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Hannover soll Verpflichtungen nachkommen Modell fürs - Archiv

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Schnelle
Nina
gr. Harburg - Die Jägerstraße wird von manchen
Autofahrern als Rennstrecke benutzt − so auch
von der 42jährigen Nina D.
Mit deutlich über 60 km/h
in der Tempo-30-Zone
rauschte sie in eine Radarfalle. Die Quittung: 200
Mark Bußgeld, ein Monat
Fahrverbot. Sie legte Widerspruch gegen den Bußgeldbescheid ein.
„Ich gebe zu, daß ich
mich falsch und leichtsinnig verhalten habe, ich
kann aber ganz schwer auf
einen Führerschein verzichten“, sagte die schnelle
Nina vor dem Amtsgericht
Harburg, „ich habe erst
seit kurzem wieder eine
Arbeitsstelle, die Probezeit ist gerade vorbei, und
ich muß täglich von Brakkel nach Harburg fahren,
ohne Auto ist das nicht zu
machen.“
Darüber ließe sich reden, meinte Amtsrichter
Hermann Junge, ein Tempoverstoß müsse nicht
gleich den Arbeitsplatz kosten. Statt Fahrverbot könne das Bußgeld deutlich
erhöht werden, „ich bin in
solchen Fällen schon auf
2000 Mark heraufgegangen.“ Nina zuckte zusammen, doch der Richter beruhigte sie gleich wieder:
„So schlimm wird es nicht
werden, wo Sie doch nur
rund 1500 Mark monatlich
verdienen“. Das Bußgeld
wurde „nur“ auf 400 Mark
verdoppelt, dafür muß Nina ihren Führerschein
nicht abgeben. Mit einem
strahlenden
„Dankeschön“ verabschiedete sie
sich aus dem Gerichtssaal.
Benno
nahm alles
gr. Harburg - Zuerst wollte
der 26jährige Benno T. nur
eine Reisetasche aus dem
geparkten VW Polo mitnehmen, dann aber stahl er
doch gleich das ganze Auto. Beim Durchwühlen des
auf dem Postparkplatz am
Bleicherweg abgestellten
Wagens fand er im Handschuhfach einen Zündschlüssel, er brauchte also
nur noch wegzufahren.
Noch am gleichen Tag
schraubte er von einem anderen Fahrzeug die Nummernschilder
ab
und
brachte sie an dem Polo an.
Das nützte nicht viel, auch
die falschen Nummernschilder waren jetzt im
Fahndungscomputer der
Polizei, der Autodieb wurde bald gefaßt. Jetzt wurde
gegen ihn wegen Diebstahls und Urkundenfälschung vor dem Amtsgericht Harburg verhandelt.
Nach der Vernehmung
zur Person verlas Amtsrichter Hermann Junge zunächst das Vorstrafenregister - rund ein Dutzend
Eintragungen, fast nur Eigentumsdelikte im Zusammenhang mit Drogenabhängigkeit. Den gestohlenen Polo wollte Benno T.
allerdings nicht verkaufen
- „das hätte wohl kaum
funktioniert“, meinte er,
„ich wollte so lange damit
spazierenfahren, bis der
Tank leer war, und das Auto dann stehenlassen.“
„Wollen Sie denn irgendetwas gegen Ihre Drogenabhängigkeit
unternehmen“? fragte der Richter.
Unbedingt, versicherte der
Angeklagte, er habe sogar
schon eine vorläufige Zusage für einen Therapieplatz, voraussichtlich im
April könne er damit beginnen. Sein Verteidiger
regte an, das Verfahren
einzustellen. Die Strafe
hätte mit mehreren früheren Verurteilungen zu einer Gesamtstrafe zusammengefaßt werden können
und wäre dann kaum ins
Gewicht gefallen. „Im Gefängnis wird mein Mandant wieder knallhart mit
Drogen konfrontiert, das
Angebot ist dort viel höher
als in der Freiheit“, argumentierte der Anwalt.
Der Richter und der
Staatsanwalt schienen einer Verfahrenseinstellung
nicht einmal abgeneigt, sie
fanden dann aber formaljuristische Hindernisse. So
muß Benno T. doch wieder
ins Gefängnis - sieben Monate ohne Bewährung. Der
Drogentherapie muß dieses Urteil nicht im Wege
stehen: „Wenn die verbindliche Zusage kommt, werden Sie die Therapie aus
der Haft heraus antreten
können“, so der Richter.
