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Fristenlösung – wie weiter? - VBG

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Bausteine
Z e i t s c h r i f t f ü r E t h i k , K i r c h e u n d G e s e l l s c h a f t 5 /2 0 0 1
Einzelpreis Fr. 6.– ISSN 1420-0031
Fristenlösung –
wie weiter?
Mensch von Beginn an
Fristenlösung – kontradiktorisch
Komplementärmedizin holt auf
EDITORIAL
Fristenlösung – wie weiter?
Es gibt in Politik und Gesellschaft einen semantischen Trick. Man verschleiert unschöne
und unangenehme Vorgänge und unmenschliche Zustände, indem man ihnen einen
schönen Namen gibt.
Wir kennen solche Begriffe aus der aktuellen
Diskussion: Um die Abtreibung zu regulieren, schlägt man
eine „Fristenlösung“ vor. Darin steckt das Wort Lösung, mit
IMPRESSUM
der ein Problem „gelöst“ werden soll, das allen Betroffenen
Herausgeber Vereinigte Bibelgruppen in Schule
Universität Beruf VBG
Homepage: www.bibelgruppen.ch
Redaktion Hanspeter Schmutz, Fritz Imhof, Janine
Schäfer
Layout Sibylle Ammann (Titel), Ruth Imhof-Moser
Litho/Druck/Versand Jakob AG, Grosshöchstetten
Erscheinungsweise 9 x jährlich
Jahresabonnement Fr. 50.– (Nichtverdienende
Fr. 25.–). Benutzen Sie für Abonnementsbestellungen
die Bestellkarte in der Mitte der „Bausteine“.
Für Einzahlungen und Spenden: Vereinigte Bibelgruppen, Hauptkasse, Zürich, PC: 80-41959-5
Adressänderungen VBG-Büro, Vogelsangstr. 18,
Postfach 2169, 8033 Zürich, Tel./Fax 01 362 08 55
e-mail: vbgbuero@bluewin.ch
Redaktionsadressen „Bausteine“, Krankenhausstr. 5,
3672 Oberdiessbach, Tel. 031/772 03 80,
Fax 031 772 03 81, e-mail: hschmutz@access.ch;
Büro Möhlin: Dachsweg 12, 4313 Möhlin, Tel. 061 851
51 96, Fax 061 851 51 97, e-mail: f.imhof@pop.agri.ch
Redaktionsschluss der BST 6/01 für die Rubriken
„Inserate“, „Familiennachrichten“ und „Briefe“:
11.06.01. Übrige Beiträge nur auf Anfrage oder nach
Rücksprache mit der Redaktion.
unangenehm ist. Eigentlich müsste man von einer Lösung
Die VBG wurden 1949 gegründet und sind eine interkonfessionelle Bewegung unter Schülerinnen und
Schülern, Studierenden und Berufstätigen. Ziel der
VBG ist es, in diesen Bereichen integriertes Christsein
zu fördern, so dass Glaube und Wissenschaft, Sonntag und Alltag nicht länger auseinanderklaffen und
das Christsein für andere glaubwürdig wird. Die VBG
unterstützen die Bildung von Bibelgruppen an weiterführenden Schulen (Mittelschulen, Fachhochschulen),
führen Bibelgruppen für Studierende an allen Universitäten und bilden berufsbegleitende Gebets-, Gesprächs- und Projektgruppen. Die Kurs- und Ferienzentren in Moscia/Ascona und Rasa/Centovalli bieten ein
weites Spektrum von Schulungs- und Ferienkursen an.
INSERATE
Anzeigenverwaltung: Ruth Imhof-Moser, Dachsweg
12, 4314 Möhlin, Tel. 061 851 51 81, Fax 061 851 51 97,
e-mail: ruth.imhof@pop.agri.ch
Kleininserate Spende an VBG-Hauptkasse
in freiwilliger Höhe
Standardgrössen
– ganze Seite:
1100.–
– 1/2 Seite:
600.–
– 1/4 Seite:
325.–
– 1/8 Seite:
175.–
– Rückseite (4-farbig): 1800.–
Druckvorlage Film oder fertig gestaltetes Inserat
auf folgenden Datenträgern: EPS, TIFF, QuarkXPress
(bitte nötige Schriften mitliefern)
Zuschläge bei Nachbearbeitung gemäss Mediaunterlage
Beilagen Preis und Anlieferung auf Anfrage
2
sprechen, wenn es gelingt, ein werdendes Kind, das aus Verzweiflung oder Angst abgetrieben werden soll, zu retten und
der Mutter Hoffnung zu geben. Doch die „Lösung“ steht hier
für das Töten von menschlichem Leben.
Das gleiche Phänomen haben wir etwa beim Begriff
„Schwangerschaftsunterbruch“. Als ob es möglich wäre, Leben nur zu unterbrechen – und dann wieder zu erwecken.
Indessen müssen wir uns auch als Christen der Frage stellen,
ob wir ohne ein bisschen Selbstbetrug mit geschönten Begriffen auskommen. Sind zum Beispiel unsere „christlichen
Gemeinden“ immer so christlich? Oder die „grossen Gottesmänner und -frauen“ von menschlichen Schwachheiten gefeit? Brauchen wir selbst Ideale, die den Realitätsbezug
nicht ertragen?
Gibt es nicht auch bei den Befürwortern einer Fristenlösung
diese Spannung zwischen dem Ideal – zum Beispiel der Vorstellung, dass jedes Kind ein Wunschkind sein möge – und
der Realität des Tötens, die man lieber ausblendet? Dasselbe scheint es bei der Euthanasie-Diskussion zu geben. Man
denkt an den „würdigen Tod“ und weniger an die unschönen
Begleiterscheinungen.
Als Christen sind wir überzeugt, dass das menschliche Leben
nicht angetastet werden darf. Wir werden uns bemühen
müssen, auch auf die Stimmen der Gesellschaft zu hören
und überzeugende Antworten und Argumente zu finden.
