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Interventionelle Bildgebung so leistungsfähig wie nie - mit der Artis

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Medizin
Angiographie
Interventionelle Bildgebung
so leistungsfähig wie nie – mit
der Artis-Produktlinie
Die personalisierte Medizin ist ein
wichtiges Ziel in der medizinischen Diagnostik und Therapie. Durch Erkennen,
Bewerten und Behandeln des individuellen Krankheitsgeschehens am jeweiligen
Patienten werden Therapien effizienter,
kostengünstiger und zuverlässiger.
Präzisere Positionierung und damit exaktere Bilddarstellung für Diagnostik und
Therapie mit den Artis-Systemen sind
ein Beispiel hierfür. Die bewährten und
erfolgreichen Systeme der Artis-zeeProduktlinie werden bei Siemens jetzt
82
inside: health · Mai 2013
im Hochleistungsbereich durch die
Produktlinien Artis Q und Artis Q.zen
erweitert.
Artis Q und Artis Q.zen –
Performance, Precision und
Sensitivity
Die Röntgenbildgebung spielt besonders
bei Interventionen eine entscheidende
Rolle. Schnelle Bildgewinnung, Erkennen
feinster Strukturen und Instrumente
sowie die Unterdrückung von Artefakten
sind entscheidend für den Erfolg eines
Eingriffs. Geringste Strahlenbelastung
und hoher (Bedien-)komfort sind unabdingbar für Patient, Arzt und Personal.
Deshalb entwickelt Siemens neue Innovationen und Technologien, die dazu
beitragen, dass Systeme kontinuierlich
weiterentwickelt werden.
Performance: Auch Altbewährtes lässt sich verbessern
Die Erzeugung der Röntgenstrahlung hat
sich seit Wilhelm Conrad Röntgens Zeiten
nicht wesentlich geändert. Physikalische
Faktoren begrenzen die Leistungsfähigkeit
einer Röntgenröhre. Mit der Entwicklung
der MEGALIX-Cat-Plus-Flachemitter-Röhre
für Artis zee und Artis zeego und der
GIGALIX-Flachemitter-Röhre für Artis Q
und Artis Q.zen hat Siemens die bisherigen Leistungsbeschränkungen überwunden. Das Ergebnis: weniger Bewegungsartefakte, höhere Strahlungsleistung,
stabilerer Dauerbetrieb und eine deutliche Dosisreduzierung.
Precision: Nur was man sieht,
kann man behandeln
Interventionen müssen heute schnell,
sicher und individuell durchgeführt werden. Dazu sind neue Technologien, vor
allem aber neue Applikationen notwendig. Gemäß dem Anspruch „das Unsichtbare sichtbar machen“ hat Siemens mit
der Q-Technologie neue Maßstäbe für den
Einsatz der interventionellen 2D- und
3D-Bildgebung gesetzt.
Entscheidend für höchste Bildqualität
und Auflösung ist der Detektor. Der neue,
große HDR-Detektor (High Dynamic
Range1) für die Artis-Q-Systeme erleichtert nicht nur die Untersuchung adipöser
Patienten, er ermöglicht auch die strahlungsreduzierte Ultra-low-dose-Fluoroskopie. Auch kleinste Strukturen und
Instrumente werden so bei der Durchleuchtung deutlich sichtbar; gleichzeitig
können lang andauernde Eingriffe, etwa
in der Pädiatrie oder Elektrophysiologie,
mit geringster Strahlendosis durchgeführt
werden.
Sensitivity: geringeres
Rauschen dank kristallinem
Silizium
Die Einführung der Halbleiter-Flachdetektoren hat die Röntgenbildgebung enorm
vorangebracht. Aber die technische Entwicklung geht weiter: Der Einsatz von
kristallinem Silizium als Detektormaterial
in den Artis-Q.zen-Systemen von Siemens
erlaubt höhere Stromdichten und sorgt
damit für deutlich geringeres Rauschen.
So erhält man hochaufgelöste, detail-
reiche, klare Bilder bei äußerst geringer
Dosis (Ultra-low-dose Imaging).
