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100 Jahre Kolping – so bunt wie das Leben - Kolping-Paderborn

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Kreis Gütersloh
Samstag, 7. Januar 2012
Bezirksverband Wiedenbrück feiert Jubiläum
Zahlen & Fakten
Knapp 4200 Frauen, Männer
und Kinder sind aktuell Mitglied
in den 17 Kolpingsfamilien unter
dem Dach des Bezirksverbands
Wiedenbrück. Dieser umfasst flächenmäßig die Städte und Gemeinden Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück, Langenberg, Rietberg,
Verl, Herzebrock-Clarholz und
Schloß Holte-Stukenbrock. Während das Kolpingwerk bundesweit Mitglieder verliert, sind im
Bezirk Wiedenbrück in den vergangenen Jahren neue hinzugekommen (seit dem Jahr 2000 rund
150). Das Ziel für das Jubiläumsjahr 2012 formuliert Bezirksvorstand
Klaus
Vorderbrüggen:
„Eine zehnprozentige Steigerung
der Mitgliederzahl.“
(amu)
Kreis Gütersloh
Dienstag
AOK schließt
am Nachmittag
Kreis Gütersloh (gl). Wegen
einer
Personalversammlung
sind die Geschäftsstellen der
AOK im Kreis Gütersloh am
Dienstag, 10. Januar, ab 13 Uhr
geschlossen. Das teilt die
Krankenkasse mit.
Stichwort
Termine & Service
Jubiläumsjahr
H Kreis Gütersloh
Samstag/Sonntag,
7./8. Januar 2012
Verkehrsüberwachung: Die Polizei kontrolliert am Sonntag
in Harsewinkel.
DRK-Lehrgänge: Sa. 7.30 bis
14 Uhr in Halle, Henry-Durant-Haus, Bismarckstraße 1; 8
bis 14.30 Uhr in Rheda-Wiedenbrück, DRK-Zentrum, an
der Schwedenschanze 16.
Notarzt/Rettungsdienst: bei lebensbedrohlich erscheinenden
Zuständen, w 112, rund um
die Uhr.
Ärztlicher Notdienst: Akute
Erkrankungen, die nicht lebensbedrohlich
erscheinen,
w 0180/5044100.
Psychosozialer Krisendienst:
Freitag 19 Uhr bis Montag 7.30
Uhr, w 05241/ 531300.
Augenärztlicher Notfalldienst:
w 0180/5044100.
Hals-, Nasen-, Ohrenärztlicher
Notfalldienst:
w 0180/
5044100.
Behindertensportgemeinschaft Gütersloh: Informationen unter w 05241/703738.
Selbsthilfegruppe
Tinnitus,
Drehschwindel und Hörsturz:
w 05241/68505.
Hebammen-Zentrale
Bielefeld/Gütersloh: 9 bis 11 Uhr,
w 0521/2704202.
Eine Festschrift zum 100-jährigen Bestehen des Kolping-Bezirksverbands Wiedenbrück stellt alle 17 Kolpingsfamilien, die Tätigkeitsschwerpunkte und mehr vor. Zum Schmökern und Mitfeiern laden (v. l.) Peter Kempf aus Gütersloh (Kassierer im Bezirksvorstand), der Bezirksvorsitzende Klaus Vorderbrüggen aus Langenberg und Christian Schlingschröder aus Westerwiehe (Beisitzer im Bezirksvorstand) ein. Bild: Munkelt
100 Jahre Kolping – so bunt wie das Leben
Von unserem Redaktionsmitglied
ANNETTE MUNKELT
Kreis Gütersloh (gl). „Wir
sind eine lebensbegleitende Organisation“, sagt der Bezirksvorsitzende Klaus Vorderbrüggen. Von
der Krabbelgruppe bis zum Seniorennachmittag reicht das Angebot des Kolpingverbands im
südlichen Kreis Gütersloh.
17 Kolpingsfamilien auf vergleichsweise kleiner Fläche – das
ist deutschlandweit einmalig.
4200 Mitglieder bilden den Bezirksverband Wiedenbrück. Und
der hat in diesem Jahr Grund zum
Feiern: Er besteht seit 100 Jahren.
Am Sonntag, 15. Januar, steigt
der Festakt im „Gütersloher
Brauhaus“. Den vorhergehenden
Festgottesdienst in der St.-Pankratius-Kirche zelebrieren Diözesanpräses Ansgar Wiemers
und der neue Bezirkspräses Markus Henke (Gütersloh), der in diesem Rahmen in sein Amt eingeführt wird. Erwartet werden viele
hundert Gäste, darunter Bürgermeister, Politiker und natürlich
Mitglieder der Kolpingsfamilien.
