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1 Eisspeicher – «Heizen mit Eis, wie soll das - KWT - Viessmann

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auf den punkt
2 2012
1
Group
auf
den punkt
Das KWT-Magazin für Mitarbeiter und Kunden
Eisspeicher – «Heizen mit Eis, wie soll das funktionieren?»
Polen als Wärmepumpenmarkt – Wir stellen zwei Projekte vor
Förderprogramme – Wo gibt es welche Unterstützung
Ein Erfahrungsbericht – Projektwoche der Viessmann-Auszubildenden in Münchhausen
2
auf den punkt
Editorial
Liebe Leserinnen und Leser,
Geschätzte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
Daniel Trüssel
Sie halten die 2. Ausgabe 2012 unseres beliebten Kundenmagazins in den
Händen und das Jahr neigt sich rasend schnell dem Ende zu.
Letztes Jahr hatten wir mit der Lancierung der Vitocal 300-G Pro einen grossen
Schritt in Richtung serienfähiger Geräte gemacht und mit dem Produkt einen
Riesenerfolg im Markt erzielt. Die Maschine setzt in dieser Leistungsklasse in
Bezug auf Effizienz, Preis / Leistung sowie Schallemmissionen neue Massstäbe, was Planer, Installateure und Anlagebetreiber gleichermassen schätzen.
Die Wärmepumpe ist in sieben Modellen erhältlich und findet sowohl in der
Schweiz als auch im Export reissenden Absatz. Die jährlichen Wachstumszahlen
bewegen sich anhaltend im dreistelligen Prozentbereich.
Neu ist eine Wasser / Wasser-Ausführung erhältlich, welche mit einem Rohrbündel-Wärmetauscher ausgerüstet ist und direkt mit Grund- oder Obenflächenwasser durchströmt werden kann. Diese Konstruktion spart bei der Installation
wesentlich an Aufwand und belohnt mit hervorragenden Effizienzwerten im
Betrieb.
Beflügelt von diesen Erfolgen haben unsere Entwickler unter der Leitung von
Jörg Mucke sogleich die nächste Standardisierung angepackt und wir sind stolz,
Ihnen hier die neue Hochtemperatur-Wärmepumpe der Baureihe Vitocal 350-G
Pro vorstellen zu dürfen.
Diese Eigenentwicklung entspricht in allen Teilen unserer Philosophie und unterstützt den anhaltenden Trend zu technisch hochstehenden und standardisierten
Produkten.
Impressum
Redaktionsteam
Erich Hirsig
Salvina Spina
Marc-Alain Balsiger
Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen und frohe Festtage über den Jahreswechsel.
René Steiner
Kontakt
Daniel Trüssel
KWT Kälte-Wärmetechnik AG
Redaktionsteam
Rütimoosstrasse 5
3076 Worb SBB
Telefon 031 818 16 16
redaktion@kwt.ch
Gestaltung und Druck
AST & FISCHER AG
3084 Wabern
www.ast-fischer.ch
neutral
Drucksache
No. 01-12-596693 – www.myclimate.org
© myclimate – The Climate Protection Partnership
auf den punkt
3
Inhalt
4
Nachhaltige IT
12
Eisspeicher
16
Neue Prüfnorm
20
Förderprogramme
25
Projektwoche
Referenzen
Nachhaltige IT
Heizungssanierung mit Eisspeicher
Geotermia Mazowiecka
GEOPARK Kielce
4
8
10
11
Produkte
Vitocal 300-W Pro
12
Fachwissen
Neue Prüfnorm für Wärmepumpen
F & E bei KWT
Energieeffizenzpumpen
Förderprogramme
14
16
18
20
Verschiedenes
Monitor Photovoltaikanlage
21
Lehrlinge
Projektwoche der Viessmann-Auszubildenden
22
Personal
Jubiläen 2013
Wichtige Termine
Mitarbeiterporträt Thomas Blatter
26
26
27
4
auf den punkt
Referenzen
Nachhaltige IT
Die e-support ag in Muri bei Bern bietet mit einem handverlesenen Spezialistenteam komplette
­IT-Lösungen für kleine und mittelgrosse Betriebe an. Gründer und Inhaber Christian Zimmermann hat sich
2008 beim Erwerb der Liegenschaft für den Geschäftssitz auf die Fahnen geschrieben, das Gebäude energetisch zu sanieren und künftig sein Geschäft auch nach ökologischen Gesichtspunkten zu betreiben.
Das Gebäude in der Muriger Elfenau stammt aus den
1950er-Jahren und wurde bislang mit einem konventionellen Oelkessel und Radiatoren beheizt. Das
Zweifamilienhaus hat Christian Zimmermann im Erdgeschoss zum Geschäftssitz für seine Unternehmung
umgestaltet und im ersten Geschoss seine private
Wohnung eingerichtet. Heute arbeiten und wohnen
in dem Haus rund 15 Personen. Von Beginn an war
ihm klar, dass er das Gebäude energetisch soweit sanieren und ausbauen wird, dass die benötigte Energie möglichst sinnvoll eingesetzt und rückgewonnen
wird. Aus einem früheren Badezimmer wurde der
Serverraum und mit der von KWT installieren Serverraumkühlung der Grundstein für ein umfassendes
Energiekonzept gelegt. Parallel zum bestehenden
Oelkessel wurde im kleinen Heizungsraum ein 800 Liter fassender Speicher mit Frischwassersystem eingebaut, welcher mit der Abwärme der Serverraumkühlung erwärmt wird und das Brauchwarmwasser
für das ganze Gebäude aufbereitet. Kurze Zeit darauf
wurde im Weinkeller eine Kühlanlage in Betrieb genommen, welche mit dem selben Kühlaggregat betrieben wird und für gleichbleibende Temperaturen
über das ganze Jahr sorgt.
Erdsonden als saisonaler Energiespeicher
Um im Sommer die überschüssige Abwärme zwischenzulagern und später nutzen zu können, hat
sich Christian Zimmermann im Herbst 2010 dazu
entschieden vor seinem Haus drei Erdsonden mit je
110 m Länge zu verteufen, die während einer Übergangsfrist als «Kühlrippen» für das Kühlaggregat genutzt wurden. Bereits hier war aber klar, dass nach
der nächsten Heizperiode der Oelkessel demontiert
auf den punkt
5
Die PV-Anlage ist auf drei Dachflächen installiert.
6
auf den punkt
und durch eine Erdsondenwärmepumpe ersetzt werden soll, welche die gespeicherte Abwärme in den
Sonden zurückholt und für die Beheizung des Gebäudes nutzt. Dieser Schritt wurde im Sommer 2012 realisiert und die energetische Sanierung des Gebäudes
damit abgeschlossen.
Strom aus eigener Produktion
Eine Idee liess Christian Zimmermann von Beginn
weg nicht los: Die Produktion von eigenem Solarstrom auf dem Dach des Hauses. Er betrachtet die
Photovoltaikanlage als Teil des Gesamtkonzepts und
sieht darin eine gute Möglichkeit, mit dem Gebäude
Der rechte Längsteil stammt aus 1954, der linke Querbau aus 1967.
zumindestens im Sommer weitgehend energieautark zu wirtschaften. So wurde im Frühjahr 2012 eine
Photovoltaikanlage mit gesamthaft 113 m2 Fläche
und einer maximalen Leistung von 17.85 kWp auf
drei verschiedenen Dachflächen (Süd, West und Ost)
realisiert. Dieser Schritt erfolgte in Kombination mit
einer kompletten Dachsanierung (Dachhaut, zeitgemässe Isolation und ein neues Unterdach). Vorausgegangen war den Massnahmen eine eingehende
Analyse der Situation (GEAK, Thermographie).