Fritz Imhof
BAUSTEINE 5/2001
I N H A LT
4
4
5
Trinitarisch glauben und leben
Mensch von Beginn an
Sportdisziplin Glaube
Grundsatz
Interview
Thesen
6
9
12
Die neue Abtreibungs-Regelung
Fristenlösung – pro und contra
Es geht ans Leben
BILDER: FRITZ IMHOF
F O R U M
Briefe
Kommentar
Kolumne
T H E M A
4
B R E N N P U N K T
Medizin
14
Öffnung für die Komplementärmedizin
K O N T R O V E R S
16
„Der Mensch stellt über die
Phasen des Entstehens, Werdens, Wachsens und Entfaltens hinweg eine kontinuierliche – strukturelle und funktionelle – Einheit dar.”
Walter Gut auf Seite 4
Christen und der Zionismus
S C H W E I Z
Psychologie
Gesellschaft
Medien
18
18
18
Die Freude der Ebenbilder Gottes
Freiwillige fördern
Schweizer Christen gemeinsam online
W E LT
Lateinamerika
19
China
19
Katholiken beklagen wachsenden
evangelischen Einfluss
Erik Bürklin ist neuer Präsident bei
„China Partner“
9
„Ich finde, eine Frau muss in
dieser Frage selbst entscheiden können, denn sie muss
diesen Entscheid auch verantworten und damit leben
können.”
R E Z E N S I O N E N
20
20
20
Begabt und beauftragt
„Biecher Egge“
Ein Gott der Rache?
Ursula Angst-Vonwiller auf Seite 9
I N P U T
21
Ihr seid das Salz der Erde!
V B G
22
Das Campo Rasa heizt mit Holz und Sonne
T E R M I N E
23
24
VBG-Ferien / Veranstaltungen
VBG-Tagungen
9
„Die Fristenlösung bedeutet,
dass die Tötung des menschlichen Lebens in den ersten 12
Wochen als legal erklärt wird
und damit auch als legitim
gilt.”
Nicole Stern-Vogt auf Seite 9
V O R S C H A U
Bausteine 6/01
Esoterik in der Schule
BAUSTEINE 5/2001
3
BRIEFE
„Trinitarisch glauben und leben“
Trinitarisch glauben und leben ( „Bausteine“ 2/01)
Ich finde es ausgesprochen gut und begrüssenswert,
dass die Bausteine solche Themen angehen. Überhaupt
muss ich ein grosses Lob aussprechen: Die Neugestaltung gefällt mir sehr gut. Die nächste Ausgabe erwarte
ich stets voller Spannung und die Artikel lese ich mit grosser Aufmerksamkeit und Interesse. Darum einige Anmerkungen zu Walter Gassers Artikel „Trinitarisch glauben,
beten, denken“: Gasser beginnt seinen Artikel mit dem
Missionsbefehl nach Mt 28. Dieser Einstieg ins Thema ist
nicht ganz glücklich, da der Missionsbefehl trotz trinitarischer Formel christologisch ausgerichtet ist: Der auferstandene Jesus erlässt den „Befehl“; ihm ist alle Macht
gegeben; seine Worte sind Inhalt der Lehre; er ist der
Gegenwärtige bis an der Welt Ende. Als Ausgangspunkt
hätten sich 2. Kor 13,13 oder Eph 4,3-6 besser geeignet,
da hier die Personen der Trinität eigenständig akzentuiert werden und im Zusammenhang mit der „christlichen“
Lebensführung stehen.
Die korrekte Übersetzung für eis to onoma lautet nicht
„in dem einen Namen ...“, sondern „auf den Namen ...“
(Vgl. H. Bietenhard, Artikel ‚onoma’ in: ThWNT, Bd.
V,274f.), denn „kraft der Taufe wurden die Täuflinge dem
Kyrious Iesous Christos zugeeignet, von ihren Sünden gereinigt, mit dem Hl. Geist beschenkt und dem neuen Gottesvolk eingegliedert, ...“ (P. Stuhlmacher, Bibl. Theol.
des NTs, Bd I, Göttingen 1992, 218).
Auf S. 7 nennt Gasser das Apostolikum das „Urbekenntnis der Christenheit“. Wenn man von einem Urbekenntnis sprechen will, dann lautet es jedoch: „Jesus ist
Herr“ (Vgl. H. Steubing [Hg.], Bekenntnisse der Kirche,
Wuppertal 1985, 9). Das Apostolikum in seiner heutigen
Fassung wurde erstmals im 8. Jh von Pirmin von Reichenau
formuliert und geht zurück auf das „Romanum“, auf das
Taufbekenntnis der röm. Gemeinde im 2./3.Jh. Den Ostkirchen ist das Apostolikum unbekannt (Vgl. Steubing, 15-19).
Gegen Ende des Artikels wird Zinzendorf als Vertreter
einer trinitarischen Spiritualität dargestellt. Dies bedarf
einer Ergänzung. Charakteristisch für Zinzendorf ist seine Blut- und Wundenlehre. Der „Heiland“ nimmt in seinem Denken eine zentrale Stellung ein. So schreibt er:
„Darum ist der Heiland nicht nur das Objectum, sondern
das Subjectum der Schrift; er ist das holon (die Hauptsache), ohne ihn gibt es nicht die geringste Harmonie“
(H.-Chr. Hahn [Hg.], Zinzendorf und die Herrnhuter Brüder, Hamburg 1977, 190). Und weiter heisst es: „...; die
ganze Heilige Dreieinigkeit ehren in seiner Person; den
Vater nirgends anders sehen, als an Ihm; den Heiligen
Geist nirgends herholen, als von Ihm; ...“ (Hahn, 193).
