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Mehr Frauen für den IT-Arbeitsmarkt oder: Wie schaffen wir den

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Mehr Frauen für den IT-Arbeitsmarkt
oder: Wie schaffen wir den Kulturwandel im Hightech-Sektor?
Dr. Stephan Pfisterer, BITKOM e.V.
Hamburg, 4. September 2012
Fachkräftemangel bremst das Wachstum
Anteil ITK-Unternehmen, die unter Fachkräftemangel leiden
70%
63%
59%
59%
60%
59%
Mrz 11
Jun 11
Sep 11
Dez 11
60%
52%
50%
44%
44%
40%
33%
31%
34%
30%
27%
30%
24%
20%
10%
0%
Dez 08 Mrz 09
Jun 09
Sep 09
Dez 09
Mrz 10
Jun 10
Sep 10
Dez 10
Mrz 12
Quelle: BITKOM, 25.- 38.Branchenbarometer
2
ITK-Arbeitsmarkt: 18.000 zusätzliche Jobs im Jahr 2011
Beschäftigte in der ITK-Branche nach Segmenten in Deutschland*
Gesamt:
831.000
835.200
835.500
848.200
866.400
11
11
228
876.400**
Tsd.
1000
12
12
11
268
245
237
11
800
225
220
Consumer Electronics
600
Telekommunikation
(Kommunikationstechniken,
TK-Dienste
Informationstechnik
(Software, IT-Services, IT-Hardware
400
551
578
2007
2008
587
609
631
646
*Angestellte
und Selbständige (zum
Jahresende)
**Prognose
200
0
2009
2010
2011
2012**
Quelle: Eigene Berechnungen,
Bundesagentur für Arbeit, BnetzA
3
Weibliche IT-Fachkräfte: plus 68 % bis 2020 ?
866.000
800.000
600.000
400.000
+68%
215.000
200.000
128.000
0
ITK Gesamt 2011
Frauen 2011
Frauen 2020
Quelle: Eigene Berechnungen, Bundesagentur für Arbeit, BnetzA
4
Viele Hürden auf dem Weg zur Spitze
Zu geringe Anzahl qualifizierter
weiblicher Kandidaten
Mangelnde Kinderbetreuungsmöglichkeiten
67,8%
48,8%
45,0%
Hürden beim Wiedereinstieg von Frauen
Mangelnde Förderung von Schülerinnen
in MINT-Fächern
Ungünstige Arbeitszeiten / Präsenzkultur
41,3%
37,4%
35,4%
„Gläserne Decke“ in den Unternehmen
33,3%
Schlechtere Selbstvermarktung von Frauen
30,8%
Geringe Attraktivität der Branche
21,0%
Politische Rahmenbedingungen
17,7%
Fehlende Netzwerke für Frauen
Sonstige
0%
4,1%
20%
40%
60%
Quelle: BITKOM, Basis: alle ITK-Unternehmen, N = 702
5
ITK-Unternehmen wollen Frauenanteil steigern
Anteil von Frauen in ITK-Unternehmen 2011 (ist) und 2020 (geplant)
40%
+ 32%
37,2%
2011
2020
+ 68%
30%
28,1%
24,8%
20%
+ 500%
16,8%
+ 230%
14,5%
14,8%
10%
2,8%
0%
Top-Management
4,4%
Mittel-Management
ITK-Spezialisten
Sonstige
Quelle: BITKOM
6
Mehr Frauen in ITK-Unternehmen ? Motive und Erwartungen
Welche Vorteile erwarten Sie sich von einem höheren Frauenanteil für Ihr Unternehmen?
26,6%
Höhere Effizienz der Fachkräfte-Teams
Sicherung von Personal-Ressourcen
Langfristig erfolgreichere StrategieEntscheidungen im Management
Umsatzzuwachs und Gewinnmaximierung
Höhere Akzeptanz für Produkte infolge
veränderten Produkt-Designs
25,0%
23,8%
14,5%
12,0%
31,4%
Besseres Betriebsklima
27,1%
Höhere Kundenzufriedenheit
Bessere Positionierung in öffentlicher
Quotendiskussion
Attraktiveres Image des Unternehmens
25,2%
24,8%
21,7%
Lösungsansatz zur demografische Entwicklung
Sonstige
Keine
5,7%
9,9%
Quelle: BITKOM
7
Bildungsexpansion oder Sondereffekte ?
Studienanfänger und Absolventen im Studienbereich Informatik
Tsd.
