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Hindernisfreies Bauen – gewusst wie AB SEITE 12 - VHP

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HP
NR. 03 2012
96. Jahrgang
DAS FACHMAGAZIN
FÜR HAFNER
UND PLATTENLEGER
Fachteil Platten
Hindernisfreies Bauen –
gewusst wie
AB SEITE 12
Umbau
Entkoppeln oder Versteifen
AB SEITE 34
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03
E D I TO R I A L
I N H A LT
G E H E N S I E M A L M I T E I N E M R O L L ATO R A U F D I E TO I L E T T E :
A U C H W I R W E R D E N Ä LT E R
Umbauen und renovieren liegt im Trend. Als beinahe einzig sicheren Wert kennen wir seit einigen Jahren der wirtschaftlichen Turbulenzen das Grundeigentum. Hier zu investieren lohnt sich für die Besitzer in den meisten Fällen. Eine
neue Küche oder ein grösseres Badezimmer mit bodenebener Dusche sind oft
gefragt. In diesem Moment sollten Sie als Inhaber eines Fachgeschäftes für den
Kunden weiterdenken und während der Beratung fragen: «Haben Sie sich auch
schon Gedanken gemacht, dass ein Familienmitglied gebrechlich werden könnte oder durch einen Unfall, und sei es nur vorübergehend, behindert wird?» Sie
müssen keine Angst haben, Ihren Kunden vor den Kopf zu stossen, denn jeder
kennt jemanden der, sei es altershalber oder unfallbedingt, vor der Wahl stand,
umzubauen oder ins Alters- oder Pflegeheim umzuziehen. Überlegen Sie also
zusammen mit dem Kunden, ob beim Umbau durch eine veränderte Raumaufteilung Schwellen und andere Hindernisse abgebaut werden können.
Mit Ihrer Frage nehmen Sie unter Umständen Einfluss auf die ganze Planung einer Renovation. Bei grösseren Umbauten muss sich selbstverständlich der Planer
oder Architekt dieser Fragen annehmen und seine Fachkompetenz einbringen.
Wichtig ist es aber, dass Sie sich als Plattenleger-Fachmann einbringen und auf
die kritischen Punkte hinweisen. Es geht im Moment nicht darum, dass unser
Kunde sein Haus rollstuhlgerecht umbaut, aber dass daran beispielsweise gedacht wird, Türen und Durchgänge auf das verlangte Minimum zu verbreitern.
Es liegt in der Natur des Menschen, dass er so lange wie nur irgendmöglich in
seiner gewohnten Umgebung bleiben und leben will. Sie haben es in der Hand,
Ihren Kunden beratend beizustehen und auf einfach zu realisierende Möglichkeiten hinzuweisen. Weitere Informationen finden Sie unter www.procap.ch, die
Adressen der kantonalen Fachstellen für hindernisgerechtes Bauen.
04
BRANCHEN-NEWS
07
VERBAND
10
FACHSCHULE FROBURG
12
FACHTEIL PLATTEN
18
INTERVIEW
40
SERVICE
04 Branchentreffen Tessin
05 Rüegg Cheminée AG
«Tour de Feu»
07 Neue VHP-Website
09 Nouveau site web
11 VHP-Mitglieder
10 Erfolgreiche Meisterausbildung
12 Hindernisfreies Wohnen
20 Behindertengerechtes
Wohnen – gewusst wie!
24 Schwellenloses Wohnen
26 Fussbodenheizung mit
geringer Aufbauhöhe
28 Trends bei Keramikplatten
34 Entkoppeln oder Versteifen?
18 Bernard Stofer, Leiter Bauen,
Wohnen, Verkehr bei Procap
40
42
45
46
46
46
Allmendinger AG
NunnaUuni Neuheiten
VHP-Lieferantenverzeichnis
Impressum
Agenda
Inserentenverzeichnis
Titelbild
Ein echtes Potenzial liegt in «älteren» Häusern ab den 20er-Jahren. Das Badezimmer ist ein langer Schlauch und ganz am Ende an der Aussenwand steht
die Toilette. Versuchen Sie hier, einmal mit einem Rollator ans Ziel zu kommen.
Solche Argumente helfen mit, einen Umbau in die richtige Richtung zu lenken,
das nötige Handwerkszeug dazu haben Sie.
Schwellenloses Bauen ist kein Luxus,
sondern eine Investition mit Zukunft.
Foto: Patrick Lüthy für Procap
Martin Bürgler
Leiter der Fachtechnischen Beratungsstelle
Texte français: www.vhp.ch
NR. 03 2012
HP DAS FACHMAGAZIN FÜR HAFNER UND PLATTENLEGER
04
BRANCHEN-NEWS
BRANCHENTREFFEN IM TESSIN
Quo vadis, Ofenbauer?
Am 17. April fand in Trevano (Lugano) eine Informationsveranstaltung über die aktuelle Situation rund um Holzheizungen für
die tätigen Berufsleute statt. Die zahlreichen Teilnehmenden
zeigten grosses Interesse, und es entstanden anregende Diskussionen. TE X T: GIN A L A M A NTI A LECHLEITNER
Eine grosse Anzahl Kaminfeger, Ofen- und Cheminéebauer
sowie -händler und Personen, welche für die Umsetzung der
feuerpolizeilichen Normen verantwortlich sind, nahmen am von
Pietro Comini, Inhaber der Comedil SA in Grancia, organisierten
Treffen teil. Ein wichtiger Teil der Veranstaltung war, dass Thomas Lechleitner und Samuel Bralla die neusten Anpassungen
der Normen zur Verhütung von Bränden sowie der Luftreinhalteverordnung erklärten. Martin Pfister, VHP-Geschäftsführer,
stellte den VHP vor.
Die Zusammenarbeit geht weiter
Im Anschluss an die Konferenz fand eine kleine Debatte statt.
Während der Diskussion wurde der Wunsch geäussert, einen
Verein der Tessiner Ofenbauer und Kaminfeger zu gründen, einerseits, um die eigenen Interessen besser vertreten zu können
und andererseits, um eine fachgerechte technische Weiterbildung anzubieten. Ein weiteres Ziel des Vereins wäre, Synergien
mit anderen Berufsgruppen zu suchen, um das Potenzial der
Holzenergie besser ausschöpfen zu können. Die Teilnehmenden
waren sich bald einig, denn demnächst wird die Gründungsversammlung des Vereins einberufen, an der weitere für Ofen- und
Cheminéebauer wichtige Themen zur Sprache kommen werden. Nach so vielen Anregungen und guten Zukunftsaussichten
waren alle hungrig und durstig: Mit einem geselligen Apéro,
offeriert von der Comedil SA, wurde die erfolgreiche Veranstaltung beendet.
Testo italiano: www.vhp.ch
Die Tessiner Veranstaltung zum Thema Holzheizung war ein Erfolg.
HP DAS FACHMAGAZIN FÜR HAFNER UND PLATTENLEGER
Pietro Comini, Inhaber der Comedil SA und Organisator des
Branchen-Treffens, begrüsst die Teilnehmenden.
NR. 03 2012
BRANCHEN-NEWS
05
RÜEGG CHEMINÉE AG
Erste «Tour de Feu» erfolgreich durchgeführt
Am 30. März 2012 haben fast 50 Partnerfirmen der Rüegg Cheminée AG an der ersten «Tour de Feu» teilgenommen.
Der Anlass gab Gelegenheit, die langjährige Zusammenarbeit zu pflegen, neue Beziehungen zu knüpfen und das grosse
Netzwerk zu stärken.
Stolz präsentiert Matthias Rüegg das Modell ODEON.
Ein Dampfextrazug mit zwei Speisewagen führte rund 90 Gäste von der Rüegg-Ausstellung in Hinwil in die Lokremise des
Dampfbahn-Vereins Zürcher Oberland DVZO in Bauma, wo in
einem einmaligen historischen Ambiente die neueste Innovation aus dem Hause Rüegg präsentiert wurde: Der ODEON, der
mit seiner harmonisch-runden Form eine einmalige Feuereinsicht von 270 Grad bietet und für architektonische Akzente in
schönen Wohnräumen sorgen wird. Das Modell ODEON stiess
auf grosses Interesse bei den Ofenbauern und ist im Herbst
2012 lieferbar.
Der Dampfzug führte die Gesellschaft danach durch die frühlingshaft-sonnige Zürcher Oberländer Hügellandschaft wieder nach Hinwil zurück, wo die erste «Tour de Feu» bei einem
Schlummertrunk in der schönen Rüegg-Ausstellung gegen Mitternacht ausklang.
Mehr Infos: www.ruegg-cheminee.com
NR. 03 2012
Rund 90 Gäste nahmen an der Rüegg-Extrafahrt teil.
HP DAS FACHMAGAZIN FÜR HAFNER UND PLATTENLEGER
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HP DAS FACHMAGAZIN FÜR HAFNER UND PLATTENLEGER
NR. 03 2012
VERBAND
07
V HP-W EB SITE: NEUE GE S TA LT UNG
Haben Sie sich schon registriert?
Unsere neue Verbandshomepage (www.vhp.ch) wird vor der
Jahresversammlung aufgeschaltet. Nutzen Sie die Gelegenheit
und stellen Sie Ihre Firma vor. TE X T: DORIS BL A SER
Unsere neu gestaltete Homepage ist zur besseren Orientierung
für die drei wichtigsten Zielgruppen wie folgt aufgegliedert:
• Für den Endkunden: «Mein Ofenbauer» und «Mein Plattenleger».
• Für die Mitglieder: «Mein Verband»
• Für junge und interessierte Leute sowie zukünftige Lernende: «Ofenbauer werden»
Sämtliche Mitglieder haben die Möglichkeit, einen eigenen Firmenauftritt zu gestalten. Mittels unserer Registrationsmaske,
welche die Mitglieder am 20. April 2012 per Mail erhalten ha-
NR. 03 2012
ben, können Sie Ihre Firma kurz vorstellen sowie Ihr Logo und
maximal drei Bilder aufschalten.
Mitmachen lohnt sich
Wenn Sie sich noch nicht registriert haben, können Sie dies
noch immer nachholen. Den Link zu unserer Registrationsmaske können Sie jederzeit auf der Geschäftsstelle einfordern, sollten sie ihn nicht mehr haben. Nutzen Sie diese Gelegenheit und
verschaffen sich damit Ihren Vorteil und Ihren Erfolg.
HP DAS FACHMAGAZIN FÜR HAFNER UND PLATTENLEGER
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NR. 03 2012
VERBAND
09
SITE WEB VHP: NOU VELLE PRÉ SENTATION
Vous êtes-vous déjà enregistrés?
Le nouveau site de notre association (www.vhp.ch) sera mis en
ligne avant l‘assemblée annuelle. Profitez de l’occasion pour
présenter votre entreprise. TE X T: DORIS BL A SER
Pour une meilleure orientation, notre nouveau site web a été
structuré pour les trois principaux groupes cibles suivants:
• Pour le client final: «Mon poêlier-fumiste» et «mon carreleur».
• Pour les membres: «Mon association»
• Pour des jeunes intéressés ainsi que les futures personnes
en formation: «Devenir poêlier-fumiste»
Tous les membres ont la possibilité de concevoir gratuitement
leur propre site web. Au moyen du masque d’enregistrement
qui vous a été adressé le 20 avril 2012 par mail, vous pouvez
NR. 03 2012
brièvement présenter votre entreprise et mettre en ligne votre
logo avec trois images au maximum.
Participer vaut la peine
Au cas où vous ne vous êtes pas encore enregistrés, vous pouvez
le faire maintenant. Si le lien à notre masque d’enregistrement
vous manque, vous pouvez en faire la demande auprès de notre
secrétariat. Profitez de l’occasion pour vous procurer un avantage et du succès.
