close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

KONZEPTION „Leben wie zu Hause“ e.V

EinbettenHerunterladen
KONZEPTION
„Leben wie zu Hause“ e.V
Kindergarten, Schulkinderhaus
und Familienzentrum
Inhalt der Konzeption
Seite 3
Grundlage unserer Arbeit
Seite 4
Grundsätze für unser Personal
Seite 5
Familienzentrum
Seite 6-7
Unsere Teams
Seite 8—9
Unsere Häuser
Seite 10 –11
Entwicklung und Förderung
Seite 12 –15
Kinder „unter 3 Jahren“
Seite 16
Seite 17
Bedeutung von Raum, Natur und Bewegung
Bewegung und Ernährung
Seite 18
Inklusion
Seite 19
Elternarbeit in unserem Haus
Seite 20
Wünsche an die Eltern
Seite 21
Órientierung und Haltung
Seite 22 u 23
Elternbeiträge
Impressum
2
Grundlage unserer Arbeit
Ausgerichtet mit dem Blick auf die heutige Zeit, mit der Professionalität als
Pädagogen liegen Grundsätze unserer Arbeit vor, an der sich alle Beteiligten,
Träger, Erzieher/innen und Eltern orientieren können. Diese Grundsätze sind
wichtig, um das Leben in unseren Häusern zum Wohl und der positiven Entwicklung und Förderung unserer Kinder gemeinsam zu gestalten. Die beiden
Einrichtungen für Kinder von 2 bis 10 Jahren haben den Auftrag, die ihr anvertrauten Kinder bestmöglich auf das Leben vorzubereiten. Beteiligung der
Kinder in allen Bereichen ist die Säule unserer Konzeption. Einbeziehung der
Kinder in die Gestaltung des Kindergartenalltags nach dem Leitsatz „Leben
wie Zuhause“, ist Grundlage unseres Tuns. Unsere Schulkinder bekommen die
Unterstützung, ihren Schulalltag und die Freizeit eigenständig und positiv zu
gestalten. Wir leben mit den uns anvertrauten Kindern nach folgendem Leitsatz:
Keiner weiß besser, was ihm gut tut und für ihn notwendig ist, als
der Betroffene selbst.
Wir können einander also nicht beibringen, was für uns gut ist.
Nicht mit noch so ausgeklügelten Techniken. Aber wir können einander dabei unterstützen, es selbst herauszufinden.“
<Carl Rogers>
Kindergarten und
Familienzentrum „Am Römerpark“,
Pützdorfer Str. 50
Tel.: 02464/2059
Mail: kiga@lebenwiezuhause.de
www.lebenwiezuhause.de
Schulkinderhaus „Lapislazuli“.
Kapuzinerstraße 7,
Tel.: 02464/907105
skh@lebenwiezuhause.de
Bilder, gemalt von unseren Kindern
3
Grundsätze für unser Personal
Voraussetzung für die Einstellung des Personals
Die Erzieher/innen und die pädagogisch tätigen Kräfte, die unter dieser Trägerschaft
arbeiten, müssen über ein positives und dem Menschen zugewandtes und offenes
Menschbild verfügen. Es gibt keine schwierigen Kinder, sondern den Anspruch mit
der positiv gestalteten Professionalität alles zu tun, um jedem Kind alles zuteil werden zu lassen, was seine eigene Entwicklung fördern kann.
Die Ansprache und Zugewandtheit Kindern und Eltern gegenüber ist herzlich und geprägt von Menschlichkeit. Regelmäßige Fortbildungen und Evaluation schaffen die
zuverlässigen und stetigen Grundlagen und Standards für unsere Arbeit. Offenheit
Entwicklung gegenüber ist selbstverständlich, wie auch die Auseinandersetzung mit
den Dingen, die in der Welt geschehen. Allgemeinbildung und offene Augen für Kleinigkeiten sind ebenso Fundamente für unsere Arbeit.
Gruppenübergreifendes Arbeiten und teiloffene Arbeit sind selbstverständlich, wie
auch die Übernahme unterschiedlicher Aufgaben, die der Pflege unserer Häuser und
dem Garten dienen. Naturverbundenheit ist eine wichtige Säule unserer Arbeit und
gehört auch mit zur Voraussetzung derer bei uns. Teamfähigkeit mit der Offenheit
zu Reflektieren ist selbstverständlich.
Das Arbeiten in großen und kleinen Projekten, sowie das situationsorientierte Arbeiten
auf Basis der Partizipation sind Bestandteile unserer Konzeption. Hierbei finden alle
Bildungsbereiche Beachtung. Demokratisch, vom Kind ausgehend soll die Beteiligung
gelebt werden.
Ernährung und Bewegung haben Einfluss auf die Wahrnehmung und auf die körperliche
Entwicklung. Die pädagogische Arbeit der Erzieher/innen benötigt dieses Wissen
und dessen Umsetzung als Grundlage.
Das Familienzentrum wird getragen durch alle Mitarbeiter/innen. Die Zuständigkeit eines jeden für bestimmte Bereiche gehört zur partizipativen Ausrichtung. Die Identifikation und Authentizität der Arbeit im Familienzentrum gelingt nur, wenn alle
wissen, worum es geht und dies mit Überzeugung leben.
4
Wir sind ein
Familienzentrum im
Verbund mit dem ev.
Kindergarten „Arche“
M. Stroben(Arche) U. Dech (Römerpark )
Wir sind für Sie da!
Kindergärten in NRW werden zu Familienzentren.
Der Kindergarten „Am Römerpark“ ist, im Verbund mit dem evangelischen Kindergarten
„Arche“, das Familienzentrum in Aldenhoven.
Familienzentren arbeiten nach einem familienorientierten Ansatz.
Der Kindergarten öffnet sich für alle Familien in Aldenhoven.
Angebote vielfältiger Natur werden in Kooperation mit Vereinen und anderen Institutionen für
Familien bereitgehalten.