Zuvor waren in 2010 alle Fenster auf der Nordseite
ersetzt, eine neue Eingangstüre montiert und die Kellerdecke gedämmt (100 m2) worden.
auf den punkt
Vergleicht man den Stromverbrauch der letzten vier
Jahre, so fällt auf, dass der Verbrauch im Hochtarif
von 2008 auf 2009 zunächst stark ansteigt, um danach in 2012 wieder markant zu fallen.
Der Anstieg ist mit der Aufnahme der Geschäftstätigkeit im früheren Wohnhaus und den dadurch
installierten Computern und Servern zu begründen.
Der anschliessende Rückgang beim Hochtarifstrom
konnte durch gezielte Massnahmen wie effizientere
Server und Computer, Beleuchtung und andere Verbraucher erreicht werden- und das bei steigender
Mitarbeiterzahl.
Für die kommende Heizperiode wird der Stromverbrauch nochmal merklich zunehmen, da künftig die
Wärmepumpe die Beheizung des Gebäudes übernimmt. Auf der Habenseite steht allerdings die Einsparung von rund 3600 Litern Heizöl pro Jahr, die
komplett substituiert werden.
Stromverbrauch der letzten vier Jahre
Jahr
April bis September
Hochtarif Niedertarif
2012
7402 kWh
3774 kWh
2011
6206 kWh
4939 kWh
8477 kWh
4185 kWh
2010
9390 kWh
4939 kWh
9772 kWh
4823 kWh
2009
8836 kWh
4808 kWh
9250 kW
4416 kWh
4812 kWh
2262 kWh
2008
Die Photovoltaik-Anlage hat im Sommerhalbjahr gut
drei Viertel des benötigen Stroms erzeugt. Sobald
die Wärmepumpe in Betrieb ist, wird sich der Selbstversorgungsgrad der Anlage übers Gesamtjahr auf
ca. 50 % belaufen. Das sind beachtliche Werte und
sie zeigen, dass es heute möglich ist, den Energiehaushalt eines Gebäudes massiv zu optimieren. Dass
dabei die Ökonomie eine grosse Rolle spielt, versteht
sich von selbst, denn jede dieser Massnahmen und
Investitionen soll auch eine Rendite abwerfen.
René Steiner
Die e-support ag versteht sich als umfassender Dienstleister für alle Bereiche der IT. Themenbereiche wie
Support, Beratung, Housing, Hosting und Outsourcing gehören unter anderem zum Angebot der leistungsfähigen Firma aus Muri bei Bern. Dabei finden nur Geräte von anerkannten Herstellern Verwendung, die auch
bezüglich Energieverbrauch dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. Die ökonomische und ökologische
Nutzung von Energie sind genauso Gundlagen der Unternehmung wie die qualitativ hochwertigen Lösungen,
die mit einem Team von ausgewiesenen Spezialisten tagtäglich erarbeitet werden.
e-support ag
Elfenaustrasse 57
Telefon 031 964 00 00
info@e-support.ch
3074 Muri b. Bern
Fax
www.e-support.ch
031 964 00 09
Oktober bis März
HochtarifNiedertarif
7
8
auf den punkt
Referenzen
Heizungssanierung
mit Eisspeicher
Seit geraumer Zeit machen Wärmepumpen mit Eisspeicher als Wärmequelle
von sich reden. Kunden, denen eine Eisspeicherlösung empfohlen wird, entgegnen
den Vorschlag oft mit der Frage: «Heizen mit Eis, wie soll das funktionieren?».
Roger Bertsch, Künstler und Eisenplastiker aus Worb,
hat diese Frage auch gestellt. «Wie soll das funktionieren?» Er besitzt ein rund 50 Jahre altes Haus in
Interlaken, das er sanieren und künftig selber bewohnen will. Ausgerüstet war das Gebäude bisher mit
einer konventionellen Oelheizung und Radiatoren, der
bisherige Oelverbrauch belief sich auf ca. 1400 Liter/Jahr. Das Grundstück liegt auf einem mächtigen
Grundwasservorkommen, leider lässt die schlechte Wasserqualiät die Nutzung des Grundwassers
als Wärmequelle aber nicht zu. Eine Luft / WasserWärmepumpe schied aufgrund der zu erwartenden
Geräuschemmissionen und der relativen Nähe zu den
Nachbarliegenschaften ebenfalls aus. Warum also
nicht ein Eisspeicher?
Die Argumente dafür überzeugen:
• Keine Genehmigungspflicht
• Keine Geräuschemmissionen
• Mit relativ wenig Aufwand zu installieren
• Integration einer thermischen Solaranlage und
Nutzung von Solarenergie
• Sehr guter Wirkungsgrad der Wärmepumpe
• Kühlfunktion im Sommer möglich
Sanfte Renovation
Das Gebäude wurde im Sommer 2012 sanft renoviert, das heisst, die Fenster wurden ersetzt, Kellerdecke und Unterdach gedämmt, die Haustechnik
erneuert und ein Wintergarten südseitig vor das
Haus angebaut. Der im Minergie-Standard gebaute
Wintergarten wird im Sommer mit dem Eisspeicher
gekühlt, wodurch über das ganze Jahr ein hervorragendes Klima erreicht wird.
An Stelle des alten Oelkessels kam eine Vitocal-Wärmepumpe vom Typ BWC 301A.06 mit 5.9 kW Heizleistung zum Einsatz, welche die produzierte Energie
an einen 800 Liter-Speicher mit Frischwassersystem
FWS-30 liefert. Bis dahin unterscheidet sich eine
Wärmepumpe mit Eisspeicher nicht von einer Anlage
mit Erdsonden oder Grundwasser. Die Komponenten
und der Platzbedarf sind identisch. Auf dem Dach
wurden 13 m2 Solar / Luft-Absorber installiert, welche der Regeneration des Eisspeichers dienen. Da
Interlaken praktisch keinen Nebel kennt, werden die
Kollektoren eine hervorragende Wirkung zeigen. Im
vor dem Haus liegenden Garten wurde der Eisspeicher mit 10 500 Liter Inhalt vergraben, was einen relativ umfangreichen Aushub notwendig machte. Dies
ist bei vielen Objekten der kritische Punkt bei der Installation eines Eisspeichers, denn nicht überall kann
die benötigte Baugrube ohne Weiteres ausgehoben
werden.
Eisspeicheranlagen für fast alle Objekte
Das Prinzip des Eisspeichers ist so alt wie die Kälte­
technik selber, die Nutzung als Energiequelle zur
Beheizung und Kühlung von Gebäuden ist aber relativ jung. Das Spektrum der Anwendungen reicht
vom kleineren neu erbauten Einfamilienhaus über
grössere Sanierungsobjekte bis hin zum Bürogebäude mit hunderten von Arbeitsplätzen. Auch für An-
auf den punkt
wendungen in Gewerbe und Industrie eröffnen sich
beinahe unerschöpliche Möglichkeiten. Gerade bei
Neubauobjekten mit knappen Platzverhältnissen ist
der Eisspeicher gegenüber einer Erdsondenanlage
oft im Vorteil, weil er problemlos unter dem Gebäude
positioniert werden kann. Bezüglich der Investitionskosten ist eine Eisspeicher- mit einer Erdsondenanlage vergleichbar, vielfach sogar etwas günstiger. Bei
den Betriebskosten kann beim Eisspeicher mit identischen oder geringfügig niedrigeren Kosten kalkuliert
werden. Eine Eisspeicheranlage kann im Prinzip überall eingebaut werden. Eine Ausnahme bilden Anlagen
an Orten, die an mehr als 30 Tagen pro Jahr keine
Sonnenenergie nutzen können, sei es wegen Nebel,
Schattenwurf oder aus anderen Gründen.
