close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Du isst, wie du bist” Genuss ohne Klimaverdruss Aquakultur: rasant

EinbettenHerunterladen
Juni 2008 | 17. Jahrgang
ISSN 1029-9
9823
einblicke
Zeitschrift des Verbandes der
Ernährungswissenschafter Österreichs
02/08
Genuss ohne Klimaverdruss
Ernährungsökologie in der Praxis
Bericht ab Seite 3
”Du isst, wie du bist”
Veranstaltungsbericht ab Seite 7
Aquakultur: rasant wachsender Sektor der
Lebensmittelproduktion
Veranstaltungsbericht ab Seite 9
VIP-Mitglieder
Berichte aus den Arbeitskreisen
VEÖ-Kulturecke
Neue Mitglieder
VIP-Mitglieder
Buchtipps
Webtipps
Seite
Seite
Seite
Seite
Seite
Seite
Seite
12
13
15
17
18
20
23
1
editorial
Veröffentlichung gem. § 25 (1) Mediengesetz
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Medieninhaber, Herausgeber
die Zukunft ist nicht einfach ein Ort, an den
wir gehen, sondern ein Ort, den wir gestalten.
Die Wege dorthin werden nicht gefunden,
sondern geschaffen.
Verband der Ernährungswissenschafter Österreichs
VEÖ-Geschäftsstelle
Lilienbrunngasse 18/2/40, 1020 Wien
Tel./Fax: +43-1-333 39 81
E-Mail: veoe@veoe.org
ZVR-Zahl: 614746509
Geschäftsführerin: Mag. Dr. Theres Rathmanner
Vorstand
Vorsitzende: Mag. Helga Cvitkovich-Steiner, Dr. Karin Schindler
Schriftführerinnen:: Mag. Angela Mörixbauer,
Dipl. oec. troph. Britta Macho
KassierInnen: Univ.-Ass. Dr. Petra Rust, Mag. Andreas Schmölzer
Grundlegende Richtung
Time to say goodbye …
Sonja Reiselhuber hat sich entschlossen, den
Sprung in die Zukunft zu wagen. Ihr Unternehmen ernährung e3, das sie gemeinsam mit Britta Macho gegründet hat, verlangt ihr volles Engagement. Nun ist es Zeit, sie ziehen zu lassen. Wir tun das schweren Herzens – zu sehr haben wir uns
an ihre professionelle Arbeitsweise gewöhnt. Fünf Jahre lang hat
Sonja die VEÖ-Geschäftsstelle geprägt und sehr viel zum Gelingen
unserer Verbandsarbeit beigetragen. Effizient, zielstrebig: So würde
ich sie beschreiben, müsste ich es in zwei Worten tun. Viel zu wenig,
um ihr umfassend gerecht zu werden. Doch bevor ich die Liste nun
fortsetze, sage ich es unumwunden: Sonja, du wirst uns einfach
fehlen! Wir danken dir für deinen unermüdlichen Einsatz und wünschen dir viel Erfolg und Freunde bei allem, was du vorhast.
Informationsweitergabe über Ernährung. Die Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Sie sind ausschließlich die
Meinung der VerfasserInnen.
In dieser Publikation wurde für die wesentlichsten Personenbezeichnungen die geläufige Form der geschlechtergerechten
Zum Glück geht uns Sonja nicht ganz verloren: Als Leiterin des
Arbeitskreises success und als Mitarbeiterin in diversen Arbeitskreisen wird sie unverändert mitdenken und -gestalten. Dass sie mir
als Freundin erhalten bleibt, ist mein ganz persönlicher Wunsch.
Schreibung (mit „Binnen-I“) angewendet. Aus Gründen der besseren
Lesbarkeit wurde jedoch in einigen Fällen nur die männliche Form verwendet, die selbstverständlich gleichwertig für Männer und Frauen gilt.
LeserInnenbriefe an : veoe@veoe.org
Impressum
Redaktionsleitung und Anzeigenannahme: Mag. Sonja Reiselhuber,
Mag. Theres Rathmanner
Layout: Mag. Alexandra Wolfschütz
Korrektorat: Johann Schnellinger
Grafik/Design:: Susan Tadayyon-Gilani
… and hello
Noch etwas lässt mich optimistisch sein: Wir haben die perfekte
Nachfolgerin gefunden! Theres Rathmanner ist unsere neue Geschäftsführerin. Frisch aus Brasilien zurückgekehrt und gleich in die
Geschäftsstelle eingezogen: So könnte man es verkürzt beschreiben. ”Der Job hat auf mich gewartet”, sagte sie selbst und überzeugte uns mit ihrer Selbstbeschreibung, die sie authentisch verkörpert: kommunikativ, teamorientiert, begeisterungsfähig und engagiert. Da sie durch ihre bisherigen beruflichen Erfahrungen viele
weitere Kompetenzen mitbringt, ist die Geschäftsstelle auch
weiterhin in guten Händen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und heiße Theres im Namen des ganzen Vorstandes, aller
Arbeitskreisleiterinnen und -mitarbeiterInnen herzlich willkommen!
Mitarbeiterinnen dieser Ausgabe
Mag. Helga Cvitkovich-Steiner
Mag. Dr. Erika Lasser-Ginstl
Mag. Karin Lobner
Dipl. oec. troph. Britta Macho
Mag. Angela Mörixbauer
Mag. Sonja Reiselhuber
Eines möchte ich noch deponieren: Wir hatten viele interessante Bewerberinnen. Die Entscheidung für eine von ihnen bedeutete gleichzeitig, allen anderen absagen zu müssen. Das ist uns nicht leichtgefallen, denn gleich mehrere davon hätten das Anforderungsprofil
erfüllt. Wir danken allen Kolleginnen für ihr Interesse und wünschen
ihnen viel Glück für ihre berufliche und private Zukunft.
Mag. Johanna Sommer
Mag. Eva Unterberger
Helga Cvitkovich-Steiner
1. Vorsitzende des VEÖ
hcs@veoe.org
fachbericht
Mag. Karin Lobner
info@gefuehlskueche.at
Genuss ohne Klimaverdruss
Ernährungsökologie in der Praxis – eine Veranstaltungsnachlese
Wien, 30. Mai 2008, Außentemperatur: 24–31 °C. Die ähnlich
warm gefühlte Temperatur im Gobelinsaal des Lebensministeriums liegt aber nicht nur an den Wetterbedingungen
und dem gut gefüllten Saal, sondern auch an der hitzigen
Diskussion, die das Thema ”Klimawandel” mit sich bringt.
”Müssen wir auf Fleisch verzichten, um unseren Planeten zu retten?”
fragt Mag. Helga Cvitkovich-Steiner (1. Vorsitzende des VEÖ),
die bereits ihre Lieblingsjahreszeit, den Frühling, vermisst. Der
VEÖ hat dieses topaktuelle
Thema gewählt, um herauszufinden, was jede/r dazu tun
kann. ProduzentInnen, HändlerInnen und KonsumentInnen
sind aufgefordert, zum Klimaschutz beizutragen. ErnährungswissenschafterInnen sind oft als
MultiplikatorInnen tätig. In dieser Rolle sind auch wir aufgefordert, uns mit dem Thema auseinanderzusetzen.
”Es braucht Konsumenten, die am Point of Sale die richtige Kaufentscheidung treffen”
DI Edith Klauser (Leiterin Sektion Landwirtschaft und Ernährung,
Lebensministerium) bringt es bereits im Eröffnungsstatement auf
den Punkt: ”Das Thema ist
brandaktuell und begleitet uns
jeden Tag.” Stolz ist man im
Lebensministerium, dass Österreichs klein strukturierte Landwirtschaft immer nachhaltig
ausgerichtet war. Zahlreiche
Kampagnen machen darauf
aufmerksam: von ”nachhaltigen Wochen” über die
Initiative
”Genuss
Region
Österreich”, bei der regionale
Produkte ausgelobt werden, bis hin zum Footprint-Rechner, bei
dem man erkennen kann, wie der eigene Lebensstil zur
Klimaschonung beitragen kann. http://www.mein-fussabdruck.at
”Man hört nicht gerne, was einem Umstände macht”
Seit über 100 Jahren finden wir in der wissenschaftlichen
Literatur, dass das Verbrennen von Kohle Probleme mit sich
bringt. O. Univ.-Prof. Dr. Helga
Kromp-Kolb (Institut für Meteorologie, Universität für Bodenkultur) wundert sich, dass wir
angesichts der Dringlichkeit des
Problems immer noch so tun. als
würde es halt ein bisserl wärmer
werden: ”Na und? Wenn Ihr
Verein mit derselben Geschwindigkeit wachsen würde, wie die
Temperatur bereits ansteigt,
würden Sie sofort erkennen, dass Ihr Verein bald nicht mehr derselbe ist. Wir gehen in eine völlig andere Welt.”
Der Treibhauseffekt macht das Leben auf der Erde erst überhaupt möglich. So haben wir im Durchschnitt statt eisigen -18 °C
angenehme +15 °C auf unserem Planeten. Der Mensch greift
aber gewaltig in diesen natürlichen Effekt ein und verstärkt ihn.
Schon jetzt haben wir einen Anstieg von 0,7 °C in den letzten
150 Jahren im globalen Durchschnitt. Ozeane und Vegetation
wirken zurzeit noch als C02-Senken und federn die zunehmende Temperatur ab. Die Sättigung der Ozean-Bremse wird mit
Ende des Jahrhunderts erreicht sein, bei der Vegetation nimmt
man die Mitte des Jahrhunderts an – danach wird sich der
Klimawandel beschleunigen. Gerade den sensiblen alpinen
Raum treffen Temperaturerhöhungen. Blüte- und Reifezeiten
verschieben sich. Nützlinge und Schädlinge treffen einander
nicht mehr zur selben Zeit, und der Niederschlag fällt nicht
dann, wenn er von den Pflanzen gebraucht wird. Prognosenrechnungen zeigen, wenn alle Minderungsmaßnahmen optimal greifen, müssen wir mit einem Anstieg von 1,8 °C rechnen.