HP DAS FACHMAGAZIN FÜR HAFNER UND PLATTENLEGER
10
FA C H S C H U L E F R O B U R G
MEISTER AUSBILDUNG FACHMANN/FACHFR AU OFENBAU VHP
Erfolgreicher Abschluss der ersten Runde
Bis Mitte Februar 2012 wurden die vier Module AVOR Baustellenführung, Konstruktionstechnik, Grundlagen sowie Normen
und Vorschriften mit schriftlichen Kompetenznachweisen abgeschlossen. TE X T: M A RTIN BÜRGLER
Für einige, hoffentlich recht viele, ein erster wichtiger Schritt
der Ausbildung zum Ofenbauer-Meister! Einige der 14 Kursteilnehmer müssen noch den Berufsbildnerkurs absolvieren.
Wenn diese Bestätigung plus eine Eigenbeurteilung der EDVBasiskenntnisse vorliegen, können die Verbands-Zertifikate
ausgestellt werden.
Herzliche Gratulation
Der Verband gratuliert den erfolgreichen Absolventinnen und
Absolventen. Die Fortsetzung des Meisterkurses ist für August
2012 vorgesehen – mit einem CAD-Vorkurs vor den Sommerferien. Interessenten melden sich bitte bei Vreny Brack.
Die 1. Klasse des Ausbildungsganges zum/zur Fachmann/Fachfrau Ofenbau VHP.
Erfolgreich bestanden haben:
Balabanovic
Dobri
Niedergösgen
Porret
Colin
Gorgier
Bieri
Gregor
Entlebuch
Riedel
Thomas
Lörrach
Bründler
Andreas
Oberburg
Savoldelli
Fernando
Rickenbach
Gmür
Peter
Brienzwiler
Schmucki
Daniela
Hallau
Hayrullahu
Besim
Winterthur
Truffer
Marco
St. Niklaus VS
Kolb
Thomas
Flawil
Waldmann
Simon
Zweisimmen
Moser
Matthias
Gansingen
Wirz
Erwin
Zürich
HP DAS FACHMAGAZIN FÜR HAFNER UND PLATTENLEGER
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VERBAND
VHP-Mitglieder
Herzliche Gratulation
HANDWERKSBETRIEBE
und alles Gute für die Zukunft
per 12.04.2012
ANMELDUNG ZUR
AKTIVMITGLIEDSCHAFT
75 Jahre, 10.06.1937
JÜRG LORENZ
GEORG ZURBRÜGG
Emil Bula
Schützengasse 34
4125 Riehen
Buchholzstrasse 19
3713 Reichenbach
FREIMITGLIED
Reinhard Blanc
80 Jahre, 14.06.1932
Willi Strässler
per 27.04.2012
81 Jahre, 18.06.1931
ERWIN ZÜRCHER
Jürg Lorenz
65 Jahre, 11.07.1947
Werner-Kälin-Strasse 17
8840 Einsiedeln
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+ Versandkosten. Bestellung bei der Fachschule Froburg, Tel. 062 293 35 62 oder schulverwaltung@vhp.ch
Neu gibt es im HP eine Rubrik Kleinanzeigen, Max. 240 Zeichen inkl. Satzzeichen und Zwischenraum pauschal Fr. 60.– inkl. MWSt.
Bitte Text schriftlich oder per E-Mail an VHP: Solothurnerstr. 236, Postfach, 4600 Olten, info@vhp.ch
Lehrlingswesen
Vreny Brack
Tel. 062 293 35 62 oder
schulverwaltung@vhp.ch
NR. 03 2012
Zentralschweiz
1
2
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Zürichsee und Umgebung
Union romande
3
Zürich Stadt
Ostschweiz
Nordwestschweiz
1
Oberwallis
Nordostschweiz
1
ZL
Anzahl Lernende
Vielen Dank!
Linth-Graubünden
Liebe Lehrmeister
Bern und Umgebung
Aufruf!
Bitte meldet neue Auszubildende für das Schuljahr
2012/2013 unbedingt und sofort an, auch wenn der
Lehrvertrag vom Kanton noch nicht genehmigt ist.
Nur bei einer rechtzeitigen Anmeldung können wir
das Schulprogramm optimal planen. Bitte melden
Sie uns auch freie Lehrstellen. Pro Lernender reduziert sich der Mitgliederbeitrag beim VHP um Fr. 500.–.
34
Sektion
Aare
Interessierte Jugendliche können Informationen zum
Beruf des Ofenbauers bzw. der Ofenbauerin per SMS
mit «OFEN» und ihrer Adresse an 9292 erhalten oder
über info@werdeofenbauer.ch einverlangen.
Ziel
Nur eine genügend grosse Zahl von guten Lernenden
sichert die Zukunft unseres Berufes.
Stand 21. 05. 2012
GESUCHT: LEHRSTELLEN UND LERNENDE
ZL
ZL
3
3
5
Neue Lernende nach Sektionen Lehrbeginn 2012
Rahmen: Zielsetzung pro Sektion
HP DAS FACHMAGAZIN FÜR HAFNER UND PLATTENLEGER
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FA C H T E I L P L AT T E N
WICHTIG: BEI NEU- UND UMBAUTEN
Hindernisfreies Bauen
Bei den Jungen liegt hindernisfreies Bauen absolut im Trend.
Wenn aber ältere Hausbesitzer und Wohneigentümerinnen
darüber nachdenken, ihr Haus oder ihre Wohnung umzubauen,
stösst das Thema «hindernisfrei» oft auf Unbehagen und
Ablehnung. Trotzdem ist es für einen umsichtigen Unternehmer
ein Muss, das hindernisfreie Sanieren sachlich und behutsam
zum Thema zu machen. TE X T UND FOTOS: RUTH BÜRGLER
Die Treppe aus Tannenriemen wurde geschliffen und eingeölt. Sie glänzt
wieder wie neu.
Der Treppenlift führt vom Keller bis in den zweiten Stock. Die Schwelle
vom Wohnraum in den Gang ist sehr niedrig.
HP DAS FACHMAGAZIN FÜR HAFNER UND PLATTENLEGER
Für den Treppenlift waren aus statischen Gründen keine zusätzlichen
Verstärkungen notwendig. Er kann rückgebaut werden.
NR. 03 2012
FA C H T E I L P L AT T E N
13
Es kann ein Unfall sein, eine Krankheit, das Alter – plötzlich
werden Treppen, Absätze, Türschwellen, der Einstieg in die Badewanne zu unüberwindlichen Hindernissen. Das traute Heim
wird zur untauglichen Behausung, weil die Füsse die Schwellen
nicht mehr schaffen oder die Türen für den Rollstuhl zu schmal
sind. Alles, was bisher in den eigenen vier Wänden einfach
zu handhaben war, wird zum unüberwindlichen Hindernisparcours für die Betroffenen. Auch wenn helfende Hände da wären,
ist tatkräftige Hilfe wegen zu enger Raumverhältnisse oft nur
beschränkt oder gar nicht möglich. Die Selbstständigkeit, die
den meisten von uns wichtig ist und die wir solange wie möglich behalten wollen, ist plötzlich in Frage gestellt. Und mit ihr
die ganze Wohnsituation.
Hindernisfrei ist heute schick
Ein neues Haus bauen? Oder lieber etwas Altes suchen? Ein
Haus mit Geschichte, in das man einziehen und das man Schritt
für Schritt den eigenen Wünschen und der Grösse des Budgets
entsprechend umbauen kann? Wenn Leute vom eigenen Haus
träumen, spielen die Finanzen meist die Hauptrolle. Zweitrangig sind Überlegungen zu hindernisfreiem Bauen und Sanieren.
Bei jungen Leuten ist das hindernisfreie Bauen kein grosses
Thema, weil hindernisfrei im Trend liegt. Wer will heute noch
Schwellen und Absätze? Eine bodenebene Dusche ist schick
und funktional. Die heutigen Platzbedürfnisse sind ebenfalls
grosszügiger geworden. Bei der Renovation von älteren Häusern verschwinden nicht tragende Zwischenwände zu Gunsten
von weiträumigen Wohnstuben und grösseren Zimmern. Der
Bewegungsradius innerhalb der Räume ist weiter geworden.
Hindernisfreier Übergang vom Wohnraum zur Küche.
Vorausschauend umbauen
Ganz anders sieht die Situation aus, wenn bei gestandenen
Häuschenbesitzern eine Renovation ihres in die Jahre gekommenen Hauses ansteht. Alles soll bleiben wie es ist, es soll nur
erneuert werden, was kaputt, veraltet oder verbraucht ist. Im
Bad neue Platten, die moderner, grossformatiger und farblich
mehr Frische ins Badezimmer bringen. Ja, das wäre schön.
Aber gleich Hindernisse beseitigen mit Blick auf die Gebrechlichkeit im Alter? Das löst oft Ängste aus. Also wird das Thema
nicht angerührt. «So alt sind wir jetzt auch noch nicht. Hindernisfrei ist heute noch nicht nötig! Es genügt, wenn wir uns
später damit befassen!» Wieso warten, bis es soweit ist? Warum
nicht vorausschauend vorsorgen? Sagt nicht ein altes Sprichwort treffend: Vorsorgen ist besser als heilen.
Unsere Lebenserwartung ist viel höher geworden. Das Durchschnittsalter von Männern und Frauen in der Schweiz liegt zwischen 80 und 84 Jahren. Mal angenommen, eine erste Sanierung des Hauses würde um die 60 vorgenommen, möchte man
dann mit 75 oder 80 nochmals umbauen? Erneut den Staub und
den Dreck, der beim Bauen halt einfach entsteht, auch wenn die
Handwerker noch so vor- und umsichtig arbeiten? Warum denn
nicht gleich hindernisfrei sanieren, solange man noch fit ist?
In einem hindernisfreien Haus lauern viel weniger Gefahren.
Denn was ist, wenn nicht etwa ein altersbedingtes Gebrechen
NR. 03 2012
Der schöne Riemenboden aus Pinienholz kommt wunderschön zur Geltung.
HP DAS FACHMAGAZIN FÜR HAFNER UND PLATTENLEGER
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FA C H T E I L P L AT T E N
Besonderes Augenmerk auf Aufbauhöhe und
Abdichtungen
Die bodenebene Dusche mit leichtem Gefälle ist mit rutschsicheren
Platten belegt.
Häufig ist das Problem bei den bodenebenen Duschen die Aufbauhöhe. Für die Installation des Ablaufes sind nach neuestem Stand zwischen 10,5 bis 11 cm zwingend nötig. Wenn für
einen seriösen Aufbau diese Höhe nicht gegeben ist, liegt die
Lösung vielleicht in einer Kernbohrung in den darunter liegenden Raum. Dann genügen für den Aufbau 6,5 bis 7 cm. In
solchen Fällen muss man die Abflussrohre an der Decke im
untern Raum verkleiden oder in einem Unterzug der Decke
«verstecken».
Besondere Beachtung ist bei Nassräumen der Abdichtung zu
schenken. Ein Plattenlegermeister, der sich auf die Sanierungen von hindernisfreien Bädern spezialisiert hat, empfiehlt,
ausschliesslich bereits eingedichtete Duschelemente zu verwenden. Die Erfahrung hat ihn gelehrt, keinen Abfluss anzuschliessen, der von einem Installateur gesetzt wurde. Seine
Begründung leuchtet ein: Die Gewährleistung der Arbeit liegt
beim Plattenleger. Auf dem Markt werden viele Systeme angeboten, die nicht funktional sind. Bei Wandabdichtungen greift
er auf Dichtbahnen zurück. Den Boden dichtet er mit Dichtschlämme ab. Bei den Wandanschlüssen und den Durchdringungsmanschetten ist besonders sorgfältiges Arbeiten angesagt, ebenso beim Verkleben der Dichtbänder und -ecken und
allen vorhandenen Überlappungen. Denn auch hier haftet der
Plattenleger für seine Arbeit.
Was häufig in Vergessenheit gerät: Wand- und Bodenbeläge
aus Keramik und Naturstein haben ein Gewicht, das zu beachten ist. Deshalb ist auch die Tragfähigkeit des Untergrundes
genau abzuklären.
das Beseitigen von Hindernissen erforderlich macht, sondern
ein Unfall oder gar eine Krankheit – wie folgendes Beispiel eindrucksvoll zeigt?
