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Blickpunkt tierkomfort Gesunde ferkel – aBer wie? - LkV - Bayern

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ZKZ 84291
04 | 2014
Blickpunkt Tierkomfort
Wie Sie mit Tierwohl punkten können
GEsunde Ferkel –
aber wie?
AVA-Agrar Verlag Allgäu GmbH – Porschestraße 2 – 87437 Kempten (Allgäu)
PVSt, Deutsche Post AG, Entgelt bezahlt ZKZ 84291
Foto: Gertrud Helm
Erfolgsrezepte aus der Praxis
Impressum
Impressum
Herausgeber
Redaktion
Tel. 0831 / 57 503 -10
Landeskuratorium
Dr. Gertrud Helm
kontakt@kkw-druck.de
der Erzeugerringe für
Tel.: 089 / 54 43 48 -37
tierische Veredelung
presse@lkv.bayern.de
Haydnstraße 11
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80336 München
Martina Wlotkowski
Geschäftsführer:
Erfüllungs- und
Gerichtsstand
in Bayern e.V.
Kempten/Allgäu
2014
Tel.: 0831 / 57 142 -43
©
m.wlotkowski@ava-verlag.de
by AVA-Agrar Verlag Allgäu GmbH
Uwe Gottwald
Gestaltung/Layout
Diese Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen einzelnen Beiträge und Ab­bildungen sind urheberrechtlich
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geschützt. Mit Annahme des Manuskripts gehen
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Tel.: 0831 / 57 142 -48
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Porschestraße 2
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87437 Kempten
Übersetzung, zur Vergabe von Nachdruckrechten,
zur elektronischen Speicherung in Datenbanken,
zur Herstellung von Sonderdrucken, Fotokopien und
Konzept/Kreation
Mikrokopien an den Verlag über.Jede Verwertung
außerhalb der durch das Urheberrechtsgesetz fest-
Geschäftsführender Gesellschafter:
acht ideen
Dipl.-Ing. (FH) Wolfgang Kühnle
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Dr. Harald Ströhlein
Druck
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redaktion@ava-verlag.de
Heisinger Str. 17, 87437 Kempten
2
gelegten Grenzen ist ohne Zustimmung des Verlags
einzustellen, die vom Verlag oder von mit diesem
kooperierenden Dritten geführt werden. Aus telefonisch aufgegebenen Anzeigen kann keine Garantie
für Richtigkeit gegeben werden.
LKV JOURNAL 4 | 2014
Editorial
Liebe Landwirte, Mitglieder und Freunde,
Gibt es nicht schon genug Tierwohlinitiativen?
Muss das LKV jetzt auch noch eine machen? Muss man bei jeder Mode
dabei sein, nur weil der Bundeslandwirtschaftsminister das zur Chefsache erklärt hat?
Wir haben intern diskutiert – klar, Mode wollen wir keine mitmachen, aber Tierwohl ist keine Mode, die kommt und wieder geht.
Tierwohl wird uns als Thema bleiben, ob uns das passt oder nicht.
Uwe Gottwald
Geschäftsführer
LKV Bayern e. V.
Und zwar solange wir in dem Wohlstand leben, den wir haben – und
das ist hoffentlich noch lange.
Die Frage ist nur, wer definiert, was Tierwohl ist. Wenn wir Landwirte
das Thema nicht aufgreifen und besetzen, werden es andere tun –
Nichtlandwirte, Nichtfachleute, NGOs, fachfremde Journalisten,
Politiker, Künstler, Fernsehpfarrer.
Es reicht nicht, dass wir Recht haben, es reicht auch nicht, wenn wir
Fachkriterien festlegen, die Otto Normalverbraucher gar nicht versteht. „170 Kilogramm N“, „2,5 GV“, „450 Quadratzentimeter“ damit
können die meisten Verbraucher nicht viel anfangen. Schon gar
nicht, wenn sie keine Fachkenntnisse haben und keine Beziehung
zur Nutztierhaltung. Doch die gibt es bei der nicht landwirtschaftlichen Bevölkerung schon lange nicht mehr. Der überwiegende Teil
unserer Mitbürger kennt Tiere nur noch zum Streicheln und nicht
mehr zum Füttern, Schlachten und Essen.
Die LKV- Haltungsberatung ist eine Möglichkeit, fachliche Inhalte
und produktionstechnische Fortschritte auch gesellschaftspolitisch
zu nutzen. Wir demonstrieren damit: „Ja, wir Landwirte kümmern
uns um Tierwohl und wir sind es, die dieses Thema aufgreifen und
besetzen“.
Lesen Sie außerdem in diesem Heft, wie deutsche Milchviehhalter
sich auf das Durchstarten nach dem Quotenende vorbereiten und
welche Strategie für Ferkelerzeugerbetriebe die richtige ist.
Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen und gutes Wetter bei
den letzten Außenarbeiten und schon jetzt eine gesegnete Vorweihnachtszeit.
Herzlichst
Ihr
LKV JOURNAL 4 | 2014
3
Beratung
Das LKV Bayern –
ein attraktiver Arbeitsplatz
Wir führen eine mittlere Führungsebene im Bereich der Beratung (Milchvieh) ein
und suchen ab sofort jeweils einen
Regionalleiter Beratung (m/w)
für Mittelfranken/Unterfranken,
Oberfranken/Oberpfalz,
Niederbayern, Schwaben,
Oberbayern-Süd und Oberbayern-Nord
• Sie repräsentieren die Beratung des LKV Bayern
Eine wesentliche Voraussetzung für eine gute
• Erfahrung in der praktischen Beratungsarbeit
Dienstleistung ist die hohe Zufriedenheit der
• Sensibilität für methodische Fragen in der
Mitarbeiter. Diese stellt sich nur dann ein, wenn
• Begeisterung für firmenunabhängige Beratung
im Bereich Milchvieh
im Bereich Milchvieh
Beratung
Fördern und Fordern im Gleichgewicht sind.
• Kundenorientierung
Sie als Führungskraft in der Region nehmen
• Gespür für aktuelle Themen in der
dabei eine zentrale Rolle ein.
Milchviehhaltung
• Hohe soziale Kompetenz, Zuverlässigkeit und
Ihre Aufgaben:
Konfliktfähigkeit zeichnen Sie ebenso aus wie
Ihr Organisationstalent, Ihre Belastbarkeit und
• Führung von ca. 15 Milchvieh-Spezialberatern
• Direkter Ansprechpartner der Fütterungs-,
Anpaarungs-, Melk-, Haltungs- und
Durchsetzungsvermögen
• Reisebereitschaft innerhalb Bayerns
• sowie Führerscheinklasse B
AMS-Berater
• Organisation der Berateraus- und
Wir bieten:
-fortbildung vor Ort
• Vorausschauende Personalplanung für Ihre Region
• Sicherstellung bester Dienstleistung für einen
wachsenden Kundenkreis
• Einführung und Betreuung neuer
Beratungsangebote in Ihrer Region
• Öffentlichkeitsarbeit und Seminarplanung
• Eine anspruchsvolle, verantwortungsvolle
und äußerst vielfältige Tätigkeit
• Raum für eigenes Engagement zusammen
mit einem motivierten Team
• Leistungsgerechte Vergütung
• Professionelle Fort- und Weiterbildung
• Enge Zusammenarbeit mit Kollegen und
für die Region
• Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort
Unterstützung durch die Zentrale in München
• Eigene Beratungstätigkeit auf Milchviehbetrieben
in einer Beratungsdisziplin – ein betriebswirt-
Ihre Bewerbungsunterlagen unter Angabe des
schaftliches Beratungsangebot wird derzeit
frühestem Eintrittstermins und Ihrer gewünschten
geschaffen.
Einsatzregion senden Sie bitte an
Michaela Beyer, Personalabteilung
Ihr Profil:
Tel.: 089 / 54 43 48 -62
E-Mail: michaela.beyer@lkv.bayern.de
• Bevorzugt Studium der Agrarwissenschaften
• Führungspersönlichkeit und erste
Führungserfahrung
4
Michaela Beyer steht Ihnen auch für
weitere Informationen zur Verfügung.
LKV JOURNAL 4 | 2014
Inhalt
News, Interviews, TitelThemen
5
Aktuelles und Termine
8
LKV Profi-Seminare
9
Ausstieg aus der Milchquote
Milch
10
OptiBull – jetzt auch für Biobetriebe
13
Gesunde Kühe mit ProGesund
16
Mit Tierwohl punkten - die LKV-Tierkomfort-Plakette
26
Das Dreamteam aus dem Allgäu – Der LOP, dein Freund und Helfer
30
Kälberhaltung im Winter
Beratung
22
Melkberatung – der „TÜV“ für Ihre Melkanlage
Fleisch
34
Gas geben in der Bullenmast
40
Gesunde Ferkel – aber wie?
46
Mehr Tierwohl im Schweinestall – die Brancheninitiative
LKV Leben
LKV JOURNAL 4 | 2014
2
Impressum
48
Der Bauernhof im Kinderzimmer
50
Firmennachrichten
5
Aktuelles
Kuhkomfort im
wachsenden Betrieb –
Kuhställe gut und
günstig bauen
Als Unternehmer müssen Sie immer eine Nasenlänge voraus sein und
neue Möglichkeiten schnell gewinnbringend umsetzen. Christiane
Brandes vom Innovationsteam ist Spezialistin für Kuhkomfort, Arbeitswirtschaft, Kosten und genehmigungsrechtlichen Fragen rund um den
Stallbau. Sie hat Erfahrungen mit Ställen von 100 bis zu 2.500 Tierplätzen
und ist in allen Bundesländern bauvorlageberechtigt. Sie und Ihr Team
betreuen auch zahlreiche internationale Projekte in Frankreich, Russland, Polen und Ungarn.
Nutzen Sie Ihre Erfahrungen. Das LKV Bayern lädt Sie ein
zum Fachseminar mit Christiane Brandes.
In Nordbayern:
In Südbayern:
am Mittwoch, 28. Januar 2015 am Donnerstag, 29. Januar 2015
Gasthaus Zur Linde
Lehrsaal der Baulehrschau
Neukirchener Strasse 6
Professor Dürrwaechter- Platz
91207 Lauf- Heuching
85586 Poing-Grub
Beginn ist jeweils 9 Uhr.
Kosten: 50 Euro, inkl. Mittagessen und Getränke
Anmeldung bei Inge Bach • LKV-Zentrale in München
Tel.: 089 / 54 43 48-15 • E-Mail: poststelle@lkv.bayern.de
6
LKV JOURNAL 4 | 2014
Aktuelles
Erbfehlermanagement
mit OptiBull
Bisher ist bei einem großen Teil der weiblichen Kühe
nicht bekannt, ob sie die Anlage für einen Erbfehler
tragen oder nicht. Das Anpaarungsprogramm OptiBull
führt diese Risikoabschätzung automatisch durch. Da-
Klaus Rothhaupt
bei arbeitet das Programm mit einem Ampelsystem. Bei
† 27. September 2014
der Anpaarungsempfehlung wird mit den Farben Rot
und Gelb und dem Kürzel der Erbbesonderheit ein bestehendes Risiko optisch gekennzeichnet.
Ein hohes Risiko und damit die Farbe Rot erscheint im-
Nachruf
mer dann, wenn der ausgewählte Besamungsbulle die
Mit Bestürzung haben wir vom Tod unseres ge-
Anlage für den Erbfehler trägt und der Vater bezie-
schätzten Klaus Rothhaupt erfahren. Der engangier-
hungsweise der Muttervater der Kuh, die besamt wird.
te Milchviehhalter aus Lebenhan verstarb nach län-
Ein nicht ganz so hohes Risiko und die Farbe Gelb er-
gerer Bewusstlosigkeit am 27. September.
scheint, wenn der ausgewählte Besamungsbulle und
Klaus Rothenhaupt wurde die enge Beziehung zum
der Muttermuttervater von Kuh und Kalbin der Anlage-
LKV Bayern quasi in die Wiege gelegt. Denn auf sei-
träger ist. ■ K. Loibl
nem Betrieb wird schon seit 1923, also über 90 Jahre lang, die Milchleistungsprüfung durchgeführt.
Klaus Rothhaupt selbst war seit 1986 im Vorstand des
Milcherzeugerrings Neustadt-Saale. 1991 hat er dann
den Vorsitz des MER Neustadt-Saale übernommen.
Nach der Fusion mit Würzburg 1996 wurde er Vorsitzender des MER Unterfranken. Er war auch Mitglied
des LKV Gesamtbeirates. Klaus Rothhaupt hinterlässt eine schmerzliche Lücke. Wir werden ihm stets
ein ehrenvolles Andenken bewahren und wünschen
seiner Familie viel Kraft in diesen schweren Tagen.
