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Keine Region wächst so stark wie Kiel

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MITTWOCH, 3. JULI 2013 · NUMMER 152 · 27. WOCHE · 1,30 €
AUS DER REGION
Feuchtes Wetter macht den
Bauern zu schaffen
Hartz IV: Kiel droht
Mietkostenlawine
Kiel. Wie viel Geld muss
das Jobcenter Hartz-IVEmpfängern in Kiel für ihre Wohnungen zahlen? Das
muss das Landessozialgericht in Schleswig klären.
Landeshauptstadt · Seite 18
Hamburg/Kiel. Die HSH
Nordbank gibt ihr klassisches Privatkundengeschäft
ab. Insgesamt 10 000 Kunden, 3000 davon in der Region Kiel, sollen zur Hamburger Sparkasse und zur Förde
Sparkasse wechseln, haben
die drei Institute vereinbart.
Die Landesbank erfüllt damit Auflagen der Europäischen Union.
Seite 7
Schulprojekt: Zu wenige
Plätze für junge Mütter
Kiel. Beim Schulprojekt
des Vinetazentrums holen
junge Mütter den Abschluss nach. Das Interesse
am Vorzeigemodell ist größer als die Zahl der Plätze.
Kiel lokal · Seite 21
Schlechtes Wetter,
schlechte Zahlen
Das feucht-kühle Wetter der vergangenen
Wochen bereitet den Landwirten in Schleswig-Holstein Sorge, dass ihre Ernte deutlich
geringer als erwartet ausfällt. Frühjahr und
Urmel und andere Stars der
Augsburger Puppenkiste
sind zu Gast in Lübeck
Kultur · Seite 16
Ermittlungen nach
Herbizid-Einsatz
Kiel. Beim Einsatz von
Herbiziden entlang der
Schwentinebahn wurden
in Kiel offenbar die Gärten
der Anwohner von einer
Giftwolke getroffen.
Landeshauptstadt · Seite 20
Lokalteil
Jürg Krebs aus Zürich nimmt
sein Segelboot „Celine“
immer mit in den Urlaub
Landeshauptstadt · Seite 19
WETTER
Vereinzelt Schauer und Gewitter
18 bis 23 Grad
INHALT
Wirtschaft ...........................6-8
Wetter/Rätsel .........................9
Weltspiegel...........................10
Schleswig-Holstein..........11-13
Sport ...............................14/15
Kultur....................................16
Tipps und Termine................17
Kiel ..................................18-20
Roman..................................19
Szenen........................Lokalteil
Fernsehen...................Lokalteil
Fotos: Spatzek, Behling
Frühsommer waren viel zu kalt für wärmeliebende Kulturen, heißt es aus der Landwirtschaftskammer. Tristan Monden, Auszubildender auf Hof Steffen in Muxall, hat in einem
Erbsenfeld Läusebefall festgestellt. Aber es
gibt Licht am Horizont: Das Azorenhoch Walpurga ist auf dem Weg zu uns und soll für
Sommerwetter sorgen. Seite 13 Foto JKK
Keine Region wächst
so stark wie Kiel
Auch Neumünster und Segeberg gewinnen Einwohner – Plön verliert
Kiel. Schleswig-Holstein wächst: Nach Angaben des
Statistikamtes Nord leben derzeit 2,806 Millionen
Menschen im nördlichsten Bundesland, das sind 4265
mehr als im Vorjahr. Das größte Plus verzeichnet dabei die Landeshauptstadt Kiel mit 2199 Einwohnern.
Von M. Drexler und U. Christen Freude über den Vorsprung
auch vor den starken Kreisen
Die gestern veröffentlichten am Hamburger Rand groß.
Zahlen zum 31. Dezember Die Zahlen beweisen nach
2012 beruhen auf den neuen Einschätzung von OberbürErgebnissen des Zensus 2011. germeisterin Susanne GaschDanach zeichnet sich ein sehr ke (SPD), wie attraktiv Kiel
unterschiedliches Bild in ist. Die Stadt profitiere vor alKreisen und kreisfreien Städ- lem vom Zuzug Studierender
ten ab. Sieben Kreise legten und von Erwerbstätigen, erzu, darunter Kiel (jetzt klärte sie: Dafür sorgten die
Hochschulland239 866 Einwohner), gefolgt exzellente
von den weiteren Spitzenrei- schaft und der stabile, vertern, den Kreisen Stormarn lässliche Arbeitsmarkt. Auch
und Pinneberg. Ebenfalls ge- finanziell rechnet sich der Zuwannen Neumünster (76 951 wachs für Kiel: Jede NeubürEinwohner) und der Kreis Se- gerin und jeder Neubürger
geberg (261 988 Einwohner), stehen nach Angaben der
aber nur leicht. Acht Kreise, Stadt für etwa 958 Euro Fidarunter Plön (126 721), ver- nanzausgleichsmittel, die pro
loren Bürger, am stärksten Kopf und pro Jahr der Stadtsank danach die Bevölkerung kasse zugute kommen.
Ein Glückwunsch kam von
in Schleswig-Flensburg (minus 810), Nordfriesland (mi- Ministerpräsident Torsten Alnus 792) und Rendsburg- big (SPD), der herausstrich,
dass Kiel eine junge Stadt mit
Eckernförde (minus 788).
In der Stadt Kiel war die starken Hochschulen sei. Sein
Fazit: „Kiel muss sich nicht
verstecken, auch nicht vor
Hamburg.“ Die Hansestadt
ist die große Gewinnerin: Sie
verzeichnet gegenüber dem
Vorjahr einen Zuwachs von
mehr als 16 000 Frauen und
Männern auf jetzt 1,734 Millionen.