Weniger ist mehr
Dosisreduzierung, Strahlenschutz und
Verbesserung der Bildqualität sind Anliegen, die bei der Entwicklung von SiemensSystemen und Methoden immer im Vordergrund stehen. Mit dem CARE-Paket
bietet Siemens für alle Artis-Systeme
(Artis zee, Artis zeego, Artis Q und Artis
Q.zen) ein Bündel an Applikationen zur
Reduzierung der Strahlendosis für Patient,
Untersucher und Assistenzpersonal, ohne
dass dabei Abstriche bei der Bildqualität
gemacht werden müssen. Mit dem CLEARPaket wird die Bildqualität verbessert,
besonders bei bisher kritischen Punkten
wie Niedrigdosis-Untersuchungen, Bildkanten, Bewegungen und feinen Strukturen.
Damit die Anwender der Artis-zee-Systeme von einem einheitlichen und erhöhten Qualitätsniveau profitieren können,
hat Siemens in den letzten zwei Jahren
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Medizin
Angiographie
„syngo DynaPBV eignet sich nicht
nur zur Behandlung von Tumoren,
sondern kann auch Informationen
über den Response zur Therapiekontrolle liefern. Das ist meines
Erachtens das Wichtigste an dieser
Technologie.“
Prof. Dr. med. Thomas J. Vogl,
Direktor des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie,
Goethe-Universität Frankfurt am Main
über 2.000 installierte Artis-zee-Systeme
kostenneutral und standardmäßig mit
dem CARE- und dem CLEAR-Paket aufgerüstet. Damit ist auch der Weg zu zukünftigen neuen Applikationen geebnet.
Die neuen Hardwareentwicklungen
ermöglichen auch eine Vielzahl neuer
1A
Software-Applikationen bei den Artis-Qund Artis-Q.zen-Produktlinien.
Perfusion als individuelles Maß
Die genaue Kenntnis einer Läsion und
ihrer Umgebung ist für den Therapieerfolg
unerlässlich.
1C
1B
Abbildung 1: Vergleichsaufnahmen des im Testkörper platzierten Schläfenbein-Implantats
[A] Multislice-CT, [B] syngo DynaCT Micro, [C] Stapesprothese
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syngo® DynaPBV Body hilft durch die
räumliche Bestimmung der Blutverteilung
bei der Überwachung des Zustandes
des Patienten vor und während der Intervention und bei der Charakterisierung
der therapierten Läsion. Die Überlagerung von farbkodiertem Perfusionsbild
und anatomischem syngo®-DynaCTBild erleichtert die Erkennung von Gefäßen. Einsatzgebiete von syngo DynaPBV
Body sind z. B. die Bestimmung des
genauen Endpunkts einer Embolisation,
die chemische Tumorablation oder die
Rekanalisierung verschlossener Gefäße
mittels perkutaner transluminaler
Angioplastie. Einzelheiten zu wichtigen
Anwendungen sind im Magazin „AXIOM
Innovations“2 (11/2012, engl.) erläutert.
Schnelligkeit und Sichtbarkeit
sind die Trümpfe
Und damit das alles wirklich schnell geht,
kann das roboterbasierte Artis zeego
mit syngo® Dyna3D HighSpeed eine
Aufnahme mit 200°-Rotation in weniger
als 3 Sekunden durchführen. Das spart
Kontrastmittel – gut für Patienten mit
eingeschränkter Nierenfunktion – , reduziert Bewegungsartefakte und macht
zum Beispiel auch Lungenscans unter
Atemanhalten für den Patienten leichter.
In der Röntgenbildgebung der Neuroradiologie wird es heute immer wichtiger,
kleinste Implantate, wie z. B. ein nur
„Zur Bestimmung der Effektivität
und der Sicherheit einer TACE
ist syngo DynaPBV Body für die
Verwendung vor und nach der
Embolisation geeignet.“
Prof. Dr. med. Philippe L. Pereira,
Direktor der Klinik für Radiologie,
Minimal-invasive Therapien und Nuklearmedizin,
SLK-Kliniken, Heilbronn
5 mm großes Schläfenbein-Implantat
oder einen Flow-Diverter, sichtbar zu
machen. syngo® DynaCT Micro macht
das jetzt in bisher nie gesehener Qualität
möglich und sorgt gleichzeitig für eine
scharfe Darstellung der anatomischen
Umgebung. Und natürlich wird auch hier
viel Dosis eingespart.