CHRISTOPH STEBLER, PFARRER, RAMSEN
4
BAUSTEINE 5/2001
BILD: FRITZ IMHOF
FORUM
KO MM E NTA R
Der grundlegende Sachverhalt:
Mensch von
Beginn an
GESELLSCHAFT/ Deutlich wie kaum ein anderer Jurist sieht
der Luzerner Ex-Regierungsrat Walter Gut die Zusammenhänge zwischen Menschlichkeit, Lebensrecht und Gesellschaft. Im Blick auf die vorgeschlagene Fristenlösung hat er
sich dazu erneut grundsätzlich Gedanken gemacht. Wir bringen hier grundsätzliche Feststellungen und auf den folgenden Seiten die rechtlichen Aspekte dazu.
■ WALTER GUT
Schon seit langem ist naturwissenschaftlich zweifelsfrei erwiesen, dass das menschliche Leben
mit der Befruchtung der Eizelle
(Fertilisation) beginnt, dass dem
ersten Anfang des Menschen
schon alle genetischen Eigenschaften eines menschlichen Individuums eingeschrieben sind,
und dass die Entwicklung nach
diesem genetischen „Programm“
sogleich beginnt und in ununterbrochener Kontinuität über die
Geburt hinaus bis zum erwachsenen Menschen und bis zu seinem
Tode dauert. Der Mensch stellt
über die Phasen des Entstehens,
Werdens, Wachsens und Entfaltens hinweg eine kontinuierliche –
strukturelle und funktionelle –
Einheit dar, deren einzelne Stadien
alle menschengemäss sind. Eine
zeitliche Zäsur gibt es da nicht. Das
sich entwickelnde Wesen ist ein
Mensch; es ist – entwicklungsbiologisch gesprochen – ein dynamisches, sich selbst organisierendes
„Sys-tem“. Die Mutter kann die-
FORUM
novies aBV = Art. 119 neue BV).
Sie schützt insbesondere den
Embryo. Daraus folgerte das
Bundesgericht, als es weitgehende baselstädtische Bestimmungen auf die Verfassungsmässigkeit hin überprüfte, dass „die
Würde der Menschen schon dem
Embryo in vitro zukommt“ (BGE
119 I a Erw. 12 lit. e S. 503). Bemerkenswert ist auch, dass das
Schweizerische Zivilgesetzbuch
schon das werdende Kind im
Mutterleib als rechtsfähig bezeichnet – sofern es lebendig geboren wird – (Art. 31 Abs. 2), es
vom Zeitpunkt der Empfängnis an
als erbfähig erklärt (Art. 544) und
bei Ungewissheit der Erbfolge die
Vormundschaftsbehörde
verpflichtet, für dieses werdende
Kind einen Beistand zu ernennen,
damit die Interessen des Kindes
vor der Geburt gewahrt sind (Art.
393 Ziff. 3).
Es ist daher erstaunlich, dass
einzelne Parlamentarierinnen in ihren Voten diese entwicklungsbiologischen und anthropologischen
Gegebenheiten nicht kannten und
auf einem veralteten Erkenntnisstand zurückgeblieben sind. Aber
diese Ausgangslage zu kennen ist
für eine sachgerechte sozialethische Bewertung der neuen Abtreibungsregelung unerlässlich. Ⅺ
1 Es sei hier verwiesen auf ein interdisziplinäres Forschungsprojekt, welches das Görresinstitut in den Jahren 1993 – 1995 unter Beteiligung von Gynäkologen, Humangenetikern,
Biochemikern, Embryologen, Neurobiologen,
Verhaltensforschern, Philosophen und Moraltheologen durchgeführt hat. Die Ergebnisse
dieses naturwissenschaftlich-philosophischtheologischen Forschungsunternehmens liegen vor im 1997 erschienenen Buch „Beginn,
Personalität und Würde des Menschen“ (Verlag Karl Alber Freiburg/München). Er vermittelt jenen anspruchsvollen Lesern, die
über die massgeblichen Ausgangspunkte der
Debatte über Modalitäten des Schwangerschaftsabbruchs die neuesten Forschungsergebnisse zu kennen wünschen, hilfreiche
Orientierung. 1998 ist die zweite Auflage
dieses bedeutenden Buches erschienen.
KOLUMNE
Sportdisziplin Glaube
B I LD: ZVG.
ses menschliche
Leben, das sich
von ihr unterscheidet, in der
genetischen Entfaltung nicht verändern, sie kann
aber die menschengemässe
Entwicklung
günstig oder ungünstig beeinflussen.1
Das
werdende Kind
im Mutterleib ist
nicht Bestandteil
der „Eingeweide“ der Mutter,
das zu ihrem Leben erforderlich
wäre und über das sie selbst verfügen könnte. Vielmehr existiert in ihr
ein neues menschliches Leben, das
ihr anvertraut ist, das sie mit geeigneten „Umgebungsbedingungen“
zu begleiten, in treuhänderischer
Gesinnung zu „hegen und zu pflegen“, zur Geburt zu bringen und
zum selbstverantwortlichen Kind
und Erwachsenen zu führen berufen ist.
Aus diesen entwicklungsbiologischen und anthropologischen
Gegebenheiten schliessen die
philosophischen Anthropologen,
dass auch dem werdenden, noch
ungeborenen Menschen – im Hinblick auf seine Fähigkeit, alle
Merkmale einer Person zu entwickeln – „Personalität“ zuzusprechen ist. Das hat zur Folge,
dass dem in Entwicklung stehenden, ungeborenen Kind „Würde“
zukommt. Damit steht dem neuen, im Mutterleib geschützten
werdenden Menschen das Recht
auf Schutz seiner Existenz und
seiner Lebens- und Entwicklungs-Chance zu.2
1992 hat das Schweizer Volk eine Verfassungsbestimmung zum
Schutze des Menschen und seiner Umwelt gegen Missbräuche
der Fortpflanzungs- und Gentechnologie beschlossen (Art. 24
Ich hasse Eishockey. Eine handvoll
Männer spielen 30 Sekunden,
schlagen sich anschliessend die
Fäuste um den Kopf, dann diskutieren
sie zwei Minuten, und irgendwann
pfeift der Schiedsrichter zum
Weiterspielen. In dieser Welt aber gab es einen, der
mich immer faszinierte: Renato Tosio. Vor ungefähr
einem Monat wurde Tosio, der Torhüter des SCB, in der
sonntäglichen Sportschau verabschiedet. Er spielte
immer engagiert, stand stets klar zu seiner Meinung.