Weitere Infos bei:
Ottmar Armbrust
Gebietsleiter Bayern
T 06061 705427
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Lorenz Dirr
Gebietsleiter Baden-Württemberg
und Bayerisch-Schwaben
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LKV JOURNAL 4 | 2014
7
Termine
LKV-Profiseminare
Verwaltungsstelle Ansbach
Tel.: 0981 / 85453
• 26. Nov. 2014 Kaubenheim: AMS-Orientierungsseminar „Ist ein Melkroboter das Richtige
Verwaltungsstelle Bayreuth
Tel.: 0921 / 591241
• 05. Nov. 2014 Seybothenreuth: Kälberseminar
„Praxislösungen rund um die Kälberfütterung“,
Referent: Friedrich Vondran,
Anmeldeschluss: 22. Oktober
• 04. Dez. 2014 Scheßlitz: Kälberseminar
für meinen Betrieb?“, Referent: Friedrich
„Praxislösungen rund um die Kälberfütterung“,
Vondran, Anmeldeschluss: 10. November
Referent: Friedrich Vondran,
• 09. Dez. 2014 Uffenheim: Melkseminar „Den
Anmeldeschluss: 22. Oktober
Zellen auf der Spur – Interpretation der LKV
Zellzahlergebnisse“, Referent: Christoph Naser,
Anmeldeschluss: 30. November
• 11. Dez. 2014 Ottmarsfeld:
Kälberhaltungsseminar mit Baulösungen,
Referenten: Reiner Schemm und Jörg Rupp,
Anmeldeschluss: 28. November
• 13. Jan. 2015 Roth: Melkseminar „Den Zellen
auf der Spur – Interpretation der LKV Zellzahlergebnisse“ Referent: Christoph Naser,
Anmeldeschluss: 30. Dezember
• 15. Jan. 2015 Gollhofen: Kälberhaltungsseminar
Verwaltungsstelle Kempten
Tel.: 0831 / 13807
• 05. Nov. 2014 Seeg: Kälberseminar „Kälberfütterung und Kälberaufzucht“, Referent: Manfred
Waltner, Anmeldeschluss: 29. Oktober
• 07. Nov. 2014 Betzigau: Kälberseminar „Kälberfütterung und Kälberaufzucht“, Referent:
Manfred Waltner, Anmeldeschluss: 29. Oktober
• 11. Nov. 2014 Immenstadt-Stein: Kälberseminar
mit Baulösungen, Referenten: Reiner Schemm,
„Kälberfütterung und Kälberaufzucht“,
und Jörg Rupp, Anmeldeschluss: 30. Dezember
Referent: Manfred Waltner,
• 21. Jan. 2015 Unterrottmannsdorf: AMS-Orientierungsseminar „Ist ein Melkroboter das
Anmeldeschluss: 29. Oktober
• 12. Nov. 2014 Opfenbach: LKV Profi Kälber-
Richtige für meinen Betrieb?“, Referent:
seminar „Kälberfütterung und Kälberauf-
Christiane Weil, Anmeldeschluss: 7. Januar
zucht“, Referent: Manfred Waltner,
• 27. Jan. 2015 Ansbach: Kälberseminar „Praxis-
Anmeldeschluss: 29. Oktober
lösungen rund ums Kalb“, Referent: Reiner
Hasselt, Anmeldeschluss: 14. Januar
Verwaltungsstelle Traunstein
Tel.: 0861 / 60500
Verwaltungsstelle Miesbach
Tel.: 08025 / 7487
• 25. Nov. 2014 Wolfratshausen: MLP-Onlineseminar „Vom aktuellen Probemelkergebnis
• 08. Nov. 2014 Ramsau: Kälberseminar „Praxislösungen rund ums Kalb“, Referent: Johann
Gumpinger, Anmeldeschluss: 30. Oktober
• 09. Dez. 2014 Traunstein: MLP-Onlineseminar
zur gesunden Kuh“, Referent: Barbara Maurer,
„Vom aktuellen Probemelkergebnis zur
Anmeldeschluss: 10. November
gesunden Kuh“, Referent: Veronika Wolf,
Anmeldeschluss: 2. Dezember
• 13. Jan. 2015 Rohrdorf: Melkseminar
Verwaltungsstelle Landshut
Tel.: 0871 / 67880
• Januar – April 2015 Thyrnau: Kälberseminarreihe „Kälberfütterung und Kälberhaltung“
8
• 20. Jan. 2015 Grabenstätt: Melkseminar
„Den Zellen auf der Spur – Interpretation der
LKV-Zellzahlergebnisse“, Referent: Alois Rehrl,
Anmeldeschluss: 6. Januar
• 20. Jan. 2015 Kälberseminar „Praxislösungen
Start: 28. Jan. 2015, Referent: Josef Geiß,
rund ums Kalb“, Referent: Johann Gumpinger,
Anmeldeschluss: 30. Dezember
Anmeldeschluss: 12. Januar
LKV JOURNAL 4 | 2014
Aktuelles
Interview
Wie geht’s weiter
nach dem Quotenaus?
Zum ersten April 2015 läuft die Milchquote aus. Wir haben Ulrich
Westrup, den Vorsitzenden des DLG-Ausschusses Milchproduktion gefragt, was er nach dem Quotenaus erwartet und wir er sich
auf den Wegfall der Quote vorbereitet. Ulrich Westrup aus dem niedersächsischen
Bissendorf-Linne ist geschäftsführender Gesellschafter der Westrup-Koch GbR. Auf
dem Betrieb stehen derzeit 623 Milchkühe. Außerdem werden 122 Hektar Grünland,
586 Hektar Ackerland bewirtschaftet und eine Biogasanlage betrieben.
LKV Journal: Herr Westrup, wie schätzen Sie die
und europäischen Gunststandorten wandern. Wir wer-
Entwicklung nach dem Quotenende ein?
den in Deutschland vor allem zwei Betriebstypen ha-
Westrup: Bei uns im Nordwesten wird sich die Milch-
ben, den Familienbetrieb mit 120 bis 180 Kühen und
produktion sicher kurzfristig ausdehnen. Im Osten und
zwei oder drei Robotern und den Betrieb mit 400 und
Süden wird sie meiner Meinung nach eher stagnieren.
mehr Kühen und Fremdarbeitskräften.
Weltweit rechne ich mittel- bis langfristig mit einer
guten Nachfrage und einer steigenden Produktion, vor
LKV Journal: Wie haben Sie sich auf das Quotenaus
allem in den Schwellenländern. Das Wachstum inner-
vorbereitet?
halb der EU wird eher schwächer ausfallen.
Westrup: Wir auf unserem Betrieb haben uns nicht vor-
Wir werden uns sicherlich auf volatile Milchpreise ein-
bereitet. Aber natürlich müssen wir wegen der volatilen
stellen müssen. Das Lieferverhalten wird sich an der
Milch- und Futterpreise die Kosten in der Milchproduk-
Wirtschaftlichkeit orientieren und auch die Zuchtvieh-
tion genau kennen und ausreichend Liquiditätsreserven
preise werden als Folge davon volatiler ausfallen. Die
vorhalten. Wir werden direktanfallende Kosten sparen,
Milcherzeugung wird immer weiter zu den deutschen
weil wir ja jetzt keine Quote mehr kaufen müssen.
Der nächste Schritt ihrer
Betriebsentwicklung
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LKV JOURNAL 4 | 2014
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Ökologische Landwirtschaft
OptiBull – jetzt
auch für Biobetriebe
Der richtige Einsatz von Besamungsbullen entscheidet über
die züchterische Entwicklung der Milchviehherde und vor allem
über die Wirtschaftlichkeit des Betriebes. Das gilt natürlich auch
für Biobetriebe, doch die haben bei der Auswahl der Besamungsbullen noch spezielle Anforderungen. Mit OptiBull-Öko gibt es
nun das erste Anpaarungsprogramm für Ökobetriebe für
Braunvieh und Fleckvieh.
Bei der Auswahl des richtigen Bullen für eine Kuh muss
aus dem großen Angebot der Besamungsstationen
der passende Besamungsbulle gefunden werden, der
die Schwächen in der Leistung und die Formmängel
der Kuh ausgleichen kann. Das vom LKV entwickelte
EDV-unterstützte Anpaarungsprogramm OptiBull hilft
dem Landwirt dabei.
10
LKV JOURNAL 4 | 2014
Anpaarungsberatung
Abbildung 1 – 129 Lisa
Diese sind in den „Kuhschwerpunkten“ er-
DE 09 123 45 879
kennbar und werden dort farblich gekennzeichnet. Die Schwächen ergeben sich aus der
Differenz des Kuhzuchtwerts zum mittleren
Zuchtwert aller Kühe der entsprechenden Rasse von ökologischen Betrieben und ermöglichen so eine tierindividuelle Anpaarung. Der
ausschließliche Vergleich mit den Zuchtwerten von Kühen auf ökologischen Milchviehbetrieben bietet eine bessere Vergleichsbasis und
entspricht den Gegebenheiten in der ökologischen Milchproduktion.
In ökologischen Betrieben unterscheiden sich die Intensität und die Ausrichtung der Produktion meistens
• In OptiBull-Öko können verschiedene Bullengruppen
deutlich von der Ausrichtung konventioneller Betriebe.
für die Anpaarungsvorschläge ausgewählt werden,
Da unterschiedliche Anforderungen an das genetische
voreingestellt sind dabei die Bullen der eigenen Be-
Profil der Besamungsbullen gestellt werden, ist Opti-
samungsstation. Zudem kann auf eine vom Betrieb
Bull-Öko auf die Anpaarungsberatung für ökologische
selbst zusammengestellte Bullenliste oder auf eine
Betriebe zugeschnitten und unterscheidet sich
vom konventionellen Programm in wichtigen
Merkmalen:
• In OptiBull-Öko wird der konventionelle Gesamtzuchtwert durch den Ökologischen Gesamtzuchtwert (ÖZW) als Berechnungsgrundlage ersetzt. Damit wird der Gesamtzuchtwert
grundsätzlich stärker darauf ausgerichtet, dass
die Kuh fit ist. In die Berechnung gehen außerdem zusätzliche ökologisch interessante
Merkmale ein, wie zum Beispiel die Leistungssteigerung von der ersten zu den folgenden
Laktationen.
• Zum ÖZW werden bei der Berechnung des Anpaarungswertes Zu- und Abschläge aufgrund
von Stärken und Schwächen der Kuh vergeben.
Der Anpaarungsberater gibt im Stall die Mängel der Kuh gleich in sein Tablet ein.


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11
Anpaarungsberatung
Abbildung 2 – Vergleich nach Merkmalen
Bei der Erstellung des Anpaarungsvorschlags
werden
sämtliche
Informa-
tionen auf der Kuh- und auf der Bullenseite berücksichtigt. Es stehen alle
aktuellen Zuchtwerte zur Verfügung,
daneben werden alle Kühe am Betrieb
gemeinsam mit dem Berater bewertet. Dadurch können die Stärken und
Schwächen der einzelnen Kuh exakt
berücksichtigt werden.
• Bei den Bullenvorschlägen wird grundsätzlich auf Linienvielfalt geachtet,
Inzucht
vermieden
und
Erbfehler
berücksichtigt. Darüber hinaus wird
automatisch geprüft, ob die einzelnen
Bullen auch verfügbar sind.
Mit OptiBull-Öko kann ein übersichtlicher Anpaarungsplan erstellt werden,
der eine gute Arbeitsgrundlage für das
Besamungsmanagement Ihres Betriebes darstellt. Die Bullenauswahl ist optimiert und zeitsparend, entspricht der
Betriebsstrategie und den Gegebenheiten in der ökologischen Milchviehhaltung und wird sich langfristig auch
von den Ökoverbänden und dem Institut für Tierzucht
wirtschaftlich auszahlen. OptiBull-Öko wurde gemein-
festgelegte so genannte Ökoauswahl zurückgegriffen
sam vom LKV Bayern, dem Institut für Tierzucht der
werden. In der „Ökoauswahl“ sind Bullen enthalten,
Landesanstalt für Landwirtschaft und den Ökoverbän-
die aufgrund ihres genetischen Profils für ökologi-
den in Bayern entwickelt und vom bayerischen Land-
sche Betriebe empfohlen werden können. Weitere In-
wirtschaftsministerium gefördert. ■ D. Krogmeier / E. Vogl
formationen zur Ökoauswahl und zum ökologischen
Gesamtzuchtwert (ÖZW) finden Sie auf der Homepage
der Bayerischen Landesanstalt unter: www.lfl.bayern.
de, Menüpunkte „Tierzucht“ und „Rind“.
Was kostet OptiBull –
Öko für meinen Betrieb?
OptiBull-Öko können alle ökologisch wirtschaftenden
Die Gebühr für die Freischaltung des Programms
Milchviehbetriebe nutzen, die Mitglied beim LKV Bay-
– also zur selbstständigen Nutzung ohne Bera-
ern sind. Folgende Möglichkeiten werden angeboten:
tung – beträgt im ersten Jahr 20 Euro und in den
• selbstständige Nutzung durch den Landwirt über eine
Folgejahren zehn Euro.
Freischaltung der Internetanwendung ohne Unter-
Bei der Anpaarungsplanung mit einem Berater
stützung durch einen Berater. Voraussetzung für
richtet sich die Gebühr neben der Grundgebühr
die selbstständige Anwendung sind züchterische
vor allem nach der Kuhzahl auf dem Betrieb.
Vorkenntnisse.
Informationen zu den Gebühren finden Sie auf
• Anpaarungsplanung im Rahmen einer Anpaarungs-
der LKV-Homepage www.lkv.bayern.de, Menü-
beratung durch das LKV Bayern. Speziell geschulte
punkte „Gebührenordnung“, „Beratung“ und
Berater unterstützen vor allem den züchterisch weni-
„Anpaarungsplanung“.
ger versierten Landwirt. Der Berater besucht zwei- bis
Weitere Informationen über das Anpaarungs-
dreimal pro Jahr den Betrieb und führt neben der ein-
programm finden Sie unter www.lkv.bayern.de,
zeltierbezogenen Zuchtberatung auch eine Beratung
Menüpunkte „Unser Angebot“, „Beratungsmodu-
zur Zuchtstrategie und zu den Zuchtzielen für Ihren
le“ und „Anpaarungsberatung“.
Betrieb durch.
12
LKV JOURNAL 4 | 2014
Milcherzeugung
Gesundheitsvorsorge verbessern – schon dabei?
Gesunde Kühe
mit ProGesund
Seit rund zwei Jahren können
Landwirte und ihr Hoftierarzt mit
Hilfe von ProGesund früher und
schneller auf Gesundheitsprobleme im Stall reagieren und so die
Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Kühe verbessern.
Mit RDV4M, dem LKV-Herdenmanagementprogramm im Internet, kann der Landwirt auf einen
Blick den gesamten Gesundheitslebenslauf seiner Herde abrufen.
Für die LKV-Mitgliedsbetriebe
gibt es diese Möglichkeit des
Datenabgleichs schon lange, für
Tierärzte ist sie neu, sie werden
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den gesundheitsgefährdenden und exzessiven Einsatz von Antibiotika.
Wenn sich das zu behandelnde Rind in der Futterstation oder im Melkroboter befindet, wird der mit dem homöopathischen Heilmittel
angereicherte Sprühnebel aktiviert. Über den Nasenspiegel und das
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LKV JOURNAL 4 | 2014
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13
Milcherzeugung
Mit ProGesund kann
der Landwirt gemeinsam mit seinem
Tierarzt die Daten
über das Managementprogramm im
Internet abgleichen
und so können beide
gemeinsam nach
Lösungen für ein
Problem suchen.