Das Motto des Jubiläumsjahrs
lautet „Kolping – so bunt wie das
Leben“. Im Lauf der Jahrzehnte
sind die Kolpingsfamilien in der
Tat vielfältig geworden, haben
sich gewandelt und geöffnet. Mitte des 19. Jahrhunderts waren in
den Gesellenvereinen, aus denen
das Kolpingwerk entstand, ausschließlich ledige Männer mit
Handwerksberufen zugelassen.
Auch noch 1912, als der Bezirksverband Wiedenbrück ins Leben
gerufen wurde. Seit 1966 stellen
Frauen die Hälfte der Mitglieder,
auch zahlreiche Protestanten engagieren sich, und die strengen
hierarchischen Strukturen sind
verschwunden. „Ich bin selbstständiger Unternehmer, verheiratet und habe Kinder – auf der Position des Vorsitzenden wäre ich
noch vor 40 Jahren undenkbar gewesen“, sagt der Bezirksvorsitzende Klaus Vorderbrüggen (42)
aus Langenberg.
Die Mehrheit der aktiven Mitglieder gehört nach wie vor der
katholischen Kirche an. Die Anbindung an das kirchliche Leben
ist in den Statuten verankert, äußert sich in zahlreichen Aktivitäten wie Wallfahrten und anderen
religiösen Angeboten. Insgesamt
gesehen sind die Kolpingsfamilien jedoch weltlicher geworden,
um weiterhin Menschen mit ihren
Angeboten zu erreichen. 100 Jahre Kolpingverband im Süden des
Kreises Gütersloh – „das hätten
Kaunitz macht die
meisten Mitglieder mobil
Man sieht’s: Die Kolpingsfamilie Sürenheide ist eine der jüngsten im
Bezirk Wiedenbrück. 14 Familien bilden den „Junge-Familien-Kreis“.
Kreis Gütersloh (amu). Die 17
Kolpingsfamilien im Bezirksverband Wiedenbrück haben unterschiedliche Schwerpunkte. Steht
bei der einen vor allem die Arbeit
mit Jugendlichen und Familien im
Mittelpunkt, sind andere für ihre
Angebote für Senioren bekannt,
haben eine lebendige Theater-,
Sport- oder Tanzgruppe, veranstalten regelmäßig Computerkurse, politische Arbeitskreise und
Studienfahrten oder gestalten
Karnevalsfeten. Am mitglieder-
stärksten sind die Kolpingsfamilien Kaunitz (512), Verl (443),
Herzebrock (315), Westerwiehe
(297), Stukenbrock (290) und
Neuenkirchen (280), am kleinsten
ist Gütersloh Ost (108). In Kaunitz spielt die Besonderheit eine
Rolle, dass dort eine überaus große Kolpingjugend mit 320 Aktiven existiert – laut dem Bezirksvorsitzenden Klaus Vorderbrüggen die deutschlandweit größte.
www.kolping-bezirk-wiedenbrueck.de
1
dung und für Schwächere. Tradition hat seit über 40 Jahren die
Altkleidersammlung
„Aktion
Rumpelkammer“, die bisher mehr
als eine Million Euro erbracht
hat. Der 1992 unter dem Dach des
Verbands gegründete Entwicklungshilfeverein unterstützt die
Kolpingarbeit in Mexiko.
Bildung vermittelt der Verband
nicht nur bei Wochenenden und
Ferienangeboten für Familien,
sondern auch in Bildungseinrich-
tungen in Gütersloh. Im Berufsförderungszentrum werden Jugendliche betreut, im Beruflichen
Trainingszentrum psychisch erkrankte Arbeitnehmer wiedereingegliedert und im Fachseminar
für Altenpflege derzeit 230 Männer und Frauen ausgebildet.
Im Verlauf des Jubiläumsjahrs wird „Die Glocke“ einzelne Projekte und Arbeitsfelder
des Bezirksverbands ausführlich
vorstellen.
Das Jubiläumslogo zum Motto
„Kolping – bunt wie das Leben“.
2
Tradition seit fast 80 Jahren: Die Nachtwallfahrt zur Wiedenbrücker
Marienkirche findet jedes Jahr im Frühjahr statt.
Zur Person
„Lebende Passionsbilder“: von
1906 bis 1957 von der Kolpingsfamilie Wiedenbrück inszeniert.
Beliebt: Seit 50 Jahren lernen sich Mitglieder der 17
Kolpingsfamilien beim Pfingstzeltlager des Bezirksverbands kennen.