Viessmann mit eigener Komptenz
im ­Eisspeicherbau
Viessmann hat kürzlich eine 51 prozentige Beteiligung am Friedrichshafener Eisspeicherhersteller Isocal erworben und sich damit einen Marktvorteil auf
diesem Gebiet sichern können.
Für KWT ist dieser strategische Schritt ein grosses Plus, können doch künftig neue und innovative
Konzepte auf kurzem
www.eisenbezogen.ch
Weg und innerhalb der
Konzernstrukturen entRoger Betsch
wickelt und genutzt werMetallgarten
den.
Industriestr.25
Erich Hirsig
CH-3076 Worb BE
9
10
auf den punkt
Referenzen
Geotermia Mazowiecka
Seit KWT der Viessmann Group angehört, hat
sich Polen als Wärmepumpenmarkt rasch und
sehr positiv entwickelt. Dies ist zum einen der
engagierten Arbeit der lokalen Vertriebsorganisation von Viessmann ­Polen zu verdanken,
andererseits ist Polen gegenüber erneuerbaren Energien sehr aufgeschlossen und weit
entwickelt. Innert relativ kurzer Zeit konnte
KWT in Polen, nebst etlichen Standardgeräten
der Vitocal-Pro Baureihe, mehrere interessante Projekte realisieren, von denen wir nachfolgend zwei vorstellen.
Heizzentrale von Geothermia
Mazowiecka.
Geotermia Mazowiecka ist ein Unternehmen, welches sich in Polen mit der energetischen Nutzung
von Geothermalwasser beschäftigt und unter anderem ein Fernwärmenetz in der Stadt Mszczonów in
der Nähe von Warschau betreibt. In der Stadt gibt es
seit 15 Jahren eine 1,6 km tiefe Geothermal-Bohrung,
welche 45 °C warmes Wasser liefert. Gespeist werden von dieser Quelle ein Aquapark mit Thermalbädern und das städtische Heizwerk, wo neben einer
konventionellen Gaskessel-Anlage mit 6 MW auch
seit 13 Jahren eine Absorptions-Wärmepumpe mit
3 MW Leistung betrieben wird.
Geschichte
Das Thermalwasser wird für die Absorbtions-Wärmepumpe genutzt und hat danach immer noch ein
Temperaturnievau von 32–37 °C. Deswegen kam
man bei Geotermia Mazowiecka auf die Idee, diese
Restwärme noch ein zweites Mal zu nutzen. Das
Thermalwasser sollte also mit einer weiteren Wärmepumpe auf 12–14 °C abgekühlt und danach als
Trinkwasser an das städtische Wasserwerk verkauft
werden können. Da schon die Kesselanlage von
Viessmann geliefert wurde, hat sich Geotermia Mazowiecka an die Viessmann-Vertriebsgesellschaft in
Polen gewandt und nach einer Lösung für das Vorhaben gefragt. Das Konzept wurde 2009 in enger
Zusammenarbeit mit KWT und einem lokalen Planer
ausgearbeitet. Im Folgejahr konnten die technische
Planung abgeschlossen und die Finanzierung gesichert werden. Anfang 2011 war es soweit: es kam zur
Ausschreibung für Planung und Lieferung dieser Wärmepumpe mit 1 MW Leistung. Viessmann Polen hat
die Gelegenheit genutzt und sich als neuer Anbieter
im Wärmepumpen-Geschäft den Auftrag für die komplette Planung und den Bau der Anlage gesichert. Die
Maschine wurde im September 2011 geliefert und im
November in Betrieb genommen.
Die Wärmepumpe arbeitet auf ein Nahwärmenetz
(75 / 55) welches eine Wohnsiedlung beheizt. Bei
sehr tiefen Aussentemperaturen wird eine Nachheizung aus dem bestehenden Fernwärmenetz zugeschaltet. Immer, wenn es aus ökonomischen Gründen
möglich ist, wird das Thermalwasser auf rund 12 °C
abgekühlt und in die Wasseraufbereitungs-Anlage
des Wasserwerkes eingespeist.
Wojciech Barczak, Viessmann Polen
Technische Daten
Verdichter:
2x Bitzer CSH9563-210
Anzahl Kältekreise:
2
Anzahl Leistungsstufen:
8
Kältemittel:R134a
Auslegung:W25/W65
Heizleistung:
984 kW
Kälteleistung:720kW
Elektrische Aufnahmeleistung: 332kW
COP:3.17
Wärmequelle:
Thermalwasser 32–37 °C
auf den punkt
Referenzen
GEOPARK Kielce
Der GEOPARK in Kielce ist ein interaktives Museum
für Geologie und Erdgeschichte. Das Gebäude wurde
in einen Hügel «eingebaut» – die ganze Konstruktion
besteht nur aus Naturstein, Holz und Glas.
Partner, der Firma Marcoterm aus Kielce, installiert
und betreut. Die offizielle Eröffnung des Geopark
fand am 24.05.2012 statt. www.geopark-kielce.pl
Geschichte
Das Projekt begann in 2009 mit einem Wettbewerb
für die Architektur des Gebäudes und in dieser Zeit
entstand auch das Konzept für Heizung / Kühlung.
Für Viessmann Polen war das Bauvorhaben vor allem
deshalb sehr interessant, weil es die erste gemeinsame Projektplanung mit KWT in Polen überhaupt war.
Dank eines überzeugenden Anlagekonzepts konnte
sich Viessmann Polen schliesslich gegen die Mitbewerber durchsetzen und den Auftrag entgegennehmen. Installiert wurde eine Luft / Wasser HydraulikSplit Anlage mit zwei Kolbenverdichtern und einem
aussen aufgestellten Luft / Wasser-Wärmeaustauscher. Die Anlage ist im Heizbetrieb für bivalenten
Betrieb bis –2 °C Aussentemperatur ausgelegt. Bei
noch niedrigeren Temperaturen übernimmt ein Gaskessel mit 320 kW die Beheizung des Gebäudes.
Im Klimabetrieb ist die Anlage auf 100 % des Leistungsbedarfs ausgelegt. Geregelt wird die Maschine
von einer KWT-SPS, welche die entsprechenden Betriebsbefehle vom übergeordneten Gebäudeleitsystem entgegennimmt. Gebaut und installiert wurde die
Anlage im Sommer 2011, die Inbetriebsetzung fand
im Oktober 2011 statt. Die gesamte Heiz- und Klimatechnik wurde von einem langjährigen Viessmann-
Wojciech Barczak, Viessmann Polen
Technische Daten
Verdichter:
2x Bitzer 6F-50.2Y/ 6G-40.2YY
Anzahl Kältekreise:
1
Anzahl Leistungsstufen:
2
Kältemittel:R407c
Heizbetrieb
Auslegung:
A-2/ W50 bivalent alternativ (Gas)
Heizleistung:134kW
Kälteleistung:84kW
Elektrische Aufnahmeleistung:
52kW
COP:2.58
Klimabetrieb
Arbeitspunkt (VT/ KT):
5/ 48°C
Heizleistung:285kW
Kälteleistung:220kW
Elektrische Aufnahmeleistung:
70kW
Wärmequelle:Luft
11
12
auf den punkt
Produkte
Vitocal 300-W Pro
Die neue Wasser / Wasser Wärmepumpe Vitocal 300-W Pro bietet einen entscheidenden Vorteil bei der Nutzung von Grund- oder Oberflächenwasser als Wärmequelle: Sie kann ohne leistungsdämpfenden Zwischenkreis betrieben werden.