Zum Abschluss seiner Karriere war Tosio für ein
Gespräch im Sportstudio.
Es war eines jener typischen Rückblickinterviews. Bis
auf die letzte Frage. Der Moderator, Stefan Wagner,
fragte Tosio nach seinen christlichen Wurzeln. Er
erzählte, das er sich nie allein auf dem Eis gefühlt
hätte. Dass er während den heissesten Matches im
Dauerdialog mit Gott stand. Tosio musste auch auf die
Sportredaktion von SF1 glaubwürdig gewirkt haben.
Zum Abschied schenkten sie ihm ein Bild. Tosio beim
Beten. Ein ungewöhnliches Geschenk, dass hier
offiziell überreicht wurde. Ungeniert und ohne
Peinlichkeiten wurde über Glauben und Kraft Tanken
bei Gott gesprochen.
In Sportsendungen werden diese Überzeugungen auch
ohne zynische Nebenbemerkungen aufgenommen. Mir
bleibt dann jeweils nur die Frage: Weshalb ist das nur
beim Sport so? Kann es sein, dass in den
Sportredaktionen die Verknüpfung von Sport, Körper,
Geist – von der Ganzheitlichkeit des Menschen – klarer
ist als in der Kultur, in der Unterhaltung oder sonst wo?
Es lebe der Sport.
Verena Birchler ist Moderatorin und Öffentlichkeitsbeauftragte beim ERFSchweiz und lebt in Pfäffikon ZH.
2
Es ist bemerkenswert, dass der deutsche
Verfassungsrechtler Christian Starck die hier
dargelegte Erkenntnis über die Rechtsgarantie der Würde der Embryos aus der Sicht der
deutschen Rechtsordnung in seinem soeben
erschienenen Beitrag „Der moralische Status
des Embryos“ bestätigt (Neue Zürcher Zeitung Nr. 87 vom 14./15. April 2001, Seite 89).
BAUSTEINE 5/2001
5
B I L D E R : P H OTO D I S C
THEMA
Embryos im Alter von 4 Wochen und von 8 Wochen
Die neue
Abtreibungs-Regelung
■ WALTER GUT
LINKS
Schwanger – ratlos?
– Wir helfen
(FIm) Die folgenden Informationsund Beratungsstellen helfen bei Notlagen durch eine Schwangerschaft:
Regionalstellen „Ja zum Leben“
Aargau
056 221 55 57
Basel
061 703 03 07
Bern
031 961 27 27
Freiburg
026 322 03 30
Genf
022 792 00 92
Jura
032 422 26 26
Neuenburg
032 842 62 52
Ostschweiz
071 352 27 27
Solothurn
032 622 50 92
Tessin
091 966 44 10
Waadt
021 617 21 00
Wallis
024 485 30 30
027 322 12 02
Zentralschweiz
041 755 28 28
Zürich
01 342 02 28
„Schwanger – ratlos – wir helfen“
Ein Zweig von Ja zum Leben Bern.
Homepage:
www.schwanger-wir-helfen.ch
e-mail:
hilfe@schwanger-wir-helfen.ch
Helfen statt töten
062 767 60 02 Jugend und Familie
055 412 85 62 Für Familien in Not
e-mail: info@lea-schweiz.ch
www.lea-schweiz.ch
6
BAUSTEINE 5/2001
Wie sieht die vom Parlament vorgesehene neue Abtreibungsregelung aus rechtlicher Sicht
aus? Wir haben einen prominenten Staatsrechtler um eine Beurteilung gebeten. Dr. Walter Gut,
ehemaliger Regierungsrat des Kantons Luzern, hat sich eingehend mit der Materie befasst.
Am 23. März 2001 hat die Mehrheit der Bundesversammlung eine bedeutende Änderung der Art.
118 – 120 des Strafgesetzbuches
(Abtreibung) beschlossen. Kurz
zusammengefasst: Der Gesetzgeber will mit dem neuen Art. 119
StGB erreichen, dass der Staat
vom Schutz des Lebens des ungeborenen Kindes für eine gewisse Zeit entbunden wird und eine
Frau generell nicht bestraft, die in
den ersten zwölf Wochen (nach
der letzten Periode) einer
Schwangerschaft die Leibesfrucht abtreibt – sei es den Embryo, sei es den Fötus. Darin besteht im Kern die „Fristenlösung“. In dieser „Schonzeit“ fällt
auch die Pflicht des Staates dahin, allfällige Mittäter, Anstifter
oder Gehilfen zu bestrafen, die
bei einer – an sich strafbaren –
Abtreibung mitgewirkt haben.
Gegen diese Abänderung der
Strafrechtsbestimmungen richtet
sich jetzt das Referendum, das sicher stellen will, dass das Volk
über diese Änderung abstimmen
kann. Die Frist zur Einreichung
des Referendums läuft am 12. Juli 2001 ab.
Im Zusammenhang mit dieser
Strafrechtsänderung schlägt die
Bundesversammlung ausserdem
eine Änderung des Art. 30 des
Bundesgesetzes über die Krankenversicherung vor. Sie schreibt
vor, dass die obligatorische Krankenpflegeversicherung die Kosten eines straflosen Schwangerschaftsabbruchs – wie für eine
Krankheit – zu übernehmen hat
(vgl. Kasten).