Harburger Rund£chau
Erscheint täglich außer sonntags
im Hamburger Abendblatt
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Harburger Rund£chau
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Sonnabend/Sonntag, 16./17. Januar 1999
Hannover soll
Verpflichtungen
nachkommen
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Nr. 13 − Seite 3
Modell fürs Schaufenster
Wilhelmsburger Apothekerin ersteigerte die „Cäcilie“
Böhlke kritisiert Landesregierung
kab Winsen − Der Vorsitzende
der CDU-Fraktion im Harburger
Kreistag, Norbert Böhlke, hat
das Land Niedersachsen im Zusammenhang mit der Schwangerenkonfliktberatung erneut massiv kritisiert. „Wir haben feststellen müssen, daß sich das Land
aus
seiner
Verantwortung
stiehlt, obwohl es ein Bundesgesetz gibt, das die Anforderungen
klar regelt“, sagte er im Anschluß
an eine Sitzung seiner Fraktion.
Anlaß für die Vorwürfe bot die
jüngste Aufstockung des Beratungsangebotes durch das Diakonische Werk. Wie berichtet
wurde dort mit Martina MirbachOssenkopf eine dritte halbe
Beraterinnenstelle besetzt, so
daß der Landkreis Harburg − die
beratenden Ärzte eingerechnet −
netto über zwei Vollzeitberater
verfügt.
Gemessen an der Einwohnerzahl wären jedoch fünf bis sechs
Berater notwendig, da laut Gesetz eine Stelle pro 40 000 Menschen geschaffen werden muß.
Diese Berater müssen nach Ansicht von Kreispolitikern und
der
Verwaltungsspitze
vom
Land bezahlt werden. Tatsächlich beteiligt sich jedoch der
Landkreis mit 27 000 Mark jährlich an den Kosten für die neue
Stelle, während die Kirche den
größten Teil der Kosten für die
Schwangerenkonfliktberatung
übernommen hat.
Einen Zuschuß von hochgerechnet 300 000 Mark zur Erfüllung des Gesetzestextes könne
sich der Landkreis, der darüber
hinaus auch noch zu den Verlierern des geplanten Finanzausgleiches gehöre, aber nicht leisten, sagte Böhlke. „Außerdem“,
Öffnungszeiten
reformieren
kab Winsen − Die CDU-Fraktion
des Kreistages fordert von der
Verwaltung ein Konzept über
bürgerfreundlichere Öffnungsund Sprechzeiten in besonders
stark genutzten Dienststellen.
Das Konzept soll anläßlich der
ohnehin anstehenden Verwaltungsreform erarbeitet werden.
Nach den Vorstellungen der
Christdemokraten
könnte
beispielsweise das Verkehrsamt
auch am Sonnabend vormittag
geöffnet werden, um Privatleuten die An- und Abmeldung ihrer
Fahrzeuge zu erleichtern. Flexiblere Öffnungszeiten wünscht
sich die CDU darüber hinaus im
Gesundheits- und Bauamt. Außerdem sollte das „Formularwesen“ erheblich vereinfacht werden.
Ein entsprechender Antrag
wurde für die nächste Sitzung
des Kreisausschusses gestellt.
so der Fraktionschef, „ist die Finanzierung
überhaupt
kein
Streitfall. Das Land ist in der
Pflicht und wir werden versuchen, im Kreistag eine Resolution zu verabschieden, die das
Land dazu bewegt, seiner Verpflichtung − auch was die Zahl
der Berater angeht − nachzukommen.“
Das Problem: Die Landesregierung sieht sich nicht in der
Pflicht. Bereits 1997 antwortete
die Bezirksregierung Lüneburg
auf eine entsprechende Anfrage
des Kreises, daß sich der „Sicherstellungsauftrag“ nicht auf einzelne Landkreise beziehe.
Auslegungsfähiger
Gesetzestext
Da es in Niedersachsen 261
staatlich anerkannte Konfliktberatungsstellen gebe, sei die Vorgabe erfüllt. Der im Gesetz
benutzte Begriff „wohnortnah“
müsse nicht zwingend bedeuten,
daß die Beratungsstellen auch
im jeweiligen Landkreis angesiedelt seien, zumal es für viele
Schwangere einfacher und aus
Gründen der Anonymität oft
angenehmer sei, Berater in einem anderen Kreisgebiet aufzusuchen.
Daß die Finanzierung ebenso
strittig ist wie die genaue Lage
der Beratungsstellen, liegt ebenfalls an dem Gesetzestext, in dem
lediglich von einer „öffentlichen
Förderung“ gesprochen wird.