Der Duschvorhang endet innerhalb des Gefälles am Boden, damit das
Wasser gut abläuft.
HP DAS FACHMAGAZIN FÜR HAFNER UND PLATTENLEGER
Blitz aus heiterem Himmel
Regula und Lorenz Zimmermann waren seit Kurzem verheiratet.
Die beiden waren überglücklich, denn sie erwarteten ihr erstes
Kind. Regula war im 5. Monat schwanger. Damals wohnten sie
in einer 4-Zimmer-Wohnung in einer Wohnsiedlung aus den
70er-Jahren. Regula war beruflich als Intensivpflegefachfrau
tätig. Lorenz hatte sein Studium als Werkstoffingenieur mit der
Dissertation über Betonkorrosion erfolgreich abgeschlossen und
arbeitete als Berater von Bauingenieuren. Das Schicksal traf das
junge Paar wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Plötzlich erlitt Lorenz auf der Heimfahrt von der Arbeit nach Hause einen epileptischen Anfall. Sofort wurde er mit der Ambulanz in ein Spital
gebracht. Die Röntgenaufnahmen zeigten die Ursache für die
Epilepsie: Ein Tumor von der Grösse eines Hühnereis brachte
das Hirn von Lorenz in «Schieflage». Für den Werkstoffingenieur
wurde ein schlimmer Alptraum wahr. Glücklicherweise verlief
die Operation gut. Der Tumor konnte jedoch nicht vollständig
entfernt werden. Ein Lichtblick in dieser schwierigen Zeit war
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FA C H T E I L P L AT T E N
Kostentransparenz und Zuverlässigkeit sind
beste Werbung
Es gibt bereits Plattenleger, die sich auf die hindernisfreie
Sanierungen spezialisiert haben. Sie setzen auf konsequente Weiterbildung aller Mitarbeitenden. Es ist wichtig, immer
auf dem neuesten Stand der Technik zu sein, damit man den
Kunden möglichst viele Lösungsvorschläge unterbreiten kann,
die auch umsetzbar sind. Von grosser Bedeutung ist es, sich
mit der Kundschaft gut abzusprechen. Das Angebot muss detailliert sein, die komplette Leistungsbeschreibung umfassen.
Zauberworte im Umgang mit den Kunden sind Kostentransparenz und Zuverlässigkeit. Die Kunden sollen von Anfang an
wissen, was auf sie zukommt. Das schafft das nötige Vertrauen
zum Unternehmer. Mit Vorteil stellt der Handwerker eine einzige Rechnung mit einer genauen Auflistung der vereinbarten
Arbeiten. Hinterher mit Feilschen beginnen, ist für beide Seiten
das schlechteste Szenario. Ist die Kundschaft aber zufrieden
mit den geleisteten Sanierungsarbeiten, kann der Unternehmer von positiver Mund-zu-Mund-Werbung profitieren.
15
Kleine Hindernisse zum Trainieren
Im engen Treppenhaus wurde ein Treppenlift montiert, der den
Platzverhältnissen und der Beweglichkeit von Lorenz angepasst
ist. Dafür waren keine zusätzlichen statischen Massnahmen nötig. Der Lift kann auch wieder rückgebaut werden. Auf jedem
Zwischenpodest im Treppenhaus liegt eine Fernbedienung. Mit
deren Hilfe kann Lorenz den Treppenlift zu sich her beordern.
Die Übergänge der Räume auf allen Etagen sind nicht ganz hindernisfrei. Die niedrigen Schwellen sind höchstens zwei Zentimeter hoch. Sie alle zu beseitigen, hätte viele Anpassungsarbeiten auch an Türen und Bodenhöhen nach sich gezogen.
Das wäre einerseits finanziell ins Gewicht gefallen. Andererseits hätte man die alten schönen Riemenböden überdecken
müssen. Das wollten alle Familienmitglieder nicht. Es war aber
auch Lorenz’ bewusste Entscheidung, nicht alle Hindernisse
aus dem Weg zu schaffen. Überzeugt sagt er: «Ich habe den
Krebs besiegt. Meine Beweglichkeit ist zwar eingeschränkt,
aber das, was ich noch kann, das will ich trainieren. Die kleinen Absätze und kurze Treppen kann ich gut bewältigen. Ich
bin etwas langsamer, aber ich schaffe es. Darauf bin ich stolz.»
die Geburt des kleinen Jonas. Als dieser zwei Jahre alt war,
wurde bei Lorenz eine zweite Operation notwendig. Danach
war sein Körper auf der linken Seite gelähmt. Kurze Strecken
kann er heute mit einer Gehhilfe wieder gut bewältigen. Auf der
Strasse ist er mit seinem elektrischen Rollstuhl unterwegs. Die
linke Hand ist fast gar nicht mehr einsetzbar. Auch das Gehör
ist auf der betroffenen Seite stark beeinträchtigt.
Die junge Familie konnte in der gemieteten Wohnung bleiben,
da sie von der Tiefgarage her auch mit einem Lift erreichbar
war. Die Rampe zur Tiefgarage war allerdings sehr steil. Im Winter bei Schnee oder Glatteis konnte Lorenz nicht mehr auf die
Strasse. Die Innenräume der Wohnung wurden mit einfachen
Massnahmen alltagstauglich angepasst. Doch der Traum vom
kleinen, gut erreichbaren Garten des eigenen Hauses, das ihren Ansprüchen besser gerecht würde, blieb in den Köpfen von
Regula und Lorenz.
Sesam öffne dich!
Nach einigen Jahren des Wartens war es endlich soweit. Sie
fanden ein kleines Reihenhaus in der Stadt Olten, das sie kaufen
und dessen Umbau sie sich leisten konnten. Beraten wurden sie
von einem Architekten und der Vereinigung Procap, die ihren
Sitz ebenfalls in Olten hat. Es gelang Regula und Lorenz gut,
den Charme des Hauses wo möglich beizubehalten, die Räume aber trotzdem ihren besonderen Bedürfnissen anzupassen.
Die Haustür öffnet sich per Fingerabdruck. Es können 99 verschiedene Fingerabdrücke zur Wiedererkennung eingescannt
werden. Damit wird das Türöffnen zum modernen «Sesam öffne
dich». Lorenz ist froh darüber. Das ist eine echte Hilfe für ihn.
Das Hervorkramen der Schlüssel mit nur einer Hand und das
gleichzeitige Jonglieren mit der Gehhilfe stellten ihn bisher oft
auf eine Geduldsprobe.
NR. 03 2012
Die neue Terrasse ist eine Metallkonstruktion, die mit eingefrästen
Lärchenbrettern belegt ist.
HP DAS FACHMAGAZIN FÜR HAFNER UND PLATTENLEGER
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• Füsse konisch (nicht Kugelfüsse wie auf Foto)
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die industrielle Massenfertigung, sondern die Anforderungen des anspruchsvollen
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FA C H T E I L P L AT T E N
Pflichten des Plattenlegers beim Abdichten
Der Plattenleger ist insbesondere verantwortlich für die:
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Kontrolle des bauseits vorhandenen Untergrundes
hinsichtlich Toleranzen (Genauigkeit), Oberflächenbeschaffenheit, Trockenheit und sichtbarer Mängel.
Prüfung des Vorhandenseins der erforderlichen Wannenanschlusszargen bei Duschentassen und Badewannen.
Wasseranschlüsse: Kontrolle der bauseits vorhandenen Originalverlängerungen (in Plattenstärke) und
Baustopfen («Zapfen») im Originaldurchmesser ohne
konische Form.
Verwendung geeigneter Grundierungs- und Abdichtungsmaterialien.
Verwendung geeigneter Platten, Klebemörtel und
Fugenmassen für den entsprechenden Untergrund.
Einhaltung der erforderlichen Schichtdicken.
Überprüfung der erforderlichen Feldergrössen,
Fugenarten und -anordnungen des Untergrundes.
Information des Bauherrn über die Kontrolle der Wartungsfugen.
Informationsbeschaffung bezüglich der durch den Planer vorgegebenen und den Unterkonstruktionsersteller verwendeter Putze.
Info zur Reinigung und Pflege der Plattenbeläge.
Quelle (ausser letzter Punkt): Merkblatt Verbundabdichtungen unter
Keramik- und Natursteinbelägen im Innenbereich, Plattenverband SPV,
Dagmersellen, Dezember 2010.
Grosszügige Bewegungsflächen
Beim Badezimmer im obersten Stock gab es dann aber keine
Kompromisse mehr. Der Raum ist grosszügig bemessen. Drei
der vier Wände sind mit grossformatigen hellen, aber nicht ganz
weissen Platten gefliest. Sie reichen vom Boden bis zur Decke.
Der Boden selbst ist mit rutschsicheren anthrazitfarbenen Platten belegt. Gleich links neben der Tür ist ein passendes DuschWC installiert. An der Wand sind robuste Griffe zum Festhalten
montiert. Daran schliesst stufenlos der Duschbereich an. Der
Ablauf ist im Boden versenkt. Die Bodenplatten sind mit einem leichten, aber genügenden Gefälle um den Abfluss herum
verlegt. Die Fugenbreite ist möglichst schmal gehalten. Der
Duschvorhang ist so angebracht, dass er sich innerhalb des
Gefälles am Boden befindet. So läuft das Wasser problemlos ab.
Es bleiben keine Wasserpfützen liegen. An der Wand ist genügend Platz, um bei Bedarf einen Duschsitz zu montieren. Eine
«Regenbrause» ist fest an der Duschstange montiert. Eine zweite Brause lässt sich verstellen. Die Mischbatterie ist in üblicher
Höhe an der Wand befestigt. Die für einen Rollstuhl benötigten
Bewegungsflächen wurden bei der Planung berücksichtigt.
Zudem öffnet sich die Badzimmertür nach aussen, damit bei
einem Sturz die Türe nicht blockiert wird.
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Der Traum vom eigenen Gärtchen
Die Küche ist ganz normal eingerichtet. Lorenz hilft gerne beim
Kochen mit. Er kann zum Rüsten an der Kombination stehen
oder am Küchentisch sitzen. Deshalb brauchte es keine besonderen Anpassungen der Höhen von Abstell- oder Rüstflächen.
Da Lorenz den Rollstuhl im Haus nicht benutzt, müssen die
Küchenmöbel auch nicht unterfahrbar sein. Hingegen wurden
in der Küche auch rutschsichere Platten verlegt, damit nicht
etwa eine kleine Wasserlache zu einem folgenschweren Sturz
führen kann.
Neben dem Haus ist ein kleiner, abschliessbarer Aussenanbau
über eine Rampe erreichbar. Dort stellt Lorenz seinen Rollstuhl
ab. Der fahrbare Weg führt weiter ums Haus herum in den lauschigen Vorgarten. Dort können die Zimmermanns an schönen
Tagen die wunderbare Aussicht über die Stadt Olten bis hin
zum Sälischlössli bewundern. Egal ob Sommer oder Winter,
schön oder regnerisch, unter dem neu errichteten Terrassenvorbau sitzt man im Trockenen und im Schatten und kann die
Stille des Gartens geniessen.
Ausführlich miteinander absprechen
Regula und Lorenz machten sich im Voraus viele Gedanken über
ihre Wünsche, Möglichkeiten und Lösungen. Wo sie sich nicht
einigen konnten, überliessen sie die Wahl ihrem inzwischen
14-jährigen Sohn Jonas, berichtet Lorenz mit einem schalkhaften Lächeln. Das Resultat lässt sich sehen. Ganz wichtig war
für Regula und Lorenz die umsichtige Betreuung durch den
Architekten. Sie konnten sich nach der Definition der Details
ganz auf ihn verlassen. Ihm oblag die Organisation der Arbeiten
und die Einhaltung des Zeit- und Finanzplans. Das war sehr
wichtig. Dafür blieb Regula, die berufstätig und für einen Teil
der Familienarbeit zuständig ist, gar keine Zeit. Lorenz selbst
konnte aus nahe liegenden Gründen nicht auf der Baustelle zum
Rechten sehen oder kurzfristig vorbeischauen.
