close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

01 Geobotanik Römermann

EinbettenHerunterladen
20.10.2014
Vorlesung WS 2014/ 2015
BB 1.4 Botanik
Spezielle Botanik
Prof. Dr. Frank Hellwig
und
Prof. Dr. Christine Römermann
Modul BB 1.4 Botanik
Allgemeine Botanik
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Bedeutung der Botanik
Evolution der Pflanzen
Formenmannigfaltigkeit
Pflanzl. Zellen und Gewebe
Morphologie und Anatomie der
Sprosspflanzen
Grundlagen der pflanzl.Biochemie,
Genetik und Genexpression
Chronobiologie bei Pflanzen
Pflanzliche Bewegungen
…
Spezielle Botanik
• Theoretische Grundlagen und
Arbeitsgebiete der Systematik
• Stammesgeschichte und System
der Pflanzen
• Einführung in die Vielfalt der
heimischen Pflanzenwelt
• Evolutionsforschung
• Paläobotanik
• Geobotanik
• …
1
20.10.2014
Gesamtübersicht:
Grundvorlesung Spezielle Botanik
Dienstags, 8.15 – 9.45 Uhr
Prof. Dr. Frank Hellwig
• Einführung in die Spezielle
Botanik
• Systemübersicht
• Evolution
Montags, 12.15 – 13.00 Uhr
Prof. Dr. Christine Römermann
• Geobotanik
 Arealkunde (florist. Geobot.)
 Vegetationskunde (soziolog. Geobot.)
 Pflanzenökologie und -ökophysiologie
(ökolog. Geobotanik)
 Naturschutzfachl. Aspekte
33
Ausblick für das Sommersemester…
Bestimmungsübungen
Vegetationsaufnahmen
Lebensräume kennen
(-lernen)
Standortcharakterisierung
Auswertungen
2
20.10.2014
Vorlesung WS 2014/ 2015
BB 1.4 Botanik
Spezielle Botanik:
Geobotanik
20.10.2014
Prof. Dr. Christine Römermann
Was ist Geobotanik?
„Die Geobotanik beschäftigt sich als Teildisziplin der
Botanik mit dem Vorkommen und der Verbreitung der
Pflanzen im geographischen Raum und mit der Dynamik
dieses Vorkommens im Laufe der Zeit.“
„Allgemeine“ Geobotanik
„…Zusammenhänge der Verbreitung von Pflanzen und den
von ihnen geprägten Vegetationseinheiten auf der Erde mit
den Wechselbeziehungen zu Klima, Boden, Tier und Mensch
und ihrem Zusammenwirken in den Biogeosystemen.
„Spezielle“ Geobotanik
„Die ökologischen Grundlagen der Interaktionen von
Pflanzen, Klima und Boden mit derem methodischen
Erfassungsinventar…[…]…. incl. Ökomorphologie…“
6
3
20.10.2014
Weitere Literaturempfehlungen
Ellenberg & Leuschner (2010) Vegetation Mitteleuropas
mit den Alpen. Ulmer-Verlag Stuttgart, 1334 S.
Nentwig W., Bacher S. & Brandl R. (2007) Ökologie
kompakt. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin
Heidelberg, 344 S.
7
Zufälliges Vorkommen
von Pflanzen an einem Standort?
…Umwelteinflüsse
…und biotische Faktoren
KLIMA: Strahlung,
Lufttemperatur,
Niederschläge,
Luftfeuchtigkeit, Wind
BODEN: Substrat,
Gefüge, Mineralstoffe,
Austauschkapazität,
Luft, Wasser,
Temperatur
BIOTISCHE
FAKTOREN:
Pflanzen und Tiere,
Einwirkungen des
Menschen
RELIEF: Hangrichtung
und –neigung,
Lage zur Umgebung
(Tal, Kuppe)
GESCHICHTE
… der Erde
… der Landnutzung
….usw.
8
4
20.10.2014
Die Teildisziplinen der Geobotanik…
© Frey & Lösch (2005)
9
Ein Ziel der Geobotanik ist,…
…zeitliche und räumliche Muster der Diversität der Pflanzenwelt
zu verstehen, zu analysieren, zu visualisieren und zu
dokumentieren.
