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Menschen wie du und ich - Arbeitskammer des Saarlandes

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BILDUNG
|
Fotos: Iris Maurer
AK-Forum Bildungspolitik
Menschen wie du und ich
Laut einer aktuellen Studie können 7,5 Millionen Deutsche
nicht richtig lesen und schreiben. Beim AK-Forum „Lesen und
Schreiben als Schlüssel zur Welt“ ging es vor allem darum, das
Thema nicht zu tabuisieren, sondern Hilfestellungen zu bieten.
„Es ist nichts Schräges und nichts Außerirdisches, es kommt bei Menschen vor,
die so sind wie du und ich – Menschen,
die ihr Berufs- und Privatleben ganz normal gestalten können.“ Dr. Anke Grotlüschen redet auf dem AK-Forum „Lesen
und Schreiben als Schlüssel zur Welt“
nicht etwa über eine Krankheit, die Professorin für lebenslanges Lernen an der
Universität Hamburg spricht über sogenannte funktionale Analphabeten. Das
sind Menschen, die zwar einzelne Sätze
lesen oder schreiben können, den Sinn
zusammenhängender Texte aber nicht erfassen. Gebrauchsanleitungen, Behördenbriefe, Formulare und Arbeitsanweisungen werden für sie zum Problem.
In Deutschland gelten etwa 7,5 Millionen Erwachsene als funktionale Analphabeten, im Saarland rund 90.000. Bundesweit sind es mehr als 14 Prozent der
Erwerbsfähigen, heißt es in der „LevelOne-Studie“ der Uni Hamburg von 2011,
die erstmals umfassende Zahlen über den
Analphabetismus vorlegte. Bislang gingen
Schätzungen von nur rund vier Millionen
funktionalen Analphabeten in Deutschland aus. Wie Grotlüschen dem interessierten Fachpublikum in Saarbrücken erklärte, sind es aber keineswegs Menschen
ohne Schulabschluss oder Migranten, die
Probleme mit dem Lesen und Schreiben
haben: „80 Prozent haben einen Schulabarbeitnehmer Heft 3/2013
Interessiert folgte das Fachpublikum der
Diskussion in der Arbeitskammer
schluss, 70 Prozent die deutsche Staatsangehörigkeit.“ 60 Prozent seien Männer,
58 Prozent deutsche Muttersprachler.
Un- und Angelernte seien überproportional betroffen, es gebe aber auch unter
Menschen mit höherer Bildung funktionale Analphabeten. Was überrasche: 57
Prozent sind berufstätig, also „Menschen
wie du und ich“, wie die Professorin immer wieder betont. Viele von ihnen leben
allerdings jahrelang in einem Schatten aus
Scham und Angst, entdeckt zu werden.
Daher stelle sich die Frage, wie diesen
Menschen geholfen werden kann.
„Es ist wichtig, die sogenannten Mitwisser zu sensibilisieren“, fordert Grotlüschen. Es gebe immer ein mitwissendes
Umfeld, das das Thema nicht anspreche,
dabei könne es helfen. „Eine nicht repräsentative Umfrage der Uni Hamburg hat
ergeben, dass 66 Prozent der Befragten
jemanden kennen, der nicht gut lesen und
schreiben kann“, berichtet die Professorin.
Das sei erschreckend. Laut Grotlüschen
gibt es zwei Arten von Mitwissern: Die
einen nehmen den funktionalen Analphabeten die Arbeit ab, was ein großes Problem sei: „Wenn man jemanden hat, der einem vorliest, vermeidet man es, selbst zu
lesen“, erklärt sie. Andere wiederum motivierten zu einer Weiterbildung. Genau
das gelte es durch Informationsangebote
zu forcieren. Durch politische Programme
könne die Quote ebenfalls geändert werden, ist sich die Professorin sicher.