Wenn wir so wie jetzt weitertun – ”business as usual” –, dann
wird der Temperaturanstieg zwischen 4 und 6,4 °C ausmachen.
Das heißt, dass die Zahl der Hitzetage in Ostösterreich von derzeit 10 (früher waren es noch 6) auf 36 ansteigen könnte. Die
Winter werden feuchter sein und mehr Regen haben, während
der Sommer/Herbst deutlich trockener wird.
Lesen Sie weiter auf Seite 4.
e i n b l i c k e 0 2 / 0 8 . Z e i t s c h r i f t d e s Ve r b a n d e s d e r E r n ä h r u n g s w i s s e n s c h a f t e r Ö s t e r r e i c h s
3
fachbericht
Fortsetzung von Seite 3.
Die Anpassung an den Klimawandel ist ohnehin auch jetzt
schon notwendig, aber nicht ausreichend. V. a. könnte diese
Herangehensweise teuer werden. Auch stellt sie den ursprünglichen Zustand nicht mehr her. Wenn Regenwälder abgeholzt
und Tiere ausgestorben sind, sind sie unwiederbringlich vom
Planeten verschwunden. Das Ziel: die Verwendung alternativer
Energien, Vermeidung der Entwaldung, erhöhte RessourcenEffizienz und Senkung des Bedarfs. Derzeit brauchen wir 1,25
Erdkugeln, wenn wir unseren Lebensstil aufrechterhalten wollen. Es führt kein Weg daran vorbei, unsere ”Her mit mehr”Wertegesellschaft zu überdenken. Wir müssen den Klimawandel als Chance verstehen, etwas richtigzustellen. Und Paradigmen wie dass ”Wirtschaft wachsen muss” und das ”Geld
Zinsen tragen muss” müssen wir einem Wandel unterziehen.
”Seit Mitte der 80er Jahre verbrauchen wir mehr Ressourcen als uns pro
Jahr zur Verfügung gestellt werden – wir leben bereits mit Überziehungskosten.”
DDI Stephan Lutter (Sustainable Europe Research Institute –
SERI) sieht den nachhaltigen Handel als wichtiges Ziel. In den
letzten Jahrzehnten haben die
durch Gütertransport bedingten C02-Emissionen stetig zugenommen. In der heutigen
globalisierten Welt werden
nicht nur Rohstoffe von einem
Erdteil zum nächsten transportiert. Auch Lebensmittel wandern um den Globus, um
Märkte auf der ganzen Welt zu
bedienen. Nachhaltiger Handel muss zum Ziel haben, einerseits die Erhöhung des Wohlstands v. A. der derzeit marginalisierten Teile der Weltbevölkerung zu fördern und andererseits die
Lebenschancen kommender Generationen zu wahren.
”Sollen wir die Kühe abschaffen?”
Unser täglich Brot – und besonders das Fleisch – trägt erheblich
zur Klimabelastung bei. Die Ernährung verbraucht etwa 20 %
der Gesamtenergie. Angesichts dessen ist es notwendig,
nach Einsparpotenzialen im
Lebensmittelbereich zu suchen.
Dr. Karl von Koerber (Beratungsbüro für ErnährungsÖkologie, München), mit der
Bahn zur Veranstaltung angereist, würde sich zusätzlich zu
den Themen regional und saisonal Aktionen für weniger
Fleischverzehr wünschen. Der Beitrag der Ernährung zum Treibhauseffekt wird zu 44 % von der tierischen Lebensmittelproduktion verursacht. Von Radikalkuren und davon nur noch
durch die ”Klimabrille” zu schauen, hält Koerber nichts. Denn
gerade die Grünlandwirtschaft ist in einem alpinen Land wie
Österreich Einkommenssicherung der Bauern und trägt zum
Landschaftsschutz bei. Die Lösung: ”Weniger ist mehr.” Dazu
gehören eine höhere Qualität und ein angemessener Preis.
”Bio-Lebensmittel” tragen zum Klimaschutz bei. Durch das
Verbot der chemisch-synthetischen Düngung wird Energie gespart, die in großer Menge für die Synthese von Stickstoffdünger
notwendig ist. Außerdem soll dem Freilandanbau der Vorzug
gegeben werden: ”Lieber noch ein paar Wochen auf heimische Freilandtomaten warten, als Bio-Tomaten aus Italien zu
kaufen.” Absolutes ”no,no” für Klimaschützer sind Produkte, die
mit dem Flugzeug importiert werden. Flugtransporte belasten
das Klima mehrere hundert Mal stärker als Transporte mit
Hochseeschiffen. Frische, gering verarbeitete Lebensmittel statt
Tiefkühl-Produkte. Die Tiefkühlkette verbraucht jede Menge
Energie. Die Crux: Wer regional, saisonal, bio mit dem Auto einkauft, hat den Benefit gleich wieder verbraucht. Zu Fuß oder
mit dem Rad einkaufen schont das Klima und hält lästige
Fettdepots an Bauch und Hüften in Schach.
”Bewusste Auswahl führt zur Kombination bio und saisonal”
DI Susanne Weik (Lebensmittel- und Biotechnologin, Master of
Environmental Management) hat die Umweltauswirkungen der
österreichischen Ernährung am
Beispiel der Treibhausgasemissionen berechnet. Dabei
hat sie zwischen den Produktionsverfahren ”konventionell”
und
”bio”
unterschieden.
Außerdem hat sie die durchschnittliche österreichische Ernährungsweise mit einem ernährungswissenschaftlich optimierten Ernährungsplan verglichen. Der Wechsel zu Produkten aus ökologischer Landwirtschaft reduziert die C02Emissionen um 30 %. Die Veränderung nach ernährungswissenschaftlichen Empfehlungen bringt eine Reduktion um
16 %. Kombiniert man beide Faktoren, können die Emissionen um
fast 40 % reduziert werden. Unsere Empfehlungen sind also per se
umweltverträglich, allerdings kann durchaus auch einmal überdacht werden, ob auch andere Faktoren wie eine
Nährstoffbilanz, also ökologische Produktionsverfahren und
Saisonalität, in die Empfehlungen einfließen sollen.
Lesen Sie weiter auf Seite 5.
e i n b l i c k e 0 2 / 0 8 . Z e i t s c h r i f t d e s Ve r b a n d e s d e r E r n ä h r u n g s w i s s e n s c h a f t e r Ö s t e r r e i c h s
4
fachbericht
Fortsetzung von Seite 4.
”Die rülpsende Kuh als arme Umweltsau?”
Mag. Julia Katzmann (die umweltberatung, Niederösterreich)
fragt: ”Woran denken Sie beim Fleischgenuss?” Fleisch gehört
zu unseren Lieblingsspeisen! ErnährungswissenschafterInnen
empfehlen maximal 65 g pro
Person und Tag, aber bis zu 150
g landen täglich am Teller. Die
Klimarelevanz des Fleischgenusses wird einerseits durch
die Tiere selbst (Methanemission durch Zellulose-Verdauung) und andererseits
durch die Futtermittel indirekt bestimmt. Jedes 3. Korn frisst
unser Vieh. Mit Mais und Getreide ist Österreich Selbstversorger,
ein Versorgungsproblem stellt das eiweißhaltige Soja dar. 80 %
der Sojaproduktion fließen in die Futtermittelerzeugung. Zu diesem Zweck werden pro Minute 6 Fußballfelder Regenwald vernichtet. ”Öfter mal bio”: Durch die Kreislaufwirtschaft werden
weniger Futtermittel importiert und nebenbei auf Dünge- und
Spritzmittel verzichtet.
”Empfehlen Sie Fisch – aber den richtigen”
”Wenn jeder Mensch 1 Portion
Fisch (15 dag) pro Woche essen
würde, gäbe es bereits jetzt um
11,8 Mio. t Fisch zu wenig”, so
Mag. Gabriele Wittner (die
umweltberatung, Wien). Die
ökologische Empfehlung zum
Fischgenuss: vermehrt auf
hochwertige Pflanzenöle verweisen. Nachhaltig gefangene
Fische, wie gütesiegelzertifizierte
Fische (Bio-Fisch, Alpenlachs, Wildfang-Naturfisch und MSCFisch), empfehlen. Aber auch heimische Fische, wie Karpfen,
Forellen und Saiblinge, dürfen auf den ökologischen Teller.
”Den Geschmack der Kindheit weitergeben”
wünscht sich Barbara van
Melle als Slow-Food-Vertreterin.
Slow Food ist eine Non-ProfitOrganisation, die es sich zur
Aufgabe gemacht hat, die
Kultur des Essens und Trinkens
zu pflegen und lebendig zu
halten. Slow Food unterstützt
Lebensmittel, die "gut, sauber
und fair" sind. D. h., sie müssen
hervorragend produziert werden und den ProduzentInnen
einen fairen Preis einbringen. Dabei wird auf eine geschmackliche Vielfalt, das Recht auf Genuss und den Erhalt der regionalen Lebensmittel gesetzt. Mit zahlreichen Projekten wird auf
diese Lebensmittel aufmerksam gemacht. In Wien findet man
Slow-Food-Produkte auf dem Karmelitermarkt.
”Die Region sollte einem näher sein als Bio aus Neuseeland”
Dr.
Stephan
Mikinovic
(AMA
Marketing
GesmbH)
”Bio und regional ist optimal” Mag. Christoph Gleirscher (BIO AUSTRIA)
Wenn man ÖsterreicherInnen fragt, worauf man in Österreich
stolz sein kann, werden nicht nur die historischen Gebäude,
sondern auch die wunderschöne Landschaft genannt, die
durch die Landwirtschaft geprägt wird. Kulinarische Kultur gehört zur Identität. Mit dem Konzept des Biolandbaus werden
viele Paradigmen, wie Tierschutz, Gesundheit, Klima, Regionalität, bedient. ”Bio sucht Bauer”: Derzeit fehlen in Österreich
mindestens 10.000 Biobauern. Regionalität und biologischer
Anbau erhalten in Zukunft eine immer bedeutendere Rolle.