Halbjährlich erscheint eine Broschüre, die von jung bis alt Kurse und Angebote beinhaltet.
Die Mitarbeiter der Familienzentren können, als so genannter Lotse, den Familien in vielfältigen
Fragen und Problemstellungen den Weg weisen. Verzeichnisse von allen, für Familien interessanten, Institutionen sind vorhanden.
Psychologische und pädagogische Beratungsgespräche finden in beiden Zentren statt. Wir arbeiten gemeinsam im Verbund. Unser Leitsatz ist:
„Es sind die Begegnungen mit
Menschen, die das Leben lebenswert
machen!
Unsere Angebote für die Eltern orientieren sich nach Bedürfnis und Nachfrage.
Schwerpunkt : Gesunde Ernährung
5
Unser Team im „Römerpark“
In unserem Haus leben wir zur Zeit mit 65 Kindern in 3 Gruppen. Ab Sommer 2014 werden
die unter 3jährigen Kinder in einer Gruppe betreut. Die anderen Kinder von 3—6 Jahren
sind in zwei, sogenannten, offenen Gruppen. Alle Kinder können jederzeit die anderen
Gruppen aufsuchen, Hier gilt der Grundsatz „das, was allen gut tut, ist auch in Ordnung“!
Gruppenformen nach dem KIBIZ stehen für 35 und 45 Stunden für Kinder von 2—6 Jahren
bereit. Wir arbeiten integrativ. Je nach Bedürfnis der Eltern steht die Über-Mittag–
Betreuung zur Verfügung.
Leiterin:
Ursula Dech
Pädagogische Fachkräfte:
Rita Packbier (stellvertr. Leiterin)
Anja Barthels
Jenny Müller
Elke Frieß
Gülay Colac
Susanne Buchholz
Vanessa Braun
Ergänzungskräfte
Marion Griguoli
Erzieher(in) im Anerkennungsjahr
Bilden wir alljährlich aus
Küche:
Andrea Babersky
Petra Sommer
Praktikanten—Praktikantinnen
Jedes Jahr sind junge Menschen in unserem Team, die sozialpädagogische Berufe erlernen
möchten. Sie begleiten für eine gewisse Zeit unsere Arbeit und machen erste Erfahrungen
im pädagogischen Bereich.
Betreuung der integrativen Kinder
Eine pädagogische Fachkraft steht nach den erforderlichen Qualitätsstandards für die
Betreuung in der Einzelintegration zur Verfügung
6
Unser Team im Schulkinderhaus
In diesem Haus leben wir mit 25 Kindern. Das Kinderbildungsgesetz sieht 35 Stunden Betreuungszeit vor.
Leitung: Ursula Dech
Pädagogische Fachkraft: Denise Marth
2. Fachkraft: Natalia Köhler
1 Berufspraktikantin:
eine Vorpraktikantin
eine Küchenhilfe
Hilfe und Unterstützung durch Eltern ist obligatorisch
Öffnungszeiten: 9.30 Uhr—17 Uhr
In den Ferien und bei Schulschließzeiten: 8 Uhr—17 Uhr
7
Unser Haus im Römerpark
Unser Haus ist ein Kindergarten, der die Gemütlichkeit eines Zuhauses widerspiegelt. Wir
sind eingerichtet wie ein Einfamilienhaus. Die Kinder fühlen sich gut aufgehoben und ihr
Wohlbefinden wird gestärkt. Hier orientieren wir uns schon immer an der Reformpädagogin
Maria Montessori. Die heutige grundlegende Ausrichtung in der Vergleichbarkeit heißt
„Partizipation“.
Hilf mir, es selbst zu tun
Zeig mir, wie es geht
Tu es nicht für mich
Ich kann und will es alleine tun
Hab Geduld, meine Wege zu begreifen
Vielleicht brauche ich mehr Zeit,
weil ich mehrere Versuche machen will
Mute mir auch Fehler zu,
denn aus ihnen kann ich lernen
Maria Montessori (Kinder lernen schöpferisch)
Die vorbereitete Umgebung soll dem Kind Impulse geben, sich im natürlichen Tun auszuprobieren und zu lernen. Vor dem Eintreffen der Kinder sind die Räume einladend gestaltet.
Verschiedene Lichtquellen schaffen Atmosphäre. Die Spielmaterialien sind begrenzt und
zum größten Teil dem täglichen Leben entnommen. Kreative Ecken ermuntern zum Ausprobieren und Kommunizieren. Die Erzieher/innen sind Begleiter. Die Angebote, die aus dem
Bedürfnis der Kinder heraus entstehen, sind vorbereitet und je nach Thema, was man gemeinsam erschließt, ausgesucht. Eine Bücherei lädt ein zum Schmökern. Die Bücher können
für zu Hause entliehen werden. Der pflegliche Umgang wird gelernt, ebenso wie das Interesse an Bild und Schrift. Die Bücherei wird regelmäßig mit neuen Büchern ergänzt.
Der Frühstückstisch wird liebevoll mit den Kindern gemeinsam eingedeckt und hat einen
hohen Aufforderungscharakter. Je nach Jahreszeit wird er thematisch mit ihnen gestaltet. Die Kinder sind bei allen anderen anfallenden Tätigkeiten beteiligt. Die Stimmigkeit
der eigenen Seele mit der Umgebung spielt eine große Rolle. Das Verhalten der Kinder an
einem schön, warm und einladend gestalteten Ort ist durchweg geprägt von positiver
Ausstrahlung auf das eigene Tun. Auch das übrige Haus ist gemütlich gestaltet. Jeder
Raum hat seine Funktion, die je nach Thema wechseln kann. Die Vorbereitung gibt den Kindern Sicherheit und die Möglichkeit, sehr selbständig zu agieren. Im Flurbereich ist das
Kommunikationszentrum für alle 3 Gruppen. Hier finden häufig Angebote für alle Kinder
statt. Auch der Mehrzweckraum wird wechselnd genutzt für unterschiedliche Themen und
Angebote. Ein Waschraum mit „Waschstraße“ zum Experimentieren, sowie ein Ruheraum stehen zur Verfügung.
