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EINFACH reine Haut – Wie man Akne, Pickel und - Moin Yamina

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EINFACH reine Haut
Wie man Akne, Pickel und Unreinheiten los wird und die Haut gesund pflegt
Yamina De Leone
Erste Ausgabe vom 18.06.2014
Moin!
Manchmal höre ich mich sagen, ich hätte immer noch Akne, obwohl ich schon seit
einigen Jahren nur noch vereinzelt Pickelchen bekomme. Das Leben mit der »unreinen«
Haut steckt mir immer noch in den Knochen. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern,
wie unangenehm es mir war, wenn mir Gesprächspartner zu lange ins Gesicht blickten.
Oder daran, dass ich ohne blickdichtes Make-up nicht aus dem Haus gegangen bin.
Los ging es ganz klassisch mit T-Zonen-Pubertäts-Pickeln: Mal Stirn, dann Kinn, dann
wieder Stirn, gelegentlich Nase. Mein erstes Makeup-Produkt war kein Lidschatten,
Mascara oder Blush. Es war ein Abdeckpuder. Eins, das speziell für »unreine« Haut
beworben wurde. Mein 13-jähriges Ich fand das überzeugend: Das Puder deckt ab, wirkt
antibakteriell und mattiert gleichzeitig die ölige Haut. Perfekt. Oder?
Was anfangs nur einzelne Pickel und Mitesser waren, wurde immer schlimmer. Schon
bald war es nicht mehr zu übersehen. Ich tröstete mich mit dem Gedanken, es wäre nur
eine Pubertäts-Erscheinung und würde besser werden, wenn sich die Hormone erst
eingependelt hätten.
Nach der Pubertät ging es aber erst richtig los. Mit etwa 19–20 hatte ich meine
schlimmste Phase erreicht. Mittlerweile war der ganze Kiefer voll mit großen und kleinen
Entzündungen. Dazu dann Fingerkuppen-große Abszesse in der Haut, die den Anschein
machten, für immer zu bleiben. Größer als Pickel, aber ohne »Kopf« – sah gruselig aus
und fühlte sich auch so an. Mein Gesicht tat weh und spannte permanent, was mich
schwer vergessen ließ, wie ich aussah.
Ich hatte eindeutig ein Problem. Deswegen war ich damit bei den Profis. Ich habe Pillen
und Behandlungen bekommen, die ich hier gar nicht im Detail besprechen möchte, einfach
weil sie nicht geholfen haben. Es wurde vielleicht ein wenig besser, hat mein Leiden aber
nur verlängert, denn gesund wurde meine Haut nicht. Ich konnte mir einfach nicht erklären
was mit mir nicht stimmt. Warum ich? Würde ich jetzt mein ganzes Leben lang damit
herumquälen müssen?
So verschieden die Expertenmeinungen waren, woran das denn nun lag mit mir und der
Akne, in einem waren sich alle einig:
»Du hast unreine Haut.«
Erstaunlicherweise war es das Stigma der »unreinen« Haut, das ich ablegen musste,
um meine Haut gesund pflegen zu können.
Ich habe recherchiert, viel recherchiert. In jeder freien Minute. Was sind Pickel? Wie
entstehen sie? Wie funktioniert die Haut? Und was hat gesunde Haut, was »unreine« Haut
nicht hat?
Was ich gelernt habe, hat mein Leben verändert: Um meine Akne loszuwerden, musste
ich besser auf mich aufpassen. Ich habe radikal sämtliche Pflegeprodukte entsorgt, die ich
so lange angesammelt hatte. All die Sachen, die das Badezimmerschränkchen und den
Waschbeckenrand schon komplett belegt hatten und nun drauf und dran waren, auch
noch den Badewannenrand zu besiedeln. Nachdem ich die Inhaltsstoffe recherchiert hatte,
musste ich fest stellen, dass ich nichts, absolut nichts hatte, das für meine Hautpflege
geeignet war. Nicht die Sachen aus der Apotheke, und auch nicht die Sachen aus der
Drogerie – wobei die hochpreisigen Produkte kein Stück besser waren als das billige
Zeug!