Die rechtliche Analyse
Analysiert man die neue Abtreibungsregelung, so ergeben sich
vorab drei Haupterkenntnisse,
die rechtsethisch von Bedeutung
sind:
1. Während der ersten zwölf
Wochen des Lebens des ungeborenen Kindes verzichtet der Staat
auf den strafrechtlich bedeutsamen Schutz des ungeborenen
Kindes. Obschon er in zahlreichen Bestimmungen des Strafgesetzes und mit vielen anderen
Gesetzen Leib und Leben des
Menschen durch Strafnormen
(vgl. Art. 111 – 136 StGB) schützt,
bleibt das wehrlose ungeborene
Kind während dieser drei Monate
ohne Schutz. Dies ist die logische
Folge der sogenannten „Entkriminalisierung“ der Frau und allfälliger mitwirkender Drittpersonen.
Im Mittelpunkt der Bemühungen des Parlamentes steht die
Entlastung der abtreibenden
THEMA
schwangeren Frau. Diese Entlastung wird mit der Forderung nach
Selbstbestimmung und dem
freien Verfügungsrecht der Frau
begründet. Bei solcher gesetzlicher Schutzlosigkeit des Kindes
ist die Frau jedoch, wie die Erfahrung vieler Beratungsstellen
zeigt, in vielen Fällen dem Druck
des sozialen Umfeldes (Gatte,
Freund, Eltern, Verwandte usw.)
ausgesetzt.
2. Überblickt man die lange
Dauer der Beratung (seit 1995!)
der neuen, durch die parlamentarische Initiative von Nationalrätin
Barbara Häring 1993 ausgelösten
Abtreibungsregelung und die
zahlreichen einzelnen Voten der
Parlamentarierinnen und Parlamentarier, so darf man dem Parlament zugestehen, dass wohl
die Mehrzahl der Mitglieder von
National- und Ständerat das Dilemma zwischen dem Lebensrecht des ungeborenen Kindes
und dem Recht zur freien Verfügung und zur freien Entfaltung
der schwangeren Frau erkannte
und um eine gerechte Gewichtung der beiden Rechtsgüter
rang. Sichtbare Spuren dieses
Ringens um den Schutz des ungeborenen Kindes im Rahmen
der Fristenlösung sind:
– Die abtreibungswillige Frau
hat der Ärztin oder dem Arzt ein
schriftliches Gesuch um Vornahme der Abtreibung einzureichen.
– Sie muss in diesem schriftlichen Gesuch geltend machen,
sie befinde sich in einer „Notlage
– état de détresse“. Diese recht
vage Erklärung unterliegt allerdings keiner Nachweispflicht,
und dem Arzt obliegt keine rechtliche Überprüfungspflicht. Sie
löst keine Abwägung der Rechtsgüter zwischen Frau und ungeborenem Kind aus. Sie ist rechtsunwirksam. Doch mag sie die abtreibungswillige Frau auf den
ethischen Aspekt ihrer Entscheidung aufmerksam machen.
– Arzt oder Ärztin sind unter
Strafandrohung verpflichtet, ein
schriftliches Gesuch zu verlangen, mit der Frau persönlich ein
eingehendes Gespräch zu führen
und sie zugleich zu beraten, sie
über die Risiken des Eingriffs zu
informieren, ihr über Beratungsund Hilfsstellen einen Leitfaden
auszuhändigen und über die
Möglichkeit Auskunft zu geben,
das geborene Kind zur Adoption
freizugeben.
– Arzt oder Ärztin sind unter
Strafandrohung gehalten, die
vorgenommene Abtreibung unter
Wahrung des Arztgeheimnisses
der zuständigen Gesundheitsbehörde zu melden. Damit erhält
der Staat Einblick in die Entwicklung der Zahl der Abtreibungen
und kann so die Tauglichkeit der
neuen Regelung überprüfen.
– In Art. 118 StGB hält der Gesetzgeber an der prinzipiellen
Strafbarkeit der Abtreibung fest,
sobald die ersten zwölf Wochen
einer Schwangerschaft verflossen sind.
Trotz dieser Spuren bleibt das
Faktum bestehen, dass der Gesetzgeber das Lebensrecht des
ungeborenen Kindes nicht beachtet, dagegen (während drei
Monaten) die alleinige Entscheidungsmacht der abtreibungswilligen Frau in vollem Ausmass respektiert hat.
Diese „Fristenlösung“ erscheint unter dem sozialethischen Aspekt deshalb so schwerwiegend, weil sie generell jede
abtreibende Frau von einer Strafe
ausnimmt. Sie schliesst von vornherein jede Rechtsgüterabwägung aus. Sie gibt den Schutz des
Rechtes auf Leben und Existenz
des ungeborenen Kindes preis.
Das der Abtreibung vorgeschaltete Beratungsobligatorium, das
die CVP vorschlug, stellt ebenso
eine „Fristenlösung“ dar, der
man die gleichen sozialethischen
Einwände entgegenhalten muss
DOKU
Die neuen Bestimmungen im Wortlaut
Art. 119
1 Der Abbruch einer Schwangerschaft ist straflos, wenn er nach
ärztlichem Urteil notwendig ist, damit von der schwangeren
Frau die Gefahr einer schwerwiegenden körperlichen Schädigung oder einer schweren seelischen Notlage abgewendet
werden kann. Die Gefahr muss umso grösser sein, je fortgeschrittener die Schwangerschaft ist.
2 Der Abbruch einer Schwangerschaft ist ebenfalls straflos,
wenn er innerhalb von zwölf Wochen seit Beginn der letzten Periode auf schriftliches Verlangen der schwangeren Frau, die
geltend macht, sie befinde sich in einer Notlage, durch eine zur
Berufsausübung zugelassene Ärztin oder einen zur Berufsausübung zugelassenen Arzt vorgenommen wird. Die Ärztin oder
der Arzt hat persönlich mit der Frau vorher ein eingehendes Gespräch zu führen und sie zu beraten.