Neben Erdwärmesonden als Primärquelle für Wärmepumpen setzen sich auch die Grundwassernutzung oder die Nutzung von gereinigtem Abwasser
mehr und mehr durch. Speziell bei der Abwassernutzung nach der Kläreinrichtung kann durch den Energieentzug eine Art Wärmerückgewinnung realisiert
werden. Grundwasser hingegen zeichnet sich durch
relativ konstante Temperaturen oberhalb 8 °C aus.
Wärmepumpen zur direkten Nutzung dieser Wasserqualitäten sind als Serienmaschinen nur wenige
im Markt erhältlich oder müssen mit aufwendigen
Speziallösungen realisiert werden. Eine der besten
Lösungen für die direkte Nutzung dieser Wärmequellen ohne Trenn-Wärmeübertrager bilden Verdampfer aus Edelstahl-Rohrbündelwärmeübertrager
(RB-WÜT). Gegenüber Verdampfer als Plattenwär-
meübertrager kann man RB-WÜT ganzheitlich aus
hochwertigem Edelstahl produzieren und relativ
grosse Durchlassöffnungen innerhalb des RB-WÜT
gewährleisten. Somit ist der ungehinderte Durchfluss auch von kleinsten Partikeln gesichert. Eine
Vereisung in ungünstigen Betriebszuständen führt
nicht zur Zerstörung des Wärmeübertragers (WÜT)
da das integrierte Rohrbündel eine weitaus höhere
Flexibilität aufweist als ein Plattenwärmeübertrager,
bei dem diese gegen null tendiert. Zudem reduziert
der Einsatz eines Trenn-Wärmeübetragers die Effizienz der Anlage, dies weil durch den Zwischenkreis
Rohrbündel-Wärmeübertrager
auf den punkt
Vitocal 300-W Pro
die Temperatur des Primärkreises um bis zu 3 K sinkt.
Die COP Reduktion wegen dem Trennkreis liegt darum bei ca. 0,4. Vorherige Kenntnisse und die europaweiten Marktanforderungen zur direkten Nutzung
von Wasser sind in der Leistungeerweiterung der
Vitocal 300 Pro Baureihe berücksichtigt worden. Mit
der neuen Vitocal 300-W Pro hat KWT eine einzigartige, seriengefertigte «echte» Wasser / Wasser Wärmepumpe entwickelt. Basierend auf der bekannten
und bereits weltweit eingesetzten Vitocal 300-G Pro
Baureihe wurde lediglich der Verdampfer in Plattenbauweise durch einen hochwertigen Edelstahl-Rohrbündelwärmeübertrager ersetzt. Für den Betrachter
kaum sichtbar, wurden zusätzliche Ausstattungen
integriert. So ist die WW-Ausführung mit einem innovativen kalorimetrischem Strömungssensor ausgestattet. Auf gegen Zerstörung und Deformation
anfällige Paddellösungen wurde bewusst verzichtet,
um eine hohe Betriebssicherheit zu gewährleisten.
Auch kontrolliert die Vitocal 300-W Pro nicht nur die
Temperatur des Primäraustrittes, sondern zusätzlich
die dazugehörige Verdampfungstemperatur, um Vereisungen bereits im Verdampfer zu verhindern.
Neben diesen Neuerungen kann der Anlagenbauer
auf Bewährtes zurückgreifen: Identische Anschluss-
technik gleich der Vitocal 300-G Pro Baureihe, wie
selbige Regelungsphilosophie und Ausstattung. Im
Zuge der Weiterentwicklung wurde die gesamte
300-Pro Baureihe für die Druckstufe 6 Bar freigegeben, was den Einsatz in Grossanlagen vereinfacht.
Zum Beispiel hat auch die W-Baureihe bereits integrierte elektronische Sanftanlasser, die die Netzbelastung in der Startphase massiv verbessern. Dank
umfassender elektrischer Prüfungen durch zertifizierte Prüfinstitute werden strengste EMV Richtlinien erfüllt und die elektrische Sicherheit selbst
nach Hausgeräte-Richtlinien erreicht. Die bekannte
Wärmepumpenregelung Vitotronic 200 sichert auch
in der W-Baureihe alle Funktionen bis hin zur Kaskadensteuerung, die es erlaubt Gesamtleistungen bis
zu 1450 kW abzudecken. Zusätzlich kann für eine
hochtemperierte Trinkwasser-Erwärmung ein externer Wärmeerzeuger angesteuert werden. Wie die Vitocal 300-G Pro wird auch die Vitocal 300-W Pro an
unserem Prüfstand, der nach EN 14511 misst, warm
gemessen und auf Einhaltung der EHPA-GütesiegelRichtlinie geprüft. Die Vitocal 300-W Pro ist seit Mai
2012 weltweit verfügbar.
Max-Jörg Mucke
13
14
auf den punkt
Fachwissen
Neue Prüfnorm für
­Wärmepumpen
DIN EN14511 vs DIN EN255 – was ändert sich?
Wärmepumpen werden seit 1997 nach der Prüfnorm DIN EN255 geprüft und verglichen. Seit Januar
2011 ist mit der DIN EN14511 eine neue Norm in Kraft, bei der die Grenzwerte an die des Eco-Labels
­angepasst wurden. Was heisst das für den Wärmepumpen-Beschaffer, -Betreiber und -Hersteller?
auf den punkt
Auf Beschluss der EHPA (European Heatpump Association) werden seit 1. Januar 2011 die Grenzwerte
des EHPA-Quality-Labels (früher DACH-Gütesiegel) an
die des Eco-Labels angepasst. Somit steigen die Gütesiegel-Grenzwerte beim Normpunkt bei Luft-Wasser- (A2 / W35), Sole-Wasser- (B0 / W35) und Wasser / Wasser-Wärmepumpen (W10 / W35) an. In der
folgenden Tabelle sind die aktuellen und die ab 2011
gültigen Grenzwerte beim Normpunkt aufgelistet.
Wärmepumpen, deren Gütesiegel nach DIN EN255
vor dem 31.12.10 ausgestellt wurde und wo dieses
künftig zur Verlängerung ansteht, müssen die aktuell
gültigen Grenzwerte nach DIN EN14511 erfüllen.
In der Praxis bedeutet das, dass eine Wärmepumpe
einen besseren Wirkungsgrad (COP) erreichen muss,
um das Gütesiegel weiterhin führen zu dürfen.
Weitere Unterschiede zwischen den beiden Normen
bestehen im Prüfprozedere und in den Vorgaben zur
Leistungs- und Effizienzmessung.
Unterschiede bei den Leistungsund ­Effizienzzahlen
Der COP nach DIN EN255 fällt immer besser aus als
nach der neuen DIN EN14511. Das liegt daran, dass in
der neuen Norm andere Messbedingungen zugrunde
gelegt werden. Werden also die COP zweier Wärmepumpen vergleichen, muss unbedingt auf den Bezug
zur jeweiligen Prüfnorm geachtet werden. Werden
Wärmepumpen in Ihren Leistungs- und Effizienzzahlen verglichen, die nach unterschiedlichen Normen
definiert und gemessen wurden, so ist der Vergleich
nicht aussagekräftig. Die nach alter Norm gemessenen
Wärmepumpen stehen also gegenüber einer vergleichbaren Maschine nach neuer Norm immer «zu gut» da.
Die Leistungszahl selber kann zudem nur zur isolierten Beurteilung der Qualität einer Wärmepumpe
selbst dienen, da die tatsächlichen Betriebsbedingungen der Heizungsanlage nicht in der Messung
abgebildet werden. Im Umkehrschluss bedeutet das,
dass aus einer ungenau ausgelegten Heizungsanlage
oder ungünstige Betriebsbedingungen in einem Gebäude eine schlechtere Effizienz resultiert. Es muss
also darauf geachtet werden, dass die Betriebsbedingungen (Temperaturhub, Vorlauftemperatur, Laufzeiten) für eine Wärmepumpe so günstig wie möglich
gestaltet werden.