Fazit: Wer konsequent klimafreundlich einkauft, kann 80 % des
ernährungsbedingten Treibhauseffekts einsparen. Der Vorteil:
Jede/r kann sofort damit anfangen, es sind keine Neuanschaffungen wie Wärmedämmungen oder Solaranlagen notwendig. Damit hat die Ernährungswissenschaft das Potenzial,
Vorbild für andere Berufsgruppen zu sein. Nebenbei ist klimaschonendes Essen gesund, schmackhaft und genussvoll!
Begriffslexikon
C02-Ä
Äquivalente: Um die weiteren Treibhausgase (Methan,
Lachgas usw.) ebenfalls zu berücksichtigen, ist es notwendig
dabei eine entsprechend einheitliche Bemessungsgrundlage festzulegen. Hiebei wird das globale Erwärmungspotenzial der anderen Gase in Relation zur Klimawirksamkeit
von C02 gestellt.
C02-R
Rucksack: Das Konzept wurde entwickelt, um bewerten
zu können, wie sich Produktions- und Handelsprozesse auf
die Umwelt auswirken.
Lesen Sie weiter auf Seite 6.
e i n b l i c k e 0 2 / 0 8 . Z e i t s c h r i f t d e s Ve r b a n d e s d e r E r n ä h r u n g s w i s s e n s c h a f t e r Ö s t e r r e i c h s
5
fachbericht
Fortsetzung von Seite 5.
Veranstaltungsimpressionen
Registrierung
Die Pausen wurden genutzt zum Plaudern …
… um sich am Genuss-Regionen-Buffet zu
laben …
… oder sich bei die umweltberatung über …
… Wasserverbrauch …
ExpertInnen im Gespräch
Die „alte“ und die „neue“ Geschäftsführerin
… oder C02-Rucksack zu informieren.
Blumengrüße vom deutschen Schwesternverein VDOE
e i n b l i c k e 0 2 / 0 8 . Z e i t s c h r i f t d e s Ve r b a n d e s d e r E r n ä h r u n g s w i s s e n s c h a f t e r Ö s t e r r e i c h s
6
fachbericht
Erika Lasser-Ginstl
d.ginstl@gmx.at
”Du isst, wie du bist”
11. aid-Forum, 7. Mai 2008, Bonn
Die Kluft des Gesundheitszustandes zwischen den unterschiedlichen sozialen Schichten ist groß und wird immer größer. Menschen mit niedrigerer Ausbildung und geringerem Einkommen
weisen wesentlich häufiger Übergewicht auf als jene mit höherem Bildungsgrad.
Wie können Menschen trotz niedrigerem Bildungsstand und
geringerer finanzieller Möglichkeiten, eventuell zusätzlich unzureichender Sprachkenntnisse und anderem kulturellen Hintergrund erreicht werden?
Wie können Menschen mit Migrationshintergrund bei Bedarf
informiert und motiviert werden, ihren Lebensstil zu verändern?
Wie gelingt es, die Ernährungskompetenz zu erhöhen?
Dies sind einige der Fragen, die im Raum stehen, wenn man
das statistische Zahlenmaterial des deutschsprachigen Raumes
zur Übergewichtsproblematik speziell bei Kindern und Jugendlichen betrachtet. Dass dabei Ernährungsberatung allein auf
ziemlich wackeligen Beinen steht, ist hinlänglich bekannt. Seit
Jahr(zehnt)en werden in manchen Spitälern und Kliniken Ernährungsteams installiert, bestehend aus MedizinerInnen,
DiätologInnen, ErnährungswissenschafterInnen, GesundheitspsychologInnen, SportwissenschafterInnen, PhysiotherapeutInnen, FitnesstrainerInnen und PädagogInnen. Diese Ernährungsteams zeigen gute Erfolge in der Adipositasbehandlung und
trotzdem erweist sich auch diese Konstellation teilweise als
unzureichend.
Soziologische Studien zeigen Stolpersteine auf. Diese ergeben
sich, weil beispielsweise nicht ausreichende Empathie für familiäre Situationen und Zusammenhänge vorhanden ist. Dieser
Mangel entsteht nicht selten durch Uninformiertheit oder auch
durch fehlenden Mut der ExpertInnen, hinter die Kulissen zu schauen.
Projektarbeit engagierter Menschen lädt zum Nachahmen ein
und bietet zusätzlich den Vorteil, Fehler, die von den PionierInnen gemacht wurden, nicht zu wiederholen, sondern die
Maßnahmen sinnvoll zu modifizieren.
Was bedeutet nun Ernährungskompetenz?
Ernährungskompetenz ist definiert als die Fähigkeit, theoretische Kenntnisse und praktische Fertigkeiten im Ernährungsalltag in ein angemessenes Handeln umzusetzen. Sie gilt als
Schlüsselkompetenz in der Daseinsvorsorge und unterstützt die
Bewältigung und Gestaltung des Alltagslebens im häuslichen
Ernährungsalltag (Koch- und Konsumkompetenz) und im
Marktgeschehen (Lebensmitteleinkauf).
Das Fundament für Ernährungskompetenz wird in den ersten Lebensjahren gelegt. Die grundlegenden Vorlieben in Bezug auf
Essen und Trinken sind bereits mit dem 3. Lebensjahr ausgebildet.
Die zweite deutsche Nationale Verzehrsstudie (NVS II) zeigt,
dass zwei Drittel der Deutschen sich mit unterschiedlicher
Intensität über Ernährungsfragen aus verschiedenen Quellen
informieren, ein Drittel informiert sich überhaupt nicht. Auch
hier der Hinweis auf die Abhängigkeit von der Schulbildung: Je
höher der Schulabschluss, desto häufiger waren beispielsweise
probiotische Joghurts und ACE-Getränke ein Begriff.
Soziale Ursachen und Lösungsansätze bei Adipositas im Kindes- und
Jugendalter
In erster Linie werden Übergewicht und Adipositas durch eine
positive Energiebilanz erklärt, welche in großem Maße durch
den individuellen Ernährungs- und Freizeitstil beeinflusst wird.
Doch dies allein zu betrachten, scheint zu einfach. Menschen
sind in vielfacher Weise in ihren sozialen und kulturellen
Hintergrund eingebettet.
Die Auswertung einer Studie, die auf qualitativen Interviews und
Fokusgruppen basiert, zeigte eine immense Veränderung des
Lebensalltags auf. Wo vor etwa 5 Dekaden noch frugale
Ernährung konsumiert und aufgrund beengter Wohnverhältnisse
Kindern das Spiel im Freien die einzige Möglichkeit bot, dieser
Situation zu entweichen, herrscht gegenwärtig ein Überangebot an häufig hochkalorischen Lebensmitteln vor. Diese omnipräsente Verfügbarkeit von Lebensmitteln in Kombination mit
der Verbreitung von bewegungsarmem Freizeitverhalten führt in
Summe bei jenen Menschen zu Übergewicht oder Fettleibigkeit,
denen es nicht gelingt, sich selbstverantwortlich und diszipliniert
zu verhalten. Im Besonderen davon betroffen sind sozial unterprivilegierte Gesellschaftsschichten. Handlungsbedarf besteht!
Waren Ernährungsaufklärung und Verantwortung für einen
gesunden Lebensstil Aufgabe der Hausfrau, gehen diese nach
und nach auf die Nahrungsmittel- und Werbeindustrie über.
Letztere sind jedoch nicht vorrangig an der Gesundheit ihrer
Kunden orientiert, wenn auch durchaus daran interessiert. Den
Bildungsauftrag in Gesundheitsfragen allein LehrerInnen und
ErzieherInnen zu übertragen, sprengt deren energetischen und
zeitlichen Rahmen.
Lesen Sie weiter auf Seite 8.
e i n b l i c k e 0 2 / 0 8 . Z e i t s c h r i f t d e s Ve r b a n d e s d e r E r n ä h r u n g s w i s s e n s c h a f t e r Ö s t e r r e i c h s
7
fachbericht
Fortsetzung von Seite 7.
Adipositas bei jugendlichen MigrantInnen
Bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund ist die
Diagnose differenziert zu betrachten. Die Familienbande sind meist
noch unversehrt, doch das traditionelle Körperbild und hochkalorische aus dem Heimatland importierte Ernährungsgewohnheiten haben durch die in Mitteleuropa üblichen Arbeitsbedingungen und Lebensweisen keine Berechtigung mehr. Ein versuchtes Miteinander des Gegensatzpaares traditionelle Normen und
moderne Lebensweise erklärt zum Teil, warum MigrantInnen überproportional häufig übergewichtig und adipös sind.
Lösungsansätze
Patentlösungen bei Maßnahmen gegen Adipositas existieren
nicht.