Ist der Stent korrekt platziert und entfaltet? Das ist eine wichtige Frage in der
interventionellen Kardiologie, z. B. beim
Bifurkationsstenting, wo es auf besonders exakte „Montage“ ankommt. Mit
CLEARstent Live werden Lage und Funktion von kleinen Instrumenten und
Implantaten sowie die kardiale Anatomie
bereits während des Kathetervorschubs
ohne Verzögerung sichtbar gemacht –
das macht den Eingriff schnell und spart
Dosis. Dank der hierbei im DICOM-Format
gespeicherten Aufnahmen ist eine sichere
Dokumentation des Eingriffs möglich.
abläufe unterstützen den gesamten
Eingriff.
Technologie trifft auf Design
Artis Q und Artis Q.zen sind – konstruktiv
analog zur bewährten Artis-zee-Familie –
als decken- oder bodenmontierte monooder biplane Systeme erhältlich, das
roboterbasierte Multiachsensystem Artis
2A
zeego ist ebenfalls mit Q-Technologie
verfügbar. Aber nicht nur die Technologie
der neuen Produktlinie überzeugt, auch
das Design ist einzigartig. Dem technologischen Trend der Miniaturisierung
folgend wurden wichtige Bauteile wie
Generator, Strahler und Detektor für
erhöhten Bedienkomfort verschlankt und
neu geformt. Zwei von vielen Vorteilen:
2B
Koregistrierung schafft Übersicht
Intravaskulärer Ultraschall (IVUS) und
Angiographie lassen sich mit IVUSmap
synchron registrieren, sodass die räumliche Lage der IVUS-Aufnahmen im
Gefäßbaum und der Zustand der Gefäße
jederzeit nachvollzogen werden können.
Die IVUS-Sonde wird dabei vom Untersucher direkt am Artis-Q oder Artis-Q.zenSystem bedient, automatisierte Arbeits-
Abbildung 2: Vergleichende VRT-Darstellung eines Flow-Diverters mit Kalzifizierung
der Aneurysma-Wand – [A] syngo DynaCT, [B] syngo DynaCT Micro
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Medizin
Angiographie
„Besonders die Neuroradiologie
ist auf die Visualisierung
kleiner Strukturen angewiesen –
und genau das liefert uns
syngo DynaCT Micro.“
PD Dr. med. Tobias Struffert,
Neurologische Abteilung,
Universitätsklinikum Erlangen
Im Angiolabor oder im Hybrid-OP ist
jetzt noch mehr Platz und Systembewegungen werden wegen der geringeren
Gewichte der Komponenten schneller.
Innovativ und zukunftsweisend
– die Artis-Plattformen
Die Artis-zee-Plattform hat sich in allen
Bereichen der interventionellen Bildgebung etabliert, wie die wachsende Zahl
der Installationen und der Veröffentlichungen belegt. Mit den Produktlinien
Artis Q und Artis Q.zen bringt Siemens
jetzt neueste Hardware-Innovationen
und leistungsstarke Software-Applikationen in den Interventionsraum und in
den Hybrid-OP.
Vor fünf Jahren hat Siemens die Artiszee-Produktlinie auf den Markt gebracht.
Bis heute überzeugen deren fünf Systeme
in Bildqualität, Bedienkomfort, Abdeckung
und Einsatzmöglichkeiten.
Besonders hervorzuheben ist das Artis
zeego, ein äußerst flexibles Multiachsensystem. Dank der Robotertechnologie lässt
es sich exakt, einfach und in variabler
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inside: health · Mai 2013
Arbeitshöhe positionieren. Bis zu 45 Zentimeter Bilddiagonale ermöglichen die
erweiterte Abdeckung und eine großvolumige Schnittbildgebung. Kompakte
Parkpositionen schaffen Platz im OP und
gewähren optimalen Zugang zum Patienten. Innovative Software-Applikationen
schöpfen das Potenzial von Artis zeego
voll aus: syngo DynaCT 360 ermöglicht
großräumige Weichgewebeaufnahmen,
z. B. der Tumoranatomie mit den versorgenden Gefäßen, in nur 6 Sekunden;
onkologische Interventionen wie Chemoembolisationen, HF-Ablationen und
Chemoperfusionen werden damit erleichtert.