10
5
20.10.2014
„Hotspots“/ Diversitätszentren der Erde:
Gefäßpflanzen
11
Woher kommen die Daten?
Beispiel: Büschelglockenblume (Campanula glomerata)
6
20.10.2014
Woher kommen die Daten?
Büschel-Glockenblume
(Campanula glomerata)
Arealkarten aus Meusel & Jäger (1992)
13
Woher kommen die Daten?
Büschel-Glockenblume (Campanula glomerata)
Daten aus dem Atlas Florae Europaeae (Jalas, J., Suominen, J. & Lampinen, R.,1972-1996)
14
7
20.10.2014
Woher kommen die Daten?
Daten aus FlorKart: Floristische Kartierung Deutschlands, Bundesamt für Naturschutz
15
Verbreitungsdaten geben Hinweise über Gefährdung
Wiesenkuhschelle (Pulsatilla pratensis)
Gewöhnl. Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris)
Daten aus FlorKart: Floristische Kartierung Deutschlands, Bundesamt für Naturschutz
16
8
20.10.2014
…und Ausbreitung
Beifuß-Ambrosie
(Ambrosia artemisiifolia)
▼
▼
unbeständig, vor1950
unbeständig, nach 1980
▼▼ 1-4 Quadranten
▼▼
www.floraweb.de; Datenstand: 2013
Warum kommt eine Art wo vor?
…Umwelteinflüsse
…und biotische Faktoren
KLIMA: Strahlung,
Lufttemperatur,
Niederschläge,
Luftfeuchtigkeit, Wind
BODEN: Substrat,
Gefüge, Mineralstoffe,
Austauschkapazität,
Luft, Wasser,
Temperatur
BIOTISCHE
FAKTOREN:
Pflanzen und Tiere,
Einwirkungen des
Menschen
RELIEF: Hangrichtung
und –neigung,
Lage zur Umgebung
(Tal, Kuppe)
GESCHICHTE
… der Erde
… der Landnutzung
….usw.
18
9
20.10.2014
PNV- Potentielle natürliche Vegetation
www.floraweb.de
19
Naturnahe Gliederung der Vegetation
(vor stärkeren Eingriffen des Menschen)
Aus: Ellenberg (1996)
20
10
20.10.2014
Deutschland ist Waldland
PNV: fast flächendeckend
Waldgesellschaften
aber
Heute hat Wald nur noch einen
kleinen
Anteil
an
der
Gesamtfläche
Was ist mit dem Rest?
21
Aktuelle
Bodenbedeckungskarte
Corine Land Cover 2000- Daten zur Bodenbedeckung Deutschland
22
11
20.10.2014
Nacheiszeitliche Grundfolge
Aus Fischer (1995)
23
Wiederbesiedlung hängt ab von…
• Lage der eiszeitlichen Refugien
– Buche und Eiche: südlich der Alpen
– Birke & Kiefer z.T. in lokalen Waldsteppen
24
12
20.10.2014
Rückwanderung der Buche nach der letzten Eiszeit
Vermutete Lage der eiszeitlichen Refugialgebeite (Kreise) und
Einwanderungswege der Rotbuche nach der letzten Eiszeit.
Grau: heutiges Areal
© Magri et al. (2006) New Phytologist
25
Wiederbesiedlung hängt ab von…
• Lage der eiszeitlichen Refugien
– Buche und Eiche: südlich der Alpen
– Birke & Kiefer z.T. in lokalen Waldsteppen
• Ausbreitungsfähigkeit der Arten
– Birke, Weide & Kiefer
• Samen sehr gut ausbreitungsfähig (Wind!)
• hohe Samenproduktion
• Samenproduktion bereits in jungem Alter
– Eiche & Buche
• Samen schlecht ausbreitungsfähig
• Fruktifikation erst in höherem Alter
26
13
Document
Kategorie
Kunst und Fotos
Seitenansichten
9
Dateigröße
3 013 KB
Tags
1/--Seiten
melden