Andere Prüfbedingungen
Die vorgeschriebene Spreizung für die Leistungmessung ist mit 3K auf der Primär- und 5K auf der Sekundärseite definiert. Eine Anpassung der Volumenströme für andere Messpunkte ist dann nicht mehr
zulässig. Darum kann die Leistungsangabe für eine
Wärmepumpe zu den reell gemessenen Werten auf
dem Objekt bis zu 12 % abweichen, beim COP sogar
um bis zu 15 %.
Dem gegenüber stehen Leistungs- und COP Angaben
in den Produktunterlagen nach EHPA Gütesiegel,
welche lediglich um 5 % von den am Prüfstand gemessenen Daten abweichen dürfen.
Vorsicht beim Angebotsvergleich
Für den Kunden bedeutet der Übergang von der alten
zur neuen Norm eine Unsicherheit beim Angebotsvergleich. Nach welcher Norm wurde die angebotene
Maschine vermessen und ist der Bezug zur jeweils
geltenden Norm ersichtlich? Kann der Kunde diese
Fragen für sich beantworten, so hat er auch Gewähr,
Gleiches mit Gleichem zu vergleichen und später keine unliebsamen Überraschungen zu erleben.
Reto Wymann
Wärmepumpentyp
Grenzwert COP bis 2011
Grenzwert COP ab 2011
Veränderung in %
Luft / Wasser
3.00
3.10
+ 3.33 %
Sole / Wasser
4.00
4.30
+ 7.50 %
Wasser / Wasser
4.50
5.10
+13.33 %
Nach DIN EN 14511 geprüfte Wärmepumpen
sind auf dem Papier schlechter gestellt.
15
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auf den punkt
Fachwissen
Forschung und
­Entwicklung bei KWT
Der Bereich F & E (Forschung und Entwicklung) ist bei KWT relativ jung. Trotzdem hat sich das
­fünfköpfige Team bereits gut etabliert und kann erste eigenentwickelte Produkte präsentieren.
2010 hat KWT eine strategisch und operativ arbeitende Forschungs- und Entwicklungsabteilung (F & E)
integriert. Gestartet mit zwei Mitarbeitern sind heute bereits fünf Teammitglieder fest verankert. Hinzu
kommen interne und externe Dienstleister, die durch
Entwicklungen und Zuarbeiten das Team mit ihren
Kernkompetenzen unterstützen. So arbeitet KWT
gerade im Bereich der Gehäusekonstruktion mit regionalen Unternehmen sehr eng zusammen. Auch
im Bereich Software nutzt KWT die weitreichenden
Erfahrungen der Viessmann Group, was die Entwicklungszeit reduziert und eine gegenseitige Partizipation des Wissens generiert.
Vitocal 350-G Pro mit eigenentwickeltem Gehäuse.
Seit 2012 in neuen gemeinsamen Räumen
Mitte 2012 hat das F & E Team (engl. R & D-Research
and Development) das neue Büro innerhalb des Produktionskomplexes beziehen können, was sehr kurze
Wege zu Produktion und Prüfstand ermöglicht. Der
direkte Kontakt zur Fertigung und die Verantwortung
für den nach EN14511 gebauten Prüfstand und der
Zugang zu den Daten aller darauf geprüften Anlagen
ermöglicht die schnelle Reaktion auf Problemstellungen und sofortige Schlussfolgerungen für weitere
Entwicklungen. Neuste 3D-CAD Systeme mit einer
zentralen Datenbank bei Viessmann und die Möglichkeit von Simulationen generieren bereits bei der
Konstruktion frühzeitige Erkenntnisse und ermöglichen den Zugriff auf weltweite Entwicklungsdaten
innerhalb der Viessmann Group.
Roadmap als 5-Jahresplan
Anders als bei den Spezialwärmepumpen, wo gezielt
nach Kundenanforderungen gebaut wird, schafft die
Entwicklungsabteilung die solide Basis für Serienprodukte und baut diese aus. Unterstützt durch den integrierten F & E Einkauf und das Controlling werden die
selbstgesteckten Ziele und Meilensteine kontinuierlich an dem Erreichten und den Marktanforderungen
gemessen. Basierend auf der strategisch ausgerichteten Roadmap mit einem Zeithorizont von fünf Jahren werden so fest verankerte Neuprodukte bis zur
Serienreife entwickelt. Zusätzlich werden positive
Erfahrungen und Ergebnisse dann final in die Konstruktion von Spezialmaschinen einfliessen. Ein gutes
Beispiel ist die bereits heute gemeinsame Nutzung
des einheitlichen Gehäusekonzeptes, welches für die
Baureihe Vitocal 350-G Pro entwickelt worden ist.
auf den punkt
Technologiescreening
Neben der Produktentwicklung steht die F & E auch
für das Screening neuer Technologien und deren Anwendbarkeit, auch wenn diese erst in einigen Jahren
ihre Marktdurchdringung erleben werden. Bereits
heute beschäftigt sich das Team mit der Eisspeichertechnologie und neuen Kältemitteln, die teilweise
noch nicht am Markt verfügbar sind. Aber gerade
durch diese frühzeitige Betrachtung gelingt es KWT,
den technologischen Fortschritt und Vorsprung zu
halten und weiter auszubauen. Die gemeinsamen
Entwicklungen mit namhaften Verdichter- und Plattenwärmetauscher-Herstellern und Hochschulen entwickelt sich so zu einer Win-Win Situation für alle
Partner.
Produkteentwicklung
KWT konnte in 2011 die erste hocheffiziente Wärmepumpenbaureihe bis 300 kW auf der ISH in Frankfurt
lancieren. Nach nur 1,5 Jahren Entwicklungszeit wurde mit der Vitocal 300-G / W eine Serie verabschiedet, die bis heute hinsichtlich Effizienz und Funktionalität marktführend ist. Und das nicht nur in der
Schweiz, sondern europaweit von Skandinavien bis
in die Türkei. Die integrierte Regelung beinhaltet allein 17 verschiedene Sprachen.
F & E mit zunehmender Bedeutung
Vor dem Hintergrund der generellen Markttendenz
hin zu leistungsfähigen und trotzdem kostengünstigen Wärmepumpen kommt der frist- und bedürfnisgerechten Entwicklung von serienfähigen Maschinen
zunehmende Bedeutung zu. Bei KWT ist man davon
überzeugt, dass die neuen, eigenentwickelten Produkte von strategischer Bedeutung für die zukünftige
Entwicklung der Unternehmung sind. Entsprechend
gross ist der Aufwand, der in Bezug auf F & E bei
KWT betrieben wird und entsprechend positiv sind
auch die Zukunftsperspektiven am Markt.
Jörg Mucke
17
Aufgaben von F & E
Die Aufgaben von Forschung und Entwicklung können in vier Hauptaktivitäten
gegliedert werden, die sich nur unscharf voneinander abgrenzen lassen und
sich zumeist im Rahmen eines einzelnen F & E-Projektes überlappen:
1. Grundlagenforschung
Ziel der Grundlagenforschung ist die Gewinnung neuer Erkenntnisse und Erfahrungen, ohne dabei grundsätzlich auf einen direkten praktischen Nutzen
abzuzielen. Vielmehr soll die Wissensbasis erweitert werden, d. h., es sollen
Theorien und Gesetzeshypothesen entworfen und überprüft werden, um damit die Grundlage für anwendungsorientiertes Wissen zu schaffen.