60
48,4
50
41,1
40
38,1
34,5
32,5
30,4
29,1
30
20
14,3
16,0
15,5
16,5
10,5
10
5,8
Studienanfänger
6,1
Absolventen
0
2000
2002
2004
2006
2008
2010
2011*
Quelle: Statistisches Bundesamt; Werte abzüglich konsekutiver (Erst-)Abschlüsse (geschätzt)
8
IT und ET: Frauen in der Minderheit
Frauenanteil im 1. Fachsemester in %
Elektrotechnik
Informatik
25
20
19,4
18,9
18,6
16,9
17,4
18,6
19,0
19,1
10,0
10,3
2009
2010
17,4
16,9
9,4
9,6
9,3
9,7
2005
2006
2007
2008
19,9
17,1
15
10
9,1
9,8
9,9
9,4
9,5
2001
2002
2003
2004
11,0
5
0
2000
* vorläufiger Wert
2011*
Quelle: Statistisches Bundesamt
9
Erfolgreiche Prüfungen nach Geschlecht (2010)
Mathematik
43,6%
Frauen
56,4%
Männer
19,4%
Physik
80,6%
9,6%
Maschinenbau
90,4%
11,4%
Informatik
88,6%
7,8%
Elektrotechnik
92,2%
49,1%
50,9%
BWL
Psychologie
81,4%
18,6%
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
100%
Quelle: Destatis
10
Frauen im MINT-Studium
Internationaler Vergleich 2006, in %
Quelle: Eurostat, US Department of Education
11
Anteil weiblicher IT-Azubis (in %): Tendenz rückläufig
Quelle: DIHK
12
Sind Programme für die Gewinnung weiblicher
Fach- und Führungskräfte vorhanden?
Ja, wir haben ein spezielles Programm
40 %
Nein, wir haben kein spezielles Programm
60 %
Quelle: BITKOM, Nicht repräsentative, interne Umfrage
13
Instrumente zur Gewinnung von Fach- und Führungskräften
Angebote für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Beteiligung an speziellen Absolventen-Messen
Einsatz weiblicher Role-Models für das Bewerber-Marketing
Personalentwicklungs-Angebote für Frauen
(Mentoring, Coaching)
Veröffentlichung von Zielgrößen für den angestrebten Anteil
von Frauen in unserem Unternehmen
Wertschätzung für spezifische Kompetenzen von Frauen /
Genderaspekte im Kompetenzmanagement
Quelle: BITKOM, Nicht repräsentative, interne Umfrage
14
„Sonstige“ Instrumente
Mentoren für weibliche Nachwuchskräfte in Vorstand oder Geschäftsleitung
Short-List-Regeln für Management-Positionen
Aufbau eines Talent-Pools für Frauen
Kooperationen mit Frauenstudiengängen und Mädchengymnasien
Netzwerk-Events mit externen Female Professionals
Diagnostikverfahren für weibliche Talente
Awareness-Workshops für HR-Manager und Fachvorgesetzte
Frauentage im Unternehmen
Quelle: BITKOM, Nicht repräsentative, interne Umfrage
15
Sind Programme für die Entwicklung weibliche
Fach- und Führungskräfte vorhanden?
Ja, wir haben ein spezielles Programm
40 %
Nein, wir haben kein spezielles Programm
60 %
Quelle: BITKOM, Nicht repräsentative, interne Umfrage
16
Instrumente zur Entwicklung weiblicher Fach- und
Führungskräfte
Mentoring- und Coaching-Programme
Etablierung unternehmensinterner
Karrierenetzwerke für Frauen
Teilnahme an unternehmensübergreifenden
Karrierenetzwerken für Frauen
Berücksichtigung von Gender Diversity-Aspekten
bei Performance- und Potentialermittlung
Individuell zugeschnittene Angebote für Skill-Development
(z.B. Arbeitsmethoden, Kommunikation, Führungsverhalten)
Quelle: BITKOM, Nicht repräsentative, interne Umfrage
17
Arbeitszeit und Arbeitsorganisation entscheidend
für Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Familienfreundliche Arbeitszeitgestaltung
74,0%
Optimierung der Arbeitsorganisation
66,1%
60,6%
Wiedereinstieg nach der Elternzeit
Familienorientierte Aktivitäten des Unternehmens
31,8%
Betriebliche Unterstützung für Kinderbetreuung
19,6%
Sonstige
3,1%
Keine
3,3%
0%
20%
40%
60%
80%
Quelle: BITKOM, Basis: alle ITK-Unternehmen, N = 702
18
Erfolgsfaktoren für Gender Diversity in der IT-Branche
Ziele definieren und Zielerreichung überwachen
Sponsoren in Vorstand oder GL für Gender-Themen finden
Netzwerke fördern und deren Effektivität überprüfen
Role Models gezielt einsetzen
Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter verbessern
Recruitment und Talent Management neu ausrichten
Karriereverläufe flexibler gestalten
Nicht-IT-Fachbereiche nutzen
Gender-Pay-Gap reduzieren
19
Erfolgsfaktoren …
Öffentlich Position beziehen
Quotendebatte nutzen
Kontroversen schaffen Raum für
Veränderungen
20
Ihr Ansprechpartner
Dr. Stephan Pfisterer
Bereichsleiter Bildungspolitik und
Arbeitsmarkt
030.27576-135
s.pfisterer@bitkom.org
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