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Delegiertenversammlung vom 18.9.2008 in Basel Ähnlich wie

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Die nachhaltige Pensionskasse
Delegiertenversammlung vom 18.9.2008 in Basel
Ähnlich wie Silvester bietet die Delegiertenversammlung jedes Jahr Gelegenheit, das
vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und gleichzeitig einen Ausblick auf die Zukunft zu
geben. Anders als an Silvester ist aber, dass das Geschäftsjahr 2007 erst heute seinen definitiv
abgeschlossen wird, obwohl wir uns schon weit in der zweiten Hälfte von 2008 befinden. Als
Sammelstiftung mit über 1000 angeschlossenen Arbeitgebern ist es nicht möglich, die Zahlen
schon im 2. Quartal zu präsentieren, auch wenn dies wünschbar wäre.
Das Jahr 2007 war für uns ein intensives, aber gutes Jahr. Wir hatten uns einiges
vorgenommen und auch realisiert. Nicht nur haben wir die seit mehr als 20 Jahre geltende
Regelung über die Verwaltungskostenbeiträge neu definiert (darüber wurde an der
Delegiertenversammlung in Bern letztes Jahr abgestimmt), sondern auch alle Risikoprämien
von unserem Experten überprüfen lassen. In ganz vielen Versicherungsplänen konnten die
Risikoprämiensätze für 2008 zum Teil deutlich gesenkt werden, bei einigen mussten aber auch
leichte Erhöhungen vorgenommen werden. Wir denken, dass nun mindestens für die nächsten
2-3 Jahre keine weiteren Anpassungen notwendig sein werden, ausser der Schadenverlauf
verändert sich drastisch. Eine weitere Überprüfung wird zeitgleich mit dem nächsten
versicherungstechnischen Gutachten vorgenommen.
Im November 2007 hat der Stiftungsrat aufgrund der zu diesem Zeitpunkt immer noch
komfortablen Ertragslage beschlossen, erstmals seit 2001 die Altersguthaben wieder höher als
mit dem BVG-Zinssatz zu verzinsen, d.h. konkret mit 3,5% anstatt 2,75 %. Aus heutiger Sicht
war dies wohl ein wenig zu optimistisch. Für 2009 wird dieser Zinssatz wieder nach unten
korrigiert werden müssen, vermutlich auf die Höhe des BVG-Zinssatzes. Wir sind daher
gespannt, welche Kräfte in Bern wie viel Einfluss auf die Höhe des BVG-Zinssatzes haben
werden. Der Bundesrat wird demnächst entscheiden müssen.
Was auf Beginn 2009 ebenfalls ändern wird, ist die Höhe des Koordinationsabzuges, der
Eintrittsschwelle und des oberen Grenzwertes, analog der Erhöhung der maximalen einfachen
AHV-Rente. Aber auch dieser Wert ist heute noch nicht bekannt.
Neben den alltäglichen Fragen zu Vorsorgeausweis, Einkauf von fehlenden Beitragsjahren,
Vorbezug für Wohneigentum, Scheidungsberechnungen, Weiterleitung von
Freizügigkeitsleistungen, Leistungsfällen und ähnlichem stehen wir auch immer wieder vor der
Entscheidung, ob wir uns an all diesen Pensionskassenvergleichen in der Tagespresse
beteiligen sollen. Transparenz ist uns wichtig und wir scheuen uns nicht vor einem Vergleich.
Es zeigt sich aber, dass diese Vergleiche eben doch nicht wirklich vergleichbar sind. Es wird
dem Leser und der Leserin eine Wissenschaftlichkeit und Objektivität suggeriert, die nicht
gegeben ist. Auch wenn heute mehr Informationen eingeholt werden als noch vor 2 -3 Jahren,
ist eine wirklich umfassende Bewertung nicht möglich. Zudem zweifeln wir manchmal, ob die
für diese Musterbetriebe abgegebenen Offerten in allen Fällen wirklich „echte“ Prämien oder
zum Beispiel Sonntagszeitungswerte respektive Eintagsfliegen sind.
Ein anderes schwieriges Thema ist der Umgang mit Versicherungsbrokern. Diese leben von
den Provisionen, die sie von den Versicherungsgesellschaften bekommen und interessant ist
dies doch im Hinblick auf die Umplatzierung eines Versicherungsvertrags. So kommt es
unterdessen vermehrt vor, dass wir in bestehenden Verträgen Versichertendaten liefern und
ebenfalls neu offerieren müssen. Dies in aller Regel nicht, weil der Kunde dies verlangt,
sondern weil der Broker dies als seine Pflicht betrachtet. Es ist für uns schwierig abzuschätzen,
wie solche Evaluationen dann ablaufen, übermittelt und gewertet werden, da wir keine Einsicht
in die Auswertung haben. Auch hier sind wir am Überlegen, wie wir uns in Zukunft verhalten
wollen, denn es bedeutet für uns zusätzlichen Aufwand, der nicht kalkuliert ist.
Es ist ja nicht so, dass wir keine Ahnung haben, wie die Prämienstrukturen bei den
verschiedenen Anbietern aussehen. Einige Kassen kennen wir gut, bei anderen, z.B.