Regula, Lorenz und Jonas Zimmermann sind nun kürzlich in
das fast fertige Haus eingezogen und fühlen sich rundum wohl.
Der alten Wohnung trauert keiner nach. Sobald auch noch die
Umgebungsarbeiten beendet sind, ist das Umbauen bei den
Zimmermanns fürs Erste abgeschlossen.
Literatur
• Hindernisfreies Bauen. Hrsg. Schweizer Paraplegiker-Stiftung, Verlag Paramedia AG, Nottwil. Zentrum für Hindernisfreies Bauen ZHB, März 2005.
• Merkblatt Hindernisfreie Bauten neuer Standard, Procap,
Olten, Dezember 2009.
Fotos
Alle Fotos stammen aus der neuen Wohnung von Regula, Lorenz
und Jonas Zimmermann. Die HP-Redaktion dankt herzlich für
die interessante Zusammenarbeit.
Texte français: www.vhp.ch
HP DAS FACHMAGAZIN FÜR HAFNER UND PLATTENLEGER
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INTERVIEW
BERNARD STOFER, LEITER BAUEN, WOHNEN, VERKEHR BEI PROCAP
Hindernisfreies Bauen ist heute eine
Selbstverständlichkeit
Schwellenlose Duschen waren schon Thema im HP. Was genau der Fachbegriff «hindernisfreies Bauen» bedeutet, erklärt
Bernard Stofer von Procap, dem grössten Mitgliederverband von und für Menschen mit Handicap in der Schweiz.
FOTO: PROCAP
TE X T: BRIGIT TE MÜLLER
Welche Grundsätze sollten bei Bau von Wohnungen berücksichtigt werden?
Wir setzen uns dafür ein, dass die gesetzlichen Vorschriften
von Bund und Kanton eingehalten und laufend verbessert werden. Wir möchten dabei keine Sonderlösung für Menschen mit
Behinderung, sondern streben ein «design for all» an. Dieser
englische Begriff beschreibt bestens unsere Haltung, dass
bauliche Lösungen für alle konzipiert werden sollten, also für
Familien mit Kinderwagen, Reisende mit Rollkoffer, für Leute,
die eine Last tragen und für ältere oder behinderte Menschen.
Wir kennen täglich Situationen, bei denen wir darauf angewiesen sind, dass keine baulichen Hindernisse im Weg sind. Und
nicht zu vergessen: Wir alle werden älter und sind eines Tages
froh, wenn wir beispielsweise ohne Mühe in den Zug einsteigen
können.
Bernard Stofer ist Architekt ETH/SIA, er arbeitet seit mehr als zehn Jahren
als Leiter des Ressorts Bauen Wohnen Verkehr bei Procap Schweiz.
Können Sie kurz beschreiben, welche Dienstleistungen Ihre
Non-Profit-Organisation Procap anbietet?
Vor 80 Jahren organisierten sich Betroffene zur Selbsthilfe und
gründeten den Schweizerischen Invalidenverband. Heute – unter dem Namen Procap – zählt der Verband rund 20 000 Mitglieder in 45 regionalen Sektionen. Die wohl wichtigste Dienstleistung ist die Beratungen über die Sozialversicherungen, die IV,
Suva und Unfallversicherung, ausgeführt von unseren Fachstellen der regionalen Sektionen. Dazu gehört auch die spezialisierte Rechtsberatung. Zudem sind wir eine kompetente Auskunftsstelle für hindernisfreies Bauen und Wohnen und bieten
Ferien, Reisen sowie Bildungsveranstaltungen für Menschen
mit Handicap an. Und Procap ist eine bedeutende Stimme in
der Sozialpolitik.
HP DAS FACHMAGAZIN FÜR HAFNER UND PLATTENLEGER
Wie unterstützen Sie die Baubranche?
Einerseits arbeiten unsere kantonalen Fachstellen mit den
Behörden vor Ort zusammen. Unsere spezialisierten Fachleute kennen die Anforderungen des hindernisfreien Bauens bis
ins letzte Detail und können im Auftrag den Baubehörden die
Überprüfung abnehmen, analog wie die Feuerpolizei in ihrem
Fachgebiet. Andererseits beraten wir Architekten und Bauherren, die daran interessiert sind, Bauten hindernisfrei zu planen
und die Baueingabe von Anfang an korrekt abzufassen.
Welche Aufgaben betreuen Sie, Herr Stofer, im Besonderen?
Als Leiter des Ressorts Bauen, Wohnen, Verkehr bin ich der
fachliche Leiter unserer kantonalen Fachstellen, die ich als
Ansprechsperson unterstütze. Zudem erarbeite ich fachliche
Grundlagen und Informationen zusammen mit unseren Partnern, der Pro Infirmis und der Schweizerischen Fachstelle für
behindertengerechtes Bauen. Gemeinsam sind wir im Netzwerk behindertengerechtes Bauen organisiert.
Hindernisfreies Wohnen ist immer wichtiger, warum?
Behinderte Menschen sind genauso mobil wie wir. Sie wechseln
eine Arbeitsstelle, gründen eine Familie, möchten an einem anderen Ort wohnen. Wir propagieren deshalb nicht den Bau von
einzelnen perfekt behindertengerechten Wohnungen, sondern
dass möglichst alle Wohnungen «anpassbar» sein sollen. Diese
Wohnungen müssen lediglich wenige Grundbedingungen er-
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INTERVIEW
füllen und können später, bei Bedarf, mit geringem Aufwand
an die individuellen Bedürfnisse einer älteren oder behinderten
Person angepasst werden. Zu beachten ist, dass wegen der zunehmenden Alterung der Bevölkerung hindernisfreie Wohnungen immer mehr von gesellschaftlichem Interesse sind. Die Universität Neuenburg* machte in einer Untersuchung folgende
Rechnung: Im Jahr 2030 könnten rund 2,2 Milliarden Franken
pro Jahr eingespart werden, wenn ältere Menschen statt im
Pflege- oder Altersheim ein Jahr länger in der eigenen Wohnung
leben. Dazu braucht es aber unter anderem auch entsprechende Wohnungen. (* Studie der Uni Neuenburg im Auftrag des
Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums Obsan (2006)
Hat sich die Wahrnehmung für hindernisfreie Wohnbauten in
den letzten Jahren verändert?
Ja, weil seit 2004 das Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG)
in Kraft ist und dank der Norm SIA- 500 Hindernisfreies Bauen
(2009) ist die Akzeptanz weiter gestiegen. Beim Ausarbeiten
dieser Norm haben wir erreicht, dass die Anforderungen präziser und systematischer formuliert sind. Es gibt aber immer
noch Architekten, Bauherren und Behördenmitglieder, für die
das Thema nicht relevant ist.
Wo sehen Sie weiterhin Handlungsbedarf?
Beim hindernisfreien Wohnungsbau können Zentimeter entscheidend sein. Ist die Höhe einer Schwelle nun 2 oder 5 cm,
das sind Welten. Oft ist die Planung zwar korrekt, aber beim
Bau werden die vorgeschriebenen Masse zu wenig genau eingehalten. Ein weiteres Problem ist, dass die Baubehörde die
Umsetzung der Massnahmen für hindernisfreies Bauen zu wenig überprüft. Zu wenig Beachtung findet das Thema zudem bei
den Umbauten. Hier gelten grundsätzlich die gleichen Anforderungen im Rahmen der Verhältnismässigkeit, aber es werden
oft einfachste bauliche Massnahmen sträflich vernachlässigt.
Verlangt der Markt überhaupt altersgerechte und rollstuhlgängige Wohnungen? Wenn ja, warum?
Ja, ganz klar. Seit mehr als zehn Jahren werden vor allem Eigentumswohnungen für eine ältere Zielgruppe mit dem Vorteil
hindernisfrei beworben. Viele ältere Wohnungskäufer setzen
sich dafür ein, dass ihre neue Wohnung hindernisfrei gebaut
wird. Nur stellen wir immer wieder fest, dass sie oft schlecht
beraten werden. Grundsätzlich wird der Wohnungsmarkt für
hindernisfreie Wohnungen immer grösser, nicht zuletzt – wie
bereits erwähnt – wegen der zunehmenden Alterung unserer
Bevölkerung.
Welches sind konkret sinnvolle Massnahmen beim Bau von
Wohnungen?
Eine Wohnung sollte schwellenlos sein. Dabei wird oft der Übergang zum Balkon oder Gartensitzplatz nicht berücksichtigt. Im
Alter, wenn man nicht mehr so mobil ist, kann die Bedeutung
eines Aussenraums zunehmend wichtig werden. Mit einer
Schwelle nicht höher als 2,5 cm kann der Aussenraum gut erreicht werden. Bei der Küche ist es von Vorteil, wenn die Möbel
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einfach umgebaut werden können und bei einer Umplatzierung
von Geräten nicht der ganze Bodenbelag aufgerissen werden
muss.
Und bei einem Umbau eines Badezimmers ohne allzu grosse
Kosten?
Hier gibt es zahlreiche Massnahmen, die leicht zu berücksichtigen sind. Die Badezimmertür sollte 80 cm breit sein und der Zugang schwellenlos, allenfalls einseitig höchstens einen Absatz
von 2,5 cm aufweisen. Die Raumbreite sollte mindestens 1,7 m
betragen, die Fläche mindestens 3,8 m2, bei Dusche/WC mindestens 3,6 m2. Eine schwellenlose Dusche – dies auch schon
aus Bequemlichkeit – und das WC auf der Höhe von 46 cm platzieren, dies ermöglicht ein einfacheres Aufstehen. Wenn man
im Badezimmer nicht auf Zwischenwände verzichten will, sollten diese wenigstens nicht mit Installationen bestückt werden
und auf den fertigen Boden gestellt werden, sodass sie jederzeit
wieder abgebrochen werden können.
Gibt es sogar Empfehlungen für den Ofenbau?
Da habe ich mir folgende Aspekte überlegt. Eine gut erreichbare Platzierung des Ofens und wenn Sie einen Kachelofen bauen,
dann wäre die Höhe der Sitzbank bei 46 cm wieder am idealsten. Bedienen Leute im Rollstuhl den Ofen, muss dem Schutz
vor Verbrennungen besondere Beachtung geschenkt werden.
Für eine komfortable Bedienung sollte das Holz auf einer Höhe
zwischen 40 und 60 cm, aber nicht am Boden gelagert werden.
Wo werden die meisten Fehler oder Unterlassungen gemacht?
Sehr oft werden Balkonschwellen falsch geplant und gebaut.
Es gibt hervorragende schwellenlose Lösungen, aber diese
müssen frühzeitig im Detail geplant werden. Im Rohbau ist es
zu spät, um noch Korrekturen in der Detailausführung anzubringen.
Altersgerechtes Wohnen kann bei der Kundenberatung auch
ein heikles Thema sein. Wie soll ein VHP-Mitglied, wenn es
für einen Badezimmerumbau angefragt wird, dieses Thema
ansprechen?
Ich würde zuerst den Komfort ansprechen. Beispielsweise ist
eine schwellenlose Dusche komfortabler und sie vergrössert optisch den Raum. Gleichzeitig hat Ihr Kunde neben einem grosszügigeren Raum auch den hindernisfreien Aspekt mitberücksichtigt. Und es kommt öfters vor, dass ältere Menschen, zum
Beispiel die Eltern, zu Besuch kommen; dann sind alle dankbar,
wenn im Badezimmer keine grossen Hindernisse einem das Leben schwer machen. Ich denke, wenn Sie als Handwerker während der Kundenberatung das Thema hindernisfreies Wohnen
ansprechen, spricht dies für Ihre Kompetenz und Ihre Sorgfalt
gegenüber einem Auftrag.
