dienstag, 9. Juni 2009
Zwölf Jahre
Arbeitslager
Drakonische Strafe für
US-Bürgerinnen in Nordkorea
Arcandor-Chef
Karl-Gerhard Eick
machte Hunderten
Mitarbeitern am
Montag per Megaphon noch einmal
Mut. „Wir kämpfen
bis zur letzten Minute“, sagte Eick vor
der Konzernzentrale in Essen und erntete stürmischen
Applaus. Am späten Nachmittag
jedoch wurde klar,
dass Berlin auch
einen Notkredit
ablehnt. Eine Insolvenz ist wohl unvermeidlich. Foto: AP
Trotz Protesten der Mitarbeiter
Arcandor bekommt keine Nothilfe vom Staat
Bundesregierung lehnt Bürgschaft und Kredit für Karstadt-Mutterkonzern ab / Unternehmen droht nun die Insolvenz
Von C. Hulverscheidt,
S. Weber und M. Bauchmüller
B e r l i n – Die Bundesregierung hat
sämtliche Hilfsanträge des KarstadtMutterkonzerns Arcandor abgelehnt.
Die zuständigen Gremien entschieden
am Montag, dass weder ein Kredit
noch eine Staatsbürgschaft in Frage
kommen. Grund sei das mangelnde
Engagement der Eigentümer. Arcandor muss somit voraussichtlich noch in
dieser Woche Insolvenz anmelden.
Der zuständige Ausschuss des Bundes
erklärte, er könne weder einem Darlehen
in Höhe von 200 Millionen Euro noch einer Staatsbürgschaft über 650 Millionen
Euro aus dem sogenannten Deutschlandfonds zustimmen. Wirtschaftsstaatssekretär Walther Otremba sagte, Arcandor
habe bereits vor dem Stichtag 1. Juli
2008 Probleme gehabt und überdies kein
langfristig tragfähiges Konzept vorgelegt. Der Fonds steht nur solchen Firmen
offen, die allein aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise und nicht
durch eigene Fehler in Schwierigkeiten
geraten sind.
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte
zuvor bereits bemängelt, dass sich die Arcandor- Eigner – die Privatbank Sal. Oppenheim und die Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz – bislang nicht mit der
nötigen „Dringlichkeit“ an den Bemühungen um eine Rettung des Konzerns beteiligten. Zudem müssten Arcandor und
der Rivale Metro endlich ein konkretes
Konzept für eine Zusammenlegung ihrer
Warenhausketten Karstadt und Kaufhof
erarbeiten.
Am Nachmittag lehnte die Regierung
auch das dritte Hilfegesuch von Arcandor ab. Der Konzern hatte für den Fall,
dass er aus dem Deutschlandfonds kein
Geld erhält, Rettungsbeihilfen über 437
Wo ist mein Espresso?
Biennale: Tobias Rehberger und seine
ausgezeichnete Cafeteria.
Von Holger Liebs ................................... 3
Annäherung an einen Besessenen
Steven Soderberghs „Che – Revolución“,
Teil 1 eines großen Kino-Werkes über
den ewigen Revolutionär. ................... 11
Vorsicht, Computer
Fallende Monitore und Kabelsalat – die
Unfallgefahr durch Rechner steigt.
Von Werner Bartens ............................ 16
Erste Machtprobe
Der junge Formel-1-Pilot Sebastian Vettel stichelt gegen das eigene Team. .... 27
TV- und Radioprogramm .................... 32
Rätsel ...................................................... 15
München · Bayern ............................... 31
Familienanzeigen ................................ 30
ie nächsten Kandidaten kann Bernd
Theuerkauff inzwischen auf den ersten Blick erkennen. „Sie verändern auf
einmal ihr Verhalten und werden entweder aggressiv und aufbrausend oder passiv und traurig“, berichtet der Betriebsrat von T-Systems in Karlsruhe. „Sie leiden unter Schlafstörungen und innerer
Unruhe und kommen mit dem Stress immer weniger zurecht.“ Wer sich aus dieser Situation nicht befreien könne, dem
drohe der Kollaps, das Burn-out-Syndrom. „Ich habe Kollegen erlebt, die unter Weinkrämpfen zusammengebrochen
sind“, berichtet Theuerkauff. Insbesondere in diesen Tagen, wo bei T-Systems
wieder eine Sparrunde mit Personalabbau anstehe, hätten viele das Gefühl:
„Egal wie schnell ich laufe, ich komme
einfach nicht nach.“
Für Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall,
beschreiben Theuerkauffs Beobachtungen einen allgemeinen Trend. Durch ei-
Millionen Euro beantragt. Solche Beihilfen können Firmen auch dann bekommen, wenn sie nicht Opfer der Krise sind.