8
Das Schulkinderhaus
Mitgestalten—Mitbestimmen—Mitwirken
Das Schulkinderhaus liegt inmitten von Aldenhoven. Ein alter, ehemaliger Bauernhof
mit einem wunderschönen Innenhof bietet Platz für 25 Schulkinder.
Ein gemütliches Wohnzimmer lädt die Kinder ein, ihre Freizeit selbständig zu gestalten. Spielmöglichkeiten sind altersentsprechend vorhanden. Man kann Musik hören, Bücher oder Comics lesen oder auch einfach einen Austausch mit den Freunden
pflegen.
Das Büro ist auch für die Kinder zugänglich zur Verrichtung der Hausaufgaben. Eine
gemütliche Sitzecke bietet diese Möglichkeit. Ein weiterer Hausaugabenraum ist
zur Mittagszeit auch der Speiseraum. Wir nennen ihn unseren „Salon“. Ein Theaterraum steht offen für kreative Spiele und deren Umsetzung. Der Toberaum gibt den
Kindern die Möglichkeit, sich auszupowern oder auch Angebote der ruhigen Art und
Entspannung wahrzunehmen.
Wir möchten mit den Kindern dort leben wie zu Hause. Sie können Freunde einladen,
nach Absprache mit den Eltern Angebote im Ort wahrnehmen, einkaufen gehen und
altersentsprechend selbständig sein. Sie gestalten das Leben im Haus ausnahmslos
mit.
Der Innenhof bietet Raum für Spielmöglichkeiten im Freien.
Die Kinder sind autonom in der Gestaltung und Planung des Tages. Die Erzieher/
innen begleiten, unterstützen und sind Assistenten an der Seite der Kinder. Die Zubereitung des Frühstücks in den Ferien und der Nachmittagssnack sowie der Einkauf werden durch die Kinder alleine organisiert. Alle Bewohner des Hauses haben
eine gemeinsame Verantwortung für die Umgebung und den Tagesablauf.
Ebenso haben sie Verantwortung für die Aufgaben, die sie erfüllen müssen. 2x im
Jahr berichten sie an einem Elternabend über das Leben im Haus. Hier gibt es
Teams, die das vorbereiten. Der Erzieher begleitet die Kinder in der Gestaltung der
Präsentation. In der Kinderkonferenz entscheiden alle mit über die Planung und Gestaltung der Vorhaben.
Die Atmosphäre des ganzen Hauses soll die Kinder spüren lassen, dass sie liebevoll
aufgehoben sind. Der Wohlfühlcharakter wirkt sich auf das Spielverhalten und die
Persönlichkeitsentwicklung aus.
9
Entwicklung und Förderung
im Kindergarten nach den Grundsätzen
der Partizipation
Wir arbeiten nach dem Bildungsplan der Elementarpädagogik, der uns ermöglicht, jeden Bildungsbereich gleichberechtigt zu fördern. Für die Kinder bedeutet das, dass die entsprechenden Themen alles beinhalten, was ihr Interesse weckt und dies in verschiedenen Angeboten
verinnerlicht wird. Ein Thema oder Projekt beinhaltet immer folgende Bereiche:
Bewegung, Sachkunde/Versuche/Naturwissenschaften, Musik, Sprache/Rollenspiel/Theater/
Kreativität und Gestaltung. Im freien Spiel finden die Kinder Möglichkeiten, sich desbezüglich
inspirieren zu lassen.
Grundlegend für erfolgreiche Lernprozesse ist die Entwicklung und Förderung von sozial emotionaler Kompetenz. Beteiligung / Partizipation ist hierfür die Grundlage. Kinder werden an
allem beteiligt, was in unserem Haus passiert, seien es die Themen um unsere Projekte oder
aber Themen, die sich rund um die Selbstverständlichkeit des Umgangs miteinander und das
Leben im Haus drehen—Beteiligung mit altersbezogener Berücksichtigung sind hier wesentlich.
Die ausgewählten Themen und Projekte entstehen durch die Jahreszeiten, durch die Impulse
der Familien und Kinder, durch Feste oder aber aus der Freude heraus, sich einem bestimmten
Thema zu widmen. Unser Leitgedanke:
Mit Kindern kann man über alles sprechen
und mit ihnen kann man vieles neu erleben,wenn man selber Freude daran hat.
Eine Kindertageseinrichtung hat den Bildungsauftrag des Elementarbereichs zu erfüllen.
Schulfähigkeit setzt eine bildungsorientierte Arbeit im Kindergarten voraus. Diese Phase beginnt schon am 1. Kindergartentag. In der Kindergartenzeit vom 1. Tag an, bis zum Eintritt ins
Schulalter, entwickelt das Kind das nötige Profil, um den nächsten Lebensabschnitt mit einem
guten Selbstwertgefühl und der Lust auf Lernen zu bewältigen. Voraussetzung ist bei all dem,
dass wir als Elementarpädagogen durch liebevolle Zuwendung das Vertrauen der Kinder erwerben und sie da abholen, wo sie gerade in ihrer Entwicklung stehen.
Wir begleiten die Kinder auch noch ein Stück auf dem Weg in die Schule. Die Kooperation mit
den Grundschulen ist uns wichtig. Die Bildungsdokumentation am Ende der Kindergartenzeit
zeigt in einem Portfolio die gesamte Entwicklung eines jeden Kindes in allen Bereichen. Mit den
Eltern finden regelmäßige Gespräche über die Entwicklung statt. ( ein längeres Elterngespräch
immer zum Geburtstag des Kindes)
„Betrachte den Menschen als ein Bergwerk, reich an Edelsteinen von
unschätzbarem Wert. Nur die Erziehung kann bewirken, dass es seine
Schätze enthüllt und die Menschheit daraus Nutzen zu ziehen vermag."