Informieren Sie sich im Internet: (www.procap-bauen.ch)
Texte français: www.vhp.ch
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SCHWELLENFREIES WOHNEN
Behindertengerechtes Wohnen –
gewusst wie!
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FOTO: PATRICK LÜTHI
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Umgebaute Nasszelle mit schwellenloser Dusche
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Hindernisfreies Bauen ist nicht nur bei Luxusüberbauungen
möglich. Werden vor der Bauphase sinnvolle Anpassungen
geplant, kann mit relativ wenig Aufwand und geringen Kosten
schwellenloses Wohnen mit vielen weiteren Annehmlichkeiten
realisiert werden. Im Bild: Schwellenloser Zugang vom
Wohnzimmer auf den Sitzplatz.
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FOTO: PATRICK LÜTHI
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SCHWELLENFREIES WOHNEN
Wer hindernisfrei baut,
baut nachhaltig
Hindernisfreies Wohnen ist kein Luxus, sondern je länger
je mehr ein gefragter Vorteil beim Wohnungsbau: altersbedingt
immer notwendiger und wenn gut geplant und bestens
ausgeführt ästhetisch und architektonisch wertvoll. Die Fotos
einer rollstuhlgängigen Wohnung in der neuen Siedlung
Leuenfeld in Oensingen im Kanton Solothurn liefern den Beweis.
TE X T: A NITA HUBER, RUTH BÜRGLER, BRIGIT TE MÜLLER
FOTOS: PATRICK LÜTH Y FÜR PROCA P
Seit dem 1. Januar 2009 ist die Norm SIA 500 Hindernisfreie
Bauten (SN 521 500) in Kraft. Sie ersetzt die Norm Behindertengerechtes Bauen aus dem Jahr 1988. Der neue Titel ist Ausdruck
dafür, dass in der Schweiz der gebaute Lebensraum allen Menschen ohne Hindernisse offenstehen muss. Das gilt für Kinder,
Erwachsene, Eltern mit Kinderwagen, ältere Menschen und
Menschen mit Behinderungen gleichermassen. Die gesamte bebaute Umwelt soll für alle leicht zugänglich und benützbar sein.
Die nachhaltige Gestaltung unserer Umwelt ist heute ein anerkanntes gesellschaftliches Ziel. Nebst dem ökologischen und
dem ökonomischen ist der soziale Aspekt der dritte Grundpfeiler einer nachhaltigen Entwicklung. Dies bedeutet konkret für
den Wohnungsbau, dass Materialien verwendet werden, die
die Umwelt nicht schädigen, also ökologisch nachhaltig sind.
Ökonomisch zahlt sich hindernisfreies Bauen aus, denn solche
Wohnungen generieren langfristig einen Mehrwert und werden vom Markt verlangt. Und sozial nachhaltig ist, dass die
Benützung der öffentlich zugänglichen Bauten und Einrichtung
und eine Mehrheit der Wohnbauten und Arbeitsplätzen für alle
möglich ist. Den Zugang und die Benutzbarkeit zu verbessern,
muss bei allen Bauvorhaben und gesetzgeberischen Massnahmen genau so selbstverständlich werden, wie das heute beim
Energiesparen der Fall ist.
Ein gutes Beispiel
Alle Bilder dieser Reportage stammen von der Siedlung Leuenfeld in Oensingen, Kanton Solothurn. Die Wohnung ist schwellenlos zugänglich und kennt weitere Vorzüge vor allem im Bad
und in der Küche. Ohne kraftraubende Verrenkungen kann die
HP DAS FACHMAGAZIN FÜR HAFNER UND PLATTENLEGER
Bewohnerin in ihrer neuen Küche vom Rollstuhl aus rüsten, kochen und backen. Auszüge, unterfahrbare Elemente, ein tief
gesetzter Kühlschrank und ein Backofen mit Schwenktüre ermöglichen gefahrloses Arbeiten. Im Bad ist eine schwellenlose
Dusche eingebaut. Anstelle der Badewanne stehen nebeneinander je eine hoch gesetzte Waschmaschine und ein Tumbler.
Elegant ist der Spiegelschrank oberhalb des Waschbeckens: Mit
einem Handgriff lässt sich der Spiegel vertikal so tief herunterziehen, dass sich die Bewohnerin auch im Rollstuhl sitzend
sehen und schminken kann. Einfach zu bedienen ist die Schiebetür mit beidseitiger Griffstange.
Frühzeitige Beratung ist wichtig
Oft vergessen Leute mit Handicap wichtige Dinge bei einer
Wohnungsbesichtigung. Die Bauberater der spezialisierten Beratungsstelle von Procap (siehe auch Interview Seite 18) empfehlen deshalb, sich vor Vertragsabschluss beraten zu lassen.
Dass dies bereits rege genutzt wird, zeigen die wöchentlichen
Anfragen bei Procap von Leuten mit behinderten Familienangehörigen oder von älteren Leuten, die Wohneigentum erwerben
oder umziehen möchten. Eine rechtzeitige Beratung wird auch
Bauinteressierten, Architekten und Handwerkern empfohlen.
Die Adressen der Beratungsstellen finden Sie unter www.procap-bauen.ch.
Quelle: Verwendung von Textteilen aus dem Artikel «Schwellenfreies Wohnen», procap magazin 3/2010.
Texte français procap magazine 3/2010: http://www.procap.ch/
uploads/media/20103_F_Hindernisfrei_wohnen.pdf_07.pdf
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Siedlung Leuenfeld in Oensingen: Hindernisfrei konzipiert und teilweise sogar komplett schwellenlos realisiert
Moderne Küche mit unterfahrbarem Korpus und schwellenlosem Zugang ins Wohnzimmer
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FUSSBODENHEIZUNG MIT GERINGER AUFBAUHÖHE
Ideal für schwellenloses Umbauen
Die Zeiten, als eine Heizung alleine für die Raumwärme verantwortlich war, sind längst passé. Eine Fussbodenheizung sollte
heute viel mehr leisten können. Für den Sanierungsbereich ist zum Beispiel eine extrem geringe Aufbauhöhe, damit die
Bodenheizung einfach und schnell installiert werden kann, notwendig. TE X T: M A RCO M A NNH A RT
Das Fussbodenheizungssystem Blanke PERMATOP bietet eine
Reihe von Eigenschaften, die auf dem Markt ihresgleichen suchen: beispielsweise eine Aufbauhöhe von nur 30 bis 35 mm.
Als Universalsystem ist diese Bodenheizung für alle Untergründe geeignet und benötigt im Gegensatz zu den meisten anderen Systemen keinen Estrich als Lastverteilschicht. Das System
besteht aus einem kombinierten Dämm- und Rohrführungselement, das zusätzlich auf der Oberseite mit Wärmeleitblechen
aus Aluminium ausgestattet ist. Hierauf folgt die hochbelastbare Belagsträger- und Entkopplungsmatte Blanke PERMAT,
auf der dann der Bodenbelag eingebaut wird. Mehrere Wochen
Trocknungszeit – und somit auch unnötige Wartezeit – werden
dadurch eingespart. PERMATOP bietet sich somit perfekt für
den Umbau- und Renovationsbereich an, kann aber auch im
Neubau eingesetzt werden. Darüber hinaus sind die speziellen
EPS-Dämmplatten bis zu 11 dB Trittschalldämmend. Der Einbau
erfolgt dabei in der Regel durch den Plattenunternehmer.
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Die wichtigsten Vorteile
• Sehr schnelle Reaktionszeit. Der Bodenbelag liegt nur 5 mm
über den Heizrohren. Dadurch wird ein sehr schnelles Regelverhalten möglich. Nach nur etwa 10 Minuten ist der
Fussboden angenehm warm.
• Niedrige Vorlauftemperaturen gepaart mit kurzen Reaktionszeiten sorgen für geringe Heizkosten. Ist deshalb auch
ideal in Kombination mit einem Speicherofen.
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Durch sehr niedrige Systemtemperaturen werden mit Wärmeerzeugern wie Wärmepumpen oder Solaranlagen hohe
Wirkungsgrade erzielt.
Mit einer entsprechenden Anlagentechnik ist jederzeit sogar eine Grundkühlung möglich!
Gewichtseinsparung von bis zu 90 kg/m2 gegenüber konventionellen Aufbauten. Dies wirkt sich positiv in der statischen Berechnung von Neubauten oder auch speziell bei
der Altbausanierung aus.
Es wird keine zusätzliche Baufeuchtigkeit eingebracht.
Es wird keine Lastverteilschicht benötigt, die einem
Schwund unterworfen ist. Keine Aufschüsselungen, die
Rissbildungen und abgerissene Silikonfugen verursachen
können. Die Trocknungszeit des Estrichbelages von über 4
Wochen kann eingespart werden.
Hohe Belastbarkeiten von 2 kN/m2 im Wohnbau und für Gewerbebauten bis zu 5 kN/m2.
Die Konstruktionshöhen von nur 30 bis 35 mm ermöglichen
vielerorts überhaupt erst eine Bodenheizung.
Kurze Bauzeit. Einen Tag nach Begehbarkeit des fertigen
keramischen Belags kann das System bereits in Betrieb genommen werden.
Freie Gestaltungsmöglichkeit bei der Festlegung der Feldbegrenzungen. Es gibt keine geschnittenen Platten mehr
inmitten der Fläche.
PERMATOP ist für praktisch alle Arten von Bodenbelägen
geeignet und ist universell einsetzbar. Es gibt nahezu keine
Einschränkungen von Materialien, Formaten und Einsatzgebieten.
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PERMATOP besteht aus einem kombinierten Dämm- und
Rohrführungselement
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Die Installation ist einfach und schnell
konventioneller
Aufbau
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Aufbau mit
PERMATOP
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TRENDS
Schöner Wohnen – mit Keramikplatten
Wohnen ist ein Ausdruck der eigenen Persönlichkeit, Individualität ist das einzige «Muss». Für die Visualisierung unserer
Ideen stehen neue Plattenkollektionen mit faszinierenden Dekors, überraschenden Effekten und harmonischen Farbpaletten
zur Verfügung. TE X T: CORINNE W EDEK IND
Natur pur lautet auch in diesem Jahr das Einrichtungsmotto
– ganz gleich, um welchen Werkstoff es sich handelt. Die Keramikfliesenhersteller sind deshalb besonders darum bemüht,
Kollektionen zu schaffen, die sich harmonisch in das Wohnambiente einfügen und das Flair der Natur auf die heimischen
Böden und Wände bringen. Ein weiterer Trend ist im Mischen
von unterschiedlichen Materialien zu finden: Platten mit Holzdekors werden mit Betonimitaten kombiniert, Tapetenmuster
auf Platten reproduziert und kühle Farben mit warmen Schat-
tierungen gemischt. In Sachen Farben sind in den aktuellen
Kollektionen nebst weichen Pastelltönen vermehrt wieder kräftige Farben wie zum Beispiel Königsblau oder ein dunkles Pink
zu finden. Kombiniert mit den Klassikern Weiss, Grau, Beige
und Braun ergeben sich wunderschöne, vor allem aber zeitlose
Kombinationen. Weiterhin aktuell bleiben in diesem Jahr alle
Weiss- und Schwarzschattierungen. Geometrisch oder verspielt
angewendet ist dieses Thema im Einrichtungsbereich nicht
mehr wegzudenken.
Prämiert
Silber für die Serie «Xeno»! Unter der Devise «Sie sind der Chef» rief die deutsche Fachzeitschrift Fliesen & Platten im Januar ihre Leserinnen und
Leser auf, die Produkte des Jahres 2011 zu küren. Die Fliesenserie «Xeno» mit dem Dekor «Kato» von Agrob Buchtal hatte es der öffentlichen Jury
besonders angetan und wurde mit dem zweiten Rang ausgezeichnet. Was nicht weiter verwundert. Die Serie überzeugt durch eine dezent geaderte
Steinoptik mit edler Anmutung. Das darauf abgestimmte Dekor setzt mit dem grafischen Streifendesign, das mit feinen Unregelmässigkeiten und
metallischen Schimmer durchzogen ist, moderne Akzente. Das Dekor lässt sich vielseitig in die Badarchitektur integrieren: zum Beispiel auch als
dreidimensionales Band mit integriertem Waschtisch.