Maßnahmenbündel unter Einbeziehung der bestehenden
(individuellen) Verhältnisse
Umstellen auf einen gesünderen Lebensstil (unter Einbeziehung von Menschen, die Zugang zu den Betroffenen
haben bzw. eine Brücke zwischen ExpertInnen und der
Zielgruppe schlagen können)
keine ”Projektitis”, d. h. viele kleine Projekte (mit durchaus
sinnvollen Ansätzen), die nicht weitergeführt werden, weil
sie nicht vernetzt sind
zielgruppengerechte Aktivitäten, Alltagstauglichkeit
Wertschätzung von Bestehendem
Evaluation aller therapeutischen Maßnahmen
Präventionsmaßnahmen
Gesundheitserziehung in Kindergärten, Schulen und Lehrstätten
verpflichtende Sportstunden an allen Schulen (mind. 2
Stunden/Woche)
Verbot eines hochkalorischen Speisenangebotes an Schulen
Speisenangebot nach Ampelsystem
Erhöhung des Spiel- und Sportangebotes, Spiel- und
Sportstätten schaffen
bewegungsfreundliche Städte anstelle autofreundlicher Städte
Schaffung von Koordinationsstellen
ambulante Hilfsangebote (bspw. nach Kuraufenthalten)
kostenfreie ambulante Betreuung
Kostenübernahme von Seiten der Sozialversicherungen bei
Compliance
Praktische Beispiele zum Thema
Food Literacy: ein Essens-Abc quer durch Bildungsgruppen,
Wien, A
Gesund sind wir stark! ”Besser essen. Mehr bewegen” für
Kinder in Familien mit türkischem oder arabischem Migrationshintergrund in Friedrichshain-Kreuzberg, Berlin, D
Marburger Gesundheitsnetzwerk für Kinder ”mittendrin” mit
dem Ziel, die gesundheitliche Chancengleichheit der Kinder in
benachteiligten Stadtteilen zu erhöhen, Marburg, D
MigesBalù – Sensibilisierung von Migrationsfamilien mit Kleinkindern für die Zusammenhänge Ernährung – Bewegung –
Körpergewicht, St. Gallen, CH
fachbericht
Mag. Angela Mörixbauer
am@eatconsult.at
Aquakultur: rasant wachsender Sektor
der Lebensmittelproduktion
Fisch ist gesund
70 % der Fischbestände erschöpft
Fisch ist ein ernährungsphysiologisch wertvolles Lebensmittel. Er
liefert hochwertiges Eiweiß, Jod und Selen. Fischfleisch ist aufgrund des geringen Bindegewebsanteils einfach zu kauen,
leicht verdaulich und somit insbesondere für ältere Menschen
ein guter Eiweißlieferant. Fettreiche Fischarten liefern hohe
Mengen langkettiger, mehrfach ungesättigter Omega-3Fettsäuren, die der Körper nur in sehr eingeschränktem Maße
aus Alpha-Linolensäure selbst herstellen kann und daher zusätzlich über die Nahrung aufnehmen muss. Diese Fettsäuren –
Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) –
besitzen wichtige kardioprotektive Eigenschaften und spielen
eine wesentliche Rolle bei der frühen neurologischen Entwicklung des Fötus und des Neugeborenen. Nicht überraschend
also, dass nationale und internationale Ernährungsgesellschaften 1–2 Fischmahlzeiten pro Woche empfehlen.
Zu allem kommt auch noch die Problematik der Überfischung:
Die FAO bezeichnet 70 % der wirtschaftlich wichtigen Bestände
als ”komplett ausgebeutet”, ”überfischt” oder ”erschöpft”.
Grund ist nicht nur der weltweit steigende Fischkonsum, sondern auch die steigende Zahl von Aquakulturen. Denn insbesondere Raubfische stellen hohe Ansprüche an ihre Nahrung,
was die Versorgung mit Eiweiß und Fettsäuren betrifft. Sie
benötigen daher Fischmehl und -öl als Futterbestandteil.
Fischmehl und -öl wiederum sind zum größten Teil meeresbiologischen Ursprungs. Etwa ein Drittel der weltweit jährlich gefangenen Fische wird zu Fischmehl und -öl verarbeitet. Die
Gehalte in Fischfutter liegen, abhängig von der zu fütternden
Fischart, bei ca. 30–50 % Fischmehl bzw. 15–25 % Fischöl.
Fisch ist aber auch eine Schadstoffquelle
Die verwendeten Futtermittel in Aquakulturen tragen daher
ebenfalls zur Ausbeutung bestehender Fischbestände bei. Eine
WWF-Erhebung zeigt, dass für Futter in Fischfarmen, in denen
v. a. Lachs, Forelle, Thunfisch oder Kabeljau gezüchtet werden,
34 % der weltweiten Fischmehlproduktion und 70 % der
Fischölproduktion verwendet werden. Nach Schätzungen des
WWF benötigt man 4 kg freilebenden Fisch, um 1 kg Aquakulturfisch zu züchten. Ob dieser Wert verallgemeinerbar ist,
stellt eine FAO-Publikation jedoch mehr als in Frage (s. u.).
Auf der anderen Seite stellen manche Fischarten eine nennenswerte Quelle für Schadstoffe dar, wie aus Risikobewertungen der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde
EFSA hervorgeht. So kann die wöchentlich tolerierbare Aufnahmemenge für Methylquecksilber und dioxinähnliche Verbindungen alleine durch den Verzehr großer Mengen Fisch
überschritten werden. Bestimmte Bevölkerungsgruppen –
Frauen im gebärfähigen Alter mit Kinderwunsch, Schwangere,
Stillende, Kleinkinder und Personen, die mehr als 5 Portionen
Fisch pro Woche verzehren – sollten daher den Konsum stärker
belasteter Fischarten einschränken. Damit meint man v. a. fettreiche Raubfischarten, die am Ende der Nahrungskette stehen,
wie Haifisch, Schwertfisch und Thunfisch.
Methylquecksilber ist besonders toxisch für das Nervensystem
und das sich entwickelnde Gehirn. Daher gilt die Schwangerschaft als kritischster Zeitraum für die Methylquecksilber-Toxizität.
Andererseits ist gerade in dieser Zeit die Zufuhr ausreichender
Mengen EPA und DHA für das Ungeborene besonders wichtig.
EPA und DHA wiederum kommen in nennenswerten Mengen
v. a. in fettreichen Meeresfischen vor, die fettlösliche
Schadstoffe wie die genannten besonders gut anreichern.
4 kg freilebender Fisch für 1 kg Aquakulturfisch?
Was versteht man unter Aquakultur?
Unter Aquakultur versteht man die kontrollierte Aufzucht von
aquatischen, also im Wasser lebenden, Organismen. Dies
sind nicht nur Fische, sondern auch Muscheln, Krebstiere und
Pflanzen. Aquakultur bedeutet immer auch ein gewisses
Maß an menschlichem Eingriff im Aufzuchtprozess, um die
Produktion zu erhöhen. Aquakultur unterscheidet sich vom
klassischen Fischfang in öffentlichen Gewässern dadurch,
dass alle in Aquakultur produzierten Organismen einem
bestimmten Besitzer zugeordnet werden können, der den
Bestand pflegt.
Lesen Sie weiter auf Seite 10.
e i n b l i c k e 0 2 / 0 8 . Z e i t s c h r i f t d e s Ve r b a n d e s d e r E r n ä h r u n g s w i s s e n s c h a f t e r Ö s t e r r e i c h s
9
fachbericht
Fortsetzung von Seite 9.
Dilemma in der Ernährungsberatung
Diese Fakten führen nicht nur zur Verunsicherung von KonsumentInnen, sondern stürzen auch uns ErnährungswissenschafterInnen in ein Dilemma. Die Empfehlung zur Steigerung
des Fischkonsums ist zwar aus ernährungsphysiologischen
Gründen gerechtfertigt, gleichzeitig sollten wir aber die
Schadstoffbelastung einiger Fischarten berücksichtigen und
zusätzlich auch noch die Überfischungsproblematik ins Kalkül
ziehen. Ein Spagat in der täglichen Beratung.
Aquakultur wächst rasant
Trotz allem ist die Aquakultur von Fischen, die in der Nahrungskette weiter unten stehen und nicht auf Fischmehl im
Futter angewiesen sind (wie z. B. Karpfen) in Summe umfangreicher als jene von Raubfischen. Laut FAO ist die Aquakultur
daher ein Nettoproduzent von Fisch und trägt zur Deckung der
steigenden Nachfrage bei. In den vergangenen Jahrzehnten
hat die Aquakultur eine rasante Entwicklung durchgemacht,
während der klassische Fischfang stagniert. Laut FAO ist die
Aquakultur wahrscheinlich der am schnellsten wachsende
Lebensmittel produzierende Bereich. Mittlerweile stammen
bereits etwa 50 % aller zum Verzehr geeigneten Fische aus
Aquakulturen. Beim derzeitigen Bevölkerungswachstum werden, laut Schätzungen der FAO, im Jahr 2030 rund 40 Mio. t
Fisch und Meerestiere zusätzlich benötigt, um den momentanen Pro-Kopf-Verbrauch aufrechtzuerhalten.
Lesen Sie weiter auf Seite 11.
e i n b l i c k e 0 2 / 0 8 . Z e i t s c h r i f t d e s Ve r b a n d e s d e r E r n ä h r u n g s w i s s e n s c h a f t e r Ö s t e r r e i c h s
10
fachbericht
Fortsetzung von Seite 10.
Ziel ist eine nachhaltige Aquakultur
Es gibt daher zahlreiche Bestrebungen zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung von Aquakulturen. Das bedeutet etwa, alternative, pflanzliche Eiweiß- und Fettquellen für Fischfuttermittel zu
erschließen, den Austrag an eutrophierenden Substanzen von
Aquakulturen in die Umwelt zu minimieren, bestehende Wasservorkommen zu nutzen und die Artendiversifikation zu fördern.
So wurden bereits in der Vergangenheit durchaus optimierte
Futtermittel entwickelt, die zu einer Entlastung der Nährstoffausträge führten. Diese bestehen v. a. aus dem über die
Kiemen ausgeschiedenen Ammonium und den im Urin gebundenen Harnstoff- und Phosphorverbindungen. Durch erhöhten
Fettgehalt im Futter konnte z. B. der Energiestoffwechsel mancher Fische nahezu vollständig über den Fettgehalt anstelle
wertvoller Proteine gedeckt werden. Das führt wiederum zu
einer wesentlichen Reduktion der Stickstoff- und Phosphorausscheidungen. Zwar sind die Einträge an Gesamtstickstoff
und -phosphor im Vergleich zu den Einträgen aus Kommunen
und Landwirtschaft verschwindend gering, doch können sie
durch die punktuelle Einleitung zu unerwünschten lokalen
Umwelteinflüssen führen. Darüber hinaus tragen die Entfernung
von Fischkot und Pflanzenkläranlagen ebenfalls wesentlich zur
Verringerung von Nährstoffausträgen bei.
aus den Teichen und eine eigene Pflanzenkläranlage Nährstoffausträge in die Umwelt. Der letzte Erfolg: Gemeinsam mit
der Veterinärmedizinischen Universität Wien, einem österreichischen Futtermittelhersteller und einem Fischmehlproduzenten
konnte 2007 eine Futtermischung produziert werden, die gänzlich ohne meeresbiologische Bestandteile auskommt. Für die
kommenden ”Alpenlachs”-Generationen ist nun sichergestellt,
dass sie vom Setzling bis zum Speisefisch ohne jeden meeresbiologischen Bestandteil im Futter großgezogen werden.