10
Entwicklung und Förderung im
Schulkinderhaus nach den Grundsätzen
der Partizipation
Unsere Kinder kommen nach der Schule zu uns. In den Ferien und wenn der Unterricht ausfällt, sind sie schon ab morgens bei uns. Wir gestalten gemeinsam die Umgebung so, dass sich alle wohlfühlen. Sie können erzählen und los werden, was sie
beschäftigt, bedrückt oder erfreut. Die Annahme eines jeden Kindes mit seinen
Fähigkeiten und seiner individuellen Art ist uns ein Anliegen.
Die Hausaufgaben werden an 4 Tagen in der Woche erledigt. Manche Kinder benötigen mehr Hilfe als andere. Die Übernahme von Selbstverantwortung ist das Ziel,
das der Erzieher vor sich hat. Hier gilt der Grundsatz:
„Man kann einen Menschen nichts lehren,
Man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken“
Der Freitag ist der Tag, an dem wir im Schulkinderhaus ohne Hausaufgaben unterwegs sind. Diese werden dann am Wochenende zu Hause erledigt.
Die Hausaufgaben bilden nicht den Schwerpunkt der Arbeit. Es soll ein Gleichgewicht zwischen Spiel und den Dingen, die zu erledigen sind, hergestellt werden.
Angebote und Räume stehen zur Verfügung für das freie Gestalten nach eigenen
Ideen, sowie unter Anleitung. Altersgerecht und geschlechterspezifisch möchten
wir als Pädagogen und Menschen die Kinder begleiten. Wir beobachten gut und die
Kinder vermitteln uns, welche Art von Spiel und Angebot sie benötigen. Die Freiheit, das zu tun, was nach der Schule Entspannung bringt, hat Priorität. Grundsätzlich möchten wir erreichen, dass die Kinder genügend Freiraum haben, kreativ zu
sein, experimentieren können, sich entwickeln zu können und gemeinsam die Möglichkeit haben, etwas zu schaffen und daran zu wachsen. Miteinander lernen, Konflikte zu lösen, Freundschaften zu schließen und die Freizeit zu gestalten, sind uns
ein Anliegen. Wir sind eng vernetzt mit Eltern und den Schulen. Das ist wichtig, um
den Kindern gerecht zu werden in der Förderung ihrer Kompetenzen und um zu erkennen, was sie benötigen, um sich zu entwickeln und ihre Leistung zu erbringen.
Hier spielt die psychische Verfassung eine große Rolle. Der Leistungsdruck in der
heutigen Gesellschaft ist hoch, und sowohl Eltern als auch Kinder sehen sich einem
enormen Druck und Anspruch ausgesetzt. Unser gemeinsamer Auftrag ist, die Ausgewogenheit von Pflicht und Gesundheit zu vereinbaren und vor allem die Eigeninitiative der Kinder zu wecken und fördern. (Resilienzfähigkeit)
Zuhören können, Verständnis zeigen und Leistung zu fordern, die erbracht werden
kann, ist der Spagat, unter dem wir mit Freude arbeiten.
Uns ist wichtig zu erleben, dass Auseinandersetzungen jeglicher Art genau so dazu
gehören, wie friedliches Spiel miteinander. Wir lernen in allen Situationen miteinander und finden Wege, die uns für das Leben stark machen und uns lehren, dass es
aus jeder Situation einen Ausweg und eine positive Ausrichtung gibt. Konflikte sehen wir als Chance. Jedes Kind bringt unterschiedliche Erfahrungen, die es geprägt
haben mit.
Demokratie und Partizipation sind selbstverständliche Begleiter in unserem
Alltag.
11
Kinder unter 3 in unserem Haus
Vor Gott muss man sich beugen, weil er
so groß ist, vor dem Kinde, weil es so
klein ist! < Peter Rosegger>
Durch unser Menschbild geprägt, gehören die interkulturelle Arbeit und die Integration, genau
wie die Arbeit mit Kindern jeden Alters, zu den grundlegenden Fundamenten unserer Konzeption. Alle Teammitglieder zeichnen sich nicht nur durch eine gute Ausbildung aus, sondern verfügen über menschliche Qualitäten, die vor allem die Nähe, Offenheit und Toleranz mit und zu
anderen, ausdrücken.
Das „Leben in unserem Haus“ ist immer familien- und lebensorientiert. Der individuelle Umgang
mit Familien und Kindern gehört ständig in die Evaluation des Teams.
Alle Familien, die sich für unseren Kindergarten entschieden haben, haben sich davon
überzeugt, dass sie ihre Kinder vertrauensvoll in unsere Hände geben können. Einen
Morgen, oder auch mehrere, in unserem Haus zu verbringen, ist Voraussetzung für die
spätere Anmeldung. Hier können vor Ort durch Hospitation viele Fragen geklärt werden. Überzeugte Eltern können ihre Kinder gut abgeben und gehen auch mit einem guten Gefühl ihrer Arbeit nach. Hier kommt es nicht darauf an, wie alt ein Kind ist. Die
Erzieher/innen können Impulse und Förderung für alle Altersklassen bereithalten.
Zuwendung, Akzeptanz und Liebe sind altersunabhängig und können auch Erwachsene
überzeugen, Vertrauen zu entwickeln. Das ist übrigens Grundlage für das Gelingen einer guten Kindergartenarbeit in allen Altersbereichen. Der ganzen Familie muss es gut
gehen. Das ist unser Anspruch an uns selbst und unser Berufsbild. Hier spielt die demokratische Ausrichtung der einzelnen Mitarbeiter eine große Rolle. Miteinander zu
gestalten und zu planen ist im Rahmen der Partizipation Grundlage für das
ganze Team.