Die Vergabekriterien sind etwas anders
als beim Deutschlandfonds. So muss der
Antragsteller den Kredit binnen sechs
Monaten zurückzahlen oder aber mit
dem Umbau und der Verkleinerung des
gesamten Betriebs beginnen.
In Regierungskreisen hieß es, bei der
Entscheidung über die Rettungsbeihilfen habe eine wichtige Rolle gespielt,
dass weder die Karstadt-Eigentümer,
noch die Vermieter der Warenhäuser sowie die Gläubigerbanken ausreichende
Zusagen gemacht hätten. Arcandor kann
allerdings innerhalb der nächsten zwei
Tage einen neuen Antrag stellen.
Die Gespräche über eine Fusion von
Karstadt und Kaufhof könnten auch
auch bei einer Insolvenz weitergehen.
Ein Metro-Sprecher sagte, die Tür bleibe
offen. Nach Angaben aus Verhandlungs-
Kollaps am Schreibtisch
D
Heute in der SZ
65. Jahrgang / 24. Woche / Nr. 130 / 1,80 Euro
Arbeitnehmer sollen ständig erreichbar sein – das macht krank
nen brutalen Leistungsdruck hänge die
psychische Gesundheit der Beschäftigten seit Jahren am seidenen Faden. „Angesichts der aktuellen Wirtschaftskrise
droht dieser Faden zu zerreißen“, warnt
Urban. Die IG Metall hat deshalb zusammen mit dem Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) Forderungen aufgestellt, mit denen sie der Gefahr begegnen wollen. Sie plädieren für
Frühwarnsysteme in den Betrieben, um
Überforderung schon im Ansatz deutlich
zu machen oder zu vermeiden.
Glaubt man der Gewerkschaft, ist das
auch im Interesse der Arbeitgeber, denn
die Schäden sind immens. Während die
Zahl der Betriebsunfälle von Jahr zu
Jahr abnimmt, steigen die Ausfälle
durch psychische Erkrankungen ständig
– laut einer Studie der AOK zwischen
1995 und 2008 um 80 Prozent. 9,3 Prozent aller Fehltage gehen inzwischen auf
das Krankheitsbild zurück, hat der Bundesverband der Betriebskrankenkassen
errechnet. Als Krankheitsgrund liegen
psychische Störungen auf dem vierten
Platz. Schon jetzt sind sie die häufigste
Ursache für Frühverrentungen. 2007 begründete jeder Dritte seinen verfrühten
Ausstieg aus dem Beruf mit hartnäckigen Depressionen oder anderen seelischen Störungen. Nach Berechnungen
des Statistischen Bundesamtes entstand
durch die neue Volkskrankheit 2006 ein
Schaden von 26,7 Milliarden Euro.
Der Verband der Betriebsärzte sieht
die wesentlichen Ursachen für die stressbedingten Erkrankungen in einer radi-
kreisen verlangt Arcandor, dass Metro alle 91 Karstadt-Häuser sowie die Hauptverwaltung in Essen übernimmt. Metro
ist jedoch nur an 60 Filialen interessiert.
In Berlin appellierten Oberbürgermeister aus allen Städten mit Karstadt-Filialen für den Erhalt der 91 Warenhäuser.
Anderenfalls drohten die Innenstädte
Schaden zu nehmen, erklärten sie. Arcandor-Betriebsratschef Hellmut Patzelt
übergab mehr als 1,2 Millionen Unterschriften an Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee (SPD), mit denen Kunden
dem Konzern ihre Solidarität bekundet
hatten. Tiefensee sagte, es „zwei Minuten vor zwölf“. Arcandor selbst hatte
sich zuvor bereits für den Ernstfall gerüstet: Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung verpflichtete der Konzern
einen renommierten Insolvenzverwalter
als Berater. Die Arcandor-Aktie verlor
an der Börse zeitweise mehr als 30 Prozent ihres Werts. (Wirtschaft)
kal veränderten, beschleunigten Arbeitswelt. So gäben Chefs den Druck der Kunden oft ungefiltert an die Mitarbeiter weiter, heißt es im Positionspapier von Ärzten und Gewerkschaftlern. Die Arbeitgeber verlangten umfassende Erreichbarkeit, etwa durch Mobiltelefone oder den
heimischen Computeranschluss. So funktioniere die Trennung von Privatleben
und Job nicht mehr. Zur Entspannung
fehle den Menschen die Zeit.
Die Ärzte wollen der Krankmacherei
am Arbeitsplatz zusammen mit den Betriebsräten gegensteuern. So sollen Mediziner in Vorsorgeuntersuchungen künftig gezielt auf Symptome für Überlastung achten. Dazu müssten die Betriebsärzte aber besser ausgebildet werden.