Weitere Infos unter http://www.alpenlachs.at
Literatur und Links:
Alpenlachs Aquakultur GmbH: Pressekonferenz am 3.10.2007
EFSA: ”EFSA legt Risikobewertung von Quecksilber in Fisch vor:
Vorsorgliche Empfehlung für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen”, Pressemitteilung vom 18.3.2004,
http://www.efsa.europa.eu/EFSA/efsa_locale1178620753824_1178620786349.htm
EFSA: ”Gutachten des wissenschaftlichen Gremiums für Kontaminanten der Lebensmittelkette auf Ersuchen des Europäischen Parlaments betreffend die Sicherheitsbewertung von Wild- und Zuchtfisch”,
The EFSA Journal 236 (2005),
http://www.efsa.europa.eu/EFSA/efsa_locale1178620753824_1178620762697.htm
FAO Fisheries Department: ”State of world aquaculture 2006”, FAO
Fisheries Technical Paper, No. 500, Rom, FAO (2006), Download:
Ein österreichisches Vorzeigeprojekt
http://www.fao.org/docrep/009/a0874e/a0874e00.htm
FAO: http://www.fao.org/fishery
”Alpenlachs” ist der Markenname der niederösterreichischen
Firma Alpenlachs Aquakultur GmbH für verschiedene Lachsfische (z. B. Arktischer Saibling/Salvelinus lepeschini, Atlantischer
Lachs/Salmo salar), die nach einem speziellen Verfahren
gezüchtet werden. Das Besondere an diesen Fischen ist der
außergewöhnlich hohe Gehalt an langkettigen Omega-3Fettsäuren (EPA und DHA), wie er ansonsten nur in fettreichem
Meeresfisch vorkommt. Gleichzeitig liegen die Werte für Quecksilber, Blei, Cadmium, Zinn, Dioxine und PCBs – laut einer aktuellen Analyse der AGES – allesamt unter der Nachweisgrenze.
Fussenegger D, Suppin D, Raheem A, Widhalm K: ”Welcher Fisch soll
auf den Tisch? Omega-3-Fettsäuren versus Quecksilberbelastung”, J
Ernährungsmed 3/2007, S. 6–13, Download:
http://www.kup.at/kup/pdf/6696.pdf
Schulz C, Herbst R, Langensiepen M, Ulrichs C: Herausforderungen
einer umweltgerechten Aquakultur. Humboldt-Spektrum 1/2005, S. 42–
48 (2005), Download: http://forschung.huberlin.de/publikationen/spektrum/sp_05_01_html#S7
WWF Deutschland: ”WWF-Studie: Fischfarmen tragen zur Überfischung
bei” unter http://www.wwf.de/presse/details/news/wwf_studie_fischfarmen_tragen_zur_ueberfischung_bei/printer.html (Zugriff: 23.5.2008)
Erreicht wird dies durch a) die genetische Ausstattung der Fische,
b) die definierte Wassergüte und -temperatur, c) eine eigene
Fütterungstechnik, die die Fische zu ausreichend Bewegung veranlasst, und d) eine eigene Futtermischung. So tragen
z. B. eine geringe Wassertemperatur und ausreichend Bewegung
dazu bei, dass die Fische vermehrt EPA und DHA produzieren.
Durch langjährige Forschungsarbeit konnte zudem der Anteil an
Fischöl im Alpenlachsfutter auf ca. 7 % gesenkt werden (plus 4 %
aus Fischmehl), der Rest besteht aus einer Mischung aus kalt
gepresstem Raps-, Lein- und Hanföl aus heimischer, biologischer
Produktion. Die Belastung mit fettlöslichen Schadstoffen aus
Fischöl konnte somit (s. o.) extrem verringert werden. Herkömmliches Lachsfutter dagegen enthält ca. 25–30 % Fischölanteil.
Zusätzlich minimieren die tägliche Entnahme von Fischfäkalien
e i n b l i c k e 0 2 / 0 8 . Z e i t s c h r i f t d e s Ve r b a n d e s d e r E r n ä h r u n g s w i s s e n s c h a f t e r Ö s t e r r e i c h s
11
vip-mitglieder
e i n b l i c k e 0 2 / 0 8 . Z e i t s c h r i f t d e s Ve r b a n d e s d e r E r n ä h r u n g s w i s s e n s c h a f t e r Ö s t e r r e i c h s
12
arbeitskreise
Aktuelle Berichte
Arbeitskreis Mitgliederservice
Leitung: Mag. Johanna Sommer
Mitarbeiterinnen: Parisa Bayaty, Mag. Sonja Brandlhofer, Mag.
Tamara Haider, Jasmina Kavka, Mag. Therese Lindahl, Mag.
Ines Pichler, Mag. Sonja Reiselhuber
SchnittPunkt zum Thema EU
Am 19. Mai 2008 fand im 9er Bräu ein VEÖ-SchnittPunkt zum
Thema ”ErnährungswissenschafterInnen mit Tätigkeitsschwerpunkt in der EU” statt. Ein ungewöhnliches Arbeitsfeld für
ErnährungswissenschafterInnen? Aber ein sehr spannendes und
vielseitiges! Unsere Gäste waren: Mag. Therese Lindahl – sie
arbeitet bei der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft im Bereich Europäische und Internationale Programme
als nationale Kontaktstelle im Bereich ”Menschen” – und
Dr. Brigitte Zarfl, die im Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz als Abteilungsleiterin für Grundsatzfragen sowie
für die Koordination in EU-Angelegenheiten verantwortlich ist.
Therese Lindahl unterstützt und berät WissenschafterInnen bei
der Antragstellung eines Forschungsprojektes an die EU. ”Meist
ist eine gute Idee da und ich helfe mit Vorschlägen für die
Umsetzung”, so Therese Lindahl. Dieses Service steht den
AntragstellerInnen kostenlos zur Verfügung. BewerberInnen sind
hauptsächlich Forschungsgruppen, es gibt aber auch
Förderung für junge WissenschafterInnen. Diplomarbeiten oder
Dissertationen werden allerdings nicht von EU-Geldern finanziert. Weitere Aufgabenbereiche sind die Vorbereitung und
Durchführung von Infoveranstaltungen (z. B. an Universitäten),
das Aufbereiten von Infomaterial und die Organisation diverser
Workshops und Trainings. Der Kontakt zur EU-Kommission ist sehr
eng, es gibt regelmäßige Treffen in Brüssel, an denen alle nationalen Kontaktstellen teilnehmen. Teilweise ist Therese Lindahl
selbst in Projekte involviert, z. B. wenn es darum geht, gewisse
politische Ziele zu erreichen. ”Besonders reizvoll sind die
Internationalität, die Abwechslung, der Kundenkontakt und die
Möglichkeiten der Weiterbildung”, ist Therese Lindahl begeistert.
Brigitte Zarfl war maßgeblich an der Gründung des Fonds
Gesundes Österreich beteiligt. Jetzt ist sie seit 2006 im Sozialministerium für die EU-Koordination zuständig. Themenschwerpunkte der Abteilung sind z. B. die SeniorInnenenpolitik (z. B. 24h-Betreuung), die Armutsvermeidung sowie die Mindestsicherung. Als Leiterin der Abteilung hat sie einen klassischen
Management-Job und damit einen ordentlichen Berufswechsel durchlaufen. Brigitte Zarfl ist der Meinung, dass wir
ErnährungswissenschafterInnen durch das Studium auf einen
dynamischen Wechsel gut eingestellt seien. Das war für sie sehr
wichtig und gerade darin sieht sie eine Chance für uns, unter
den vielen SpezialistInnen mitzumischen. Flexibilität ist eben
sehr gefragt. Ein weiterer Tipp von Frau Zarfl: Wenn man im EU-
Bereich arbeiten will, sind Sprachen das Um und Auf! Neben
Englisch ist eine zweite Fremdsprache schon fast ein Muss.
Mag. Johanna Sommer
johanna.sommer@gmx.at
Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit
Was hat mein Essalltag mit dem Weltklima zu tun?
Leitung: Mag. Eva Unterberger
Mitarbeiterinnen: Mag. Sabine Bisovsky, Mag. Helga Cvitkovich-Steiner, Mag. Marlies Gruber, Mag. Angelika Hochreiter,
Mag. Karin Lobner, Mag. Dr. Theres Rathmanner, Mag. Johanna
Sommer
Essen und Klima sind eng miteinander verbunden. Immerhin
geht rund ein Fünftel des vom Menschen verursachten
Treibhauseffekts auf die Ernährung zurück. Auf dem Weg vom
Acker in den Magen füllt jedes Lebensmittel seinen C02Rucksack mehr oder weniger an. Das beginnt bei den Rohstoffen und endet bei der Entsorgung. Die Frage, welcher Verantwortung sich Landwirtschaft, Handel, Politik und KonsumentIn zu stellen haben, steht im Raum.