Im Frühjahr fand in Kempten gemeinsam mit der All-
Wird der „richtige“ Trockensteller verwendet? Kann
gäuer Tierärztlichen Gesellschaft zum ersten Mal ein
sich während der Trockenstellphase das Drüsengewe-
Seminar zur Nutzung und Anwendung von ProGesund
be des Euters erholen und verbessern sich dadurch die
für Tierärzte statt, um die vielfältigen Möglichkeiten
Zellgehalte im Laufe der Trockenstehperiode? Fragen,
des Programmes RDV4Vet kennen zu lernen. Denn im
die durch RDV4M und RDV4Vet nun Landwirt und Hof-
Gegensatz zum RDV4M, dem Herdenmanagementpro-
tierarzt gemeinsam lösen können.
gramm für Landwirte, war das Programm RDV4Vet für
Viele Tierärzte sind positiv überrascht über das breite
alle Tierärzte absolutes Neuland.
Angebot des LKV Bayern und die Möglichkeiten, die ih-
Viele Tierärzte nutzen Herdenmanagementprogramme
nen die Webanwendung RDV4Vet bietet. RDV4Vet und
selten oder überhaupt nicht in ihrer alltäglichen Ar-
das Gesundheitsmodul von RDV4M helfen den Tier-
beit. Durch die Internetanwendung, die im Rahmen
ärzten und Landwirten vorbeugend zu handeln und
von ProGesund entstanden ist, können nun die
Hoftierärzte gemeinsam mit ihren Landwirten
die Gesundheit Ihrer Herde besser lenken und
kontrollieren. Im Bereich Fruchtbarkeit können
so zum Beispiel Aktionslisten zur Trächtigkeitsuntersuchung erstellt werden. Anhand von Auswertungen zur Zwischenbesamungszeit lassen
sich betriebliche Schwachstellen im Besamungsmanagement erkennen und verbessern. Das Modul Eutergesundheit ermöglicht unter anderem
eine Kontrolle des Trockenstellmanagements:
Der Tierarzt dokumentiert jede Diagnose für
eine Kuh in einer Liste. Der LOP gibt diese Diagnosen dann in den Computer ein. So lassen sich
die Leistungsdaten mit dem GesundheitsLebenslauf jeder Kuh leicht vergleichen.
14
LKV JOURNAL 4 | 2014
Milcherzeugung
einen Blick dafür zu bekommen, wenn die Tier-
Warum ich bei ProGesund mitmache?
gesundheit anfängt, aus dem Ruder zu laufen.
Sie wollen mitmachen?
„Das ist für den Betrieb ein
Teilnehmen können alle praktischen Tierärzte und alle
Zugewinn, wenn man so eine
Milchviehhalter, die Mitglied beim LKV sind und ak-
Übersicht hat. Mit ProGesund
tiv die Milchleistungsprüfung durchführen. Infor-
sehe ich auf den ersten Blick,
mationen und Anmeldung bei Ihrem LOP oder unter
da muss ich was tun, das ist eine
www.progesundrind.de
echte Schwachstelle in meinem
Betrieb.“ ■ Stefan Gründl, Schönberg
Ist Ihr Tierarzt schon online?
Reden Sie mit Ihrem Tierarzt. Das ProGesund-Team
schult auch auf Anfrage einzelne Praxen und stellt
„Weil ich finde, dass es eine gute Sache ist.
den Tierärzten die Mo-
Die Gesundheitsübersicht und die Übersicht über
dule Fruchtbarkeit und
die einzelnen Diagnosen vom
Eutergesundheit
vor.
Tierarzt in meinem Bestand
Informationen
und
bringen viel. So erkenne ich
Schulungstermine
er-
die Schwachpunkte der Herde
halten Sie beim Insti-
früher und besser. Auch der
tut für Tierzucht der
Betriebsvergleich mit den Ge-
Bayerischen
sundheitsdaten ist für mich
anstalt
für
LandesLandwirt-
schaft, Tel.: 089/99141-147.
sehr interessant.“
■ Martin Ihler, Dietersheim
■ E. Zeiler / E.Vogl
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LKV JOURNAL 4 | 2014
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15
Milcherzeugung
Erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit
Mit Tierwohl
punkten
Die moderne Landwirtschaft wird von der Gesellschaft häufig
abgelehnt. Denn viele Bürgerinnen und Bürger wissen gar nicht,
was eine Kuh zum Wohlfühlen braucht und gehen immer nur
vom Wohlbefinden des Menschen aus. Peter Kaindl, Milcherzeuger aus Schöffelding, ist es zusammen mit seinem Haltungsberater gelungen, die Menschen für sich zu gewinnen.
Der Schlüssel dazu: eine einfache, praxisnahe Erklärung
und die neue Tierkomfort-Plakette vom LKV Bayern.
„Wellnessoase für Kühe“ hieß das Motto, unter dem das
LKV Bayern Journalisten von den großen bayerischen
Zeitungen und aus Hörfunk und Fernsehen eingeladen
hatte, um die neue Tierkomfort-Plakette vorzustellen.
Thema der Veranstaltung war Kuhkomfort. Wir wollten
zeigen, wie Landwirte mit unserer Haltungsberatung
ihren Stall aufmöbeln, damit sich die Kühe rundherum
wohlfühlen.
16
LKV JOURNAL 4 | 2014
Milcherzeugung
Die Medienvertreter wollten alles wissen und
alles sehen. Für sie wurde der Stallrundgang
geradezu zu einer Entdeckungsreise.
Wichtigste über seinen Betrieb.
Er bewirtschaftet gut 90 Hektar
Fläche, die Hälfte Grünland, die
andere Hälfte Ackerbau. Im Stall
stehen 80 Milchkühe. Seit fünf Jahren melkt er mit dem Roboter. Die
Milchleistung liegt in der Fleckviehherde bei über 9.000 Litern
pro Kuh und Jahr. Peter Kaindl hat
keinen neuen Stall sondern eine
Umbaulösung mit einer angebauten Liegehalle. Im alten Stall,
der ursprünglich als Warmstall
gedacht war, hat er fünf Ventilatoren eingebaut, um die feuchte, warme Atemluft buchstäblich
hinauszublasen.
Es hat funktioniert, die Medien sind voll auf das Thema
Nach einer kurzen Einführung geht es in den Stall. Hal-
angesprungen. Von da an war sozusagen eine Woche
tungsberater Herbert Heiligmann zeigt den Journalis-
highlive auf dem Hof von Anni und Peter Kaindl. Der
ten, was eine Kuh alles braucht, um sich rundherum
Rummel fing schon vor dem offiziellen Pressetermin
wohlzufühlen: viel frische Luft, viel Licht und eine ge-
an: Das Team vom Fernsehen stand auf dem Hof. Zusam-
mütliche Matratze zum Ausruhen.
men mit „Kuhkomfort-Berater“ Herbert Heiligmann
stapften die Redakteurin und das Kamerateam durch
den Stall. Exakte fachliche Einzelheiten bis ins kleins-
Die Matratze ist entscheidend
für den Kuhkomfort
te Detail sind bei solchen Presseterminen nicht gefragt:
Das wäre viel zu kompliziert für einen Drei-Minuten-
Wenn sich eine Kuh niederlegt oder aufsteht, geht sie
Beitrag. „Klar und eindeutig müssen die Botschaften
erst einmal vorne in die Knie. Das heißt, in diesem
sein“, diese Erfahrung hat Peter Kaindl gemacht. „Die
Presseleute sind meistens absolute Laien in Sachen
Tierhaltung, sie wollen einfach wissen, warum sich die
Kuh im eigenen Stall wohlfühlt und wie man das sieht.“
In der Regel wollen die Journalisten allerdings auch
wissen, warum man nicht Biobauer ist und warum die
Tiere nicht auf die Weide gehen. Das heißt, man muss
auf solche Fragen vorbereitet sein. Wichtig beim Pressetermin mit Fotografen und Fernsehen: Es muss etwas
zu sehen sein. In Schöffelding war das zum Beispiel der
Einsatz der „Nebelmaschine“, mit der der Berater die
Luftbewegung im Stall kontrollieren kann. Der Rauch
macht auch dem Laien schnell deutlich, wie sich die
Frischluft im Stall verteilt.
Nicht nur das Fernsehen, auch Vertreter aus Hörfunk
und Tagespresse wollten den Wohlfühlstall kennen lernen. Landwirt Peter Kaindl erzählt ihnen zunächsts das
LKV JOURNAL 4 | 2014
Wenn eine Kuh aufsteht oder sich niederlegt, geht sie vorne in die Knie.
Das heißt, in diesem Bereich muss die Matratze besonders weich und stabil sein.
17
Milcherzeugung
(v. l. n. r.) Berater Herbert Heiligmann zeigt mit der Nebelmaschine, dass die feuchte Atemluft durch das Öffnen der Bretterwand abziehen
kann. In die Spalten wurde ein Rautenmuster gefräst, so werden die Laufgänge rutschsicherer. Auch ein glatter, sauberer Futtertisch gehört
zum Wohlfühlprogramm.
Bereich muss die Matratze besonders weich aber auch
Weil Herbert Heiligmann alle diese Punkte richtig vor-
stabil sein. Denn wer kniet schon gern auf blankem
führt, bleibt bei den Medienvertretern hängen, worauf
Beton. Deshalb schaut sich der Haltungsberater diesen
es ankommt. Sie finden den Stallrundgang spannend
Bereich in der Liegebox besonders gut an. Um das auch
und stellen plötzlich ganz andere Fragen. Nach fast
den Medienvertretern deutlich zu machen, geht Herbert
zwei Stunden Stalldurchgang war es dann soweit: Peter
Heiligmann gleich selbst in die Knie. Mit einem solchen
Kaindl bekam als erster Landwirt, der die Haltungs-
Praxistest im Selbstversuch erkennt auch der Laie auf
beratung gemacht hat, die neue LKV-Tier-komfort-
den ersten Blick, worauf es dem Berater ankommt.
Plakette. Doch der
Ein wichtiger Punkt ist auch
die frische Luft
Landwirt
hat
von
der Beratung mehr
als nur ein schönes
Schild
für
Die Journalisten wissen in der Regel wenig über Tier-
die Stalltür: Kühe,
haltung. Sie staunen, als ihnen Berater und Landwirt
die
erklären, dass Kühe es kühl lieben und Temperatu-
herum
ren über 20 Grad Hitzestress bedeuten. Gerade deshalb
len,
ist der Offenstall mit Curtains statt Wänden optimal,
Milch und haben ge-
erkärt Berater Heiligmann und zeigt mit der „Nebel-
sündere Euter.
sich
rundwohfüh-
geben
mehr
maschine“ wie die feuchte Luft, die die Kuh ausatmet,
Die Botschaft ist angekommen
sofort nach hinten wegzieht. So weht der Kuh immer
ein frischer Wind um die Nase.
Und was hat der ganze Presserummel gebracht? Das
Auf Entdeckungsreise im Stall
Echo in den Medien war gut. Mit Schlagzeilen wie „Kuh
Nadja hat bei der Berufswahl alles richtig gemacht“
Bei den Liegeboxen im alten Stall hat Haltungsberater
wird moderne Landwirtschaft sympathisch. Unsere
Herbert Heiligmann dem Landwirt geraten, die Bret-
Botschaft ist angekommen und wurde weitergegeben:
terwand aufzubrechen, damit die Tiere auch hier im
Wer eine LKV-Kuhkomfort-Plakette an der Stalltür hat,
ehemaligen Warmstall mehr Frischluft schnuppern
der
können. Auch da zeigt sich am Test mit der „Nebelma-
hinaus. Er holt sich den Blick von außen und schafft
schine“, dass die verbrauchte feuchtwarme Atemluft
so Bedingungen, in denen sich seine Kühe wirklich
wegzieht und die Kuh so viel bessere Bedingungen hat.
sauwohl fühlen. ■ G. Helm
18
geht über das tägliche Engagement im Kuhstall
LKV JOURNAL 4 | 2014
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in Vollzeit, für den Raum Bayreuth
Ihre Aufgaben:
Die Tätigkeit des Fütterungsberaters umfasst die
Organisation und Durchführung der Fütterungsberatung in Milchviehbetrieben dazu gehören
LOPs
gesucht
• die Beurteilung der Grundfuttersituation und
• Interpretation von Futteruntersuchungsergebnissen
• die Rationsberechnung
Wir suchen ab sofort eine(n)
Leistungsoberprüfer/in
• die Schwachstellenanalyse
in Vollzeit für das Dienstgebiet im Bereich des
• die Berechnung der Preiswürdigkeit
Milcherzeugerrings Passau/Regen
bei Zukauffuttermitteln
Ihre Aufgaben:
• das Erstellen und Halten von Vorträgen
• die Organisation und Durchführung
• Organisation und Durchführung der Leistungs-
von Arbeitskreisen und Seminaren.
und Qualitätsprüfung sowie die Beratung der
organisierten Milchviehhalter der Milcherzeu-
Wir bieten:
gerringe Passau/Regen
• Freiraum für berufliches Engagement
Wir bieten:
• Leistungsgerechte Bezahlung (Grundgehalt +
Leistungszulage)
• Zusatzversorgung (nach einem Jahr)
• Befindet sich ihr Wohnort im Dienstgebiet,
kann dieser als Dienstsitz anerkannt werden
• Freiraum für berufliches Engagement
• Leistungsgerechte Bezahlung (Grundgehalt +
Leistungszulage)
• Zusatzversorgung
Wir erwarten:
• Landwirtschaftliche Ausbildung
(Meister, HLS, Technikerschule, FH-Diplom)
• Interesse und Erfahrung in der Milchviehfütterung und -haltung
• EDV-Grundkenntnisse
20
Wir erwarten:
• Freude an neuen Aufgaben und
Kontaktfreudigkeit
• Praktische Vorkenntnisse in der Rinderzucht
und -haltung
• Landwirtschaftsmeister/in oder Ausbildung an
• Kontaktfreudigkeit
einer Technikerschule, HLS oder an einer land-
• Organisationstalent und selbständiges Arbeiten
wirtschaftlichen Fachschule
• Freude an außendienstlicher Tätigkeit
• EDV-Kenntnisse
• Mobilität und Flexibilität, FSK B
• Mobilität und Flexibilität, FSK B
Die Stelle ist zunächst auf 12 Monate befristet mit
Die Stelle ist zunächst auf 12 Monate befristet mit
guter Aussicht auf eine dauerhafte Anstellung.
guter Aussicht auf eine dauerhafte Anstellung.