3 Ist die Frau nicht urteilsfähig, so ist die Zustimmung ihrer
gesetzlichen Vertreterin oder ihres gesetzlichen Vertreters erforderlich.
4 Die Kantone bezeichnen die Praxen und Spitäler, welche die
Voraussetzungen für eine fachgerechte Durchführung von
Schwangerschaftsabbrüchen und für eine eingehende Beratung erfüllen.
5 Ein Schwangerschaftsabbruch wird zu statistischen Zwecken der zuständigen Gesundheitsbehörde gemeldet, wobei
die Anonymität der betroffenen Frau gewährleistet wird und
das Arztgeheimnis zu wahren ist.
Art. 120
1 Mit Haft oder mit Busse wird die Ärztin oder der Arzt bestraft1,
die oder der eine Schwangerschaft in Anwendung von Artikel
119 Absatz 2 abbricht und es unterlässt, vor dem Eingriff:
a) von der schwangeren Frau ein schriftliches Gesuch zu verlangen;
b) persönlich mit der schwangeren Frau ein eingehendes Gespräch zu führen und sie zu beraten, sie über die gesundheitlichen Risiken des Eingriffs zu informieren und ihr gegen Unterschrift einen Leitfaden auszuhändigen, welcher enthält:
1. ein Verzeichnis der kostenlos zur Verfügung stehenden Beratungsstellen,
2. ein Verzeichnis von Vereinen und Stellen, welche moralische und materielle Hilfe anbieten, und
3. Auskunft über die Möglichkeit, das geborene Kind zur
Adoption freizugeben.
c) sich persönlich zu vergewissern, dass eine schwangere Frau
unter 16 Jahren sich an eine für Jugendliche spezialisierte Beratungsstelle gewandt hat.
1 Ebenso wird die Ärztin oder der Arzt bestraft, die oder der es unterlässt, gemäss Artikel 119 Absatz 5 einen Schwangerschaftsabbruch der zuständigen Gesundheitsbehörde
zu melden.
BAUSTEINE 5/2001
7
THEMA
Eine
solidarische
Gesellschaft
muss
anerkennen,
dass das
ungeborene,
aber lebende
Kind schon zur
menschlichen
Gesellschaft
gehört.
8
BAUSTEINE 5/2001
wie der im Gesetzesentwurf enthaltenen „Lösung“. Sie bringt
zwar eine gewisse Verbesserung
des Kindes-Schutzes und bedeutet insofern ein „geringeres
Übel“ im Vergleich zur offiziellen
Regelung. Aber im Kern hält sie
sich an das „Modell“ einer Fristenlösung.
In Art. 119 Abs. 1 StGB findet
sich sodann das „Einfalltor“ zur
straflosen Abtreibung während
der ganzen Dauer der Schwangerschaft: Bei „Gefahr einer
schwerwiegenden körperlichen
Schädigung oder einer schweren
seelischen Notlage“, die nach
ärztlichem Urteil nur durch eine
Abtreibung abgewendet werden
kann. Darin läge, wie die willkürliche Auslegung der heute noch
geltenden Abtreibungsregelung
drastisch zeigt, die Möglichkeit
einer willkürlichen Interpretation
vor allem des Begriffes einer
„schweren seelischen Notlage“.
Diese Gefahr einer gesetzeswidrigen Auslegung liegt so nahe,
dass der Straflosigkeit faktisch
keine Grenze gesetzt ist und das
ungeborene Kind bis kurz vor der
Geburt straflos abgetrieben werden kann. Nur der für die Abtreibung vorgesehene Arzt, und
keine aussenstehende neutrale
Person, wäre für diese Rechtsentscheidung zuständig – und
damit für den Entscheid über Leben oder Tod des Kindes.
3. Eine Indikationenlösung,
die darin bestünde, jede Abtreibung grundsätzlich zu bestrafen
und Ausnahmen von der Bestrafung nur in ganz bestimmten Fällen (zum Beispiel Zeugung eines
Kindes durch eine strafbare
Handlung wie Vergewaltigung,
Inzest usw.) zuzulassen, fasste
das Parlament nicht ins Auge.
Mit dieser Indikationenlösung
hätte der Staat jedoch einen
weitgehenden,
unbefristeten
Schutz des ungeborenen Kindes
sicherstellen können. Dem
Rechtsgut der Selbstbestim-
mung der Frau hätte er – in Abwägung des Rechtes auf Leben
des ungeborenen Kindes einerseits und des Respekts vor der
Selbstbestimmung der Frau anderseits – in genau bestimmten
Fällen Rechnung tragen können.
Tötungsverbot schliesst
jede Fristenlösung aus
Wenn das werdende Kind im
Mutterleib ein menschliches Individuum ist, dem Personalität
und Würde zukommt (vgl. die
Ausführungen S. 4 – 5), so ist die
Abtreibung vorsätzliche Tötung
eines Menschen. Unter dem
Aspekt des Unrechtsgehaltes
und der Sozialschädlichkeit betrachtet, ist diese Tat durchaus
dem Vorgang vergleichbar, der
sich bei der aktiven Sterbehilfe
zum Nachteil des leidenden,
hochgebrechlichen und hochbetagten Menschen ereignet, der
nicht mehr im Besitz aller – durch
sein Leben hindurch entwickelten – physiologischen, seelischen und geistigen Fähigkeiten
ist. Der Ausdruck „Schwangerschaftsabbruch“, und noch mehr
die Bezeichnung „Schwangerschaftsunterbrechung“,
verdeckt diesen Sachverhalt. Er verschweigt, dass mit dem „Abbruch“ oder der „Unterbrechung“ die Tötung eines
menschlichen Individuums verbunden ist.