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Natürlich
Die Serie «Danube» von Kerateam bringt dynamische Linien, elegante Kurven und sanfte Formen ins Badezimmer. Genau das Richtige für ein
sinnliches Ambiente und entspannte Wellnessmomente. Die hochwertigen Oberflächen sind in modernen Weiss- und Nude-Tönen gehalten.
www.richner.ch
Text und Fotos wurden von der Firma Richner zur Verfügung gestellt.
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Bezaubernd
«Magnifique» von Atlas Concorde zeichnet sich durch eine gewinnende
Ästhetik aus. Die Kollektion beinhaltet eine raffinierte Farbpalette
mit sechs glänzenden Farbtönen, einem spiegelnden Finish und drei
Satin-Farben. Die grossen Platten im Format 40 x 80 heben die
Eleganz der Kollektion hervor, währenddessen sich das kleinere Format
20 x 80 für spielerische Kombinationen anbietet. Eine erlesene
Auswahl an unterschiedlichen Dekoren vervollständigt diese zauberhafte Kollektion.
Luxuriös
Wer bei der Badzimmer-Einrichtung mit dem Naturstoff Holz liebäugelt, aber ungern auf die Vorzüge von Steingut und auf einen Touch von
Eleganz verzichten möchte, ist mit der Kollektion «Elder» von
Aparici gut beraten. Das Dekor wird auf weissen oder schwarzen Platten
aufgetragen und mittels PVD-Technologie mit Gold- und Silbernuancen
ergänzt.
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Ebenbürtig
Beton avanciert zum Trendsettermaterial im Architektur- und Interieur-Bereich. Als ebenbürtige Alternative hat der Feinsteinzeughersteller Atlas
Concorde die Kollektion «Evolve» entwickelt. «Evolve» ist in drei verschiedenen Oberflächen erhältlich: matt mit raffinierter Grafik, halbgeschliffen
sowie strukturiert mit dem Effekt von Betonschalungen. Acht verschiedene Schattierungen, in den Farben Grau und Beige und Braun, stehen zur
Auswahl. Für den Renovationsbereich eignet sich die Version «Linea» mit der Stärke 4,8 mm und im Format 30 x 60.
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Charmant
«Area25» von Mosaico+ ist ein umweltfreundliches Produkt, das durch Mahlen und Pressen von recyceltem Glas entsteht. Dieses äusserst resistente
Material eignet sich für den Einsatz in stark frequentierten Innen- und Aussenbereichen und strahlt dennoch die Anmut des Glasmosaiks aus.
Die leichten Dellen, die nicht ganz rechtwinkligen Steine und die daraus resultierenden ungeraden Fugen zählen zu den besonderen Charaktereigenschaften dieser ausdruckstarken Kollektion.
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Entkoppeln oder Versteifen?
Für die Verlegung von keramischen Fliesen oder Naturwerksteinplatten müssen Untergründe ebenflächig, tragfähig, frei von
durchgehenden Rissen, ausreichend oberflächenfest sowie frei
von haftungsmindernden Stoffen sein. Der Alltag beim Bauen im
Bestand sieht jedoch ganz anders aus. TE X T: JOSEF K . FELI X BERGER
Beim Fliesenleger wird der Fachmann mit vielen Fragen konfrontiert: Können auf Mischuntergründen Fliesen durchgehend
diagonal verlegt werden? Sind federnde Holzdielenböden für
eine Belegung mit Naturwerksteinen geeignet? Müssen Risse
in Estrichen zwangsläufig verschlossen werden? Bauphysikalische Komplikationen wie die unterschiedliche Wärmeausdehnung von Fliesenbelag und Estrich oder Restschwund von
jungen Estrichen kommen oft noch erschwerend dazu. Resultierende Relativbewegungen im Verbundsystem Estrich-Verlegemörtel-Fliese erzeugen Spannungen bis hin zur Zerstörung des
Haftverbundes. Als schnelle Problemlöser sind Entkopplungssysteme erhältlich. Im folgenden Beitrag werden 3 Varianten und
deren Wirkungsweise, Grenzen und Möglichkeiten diskutiert.
Variante 1:
Vollständige Entkopplung von Keramikbelag und Untergrund
Durch Einbringen einer Entkopplungsmatte zwischen Untergrund und Verlegemörtel wird der kraftschlüssige Verbund der
Systemkomponenten nahezu aufgehoben und lässt Horizontalbewegungen zwischen Untergrund und Oberbelag zu. Kräfte,
verursacht durch Temperaturausdehnung des Oberbelages oder
Schwund des Untergrundes, werden nicht übertragen und können somit keinen Schaden anrichten. Mögliche Untergründe
sind Estriche aller Art mit oberflächennahen Rissen, Altfliesenbeläge, Mischuntergründe mit Rissgefahr in den Grenzbereichen, alte, aber feste Holzdielenkonstruktionen etc.
Allerdings sind dem Einsatz von Entkopplungsmatten auch
Grenzen gesetzt. Natürlich müssen die Untergründe die zu erwartenden Verkehrslasten (DIN 1055) aufnehmen können. Das
System Untergrund-Entkopplungsmatte-Fliese muss bereits in
der Planungsphase auf die zu erwartende mechanische Beanspruchung abgestimmt werden. Hohe Punktlasten (Füsse von
Lagerregalen, Stuhlbein) können zur Durchstanzung des Keramikbelages führen.
HP DAS FACHMAGAZIN FÜR HAFNER UND PLATTENLEGER
Fliesenkleber
Entkopplungsmatte
Fliesenkleber
gerissener Estrich
Konstruktionsaufbau bei vollständiger Entkopplung
Fliesenschaden durch zu hohe
Kantenabbrüche durch zu hohe
statische Belastung
dynamische Belastung
NR. 03 2012
FA C H T E I L P L AT T E N
35
Biegebruch durch zu hohe statische Belastung
Fugenabriss durch zu hohe dynamische Belastung
Ist die statische Belastung bei dicken, weichen Entkopplungsmatten zu hoch, biegt sich die Keramikplatte zwangsläufig etwas durch. Ist dann die Fliesendicke zu gering und/oder ist die
Entkopplungsschicht zu weich, entsteht ein Biegebruch. Bei zu
hohen dynamischen Belastungen, z.B. durch das Befahren mit
Flurförderfahrzeugen, wirken insbesondere an den Fliesenkanten hohe Punktlasten und Hebelmomente, wodurch die Fliese
an der Kante in die Entkopplungsschicht eingedrückt wird und
am anderen Ende der Platte Zugkräfte entstehen. Kantenabbrüche und Fugenabrisse sind das Ergebnis. Für eine bessere Last-
verteilung ist eine Kantenlänge der Fliese von mindestens 20
cm zu wählen.
Eine gute Orientierungshilfe für die praktische Ausführung
stellt das Merkblatt «Mechanisch hoch belastbare keramische
Bodenbeläge» des Fachverbands Deutsches Fliesengewerbe
dar. Es unterteilt die mechanische Beanspruchung von Bodenbelägen in fünf Beanspruchungsgruppen (BG) und ordnet
diesen typische Anwendungsbeispiele, die maximale Punktbelastbarkeit, die erlaubte Bereifung von Flurförderfahrzeugen und die Mindestbruchkraft von Fliesen und Platten zu.
BG
Bruchkraft Fliese (N)
Pressung(N/mm2)
I
‹ 1500
II
1500 – 3000
‹2
III
3000 – 5000
2–7
IV
5000 – 8000
7 – 20
V
› 8000
› 20
Mit Hilfe der Mindestbruchkraft und der Biegezugfestigkeit
der verwendeten Fliesen bzw. Naturwerksteinplatten (beim
Hersteller erfragen!) kann die Mindestdicke der Fliese errechnet werden. Diese Berechnung ist nicht akademischer Natur,
sondern von praktischer Bedeutung, da sonst Plattenbrüche
unvermeidbar sind. Entscheidend für die Berechnung der Plattenmindestdicke ist, dass die zu erwartende mechanische
Beanspruchung des Belages, also die Beanspruchungsgruppe
(BG) richtig eingeschätzt wird.
Unter Berücksichtigung der geringen Biegezugfestigkeit mancher Naturwerksteine (z. B. Botticino Classico ß ~ N/mm²) muss
beispielsweise die Mindestdicke solcher Platten im Hoteleingangsbereich mindestens 30 mm betragen.
Die Gefahr des Aufschüsselns der gesamten Fussbodenkonstruktion durch übermässigen Schwund von dicken Mörtelbettschichten bzw. verformungsanfälligen Naturwerkstein- oder
NR. 03 2012
Anwendungsbeispiele
Wohnungsbau, Hotel
Grossküche, Kantine,
Autosalon,
Verkaufsräume
Lebensmittelbereich,
Grosshandel
Lebensmittelbereich,
Grosshandel
Montagehallen,
Lagerhallen,
Reparaturwerkstätte
Bereifung Flurförderfahrzeuge
Luft, Vollgummi, Super-Elastik
Vulkollan
Polyamid
Stahlräder
Kunstharzharzplatten ist durch den Einsatz schwundarmer
bzw. schnellabbindender Verlegemörtel vermeidbar. Bei grossen Fensterfronten ist darauf zu achten, dass ausreichend Bewegungsfugen angeordnet werden, damit sich der Keramikbelag bei Erwärmung ungehindert ausdehnen kann.
d/min:
Mindestdicke der Fliese, Naturwerksteinplatte in Millimeter [mm]
FBG:
Mindestbruchkraft der Fliese, Naturwerksteinplatte in Newton [N]
unter Berücksichtigung der erwarteten Beanspruchungsgruppe (BG)
l:
Fliesen-/Plattenlänge in Millimeter [mm]
b:
Fliesen-/Plattenbreite in Millimeter [mm]
ß:
Biegezugfestigkeit der Fliese, Platte in Newton pro
Quadratmillimeter [N/mm²]
BG:
Beanspruchungsgruppe
HP DAS FACHMAGAZIN FÜR HAFNER UND PLATTENLEGER
36
BRANCHEN-NEWS
Vollständige
HE
A D L I N E Entkopplung – 10 Praxistipps
•
Entkopplungssysteme erhöhen nicht die statische Traglast
von Böden
•
Vorsicht bei Naturwerksteinen, Biegezugfestigkeit kann sehr
klein sein
•
Untergründe müssen ebenflächig vorbereitet sein
•
Fliesengrösse muss mindestens 20 cm betragen, dadurch
werden Lasten besser verteilt
•
Entkopplungsmatte muss planeben und vollflächig aufliegen
bzw. verklebt werden, um Biegebrüche zu vermeiden
•
Schwundarme Verlegemörtel verwenden, um Aufschüsselungseffekte zu vermeiden
Muster für einen zweispaltigen
Titel Gross eines Artikel?
Dies
• System
istFliese-Entkopplungsmatte
ein Platzhalter
muss auffür
die zu einen
erwarten- Lead. Dies ist ein Platzhalter
de Beanspruchungsgruppe angepasst sein
• Anordnung von ausreichend bemessenen Bewegungsfugen, da
der Keramikbelag
in der Bewegung
nahezu
ungehindert
für einen Lead. Dies ist ein Platzhalter
für einen
Lead.
Dies
istist
• Die Fliesendicke richtet sich nach Biegezugfestigkeit der
und der erwartetenfür
Beanspruchungsgruppe
BRIGIT TE
zuMÜLLER
hoher Punktlasten oder Schlageinwirkungen
einFliese
Platzhalter
einen Lead. TE•X T:Vermeidung
REDA K TION: BRIGIT TE MÜLLER
Variante 2:
Elastische Entkopplung von Keramikbelag und Untergrund
Nach 18 Jahren
darf unsere Sektion.