Ihre schriftliche Bewerbung senden Sie bitte
Ihre schriftliche Bewerbung senden Sie bitte
an das:
an das:
LKV Bayern e.V. • Verwaltungsstelle Bayreuth
LKV Bayern e.V. • Verwaltungsstelle Landshut
Adolf-Wächter-Str. 12 • 85447 Bayreuth
Klötzlmüllerstr. 1 • 84034 Landshut
Tel.: 0921 / 59 12 41 • Fax: 0921 / 59 12 42
Tel.: 0871 / 678 80
E-Mail: lkv.post@aelf-by.bayern.de
E-Mail: lkv.post@aelf-la.bayern.de
LKV JOURNAL 4 | 2014
BERATUNG
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In Vollzeit (40,1 Std-Woche)
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efindet sich Ihr Wohnort im Dienstgebiet,
für das Dienstgebiet Oberpfalz, Schwandorf
kann dieser als Dienstsitz anerkannt werden
Ihre Aufgaben:
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• Landwirtschaftliche Ausbildung (Meister, HLS,
Messgeräte, technische Bewertung der Melkanlage
Technikerschule), technisches Verständnis und
• Beratung bei Problemen mit der Eutergesundheit
• Erfahrung in der Milchviehhaltung
• Beurteilung der Melkarbeit, Interpretation von
•G
rundkenntnisse im Umgang mit EDV-
Milchflusskurven und Reinigungsmonitoring
chwachstellenanalyse
•S
Anwendungen
•K
ontaktfreudigkeit, O
rganisationstalent und
• Erstellen und Halten von Vorträgen
selbstständiges Arbeiten, Freude an überwiegend
• Organisation und Durchführung von Seminaren
außendienstlicher Tätigkeit, Mobilität und
• Organisation und Durchführung der Leistungs-
Flexibilität, FSK B
und Qualtiätsprüfung,
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Die Stelle ist zunächst auf 12 Monate befristet mit
guter Aussicht auf eine dauerhafte Anstellung.
Ihre schriftliche Bewerbung senden Sie bitte
an das: LKV Bayern e.V. • Verwaltungsstelle
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LKV JOURNAL 4 | 2014
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21
Beratung
Melkberatung
„TÜV“ geprüft
Ihre Melkanlage leistet Schwerarbeit: Sie ist 365 Tage und läuft in
dieser Zeit inklusive Spülung etwa 1.460 Betriebsstunden, zweimal
so viel wie Ihr Traktor. Ihr Schlepper allerdings bekommt einmal
jährlich eine Inspektion und wird vom Fachmann überprüft.
Das hat Ihre Melkanlage auch verdient. Profitieren auch Sie
von der fachlichen Überprüfung durch den LKV-Melkberater.
Wir zeigen Ihnen, was der alles unter die Lupe nimmt.
Alois Rehrl ist für das LKV Bayern als Melkberater unterwegs.
Er kommt in der Regel einmal im Jahr auf den Betrieb, um die Melkanlage nach DIN ISO 6690 zu überprüfen. Er ist aber auch das ganze
Jahr über ein Ansprechpartner für aktuelle Fragen rund ums Melken.
Alois Rehrl ist professionell ausgestattet. Er hat alle wichtigen Messgeräte dabei. Außerdem im Gepäck: Ein Laptop und ein Drucker.
wDamit Sie die Ergebnisse der Überprüfung und Ihre Beratungsempfehlung schwarz auf weiß haben.
Die Melkberatung beginnt immer mit einem Blick auf den IST-Zustand.
Deshalb schaut Alois Rehrl mit dem Landwirt vor allem die Ergebnisse der Milchleistungsprüfung genauer an, die durch die Melkanlage
beeinflusst werden können, wie etwa die Höhe der Zellzahlen.
Auch die Milchflusskurven werden genau analysiert.
Dann wird’s technisch. Alois Rehrl nimmt sich zunächst die Zitzenbecher vor. Sind die Zitzengummis weit genug? Einschnürende Zitzenbecher belasten das Euter und können schmerzhafte Veränderungen
an den Zitzenspitzen hervorrufen. Das führt nicht nur zu Unruhe
beim Melken, sondern auch zu einer höheren Infektionsgefahr.
22
LKV JOURNAL 4 | 2014
Beratung
Berater Rehrl misst das Vakuum am Sammelbehälter und in der Luftleitung. Da könnte das Vakuum etwas höher sein. Alois Rehrl stellt das
Regelventil neu ein.
Alle Zitzenbecher werden zugestöpselt und die Anlage auf Betrieb
geschaltet. So kann Alois Rehrl die Luftleistung der Anlage exakt
überprüfen.
Auf dem Display am Messgerät kann Alois Rehrl genau ablesen,
wie die Melkanlage arbeitet. Doch halt, hier stimmt etwas nicht.
Der Fehler ist schnell gefunden, der Schlauch am Melkzeug hat ein
kleines Loch. Der Schlauch wird ausgewechselt und alles läuft bestens.
LKV JOURNAL 4 | 2014
23
Beratung
MaSSgeschneiderte Beratung
für Ihren Betrieb
• Basispaket Melken für Betriebe, die noch keine
Melkberatung beim LKV in Anspruch genommen haben: Es wird die Melkanlage nach DIN
ISO 6690 überprüft, die Ergebnisse interpretiert
und zellzahlrelevante Daten aus MLP-online
erläutert.
• Routinepaket Melken nur für Betriebe, die bereits eine Melkberatung beim LKV in Anspruch
genommen haben: regelmäßige Überprüfung
der Melkanlage nach DIN ISO 6690 und Interpretation der Ergebnisse
• Spezialpaket Melken für Betriebe, die einen
speziellen Beratungsschwerpunkt wünschen,
Ein Prüfkriterium ist auch das Gefälle der Leitung. Das ist wichtig,
für einen zügigen Abtransport der Milch. Entscheidend ist das richtige
Gefälle auch für die Reinigung der Anlage, denn in Senken bleibt das
Wasser einfach stehen, eine mögliche Ursache für einen zu hohen
Gefrierpunkt.
wie die Verbesserung der Eutergesundheit,
Besprechung der Melkanlagenreinigung,
Erläuterung der Melkarbeit
• Intensivpaket Melken für Betriebe, die im
Bereich Melken das betriebliche Potenzial wie
Milchqualität, Eutergesundheit, Melkkomfort
für Mensch und Tier voll ausschöpfen wollen:
Der Melkberater begleitet den Betrieb über
einen längeren Zeitraum.
• Nachschau im Nachgang zu einer Beratung:
In einem gewissen Zeitabstand können alle
angebotenen Pakete durch eine so genannte
Nachschau ergänzt werden. Hierbei hilft der
Melkberater bei der Beurteilung durchgeführter Maßnahmen bei zuvor angesprochenen Beratungsempfehlungen, wie zum Beispiel
der Änderung der Liegeboxenpflege.
Am Ende aller Untersuchungen bringt Alois Rehrl die Prüfplakette an
der Melkanlage an. Für den Landwirt bedeutet das, er kann jetzt im
Melkstand wieder Gas geben. Die Anlage als ein Kriterium für mehr
Eutergesundhei ist somit überprüft.
Interessiert?
Dann wenden Sie sich an Ihren
Melkberater vor Ort:
• Oberfranken: VSt. Bayreuth, Tel.: 0921 / 591241
• Unterfranken VSt. Würzburg, Tel.: 0931 / 17998
• Oberpfalz: Thomas Hölzl, Tel.: 0151 / 18064513
• Niederbayern: Anton Huber, Tel.: 0151 / 18064302
• Schwaben: Josef Wiedemann, Tel.: 0173 / 9136051
• Oberbayern für die VSt. Töging und Pfaffenhofen: Laura Fleischmann, Tel.: 0151 / 18064466
• Oberbayern für die VSt. Miesbach und
Traunstein: Alois Rehrl, Tel.: 0160 / 97263692
• Oberbayern für die VSt Weilheim:
Josef Wiedemann, Tel.: 0173 / 9136051
24
Doch damit ist es noch nicht getan, Teil zwei der Melkberatung findet
im Stall statt. Alois Rehrl schaut sich zunächst einmal die Tiere an. Wie
sehen die Zitzen aus, gibt es Verhärtungen? Und sind die Euter sauber?
LKV JOURNAL 4 | 2014
Beratung
Ein Thema beim Stallrundgang sind vor allem die Liegeflächen. Alois
Rehrl überprüft, ob die Kühe wirklich auf ihrer Matratze liegen und
ihre Euter sauber bleiben.
Auch das Futter betrachtet Berater Alois Rehrl kritisch. Denn die
Fütterung ist ein Schlüsselfaktor für Eutergesundheit und gute
Milchqualtiät.
Am Schluss des Rundgangs bespricht Alois Rehrl alle Eindrücke noch
einmal mit dem Milcherzeuger. Er fasst zusammen, was top läuft
im Stall und wo man noch die eine oder andere kleine Verbesserung
machen könnte.
Rund drei Stunden dauert die Melkberatung. Alois Rehrl fasst alle Ergebnisse und Empfehlungen in einem Protokoll zusammen. Er steht auch
nach der Überprüfung noch zur Verfügung, etwa wenn Fragen auftauchen oder wenn eine Lösung für ein spezielles Problem gebraucht wird.
LKV JOURNAL 4 | 2014
25
Milcherzeugung
Der LOP, Dein Freund und Helfer
Dreamteam
aus dem Allgäu
Werner Bayrhof aus Kempten im Allgäu ist ein engagierter Unternehmertyp. Er versteht den Mitgliedsbeitrag zum LKV als Investition in seinen Betrieb. Peter Kotz, sein
LOP, liefert ihm dafür eine Dienstleistung, die rundum zufriedenstellt. Wir haben
nachgefragt, was die Zusammenarbeit mit dem LOP für den Milcherzeuger bringt.
26
LKV JOURNAL 4 | 2014
Milcherzeugung
In der Praxis sagen viele „Zuchtwart“. Aber die exakte
Produktionstechnik unter einem Dach. Was vielen da-
Bezeichnung für den LOP ist „Leistungsoberprüfer“.
bei nicht bewusst ist, das Bindeglied zu diesem brei-
Der Begriff stammt aus einer Zeit, in der das LKV Bay-
ten Angebot an Dienstleistungen ist der LOP vor Ort. Er
ern hauptsächlich für die Leistungsprüfung zuständig
besucht regelmäßig die Mitgliedsbetriebe und verfügt
war. Neben der Organisation des Probemelkens und der
über einen tiefen Einblick in die Abläufe der Produk-
Auswertung der Probemelkergebnisse ging es vor al-
tion. Doch damit der LOP in Zusammenarbeit mit dem
lem darum, die Abstammungen der Tiere für das Her-
Betriebsleiter die Weichen richtig stellen kann, müssen
debuch zu dokumentieren und Bestandsverzeichnisse
einige Voraussetzungen erfüllt sein. Bei Peter Kotz und
auf einem aktuellen Stand zu halten. Mit dem Rückzug
Landwirt Werner Bayrhof stimmt alles.
der staatlichen Produktionsberatung war das LKV als
Auf einer Wellenlänge
bäuerliche Selbsthilfeeinrichtung gefordert, bestehende Lücken zu schließen. Heute ist es zum vielseitigen
Dienstleistungsunternehmen geworden: Fütterungsbe-
Auf den ersten Blick ist nichts ungewöhnlich an dieser
ratung, Haltungsberatung, Melkberatung, Anpaarungs-
Zusammenarbeit.
beratung sind nur ein paar von vielen Leistungen, die
büro
das LKV seinen Mitgliedern bietet. Es bündelt sozusa-
samungslisten. Bestands- und Jungviehverzeichnisse
gen die Rundumkompetenz im Bereich der tierischen
werden aktualisiert und ausgedruckt, Routine im All-
am
PC
Die
und
beiden
checken
sitzen
die
im
aktuellen
StallBe-
tag eines LOPs. Im Gespräch mit den beiden wird dann
aber sehr schnell klar, dass da mehr dahinter steckt.
Denn Kotz und Bayrhof funken auf einer gemeinsamen Frequenz, der Kanal dafür ist der Betrieb mit seinen 80 Milchkühen. Peter Kotz kennt den Betrieb genau,
er kennt die Stärken und auch seine Schwächen. Er hat
sich in ihn hineingearbeitet, interessiert sich, und Landwirt Bayrhof vertraut ihm. Das kann man nicht messen
oder dokumentieren, aber jeder, der den Beiden bei der
Arbeit zusieht, spürt es. Auf die Frage, was er von einem
LOP erwartet, antwortet der Landwirt: „Der LOP hat eine
ähnliche Funktion wie mein Hausarzt, dieser kennt
meine kleinen Wehwehchen, hat dafür schnell ein
Rezept oder einen guten Ratschlag parat, erkennt aber
auch, wenn ich wirklich krank bin und schickt mich
dann zum richtigen Experten“. Peter Kotz kann dem nur
lächelnd zustimmen. Er stellt aber auch Ansprüche an
seinen „Patienten“: „Damit ich als LOP mein Potential
ausschöpfen kann, muss es auch vom Landwirt abgerufen werden. Mir ist es schon passiert, dass ich auf ein
Problem aufmerksam machen wollte und dies dann als
Kritik verstanden wurde. Da brauchst du viel Fingerspitzengefühl, denn letztlich muss der Landwirt meine
Hilfe auch wirklich wollen.“
Alles inklusiv
Grundsätzlich gilt: Der Landwirt bezahlt den Service des
LOP mit seinem Mitgliedsbeitrag. Was beide daraus machen, hängt von der Aufgabenstellung und den individuellen Fähigkeiten der Beteiligten ab. Bei Werner Bayrhof ist dieser Wille zur Zusammenarbeit auf jeden Fall
da: „Peter Kotz betreut viele Betriebe, die alle ähnlich gelagert sind wie mein eigener, er kennt ihre Ergebnisse
LKV JOURNAL 4 | 2014
27
Milcherzeugung
Das Grundfutter ist Basis der Leistung. Peter Kotz und Werner Bayrhof bewerten die Qualitäten regelmäßig, davon lernen beide. Sie sind
immer nah an der Kuh und ihren Bedürfnissen.
und die Art und Weise, wie sie produzieren. Dies ist ein
großer Schatz an Erfahrung, den ich nutzen und auf
meinen eigenen Betrieb übertragen kann“. Einen großen Vorteil sieht der Milcherzeuger aber auch darin,
dass der LOP Daten und echte Eindrücke miteinander
verbinden kann. Auch die Kontinuität ist für ihn ein
großer Vorteil der Zusammenarbeit: „Der Peter kommt
alle zwei Monate auf den Betrieb und so können wir
Entwicklungen verfolgen und wenn nötig schnell reagieren.“ Was er damit meint, versteht man noch besser,
wenn man die beiden im Stall beobachtet. Da nehmen
sie auch einmal das Futter in die Hand und diskutieren
über die Erbgebnisse der Futteruntersuchung. Für den
Beobachter entsteht der Eindruck, Peter Kotz und Werner Bayrhof fordern sich gegenseitig. Jeder will dem
anderen in der kurzen Zeit so viel Wissen wie möglich
entlocken.