Dieses aktuelle Thema wurde in einer abendlichen Diskussionsrunde – der ersten einer Folge von hoffentlich vielen – im Kreise
des VEÖ am 30. Mai 2008 im Anschluss an ”Genuss ohne Klimaverdruss” besprochen. Folgende Personen diskutierten gemeinsam mit dem Moderator Severin Corti (Der Standard) und dem
Publikum das brisante Thema:
Mag. Helga Cvitkovich-Steiner (1. Vorsitzende des VEÖ)
Johannes Harmer (Bio-Landwirt aus dem südlichen Weinviertel)
DI Edith Klauser (Leiterin Sektion Landwirtschaft und Ernährung,
Lebensministerium)
Dr. Karl von Koerber (Leiter Beratungsbüro für Ernährungsökologie, München)
Dr. Stephan Mikinovic (Geschäftsführer AMA Marketing GmbH)
Lesen Sie weiter auf Seite 14.
e i n b l i c k e 0 2 / 0 8 . Z e i t s c h r i f t d e s Ve r b a n d e s d e r E r n ä h r u n g s w i s s e n s c h a f t e r Ö s t e r r e i c h s
13
arbeitskreise
Fortsetzung von Seite 13.
Die Macht, den Klimawandel aufzuhalten, schrieb man bislang
einzig und allein der Politik zu. Verantwortliches Handeln seitens
der PolitikerInnen wird zunehmend lauter gefordert. Der Ruf
nach sinnvollen Strukturen, um den Klimawandel aufzuhalten,
ist mittlerweile unüberhörbar. Tatsächlich finden sich die höchsten klimarelevanten Einsparungspotenziale aber in den
Produktionsverfahren und den Ernährungsgewohnheiten jedes
Einzelnen. Auch die häufig im Vordergrund stehende Transportproblematik scheint nicht das Sorgenkind Nummer 1 zu sein.
Denn die Emissionen aus der Lebensmittelproduktion übersteigen die Emissionen aus dem Transport um ein Mehrfaches.
Dass Klimaschutz Hand in Hand mit anderen Themen geht,
zeigte sich darin, dass sich die Diskussion bisweilen von der reinen Klimadiskussion weg, hin zu Preispolitik des Einzelhandels
und Fairness beim Umgang mit regionalen LandwirtInnen verlagerte. Lebensmittel seien heute so billig wie noch nie. Nach
dem Krieg gab jeder Haushalt die Hälfte des Einkommens für
Lebensmittel aus, heute sind es nur 13 %. Das habe u. a. zu
mangelnder Wertschätzung der Lebensmittel geführt, war man
sich einig. Klimagerechtes Ernährungsverhalten, bei dem
Lebensmittel aus biologischem Landbau im Zentrum stehen,
setze auch einen tieferen Griff ins Börsel voraus.
Schließlich wagte man auch einen Blick über den Pazifik und
auf das drohende Inferno, wenn ChinesInnen und InderInnen
ihr Konsumverhalten dem unseren angleichen. Diesen
Nationen muss daher zum jetzigen Zeitpunkt als gutes Beispiel
beim Klimaschutz vorangegangen werden, sonst droht der
Welt der Klima-Kollaps.
ErnährungswissenschafterInnen und KlimaschützerInnen ziehen
jedenfalls an einem Strang: So wünschen sich beide weniger
Fleisch, mehr Brot als Wurst, frische, gering verarbeitete
Produkte und den Griff zu saisonalem Obst und Gemüse. Wer
also einen ”klimaoptimierten” Ernährungsstil praktiziert, beherzigt gleichzeitig die Empfehlungen der Ernährungswissenschaft.
Mag. Eva Unterberger
eva.unterberger@essenziell.at
kulturecke
Gestaltet und zusammengestellt von Mag. Dr. Erika Lasser-Ginstl
d.ginstl@gmx.at
Das war die 8. Schlaraffia
Wein- und Gourmet-Messe
6. bis 9. März 2008 im Zentrum von Weinfelden
(Thurgau, Schweiz)
http://www.schlaraffia-messe.ch
Glückliche Gesichter der BesucherInnen, zufriedene Aussteller
und ein Bouquet an einmaligen
Veranstaltungen: Das war die
Schlaraffia 2008!
Collage – entstanden während eines Genuss-
9500 BesucherInnen waren auf
Seminars in der Hauptschule Waidhofen/Ybbs (Foto:
dieser Messe.
Erika Lasser-Ginstl)
Vorankündigung für 2009
Die 9. Schlaraffia wird im nächsten Jahr vom 12. bis 15. März
2009 in Weinfelden stattfinden. Erwartet werden zahlreiche
neue Events, unterhaltsame Showkocheinlagen und eine breite Palette an Gourmet-Spezialitäten und edlen Tropfen!
Doch bevor eventuell eine Reise in die Schweiz zu Schlaraffia
geplant wird, gibt es laufend spannende Sonderausstellungsprojekte im Technischen Museum Wien:
Technisches Museum Wien mit Österreichischer Mediathek
1140 Wien, Mariahilfer Straße 212
Tel.: +43-1-89998-6000
E-Mail: museumsbox@tmw.at
Geschmacksache – Was Essen zum Genuss macht
Oktober 2008 bis März 2009
Die Ausstellung wird zeigen, wie durch Verarbeitung von
Nahrungsmitteln Geschmack entsteht und wie gesellschaftliche und wirtschaftliche Faktoren, Ernährungsgewohnheiten
oder Lebensstilfragen das Geschmackserlebnis und die
Esskultur beeinflussen.
Sicherlich eine empfehlenswerte Ausstellung speziell für
KollegInnen, bei denen Genuss und Geschmack einen Arbeitsschwerpunkt darstellen.
Joghurt-Verkostung
(Foto: Erika Lasser-Ginstl)
Öffnungszeiten
Mo–Fr 9.00–18.00 Uhr
Sa, So und Feiertage 10.00–18.00 Uhr
Schließtage
Das Museum ist am 1. Jänner, 1. Mai, 1. November, 25. und 31.
Dezember geschlossen.
Eintrittspreise
Kinder bis 5 Jahre
Kinder und Jugendliche von 6 bis 16 Jahren
SchülerInnen, Lehrlinge, Studierende bis 27 Jahre
SeniorenInnen (mit Ausweis; Frauen ab 60,
Männer ab 65)
Familienkarte I:1 Erwachsener und 1 Kind
Familienkarte II: 2 Erwachsene und 1 Kind
jedes weitere Kind
EUR 8,50
frei
EUR 5,00
EUR 7,00
EUR 11,00
EUR 17,00
EUR 1,50
Lesen Sie weiter auf Seite 16.
e i n b l i c k e 0 2 / 0 8 . Z e i t s c h r i f t d e s Ve r b a n d e s d e r E r n ä h r u n g s w i s s e n s c h a f t e r Ö s t e r r e i c h s
15
kulturecke
Fortsetzung von Seite 15.
Haben Sie schon einmal das erste Wiener Schokoladenmuseum besucht?
Und was gibt es dort zu sehen?
1. Begrüßung & Kostproben
Zu Beginn der Führung werden Sie von einem
Guide (MitarbeiterIn der Firma Heindl) begrüßt
und können bereits vorab von den Spezialitäten
naschen.
5. Kunst aus Schokolade
Schokolade kann auch zur Herstellung von Kunstwerken
verwendet werden. Was sich so alles aus süßer Masse formen
lässt – Kunst zum Anbeißen.
6. Verpackung im Wandel der Zeit
Im Laufe der Jahre hat sich das Verpackungsdesign sehr verändert. Geänderte Hygienevorschriften und wechselnder Kundengeschmack
brachten stets Änderungen mit sich – gezeigt
wird auch, wie Schokolade früher appetitlich
verpackt wurde.
2. Video-SShow
In einem Video bekommen Sie einen ersten
Überblick über die Kunst der Konfekterzeugung.
3. Geschichte des Kakaos
Der Guide informiert über die Geschichte des
Kakaos – von der Entdeckung in der Neuen Welt
durch die Spanier über die Luxusspeise an
europäischen Fürstenhöfen bis hin zur heutigen
Verarbeitung zu feinsten Schokoladewaren.
7. Blick in die Produktion
Von einer Aussichtsplattform sehen Sie Produktionsvorgänge bzw. die Abfüllanlagen ”in Arbeit”.
8. Frisch aus Meisterhand
Zum Abschluss nochmals die Möglichkeit, herrlichen Spezialitäten ausgiebig zu probieren –
frisch aus Meisterhand.
4. Historische Produktionsmaschinen
Die Technik hat sich auch bei der Erzeugung
rasant weiterentwickelt. Aus alter Zeit sind noch
simple, aber trotzdem geniale Maschinen erhalten geblieben.
Wiener Schokoladenmuseum
1230 Wien, Willendorfergasse 2–8
Tel.: +43-1-667 21 10-19
schokolademuseum@heindl.co.at
Eintrittspreis:
EUR 3,00 pro Person, Kinder bis 3 Jahre gratis!
Im Eintrittspreis inkludiert ist ein Einkaufsgutschein über EUR 1,50,
der unmittelbar nach dem Museums-Besuch im Shop eingelöst
werden kann!
Anreise mit dem PKW/Reisebus: Besucherparkplatz für Busse
und PKW.
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Autobus 66A ab Reumannplatz (U1) bis Station Willendorfergasse oder
Autobus 66A ab Alterlaa (U6) Richtung Reumannplatz
bis Station Purkytgasse oder
Badner Bahn ab Oper bis Station Inzersdorf/Personenbahnhof
Öffnungszeiten & Führungen:
Mo–Do (werktags) täglich Führung um 14.00 Uhr (ohne
Voranmeldung) oder individuelle Führungen für Gruppen ab 25
Personen nach Terminvereinbarung unter:
Tel.: +43-1-667 21 10-19, Frau Silke Libovsky.