Elastische
Entkopplungsmassen
werden flüssig eingebracht
und
sorgen im verfilmten
fürMitglieder
einen Verbund
zwischen
Nordwestschweiz
wieder Zustand
einmal alle
des VHP
zu einer Jahresversammlung
einladen.Durch
War 1992
noch unsere
HauptUntergrund
und Keramikbelag.
die hohe
Elastizität
der
metropole Basel
der Gastgeber, findet
nun im
elastischen
Entkopplungsmasse
(z. B.die
PCIVersammlung
Nanosilent) werden
Schwundbewegungen
vonLaufen
Betonuntergründen
beschaulichen Städtchen
statt, welchesund
seitthermische
dem KanLängenänderungen
vonzum
Oberbelägen
abgepuffert.
Andererseits
tonswechsel von 1994
zweitjüngsten
Kanton der
Schweiz,
lassen
elastische
Entkopplungssysteme
begrenzte
Hodem Kanton
Baselland
gehört. Wir ladennur
Sie eine
ein in
eine Region,
die weit mehr ist zu
rizontalbewegung
alsund
nur verfügen
ein wichtiger
über Rückstellkräfte,
Fasnachts- undsodass
Wirtschaftsstandort.
MitBelagsausdehnung
Ausstellungen wiemit
dieeinhergehenden
des Malers Vincent
eine
unkontrollierte
Fugenausbrüchen
nicht
gegeben ist. des erst kürzlich
van Gogh oder die
Kunstsammlung
Als
Verlegeuntergründe
sind
BasisBasel
von Zement,
verstorbenen
Ernst Beyeler
hatEstriche
sich dieauf
Region
europaweit einen
Asphalt,
Magnesit
etablierten
undNamen
Anhydrit,
in der
Betondecken,
Kunst- und alte
Kulturszene
Naturwerkgeschaffen.
Auch in Sachen
Bildung spielte
unsere Region
schon
stein-,
Kunststeinund Keramikbeläge,
festsitzende
Parkettbeimmerfest
eine
Vorreiterrolle.
Die Universität
Basel
feiert dieses
läge,
verschraubte
Holzspanplatten
und
Holzdielenböden
Jahr ihr 550-jähriges
Bestehen
und ist somit die
ältestevor
Univergeeignet.
Farbanstriche
und Altkleberreste
müssen
dem
Einbringen
der elastischen
Entkopplungsmasse
entfernt wersität der Schweiz.
Mit den verschiedenen
Bildungszentren
der
Fachhochschule Nordwestschweiz konnte ein kantonsübergreifender Bildungsraum geschaffen werden, der sich bewährt hat.
Dies ist ein Test für einen Titel
An der Jahrestagung 2009 in Appenzell wurden richtungsweisende Entscheide für die Zukunft des VHP gefällt und auch an
der Jahrestagung 2010 geht es darum, die Zukunft des VHP
aktiv mitzubestimmen. Nach dem Nein des SPV zur Fusion der
beiden Verbände muss sich zeigen, dass der VHP auch ohne
ein «Neues Haus» eine Zukunft haben kann. Manch einer wird
sich nach den Vorkommnissen der letzten sechs Monate rund
um den Verband die Frage gestellt haben «VHP, quo vadis?!».
Nun, eines kann mit Bestimmtheit gesagt werden. Der «Patient
VHP» liegt noch lange nicht auf der Intensivstation, wie dies
von verschiedenen Seiten versucht wurde, uns glaubhaft zu
machen. Davon kann sich jedes Mitglied in Laufen überzeugen. 2010 werden wohl die letzten «echten» Hafnerlehrlinge ihre
3-jährige Ausbildungszeit in Angriff nehmen. Eine jahrhundert
Konstruktionsaufbau
elastischer
Entkopplung
alte
Tradition neigtbei
sich
unwiderruflich
dem Ende zu, die wohl
HP DAS FACHMAGAZIN FÜR HAFNER UND PLATTENLEGER
den.
Parkettuntergründe
müssen angeschliffen
mit einem
so manchen
– mich eingeschlossen
– wehmütig und
stimmen
wird.
Industriestaubsauger
abgesaugt
werden.
Um bei
Und doch geht es darum,
den Blick
nach vorne
zusaugfähigen
richten und
Untergründen
eine Blasenbildung
Luftich
zu
nicht Vergangenem
nachzutrauern.durch
2011 aufsteigende
können, so hoffe
jedenfalls, die
der neuen Bilvermeiden
understen
einen«Ofenbauerlehrlinge»
intensiven Verbund nach
zu ermöglichen,
ist
dungsverordnung
ihre Ausbildung
eine
sorgfältige Grundierung
nötig. in Angriff nehmen. Diese
Verordnung wurde den Strukturen unserer Mitgliederbetriebe
angepasst,
was hoffentlich
dazu führen wird,
dass
unsere LehrDie
leichtverlaufende
Entkopplungsmasse
PCI
Nanosilent
eiglingszahlen
net
sich zumwieder
trittschallreduzierenden
steigen werden. Ausgleichen
Schlussendlich
undhat
Entkopjeder
Verband
peln
in einem
nur dann
Arbeitsgang.
eine Zukunft
Dasvor
zeitaufwendige
sich, wenn auch
Zuschneiden
weiterhin
Berufsnachwuchs
und
Verkleben derheranwächst,
Entkoppelungsplatten
der einmal in
entfällt,
unseredie
FussstapMasse
fen treten kann.
Nach geometrischen
18 Jahren darf unsere
Sektion
Nordwestschmiegt
sich allen
Formen
problemlos
an.
schweiz
Nach
etwa
wieder
16 Stunden
einmal alle
ist Mitglieder
die Entkopplungsmasse
des VHP zu einer
begehbar
Jahresversammlung
und
kann mit einladen.
Keramik- War
und1992
Naturwerksteinbelägen
noch unsere Hauptmetropole
versehen
Basel der Gastgeber, findet die Versammlung nun im beschauliwerden.
chen Städtchen Laufen statt, welches seit dem Kantonswechsel
von 1994 zum zweitjüngsten Kanton der Schweiz, dem Kanton
Baselland gehört. Wir laden Sie ein in eine Region, die weit
mehr ist als nur ein wichtiger Fasnachts- und Wirtschaftsstandort. Mit Ausstellungen wie die des Malers Vincent van Gogh
oder die Kunstsammlung des erst kürzlich
An der Jahrestagung 2009 in Appenzell wurden richtungsweiFliesenkleber
sende Entscheide
für die Zukunft des VHP gefällt und auch an
der Jahrestagung
2010
geht es darum, die Zukunft des VHP
elastische
Entkopplungsmatte
aktiv mitzubestimmen. Nach dem Nein des SPV zur Fusion der
beiden Verbände muss sich zeigen, dass der VHP auch ohne
ein «Neues Haus»
eine Zukunft haben kann. Manch einer wird
Grundierung
sich nach den Vorkommnissen der letzten sechs Monate rund
um den Verband die Frage gestellt haben «VHP, quo vadis?!».
gerissener
Estrich
Nun, eines kann
mit Bestimmtheit
gesagt werden. Der «Patient
VHP» liegt noch lange nicht auf der Intensivstation, wie dies
von verschiedenen Seiten versucht wurde, uns glaubhaft zu
machen, davon kann sich jedes Mitglied.
NR. 03 2012
BRANCHEN-NEWS
Variante 3:
Versteifen des Untergrundes vor der Keramikverlegung
Eine zur Entkopplung entgegengesetzte Lösungsstrategie stellt
das Versteifen, also die Erhöhung der Biegesteifigkeit von Fussböden mit Glasfaserarmiermatten in Kombination mit faserverstärkten Bodenausgleichsmassen dar.
Zuerst wird der Untergrund mit der geeigneten Grundierung
vorgestrichen. Bei Rissweiten bis 3 mm wird die PCI Armiermatte GFM ausgelegt, bevor die faserverstärkte Bodenausgleichsmasse PCI Periplan Extra zum Einsatz gelangt. Nach
Kontakt mit der alkalischen Bodenausgleichsmasse verteilen
sich die Fasern der Armiermatte im unteren Grenzflächenbereich und werden von der Bodenausgleichsmasse vollständig
umhüllt, wodurch sich die Biegesteifigkeit des Untergrundes
drastisch erhöht.
Risse bis zu 5 mm werden zuerst mit den quer zum Rissverlauf zu verlegenden Glasfasersträngen PCI Armiermatte GFS
stabilisiert. Anschliessend wird die Glasfasermatte ausgelegt
und darauf die faserarmierte Bodenausgleichsmasse in einer
Schichtdicke von 5 bis 30 mm aufgebracht. Auch bei dieser
Variante muss die Tragfähigkeit des Untergrundes den späteren
Verkehrslasten Genüge tun. Es versteht sich von selbst, dass
bauteildurchgängige Risse nicht versteift werden können.
Die Durchbiegung von Holzdielen darf max. 0,3 % des Abstan-
37
des der Balkenauflage betragen. Massivholzuntergründe müssen vor dem Grundieren angeschliffen und gründlich abgesaugt
werden. Fugen, Risse und Löcher in Holzfussböden sind zu
schliessen, damit die selbstverlaufende Bodenausgleichsmasse nicht versickert.
Das System bewährte sich u. a. bei der Sanierung der zahlreichen Altböden des Landtagsgebäudes in Saarbrücken. Die
technische Herausforderung lag einerseits in der erheblichen
Durchbiegung der Balkenlagen der Holzböden, die ausgeglichen und versteift werden mussten, und in der geringen statischen Belastbarkeit der Decken, sodass nur geringe Aufbauhöhen realisiert werden konnten.
Die Systeme im Überblick
Der Einsatz von Bahnen und Matten zur Entkopplung und von
Glasfasergelegen zur Versteifung von Untergründen ermöglicht
zum einen das sichere Verlegen von Fliesen- und Naturwerksteinbelägen auf kritischen Altbauuntergründen und zum anderen einen schnellen Baufortschritt. Entkopplungsmatten bieten
oft noch Zusatznutzen, wie Verringerung des Trittschalls, grössere Gestaltungsfreiheiten in der Anordnung von Bewegungsfugen, wärmer gefühlte Keramikbeläge und höhere Effizienz von
elektrischen Fussbodenheizungen durch Verringerung der Wärmeleitfähigkeit in den Untergrund. Entkopplungsmatten und
Fliesenkleber
Bodenausgleichsmasse
Einzelfasern
Glasfasermatte
Glasfaserstränge
Grundierung
gerissener Estrich
Rissweite bis 5 mm
Konstruktionsaufbau bei Versteifung des Untergrundes mit Glasfasergewebe
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NR. 03 2012
BRANCHEN-NEWS
Versteifungssysteme sind Sonderlösungen, die zwar Stand der
Technik sind, aber noch keine allgemein anerkannten Regeln
der Technik darstellen. Somit ist gemäss Werkvertragsrecht der
Auftraggeber im Vorfeld der Baumassnahme darüber aufzuklären.
Massnahmen
Die Zuordnung der PCI Produktsysteme zu den einzelnen
Beanspruchungsklassen erfolgte nach messtechnischen
Prüfungen und enthält einen Sicherheitsfaktor von 100%.
Untergrundvoraussetzungen
max.
Beschaffenheit
Alter
max. Rissweite resp.