Vor allen in kleinen und mittleren Betrieben sei die medizinische Betreuung nicht
ausreichend. Hier müsse die Politik deshalb mehr Geld zur Verfügung stellen
und die Zahl der arbeitsmedizinischen
Lehrstühle ausbauen.
Guido Bohsem
Müntefering: Das Spiel ist noch nicht vorbei
Nach Debakel bei Europawahl kündigt der SPD-Chef scharfen Konfrontationskurs zu Kanzlerin Merkel an
Der Film der Woche
Von Stefan Braun
Arlington Road
Berlin – Trotz der dramatischen Niederlage bei der Europawahl am Sonntag will
die SPD an ihrem politischen Kurs bis
zur Bundestagswahl im September festhalten und verstärkt auf Konfrontation
setzen. Parteichef Franz Müntefering
sagte am Montag in Berlin: „Das Spiel ist
noch nicht vorbei.“ Ziel der SPD bleibe
es, eine schwarz-gelbe Regierung zu verhindern, betonte Müntefering. Er räumte
ein, dass dies am vergangenen Sonntag
„gründlich misslungen ist“.
Müntefering kündigte für den Sommer eine massive Verschärfung des Wahlkampfs an. Dazu sollen eine „harte Auseinandersetzung“ und ein „Duell“ zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel
und SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier gehören. Solche Zuspitzungen gehörten zur Demokratie und
könnten die Wahlbeteiligung in die Höhe
treiben. Nach Analysen der SPD haben
vor allem Mobilisierungsprobleme zu ih-
Andrian Kreye
stellt die DVD Nr. 10
der SZ-Reihe vor.
Feuilleton, Seite 11
www.sz-shop.de
Süddeutsche Zeitung GmbH Hultschiner Straße 8
81677 München;Telefon 089/2183-0,
Telefax -9777; redaktion@sueddeutsche.de
Anzeigen: Telefon 01805/155900* (Immobilienund Mietmarkt), 01805/255900* (Motormarkt),
01805/355900* (Stellenmarkt, weitere Märkte).
Abo-Service: Telefon 01805/455900*,
www.sueddeutsche.de/abo *14 ct/min., mobil abw.
21024
4 190655 801803
SZdigital: Alle
Alle Rechte
Rechte vorbehalten
vorbehalten–- Süddeutsche
Süddeutsche Zeitung
Zeitung GmbH,
GmbH, München
München
SZdigital:
Jegliche Veröffentlichung
Veröffentlichungexklusiv
exklusivüber
überwww.sz-content.de
www.diz-muenchen.de
Jegliche
rer herben Schlappe geführt. Nach Münteferings Ankündigung wird die Polarisierung deutlich zunehmen. Auch die
Grünen versprachen ihren Anhängern,
vor allem gegen Schwarz-Gelb zu kämp-
fen. Union und FDP dagegen zeigten sich
zufrieden, dass die Chance auf eine bürgerliche Mehrheit deutlich gestiegen sei.
Die CDU-Vorsitzende Merkel kündigte an, sie werde trotz des Zwischener-
Europawahl in Deutschland
Vorläufiges amtliches Endergebnis; Wahlbeteiligung 43,3% (2004: 43,0%)
folgs weiter „demütig“ für einen Wahlsieg im September kämpfen. Der parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Norbert Röttgen, sprach von einem „stabilisierenden Ergebnis“ für die
Union und betonte, nun gebe es mit
Schwarz-Gelb nur noch ein echtes politisches Angebot. Alle anderen Parteien hätten weder eine klare Aussage noch eine
Erfolgsperspektive.
Libanesen stimmen
gegen die Hisbollah
Beirut – Bei der Parlamentswahl im Libanon hat sich das pro-westliche sunnitische Lager überraschend gegen die islamistische Hisbollah durchgesetzt. Die Bestrebungen Syriens und Irans um Einfluss in der Region erlitten damit einen
herben Rückschlag. Die Schiitengruppen Hisbollah und Amal sowie deren
christlicher Verbündeter Michel Aoun
räumten die Niederlage ein. Neuer Regierungschef wird voraussichtlich der Sunnit Saad al-Hariri. (Seite 9)
SZ
China steigert
Militärausgaben
Stockholm – China ist bei den Militärausgaben weltweit erstmals auf den zweiten
Platz hinter den alles dominierenden
USA aufgerückt. Die Regierung in Peking habe voriges Jahr fast 85 Milliarden
Dollar in Rüstungsgüter investiert, heißt
es im Jahresbericht des Friedensforschungsinstitut Sipri, der am Montag vorgelegt wurde. Die USA führen die Liste
mit 607 Milliarden Dollar mit großem Abstand an. (Seite 9)
AFP
Kita-Streik: Arbeitgeber
gesprächsbereit
München – Vor den neuen Verhandlungen im Kita-Streik an diesem Dienstag
haben die kommunalen Arbeitgeberverbände in allen Punkten Gesprächsbereitschaft angekündigt. Das Ziel sei, „möglichst schnell zu sachgerechten Lösungen zu kommen“. Die Gewerkschaften
kündigten an, trotz der Gespräche weiter
zu streiken. Allein in Rheinland-Pfalz
sollen am Dienstag 1500 Erzieher und Sozialarbeiter die Arbeit niederlegen. SZ
Frankreich schickt
U-Boot nach Brasilien
Paris – Eine Woche nach dem Absturz einer Air-France-Maschine in den Atlantik soll ein französisches Atom-U-Boot