12
Kinder unter 3
Der Tagesrhythmus eines Kindes unter 3 Jahren wird individuell beobachtet und entsprechend reagieren wir auf unterschiedliche Bedürfnisse. Hier finden sowohl der Bewegungsdrang als auch der Schlafrhythmus Beachtung. Unser Haus ist gemütlich eingerichtet, und Tische und Stühle sind reduziert da vorhanden, wo es sinnvoll ist. Die Fußbodenheizung und viele Teppiche sorgen für ein gutes Bewegungsgefühl beim Krabbeln.
Kissen und Kuschelecken schaffen Raum zum Verweilen. Die familiäre Atmosphäre holt
jedes Kind da ab, wo es steht und die enge Zusammenarbeit mit den Eltern sorgt für
eine abgerundete, harmonische Kindergartenzeit. Wir leben sehr authentisch miteinander und führen regelmäßig Gespräche über die Entwicklung der Kinder. Hier ist auch die
Übergabe durch die Tagesmutter mit den vorherigen Erfahrungen, Bestandteil der Beobachtung und der Bildungsdokumentation.
„ Wenn man weiß, was man tut,
kann man fast alles tun!“
Die Natürlichkeit im Umgang miteinander
lässt uns unbefangen und erwartungsvoll
unsere Wege gehen. Die Altersstrukturen
unserer Kinder können sich immer wieder
verändern. Die Konzeption wird ständig
der Situation entsprechend verändert.
Die Evaluation im Team ist uns wichtig.
Wir haben Freude an der situationsorientierten Arbeit, die in einem Familienzentrum selbstverständlich und am Leben orientiert sein muss.
„Ein Kind kann seinen eigenen Weg
gehen, man muss ihm nur die Möglichkeit dazu geben.“
< Grundsatz unseres Teams>
13
Die Eingewöhnungsphase der
U3 Kinder in unserem Haus
Für alle Familien ist die Eingewöhnungsphase im Kindergarten ein wichtiges Thema. Sensibel und
individuell möchten wir den Übergang in den Kindergarten gestalten. Für die sehr kleinen Kinder
gehört eine besondere Betrachtung der Entwicklung hinzugezogen. Die Offenheit anderen
Menschen gegenüber bedarf des Vertrauens, das entstehen kann, wenn die Eltern gemeinsam
mit der Erzieherin dieses langsam wachsen lassen.
Teilweise orientiert am so genannten „Berliner Modell“ verfahren wir nach einem Stufenplan mit
folgenden Phasen:
Grundphase:
Mutter oder Vater kommen mit dem Kind 3 Tage lang zur gleichen Zeit in den Kindergarten
und lassen es die neue Umgebung erkunden. Sie selber verleihen dem Kind durch ihre Anwesenheit die nötige Sicherheit. Eine Erzieherin nimmt zu Beiden behutsam Kontakt auf.
Trennungsversuch
Am 4. Tag wird ein Trennungsversuch von bis zu einer halben Stunde unternommen, der
abgebrochen wird, wenn das Kind damit sehr überfordert ist. Die Eltern sind im Kindergarten. Gegebenenfalls wird die Grundphase verlängert.
Stabilisierungsphase
In dieser Phase, die eintritt, wenn das Kind sich langsam vertrauensvoll auf die Erzieherin
eingelassen hat, wird das Wickeln im Beisein von Mutter oder Vater vollzogen und auch andere Bedürfnisse werden langsam durch die Erzieherin erfüllt. Ist hier erkennbar, dass das
Kind sich auf die neue Situation eingelassen hat, so kann die nächste Phase beginnen.
Schlussphase
Die Eltern halten sich nicht mehr in der Kita auf, sind aber telefonisch erreichbar.
Diese Phase ist abgeschlossen, wenn das Kind die Erzieherin als sichere Basis akzeptiert
hat.
Wichtig für Sie, für Ihr Kind und für uns:
Bringen Sie das mit, was Ihr Kind benötigt: Windeln, Schnuller, ein lieb gewonnenes SpielZeug. Halt so, wie Ihr Kind es gewohnt ist.
Auch ein kleines Fotoalbum mit Bildern der Familie kann Freude machen und Mamas
Halstuch riecht nach ihr.
Teilen Sie uns mit, was Ihnen wichtig ist und welche Rituale das Kind gewohnt ist.
Behutsam und liebevoll möchten wir ganz langsam das Vertrauen Ihres Kindes gewinnen.
Wir möchten, dass Sie und Ihr Kind sich bei uns sehr wohl fühlen.
14
...und jetzt zu den Fragen rund um
die Bedingungen, die Grundlage sind,
für das Leben mit „unter 3jährigen“
Spiel– und Beschäftigung
Familiäre Strukturen sind wichtig für alle Kinder. In einer Gruppe mit höchstens 15 Kindern haben sie ausreichend Zeit, ihren Bedürfnissen im Spiel nachzukommen. Das freie Spiel bietet
durch entsprechende Materialien und vor allem durch Impulse, vom Kind ausgehend alle Möglichkeiten der Entwicklung. Gegenseitiges Verständnis und entsprechende Rücksicht werden durch
die Begleitung ständig gefördert. Die Kinder bekommen die Möglichkeit, sich Räume und Spielkameraden auch gruppenübergreifend je nach Alter zu suchen.
In kleinen Gruppen wird altersentsprechend und auch übergreifend nach Themenbereichen gearbeitet.
Gerade für unter 3jährige Kinder sind ein fester Tagesablauf mit Ritualen und eine vertrauensvolle Beziehung zu einer Bezugsperson unabdingbar.