Sammelstiftungen der Lebensversicherer namentlich Axa/Winterthur und SwissLife ist bekannt,
dass diese mit aller Kraft wieder in den Vorsorgemarkt zurückdrängen. Dies kann mit tiefern
Eintrittsprämien oder auch mit substantiellen Eintrittsgeschenken gefördert werden. Sogar die
Stiftung Abendrot ist von einer dieser Gesellschaften eingeladen worden, sich doch für das
BVG anzuschliessen!
Der Stiftungsrat hat dazu an seiner letzten Sitzung ein Grundsatzpapier verabschiedet mit dem
Inhalt:
„Die Stiftung Abendrot, als eine der grösseren Vorsorgeeinrichtungen in der Schweiz, steht mit
anderen Anbietern im Wettbewerb und will attraktiv und konkurrenzfähig sein.
Da wir die Berufliche Vorsorge nicht als Massengeschäft betrachten, kann es nicht primär unser
Ziel sein, zu den billigsten Anbietern zu gehören.
Wir wollen für die angeschlossenen Arbeitgeber und versicherten Personen gute
Dienstleistungen erbringen und rasch und kompetent Anfragen beantworten.
Wir streben einen guten Risikoschutz an und setzen dies in den Vorsorgeplänen um. Wir gehen
auf die Kundenbedürfnisse ein und entwickeln neue Vorsorgepläne. Bei der Beitragsgestaltung
gehen wir von realistischen Ansätzen aus, die den Grundsätzen einer
versicherungsmathematischen Kalkulation entsprechen.
Bei der Festlegung der Verwaltungskosten tragen wir dem Aufwand Rechnung und
berücksichtigen die Betriebsgrösse. Eine gewisse Solidarität in der Kostentragung bleibt in
jedem Fall jedoch bestehen.
Durch eine Steigerung der Effizienz in der Verwaltung wollen wir eine Senkung des Pro-KopfKostenanteils erzielen, wobei diese Effizienzsteigerung nicht zu Lasten des
Dienstleistungsumfangs erfolgen darf.
Wir streben eine transparente finanzielle Regelung mit Intermediären (Maklern, Brokern) an,
ohne dass diese Kosten zu Lasten derjenigen Versicherten gehen, welche die Dienstleistungen
dieser Intermediäre nicht beanspruchen.“
Das ist für uns gelebte Nachhaltigkeit.
Ich bin überzeugt, dass wir unsere Versicherten gut betreuen. Nobody is perfect, auch wir
nicht, aber wir erhalten viele Rückmeldungen, dass unsere Arbeit geschätzt wird. In der Regel
können Eintritte, Lohnmutationen, Austritte innert 1-2 Tagen bearbeitet werden. Auch im
Leistungsdienst werden die notwendigen Abklärungen rasch erledigt. Dass wir mit Dr. H.U.
Stauffer einen Top-Spezialisten im Bereich der Beruflichen Vorsorge im Haus haben, ist mit
auch ein Grund, dass sämtliche rechtlichen Fragen schnell und unkompliziert beantwortet
werden können. Dies ist nicht überall so.
Die im letzten Jahr gestartete Umfrage zu unserem zweimal jährlich erscheinenden Info hat
gezeigt, dass dieses in der jetzigen Form geschätzt und gern gelesen wird. Immer wieder
erhalten wir auch positive Rückmeldungen zu unserer Webseite. Sie dürfen uns aber gerne
mitteilen, wenn Ihnen dort etwas an Informationen fehlt.
Personell hat sich einiges verändert. Ende 2007 ist Beat Michel in der Buchhaltung durch Karin
Trächslin verstärkt worden. Anne Hody hat uns nach acht Jahren verlassen, um sich mehr ihrer
Familie und ihren künstlerischen Aktivitäten zu widmen. Neu hat dann zu Beginn 2008
Jeannine Brunner als Assistentin der GL ihre Tätigkeit aufgenommen, Jeannette Pfeifer hat
Ende Juli das Rentenalter erreicht und ihren Platz im Leistungsdienst an Rolf Gabathuler
abgetreten.
Im Frühling ist auch unsere Liegenschaftsabteilung mit Caroline Wienke verstärkt worden. Dies
war dringend notwendig, muss doch, neben der Prüfung von neuen Projekten, auch der
Kontakt mit den externen Liegenschaftsverwaltungen regelmässig gepflegt und der
unterdessen doch schon beträchtliche Liegenschaftsbestand überwacht werden.
Ein Grossprojekt, welches uns seit einem Jahr ziemlich auf Trab gehalten hat, ist der geplante
Kauf des Lagerplatzes auf dem Sulzer Areal in Winterthur. Unterdessen sind die
Vertragsverhandlungen schon recht weit fortgeschritten und wir hoffen, dass wir bald zu einem
guten Abschluss kommen.
Ein weiteres Projekt, das uns in baulicher Hinsicht beschäftigt, ist die Renovation der
Güterstrasse 133 in Basel, gleich beim Hintereingang des Bahnhofs. Diese Liegenschaft
konnten wir im Sommer 2007 kaufen und wird ab Herbst 2009 unser Geschäftsdomizil sein.
Wir freuen uns sehr auf diesen Umzug.
Eva Zumbrunn
Mitglied der Geschäftsleitung
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Seele and Geist
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