Das Museum kann nur im Rahmen einer Führung besucht werden.
e i n b l i c k e 0 2 / 0 8 . Z e i t s c h r i f t d e s Ve r b a n d e s d e r E r n ä h r u n g s w i s s e n s c h a f t e r Ö s t e r r e i c h s
16
neue mitglieder
welcome
Wir begrüßen die folgenden neuen VEÖ-Mitglieder:
Carina Anger
Linda Blaas
Astrid Böhm
Magdalena Brandstätter
Mag. Heidi Bruckner
Mariam Ehrnhöfer
Christa Eiserloh
Mag. Dagmar Faltinger
Romana Gaderer
Stephanie Gegenbauer
Walpurga Goebel
Mag. Brigitte Haiden-Starkie
Andrea Huemer
Andrea Hundsamer
Susanne Köttl
Rita Kurz
Birgit Lahm
Sandra Lehner
Sabine Mallay
Erika Nussbaumer
Sara Pauritsch
Julia Petzenka
e i n b l i c k e 0 2 / 0 8 . Z e i t s c h r i f t d e s Ve r b a n d e s d e r E r n ä h r u n g s w i s s e n s c h a f t e r Ö s t e r r e i c h s
Claudia Plenk
Mag. Petra Polster
Tina Rauter
Angelika Schirgi
Mag. Margot Schlegl
Claudia Schmid
Mag. Alexandra Schreiner
Mag. Alexandra Beate Suchomel
Elisabeth Wurglits
Michaela Zeitlhofer
Ursula Zikeli
17
vip-mitglieder
Neues von den VIP-Mitgliedern
Landfrisch
Frischkäse & Butterspezialitäten der Meisterklasse
Aus bester Milch des österreichischen Alpenvorlands und mit langjähriger Erfahrung und höchster
Sorgfalt werden bei Landfrisch (Oberösterreich) Frischkäse- und Butterspezialitäten gezaubert.
Seit mehr als 30 Jahren wird im Betrieb in Wels Landfrischkäse,
Österreichs beliebtester Cottage Cheese, hergestellt. Der leichte
Käse mit dem cremig zarten Korn, umgeben von original
Landfrisch Dressing, ist weit über die Landesgrenzen hinweg im
gesamteuropäischen Raum für seine besondere Qualität bekannt.
Landfrisch Streichgenuss, Österreichs erste Butter mit hochwertigen Pflanzenölen, ist ein weiteres Erfolgsprodukt aus dem
Hause Landfrisch. Durch die Zugabe von Olivenöl oder Rapsöl
wird die Butter nicht nur wunderbar streichfähig – auch direkt
aus dem Kühlschrank genommen –, sondern enthält darüber
hinaus bis zu 30 % weniger Cholesterin als herkömmliche Butter.
Detailinfos finden Sie auf http://www.streichgenuss.com
Landfrischkäse ist erhältlich in den Sorten:
Natur leicht (2,2 % Fett) – ausgezeichnet mit dem Käse-Kaiser 2008,
Natur (4,5 % Fett), Schnittlauch (4,5 % Fett), Sommergemüse
(1,9 % Fett), Kräuter (0 % Fett), Bärlauch (0 % Fett)
Mild und von Natur aus leicht schmiegt sich Landfrischkäse an
den Gaumen. Da Cottage Cheese von Natur aus auch wenig
Fett enthält (Landfrischkäse 0 % bis max. 4,5 % Fett absolut), ist
Landfrischkäse äußerst bekömmlich.
Landfrischkäse lässt sich äußerst vielseitig verwenden: morgens
mit frischen Früchten und Honig für einen guten Start in den
Tag, zwischendurch aus dem Becher gelöffelt oder abends mit
frischen Kräutern auf einer Scheibe knusprigem Brot. Dass sich
Landfrischkäse auch wunderbar zum Kochen eignet, beweisen
zahlreiche Rezepte auf http://www.landfrisch.at
Landfrisch Streichgenuss
OLIVE – mit hochwertigem Olivenöl (30 % weniger Cholesterin*,
10 % weniger Fett*)
CLASSIC – mit heimischem Rapsöl (25 % weniger Cholesterin*)
*als herkömmliche Butter
Landfrisch Molkerei reg.Gen.m.b.H.
Schubertstraße 30, 4600 Wels
Tel.: +43 (0)7242-46 9 96-0
office@landfrisch.at
www.landfrisch.at, www.streichgenuss.com
vip-mitglieder
Neues von den VIP-Mitgliedern
Ursprünglich ...
... hätte hier eine Firmenvorstellung der dato Denkwerkzeuge stehen sollen. Gefolgt von
einer kurzen Beschreibung unseres Nährwertberechnungsprogramms nut.s nutritional.software, von dem es die unterschiedlichsten Module gibt. Für die Ernährungsberatung ebenso wie für die Lebensmittel erzeugende Industrie. Aber
wir finden, wir sollten Ihre Zeit nicht vergeuden. Sie haben bestimmt Besseres zu tun, als die übliche Werbung zu lesen. Über
unsere Software können wir ja ein anderes Mal sprechen. Und unsere MitarbeiterInnen lernen Sie am besten persönlich
kennen. Bei uns oder bei Ihnen. Oder bei einer Online-Präsentation über das Internet. Jederzeit gerne. Aber wie versprochen
hören wir jetzt auf.
dato Denkwerkzeuge, Corneliusgasse 4/4, A-1060 Wien
+ 43 1 581 29 70
http://www.dato.at
nut.s nutritional.software
nuts@dato.at
http://www.nutritional-software.at
buchtipps
Mag. Sonja Reiselhuber
seitenweise
aufgeblättert
Wege aus der Klimafalle
Neue Ziele, neue Allianzen, neue Technologien – was eine zukünftige Klimapolitik leisten muss
Ott H. E., Hg.: Heinrich-Böll-Stiftung
230 Seiten, Abbildungen und Tabellen, ISBN 978-3-86581-088-5, oekom Verlag, München 2008,
EUR 19,90
Der Klimawandel ist bereits in vollem Gange. Selbst intensive Bemühungen der internationalen Klimapolitik werden die vom Menschen verursachten Änderungen des Weltklimas
nicht mehr gänzlich aufhalten, sondern lediglich abmildern. Doch wie könnte eine umfassende zukünftige Klimapolitik aussehen? In kurzen, prägnanten Beiträgen kommen hochrangige ExpertInnen zu Wort und diskutieren neue Strategien, um den Klimawandel zu
begrenzen. Das Werk bietet Hintergrundinformationen über aktuelle wissenschaftliche
Erkenntnisse, neue Technologien und die notwendigen nächsten Schritte.
Fazit: Eine umfassende Betrachtung dieses hochaktuellen Themenkomplexes.
Vom Acker auf den Teller
Impulse der Agrar- und Ernährungsforschung für eine nachhaltige Entwicklung
Nölting B., Schäfer M.
200 Seiten, Abbildungen und Tabellen, ISBN 978-3-86581-032-8, oekom Verlag, München 2007,
EUR 29,80
Welche Rolle kommt den Unternehmen in Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel für
eine nachhaltige Lebensmittelerzeugung zu? Wie können KonsumentInnen bei der Gestaltung von nachhaltigen Konsummustern und Ernährungskulturen unterstützt werden? Was
tragen Politik und öffentliche Diskurse zu diesen Herausforderungen bei? 6 Projekte der
sozial-ökologischen Forschung widmen sich diesen Fragestellungen in inter- und transdisziplinären Forschungsvorhaben. Im vorliegenden Sammelband präsentieren sie Ergebnisse
und Lösungsansätze aus verschiedenen Perspektiven.
Fazit: Brisante Fragen zum Thema Ernährungsökologie werden wissenschaftlich fundiert
beantwortet. Die Potenziale der sozial-ökologischen Agrar- und Ernährungsforschung werden aufgezeigt.
Aufgedeckt
Appetit auf Klimaschutz
Prey N., Pomper G., Hg.: die umweltberatung NÖ
118 Seiten, zahlreiche Farbfotos, ISBN 978-3-200-01095-6, Pro Region Consulting GmbH, Bad
Erlach 2007, EUR 7,00
Den Wandel der Jahreszeiten am Teller nachvollziehen und dabei den vollen Geschmack
genießen: Kochen mit Lebensmitteln aus der Region und der Jahreszeit entsprechend –
das ist das Credo dieses neuen Klimakochbuchs, das im Rahmen der Kampagne ”So
schmeckt NÖ“ erschienen ist. Es regt an, ”klimafreundlich“ zu kochen, und liefert viele
Rezepte dafür – einfache Gerichte für die schnelle Küche ebenso wie raffinierte Kreationen für die nächste Sommerparty. So einfach und genussreich kann aktiver Klimaschutz
sein!
Fazit: Kulinarisches Highlight der besonderen Art – und das Ganze auf klimafreundliche Art
und Weise.
e i n b l i c k e 0 2 / 0 8 . Z e i t s c h r i f t d e s Ve r b a n d e s d e r E r n ä h r u n g s w i s s e n s c h a f t e r Ö s t e r r e i c h s
20
buchtipps
seitenweise
Dipl. oec. troph. Britta Macho
Dr. Mag. Erika Lasser-Ginstl
aufgeblättert
Konsumkids
Wie Marken unseren Kindern den Kopf verdrehen
Vollborn M., Georgescu V.
188 Seiten, ISBN: 978-3-596-16798-2, Fischer Taschenbuch Verlag GmbH, Frankfurt, 2007, EUR 9,95 (D)
”Alleine in den USA geben Konzerne über 15 Mrd. US-Dollar für Werbung aus, die einzig
und alleine ein Ziel verfolgen: die Kinder von heute zu KonsumentInnen von morgen zu
erziehen.” Das Einleitungszitat der beiden AutorInnen zeigt schon, in welche Richtung
der Inhalt des Buches geht: eine kritische Auseinandersetzung mit dem Konsumverhalten
unserer Kinder. An vielen Beispielen zeigen sie, wie und auch warum Kinder dem
Konsumtrend ”verfallen”. Am Ende des Buches finden sich noch ein paar (bekannte)
Tipps und Tricks für Eltern zur Unterstützung. Einige davon sind etwas fragwürdig. Es wird
beispielsweise empfohlen, ein frisches Stück Fleisch über Nacht in Cola einzulegen und
den Kindern am Morgen ein durch Phosphorsäure zersetztes Fragment zu präsentieren.