Mein Weltbild war zerrüttet, nachdem ich jahrelang glaubte, Ärzte wüssten es am
besten. Ich dachte, in der Apotheke gäbe es Sachen, die einen gesund machen und nicht
etwa krank, und teurere Kosmetik wäre hochwertigere Kosmetik. Also saß ich nun da in
einem leeren Bad und hatte erstmal keine Ahnung, was ich statt des ganzen Krams nun
kaufen sollte.
Eine ganze Weile habe ich dann meine Pflegemittelchen selbst gerührt, denn ich hatte
meine eigenen Theorien entwickelt, was meiner Haut gut tun könnte. Meine ersten
Lotionen waren nicht perfekt, aber sie gaben meiner Haut wieder mehr Ruhe, nachdem ich
sie so lange gepeinigt hatte. Keine Panik, du musst nicht alles selbst rühren. Aber wenn du
Bock drauf hast, nur zu! Inzwischen habe ich meine Produkte gefunden, die ich schon seit
ein paar Jahren immer wieder nachkaufe. Das ist mir persönlich lieber, wenn ich die für
mich perfekten Produkte einfach fertig kaufen kann. Aber wenn du in Bastellaune bist,
habe ich im Kapitel »Quellen und Links« etwas für dich.
Es war eine spannende Zeit, in der ich gelernt habe, Dinge anzuzweifeln, die allgemein
als einzig gültige Wahrheit angesehen werden. Ich habe gelernt, dass man nicht blindlings
denen vertrauen sollte, die als Autoritäten gelten. Und auch, dass ich mich mehr für den
Chemie-Unterricht hätte interessieren sollen.
Ich habe weder Medizin studiert, noch bin ich ausgebildete Kosmetikerin. Alles, was in
diesem Buch steht, habe ich nur recherchiert, weil ich selbst betroffen war. In diesem Buch
findest du keinen Chemie- oder Anatomiekurs, sondern einen praxisnahen Leitfaden,
deinen individuellen Weg zur gesunden Haut zu finden.
In den nachfolgenden Kapiteln erfährst du, wie deine Haut funktioniert – und wie du ihr
helfen kannst, sich selbst zu helfen. Du lernst, wie du Schritt für Schritt die Ursachen für
deine Hautprobleme herausfinden kannst und wie du deine individuelle Routine
entwickelst.
Vorschau
Bevor wir einsteigen, möchte ich dir erst mal sagen, was mit diesem E-Book auf dich
zukommt. Lässt du dich auf das Experiment ein, stellst du damit nicht nur deine
Hautpflege um, sondern schließt damit einen ganzen Lebensabschnitt ab. Du wirst
anfangen, Dinge zu hinterfragen, die du bis jetzt einfach hingenommen hast. Du wirst
Teufelskreise durchbrechen und deine Haut wird sich schon sehr bald verändern. Wie sie
am Ende genau aussehen wird, kann niemand voraussehen. Nur eins: Du, und damit auch
deine Haut werden ein Stück gesünder sein.
Es geht nicht darum, ein strenges Pflege-Reglement einzuhalten, sondern darum, dich
selbst gut zu behandeln. Dafür musst du natürlich erstmal wissen, was gut für dich ist.
Deshalb schauen wir uns erst einmal an, welchen Einflüssen deine Haut in letzter Zeit
ausgesetzt war. Du erfährst, wie gewisse Inhaltsstoffe in Produkten wirken, wie deine Haut
auf unterschiedliche Behandlungen reagiert und du lernst dabei deine Haut besser
kennen.
Deine Haut braucht 2 bis 4 Wochen, um sich komplett zu erneuern. Das heißt, dass du
in spätestens einem Monat eine völlig neue Haut haben wirst - ob mit oder ohne diesem
Buch. Es liegt an dir, den neuen Zellen, die in genau jetzt entstehen, die bestmögliche
Behandlung und damit den bestmöglichen Start ins Leben zu geben. Du wirst nicht nur
erfahren, was du dafür tun musst, sondern auch warum. Ich will dir nicht mit Floskeln
meine Pflegeroutine und meinen Lebensstil aufdrängen. Es könnte nämlich sein, dass du
etwas ganz anderes brauchst als ich. Ich sage dir einfach nur, was bei mir funktioniert hat
und helfe dir herauszufinden, was bei dir funktioniert. Deine Haut, dein Weg.