Als einen Grund für den Anstieg nennt Ulrich Hußing
vom Statistikamt Nord die
Zuwanderung aus Osteuropa
sowie den EU-Krisenländern
Portugal, Spanien, Italien und
Griechenland. Kiel liege mit
Wanderungsgewinnen
im
Bundestrend: „Die größeren
Städte haben ein dickes Plus.“
Im Gegensatz zu Hamburg
übersteigt in Kiel wie im gesamten Bundesland die Zahl
der Todesfälle die der Geburten. 2011 wurden 22 003 Kinder in Schleswig-Holstein geboren, während 31 441 Frauen
und Männer starben. 51,3 Prozent der Schleswig-Holsteiner sind nach den neuen Statistiken weiblich. 4,5 Prozent
der Bürger haben einen ausländischen Pass.
Kommentar Seite 2
Kiel. Sind studentische Hilfskräfte (Hiwis) Auszubildende? Schleswig-Holsteins Wissenschaftsministerin
Waltraud Wende (parteilos) sagt
Ja und meint daher, dass der
von der rot-grün-blauen Landesregierung geplante Mindestlohn von 9,18 Euro pro
Stunde für sie nicht gelten
soll. Studentische Hilfskräfte
(ohne Abschluss) verdienen
Nächster Lisicki-Coup
Das Wimbledon-Märchen von TennisProfi Sabine Lisicki geht weiter. Einen
Tag nach ihrem Triumph gegen die Weltranglistenerste Serena Williams bezwang die Deutsche Kaia Kanepi (6:3,
6:3) und steht zum zweiten Mal im Halbfinale des Klassikers. Seite 15 Foto dpa
an der Kieler Universität derzeit neun Euro die Stunde.
Wendes Haltung empört die
Studierenden-Vertreter der
Kieler Universität. Die chronische Unterfinanzierung der
Hochschulen dürfe nicht auf
die studentischen Beschäftigten abgewälzt werden, von
denen viele das Geld für ihren
Lebensunterhalt
dringend
bräuchten.
Seite 18
Hohe Tiere besuchen kleine Tiere
Regierungschef Torsten Albig
(SPD) und seine Ministerriege
haben sich gestern „tierisch“
amüsiert: Am Rande der Kabinettssitzung im Tierpark Warder
blieb Zeit für Streicheleinheiten,
hier Robert Habeck (Umwelt), Al-
Russland abgelehnt: Ex-Geheimdienstler bittet 21 Länder um Asyl
Berlin/Moskau. Deutschland hat das
Aufnahmegesuch des ehemaligen USGeheimdienstmitarbeiters
Edward
Snowden abgelehnt. „Die Voraussetzungen für eine Aufnahme liegen nicht
vor“, teilte das Auswärtige Amt gestern Abend in Berlin mit. Snowden,
der sich in Moskau aufhält, hatte per
Fax einen Asylantrag an die deutsche
Botschaft in Moskau geschickt. Nach
deutschem Recht können Flüchtlinge
politisches Asyl nur auf deutschem
Boden beantragen, Snowden müsste
dafür zunächst nach Deutschland gelangen. Aus dem Ausland möglich gewesen wäre aber eine Aufnahme aus
humanitären Gründen oder bei Vorliegen eines „politischen Interesses“ der
Kiel. Der Tourismus in
Schleswig-Holstein startete
holprig ins Jahr. Vier Prozent
weniger Gäste als im Vorjahr
kamen von Januar bis Ende
April in den Norden. Grund:
schlechtes Wetter. Für die
nächsten Monate ist die
Branche wenig zuversichtlich, zeigt eine Umfrage der
Industrie- und Handelskammer. Experten sehen strukturelle Probleme.
Seite 6
Streit um Vergütung für Hiwis
Berlin will Snowden nicht
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HSH Nordbank
trennt sich von
10 000 Kunden
Bundesrepublik. Der flüchtige IT-Experte hatte enthüllt, dass der britische
und der US-Geheimdienst im großen
Stil Internetkommunikation auch europäischer Nutzer überwachen.
Snowden bat laut Enthüllungsplattform Wikileaks in 21 Ländern um Asyl,
13 europäische und sechs lateinamerikanische Staaten sowie China und Indien. Seinen Antrag in Russland zog er
zurück. Grund waren die Bedingungen, die Präsident Wladimir Putin genannt hatte. Snowdens Vater wandte
sich gestern in einem offenen Brief an
seinen Sohn. Er nannte dessen Handeln tapfer und ehrenwert und hob ihn
auf eine Stufe mit den US-Freiheitskämpfern des 18. Jahrhunderts. Seite 3
big, Anke Spoorendonk (Justiz)
und Waltraud Wende (Schule).
Hinter verschlossener Tür wurde
es jedoch politisch: Die Regierung will den Denkmalschutz
Seite 11
umkrempeln.
Foto Eisenkrätzer
Alte Schinken in
anonymen Paketen
Wer kennt einen wohl über 80-Jährigen, der schon lange wertvolle, alte
Bücher hortet, neuerdings anonyme
Pakete verschickt und zum Dichten
neigt? Diesen Mann bitte der Polizei
melden! Er soll die Schinken aus dem
16. und 17. Jahrhundert seinerzeit aus
einer Pfarrbücherei „ausgeliehen“ zu
haben. Nun zeigt der Entwender späte
Reue und sendet sie peu à peu an einen
Pfarrer im fränkischen Roßtal zurück.
Samt Vers: „Es sind an die 50 Jahr',
dass ich ausgeliehen war, hatte dort
ein gutes Leben, nicht so wie in Roßtal
eben.“ Die Polizei geht von einem früheren Vikar oder Ex-Studenten aus.
Unklar ist, welche Gefahr von ihm
ausgeht. Er dürfte gebildet sein. ha
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Seele and Geist
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