Im Saarland gibt es den Grundbildungspakt Saar, berichtete AK-Hauptgeschäftsführer Horst Backes. Er soll
insbesondere über Betriebe und Gemeinwesenprojekte Betroffene ansprechen
und zur Teilnahme an Grundbildungskursen motivieren. Backes erklärte, dass
es wichtig sei, Betriebs- und Personalräte
sowie gewerkschaftliche Vertrauensleute
als zentrale Anlaufstelle der Beschäftigten
für die Themenstellung zu sensibilisieren.
Sie könnten Betroffene beraten und sie
etwa zu den Kursen motivieren. Aus der
betrieblichen Praxis berichtete Thomas
Fischer, Betriebsratsmitglied der Ford
Werke Saarlouis. Mit ihm diskutierten
beim AK-Forum Dr. Carolin Lehberger,
Leiterin der AK-Bildungs- und Wissenschaftsabteilung, Eugen Roth, Chef des
DGB Saar, Mechtild Müller-Benecke von
der vhs Saarbrücken und Landesbeauftragte des Verbandes für Alphabetisierung
sowie Willi Kräuter vom Ministerium für
Bildung und Kultur des Saarlandes. Bei
Ford, wo auch viele Un- und Angelernte
beschäftigt sind, sei das Thema bekannt,
so Fischer. Durch verstärkte Gruppenarbeitsprozesse falle es aber oftmals nicht
auf, wenn jemand nicht richtig lesen und
schreiben kann. Das Unternehmen bietet
in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Grundbildungskurse an, die auch
im Schichtbetrieb möglich sind. Wichtig
sei es, zu sensibilisieren und zu informieren, damit Betroffene und Mitwisser erfahren, an wen sie sich wenden können.
Denn das Schlimmste sei, wegzuschauen,
so Fischer. Anke Bauer
Beratung gibt es beim „Alfa-Telefon“
des Bundesverbandes Alphabetisierung
und Grundbildung (Tel.: 0800-53334455,
www.alfa-telefon.de). Ansprechpartner
im Saarland ist unter anderem Mechtild
Müller-Benecke, VHS Regionalverband
Saarbrücken, Tel. (0681) 506-4338. Hilfreiche Internetseiten sind www.alphabetisierung.de und www.ich-will-lernen.de.
Infos zur LEO-Studie gibt es unter http://
blogs.epb.uni-hamburg.de/leo
BILDUNG
Studium ohne Abitur
Der Teufel
steckt im Detail
Studieren mit Realschulabschluss und Meisterbrief:
Der Zugang zu Hochschulen ist für beruflich Qualifizierte
einfacher geworden. Doch die praktische Umsetzung
erweist sich oft als unerwartet schwierig.
Vom Kfz-Mechatroniker zum Ingenieur – das klingt nach einem ungewöhnlichen Bildungsweg. Möglich ist er aber.
Denn wer einen Meister- oder einen Technikerbrief in der Tasche hat, kann sich an
vielen deutschen Hochschulen für ein Studium bewerben. Zwischen 2007 und 2010
hat sich der Anteil der Studienanfänger
ohne Hochschulreife an allen Studienanfängern in Deutschland fast verdoppelt.
Laut dem Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) stieg er von 1,09 auf 2,08 Prozent. Damit büffeln derzeit rund 12.000
Studienanfänger ohne Abitur oder Fachabitur an deutschen Hochschulen. Vor
allem ein Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) von 2009 hat Berufserfahrenen ohne Abi den Hochschulzugang
in allen Bundesländern erleichtert. Zertifikate und Abschlüsse aus der beruflichen
Bildung sollen auch an den Hochschulen
anerkannt und angerechnet werden. Durch
ihr Wissen und ihre Kompetenzen können
sich berufstätige Studenten bestimmte Seminare, Vorlesungen und Praktika „sparen“ – eine erhebliche zeitliche und letztlich auch finanzielle Entlastung. Was sich
in der Theorie gut anhört, gestaltet sich in
der praktischen Umsetzung allerdings oft
schwierig. Universitäten und Hochschulen entscheiden nämlich selbst über die
Anrechnung beruflich erworbener Kompetenzen – eine einheitliche Regelung gibt
es nicht.