Adolph Kolping lebte von 1813
bis 1865. Er arbeitete als Schuhmachergeselle, bevor er in München und Bonn Theologie studierte und Priester wurde. 1849 gründete er in Köln einen der ersten
Gesellenvereine. Aus ihnen wurde
später das Kolpingwerk. Auf die
Fahnen schrieben sich diese Vereine vor allem die allgemeine,
fachliche und religiöse Bildung
ihrer Mitglieder sowie gemeinsame Aktivitäten. Adolph Kolping
war der enthusiastische Motor ihrer Verbreitung in ganz Deutschland, publizierte Schriften. 1991
wurde er seliggesprochen. (amu)
wir ohne Flexibilität wohl nicht
geschafft“, meint Peter Kempf
(Gütersloh), Mitglied im Bezirksvorstand. Klaus Vorderbrüggen
betont: „Wir sind nicht die Amtskirche, sondern ein spezieller Teil
von Kirche und deshalb auch für
Menschen attraktiv, die mit der
Institution nicht viel anfangen
können.“ Kirchgänger und Kirchenferne treffen sich in Krabbelgruppen, bei Zeltlagern und Radtouren, feiern gemeinsam Sommerfeste und tragen mit Aktionen
Spenden für soziale Zwecke zusammen. Vor allem dieser Gedanke hat im Kolpingverband eine
lange, lebendige Tradition.
Chronologie
Festschrift als Erfolgschronik
Kreis Gütersloh (amu). Zum
100-jährigen Bestehen des Kolping-Bezirksverbands hat eine
Arbeitsgruppe aus dem Bezirksvorstandsteam in monatelanger
Arbeit eine ansprechend gestaltete Festschrift zusammengestellt
(Auflage 1000 Stück). Auf 115
Seiten beleuchtet sie das Wirken
des Verbands und stellt jede einzelne Kolpingsfamilie vor. Deutlich wird darin auch der besondere Einsatz der Kolpinger für Bil-
Ein Auszug aus den Veranstaltungen des Jubiläumsjahrs:
a 15. Januar: 9.30 Uhr Festgottesdienst in der St.-PankratiusKirche Gütersloh, anschließend
Festakt im „Brauhaus“.
a 5. Mai: Nachtwallfahrt zur Marienkirche Wiedenbrück.
a 25. bis 28. Mai: Pfingstzeltlager
für Jugendliche und Ehemalige.
a 24. Juni: 10.30 Uhr Bezirkstag
im Gartenschaupark Rietberg.
a 17. November: Abschlussveranstaltung bei Kreutzheide in
Westerwiehe.
(amu)
Apfelsinenaktion: Tausende von Orangen verkauft
die Kolpingjugend Rietberg stets in der Adventszeit
zugunsten sozialer Initiativen und Projekte.
Ein Auszug aus der Geschichte
des
Kolping-Bezirksverbands
Wiedenbrück (die vollständige ist
in der Festschrift nachzulesen):
a 1878-1909: Gründung der Kolpingsfamilien
Wiedenbrück,
Rietberg, Gütersloh Zentral,
Rheda, Neuenkirchen, Herzebrock (in dieser Reihenfolge)
a 10. Dezember 1912: Gründung
des Bezirksverbands Wiedenbrück-Bielefeld-Minden
a 1925-1931: Gründung der Kolpingsfamilien Clarholz, SendeSenne II, Langenberg, Avenwedde, Schloß Holte, Verl
a 1. Mai 1931: Aufspaltung des
Bezirksverbands in den Bezirk
Minden Ravensberg und den Bezirk Wiedenbrück
a Juni 1933: Der erste deutsche
Gesellentag in München wird
durch die Nationalsozialisten gesprengt; Kolpingbrüder aus dem
Bezirk Wiedenbrück entgehen
dem Tod und legen aus Dankbarkeit das Gelübde zur jährlichen
Wallfahrt nach Wiedenbrück ab
a Oktober 1946: Erster Bezirkstag nach dem Krieg mit 600 Teilnehmern in Neuenkirchen
a 1947: Gründung der Kolpingsfamilie Mastholte
a 1954: Eröffnung des späteren
Berufsförderungszentrums
in
Gütersloh
a 1957: Der Bezirk hat 3146 Mitglieder in 14 Kolpingsfamilien
a 1962, 1963: Gründung der Kolpingsfamilien Westerwiehe und
Gütersloh Ost
a 1966: Frauen dürfen Mitglied
werden; erste „Aktion Rumpelkammer“ findet statt
a 1975: Das Kolpingwerk wird
anerkannter Bildungsträger
a 1980: Gründung der Kolpingsfamilie Verl-Sürenheide; erstes
Bezirkskegelturnier in Gütersloh
a 1990: Die ersten Altkleidercontainer werden aufgestellt
a 1992: Gründung des Vereins
Entwicklungshilfe
a 2000: 4039 Mitglieder im Verband; die Kolpingjugend kriselt
a 2008: Bezirkstag auf der Landesgartenschau in Rietberg mit
2000 Teilnehmern.
(amu)
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