Wir sind alle unterschiedlich. Nicht nur genetisch unterscheiden wir uns voneinander,
sondern auch unsere Hautflora. Wir sind besiedelt von Mikroorganismen. Sie bemühen
sich täglich darum, uns vor schädlichen Erregern zu schützen, indem sie aggressiv ihr
Revier verteidigen. Deshalb wird deine tägliche Pflegeroutine auf einer Reinigung
aufgebaut sein, die schonend ist und deine eigenen Pförtner nicht täglich um die Ecke
bringt.
Die milde Reinigung wird deiner Hautgesundheit schon sehr gut tun, aber es geht noch
mehr: Du wirst in den nächsten Wochen deine Haut so mega-geschmeidig pflegen, dass
Mitesser erst gar nicht entstehen können. Und wo keine Mitesser, da auch keine Pickel.
Das ist eine Kausalkette, die du tatsächlich durch die Pflege überwinden kannst. Dafür
brauchst du gar keine Medikamente, Hormonpräparate oder aggressive Salben.
Natürlich ist Akne nicht allein abhängig von äußeren Faktoren. Deine Haut ist ein
Organ, wie deine Leber oder deine Nieren. Sie ist nicht einfach nur eine Hülle, die dich
umgibt und deren Makel du bekämpfen musst. Du wirst sie behandeln als das, was sie ist:
Ein Teil von dir. Und warum solltest du gegen dich selbst kämpfen?
Die Unreinheiten sind nur ein Symptom, deshalb gehen wir der Sache tiefer auf den
Grund. Du wirst einen Blick auf deine Ernährung und deinen Lebensstil werfen, denn das
sind Faktoren, von denen deine Gesundheit und dein Hormonhaushalt abhängig sind.
Schönheit kommt von innen – und damit meine ich in diesem Fall nicht den Charakter.
Manchmal möchte man der Schönheit hier und da nachhelfen, deswegen gibt es auch
ein Kapitel über Makeup. Im Laufe der Zeit habe ich ein paar Kniffe entwickelt, wie die
Haut deutlich schöner aussieht, ohne sie zuzukleistern. Außerdem sitzt die Schminke den
ganzen Tag im Gesicht und hat damit einen großen Einfluss auf die Hautgesundheit. Also
wirst du auch durch das Makeup-Kapitel das ein oder andere über Inhaltsstoffe lernen und
wie sie auf deine Haut wirken.
Wenn ich erzähle, dass ich mal schwere Akne hatte, können das viele Menschen gar
nicht glauben, denn es ist nicht mehr viel davon zu sehen: Nachdem ich die akuten
Entzündungen kuriert hatte, ließ ich beim Hautarzt die Narben entfernen. Nur noch wenige
Zeichen deuten auf meine Hautprobleme hin, deshalb erzähle ich dir auch von den
Erfahrungen, die ich mit dem hauterneuernden Peeling gemacht habe.
Akne hinterlässt mehr Narben, als nur die sichtbaren. Ich will es nicht beschönigen: Es
ist eine harte Zeit und manchmal braucht der Geist sogar ein Stückchen länger zu heilen,
als die Haut selbst. Je früher du dich pudelwohl in deiner Haut fühlst, umso besser.
Deshalb findest du am Ende auch etwas zum Thema Selbstbewusstsein und
Selbstwahrnehmung.
Ich habe alles aufgeschrieben, was ich weiß. Und alles, was ich zu wissen glaube.
Nimm dieses Buch als das, was es ist: Ein Leitfaden, um deine eigene Wahrheit zu finden.
Nun wünsche ich dir viel Spaß beim Lesen, Forschen und ganz besonders dabei, dich
und deine Haut kennen und mögen zu lernen.
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Seele and Geist
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