Der LOP als Hausarzt
Peter Kotz kennt seine Grenzen: „Als LOP betreue ich 115
Betriebe mit über 4.500 Kühen. Allein schon die klassische Bestandsführung nimmt auf jedem einzelnen Betrieb viel Zeit in Anspruch. Beim Blick in den PC und
in den Stall kann ich natürlich Tendenzen erkennen
und auch den ein oder anderen Ratschlag verteilen. Der
große Vorteil aber ist, ich kann den Landwirt direkt an
Werner Bayrhof und sein LOP Peter Kotz checken die Besamungslisten und aktualisieren die Bestandsverzeichnisse, das ist die Grundlage des Betriebsmanagements.
den jeweils passenden LKV-Spezialberater überweisen,
schließlich bin ich ja nur der Hausarzt.“ ■ G. Metz
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LKV JOURNAL 4 | 2014
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LKV JOURNAL 4 | 2014
29
Milcherzeugung
Kälberhaltung
Der nächste Winter
kommt bestimmt
Immer wieder klagen Landwirte über Probleme mit der
Gesundheit der Kälber. Die Ursachen dafür liegen oft in
der Haltung und bei der Fütterung. Im Folgenden geben
wir Ihnen wertvolle Hinweise, wie ein Kalb im Winter
zu versorgen ist.
Mutterschutzimpfung: Wenn während der Wintermonate viele Geburten
anstehen,
steigt
der
Infektionsdruck
mit
virusbedingten
Durch-
fallerkrankungen. Denn die Reinigung und die Desinfektion der Iglus oder
Kälberboxen ist bei tiefen Temperaturen nicht so einfach, manchmal sogar
30
LKV JOURNAL 4 | 2014
Milcherzeugung
unmöglich. Bei einer hohen Belegdichte nimmt unweigerlich das Risiko für diese Infektionskrankheiten zu.
Aus diesem Grunde sollte an die rechtzeitige Mutterschutzimpfung gegen Rota-Corona gedacht werden, um
den Gehalt an diesen Antikörpern in der Biestmilch zu
erhöhen. Daneben ist bei einer hohen Anzahl an Kälbergeburten auch die vorsorgliche Verabreichung der
Coli-Schluckvaccine für die Kälber sofort nach der Geburt möglich. Besprechen Sie das mit Ihrem Tierarzt.
Leider ist es jedoch so, dass bei bestimmten Coli-Erregern den Kälbern nur absolute Hygiene und gute Startbedingungen helfen.
Geburt: Was im Sommer bei höheren Temperaturen
noch bedingt möglich ist, wird bei tiefen Temperaturen
schwierig. Es ist immer wieder zu beobachten, dass die
Wenn Iglus überdacht stehen, hilft das dem Mensch und dem Kalb. Die
Einstreu wird nicht immer nass und damit liegen die Kälber trockener.
Außerdem bringt die Überdachung eine Arbeitserleichterung.
Geburt auf den Spalten, auf zum Teil planbefestigten
Laufflächen oder auf dem Gitterrost stattfindet. Die
Kälber, die auf Spaltenboden oder planbefestigten Flä-
neugeborenen, nassen Kälber liegen so auf nicht iso-
chen geboren werden, sind zum Teil stark verdreckt. Bei
liertem Boden. Werden die Kälber in der Nacht geboren
verdrecktem und verklebtem Fell können sich die ein-
und nicht gleich bemerkt, tragen Kälte und Nässe dazu
zelnen Haare nicht aufstellen und haben somit keine
bei, dass sie zu stark auskühlen und unterkühlen. Durch
Isolierwirkung. Die Folge: Das Kalb friert viel schneller
diese Untertemperatur saufen die Kälber schlecht und
und kühlt aus, da der körpereigene Mantel nicht wirkt.
sind lebensschwach. Sie benötigen dann vor allem Wär-
Ähnlich ist es auch, wenn das Fell des Kalbes bei tiefen
me, damit sich die Körpertemperatur normalisiert.
Temperaturen lange nass bleibt.
Welche Abhilfen gibt es? Stark verdreckte Kälber warm
abduschen, mit Frotteehandtüchern abreiben und danach kontrolliert unter einer Wärmelampe ganz abtrocknen lassen. Alternativ dazu können Sie dem Kalb
nach dem Abreiben eine Kälberdecke anziehen. Doch
Vorsicht, die Decke wird durch das nasse Fell selbst
schnell nass und muss gewechselt werden. Sonst bewirkt sie das Gegenteil. Manche Landwirte verwenden
auch alte Pullover.
Nasses Fell isoliert nicht
In der Praxis herrscht die Meinung vor, dass Kälber mit
tiefen Temperaturen zurecht kommen. Das stimmt bis
zu einem gewissen Grad. Die Wissenschaft gibt vor,
dass die thermoneutrale Temperatur bei Kälbern zwischen Null und 17 Grad Celsius liegt. Bei tieferen Temperaturen verbraucht das Kalb Energie, um sich zu wärmen. Ein nasses, verklebtes Fell, welches nicht isolieren
kann, verstärkt das Problem. Woher soll ein neugeborenes Kalb die Energie nehmen, um sich zu wärmen?
Die Energiereserven, die das Kalb bei der Geburt hat,
sind nicht hoch und somit schnell aufgebraucht. Kälber kommen mit tieferen Temperaturen zurecht, unter
Schlecht eingestreute Box – hier liegt das
Kalb immer nass und kühlt aus.
LKV JOURNAL 4 | 2014
der Voraussetzung, dass das Fell trocken ist und dadurch
eine isolierende Wirkung hat.
31
Milcherzeugung
Das Kalb scharrt das Stroh auf die Seite und liegt
im „Luftzug“ des Rostes und kühlt unter Umständen zu schnell aus. Abhilfe: dick einstreuen oder
einen Papierkarton auf den Rost legen.
Werden Iglus unter freiem Himmel aufgestellt, kann der Auslauf je nach Witterung sehr nass sein. Die Kälber rennen
rein und raus und nehmen die Einstreu
aus dem Iglu mit nach draußen, sofern
dort keine kleine Schwelle ist. Die Einstreu im Iglu wird sehr schnell nass, ist
fast mistig. Hier hilft nur viel nachstreuen. Deshalb sollten Sie die Iglus so aufstellen, dass der Auslauf überdacht ist,
zumindest im Winter.
Einzelboxen bündig
abdecken
Unterbringung: Auch bei der Unterbringung fallen –
Werden Kälber in Kälberboxen untergebracht, sollten
nicht nur im Winter – einige Punkte auf:
es immer fahrbare Einzelboxen sein, die nicht fest mit-
Iglus sind für die Unterbringung von gesunden Kälbern
einander verbunden sind. Werden diese in hohen Räu-
gut geeignet, vorausgesetzt, sie stehen zugfrei. Das ist
men aufgestellt oder auch im Kuhstall, sind sie meistens
der Fall, wenn sie lang genug sind, und die hintere Lüf-
nicht zugfrei. Die Einzelbox ist bündig abzudecken, da-
tungsklappe – die im Sommer notwendig wird – ver-
mit ein Kleinklima entsteht. Auf jede Einzelbox kann
schlossen bleibt. Die Öffnung der Iglus sollte im Win-
eine bündige, zugfreie Abdeckung gelegt, montiert oder
ter nach Süden zeigen. Bei windexponierten Lagen ist
gestellt werden. Diese muss nicht über die ganze Länge
es von Vorteil, an den Seiten des Auslaufes einen „Wit-
der Box gehen. Es reicht, wenn die hinteren zwei Drittel
terungsschutz“ aufzustellen; das kann zum Beispiel ein
der Box abgedeckt sind.
Strohballen sein. Dann können Wind und Schnee nicht
in die Iglus wehen.
Iglus stehen häufig auf befestigten Flächen. Dabei ist zu
bedenken, dass Beton Wärme ableitet. Ist das Iglu nicht
dick und gut eingestreut, liegt das Kalb auf einer kalten Fläche. Es verliert Körperwärme und wird schneller
krank. Abhilfe dafür ist eine dicke Einstreu, die immer
wieder nachgelegt wird. Kontrollieren Sie den Standplatz der Kälber.
Manchmal läuft Oberflächenwasser unter die Iglus und
bleibt in der Stroheinstreu haften. Machen Sie den
Knietest. Knien Sie sich in die Einstreu des Iglus – das
geht auch in der Kälberbox. Wenn die Knie nass werden, dann liegt das Kalb nass und verliert viel Wärme. Es
wird dadurch eher krank. Abhilfe schafft auch eine alte
Gummimatte oder ein kleiner Holzrost im Iglu. Damit
liegt das Kalb nicht unmittelbar auf dem Betonboden
und Oberflächenwasser läuft unter dem Rost oder unter der Gummimatte durch. Stellen Sie die Iglus so auf,
dass Oberflächenwasser nach Möglichkeit nicht durch
das Iglu läuft.
32
Eine Gummimatte hilft, dass das Kalb nicht direkt auf dem Beton liegt
und auskühlt und das Oberflächenwasser fließt unter dem Gummi
hindurch ab.
LKV JOURNAL 4 | 2014
Milcherzeugung
Leider sind viele Kälberboxen an den Seitenwänden
nicht hoch genug. Wenn die Kälber stehen, sieht man
die Rücken der Kälber über der Abtrennung. Es zieht
über den Rücken der stehenden Kälber. Da Kälber keine
zu hohe Luftgeschwindigkeit vertragen, kühlen sie auch
aus und werden krank. Hier hilft nur eine nachträgliche Erhöhung der Seitenwände oder das Eindecken mit
der Kälberdecke. Achten Sie beim Neukauf auf die Höhe
der Seitenwände.
Bei Einzelboxen fällt auch immer wieder auf, dass nicht
genügend Einstreu auf dem Rost liegt oder die Kälber die
frische Einstreu an die Seiten scharren. Dadurch zieht
es unter dem Rost herein, genau da, wo das Kalb liegt. Es
entsteht ein Luftkanal und das Kalb liegt mittendrin. Da
frisch eingestreutes Stroh gerne verrutscht, kann man
Der Liegebereich der Laufbucht ist mit einer Platte
abgedeckt. Dadurch liegen die Kälber zugfrei.
sich hier behelfen, indem man einen Pappkarton auf
den Rost legt. Der Luftdurchzug von unten durch den
Rost ist damit gestoppt. Der Pappkarton wird beim Misten mit entfernt und verrottet gut auf dem Mist.
Durchfallkälber oder kranke Kälber haben häufig
Untertemperatur und frieren, egal ob sie im Iglu oder
in der Einzelbox untergebracht sind. Bei Durchfall benötigt das Kalb Wärme. Entweder eine Wärmelampe
aufhängen und/oder das Kalb mit speziellen Kälberdecken eindecken. Auch Kälber mit anderen Krankheiten
benötigen Wärme, um wieder gesund zu werden. Man
darf nicht vergessen: In der freien Natur hätte das Kalb
die Kuh als lebenden „Ofen“. Das Kalb würde sich neben
die Kuh legen. Sie wärmt und schützt das Kalb. Genau
diesen Wärmeschutz kann zum Beispiel die Lampe bieten. ■ A. M. Miller
IKO any
H
m
al
in Ger
g
i
Or e in
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Ma
Damit Kälber in Einzelboxen auch zugfrei stehen, ist häufig eine Abdeckung nötig. Von Vorteil ist es, wenn sie vorne umklappbar ist, damit
sie beim Tränken nicht stört.
Fotos: Miller
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LKV JOURNAL 4 | 2014
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33
Betriebsreportage
Gas geben
in der Bullenmast
Hans Weißlein aus der Oberpfalz setzt auf eine erfolgreiche Zukunft in der Bullenmast und hat deshalb
in einen neuen Bullenstall investiert. Daneben versucht
er, das Management des Betriebes immer weiter zu verbessern. Das macht er nicht ganz allein, Partner ist sein
Ringberater vom LKV Bayern. Wir haben den Rindermäster besucht und stellen Ihnen seine Strategien
für eine erfolgreiche Bullenmast vor.
„Kühe machen Mühe, Schweine bringen Scheine und
Bullen machen Nullen“ – diesen plumpen, wie dummen Spruch hat wohl jeder von uns schon einmal gehört. Plump ist er deshalb, weil er stark verallgemeinert,
dumm weil er mit der Realität auf den viehhaltenden Betrieben längst nichts mehr zu tun hat. Alle Veredelungsmärkte haben mittlerweile mit Preisschwankungen zu
34
LKV JOURNAL 4 | 2014
Fleischerzeugung
kämpfen und nur die Profis in ihrem jeweiligen Segment sind gegen schwere Krisen einigermaßen gefeit.
Einen Freibrief zum Gelddrucken gibt es in der Landwirtschaft schon lange nicht mehr.