„Das stellt die Beteiligten aus beruflicher Bildung, Hochschule, Politik und
Wirtschaft, aber auch die beruflich Qualifizierten mit Studieninteresse vor große
Herausforderungen“, sagte AK-Hauptgeschäftsführer Horst Backes beim „Runden Tisch Techniker/Hochschulen“ in
Saarbrücken. Bildungsexperten beklagten,
dass es eine Anrechnung nur selten gebe
und sie zum Teil recht willkürlich ausfalle. Besonders die „harten Fächer“ wie
Ingenieurwissenschaften und Mathematik
tun sich zuweilen schwer, anzuerkennen,
dass im Beruf Erlerntes gleichwertig zu
den an den Hochschulen erworbenen
Kompetenzen sein solle. „Diese akademischen Vorbehalte gilt es zu überwinden“,
was wichtig sei und was sie benötigen.
Ein gelungenes Kooperationsbeispiel
stellten die Hochschule für Technik und
Wirtschaft des Saarlandes (HTW) und das
Berufsförderungswerk Saarland (BFW)
vor. In Zusammenarbeit beider wurde zum Wintersemester 2011/2012 mit
21 Studenten das vierjährige berufsbegleitende Maschinenbaustudium für Techniker an der HTW ins Leben gerufen. Der
zweite Durchgang startete ein Jahr später
mit 15 Studenten. „Wir machen durchweg
positive Erfahrungen, was die Anerkennung und Kooperation angeht“, berichtete
Horst Meyer, Geschäftsführer des BFW.
Büffeln an der Uni ist auch ohne Abi möglich | Foto: picture alliance
so Backes. Außerdem sollten die Rahmenbedingungen und Bedürfnisse der „nichttraditionellen Studierenden“ berücksichtigt werden – vor allem wenn sie parallel
zum Studium Erwerbs- und Familienarbeit nachgingen. Dazu gehörten flexible
Studienzeiten und -orte sowie tragfähige
Modelle der Studienfinanzierung.
Bei den Technikern sei etwa nicht die
Durchlässigkeit das Problem, sondern die
Anerkennung der bisher erbrachten Leistungen, bestätigte Peter Schühly, Erster
Vorsitzender des Vereins der Techniker
(VdT). Das Thema Durchlässigkeit zwischen beruflicher und hochschulischer
Bildung sei ein Dauerbrenner in der hochschulpolitischen Debatte, stehe nun aber
in Zeiten des demografischen Wandels
und eines drohenden Fachkräfteengpasses
vor neuen Herausforderungen. Dabei sind
Studierende, die Erfahrung mitbringen,
„das Salz in der Suppe“, sagte Professor Dr. Bernd Schinke, Vorsitzender der
Konferenz der Fachbereichstage (KFBT).
Er kritisierte vor allem das fehlende flächendeckende Angebot, Kooperationen
zwischen Hochschulen und etwa Technikerschulen gebe es nur vereinzelt. Daher
sei es dringend an der Zeit, darüber zu
diskutieren und beide Seiten zu fragen,
Die Studienordnung sieht etwa vor, dass
verschiedene Fächer aus der Technikerausbildung angerechnet werden. „Sie werden in die ersten beiden Semester gepackt,
so dass die Techniker ins dritte Semester
einsteigen und die Praxisphase während
der Studienzeit den Stundenumfang verkürzt“, erklärte Christine Jordan-Decker
vom Institut für Wissenschaftliche Weiterbildung der HTW. Innerhalb von drei
Jahren könne das Studium absolviert werden. Für ein Vollzeitstudium sehen die
Experten allerdings keine Zukunft, da die
Techniker bereits im Berufsleben stehen
und Geld verdienen.
Und auch Professor Dr. Leo Gros von
der privaten Hochschule Fresenius in Idstein berichtete von deren erfolgreichem
Modell, das so schon lange Jahre existiere.