Höhenversatz1
Beanspruchungs-
PCI Pecilastic
eben
egal
Oberflächenrisse
II
dünnschichtiges Entkopplungsgewebe mit
nur 1 mm Aufbauhöhe
PCI Polysilent
eben
egal
2/1 mm
II
Entkopplungsmatte mit
zusätzlicher Trittschallreduzierung
PCI Seccoral
eben
egal
1/1 mm
III
PCI Nanosilent
egal
egal
1/3 mm
III
Ausgleichen, Entkoppeln, Trittschallreduktion in einem Arbeitsgang
IV
Versteifen des Untergrundes mit Rissüberbrückung/Rissfixierung
Belegen von vorher
federnden Holzböden
mit Keramik für hohe
mechanische Punktbelastung
Produkte
gruppe (BG)
Vollständige
Entkopplung
Elastische
Entkopplung
Versteifen
1
39
PCI Periplan exta
PCi Armiermatte GFM
PCI Amiermatte GFS
egal
alt
5/3 mm
Nutzen
Hauptanwendung
Belegung junger Estriche und Betonuntergründe mit keramischen
Fliesen
Angabe nur für Risse ohne weitere Bewegung
Prof. Dr. Josef K. Felixberger ist seit 10 Jahren Leiter Anwendungstechnik der PCI Augsburg GmbH. Er ist Vorstand bei der Qualitätsgemeinschaft
Deutsche Bauchemie (QDB) und im Industrieverband Dichtstoffe IVD sowie Obmann für den Bereich Mörtelsysteme innerhalb der Deutschen Bauchemie.
Darüber hinaus ist er Dozent an der Staatl. Universität St. Petersburg, Russland.
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42
SERVICE
NUNNAUUNI: NEUHEITEN 2012
Ein Herz aus Speckstein
Der finnische Specksteinofen-Hersteller NunnaUuni präsentiert
eine massgebliche Innovation – den Injektorkamin:
einen leichten, modernen Speicherofen, der als Ergänzung zur
Zentralheizung eingesetzt werden kann.
Äusserlich präsentiert sich der Speicherofen im modernen Kleid
aus Stahl, in unterschiedlichen Farben, im Inneren setzt NunnaUuni auf Bewährtes: Der Injektorspeicher besteht aus den
Rauchzügen, die in unmittelbarer Nähe von Mammutti-Speckstein umgeben sind. Diese Anordnung ermöglicht es, die Wärmeenergie der heissen Rauchgase, die in den Zügen aufsteigen,
schnell und effektiv auf den Speckstein zu übertragen. Hier wird
die Wärme effektiv gespeichert und kontinuierlich über einen
langen Zeitraum an den Aufstellraum abgegeben. Dazu muss
der Speicherofen lediglich etwa zwei Stunden angeheizt werden. Danach gibt er bis zu 18 Stunden lang Wärme ab, ohne
dass nachgeheizt werden muss.
Injektorkamin Centus 1
Injektorkamin Genius 1
HP DAS FACHMAGAZIN FÜR HAFNER UND PLATTENLEGER
Der Injektorkamin verbrennt in zwei Stunden etwa zehn Kilogramm Holz mit heller und grosser Flamme. Er erreicht beim
Verbrennen einen Wirkungsgrad von 84 Prozent. Dieser Wert
wird zum einen aufgrund der hohen Temperatur in der Feuerkammer erreicht, bei der das Holz bei 800 bis 1200 Grad Celsius
verbrennt. Zum anderen profitieren die Besitzer des Kamins von
der Tatsache, dass die in den Abgasen enthaltene Wärmeenergie vom Speckstein gespeichert wird und nicht ungenutzt über
den Schornstein entweicht. Dorthin gelangen die Gase mit einer Temperatur von lediglich 250 bis 300 Grad Celsius.
Die Verbrennungsluft kann direkt von aussen zugeführt werden
und gewährt somit auch beim Einsatz von Lüftungssystemen
einen störungsfrei Betrieb und einen sauberen Holzabbrand.
Die von aussen zugführte Luft kühlt somit auch den Raum nicht ab.
Technik des Injektorspeichers:
• Grundlage ist die Erfindung/Patentantrag 122079 des Injektorspeichers:
• grosse Wärmeübertragungsfläche: 8 Speicherflächen
• Der Ansaugstutzen des Injektors verteilt die Rauchgase
gleichmässig auf die vier Rauchzüge des Specksteinspeichers.
• Der Wärmeübergang in die Speichereinheit wird durch die
patentierte Rauchkanallösung und die hohe Wärmeleitfähigkeit des Mammutti-Specksteines sowie des Stahls sichergestellt.
NR. 03 2012
SERVICE
•
•
43
Die Steinmasse im Inneren wird sehr heiss und speichert ein
Vielfaches der Wärmeenergie, welche im Vergleich dazu im
Oberflächenmaterial herkömmlicher Kamine gehalten werden kann.
Die Bauweise gewährleistet einen konstanten Wärmestrom
in den vier Rauchkanälen des Speichers.
Diese neuen Modelle sind ab Herbst 2012 erhältlich.
Der Ansaugstutzen des Injektors (a) verteilt die Rauchgase
gleichmässig auf die vier Rauchzüge (b) des Specksteinspeichers. Die Hitze der in den Rauchzügen strömenden Rauchgase
tritt an allen vier Seiten schnell in den Speckstein-Speicherkern
(c) sowie über dessen grossen Stahlmantel (d) in die umliegenden Speichersteine (e) ein. Der patentierte Aufbau des Speichers, seine extrem grosse Absorptionsfläche sowie die guten
Wärmeübertragungseigenschaften des Stahlmantels und der
Mammutti-Specksteine gewährleisten eine effektive Speicherung der Wärmeenergie im Injektorkamin. Die gespeicherte
Wärme wird langzeitig in den Raum abgegeben.
Für weitere Informationen wenden Sie sich an einen der
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www.schochofen.schwellbrunn.ch
Sikken + Sikken AG
6331 Hünenberg
www.sikken.ch
Stieger Ofenbau AG
9450 Altstätten
www.stiegerofenbau.ch
Swisskeramik AG
6060 Sarnen
www.ruegg-cheminee.com
TermaTech AS
DK-8361 Hasselager
www.termatech.com/dk
Tiba AG
4416 Bubendorf
www.tiba.ch
TL Tech GmbH
8235 Lohn
www.tl-tech.ch
Tonwerk Lausen AG
4415 Lausen
www.tonwerk-ag.com
Tonwerk Lohn AG
8235 Lohn
www.tonwerk.ch
NR. 03 2012
HP DAS FACHMAGAZIN FÜR HAFNER UND PLATTENLEGER
46
SERVICE
Impressum
HERAUSGEBER
Verband Schweizerischer
Hafner- und Plattengeschäfte
Solothurnerstrasse 236
Postfach, 4603 Olten
Tel. 062 205 90 80
Fax 062 205 90 89
E-Mail: info@vhp.ch
www.vhp.ch
VERLAGSLEITUNG
Martin Pfister
REDAKTION
Brigitte Müller
www.muellertext.ch
GESTALTUNG
Silvan Miro Banz
Dietschi AG Druck&Medien
Olten
DRUCK UND VERSAND
Dietschi AG Druck&Medien
4600 Olten
Tel. 062 205 75 75
Fax 062 205 75 00E
ERSCHEINUNGSWEISE
Sechsmal jährlich
INSERATE
ANLASS / WEITERBILDUNG
ORT
Verband
Jahrestagung VHP
Klausurtagung
FTK mit der TK des SKMV
Vorstandssitzung 4/2012
Vorstandssitzung 5/2012
Sektionspräsidentenkonferenz, Herbst
Sektion Ostschweiz, Herbstversammlung
FTK
Vorstandssitzung 6/2012
Thun
noch offen
Aarau
noch offen
noch offen
Froburg
noch offen
Froburg
noch offen
Fachschule Froburg
Fachlehrersitzung
Froburg
06.07.12
Kurse und Seminare
«Workshop mit Farben, Formen und Modellen mit
Erich Chiavi, Gestalter und Coach»
Brandschutz in Holzbauten
Froburg
Froburg
14.09.12
16.11.12
Berufsinfomessen
Berner Ausbildungsmessen
Ostschweizer Bildungs-Ausstellung OBA
Berufsmesse Schaffhausen
BIM Aareland
Berufsmesse Thurgau
Basler Berufs-Weiterbildungsmesse
Fiutscher
Berufsmesse Zürich
Bern
St.Gallen
Schaffhausen
Olten
Weinfelden
Basel
Chur
Zürich
23.08.–27.08.2012
31.08.–04.09.2012
13.09.–15.09.2012
19.09.–21.09.2012
20.09.–22.09.2012
18.10.–20.10.2012
06.11.–11.11.2012
20.11.–24.11 2012
Zürich
30.08.–02.09.2012
ETH Zürich
Zürich
Solothurn
Luzern
D-Stuttgart
St. Gallen
Bern
Bern
13.09.–14.09.2012
14.09.12
21.09.–30.09.2012
04.10.–07.10.2012
09.10.–12.10.2012
11.10.–21.10.2012
08.11.–11.11.2012
08.11.–11.11.2012
Messen
43. Bauen + Modernisieren
Forschen für den Bau im Kontext von
Energie und Umwelt
12. Holzenergie-Symposium
HESO
Bauen + Wohnen
Interbad
OLMA
Schweizer Hausbau- und Energie-Messe
Suissehome (Wohnen und Ambiente)
DATUM
15.06.–16.06.2012
09.08.12
24.08.12
06.09.12
16.10.12
09.11.12
23.11.12
23.11.12
28.11.12
VHP Verband Schweizerischer
Hafner- und Plattengeschäfte
(Adresse siehe Herausgeber)
ABONNEMENTSPREISE
Inland CHF 51.–
(inkl. 2,5% MWSt.)
Ausland CHF 100.–
(inkl. Versandkosten)
HP 4 2012
Anzeigeschluss
Montag, 2. Juli 2012
erscheint am
2. August 2012
Inserentenverzeichnis
Asko Handels AG, Widnau
Asko Handels AG, Widnau
Atelier Bernet, Erlenbach
Basten Air-Systeme AG, Interlaken
Bertrams-Sabu AG, Laufen BL
Comedil SA, Grancia
Feuer-Design, Seewen
Ganz Baukeramik AG, Embrach
Hafnertec Bicker GmbH, A-Ybbs
hama GmbH, Arbon
Holzenergie Schweiz, Zürich
Kapyfract AG, Schlatt
Keramikatelier Fluri, Bellach
Kleining GmbH, D-Gronau
Lithofin AG, Ehrendingen
Lohner Ziegelei AG, Lohn
Ludwig Maurer AG, Gümmenen
HP DAS FACHMAGAZIN FÜR HAFNER UND PLATTENLEGER
S. 47
S. 16
S. 06
S. 08
S. 16
S. 38
S. 32
S. 38
S. 44
S. 32
S. 06
S. 08
S. 44
S. 32
S. 06
S. 47
S. 44
MGS Naturstein AG, Ehrendingen
Niederberger + Co. AG, Kriens
Ohnsorg Söhne AG, Steinhausen
PCI Bauprodukte AG, Zürich
Richner BR Bauhandel AG, Zürich
Rosset Technik AG, Sempach
Schoch Walter, Schwellbrunn
SUVA, Luzern
H. Tanner, Thayngen
Tonwerk Lohn AG, Lohn
S. 38
S. 44
S. 06
S. 02
S. 08
S. 16
S. 47
S. 48
S. 16
S. 06
Stelleninserate:
Gempeler Ulrich GmbH, Schmitten
Tiro Naturofen AG, St. Gallen
S. 39
S. 39
Kleininserate
S. 11
NR. 03 2012
NR. 03 2012
HP DAS FACHMAGAZIN FÜR HAFNER UND PLATTENLEGER
Prüfen Sie vor 1990 erstellte Umbauobjekte
auf Asbest.
Stoppen Sie bei Gefahr die Arbeit. Auch Ihrer Familie zuliebe. Obwohl Asbest in der
Schweiz verboten ist, kommt der Werkstoff bei Gebäuden mit Baujahr vor 1990 noch häufig
vor. Verhindern Sie Asbestfreisetzungen durch Umbauarbeiten. Denn bereits geringe Mengen
Asbestfasern in der Luft können tödliche Folgen haben. Keine Arbeit ist so wichtig, dass man
dafür sein Leben riskiert. www.suva.ch
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Seele and Geist
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