Das interpretiert der Kreis als
Zahlungsverpflichtung des Landes, das seinerseits auch die
Kommunen für zahlungspflichtig hält.
Harriet Schneider mit dem von Rolf Themar (l.) gebauten Modell der „Cäcilie“ und Ortsamtsleiter Uwe Hansen.
A.Br. Finkenwerder − Der Verein „Freunde des Hochseekutters Landrath Küster“ ist seinem
Wunsch, eine Hilfsmaschine zur
Stromerzeugung für den restaurierten Segler beschaffen zu können näher gekommen. 3750 Mark
wurden auf das Vereinskonto
eingezahlt. Daran haben zwei
Männer und eine Frau entscheidenden Anteil. Sie trafen sich im
Ortsamt in Finkenwerder.
Bezahlt wurde das Geld − weit
mehr als der Marktwert − von
Harriet Schneider, Inhaberin der
Apotheke im Einkaufszentrum
Wilhelmsburg. Sie hatte in der
Harburger Rundschau davon gelesen, daß Finkenwerders Orts-
amtsleiter das Modell des Ewers
HF 125 „Cäcilie“, das der Finkenwerder Schiffbauer, 2. Vorsitzende des Reichsbundes und Modellbauer Rolf Themar ihm zum
60. Geburtstag überreicht hatte,
meistbietend
weiterreichen
wollte, um der „Landrath
Küster“ zu helfen.
Für die genannte Summe erhielt die Wilhelmsburgerin, eine
begeisterte Seglerin, den Zuschlag. „Ich wollte schon 20 Jahre lang ein tolles Schiffsmodell
haben“, sagte sie bei über Übernahme des Modells. „Ich bin
froh, jetzt dieses gefunden zu haben.“ Es soll in der nächsten Zeit
im Schaufenster der Apotheke
raw Meckelfeld − Klassik für die
Fortbildung der Mitarbeiter.
Den Reinerlös von 3100 Mark,
der bei dem Weihnachtskonzert
„Klassik auf Maaken’s Hof“ vom
4. Dezember letzten Jahres zusammen kam, spendeten die
Veranstalter der Diakonie- und
Sozialstation Meckelfeld. Trotz
heftigen Schneefalls waren etwa
500 Besucher gekommen, um
Professor Wilfried Laatz mit dem
Philharmonischen Kammerorchester Hamburg zu hören.
Auch die Spannung fehlte bei
dem Benefizkonzert nicht, denn
Laatz und das Orchester kamen
gerade an diesem Tag von einer
Spanien-Tournee aus Madrid.
Adolf Meyer-Peters, Mitveranstalter und Inhaber der Halle, in
der das Konzert stattfand: „Die
Karten waren verkauft, die Besucher saßen schon auf ihren Stühlen, und es fehlten nur noch die
Musiker.“ Die saßen in Fuhlsbüt-
Wolfgang Schubbert (v.l.), Wilfried Laatz und Adolf Meyer-Peters
Foto: WAHBA
überreichen Elfriede Völkel den Scheck.
tel fest. Der Flughafen war eingeschneit. Es klappte aber trotzdem noch, und die Besucher hatten ihr Eintrittsgeld nicht nur für
einen guten Zweck gezahlt, sondern kamen auch noch in den
Genuß klassischer Musik in
ländlich rustikaler Atmosphäre.
Jetzt kommen die 40 Mitarbei-
Schlachtermeister Frank Andresen und Polizeirevierführer Bodo Franz beim
Foto: GIPP
Vorbereiten des großen Mettwurstessens.
zeit recht zufrieden. Die im
Herbst 1997 bezogene neue Wache bewährt sich. Der Streifenwagen-Fuhrpark ist modern.
Und er gibt einen kleinen Ausblick auf die Kriminalitätsentwicklung und die Anfang Febru-
ar zu erwartende Statistik für das
zurückliegende Jahr. Franz:
„Vergangenes Jahr ist bei uns die
Zahl schwerer Straftaten erneut
zurückgegangen. Wir werden
nochmals weniger Raub- und
Gewaltdelikte ausweisen.“
Werbung in Berlin
ter der Sozialstation unter der
Leitung von Elfriede Völkel in
den Genuß der Fortbildung. Völkel: „Es liegt uns sehr am Herzen,
unsere Mitarbeiter auf dem
neuesten Stand der Medizin zu
halten, gerade im Hinblick auf
den derzeitigen Skandal in Hamburg.“
Nr. 13
kab Lüneburg/Stade − Die Meisterausbildung ist nach Auskunft der Handwerkskammer
Lüneburg-Stade billiger und
besser geworden. Wie die Kammer jetzt mitteilte, wird in ihren
Meistervorbereitungslehrgängen nun auch Wissen aus den Bereichen moderne Kommunikationstechnik und Qualitätsmanagement vermittelt. Außerdem
werden die Meisterschüler über
neueste Erkenntnisse der Unternehmensführung informiert und
mit einem besseren berufspädagogischen Wissen ausgestattet.