In ähnlicher Weise verdeckt
der Ruf nach „Liberalisierung“
der Abtreibungsregelung die Tatsache, dass Straflosigkeit, wenn
sie auch „nur“ während drei Monaten gilt, den Rechtsschutz für
den werdenden Menschen vorübergehend ganz aufhebt, und
dass sich eine solche gesetzliche
Lösung nicht als „liberal“, sondern unter dem Aspekt des Existenzrechts des werdenden
Menschen als repressiv erweist.
Ein vorsätzlicher Tötungsakt
aber fällt – wenn keine reale Notwehrsituation vorliegt – unter
das Tötungsverbot. Das Tötungsverbot aber gehört zu den grossen alten, ethischen und religiösen Traditionen der Menschheit –
über alle Religionsgemeinschaften und über alle Kulturepochen
auf allen Kontinenten hinweg.
Dass es auch zum Kernbestand
der ethischen Pflichten der Christen gleich welcher Konfession gehört, unterliegt keinem Zweifel.
Aber man muss nicht Christ sein,
um diese Zusammenhänge und
die entsprechende ethische Verantwortung zu begreifen. Jeder
„säkulare“ Zeitgenosse kann das
einsehen. Unter den „säkularen“
humanen Gütern ist das Leben, in
welchem Entwicklungsstand immer es sich befinden mag, das
höchste Gut. Eine „uralte“
menschheitsgeschichtlich verifizierbare Weisung besagt denn
auch: „Jeder Mensch hat das
Recht auf Leben, körperliche Unversehrtheit und freie Entfaltung
der Persönlichkeit, soweit er
nicht die Rechte anderer verletzt“
(Küng/Kuschel „Erklärung zum
Weltethos, S. 29 f.).
Die Pflicht zur
„pränatalen Solidarität“
Eine solidarische Gesellschaft
muss anerkennen, dass das ungeborene, aber lebende Kind
schon zur menschlichen Gesellschaft gehört.1 Ihm schuldet die
„Gesellschaft“, d.h. hier der
Staat, das Recht, das „Licht der
Welt“ erblicken und sich gemäss
den allesamt schon vorhandenen
Anlagen entfalten zu dürfen. Der
Staat ist dazu berufen, das Recht
zur Existenz des ungeborenen
Kindes zu sichern – als ultima ratio mit strafrechtlichen Mitteln.
Der Schutz des Lebens gehört zu
den primären Aufgaben des zeitgemässen Rechtsstaates. Ⅺ
1 Vgl. mein Taschenbuch „Der Staat und der
Schutz des ungeborenen Lebens“ – eine politisch-ethische Studie –, Brunner Verlag 1998,
96 Seiten.
BILDER: FRITZ IMHOF
THEMA
Ursula Angst-Vonwiller (links) im Gespräch mit Nicole Stern-Vogt
■ INTERVIEW: FRITZ IMHOF
Der Abstimmungskampf um das vom Parlament verabschiedete Gesetz für den Schwangerschaftsabbruch, die sogenannte Fristenlösung, ist mit dem von mehreren Gruppierungen und Parteien lancierten Referendum schon fast eröffnet.
Christinnen mit verschiedenem Hintergrund nehmen dabei
unterschiedliche Positionen ein. Wir luden eine überzeugte
Gegnerin der Abtreibung und der Fristenlösung sowie eine
Befürworterin des neuen Gesetzes zum Gespräch ein.
Fristenlösung –
pro und contra
BAUSTEINE: Bitte sagen Sie
uns doch zuerst ihre wichtigsten Gründe und Argumente,
die für Ihre Position sprechen.
Frau Angst, Sie befürworten die
Fristenlösung. Weshalb?
Ursula Angst-Vonwiller: Ich finde, eine Frau muss in dieser Frage selbst entscheiden können,
denn sie muss diesen Entscheid
auch verantworten und damit leben können. Es geht nicht an,
dass die Gesellschaft die Frau
nur für die Entstehung, das Aus-
tragen und die Geburt verantwortlich macht. Die Fristenregelung ist diejenige gesetzliche Regelung, die die kleinste Zahl von
Abtreibungen nötig macht; und
damit bedeutet sie den relativ besten Schutz für das Leben.
Wie begründen Sie Ihre Position, Frau Stern?
Nicole Stern-Vogt: Es geht mir
darum, dass auch das Leben eines ungeborenen Kindes, das
sich selbst nicht schützen kann,
geschätzt und geschützt wird.
Mit der Fristenlösung wird ihm in
den ersten Wochen seines Lebens jeder Schutz entzogen, sofern seine Mutter es nicht haben
will. Ein gesetzlicher Schutz für
dieses Leben bildet eine Leitplanke, an der sich die Frauen orientieren können. Die Fristenlösung
bedeutet, dass die Tötung des
menschlichen Lebens in den ersten 12 Wochen als legal erklärt
wird und damit auch als legitim
gilt.
Frau Angst, darf der Staat überhaupt das menschliche Leben in
irgend einer Phase zur Disposition stellen? Löst man damit
nicht einen Dammbruch aus?
Ursula Angst-Vonwiller: Sicher
keinen Dammbruch, denn die Erfahrung in allen Ländern, die die
Fristenregelung eingeführt haben, zeigt, dass die Angst vor der
Strafe für eine Abtreibung diese
nicht verhindert, sondern die
Frauen in die Illegalität abdrängt.
Das Verbot gefährdet damit nicht
nur das Leben der Ungeborenen,
sondern auch der Frau. Wenn sich
eine Frau zur Abtreibung entschlossen hat, wird sie dafür
PERSONEN
Ursula Angst-Vonwiller
(51) ist Präsidentin des
Evangelischen
Frauenbundes, Pfarrfrau, Familienfrau (3 erwachsene
Kinder) und wohnt in
Oberhittnau ZH.