nun den Flugschreiber finden. Das Boot
soll am Mittwoch im Absturzgebiet etwa
1200 Kilometer vor Brasilien eintreffen.
Die Suche nach den Leichen ging am
Montag weiter. Bis zum Nachmittag waren insgesamt 19 der 228 Leichen geborgen worden. (Panorama)
SZ
Luftfahrt-Industrie
macht Milliardenverlust
Kuala Lumpur – Die internationale Luftfahrtindustrie muss in diesem Jahr weitaus drastischere Verluste hinnehmen als
befürchtet. Der Luftfahrt-Weltverband
IATA rechnet jetzt mit einem Minus von
neun Milliarden Dollar (6,4 Milliarden
Euro) für 2009. Das ist fast doppelt so
viel wie die Vorhersage vor zweieinhalb
Monaten lautete. Weltweit seien 100 000
Arbeitsplätze in Gefahr, ein Viertel davon in Europa. (Wirtschaft)
SZ
Stimmenanteil
Verteilung der deutschen Mandate
Dax j
Dow j
Euro j
in Prozent
(Veränderung im Vergleich zu 2004) CSU 7,2 (–0,8)
(Veränderung im Vergleich zu 2004)
Xetra 17 Uhr
5029 Punkte
N.Y. 17 Uhr
8682 Punkte
17 Uhr
1,3867 US-$
– 0,94 %
– 0,92 %
– 0,0098
37,9 (–6,7)
CDU/CSU
Grüne
12,1 (+0,2)
FDP
11,0 (+4,9)
Sonstige*
CDU
34
CSU
8
(+1)
(–6)
(–1)
(±0)
(+1)
(+5)
20,8 (–0,7)
SPD
Linke
Linke SPD Grüne FDP
8
23 14
12
Mehr zu den Wahlen
7,5 (+1,4)
10,7 (+0,8)
*davon Freie Wähler 1,7%
99
Sitze
SZ-Graphik; Quelle: Bundeswahlleiter
Mark Pellington
Seoul/Washington – Der Konflikt zwischen den USA und Nordkorea verschärft sich weiter. Das Regime in Pjöngjang teilte am Montag mit, die beiden seit
zweieinhalb Monaten in Nordkorea festgehaltenen US-Journalistinnen Euna
Lee und Laura Ling seien wegen unerlaubter Einreise zu jeweils zwölf Jahren
Arbeitslager verurteilt worden. Das Gericht habe es als erwiesen angesehen,
dass sich die beiden des illegalen Grenzübertritts und schwerer Verbrechen gegen die Nation schuldig gemacht hätten,
meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. US-Präsident Barack Obama
zeigte sich tief betroffen über das Urteil.
Die Beziehungen zwischen Washington
und Pjöngjang haben sich in den vergangenen Wochen wegen der nordkoreanischen Atom- und Raketentests und der
Kriegsdrohungen gegen Südkorea drastisch verschlechtert. (Seite 9)
SZ
Europa ohne Europäer: Gegen die miserable
Wahlbeteiligung hilft Mitbestimmung. Seite 2
Nicht jeder darf glänzen: Die CSU übersieht
beinahe ihren Spitzenkandidaten.
Seite 3
Liederliche Eliten: Krokodilstränen über
Europa. Leitartikel von Martin Winter. Seite 4
Stuttgarts neue Volkspartei: Die Grünen sind
nun fast so stark wie die CDU.
Seite 8
Aller Welt Feind: Der bemerkenswerte Erfolg
der Piratenpartei.
Feuilleton
Das Wetter
München – Mit einem Tief über dem Ärmelkanal weht feuchte Luft heran. Im
Norden und Osten Regen, sonst noch etwas Sonne. Von Westen ziehen neue
Schauer- und Gewitterwolken nach
Deutschland. 15 bis 22 Grad. (Seite 31)
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
13
Dateigröße
327 KB
Tags
1/--Seiten
melden