Dieses versetze die künftigen
Meister nicht nur in die Lage,
Lehrlinge auszubilden, sondern
auch, die Fortbildung von Gesellen sinnvoll zu steuern.
Daß die Lehrgänge trotz der inhaltlichen Erweiterungen für die
Anwärter um 30 bis 50 Prozent
billiger geworden sind, ist einem
Förderprogramm der Europäischen Union zu verdanken.
Kammerpräsident
Gernot
Schmidt begrüßte das Förderprojekt, da sich „der Markt und
die Anforderungen an Handwerksmeister in den letzten Jahren durch die schrittweise Verwirklichung der Europäischen
Union stark verändert haben.“
Siedlergemeinschaften fordern Volksabstimmung
das Glücksrad zur Verfügung gestellt:
Wochenendaufenthalte,
Schinken, Freikarten für die
Wildparks und das Freilichtmuseum am Harburger Stadtrand.
Unternehmen aus dem Kreis
Harburg sind auf der Messe, die
zum 64. Male stattfindet, auch
sonst präsent.
Aus dem Stader Landkreis
sind
der
Tourismusverband
Landkreis Stade/Elbe, Vertreter
des integrierten Obstbaues und
Direktvermarkter auf dem Stand
in Berlin vertreten, außerdem
der Kreisverband des Hotel- und
Gaststättengewerbes und der
Tourismusverband Altes Land.
Auch Oberkreisdirektor Karsten
Ebel und auf der Grünen Woche
vertreten, und - drei Tage lang ist unter den Trachtenträgerinnen auch Blütenkönigin Maren
Lühmann.
In diesem Jahr sind mehr als
60 Länder auf der Grünen Woche
vertreten.
Harburger Rund£chau
Bessere
Ausbildung
Bürger befragen
Landkreise auf der Grünen Woche
A.Br. Winsen/Stade - Der Landkreis Harburg wird gemeinsam
mit den anderen Kreisen der Lüneburger Heide wieder auf der
Internationalen Grünen Woche
vom 22. bis 31. Januar in Berlin
vertreten sein. Der Landkreis
Harburg wird das Bühnenprogramm in der Niedersachsenhalle am Sonntag, 24. Januar, bestreiten.
Mit dabei sind dann unter anderem Hildegund Carena und
Ernst-August Bartels als musikalische Sendboten, der Volkskundler Hans Joska Pintschovius vom Kiekeberg-Museum, sowie Dörte Kröger aus Wörme, die
über Buchweizenpfannkuchen
und Brotbacken viel zu erzählen
weiß. Als Neu-Bürgerin des Kreises will MdB Monika Griefahn
für Familienurlaub und Radwanderferien in der Heide werben.
Unternehmen aus dem Landkreis Harburg haben Preise für
gr Harburg − „In der Woellmerstraße
schießt
ein
Mann auf Kinder“. Nach
diesem Anruf raste die
Harburger Polizei zum
„Tatort“. Grund zur Aufregung gab es dort nicht
mehr. Der angetrunkene
58jährige Ernst P. hatte mit
einem
Schreckschußrevolver in die Luft geballert,
weil er sich über den Lärm
fußballspielender Kinder
vor seiner Wohnung ärgerte. Niemand wurde verletzt. Trotzdem erhielt P. eine Strafanzeige.
Schon bei seiner Vernehmung vor der Polizei
hatte er alles zugegeben.
Schon seit Jahren habe er
sich über den Dauerlärm
unter seinem Fenster geärgert, so auch an diesem
Tag. Er habe die Fußballspieler zur Rede gestellt,
doch die hätten ihn nur gehänselt. Da sei er „ausgerastet“ und habe seinen Revolver geholt.
Der Pistolenheld hätte
nun Gelegenheit gehabt,
im Verfahren vor dem
Amtsgericht Harburg zu
den Vorwürfen Stellung zu
nehmen − doch er war
nicht erschienen, vielleicht war ihm sein Rambo-Auftritt jetzt peinlich.
So wurde das Verfahren in
weniger als fünf Minuten
entschieden.