Ernährung
Alle Mahlzeiten werden in der Einrichtung angeboten. Frühstück wird von den Kindern selbst
vorbereitet. In jeder Gruppe gibt es einen kleinen Kühlschrank. Die Zwischenmahlzeiten werden
in Form von Obst und Rohkost angeboten und mit den Kindern gestaltet. Eine Köchin sorgt in der
Küche täglich für ausgewogene Ernährung nach der Ernährungspyramide. Der Speiseplan wird
für jeweils 4 Wochen erstellt. Durch die Mitarbeit der Kinder in der Küche und den natürlichen
Kontakt zur Köchin wird die familiäre Atmosphäre gefördert. Die Kinder nehmen das Essen in
ihren Gruppen ein. Rituale, wie Essenssprüche und Beteiligung der Kinder beim Tisch decken und
abdecken schaffen Verantwortung füreinander.
Ruhezeiten
Wir lernen die Kinder kennen und damit auch ihren Schlafrhythmus. Individualität und eigener
Bio—Rhythmus finden Beachtung. Andererseits findet durch Rituale und Struktur eine Anpassung an bestimmte Zeiten statt. Hier ist uns das behutsame und liebevolle Begleiten in den
Schlaf ein Anliegen. Unser Schlafraum liegt ruhig am Sinnesgarten. Seine Gestaltung ist speziell
darauf ausgerichtet. Ruheraum und Sinnesgarten bilden eine Einheit , die die Sinne ansprechen.
Körperpflege
Im Waschraum steht eine Wickelmöglichkeit zur Verfügung. Es gibt ein
persönliches Fach für jedes Kind zur Aufbewahrung der persönlichen
Dinge. Geben Sie ihrem Kind mit, was wichtig für die Pflege ist. Das
Wickeln ist eine ganz sensible Angelegenheit. Das Kind sucht sich selber aus, wer das tun soll.
Die Erzieherin nimmt sich Zeit und baut einen ganz natürlichen Kontakt zum Kind auf.
15
Bedeutung von Raum, Natur
und Bewegung im Kindergarten
Bei der Planung unseres Garten im Jahre 1995 waren einige Dinge uns ganz klar, und
das ist bis zum heutigen Tag so geblieben.






Wir wollten im Park kein „Fremdkörper“ sein
Wir passen uns der schon bestehenden Umgebung an
Nicht Schönheit und Zierde machen den Garten aus
Er soll ein grünes Zimmer für Bewegung werden
Ecken und Nischen zum Verstecken muss er haben
Er wird, wie ein Konzept, stetig wachsen und sich verändern – nach Bedürfnissen von Natur und Mensch, und klar war auch: dies können wir nur mit Hilfe von
Eltern schaffen
Die Lebensräume für unsere Kinder werden immer kleiner. Das Spiel auf der Straße
und draußen wird immer weniger möglich sein. Kinder haben heutzutage immer häufiger Probleme mit der Wahrnehmungsfähigkeit. Der natürliche Bewegungsdrang kann
nicht erfüllt werden. Eine Stunde Sport in der Woche ist schön, aber kein Ausgleich.
Die Bedeutung von Matschen, Krabbeln und Klettern wird unterschätzt. Kinder, die
in der Natur spielen und mit ihr vertraut sind, lernen, sie zu lieben und zu achten. Sie
werden sorgfältig mit ihr umgehen. So ist das, wenn man sich etwas vertraut gemacht hat.
„Unser Volk weiß, dass der Natur eine
wichtige Rolle zukommt, denn die Natur kann ohne den Menschen bestehen, der Mensch aber nicht ohne sie. Hegten die Weißen eine ähnliche Dankbarkeit für die Geschenke der Schöpfung, so wäre die Erde
ein besserer Platz zum Leben, denn
niemand vernichtet, was er verehrt und liebt.“
Ern
Indianer
16
Bewegung und Ernährung in
beiden Häusern
Wir sind ein Bewegungskindergarten, und auch im Schulkinderhaus ist uns wichtig, dass ausreichend Raum zur
Verfügung steht, um sich zu bewegen. Für uns heißt das, dass der natürliche Bewegungsantrieb der Kinder stetig
Bedeutung hat. Unsere Räume sind nicht voll gestellt mit Tischen und Stühlen. Das Spiel findet größtenteils auf
dem Boden statt. Hier kann man gesunde körperliche Positionen einnehmen. Durch das Krabbeln, Robben und
Kriechen wird der gesamte Körper angesprochen. Hier entstehen Faktoren, die für das Lernen wichtig sind.
Unsere Bewegungsräume stehen den Kindern ständig zur Verfügung. Gerade für Jungen ist es wichtig, ihrem
Bewegungsdrang nachzukommen.
Unser Außengelände ist von Beginn der Entstehung an stetig durch Eltern und Mitarbeiter zum Bewegungsgelände ausgebaut worden. Die großzügigen Anlagen bieten alles, was in der Natur zum Toben, Klettern und Ausprobieren möglich ist:
Schaukel, Hängematte und Kletterstange unterstützen den Gleichgewichtssinn. Das Gelände im Kindergarten
bietet Hügel und gerade Landschaft für unterschiedliche Spiele. Im Sommer ist der Hügel unsere Wasserrutsche, die mit Hilfe einer Plane zum Mittelpunkt des Spiels wird. Ecken laden zum Verstecken und Bäume und ein
großzügiges Baumhaus zum Klettern ein. Wenn das Obst und die Beeren reif sind, kann man nach Herzenslust
pflücken und genießen. Ein alter Bauwagen steht für vielfältige Spielmöglichkeiten zur Verfügung und ein Wasserspielplatz ist vorhanden für warme Sommertage.
Wir geben den Kindern stetig die Möglichkeit, ihrem natürlichen Bewegungsdrang nachzukommen. Bewegungsbaustellen werden regelmäßig und immer wieder neu von ihnen geplant und eingerichtet.
Im Schulkinderhaus wird Fußball gespielt, und es werden Materialien ausgesucht, die dem Entdeckertrieb und
der Bewegung entgegen kommen. Auch hier ist ihre eigene Kreativität ausschlaggebend für ihr Tun.
