close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Den gesamten Artikel mit Bildern sehen Sie hier.

EinbettenHerunterladen
Beratungsgemeinschaft Northeim-Uslar e.V.
Schädlinge an jungen Getreidesaaten
Vereinzelt findet man in Gerste und Weizensaaten junge Pflanzen mit gelblichen Blättern. Teils vergilben die älteren 2
Blätter (außen), teils aber auch das jüngste Blatt (Herzblatt). Ursachen sind häufig faserige Fraßstellen in der Nähe des
Kornes. Unterschiedliche Drahtwurmstadien mit 1-3 cm Länge können diesen Schaden verursachen. Die Drahtwurmlarve
kann mehrere Pflanzen schädigen, sie wandert im Boden. Eine Bekämpfung nach der Saat ist nicht möglich.
Sehr ähnlich sieht auch der Schaden durch Fritfliege aus, allerdings wird vorrangig das Herzblatt geschädigt. Die
Eiablage er-folgt an die Koleoptile. Die Larve der Fliege ist aber weißlich und nur 1-4 mm groß. Die Larve hat am Hinterende
zwei kleine höckerartige Ausstülpungen (Lupe). Vorrangig in frühen Gersten- und Weizensaaten legt die Fritfliege (3
Generationen) die Eier an die Gräser ab. Feuchter Boden begünstigt die Entwicklung. Die Made kann binnen einer Woche
schlüpfen und schädigt das Herzblatt, das sich leicht herausziehen lässt (ähnlich Brach-fliege). Je nach Entwicklungsstadium
stirbt die junge Pflanze ab oder die Bestockung wird angeregt.
Zum typischen Schadbild der
Larven des Getreidelaufkäfers
gehören zerkaute, ausgefranste Getreideblätter, welche
zum Teil in die Erdröhren
hineingezogen werden. Ein
gutes Nahrungsspektrum bieten
auch die Keimlinge von gerade
auflaufendem Getreide. Der
Lauf-käfer schädigt alle
Getreidearten, vor allem aber
Wintersaaten. Im Herbst
auflaufendes Getreide wird
durch die bis zu 3 cm lange
Käferlarve abgefressen, vor
allem die Blatt-basis wird
geschädigt, so dass die
Blattspreite vergilbt und abstirbt. Die Larve, aber auch Käfer fressen vor allem nachts. Der Haupt-schaden ist im Frühjahr,
wenn die Larven sich weiter entwickelt haben. Sie zerkauen ganze Blätter und Triebe. Typisch sind die zerkauten
Pflanzenreste, sowie die in der Nähe befindlichen bis zu 4 mm großen Wohnröhren der Larven, in die die Pflanzen gezogen
werden. Verstärkt tritt Randbefall auf (ausgenommen Getreide nach Getreide). Bei starkem Befall Einsatz von KARATE
Zeon 75 ml oder BULLDOCK 300 ml/ha, vorrangig spät abends oder nachts bei höherer Aktivität. Meist reicht
Randbehandlung.
Nach wie vor sind die Schnecken sehr aktiv und schädigen auch die neu auflaufenden Saaten, deshalb intensiv
kontrollieren. Auf oder neben Altrapsflächen besteht ein erhöhtes Risiko. Vielfach reicht die einmalige
Schneckenkornausbringung nicht aus. Wurde eine Schneckenkornmarke schon 2 x angewendet, ist auf ein anderes
Präparat umzusteigen. Köderdichte von 35-40 Köder/m² anstreben.
Sorgfältige Kontrolle auf Mäusebesatz vornehmen und gezielt mit Legeflinte bekämpfen
(Giftweizen/Köder).
Document
Kategorie
Gesundheitswesen
Seitenansichten
14
Dateigröße
349 KB
Tags
1/--Seiten
melden