2. Technologieentwicklung
Die Technologieentwicklung befasst sich mit der Gewinnung und Weiterentwicklung von Wissen und Fähigkeiten, deren Ziel die Lösung praktischer
Probleme mit Hilfe der Technik ist. Dabei bedient sie sich der Ergebnisse der
Grundlagenforschung, des anwendungsorientierten Wissens sowie praktischer Erfahrungen. Das Ziel ist hierbei der Aufbau und die Pflege technologischer Leistungspotentiale bzw. technologischer Kernkompetenzen, die direkte
praktische Anwendungen ermöglichen.
3. Vorentwicklung
Bei der Vorentwicklung geht es um die Vorbereitung der serien- und marktorientierten Produktentwicklung. Neue Technologien werden auf ihre Umsetzbarkeit in Produkte und Prozesse geprüft. Produktkonzepte werden entworfen
und Funktionsmuster gebaut. Die Vorentwicklung hat zum Ziel, das technische
Risiko aus den Projekten zur Serien- / Marktentwicklung vorwegzunehmen. In
der Vorentwicklung werden neue Wirkprinzipien aus der Forschung auf Übertragbarkeit auf das eigene Produktportfolio geprüft. Dabei erfolgt eine Konzentration auf anspruchsvolle, risikoreiche Bauteile oder Produkte, die einer
schnellen und weitgehend sicheren Produkteinführung im Weg stehen. Das
Innovationsmanagement mit seiner strategischen Ableitung aus der Unternehmensstrategie ist in der Vorentwicklung beheimatet. Mit einem systematischen Ideenmanagement unter Anwendung von Kreativitätstechniken wirkt
die Vorentwicklung auf das gesamte Unternehmen ein, um neue Produktideen
zu generieren.
4. Produkt- und Prozessentwicklung
In dieser letzten Phase werden alle bisher geschaffenen Potentiale (Wissen,
Fähigkeiten, Prozesse, Produkt-Prototypen) in konkrete, absatzfähige Produkte
bzw. Prozesse umgesetzt. Das Ziel ist die Markteinführung eines neuen oder
veränderten Produktes.
18
auf den punkt
Fachwissen
Energieeffizienzpumpen
Einer Studie der EU zufolge werden EU-weit jährlich ca. 14 Millionen Umwälzpumpen in Verkehr
­gebracht. Ihre hauptsächliche Umweltauswirkung rührt in allen Phasen ihres Lebenszyklus von ihrem
Stromverbrauch im Betrieb her. Hier schlummert also ein riesiges Energiesparpotential, welches mit
­A-Klasse-Umwälzpumpen genutzt werden kann. Was tut KWT in dieser Beziehung?
Der EU-weite Stromverbrauch der von dieser Studie
erfassten Produkte betrug 50 TWh im Jahr 2005, was
einem CO2 -Ausstoss von 23 Mio. t entspricht. Der
Verbrauch soll Vorhersagen zufolge bis auf 55 TWh
im Jahr 2020 steigen, falls keine spezifischen Massnahmen getroffen werden. Durch die Studie ist be-
legt, dass der Stromverbrauch mit entsprechendem
Einsatz von effizienten Produkten deutlich gesenkt
werden kann. Eine neue Verordnung soll zur raschen
Verbreitung technischer Lösungen führen, die die
Umweltauswirkungen von Umwälzpumpen während
ihres Lebenszyklus mindern und damit im Jahr 2020
geschätzte Energieeinsparungen von 23 TWh bewirken – entsprechend einer Minderung der CO2 -Emissionen um 11 Mio. t gegenüber einem Szenario mit
unveränderten Rahmenbedingungen.
Mit Umwälzpumpen Geld und Energie sparen
Gemäss Ökodesign Richtlinie dürfen in der Schweiz
ab 1. Januar 2013 nur noch hocheffiziente Umwälzpumpen mit dem Energielabel A eingebaut werden.
Die Schweizer Firma Biral, die zum dänischen Grundfos-Konzern gehört, ist Erfinder dieser Technologie
und bietet seit 1999 hocheffiziente Nassläufer-Umwälzpumpen an.
KWT setzt A-Klasse Pumpen ein
Für die meisten Anwendungen innerhalb des Wärmepumpengehäuses setzt KWT schon länger A-Klasse
Pumpen ein und in den Geräten der Baureihe «Swissline» sind Energieeffizienzpumpen Standard. Für Anwendungen ausserhalb des Gehäuses sind Energieeffizienzpumpen auf Wunsch lieferbar und werden
auch vermehrt vom Kunden verlangt.
Rot= Warmwasserpumpe
Biral sagt’s mit Farben
Die Pumpen von Biral sind für die verschiedenen
Bereiche der Haustechnik einfach an ihrer Farbe erkennbar.
auf den punkt
Rot steht für Heizungs- und Lüftungspumpen
Als Erfinder der Permanentmagnet-Technologie bietet Biral heute ein komplettes Sortiment an hocheffizienten Heizungs-Umwälzpumpen an. Dank dieser
Permanentmagnet-Technologie wird bis 80 % weniger Strom als bei herkömmlichen Pumpen verbraucht.
Durch minimale Leistungsaufnahme ab 4 Watt werden Energie und Geld gespart. Die Pumpe hat für
jedes Heizsystem die richtige Regelungsart, welche
mittels Knopfdruck gewählt und mit dem LED-Display
angezeigt wird.
Grün steht für Klima- und Kältepumpen
Hocheffiziente Kaltwasserpumpen für Mediumstemperaturen bis –10 °C. Sie verbinden höchste
Energieeffizienz mit modernster PermanentmagnetTechnologie und einer hervorragenden Benutzerfreundlichkeit.
Energie und Geld sparen ohne Nachteile
Energieeffiziente Umwälzpumpen sparen also in beträchtlichem Umfang elektrische Energie und spielen
so nach relativ kurzer Laufzeit die Mehrkosten gegenüber konventionellen Modellen ein. Nebst den
finanziellen Aspekten ist aber auch die ökologische
Sicht von Bedeutung, kann doch der grosse Bestand
an Umwälzpumpen einen markanten Beitrag zum
Stromsparen leisten- und das ohne Leistungs- und
Komforteinbussen. Wann rüsten Sie um?
Marc Balsiger
Grün= Kaltwasserpumpe
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20
auf den punkt
Fachwissen
Förderprogramme
Wo gibt es welche Unterstützung?
Etliche Förderprogramme unterstützen Hausbesitzer in der ganzen Schweiz bei der energetischen
Sanierung von Gebäuden. Welche Förderprogramme gibt es und mit welchen Fördergeldern kann
der Hausbesitzer rechnen? Eine (nicht abschliessende) Übersicht:
www.energiefranken.ch
Das Portal umfasst alle Energieprogramme, mit welchen Neubauten, Gebäudeerneuerungen und erneuerbare Energieträger in der Schweiz finanziell gefördert werden. Die Suche wird über die Postleitzahl des
Gebäudestandorts geführt.
www.baufoerdergelder.ch
Hier finden Sie eines der besten Portale für Subventionen und öffentliche Förderbeiträge fürs Bauen,
Renovieren, Sanieren und Modernisieren.
www.dasgebaeudeprogramm.ch
Das Portal der Konferenz Kantonaler Energiedirektoren und -fachstellen EnDK zeigt die kantonalen
Förderprogramme und berechnet mit dem Fördergeldrechner die möglichen Förderbeiträge für das jeweilige Gebäude.
www.energieschweiz.ch
EnergieSchweiz ist die Plattform, die alle Aktivitäten
im Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz unter einem Dach vereinigt. EnergieSchweiz wird
operativ vom Bundesamt für Energie geleitet. Wie
bei den anderen Portalen können auch hier die individuellen Fördermöglchkeiten über die Postleitzahl des
Gebäudestandorts berechnet werden.
Energetische Sanierungen werden gefördert.