Alle Mahlzeiten nehmen die Kinder in den Häusern ein. Ausgewogen werden Lebensmittel variationsreich angeboten und auch an der Gestaltung der Speisepläne sind sie beteiligt. Der Wechsel zwischen Fisch, Fleisch und vegetarischem Essen bildet hier die Grundlage des Speiseplans. Die Kinder werden in die Vorbereitungen mit einbezogen. Eine Köchin bereitet täglich das Mittagessen frisch zu. Die Kinder lernen hier, dass frische Lebensmittel verwendet werden und dass es eine Vielfalt von Zubereitungsmöglichkeiten diverser Lebensmittel für eine
gesunde Mahlzeit gibt. Mit den Kindern wird über
den Speiseplan und ihre Lieblingsgerichte diskutiert.
Das Familienzentrum bietet Elternabende zum
Thema Bewegung und Ernährung an. Auch Ästhetik in der Darbietung spielt eine Rolle.
17
Inklusion — eine Selbstverständlichkeit
„Nicht das Kind soll sich der Umgebung anpassen,
sondern wir sollten die Umgebung dem Kind anpassen.“
<M. Montessori>
Eine Sozialpädagogin mit Schwerpunkt Sonderpädagogik und mit Berufserfahrung im Umgang
mit behinderten Kindern arbeitet als Gruppenleiterin in unserem Haus. Zusätzlich sind zwei
ausgebildete Erzieherinnen in der Gruppe, in der ein bis zwei Kinder mit Behinderungen in
einer Gruppe von 20 Kindern leben
In guter Nachbarschaft leben wir mit dem HPZ und seinen Bewohnern. 15 behinderte, vorwiegend junge Menschen, leben in eigenen Appartements direkt neben uns.
Unsere Räume sind mit gemütlichen Mobiliar ausgestattet. Teppiche dämmen die Lautstärke.
Eine ruhige, angenehme Atmosphäre sorgt für ein harmonisches Klima.
Unsere Konzeption beinhaltet die „Akzeptanz jeglicher Andersartigkeit“. Nicht nur interkulturell leben wir das mit großer Selbstverständlichkeit gelebt. Jegliche Andersartigkeit, sei
es physisch oder psychisch, weckt den Anspruch an unser philosophisches Bild vom Leben und
von den Menschen. Mit Offenheit und Respekt begegnen wir jedem Einzelnen. Aus einzelnen
Menschen kann nur eine homogene Gruppe werden, wenn die Schwächen und Stärken der einzelnen Menschen akzeptiert und angenommen werden. Dieser Bereich hat ein großes Spektrum und bedarf einer sensiblen Professionalität von Seiten der Erzieherinnen. DAS IST BEI
UNS GEGEBEN! Die Zusammenarbeit mit Ärzten und Therapeuten ist schon immer selbstverständlich. Regelmäßige Teamsupervisionen unterstützen uns, diese Form der Arbeit zu
leisten. Teamsitzungen finden wöchentlich statt. Evaluation und Reflexion gehören zur Arbeit. Dabei geht es immer um den „Fall“, der eine Fragestellung innerhalb unserer Profession
beinhaltet. Die gegenseitige Wertschätzung der Einzelnen im Team ist Voraussetzung für
dieses Arbeiten.
Alle Kinder sind im Wechsel in kleinen Gruppen an Bewegungsspielen beteiligt. Wir haben die
Möglichkeit, Kinder so zu fördern, wie sie es können und benötigen. Jedes Kind hat ein Recht
auf sein eigenes Tempo. Das Kind ist Akteur seiner Entwicklung. Wir achten auf seine sensiblen Phasen, die wir „lesen“ können.
18
Elternarbeit in unseren Häusern
Elternmitarbeit ist uns wichtig und damit eine elementare Grundlage für unser Miteinander. Eine gute
Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Elternhaus ist entscheidend für das Gelingen der Arbeit.
Ein vertrauensvoller Umgang der Erwachsenen gibt dem Kind ein gutes Gefühl und Vertrauen. Eltern
sind die Experten für ihr Kind. Sie bleiben primäre Bezugspersonen und werden in ihrer Verantwortung
unterstützt und begleitet.
In beiden Häusern ist die Mitarbeit von Eltern Grundlage unserer Konzeption. Elternmitarbeit ist in
unterschiedlichen Bereichen möglich . Entweder Sie haben Zeit und arbeiten in einem Gremium mit,
oder Sie haben wenig verfügbare Zeit und sind nur selten einzuplanen. Jeder kann sich so einbringen,
wie er/sie kann. Wichtig ist vor allem die Unterstützung und das Vertrauen in die pädagogische Arbeit.
Nicht nur die direkte und konkrete Mitarbeit im Elternrat ist interessant!
Das ist entstanden und so lernt man sich kennen

Manchmal gibt es zum Frühstück im Kindergarten und zum Snack im Schulkinderhaus eine
Überraschung. Der Safttag wird in der Kita von Eltern durchgeführt. Kinder sind beteiligt.

Eltern unterstützen uns bei Personalknappheit

Wir arbeiten zusammen im Garten

Häufige Gespräche über das Kind und seine Entwicklung (Elternsprechtag und nach Absprache)

Im Schulkinderhaus sind die Kinder beteiligt an Gesprächen mit den Eltern

Hilfe durch Eltern bei handwerklichen Dingen und im Garten.

Der Festausschuss hilft bei Festvorbereitungen

Lesemütter/-väter, -omas und –opas sind gerne gesehen

Der Elternrat ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Eltern und Personal. Wir arbeiten vertrauensvoll zusammen
Unsere Häuser sind ein vertrauter Platz für die ganze Familie. Lassen Sie uns an Ihren Fähigkeiten
teilhaben.
Eltern, wir brauchen Euch!
Wir haben Fähigkeiten, die sich ergänzen,
und trotzdem respektieren wir unsere Grenzen.
19
Wünsche an unsere Eltern
Nicht nur für uns als Personal ist es wichtig, ein positives Menschenbild zu haben und zu leben.