Derart Angst machende Interventionen sind nicht empfehlenswert.
Fazit: Eine interessante Lektüre, die aber auch etwas kritisch gelesen gehört.
Vom Essen, Trinken und Leben
Mit allen Sinnen kochen: 89 Rezepte für besondere Momente
Dahlke R., Neumayr D.
190 Seiten, zahlreiche Farbfotos, ISBN 978-3-8304-2243-3, Haug Verlag, Stuttgart, 2007,
EUR 20,50
”Essen ist Lust – Kochen ist Liebe.” Unter diesem Motto führen der Arzt Ruediger Dahlke
und die Haubenköchin Dorothea Neumayr in die Welt der Sinne und des Genusses ein.
Das umfangreiche Angebot an Rezepten einer feinen und gesunden Küche mit Hinweis
auf die Menge der Hauptnährstoffe wird mit appetitlichen Fotos untermalt.
Ein Wermutstropfen: Viele Inhalte werden angesprochen, doch einige der dabei entstehenden Fragen nicht geklärt. Zudem fehlt weiterführende Literatur, die die eine oder
andere Behauptung wissenschaftlich untermauern würde.
Fazit: Interessante Rezepte und genussvolles Lesevergnügen, teilweise jedoch gepaart
mit unwissenschaftlichen Behauptungen.
Essen – Eine Kulturgeschichte des Geschmacks
Hg.: Freedman P.
368 Seiten, zahlreiche Farbfotos und Abbildungen, ISBN 978-3-89678-350-9, Primus Verlag,
Darmstadt, 1. Auflage 2007, EUR 49,90
Dieses Buch befasst sich mit den kulinarischen Errungenschaften unterschiedlicher Zivilisationen der Vergangenheit und Gegenwart und geht der Grundfrage von Nahrung und
Überleben nach. Beschrieben wird, dass Gaumenfreuden schon seit langem Thema waren,
insbesondere bei jenen Menschen, die das Glück hatten zu wählen. Hervorragend wird vermittelt, dass Geschmack von jeher Wichtiges über Regionen, sozialen Status, Religionen, wirtschaftliche Ressourcen und Epochen aussagt. Ernährung als Fachzweig der Sozialgeschichte betrachtet zeigt: Reichtum, Nachkriegsarmut, technologische Revolution, aber
auch ein Streben nach Bequemlichkeit haben die Essgewohnheiten nachhaltig geprägt.
Fazit: Reich bebildert wird den LeserInnen das Eintauchen in die Kulturgeschichte des
Geschmacks vieler Zeitabschnitte gewährt.
e i n b l i c k e 0 2 / 0 8 . Z e i t s c h r i f t d e s Ve r b a n d e s d e r E r n ä h r u n g s w i s s e n s c h a f t e r Ö s t e r r e i c h s
21
buchtipps
seitenweise
Dipl. oec. troph. Britta Macho
Mag. Helga Cvitkovich-Steiner
aufgeblättert
Methoden und Entwicklung
Basismaterialien für effektiven und aktivierenden Unterricht
Thal J., Vormdohre K.
208 Seiten, zahlreiche Abbildungen, ISBN: 978-3-8340-0135-1, Schneider Verlag,
Hohengehren, 2006, EUR 46,00
Aus der Praxis – für die Praxis, das merkt man deutlich beim Lesen dieses Buches. Wer
auf der Suche nach guten methodischen Anregungen für den Unterricht ist, aber
natürlich auch für Seminare, Vorträge und Workshops, ist hier richtig. Nach einer kurzen
theoretischen Einführung ins Thema ”Lernen” folgt ein guter Überblick über alle vorgestellten Methoden. Sehr empfohlen sei hier die Tabelle mit den Vorbereitungs- und
Durchführzeiten sowie den Transfermöglichkeiten. Im Praxisteil werden die Methoden
dann einzeln genau vorgestellt und beschrieben.
Fazit: Wer seine ”Vorstellungen” aktiver gestalten möchte, die/der findet hier eine Fülle
von Methoden und kann das Passende für sich herausfiltern.
Nutzpflanzenkunde
Vollständig von Reinhard Lieberei und Christoph Reisdorff überarbeitet und erweiterte
Auflage begründet von Wolfgang Franke
476 Seiten, ISBN 978-3-13-530407-6, Georg Thieme Verlag, Stuttgart, 7. Auflage, 2007, EUR 49,95
Ein Klassiker mit neuem didaktischen Konzept und 363 jetzt durchwegs farbigen Abbildungen. Kapitel 1 – gänzlich neu – behandelt Wesen, Entstehung und Geschichte
der Kulturpflanzen. Kapitel 2 dient zur Auffrischung botanischer Grundkenntnisse.
Kapitel 3 – ebenfalls gänzlich neu – gibt einen Überblick über die primären und sekundären Inhaltsstoffe von Nutzpflanzen. Hier dürfte die übersichtliche, kompakte Behandlung der sekundären Inhaltsstoffe unseren Berufsstand besonders interessieren.
Allgemeine Merkmale sowie individuelle Steckbriefe der einzelnen Pflanzen liefern die
Kapitel 4 (Nahrungspflanzen) und 5 (Technisch genutzte Pflanzen), sie sind auch ohne
Kenntnis der 3 einführenden Kapitel gut als Nachschlagewerk zu verwenden.
Fazit: Ein umfassendes Werk zum Thema Nutzpflanzen.
Einführung in die Ernährungspsychologie
Klotter C.
278 Seiten, ISBN 978-3-8252-2860-6, Ernst Reinhardt Verlag, München, 2007, EUR 24,90
Wie beeinflussen psychische Faktoren das Essverhalten? Wie kann man Menschen zu
einem gesunden Essverhalten anleiten und damit ernährungsbedingte Krankheiten
vermeiden? Das Lehrbuch beleuchtet die gesellschaftlich-kulturellen und sozialen
Determinanten der Ernährung und stellt verschiedene psychologische Schulen und ihre
Perspektive auf das Essverhalten vor. Ein Kapitel widmet sich den großen gesundheitspsychologischen Modellen. Außerdem werden die gängigen Methoden der Prävention und Intervention vorgestellt, aber auch diskutiert. Welchen Effekt haben sie und
wie lässt sich der Behandlungserfolg beeinflussen? Ein kurzer Einblick in Wissenschaftstheorie und Forschungsmethoden rundet das Lehrbuch ab. Sympathisch: die knappe
Zusammenfassung am Ende jedes Kapitels, kombiniert mit Fragen zur Selbstkontrolle.
Fazit: Eine anschauliche, didaktisch aufbereitete Einführung in die Ernährungspsychologie.
e i n b l i c k e 0 2 / 0 8 . Z e i t s c h r i f t d e s Ve r b a n d e s d e r E r n ä h r u n g s w i s s e n s c h a f t e r Ö s t e r r e i c h s
22
webtipps
neues von links
Dipl. oec. troph. Britta Macho
screenshots & urls
http://www.nutrition.org.uk
http://www.lgl.bayern.de/index.htm
Die British Nutrition Foundation, die Ernährungsgesellschaft Großbritanniens. Viele interessante Informationen zu Themen der allgemeinen
gesunden Ernährung, Schulkinderernährung sowie Informationen zu EUProjekten.
Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bietet auf der Seite fundierte Informationen zu Gesundheitsthemen. Neben
der Gentechnik und Lebensmittelüberwachung sind auch Informationen zu
Kinderlebensmitteln und aktuellen Ernährungsthemen vertreten.
http://www.rechenstift.at
http://www.clewwa.de
Der Fachverband der Unternehmensberatung und Informationstechnologie
bietet eine Reihe von Formularen und Checklisten zur Buchhaltung zum kostenlosen Download. Gerade für KMUs, die kostengünstig dem Steuerberater zuarbeiten möchten, eine wertvolle Hilfe.
Ganz neu vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Deutschland gibt es ”Clewwa”, die Suchmaschine für
VerbraucherInnen. Hier sollen seriöse Informationen gefunden werden,
ohne lästige Werbeunterbrechungen.
https://portal.health.fgov.be/portal/page?_pageid
=56,7422388&_dad=portal&_schema=PORTAL
http://pflanzenschutzmittelrueckstaende.aid.de
Eine belgische Homepage, gefördert vom Föderalen Öffentlichen Dienst
Volksgesundheit, Sicherheit der Nahrungsmittelkette und Umwelt, der die
meisten Seiten auch auf Deutsch zur Verfügung stellt. Der Blick über den
Tellerrand kann ganz interessant werden. Ein Spiel (leider nur auf
Französisch oder Niederländisch) zeigt den SpielerInnen auf amüsante Art
und Weise ihre Ernährungsfehler auf.
Eine Seite der aid speziell zum Thema Pflanzenschutzmittel. Gerade für
KonsumentInnen ein wichtiges Thema, welches auch von den Medien
immer wieder aufgegriffen wird. Diese Seite liefert MultiplikatorInnen
Argumente in der Pflanzenschutzmitteldiskussion und KonsumentInnen unabhängige Informationen.
http://www.wissenschaft-aktuell.de
http://pundo3000.com/werbunggegenrealitaet3000.htm
Wissenschaft aktuell bietet einen täglichen kostenlosen Newsletter mit
Themen z. B. zur Ernährung. Einfach die interessanten Themen auswählen
und täglich informiert werden.
Werbung versus Realität. Serviervorschläge auf dem Prüfstand.
Lebensmittel wurden fotografiert und mit ihrem Werbebild verglichen,
eine interessante Reise in die Welt der unterschiedlichsten Bilder.
e i n b l i c k e 0 2 / 0 8 . Z e i t s c h r i f t d e s Ve r b a n d e s d e r E r n ä h r u n g s w i s s e n s c h a f t e r Ö s t e r r e i c h s
23
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
23
Dateigröße
1 523 KB
Tags
1/--Seiten
melden