Bild: www.infrablow.ch
Daniel Trüssel
auf den punkt
Monitor
Photovoltaikanlage Worb
Wie arbeitet die Photovoltaikanlage auf dem Dach der KWT? Der Monitor zeigt den bisher
­erzielten ­Stromertrag und die damit erreichte CO2 - Einsparung, bezogen auf den Strommix EU.
Stand 19.11.12
Aktuelle Jahresenergie 2012:
342 016 kWh
Aktuelle Gesamtenergie seit 15.11.10:
691 175 kWh
Bisher eingespartes CO2
483 823 kg
Energiepreisindex seit Mai 2000
Basis: Dezember 2010 = 100
Quelle: Bundesamt für Statistik
21
22
auf den punkt
Lehrlinge
Projektwoche der
­ iessmann-Auszubildenden
V
im CVJM Camp ­Münchhausen (DE)
Unser Lehrling im ersten Lehrjahr, Christof Badertscher, hatte als erster die Gelegenheit an der
­Projektwoche für ­Auszubildende des 1. Lehrjahres von Viessmann teilzunehmen. Sein Erfahrungsbericht:
Alle Auszubildenden und Studenten des ViessmannWerks in Allendorf begannen ihre Ausbildung mit einer Projektwoche in einem Camp. Erstmals in diesem
Jahr waren Auszubildende des Werks Berlin und von
KWT mit dabei. Von Berlin reisten zehn Jugendliche
an, aus der Schweiz einer, Christof Badertscher.
Wir waren im CVJM-Camp in Münchhausen untergebracht. Die Studenten und Frauen wohnten in den
Bungalows, die restlichen Teilnehmer verteilten sich
auf grosse Zelte. Ich reiste bereits am Sonntag nach
Allendorf und konnte im Gästehaus in Battenberg
übernachten. Die Teilnehmer aus Berlin verspäteten
sich und so wurde ich von zwei Vertretern der JAV
(Jugendausbildungsvertretung) abgeholt und wir assen zusammen Pizza. Die Mitglieder der Jugendausbildungsvertretung sorgten für unser leibliches Wohl.
Danke, es hat sehr geschmeckt!
Montag
Am Montagmorgen wurden wir mit Bus vom
Gästehaus abgeholt. Das Ziel der Fahrt war das
CVJM-Camp in Münchhausen, rund 20 Kilometer
von Allendorf entfernt. Dort wurden wir von ALEAMitarbeitern (Anders Lernen durch Erfahrung und
Abenteuer) und Mitgliedern der JAV erwartet. Zuerst
erhielten wir ein paar allgemeine Informationen zum
Lagerleben. Danach wurden wir in Gruppen zu zwölf
Personen auf- und den Gruppenleitern zugeteilt. Die
ALEA Mitarbeiter führten uns in ihre Arbeitsmethode
ein und sie erklärten uns ein Modell, wie wir effizient
lernen können:
Das 3 Zonen Modell
P anik z o n e
e tchzone
S tr
Comfortzone
Es gibt also drei Zonen
Die Comfortzone, die Stretchzone und die Panikzone.
Die Comfortzone definiert den Bereich der Tätigkeiten, die wir jeden Tag machen, z. B. unser morgendliches Ritual des Aufstehens. Auch alle anderen Tätigkeiten, die wir ohne grösseren Aufwand bewältigen
können, gehören dazu. In der Stretchzone befindet
sich alles, was wir mit einem leichten bis mittleren
Aufwand erledigen, der uns aber nicht überfordert.
Diese gelernten Tätigkeiten können danach in die
Comfortzone gelangen, wenn wir sie genügend geübt haben. In der Panikzone ist, wie der Name schon
sagt, alles was den Menschen komplett überfordert
(Angstanfälle, Paniksituationen).
Nach dem Mittagessen begannen wir mit den Outdoorübungen. Die erste Übung hatte zum Ziel, die Namen aller Gruppenteilnehmer zu lernen. Jedes Mitglied erhielt einen Gegenstand, reichte ihn an eine
andere Person weiter und stellte sich dabei kurz vor.
Dabei wurde erwähnt, wem der Gegenstand gehört.
Am Schluss wurde getestet wie gut wir uns an die
Namen erinnern konnten. Die anderen Spiele zielten
darauf ab, dass im Team zusammen gearbeitet wird
und man sich gut abspricht. Nach jeder Übung wurde
auf den punkt
reflektiert: Was könnte man ändern, warum konnte
die Aufgabe nicht bewältigt werden? Es gab einige
spannende und lustige Spiele, dies hat mir Spass gemacht und ich habe viel gelernt.
Ich erzähle hier gerne noch von zwei weiteren spannenden Aufgaben: Alle Gruppenmitglieder erhielten
ein aufgesägtes PVC Rohr. Dazu erhielten wir den
Auftrag, Murmeln durch diese Rohre in einen Eimer
zu transportieren. Diese Rohre durften sich bei der
Übergabe der Murmeln aber nicht berühren. Die
Gruppe musste sich darum vorgängig organisieren
und bestimmen, wie viele Murmeln sie in fünf Minuten ins Ziel bringen wollten. Unsere Gruppe hatte damit aber etliche Schwierigkeiten. Woran lag es wohl?
Die zweite Aufgabe: Zwischen Bäumen wurden mehrere Slacklines gespannt. Dazwischen gab es einige
Hilfestellungen. Zum Beispiel einen Eimer zum draufstehen, ein Seil, das von einem Baum herunterhing
und ein anders Seil, das in Kopfhöhe zwischen zwei
Bäumen gespannt wurde. Das Ziel bestand darin,
dass alle Personen über den Parcours balancieren
konnten, ohne dass jemand den Boden berührt. Bei
diesen Übungen wurden die Stärken des Einzelnen
voll ausgenutzt. Durch die gute Zusammenarbeit lösten wir diese Aufgabe erfolgreich.
Dienstag
Am Dienstag begannen wir mit der Projektarbeit.
Wir mussten Experimente zu wissenschaftlichen
Themen, wie Elektrizität, Magnetismus, Schall, Licht
sowie Wärme entwickeln und ein pädagogisches
Konzept erarbeiten, um sie Kindergarten-Kindern
zu erklären und mit Ihnen die Experimente durchzuführen. Drei Ausbilder standen uns für Fragen zur
Verfügung. Meine Gruppe erhielt das Thema Schall.
Wir fanden es relativ schwierig, das Thema den Kindern näher zu bringen. Die Frage war, wie wir dieses
Thema Altersgerecht umsetzen sollten. Nach langem
Nachdenken und Diskutieren fanden wir einige Versuche, die relativ einfach zu verstehen sind und die
den Kindern Spass machen werden.
Vier Experimente:
• Schlauchtelefon
• Klopfophon mit PVC-Rohren
• Stimmgabel im Wasser
• Springende Salzkörner
Die Gruppe wurde danach in Teams aufgeteilt. Ein
Team übernahm die Herstellung des Präsentationssockels. Die restlichen Teams erarbeiteten die
Experimente und das dazu passende pädagogische
23
24
auf den punkt
Konzept. Am Nachmittag standen weitere Outdooraktivitäten auf dem Programm.
Mittwoch
Mittwochmorgens beschäftigte sich die Hälfte der
Gruppen mit der Projektarbeit und die andere Hälfte besuchte einen Seilpark. Es ist kein kommerzieller
Seilpark mit viel Action und Fun, sondern der Seilpark
der ALEA. Dieser ist für das Erlernen der guten Zusammenarbeit konzipiert. Im Seilpark galt es nur einzelne Elemente zu überwinden und dies konnte nur
mit guter Teamarbeit gelingen. Ein spezielles Element
war eine Leiter, deren Sprossen frei beweglich und
in einer Distanz von jeweils etwa zwei Metern angebracht waren . Das Ziel befand sich in etwa acht
Metern Höhe. Wir mussten zu Dritt diese Übung bewältigen und die Kletternden waren durch mehrere
Leute gesichert. Am Nachmittag wurden die Gruppen getauscht.