Auch von Ihnen wünschen wir uns Respekt und Akzeptanz uns und unserer Arbeit gegenüber.
Sie haben sich entschieden, Ihre Kinder zu uns zu bringen. Das ist für uns ein großer Vertrauensbeweis, dem wir nachkommen wollen.
Wichtig ist hier auf Folgendes zu achten:
>Elternbriefe kommen per Email.
>Sprechen Sie nicht im Beisein Ihres Kindes über das Kind. Im Schulkinderhaus führen wir Gespräche meistens gemeinsam.
> Achten Sie die Atmosphäre im Gruppenraum. Privatunterhaltungen können dort nicht
stattfinden. Es ist der Raum für die Kinder und ihr Spiel. Unterhaltungen und aufrecht stehende Erwachsene im Raum verbreiten Unruhe. Ein Buch vorzulesen oder andere Dinge mit zu
machen, die das Gruppenleben bereichern, werden gerne gesehen. Die Bring– und
Abholrituale besprechen Sie bitte mit der Erzieherin. Jedes Kind braucht etwas anderes.
Im Schulkinderhaus können sie sich auf andere Art und Weise einbringen.
Unsere Kinder lieben es, wenn sie Zeit im Haus zubringen und sich am Spiel beteiligen .
> Sollten Sie verärgert sein, dann sprechen Sie mit uns!
> Zuverlässige Bring– und Abholzeiten erleichtern die Eingewöhnung und
auch die Zugehörigkeit zur Gruppe für Ihr Kind. Die individuelle
Situation in der Familie hat Vorrang. Schauen Sie, was Ihnen gut tut.
> Ein krankes Kind darf nicht in den Kindergarten kommen, wir unterstützen Sie jedoch nach Möglichkeit, falls Sie ein Problem mit der
Unterbringung haben.
> In Notfällen der Unterbringung aller Art sprechen Sie uns bitte an.
Hier gilt die individuelle Situation.
> Ehemalige Kindergarten– und Schulkinderhauskinder können uns nach Absprache gerne mal
Nachmittag für eine Stunde besuchen.
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen, einen Austausch und haben dann auch Zeit für diesen
schönen Kontakt.
> Im Schulkinderhaus finden Besuche anderer Kinder gerne nach Absprache statt.
> Jedes Jahr ist wichtig für die Entwicklung. Nicht das letzte Jahr in der Kita allein macht ein
Schulkind aus Ihrem Kind und jedes Jahr hat einen anderen Schwerpunkt und unterschiedliche Angebote , je nach Anspruch und Alter. Hierzu findet immer ein Elternabend statt.
20
Orientierung und Haltung
in der Arbeit mit dem Kind
nach den Grundsätzen der
Partizipation.
„Die Kinder in Ruhe lassen, sie nicht
in ihrer Wahl und spontanen Aktivitäten hemmen – das ist alles, was man
verlangt. Gerade an diesem Mangel
an Einfluss der Erwachsenen, den
man für unerlässlich hielt, kommt es
auf dem Gebiet der Kultur zu wirklichen Riesenschritten.“
> Den Plan aus dem Kopf kriegen – ohne planlos zu wer
den.
> Schweigen statt reden.
> Beobachten statt zu agieren.
> Neugierig werden, auf das, was vom Kind ausgeht.
> Nachfragen und ermutigen.
> Anregung schaffen aus dem, was die Beobachtung hergibt.
> Beratung
> Organisation ( Raumkonzept und Verlässlichkeit in der
Umgebung und deren Gestaltung)
21
Kita-Beiträge
Der Elternbeitrag richtet sich nach dem Einkommen und nach Ihren Buchungsstunden und
wird vom Kreisjugendamt berechnet. Sie werden von dort aus aufgefordert, Ihr Einkommen
zu erklären.
Bitte seien Sie selbst daran interessiert, dass Sie von dort einen Bescheid bekommen. Wenn
nach langer Zeit erst auffällt, dass Sie vergessen worden sind, müssen die Beiträge nachgezahlt werden. Falls Sie nach 2 Monate nach Aufnahme noch nichts gehört haben, melden Sie
sich bitte.
Elternbeiträge nach dem neuen Kinderbildungsgesetz (KIBIZ):
Einkommen
Bis 25 Stunden
bis 12.271,00EURO
Bis 35 Stunden
Über 35 Stunden
Geschwister
0 EURO
0 EURO
0 EURO
0 EURO
bi42,00 EURO
26,00 EURO
29,00 EURO
42,00 EURO
0 EURO
bis 36.813,00 EURO
44,00 EURO
49,00 EURO
71,00 EURO
0 EURO
bis 49.084,00 EURO
73,00 EURO
80,00 EURO
115,00 EURO
0 EURO
bis 61.355,00 EURO
115,00 EURO
127,00 EURO
178,00 EURO
0 EURO
über 61.355,00 EURO
151,00 EURO
166,00 EURO
235,00 EURO
0 EURO
Im Moment ist der Kindergartenbeitrag im Kreis Düren für 3
Jahre frei. Da dies keine gesetzliche Regelung ist, kann jederzeit wieder eine andere Regelung erfolgen.
22
Impressum
Konzeption des Kindergartens „Am Römerpark“ und des
Schulkinderhauses „Lapislazuli“
Aldenhoven/Kreis Düren
Die Konzeption entstand aus dem
gelebten Leben der Einrichtungen
Sie wurde im Team bereits zum
13. Mal überarbeitet.
1. Fassung 1998
Letzte aktualisierte Fassung 2014
Druck:
Kindergarten „Am Römerpark“
mit Unterstützung des
Trägervereins „Leben wie zu Hause“
Layout und Gestaltung:
U. Dech
23
Document
Kategorie
Bildung
Seitenansichten
48
Dateigröße
6 009 KB
Tags
1/--Seiten
melden