Large Volume syngo DynaCT, nur mit
Artis zeego, ermöglicht die Abdeckung
des gesamten Abdomens – ein klarer
Vorteil bei der Untersuchung korpulenter
Patienten oder Patienten mit Leberkrebs.
Zusätzlich gestattet syngo InSpace 3D/3D
Fusion die Einblendung von Aufnahmen
aus anderen Modalitäten und verbessert
so die klinischen Arbeitsabläufe. Bei
bildgeführten Interventionen können
InSpace-3D/3D-Fusion-Bilder in die LiveDurchleuchtung eingeblendet werden.
Weitere Applikationen erleichtern minimalinvasive Embolisationen, sorgen für
die Schonung strahlensensitiver Organe
oder erleichtern Nadelinterventionen im
Angiolabor.
Die Artis-Q- und Artis-Q.zen-Produktlinien
erweitern das Einsatz- und Leistungsspektrum der Artis-Familie. Das Artis-Portfolio bietet somit in der interventionellen
Bildgebung für nahezu jede Fragestellung,
jede Applikation und jeden Patienten eine
geeignete Lösung. Die ersten Schritte
auf dem Weg zur personalisierten Medizin sind getan – die Zukunft wird zeigen,
ob die Richtung stimmt.
Dynamikbereich (dynamic range) ist der Dosisbereich,
der vom Detektor in sinnvolle Daten umgesetzt werden
kann.
2
www.siemens.de/axiom-innovations
3
TACE: Transarterielle Chemoembolisation
4
CARE (Combined Applications to Reduce Radiation
Exposure)
1
„Vor Einführung von IVUSmap
musste der Untersucher stets Angiogramm und Ultraschallbild vor
seinem inneren Auge zu einem
morphologischen Gesamtbild kombinieren – das war oft schwierig.“
Dr. med. Evelyn Regar,
Thorax Center, Kardiologie,
Erasmus Medical Center,
Rotterdam, Niederlande
Die Standards in Bildqualität und Dosis mit CLEAR und CARE
CLEAR
CARE
CLEAR verbessert mit Echtzeitverfahren
die Bildqualität ohne Dosiserhöhung:
CARE4 reduziert die Strahlendosis und
setzt dazu an unterschiedlichen Stellen
im Bildgebungsprozess an:
CLEARpulse (bei GIGALIX-Strahlern):
Durch besonders kurze Pulse scharfe
Abbildung schnell bewegter Objekte
und verringerte Strahlenbelastung.
CLEARcontrol: Optimierung von
Helligkeit und Kontrast im gesamten
Bildbereich zur verbesserten Gefäßerkennung.
CLEARview: Verbesserung der Bildqualität bei Niedrigdosis-Protokollen durch
dosisangepasste Rauschreduzierung.
CLEARvessel: Automatische Erkennung
und Kontrastierung von Gefäßgrenzen.
CLEARmotion: Kompensierung von
Bewegungsartefakten zur Erkennung
feiner Strukturen z. B. im Herzen.
CLEARchoice: Festlegen und Anwendung der bevorzugten, applikationsspezifischen Bildqualität.
Dosiseinsparung:
CAREvision: Mit individuell anpassbaren Pulsfrequenzen wird nur die
organ- oder untersuchungsspezifische
Dosis appliziert.
CAREfilter: Automatische Anpassung
der Vorfilterung an die Patientenanatomie.
CAREwatch: Anzeige von verschiedenen
wichtigen Dosiswerten am Monitor.
CAREmonitor: Übersichtliche FarbgrafikAnzeige von akkumulierten Dosiswerten
mit automatischer Aktualisierung.
Dosisdokumentation:
CAREreport: Umfassender Dosisbericht
zur Dokumentation und Auswertung.
CARE Analytics: Tabellierung von verschiedenen, für Interventionen wichtigen
Dosiswerten.
CAREprofile: Strahlungsfreie Einblendung und Filtersetzung mittels
„Standbild” (LIH).
CAREposition: Strahlungsfreie Positionierung von Patient und C-Bogen.
Dosisüberwachung:
CAREguard: Festlegung von Dosisgrenzwerten zur Auslösung von
visuellem und akustischem Alarm.
Info/Kontakt:
www.siemens.de/angiographie
heiko.tuttas@siemens.com
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