Wichtig sei es vor allem, so betonte er,
einen transparenten und flexiblen Rahmen
sowie verlässliche Wege der Anerkennung
zu schaffen. Auch wenn es ganz oben auf
der politischen Agenda stehe, so das Fazit
der Runde, müsse endlich auf Bundesebene etwas passieren. Gemeinsam erarbeitete Modulkataloge könnten etwa den Weg
zu einer besseren Kooperation zwischen
Hochschulen und Technikerschulen ebnen. Anke Bauer
arbeitnehmer Heft 3/2013
25
26
BILDUNG
Studie zur Bedeutung der Hochschulen im Saarland
und das Steueraufkommen ihrer Mitarbeiter jährlich für geschätzte rund 450 Millionen Euro an Umsatz- und Steuereffekten
im Saarland.
Die saarländischen Hochschulen spielten aber auch darüber hinaus eine wichtige Rolle für das Land. Wie keine zweite
Einrichtung ziehe etwa die Saar-Uni junge
und hochqualifizierte Menschen von außerhalb des Saarlandes an. Im WinterseDie Universität des Saarlandes bringt dem verschuldeten
mester 2012/2013 waren von den 18.592
Bundesland nach einer von der Arbeitskammer finanzierten
eingeschriebenen Studenten nur rund die
Hälfte aus dem Saarland. Durch das StuStudie wesentlich mehr ein, als sie kostet. Die Hochschule und
dium kamen 9.344 junge Menschen von
ihre Studenten seien deshalb ein wichtiger Wirtschaftsfaktor,
außerhalb. „Gerade vor dem Hintergrund,
dass besonders das Saarland vorausheißt es in dem groß angelegten Forschungsprojekt.
sichtlich unter BevölkerungsRund 300 Euro im Monat
schwund insbesondere in den
Monatliche Einnahmen und Ausgaben von saarländischen Studierenden
für die Miete, 120 fürs Essen,
jüngeren Jahrgängen leiden
44 Euro für Klamotten und 54
wird, spielt die Bindung junger
Miete: 301 € 49 %
1. Job: 441 €
65 %
für die Freizeit: Saarländische
hochqualifizierter Menschen
Essen: 116 € 81 %
2. Job: 225 €
Uni-Studenten geben wähan das Land eine entscheidenKleidung: 44 € 79 %
17 %
rend ihrer Zeit an der Hochde Rolle für die Zukunft des
weitere Jobs: 183 €
Semesterbeitrag: 50 € 48 %
schule viel Geld aus. Rund
Saarlandes“, erläutert Emrich.
5%
785 Euro stehen ihnen laut
An der Hochschule für Technik
Stud.
Ausgaben:
21
€
62
%
Bafög: 384 €
einer Studie der Universität
und Wirtschaft des Saarlandes
20 %
Freizeit: 54 € 83 %
des Saarlandes monatlich zur
(HTW) kommen laut Studie
Eltern: 317 €
Kommunikation: 31 € 83 %
Verfügung. Die Einnahmen
1.309 der insgesamt 5.615 Stu73 %
kommen dabei aus sehr unterdenten von außerhalb.
Dritte: 157 €
Zigaretten: 50 € 10 %
23 %
schiedlichen Quellen, erklärt
Die jungen Menschen haUrlaub: 55 € 29 %
Stipendien: 407 €
Freya Gassmann vom Centben eine überwiegend positive
785
€
4%
größere Anschaffungen: 50 € 28 %
rum für Evaluation (Ceval).
Einstellung zum Land, wie die
Studienkredit: 457 €
Drei Viertel aller StudenStudenten-Befragung zeigGesundheit:
30
€
79
%
3%
ten erhielten im Schnitt 317
te. „Das Saarland wird zwar
Gespartes: 302 €
Mobil Freizeit: 39 € 40 %
Euro von ihren Eltern. Rund
als provinziell und gemütlich
13 %
Mobil Job: 42 € 17 %
zwei Drittel hätten einen Job
wahrgenommen“, so Emrich.