Mäster aus Leidenschaft
Besonders die Bullenmast musste in der Vergangenheit
harte Rückschläge hinnehmen. BSE-Krise, die Abschaffung der tierbezogenen Prämien und der Biogas-Boom
hinterließen ihre Spuren. Dennoch gibt es auch in
Bayern Betriebe, die an eine Zukunft der Bullenmast
glauben und investieren. Einer davon ist Hans Weißlein aus Schöpfendorf im Landkreis Amberg-Sulzbach,
etwa 40 Kilometer östlich von Nürnberg. Der 36-jährige
Betriebsleiter übernahm den Betrieb 2003 von seinen
Eltern, modernisierte zuerst in kleinen Schritten die
bestehenden Stallgebäude, um dann 2013 einen neuen
Bullenstall mit 160 Mastplätzen zu bauen. 80 Kälberplätze, 80 Vormast- und 160 Endmastplätze ergeben heute insgesamt 320 Mastplätze. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen in der Bullenmast, kam für Weißlein
etwas anderes nie in Frage. „Ich bin Bauer aus Leidenschaft und die Bullenmast hat auf unserem Betrieb eine
lange Tradition, da war für mich immer klar, dass ich
diese fortführen werde.“ Weißlein, der nebenher halbtags in der Maschinenringgeschäftsstelle in Amberg
arbeitet, bewirtschaftet insgesamt 80 Hektar Landwirtschaftliche Nutzfläche, davon 75 Hektar Acker- und fünf
Hektar Grünland. Im Bereich der Außenwirtschaft arbeitet Weißlein sehr eng mit seinem Onkel zusammen.
Außer Schlepper und Futtermischwagen werden alle
Maschinen über eine Maschinengemeinschaft angeschafft und genutzt.
Bullenkälber aus der
Nachbarschaft
Weil es im Landkreis Amberg-Sulzbach viele Milchviehbetriebe gibt, kann Hans Weißlein seine Bullenkälber
quasi direkt vor der Haustüre zukaufen, im Umkreis
von 30 Kilometern. Kurze Vermarktungswege schätzt er
aber auch bei der Endvermarktung seiner Tiere. Über
(v.o.n.u.:) Der neue Maststall der Familie Weißlein bietet Platz für 160
Mastbullen. LKV Berater Thomas Huber hat die Trocken-TMR für die
Kälber auf dem Betrieb etabliert. 20 Kälber werden pro Bucht gehalten
und immer zeitgleich aufgestallt.
die Erzeugergemeinschaft Schlachtvieh Oberpfalz wird
ein Großteil der Bullen bei der Unifleisch in Erlangen
geschlachtet, einige sogar beim Schlachter vor Ort.
verantwortlich. Der Erfolg wird dabei auf zwei Säulen
Bis es allerdings soweit ist, verbringen sie vom Zukauf
getragen: Auf der Haltung und auf der Fütterung. So
bis zur Schlachtung durchschnittlich 450 Tage in den
war der Neubau des Bullenstalls auch eher der Verbes-
Ställen von Hans Weißlein. Für die guten Zunahmen mit
serung der Haltungsbedingungen als dem Wachstums-
durchschnittlich 1.400 Gramm pro Tag und für die mög-
gedanken geschuldet, sagt Hans Weißlein: „Unser alter
lichst geringen Verluste ist er und seine Familie allein
Maststall aus den 80er Jahren war am Ende einfach zu
LKV JOURNAL 4 | 2014
35
Fleischerzeugung
Die gummierten Spalten erhöhen den Liegekomfort und mindern das Verletzungsrisiko der Tiere. Durch den geringeren Wärmeabfluss steigt auch die Mastleistung.
Tageszunahmen über 1.400 g erreicht man nur, wenn sich die Tiere wohlfühlen
und gut fressen. Im neuen Stall der Familie Weißlein gelingt beides sichtlich gut.
eng. Die Bullen sind in den letzten Jahrzehnten immer
gestalten. „Wir setzen bewusst auf einen hohen Ma-
rahmiger geworden, so stand die Frage im Raum, absto-
germilchpulveranteil im Milchaustauscher, um die
cken oder neu bauen, wir haben uns für den Neubau
Tränke so milchähnlich wie möglich zu machen. Für
entschieden“.
uns gilt, lieber hoch konzentriert anmischen und dafür kürzer tränken“. Um die Kälber frühzeitig zu Rauh-
Kälber zuerst
futterfressern zu erziehen, füttert Weißlein parallel
zur Tränke eine sogenannte Trocken-TMR (s. Kasten).
Im ersten Schritt widmete sich Weißlein der Kälberauf-
Nach dem Abtränken, werden die Kälber in den alten
zucht. Ein neuer Kälberstall bietet in zwei Gruppen
Maststall, der mittlerweile als Fresserstall dient, um-
Platz für 40 Kälber. Er ist voll klimatisiert und kann
gestallt. Ab einem Gewicht von 300 bis 350 Kilogramm
im Winter beheizt werden. Hans Weißlein erklärt wa-
kommen die Bullen dann in den neuen Endmaststall.
rum: „Die jungen Bullenkälber stehen nach der Umstallung ohnehin schon unter enormem Stress, Zug-
Viel Platz
luft und Temperaturschwankungen bringen das Fass
schnell zum Überlaufen“. Der Kälberstall ist sehr über-
Um Kosten zu sparen, wurde der Stall als so genannter
sichtlich und die gummierten Spalten im Liegebe-
Lauwarmstall gebaut. Mit einem Flächenanteil von
reich werden von den Kälbern als Liegeplatz gut ange-
3,6 Quadratmetern je Bulle bieten die Zehnerbuchten
nommen. Getränkt werden die Kälber sechs Wochen
den Tieren viel Platz. Auch im Mastbullenstall wurden
lang über einen Tränkeautomaten. Dabei versucht
auf zwei Drittel der Fläche gummierte Spalten verlegt.
Weißlein die Umstellung so schonend wie möglich zu
Weißlein: „Am Anfang bin ich manchmal richtig erschrocken, wenn einzelne Bullen alle Viere von sich
streckten. Mittlerweile weiß ich, dass sie sich einfach
Trocken-TMR für Kälber
nur wohlfühlen. Geschwollene Gelenke gehören der
Vergangenheit an“. Dennoch möchte Hans Weißlein
Gerstenstroh 18%
auf seine Separationsbuchten nicht verzichten. „In den
Gerstenschrot 16%
wwBoxen geht es manchmal sportlich her, da kann es
Körnermais 30%
auch einmal zu Verletzungen kommen.“
Kohlensaurer Kalk Um die Arbeitswirtschaft weiter zu optimieren, arbeitet
1%
Melasse12%
Hans Weißlein seit einigen Wochen mit dem Mischwa-
Mineralfutter3%
gen und legt seinen Tieren eine TMR vor. Sie ist auf ein
Eiweißmischung (60 Raps,40 Soja)
Lebendgewicht von 450 Kilogramm berechnet und wird
20%
je nach Gewicht der Bullen von Hand mit Kraftfutter
36
LKV JOURNAL 4 | 2014
aufgewertet. „Es gibt Kollegen, die mischen eigene Mischungen für die jeweiligen Altersgruppen, bei unserer Betriebsgröße lohnt sich dieser Aufwand nicht“, so
der junge Betriebsleiter. Eine Besonderheit am Betrieb
Weißlein: In der Mischration werden zum Mais etwa 20
Prozent Silagen aus Wiesengras, Kleegras und Luzernegras eingesetzt. Hans Weißlein hat damit gute Erfahrungen gesammelt: „Gras- und Kleegrassilage verbes-
Vorsprung durch
Verantwortung
Up-to-date
beim Antibiotika-Einsatz:
sern die Schmackhaftigkeit und die Struktur der Ration.
Außerdem liefert mir die Silage billiges Eiweiß aus eigener Produktion. Soja aus Übersee können wir damit auf
ein Mindestmaß begrenzen.“ Einziger Wermutstrop-
So schnell wie möglich
fen des höheren Grasanteils, die Bullen sind laut seiner
bisherigen Erfahrung einen Tick schmutziger und die
Spalten ein wenig rutschiger.
Frischer Wind
Hans Weißlein ist Mitglied eines Beratungsrings, der
von LKV-Berater Thomas Huber betreut wird. Neben
der Auswertung der wichtigen betriebswirtschaftlichen
So lange wie nötig
Einfach super
Daten nutzt er auch das Angebot der Betriebsberatung.
Zwölf Beratungsstunden mit vier Betriebsbesuchen sind
vertraglich vereinbart. Weißlein weiß das Angebot zu
schätzen: „Die Fachberatung durch Thomas Huber hat
frischen Wind in unseren Betrieb gebracht und ist ein
gutes Mittel gegen Betriebsblindheit.“ Thomas Huber
hat den Landwirt bei der Einführung der Trocken-TMR
für die Kälber und bei der Umstellung auf den Futtermischwagen beratend unterstützt und berechnet auch
regelmäßig die Rationen. Geschätzt wird von Weißlein
besonders der enge Praxisbezug: „Während wir die Fragen der Leistungsprüfung meist auf dem elektronischen Datenweg per Fax oder E-Mail abdecken, bleibt
uns beim Betriebsbesuch viel Zeit für den Stallrundgang und alle wichtigen Fragen rund um die Fütterung.
So stell ich mir praxisorientierte Beratung vor.“ ■ G. Metz
Hans und Christine Weißlein blicken optimistisch in die Zukunft.
LKV JOURNAL 4 | 2014
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37
Beratung
Das LKV Bayern –
ein attraktiver Arbeitsplatz
Wir suchen sofort eine(n)
Mitarbeiter/in im Bereich
„Produktionstechnische Beratung Rind“
als Fütterungs-, Melk-, Anpaarungs-, Haltungs- & AMS-Berater
für die Organisation und Durchführung der produktionstechnischen Beratung in Milchvieh- und Rindermastbetrieben
Ihre Aufgaben:
Wir suchen
zum 1. April 2015 eine (n)
Ringberater/in
im Bereich
Fischerzeugung
für die Betreuung unserer
Mitgliedsbetriebe in
Je nach Beratungsschwerpunkt:
Niederbayern
• Beurteilung der Grundfuttersituation und Interpretation von
Futteruntersuchungsergebnissen, Rationsberechnung
Ihre Aufgaben:
• Beurteilung des Herdenmanagements anhand von BCS,
MLP-Daten, LactoCorder-Daten
• Betriebsindividuelle Schwachstellenanalyse
und gut umsetzbare Managementempfehlungen
• Datenerhebung in der Fischund Teichwirtschaft
• Produktionstechnische Beratung
• Erstellen von Anpaarungsvorschlägen mit OptiBull
• Herausarbeiten von Praxistipps zur kurzfristigen
Wir erwarten:
Verbesserung der Haltungsbedingungen
• Überprüfung von Melkanlagen nach DIN ISO
• Fischwirtschaftsmeister/in
• Aufklärung von Landwirten über die Umstellung auf AMS
• QD-Beauftragte/r
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• Organisation und Durchführung von Arbeitskreisen
• Kontaktfähigkeit und die
Fähigkeit, mit Praktikern
und Seminaren
umzugehen
Wir bieten:
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der Fischerzeugung und
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LKV JOURNAL 4 | 2014
Ballensilage
Beste Qualität und
niedrige Verluste
bei richtiger Technik
Das Ballensilierverfahren hat sich fest etabliert. Es zeichnet sich durch eine hohe
Flexibilität und niedrige Silierverluste unter 5 % Trockenmasse (TM) aus, wenn das
Halmgut hoch verdichtet (gepresst) und mit ausreichender Lagenzahl in Höhe von
6-8 Stück einer hochqualitativen Stretchfolie gewickelt wurde. Auch die Lagerung
und die Kontrolle der Ballen für die erforderliche Luftabschlussgüte ist für die
Silagequalität entscheidend.
Noch wird vielfach der 4. oder 5. Schnitt in Ballen einsi-
hygienischen und sensorischen Eigenschaften gelun-
liert. Aber bald fängt die Winterfütterungssaison an
gen ist. Die mittels eines Horizontalbohrers entnom-
und damit wird die Ballensilage ihrem Verwendungs-
mene Silageprobe lässt sich dann weiterhin auf ihre
zweck zugeführt. Nach einer Mindestlagerdauer von 6-8
Inhaltsstoffe in einem Prüflabor untersuchen. Abwei-
Wochen (je nach TM-Gehalt) ist die Silage verfütterbar.
chungen von den Zielwerten geben dann Hinweise auf
Die Durchführung eines Silocontrollings (TM-Gehalt
die Notwendigkeit einer Optimierung der Produktions-
mit Hilfe der Handwring- oder Mikrowellenmetho-
technik der Silagebereitung im nächsten Jahr.
de, Sinnenprüfung auf Geruch, Farbe und Gefüge),
eine Temperaturmessung mit einer Messlanze und die
pH-Messung mittels Indikatorpapier geben Aufschluss
darüber, wie gut die Silagequalität hinsichtlich der
LKV JOURNAL 4 | 2014
■ Dr. Johannes Thaysen,
Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein,
Abteilung Pflanzenbau/Pflanzenschutz/Umwelt,
E-mail: jthaysen@lksh.de, Tel. 04331-9453323
39
Fleischerzeugung
Ferkelerzeugung
Gesunde Ferkel –
aber wie?
Fabian Fuchs ist Ferkelerzeuger im mittelfränkischen Simmershofen, unmittelbar an der Grenze zu Baden-Württemberg. Überall im Umkreis werden Schweine gehalten, allein
im eigenen Dorf stehen mehrere Tausend Mastschweine.
Wenn so viele Tiere in einer relativ kleinen Region nebeneinander leben, ist der Krankheitsdruck hoch. Doch Fabian
Fuchs hat trotzdem alles im Griff. Wir haben ihn gefragt, was
man tun muss, um rundherum gesunde Ferkel zu erzeugen.