Donnerstag
Am Donnerstag konnten wir uns den Projekten widmen, denn am Abend besuchten uns Mitarbeiter aus
der Werksleitung von Allendorf. Sie eröffneten die
Messe «MINT FÜR MINIS» (Mathematik, Informatik,
Naturwissenschaft, Technik). Sie gingen von Zelt zu
Zelt und liessen sich die Experimente mit dem zugehörigen pädagogischen Konzept präsentieren. Es war
die Generalprobe für Freitag.
Freitag
50 Kindergartenkinder trafen am Freitagmorgen im
Camp ein; die Stunde der Wahrheit nahte. Funktionierten unsere Experimente? Werden sie von den Kindern verstanden? Die Arbeit mit den Kindern machte
extrem Spass und wir hatten den Eindruck, dass sie
unsere einfachen Experimente ziemlich gut verstanden haben. Trotzdem waren wir in unserer Gruppe
der Meinung, dass die Kinder etwas älter sein sollten, damit sie die Versuche besser verstehen. In den
nächsten Jahren werden Kleingruppen von Auszubildenden in die Kindergärten der Region gehen und die
Experimente mit den Kindern durchführen.
Mein persönliches Fazit dieser Woche
Die Zeit ging sehr schnell vorüber und ich lernte tolle
Leute kennen und profitierte viel für meine weitere
Ausbildung. Besonders der Sport und das Teamwork
haben mir sehr gefallen.
Christof Badertscher
auf den punkt
25
26
auf den punkt
Personal
Jubiläen 2013
Wir bedanken uns herzlich bei den Jubilaren für ihre langjährigen, treuen Dienste
und wünschen ihnen noch viele erfolgreiche Jahre bei KWT.
25 Jahre
Lars Wägli
Andreas Trüssel
01.02.1988
10.10.1988
Projektleiter Kälte
Kältemonteur
30 Jahre
Hanspeter Helfer
01.07.1983
Projektleiter Kälte
Agenda
Wichtige Termine
Termin
21.12.2012–4.1.2013
12.–16.3.2013
21.–24.11.2013
21.–25.1.2014
Thema
Reduzierter Betrieb über die Feiertage
ISH 2013
Hausbau- und Energiemesse
Swissbau 2014
Wünschen Sie Eintrittskarten zu einer der kommenden Messen?
Schicken Sie uns eine E-Mail an ticket@kwt.ch und Sie bekommen
von uns je zwei Eintrittskarten.
Ort
KWT
Messe Frankfurt
BEA Bern Expo
Messe Basel
auf den punkt
Mitarbeiterporträt
Thomas Blatter
Alter: 30
Tätigkeit bei KWT: Leiter Software /
Inbetriebsetzungen Spezialanlagen
Seit über fünf Jahren wohne ich zusammen mit meiner Verlobten Aline im umgebauten Restaurant Traube
in der Nähe von Belp. Aufgewachsen bin ich auf dem
Längenberg in Niedermuhlern und ich habe dort, bis
ich 24 jährig war, eine schöne Zeit verbracht.
Nach der obligatorischen Schulzeit absolvierte ich in
Mittelhäusern mit Erfolg die Lehre als Elektromonteur
und konnte danach weitere zwei Jahre einer Tätigkeit im Elektroinstallationsgewerbe nachgehen. Nach
insgesamt sechs Jahren als Elektriker war dann aber
die Zeit reif für eine neue Herausforderung. Bei der
Suche nach einer neuen Stelle bin ich auf ein Inserat
von KWT gestossen und ich konnte mich bei René
Steiner persönlich vorstellen. Er bot mir aber nicht wie
erwartet eine Stelle als Servicemonteur an, sondern
er schlug mir vor, eine Zusatzlehre als Kältemonteur in
Angriff zu nehmen und damit diesen Beruf von Grund
auf zu erlernen. Meine Zukunftsperspektiven würden
damit markant verbessert werden.
Diesen Vorschlag musste ich erst noch gründlich überdenken. «Nochmals zur Gewerbeschule, nochmal eine
Lehre: Will ich das wirklich?» Nach langem Überlegen
habe ich mich entschieden, diese Herausforderung
anzunehmen und ich habe es bis heute nicht bereut.
Während der Lehrzeit durfte ich in vielen Bereichen tätig sein, hauptsächlich in der Montageabteilung unter
der Leitung von Fritz Minder und im letzten Lehrjahr
konnte ich in der Elektroabteilung bei Werner Heiniger
verschiedenste Arbeiten ausführen.
Nach erfolgreichem Abschluss der Zusatzlehre in 2007
konnte ich in der Elektroabteilung bleiben und dort
verschiedenste Arbeiten ausführen. Vom Schaltanlagenbau in der Werkstatt bis zu Umbauten vor Ort auf
den Objekten war alles dabei und die Zeit war sehr
lehrreich und interessant.
Nach ca. zwei Jahren bekam ich die Gelegenheit, neue
Erfahrungen in der «Welt der Programmierung und Inbetriebnahme» bei Daniel Sägesser zu sammeln. Interessante und komplexe Aufgaben bei der Inbetriebnah-
me von Spezialanlagen begleiteten mich für rund zwei
Jahre. Nach dieser intensiven Zeit wurde mir mein
heutiger Job als Leiter des Bereichs Software / Inbetriebnahme angeboten und ich nahm parallel die Höhere Fachausbildung als Techniker HF in Angriff, die ich
dieses Jahr abschliessen will. Die neue Aufgabe bedeutete eine komplette Umstellung der Arbeitsform:
Täglich neun Stunden auf einem Bürostuhl verbringen
und dazu wenig körperliche Bewegung!
Dies führt mich zu meinen Hobbys. Als Ausgleich für
die Büroarbeit treibe ich hauptsächlich Sport. Im Sommer sind es mindestens zweimal pro Woche Fussballtraining und im Winter zweimal pro Woche Unihockey
bei meinem Plauschverein SC Niedermuhlern. Wenn
es die Zeit erlaubt, gehe ich zwischendurch joggen
oder ich setze mich auf das Mountainbike. Gerne bin
ich auch mit Aline zum Wandern in den Bergen und
kann dabei bestens vom Alltag abschalten.
Neben den sportlichen Aktivitäten begleiten mich noch
zwei weitere Hobbys. Seit ich denken kann, faszinieren
mich Flugzeuge. Am liebsten habe ich es, wenn sie so
richtig laut und schnell durch die Gegend «zischen».
Somit bin ich an jeder Flugvorführung im Inland dabei
und besuche zwischendurch auch mal eine Show im
Ausland. Dies kann ich sehr gut mit den Reisen mit Aline verbinden. Unser Herz schlägt momentan sehr für
die «grüne Insel» Irland und allgemein die Britischen
Inseln. So waren wir bereits in Irland und Schottland
und nächstes Jahr steht eventuell England als Reiseziel an. Auch einen Teil von Kanada konnte ich bereisen
und diese Destination steht bei unseren Wunschzielen
ganz oben auf der Liste.
So hoffe ich auf eine weiterhin gesunde und erfolgreiche Zukunft in beruflicher wie auch privater Hinsicht
und freue mich auf noch viele spannende Aufgaben bei
KWT.
Thomas Blatter
27
28
auf den punkt
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KWT Kälte-Wärmetechnik AG
Rütimoosstrasse 5
3076 Worb SBB
Telefon 031 818 16 16
www.kwt.ch
info@kwt.ch
auf
den
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