Richter und Staatsanwalt einigten sich auf einen Strafbefehl: Die Schießerei kostet Herrn P. 60 Tagessätze zu 30 Mark, also
insgesamt 1800 Mark Geldstrafe. Sein Schießeisen
muß er abgeben. Die Polizei hatte die Waffe am Tatort nicht beschlagnahmt,
jetzt wurde sie vom Gericht eingezogen.
Fortbildung klassisch finanziert
Wie schwer ist die Mettwurst?
gip Wilhelmsburg − Wie schwer
sind 3,5 Meter Mettwurst?
Schlachtermeister Frank Andresen aus dem Wilhelmsburger
Einkaufszentrum (WEZ) hatte
diese Fragen seinen Kunden gestellt. Einer war mit seiner Schätzung dem richtigen Gewicht von
29,15 Kilogramm sehr nahe gekommen und hatte eine Wochenendreise nach Schweden gewonnen. Andresens feine Mettwurst
aus dem Ratespiel hat nun aber
nicht nur den Reisegewinner
glücklich gemacht, sondern
auch viele andere Wilhelmsburger, die zu einer Wohltätigkeitsfeier bei der Polizei eingeladen
waren.
Frank Andresen und der
Kontaktbeamte Claus Strobel
hatten die Begegnung von
Polizei und Bürgern vorbereitet.
Etwa 100 kamen zum Mettwurstbrotessen, und rein rechnerisch
konnte sich jeder seine Stulle
mit 300 Gramm Aufschnitt belegen. Das Brot hatte Inselbäcker
Cordes spendiert. Zehn Mark
waren von jedem Teilnehmer zu
entrichten. Geld, das für die
Kriminalitätsopfer-Hilfsorganisation Weißer Ring in Wilhelmsburg bestimmt ist.
Wilhelmsburgs Polizeirevierführer Bodo Franz zeigt sich der-
ausgestellt werden. Rolf Themar
baut schon seit vielen Jahren
Schiffsmodelle, zwei weitere hat
er bereits wieder in Bau. Die von
ihm im Maßstab 1:50 gebaute
„Cäcilie“ ist ein besonderer
Ewer. Er gehörte der Seefischerfamilie Kinau, aus der Gorch
Fock und seine gleich ihm
schreibenden Brüder Rudolf
und Jakob hervorgegangen sind.
Die HF 125, 1876 auf der Behrens-Werft in Finkenwerder gebaut, wurde 1922 abgewrackt.
Uwe Hansen, Vorsitzender des
Freundeskreises der Landrath
Küster, hofft, daß er bald die
restliche Mittel für die Hilfsmaschine zusammenhaben wird.
Kurzen
Prozeß
gemacht
ag Harburg − Die Sprecher des
Solidarkreises der Siedlergemeinschaften fordern eine bundesweite
Volksabstimmung
über die doppelte Staatsbürgerschaft. Die bisherigen Diskussionen hätten gezeigt, daß die Parteien damit überfordert sind, in
einem umstrittenen und zentralen Thema allein zu entscheiden.
Unterschriftensammlungen, die
von Parteien nur aus wahltaktischen Gründen durchgeführt
würden und zu keiner Entscheidung führten, lösten keine Probleme, sie brächten im Gegenteil
nur neue.
„Wir begrüßen es, wenn Parteien auch außerhalb von Wahlen
bei einem Sachthema die Mehrheit der Bürger für sich gewinnen wollen“, sagt Karl-Heinz
Schroedter für den Solidarkreis.
Das zwinge zu einer breiten öffentlichen Diskussion, in der
echte Überzeugungsarbeit geleistet werden müsse. Dies sei der
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beste Weg, bei einem umstrittenen Thema wie der doppelten
Staatsbürgerschaft eine allgemein akzeptierte und befriedigende Lösung zu finden. Das gelinge aber nur, wenn am Ende
der Diskussion die Bürger auch
entschieden.
Schroedter: „Die Bürger sind
nicht zu dumm, um auch bei
schwierigen Themen über unterschiedliche Vorschläge zu entscheiden. Wir erwarten doch
auch, daß sie bei Wahlen die Parteien und ihre Kandidaten beurteilen können.“ Wer die Bürger
nur befragen ,aber nicht entscheiden lassen wolle, behandele sie wie unmündige Kinder und
wolle sie nur vor seinen parteipolitischen Karren spannen und
seine eigenen Überzeugungen
feiern. Das löse keine Probleme,
sei durchsichtiges und kurzsichtiges Profilierungsgehabe und
verstärke die Parteiverdrossenheit.
Schwarz
E-Blau
E-Rot
E-gelb
L
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