Sonstiges: 346 €
und verdienten dabei durchDas sei aber kein Negativ-Kri7%
Mobil Studium: 52 € 32 %
schnittlich 441 Euro.
terium, denn viele könnten sich
Bankkredit: 229 €
Versicherungen: 90 € 29 %
0,01 %
Die Zahlen sind erste Ervorstellen, auch nach dem StuSparen: 92 € 28 %
Waisenrente: 237 €
gebnisse der seit Ende 2011
dium im Saarland zu bleiben.
3%
laufenden Studie „SaarländiDoch viele Akademiker gehen
Kinder: 257 € 1 %
Geliehenes: 74 €
sche Studierende als ökononach ihrem Abschluss wieder,
Sonstiges: 51 € 12 %
0,01 %
mische Standortfaktoren“, die
weil sie in anderen Regionen
Quelle: ceval
Arbeitskammer
das Ceval mit weiteren PartDeutschlands besser bezahlt
nern durchführt. Finanziert
würden. „Durch ein höheres
hat die Studie die Arbeitskammer, initi- Millionen Euro. Mit einem steigenden
Einstiegsgehalt könnten mehr Absolveniert wurde sie von der Kooperationsstelle Landeszuschuss kann in Zukunft nicht ten dazu motiviert werden, im Saarland
Wissenschaft und Arbeitswelt der Saar- gerechnet werden: Angesichts des Spar­ zu bleiben“, schlussfolgern die WissenUniversität. Untersucht werden soll dabei zwanges im Saarland ist bereits klar, dass schaftler. Wie viele nach dem Studium
die Rolle der Saar-Uni und ihrer Studenten
der Uni-Etat möglicherweise gekürzt wird, tatsächlich einen Arbeitsplatz im Saarland
als Wirtschaftsfaktor für das Saarland. Für im besten Fall unverändert bleiben soll. finden, soll eine weitere Analyse zeigen.
die Erhebung wurden bislang rund 2.000 Dabei profitiere die hiesige Wirtschaft von
Das Saarland könne es sich im WettbeStudenten und mehr als 60 Unternehmer, ihren Hochschulen, so ein zentrales Ergeb- werb der Bundesländer um den akademiVerbandsvertreter und Politiker befragt nis der Studie. Es sei fatal, sie allein den schen Nachwuchs jedenfalls nicht leisten,
und erste Effekte untersucht, die die Uni Sparinteressen des Saarlandes unterzuord- junge, gut ausgebildete Menschen wieder
für das Land hat: Was kostet sie? Wie viel nen. Der Gewinn, den das Land aus der ziehen zu lassen, so Emrich.
bringt sie dem Land im Gegenzug ein? Uni ziehe, sei weit höher.
Und auch von der saarländischen WirtWie sehen Studenten die Hochschule und
Wie die Befragung von saarländischen schaft wird die Hochschule als „existenmöchten sie nach dem Studium im Saar- Einzelhändlern zeigte, stellen bereits die ziell“ und „unabdingbar“ für die Region
land bleiben? Die Auswertung ist noch 18.500 Studenten der Saar-Uni eine wich- wahrgenommen. „Schwächt das Saarland
nicht vollständig abgeschlossen, grund- tige Konsumentengruppe dar. Der eben- seine Universität, schwächt es auch seine
sätzlich können die Wissenschaftler aber falls am Projekt beteiligte Ökonom und
politische Legitimation als eigenständiges
bereits jetzt sagen, dass die Saar-Uni „in Soziologe Professor Eike Emrich berich- Bundesland“, befürchten viele der Interder Gesamtschau dem Saarland mehr tet, dass sie innerhalb des Saarlandes im viewten. „Wenn das Land klug handelt,
einbringt als sie kostet“. Die Mittel, die Jahr 82 Millionen Euro für Lebensunter- investiert es mehr in die Universität“,
das Land der Hochschule derzeit zur Ver- halt und Miete ausgeben. Außerdem sorge lautet daher auch das Fazit der Studie, so
fügung stellt, betragen jährlich rund 190 die Uni durch Drittmittel, die Kaufkraft Emrich.
Anke Bauer
Studenten als
Standortfaktor
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