40
LKV JOURNAL 4 | 2014
Gesunde Ferkel
mit einer geschlossenen Herde
SAUGFERKELDURCHFALL
WEGSPÜLEN IN EINEM FLUSS
Gesunde Ferkel zu bekommen, das fängt für Fabian Fuchs schon bei den
Jungsauen an. Der junge Landwirt arbeitet mit einer so genannten geschlossenen Herde. Das heißt, er zieht seine Jungsauen alle selbst auf. So kommen
keine fremden Tiere in seinen Betrieb. Der einzige Eintrag von außen ist
das Sperma für die Besamung. Das geschlossene System im Zuchtstall hat
noch einen anderen Vorteil: Seine Jungsauen haben alle notwendigen Impfungen schon als
Ferkel im Flatdeck
erhalten. Sie lassen sich also ohne
C. perfringens
Probleme in die
Herde eingliedern
und brauchen nur
noch eine Stimulation
zur
Syn-
chronisierung der
Brunst. Denn Fabian Fuchs arbeitet im Drei-Wochen-Rhythmus.
Bei Familie Fuchs managen die Frauen die Ferkelaufzucht,
hier Ehefrau Katrin Fuchs im Aufzuchtstall.
Gesunde Ferkel
durch ein perfektes Impfregime
Das Entscheidende für mehr Gesundheit in der Ferkelproduktion ist für Fabian Fuchs das Impfregime. Gerade in einer Region, in der so viele Schweine
gehalten werden, ist das Impfen Grundvoraussetzung, um das Krankheitsrisiko zu mindern. Sicher, der Rundum-Impfschutz kostet viel Geld. Doch
dafür hat der Ferkelerzeuger eine stabile Herde und keine heftigen Krankheitseinbrüche. Außerdem spart er Geld über die eigene Jungsauenaufzucht.
Moderner Impfschutz
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• Dosisvolumen von 2 ml
• Flexibles Impfschema
• Zuverlässige
Immunitätsausbildung
2007 hat Fabian Fuchs einen neuen Zuchtsauenstall auf die grüne Wiese gestellt.
Er bietet Platz für 400 Sauen.
LKV JOURNAL 4 | 2014
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Ein mit Gummi ummantelter Streckmetallboden sorgt dafür, dass es immer schön warm ist und die Ferkel weich liegen. Gelenkprobleme gibt es
im Betrieb von Fabian Fuchs nicht mehr. Auch im Flatdeck gibt es keine rauen Betonflächen.
Gesunde Ferkel
mit bester Futterqualität
Pilzgiften, belastet sind. Und man weiß nie, was man
bekommt.“ Gerne würde er auch eigenes Soja anbauen.
Doch derzeit gibt es noch keinen Betrieb in der Region,
Ein anderer wichtiger Faktor ist für ihn die Versorgung
der die Sojabohnen dann aufbereiten würde. Ungetoas-
der Tiere mit Spurenelementen und Vitaminen. „Wer
tetes Soja aber geht in der Schweinefütterung gar nicht.
jetzt bei den niedrigen Ferkelpreisen am Futter spart“,
warnt Fabian Fuchs, „der schadet sich selbst. Ich kann
nicht eine hohe Leistung von meinen Tieren erwarten
Gesunde Ferkel durch eine
stressfreie Geburt
und dann am Futter sparen, der Schuss geht nach hinten los.“ Der Landwirt aus Simmershofen füttert im
Auch die Geburtsvorbereitung entscheidet letztlich
Zuchtsauenstall grundsätzlich nur eigenes Getreide.
über den Gesundheitsstatus der Ferkel. Fabian Fuchs
Denn da weiß er, was er hat. Auf 200 Hektar Ackerland
achtet deshalb darauf, dass seine Sauen möglichst wenig
bauen die Fuchsens Winterweizen, Wintergerste und
Stress vor der Geburt haben. Der Drei-Wochen-Rhyth-
Mais. Für seine Zuchtsauen darf ausschließlich gesun-
mus erlaubt es, dass die Sau schon ein paar Tage vor
des Getreide in den Trog. Sonst sind Probleme mit der
dem Abferkeln in die saubere, desinfizierte Abferkel-
Fruchtbarkeit und beim Abferkeln programmiert. Der-
bucht umziehen kann. So hat sie die Möglichkeit, sich
zeit erprobt der Agraringenieur gerade den Einsatz von
in aller Ruhe vorzubereiten und vom Futter her um-
Luzerne als Rohfaserlieferant. Bisher hat er mit Lig-
zustellen. Die Schweine auf dem Betrieb Fuchs wollen
nocellulose, Apfeltrester oder Sojaschalen gearbeitet.
während der Geburt auch in Ruhe gelassen werden. Sie
„Das Problem dabei“, sagt Fuchs, „diese Futtermittel sind
mögen es gar nicht, wenn während der Nacht jede halbe
alles Abfallprodukte aus der Verarbeitung, da besteht
Stunde jemand in den Stall schaut. „Da retten Sie mögli-
immer die Gefahr, dass sie mit Mykotoxine, also mit
cherweise ein Ferkel, aber zwei andere werden erdrückt,
42
LKV JOURNAL 4 | 2014
Fleischerzeugung
weil die Sauen dann unruhig werden.“ Familie Fuchs –
Fabian Fuchs
Chefin im Stall ist Mutter Lilli – geht deshalb abends um
elf das letzte Mal in den Stall und schaut erst morgens
um sechs wieder nach dem Rechten. Weil die Schwei-
bewirtschaftet einen Betrieb
ne meistens in der Zeit von Mittwoch bis Freitag abfer-
mit 80 Milchkühen, 400
keln, ist tagsüber sowieso immer jemand da. Denn die
Zuchtsauen, 2.000 Aufzucht-
kleinen Ferkel werden innerhalb der ersten 24 Stunden
plätzen und rund 200 Hek-
behandelt. Zwölf Stunden bleiben sie ungestört bei der
tar Ackerland. Er baut Ge-
Mutter, um genügend Kolostrum aufzunehmen. Dann
treide, Silo- und Körnermais,
müssen die Zähnchen abgeschliffen, die Schwänze ku-
Luzerne und Zuckerrüben.
Vor rund 30 Jahren ist die
piert und die Eisenspritze verabreicht werden. Fabian
Fuchs gleicht auch die Würfe aus. Das heißt, er nimmt
Familie in die Zuchtsauenhaltung eingestiegen.
den Schweinen, die extrem viele Ferkel haben, einige
Zunächst mit zwei, dann mit sechs, dann mit 30
weg und gibt sie zu den Zuchtsauen, die weniger gewor-
Zuchtsauen. Mutter Lilli Fuchs hat den Bestand
fen haben. Außerdem sammelt er alle kleineren Ferkel
dann auf 80, 120, 150 und 180 Sauen aufgestockt.
ein und setzt sie jeweils zu einer Sau. So sind wieder alle
Sohn Fabian und seine Frau Katrin haben bei-
etwa gleich stark und werden nicht von den größeren,
de ein Ingenieursstudium der Landwirtschaft
dominanteren Tieren abgedrängt, wie in Gruppen mit
abgeschlossen. Unmittelbar nach dem Studium
großen und kleinen Ferkeln.
haben sie einen Zuchtsauenstall für 400 Sauen
Gesunde Ferkel durch einen
optimalen Abferkelstall
gebaut. Fabian Fuchs will aus der Milchkuhhaltung aussteigen und denkt an den Einstieg
in die Schweinemast.
Entscheidend für das Wohlbefinden der Kleinen ist
auch der Stall. Ein optimaler Abferkelstall hat keine festen rauen Betonflächen, sondern weiche Kunststoffflä-
Wärme, Wärme und nochmal Wärme heißt der zweite
chen für die Ferkel. Für den Liegeplatz der Sau hat sich
Faktor für den guten Abferkelstall. In den ersten drei
ein Gussboden empfohlen, weil der viel Wärme abge-
Tagen arbeitet Fabian Fuchs zusätzlich mit der Wärmel-
ben kann. „Wir haben für die Ferkel einen gummium-
ampe, damit die Ferkel schnell abtrocknen. So schafft er
mantelten Streckmetallboden und seitdem haben wir
den Spagat zwischen dem Wohlfühlklima von rund 20
bei den Saugferkeln keine Probleme mehr mit den Ge-
Grad für die Sau und einem kuschligen warmen Bett für
lenken oder mit Schürfungen.“
die Kleinen.
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durch angepasste
Fütterungsstrategie
Vier Wochen bleiben die Ferkel
an der Sau. Schon in der Abferkelbox bekommen sie nach
und nach Absetzfutter zugefüttert. Denn das Absetzen ist ein
Schock für die Kleinen. Schließlich gibt es von einem Tag auf
den anderen keine Milch mehr.
Die gesamte Verdauung muss
sich umstellen. Wenn schon
frühzeitig mit dem Zufüttern
begonnen wird, gelingt diese
Umstellung viel leichter. Außerdem wird ins Absetzfutter noch
Süßmolke gemischt, damit der
Verlust der Milch nicht so durchschlägt. Schließlich müssen sich
die Ferkel auch plötzlich auf
Wenn die Ferkel ins Flatdeck umziehen, brauchen sie enorm viel Wärme. Deshalb heizt Fabian Fuchs
die Flatdecks zunächst auf 30 Grad auf und fährt dann Woche für Woche die Temperatur zurück.
trockenes Futter umstellen. Als
Ferkelerzeuger muss Fabian Fuchs Ferkel für alle Fütte-
stehen drei große Mastställe, dort ziehen sie ein. Für
rungssysteme liefern können. Arbeitet er selbst in der
die Mäster ist das ideal, dass alle Ferkel mit dem glei-
Aufzucht nur mit Flüssigfütterung, hat der Mäster mit
chen Gesundheitsstatus kommen. Fabian Fuchs liefert
Breifütterung später ein Riesenproblem. Denn die Fer-
grundsätzlich keine Ferkel selbst aus. Er betritt nach
kel brauchen dann lange, um sich umzustellen. Lernen
Möglichkeit keine anderen Schweineställe, um zuhause
die Kleinen aber gleich die Breifütterung kennen, ist die
keine fremden Keime einzuschleppen.
Umstellung auf Flüssigfütterung kein Problem.
Die Mäster holen sich die Ferkel selbst in sauberen, des-
Eine zweite langsame Umgewöhnungsphase muss der
infizierten Anhängern, die nur dafür benutzt werden.
Ferkelerzeuger dann noch einmal während der Umstel-
Das ist dem Ferkelerzeuger wichtig. Altsauen bringt er
lung auf Aufzuchtfutter einplanen. Dann kommt Soja-
im eigenen Anhänger bis zum LKW. Nicht gereinigte,
eiweiß ins Spiel. Wer da nicht aufpasst, hat schnell Pro-
desinfizierte Transporter sind auf dem Betrieb Fuchs
bleme im Flatdeck, weil die Kleinen zu viel davon fres-
Tabu. Nur so lässt sich in einer Region, in der generell
sen und dann möglicherweise Koliken bekommen oder
großer Viehverkehr herrscht, das Krankheitsrisiko
sogar verenden.
vermindern.
Wenn die Ferkel ins Flatdeck umziehen, brauchen sie
enorm viel Wärme. Deshalb heizt Fabian Fuchs die
Und das Ergebnis?
Flatdecks zunächst auf 30 Grad auf. Dann wird Woche für Woche die Temperatur zurückgefahren. „Das
Fabian Fuchs erzeugt 27,2 lebende Ferkel pro Sau. Bei
schützt vor ersten Krankheiten“, meint der Ferkelerzeu-
ihm im Stall stehen Landrasse-Sauen. Sicher, mit an-
ger. Außerdem muss der Aufzuchtstall desinfiziert und
derer Genetik könnte er mehr Ferkel pro Sau erzeu-
trocken sein.
gen. Doch bleibt genauso viel unterm Strich? „Wenn ich
mit 27 Ferkeln mehr Geld verdiene als mit 32, nur weil
Gesunde Ferkel durch
Rundum-Hygiene
dann die Produktionskosten so hoch sind, warum soll
ich dann auf eine andere Genetik umsteigen?“, so Fuchs.
„Ich bin nicht auf die letzte biologische Leistung aus,
Mit 32 Kilogramm nach sechs bis acht Wochen verlassen
sondern möchte vor allem eine stabile Herde, schließ-
die Ferkel den Hof. Zu 90 Prozent bleiben die Kleinen
lich kostet das letze Ferkel, das ich herausholen kann,
aber alle im Dorf. Denn im Süden von Simmershofen
richtig viel Geld.“ ■ G. Helm
44
LKV JOURNAL 4 | 2014
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Brancheninitiative
Gemeinsam mehr
Tierwohl erreichen
Im Herbst 2012 haben sich Lebensmitteleinzelhandel, Landwirtschaft und Schlachtwirtschaft zum ersten Mal an einen Tisch
gesetzt, um eine von der Wirtschaft getragene Brancheninitiative
für mehr Tierwohl auszuarbeiten. Isabella Timm-Guri, Leiterin des
Fachbereichs „Erzeugung und Vermarktung“ beim Bayerischen
Bauernverband stellt die Initiative vor.
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LKV JOURNAL 4 | 2014
Fleischerzeugung
Der Impuls zur Initiative Tierwohl ist vom Lebensmittelhandel ausgegangen. Er hat den landwirtschaftlichen Betrieben einen Kostenausgleich angeboten, wenn
sie freiwillig zusätzliche, über das gesetzliche Niveau
hinausgehende Tierwohlkriterien umsetzen. Die Landwirtschaft stand dem Angebot zunächst skeptisch
gegenüber. Denn bisher haben die Landwirte wenig gute
Erfahrungen mit dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH)
gemacht und immer wieder nur Preisdruck erlebt.
Allerdings ist die gesamte Branche den oft heftigen
Diskussionen über die Tierhaltung ausgesetzt. Die
Landwirtschaft fürchtet, dass nationale politische
Alleingänge den heimischen Tierhaltern höhere Auflagen aufbürden und so die Wettbewerbsfähigkeit
erheblich gefährden. Ein Grund, der die Landwirte
bewog, sich in die wettbewerbsneutrale und marktorientierte Brancheninitiative – an
Für die unterschiedlichen Tierwohl-Kriterien wurde jeweils ein
eigener Kostenausgleich festgelegt. Mehr Wohlbefinden im Stall
heißt, mehr Geld vom LEH.
der sich alle großen Unternehmen des LEH beteiligen – aktiv
fang September schriftlich ein positives Signal aus wett-
einzubringen.
bewerbsrechtlicher Sicht gegeben. Sobald der LEH nun
Im Dezember soll es
losgehen
grünes Licht für die Kriteriendetails gibt, können diese
Kriterien in Form eines Handbuchs beziehungsweise in
Form von Leitfäden veröffentlicht werden. Das könnte
bereits jetzt im Oktober geschehen. Im Dezember 2014
Seit Herbst 2012 ist viel passiert:
– so sieht es die Planung vor – können sich Schweine-
Landwirtschaft,
halter zur Teilnahme anmelden.
Schlachtwirt-
schaft und LEH haben – beglei-
Da der Finanzrahmen des LEH begrenzt ist – es stehen
tet von Tierschutz, Wissenschaft
etwa 65 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung – wird
und Betriebswirtschaft – einen
die Anmeldung zur Initiative Tierwohl im so genann-
Kriterienkatalog für Schweine-
ten Windhundverfahren abgewickelt. Ab Januar 2015
mast, Sauenhaltung und Fer-
würden dann die ersten Audits und der Start der Zah-
kelaufzucht entwickelt. Jedem
lungsverpflichtung des LEH beginnen. ■ I. Timm-Guri
Tierwohlkriterium wurde dabei ein eigener Kostenausgleich
zugeordnet. So bekommt zum
Beispiel ein Landwirt 2,80 Euro
mehr pro Schwein, wenn den
Gleiche Begriffe,
verschiedene Baustellen
Tieren zehn Prozent mehr Platz
im Mastschweinestall zur Verfü-
Zur Verwirrung hat kürzlich eine Veröffentli-
gung steht. Außerdem wurden
chung aus dem Bundeslandwirtschaftsministeri-
Details zur Finanzierung, zur
um geführt. Denn dort wurden die Eckpunkte
Organisation und zu den ein-
für eine politische Tierwohl-Offensive vorgestellt.
zelnen Kriterien der Initiative
Diese beiden Initiativen haben nichts miteinan-
ausgearbeitet.
der zu tun. Im Bundeslandwirtschaftsministeri-
Im Sommer 2014 war es dann so-
um geht es um eine politische Stellungnahme, in
weit:
der Brancheninitiative um eine freiwillige Um-
Die
Branchenvereinba-
rung wurde unterzeichnet und
setzung in die Praxis. Bundeslandwirtschafts-
die Gründung der Trägergesell-
minister Christian Schmidt hat die Branchenini-
schaft in Angriff genommen.
tiative aber ausdrücklich begrüßt.
Das Bundeskartellamt hat An-
LKV JOURNAL 4 | 2014
47
LKV Leben
Idylle, Tiere und Technik
Der Bauernhof
im Kinderzimmer
Fotos: © Spiezeugmuseum Nürnberg
Seit es gewerblich
hergestelltes Spielzeug gibt, gehört
der Bauernhof zum
Standardsortiment.
Urs Latus vom
Spielzeugmuseum
Nürnberg hat uns
erzählt, welchen
Stellenwert die
Landwirtschaft bei
den Kindern hat.
Der Bauernhof gehört seit jeher zum Stammsortiment
dem, welche Materialien zur jeweiligen Zeit modern
der Spielzeugkiste. Gebäude, Tiere und Geräte – das ist
waren oder zur Verfügung standen. Heute ist vieles aus
die Grundausstattung. Die gab es schon in den Anfän-
Kunststoff und aus Holz, das hat sich über Jahrhunderte
gen der Spielzeugherstellung ab etwa 1760 und die gibt es
erhalten. „Das Kernsortiment ließ und lässt sich durch
noch heute, zum Beispiel bei Playmobil. Bauernhöfe gab
allerlei Zubehör immer weiter ergänzen“, sagt Urs La-
es aus Holz, aus Zinn, aus Papier, aus Elastolin, je nach
tus vom Spielzeugmuseum der Stadt Nürnberg, „früher
durch Dampfpflug und Mähbinder und heute durch ein
modernes Güllefass oder den Maishäcksler.“ Zunächst
hatten die Spielsachen vor allem pädagogische Ziele:
Es war die Zeit der Aufklärung, die Kinder sollten sozusagen spielend lernen. In den frühen Katalogen der
Versandhändler – der berühmteste war der von Georg
Hieronymus Bestelmeier aus dem Jahr 1793 – fand man
deshalb noch keinen „Bauernhof“ sondern das „Landgut“, die „Meierei“ oder die „Ökonomie“. Diese Spielzeuge
waren eher zum Anschauen denn zum Spielen gemacht.
Im 19. Jahrhundert wurde das Spielzeug aus Deutschland dann zur Massenware. Es war billig und wurde in
alle Welt exportiert, vergleichbar mit heutigen Produkten aus China. Charakteristisch dafür waren die so genannten Reifentiere, Tiere aus dem Erzgebirge, die aus
Solche wunderschönen Stallungen konnten sich nur großbürgerliche
oder Adelsfamilien leisten. Die Kinder auf dem Land hatten in früheren Jahrhunderten kaum gewerblich hergestellte Spielsachen.
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einem gedrechselten Holzring quasi als Scheiben abgeschnitten wurden und so in riesigen Mengen hergestellt
werden konnten.
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LKV Leben
„Reifentiere“ aus dem Erzgebirge
waren ein billiger Exportschlager.
Damals wie heute, so Latus, stand
der Bauernhof immer ganz oben auf
der Wunschliste der Kinder. Allerdings gab es so schöne Spielsachen
nur für den gehobenen Geldbeutel,
in großbürgerlichen Familien oder
beim Adel. Auf dem Land hatten
die Kinder früher kaum gewerblich
hergestellte Spielsachen. Heute ist
das anders. Zwar steht der Bauernhof auch heute noch gern in städtischen Kinderzimmern, aber Trettraktoren und Zubehör darf auch
auf keinem echten Bauernhof fehlen.
ausgestattet, heute zum Beispiel mit Solardach und voll-
Früher wie heute hat der Spielzeug-Bauernhof aller-
automatischem Kartoffelroder.
■ U. Latus/G. Helm
dings nie ganz mit der Realität zu tun. Er verkörpert
immer eine Idylle, die Sehnsucht des Städters nach
dem beschaulichen Leben auf dem Land. Moderne
Tierhaltung findet man auf dem Spielzeugbauernhof
Tipp
Was es im Spielzeugmuseum in
Nürnberg an Bauernhöfen und mehr
jedenfalls nicht. Auf der anderen Seite – auch das war
zu sehen gibt, erfahren Sie unter:
schon immer so – ist der landwirtschaftliche Betrieb
www.museen.nuernberg.de/spielzeugmuseum
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Firmennachrichten
Taschenbuch
zur Ferkelgesundheit
Die Messe EuroTier ist für viele zukunftsorientierte
Schweinehalter das Ziel in diesem Herbst. Selbstver-
Automatisches
Sprühsystem für
Homöopathie
ständlich ist auch Boehringer Ingelheim Vetmedica als
Die
führender Anbieter von Schweineimpfstoffen wieder
WIN
auf der EuroTier vertreten. Das traditionsreiche, deut-
technik aus Tirol
sche Familienunternehmen begrüßt seine Gäste herz-
entwickelt
lich an seinem Messestand in Halle 12, Stand B19.
Weltneuheit.
Ein Messehighlight ist die Erstausgabe des Taschen-
patentierte IGARI®
buches „Typisch Saugferkel!“ von Boehringer Ingelheim
Sprühsystem
Vetmedica. Es richtet sich an Schweinehalter, die sagen:
möglicht es, vollau-
„Ferkelerzeugung 2020 –
tomatisch in Fut-
ja, ich bin dabei!“ Prak-
terstationen
tiker geben darin wert-
in
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Tiere
Tipps,
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Das
er-
oder
Melkrobotern
homöopa-
Videoclips, Tabellen und
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anschaulichen Grafiken
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von der Firma HETWIN Fütterungstechnik ist auf der EuroTier zu sehen.
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Anzahl
der Behandlungen einfach in der Software einprogrammiert. Beim Stations- oder Melkroboterbesuch
Von der Geburtsvorbereitung
über den Tag der Geburt
bis hin zu den ersten zehn
Tagen. Das neue Taschenbuch von Boehringer
Ingelheim konzentriert sich auf die sensiblen Tage rund um die
Geburt. Foto: Werkfoto
wird mittels feiner Düsen die Arznei auf die Nasenschleimhaut aufgesprüht. Laut HETWIN ist dies eine
zukunftsweisende Lösung für verantwortungsbewusste Landwirte, die Ihren Antibiotikaeinsatz reduzieren oder unterlassen wollen.
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Betriebsmanagement
optimieren
Um den Landwirt bei der Umstellung vom konventionellen Melken hin zu einem Automatischen Melksystem optimal und umfassend zu unterstützen, bietet
die Firma Lely während und nach der Inbetriebnahme
eines Lely Astronaut Melkroboters eine individuelle
und weitreichend Betriebs- und HerdenmanagementBeratung an. Dabei werden unter anderem Themen
zur Vorbereitung des Neustarts und zum Umstellen des
Managements angesprochen.
Lely informiert über automatisierte Melk- und Fütterungstechnik auf
der EuroTier. Foto: Werkfoto
Die Farmmanagementberatung der Firma Lely hilft
dem Landwirt tatkräftig zur Seite und beantworten
dem Landwirt bei der Nutzung von T4C, dem Farm-
Fragen. Regelmäßige Betriebsbesuche in der Umstel-
management Programm von Lely, zeigt, wie Kuhdaten
lungsphase, bei denen Einstellungen, Fütterung und
eingepflegt werden, und gibt wichtige Tipps zur Vor-
Melkzulassungen optimiert werden, runden das Be-
bereitung. Beim Einmelken stehen Lely-Mitarbeiter
treuungskonzept ab.
50
H 27, F 38
LKV JOURNAL 4 | 2014
Firmennachrichten
Messe-Neuheiten
fügung stehendenden Daten rund um die Uhr überwa-
Die System Happel GmbH präsentiert zahlreiche Neu-
interessante Neuheiten: Mit der Happel Pro-Cool Milch-
®
heiten auf der EuroTier, darunter der neue AktivPuls
kühlung wird ein Silotank mit 25.000 Litern präsentiert.
Robot 20.20 Pro.14 mit neuer 3D Vormelkeinheit, Quick-
Die neue Generation des Happel „Pro-Rob–vollautoma-
Service-TOOL mit Fernüberwachung und drei Jahren
tischer Spaltenroboter“ wird dem Pulikum vorgestellt.
Garantie auf den Roboterarm.
Happel bietet neben automatischen Melksystemen
chen kann. Auch im Bereich der Milchkühlungen gibt es
Die zweite Neuheit ist der Robotex Plus Ausmelkauto-
auch konventionelle Systeme. Neu ist hier ein Innen-
mat. Er erlaubt nach eigenen Angaben ein federleich-
melker für das Melkkarussell.
tes Ansetzen, optimale Positionierung durch einen
Mit Happel „Mobile Management“ wurde ein neuer
Parallelogramm-Führungsarm und automatisches Aus-
Trend für das optimale Management per Handy
®
melken. Der Ausmelkautomat zählt jetzt schon
realisiert. Mit dem neuen, inno-
als große Neuerung beim konventio-
vativen Happel-Nedap-Tierpositions-
nellen Melken. Mit der Happel-
Erkennungssystem lassen sich die
Nedap-TIER-IDENIFIZIERUNG
Milchkühe
ist jetzt auch das Steh- und
finden. Während der Messe wird
Liegeverhalten
dies demonstriert. Als Weltneuheit
von
Kühen
integriert. Eine neue Dimen-
wird
sion
einfach
Melken
vorgestellt:
Tiergerechtes
Melken
wachung beim automatischen
AktivPuls
mit
Melken bietet laut Unternehmen
Silicon-PRO, Smart-AIR und Control-
die
Herdenüber-
das Happel SATURNUS – ein vollständig
integriertes Herden-Management-System, exklusiv
für
Happel
neue
und
Happel
für
das
schnell
SSC-Technologie-
VAC für die optische Überwachung des
H 27, B 28
Kopfvakuums.
AktivPuls-Melk-Roboter,
mit einem übersichtlichen Dashboard, das ganze
Milchviehbetriebe mit allen in- und extern zur Ver-
Neue Dimension im
Herdenmanagement
Die neue Melkroboter-Generation von System Happel:
der AktivPuls® Robot 20.20 Pro.14. Foto: Werkfoto
sicherer erkannt, optimale Besamungszeitpunkte erreicht sowie Stillbrunsten, Zyklusverschiebungen oder
Zystenkühe sicher entdeckt.
Neu ist auch ein Postpartum Krankheits-Monitoring.
Als Neuheit auf der EuroTier stellt Lemmer-Full-
Damit werden metabolische Erkrankungen aufgrund
wood die neueste Generation des Herdenmanage-
der durchschnittlichen, täglichen Ruhezeit von frisch-
ment Systems FULLEXPERT vor, die sich durch zahl-
laktierenden Kühen besser als bisher erkannt.
reiche Weiterentwicklungen auszeichnet.
Das neue Feed Monitoring bei FULLEXPERT erlaubt eine
So unterscheidet die neue Generation der FULLEX-
Rationskontrolle. So ist es mit dem Fullwood Feed Mo-
PERT Präzisionspedometer (DPP) jetzt zwischen Vi-
nitoring zum Beispiel möglich, das Raufutter- und
talität und Ruheverhalten der einzelnen Kühe und
Mischfutterverhältnis zu beurteilen, die Futtereffizienz
erweitert die Informationsgrundlage für das tägli-
zu bestimmen und das Risiko von Stoffwechselstörun-
che Fruchtbarkeits- und Gesundheitsmanagement.
gen als Alarm auszugeben.
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Die Vitalitätsprofile jeder Kuh ergeben in Korrelation mit der stündlichen Milchproduktion und dem
Leitwert beispielsweise Aufschluss über das Wohlbefinden der Tiere. Damit können jetzt Abkalbevoraussagen für die nächsten 24 Stunden getroffen
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