Dr. Nicole Stern-Vogt (36)
ist Co-Präsidentin der
Schweizerischen Hilfe für
Mutter und Kind (SHMK),
Ärztin und Familienfrau (3
Kinder) und wohnt in Biel.
BAUSTEINE 5/2001
9
THEMA
willkürlich? Und wird man nicht
weiterhin nach der 12. Woche
abtreiben?
Ursula Angst-Vonwiller: Sie
macht insofern Sinn, als mehr als
90 % der Abtreibungen in den ersten 10 Wochen geschehen. Die
späteren Abtreibungen erfolgen
meist nach genetischen Tests,
die ein Krankheitsrisiko für das
Kind angezeigt haben. Das ist
aber auch eine ganz andere Problematik, es handelt sich hier
nicht um unerwünschte Kinder.
Bei unerwünschten Kindern gibt
es wenig Spätabbrüche.
Ursula Angst-Vonwiller
auch einen Weg finden. Das Einzige, was wir gegen die Abtreibungen machen können, ist Information, Aufklärung und das
Verhindern einer unerwünschten
Empfängnis.
Nicole Stern-Vogt: Wir beobachten, dass in denjenigen Ländern, die die Fristenlösung eingeführt haben, die Abtreibungszahlen ansteigen, so zum Beispiel in Holland. Ich bin auch für
Aufklärung als Prävention gegen
unerwünschte Schwangerschaften. Zusätzlich aber brauchen wir
Hilfestellungen für Frauen, die
unerwünscht schwanger geworden sind, insbesondere auch Hilfe gegen den Druck von aussen
zur Abtreibung. Eine unerwünscht schwangere Frau sieht
vorerst einmal keinen andern
Ausweg als die Abtreibung. Sie
muss Perspektiven vermittelt bekommen, wie sie in ihrer Situation mit einem Kind leben könnte.
Kann der Staat wirklich ungeborenes Leben, das unerwünscht
ist, schützen?
Nicole Stern-Vogt: Es braucht
dafür sicher mehrere Massnahmen. Nebst guter Aufklärung
auch ein Gesetz, das die nötigen
10
BAUSTEINE 5/2001
Leitplanken schafft. Ich kenne
aus meiner Erfahrung als Ärztin
Frauen, für die es wichtig war, ob
eine Abtreibung legal sei oder
nicht. Dieser Punkt hat ihre Entscheidung beeinflusst. Ausserdem muss man den Betroffenen
konkrete Hilfen anbieten können.
Ursula Angst-Vonwiller: Verbote können das Leben nicht
schützen. Auch wenn die Abtreibung legal ist, würde ich eine
Frau über andere Möglichkeiten
aufklären, wenn ich gefragt würde. Der Staat ist in dieser Frage
nicht mit Verboten gefragt, sondern mit einer Familienpolitik,
die ihren Namen verdient. Ich
verstehe zum Beispiel nicht,
dass es Politiker gibt, die sowohl
gegen die Fristenlösung als auch
gegen die Mutterschaftsversicherung sind, das ist doch ein
Widerspruch. Wer zu jedem Preis
Leben ermöglichen will, muss
dafür sorgen, dass jede Mutter
mit ihrem Kind ein Leben gestalten kann, das auch lebenswürdig
ist. Lebenswertes Leben in unserer Gesellschaft muss mehr sein
als blosse Existenz.
Wieviel Sinn macht eine Frist
von 12 Wochen? Ist sie nicht
Lebenswertes
Leben in unserer
Gesellschaft
muss mehr sein
als blosse
Existenz.
Nicole Stern-Vogt: Für mich ist
die Frist unrational und unlogisch. Von der Entwicklung des
Kindes her ergibt sich keine
Rechtfertigung, dass man es erst
ab 10 oder 12 Wochen schützt.
Sie lässt sich lediglich damit begründen, dass die Abtreibung ab
der 12. Woche technisch anders
vorgenommen wird. Sie ist dann
medizinisch gesehen eine Geburt
und nicht mehr eine Curettage
oder Auskratzung. Die Frist setzt
aber die Frau unter einen Druck.
Man muss auch sehen, dass die
Frau nach der gesetzten Frist
nach wie vor kriminalisiert wird.
Weshalb das nach der 12. Woche
geschieht und vorher nicht, ist für
mich irrational. So gesehen wäre
eigentlich nur die totale Freigabe
der Abtreibung eine konsequente Haltung der Abtreibungsbefürworter.
Ursula Angst-Vonwiller: Von
der Entwicklung her gibt es für
die Frist von 12 Wochen tatsächlich keine Begründung. Aber die
Abtreibung vor dieser Frist ist für
die Frau ungefährlicher und
schonender, wenn man das so
sagen kann.
Frau Stern, Sie plädieren mit der
Initiative für Mutter und Kind
für ein Verbot der Abtreibung
sogar nach Vergewaltigung.
Kann man mit einer solchen Position überhaupt mehrheitsfähig sein?
Nicole Stern-Vogt: Die Initiative
erlaubt eine Abtreibung nur,
wenn das Leben der Mutter wirklich gefährdet ist, wenn also
Leben gegen Leben steht. Mehr
als die Hälfte der Frauen möchten nach einer Vergewaltigung
nicht abtreiben. Nachdem ihnen
Gewalt angetan worden ist,
möchten sie nicht nochmals –
mit einer Abtreibung – Gewalt erleiden. Sie können sich mit dem
Kind solidarisieren, das ebenso
schutzlos ist wie sie es bei der
Vergewaltigung waren. Frauen,
die durch eine Vergewaltigung
traumatisiert sind, ertragen eine
Abtreibung noch schlechter als
viele andere Frauen.
Ursula Angst-Vonwiller: Keine
Frau muss abtreiben, auch nach
einer Vergewaltigung nicht. Sie
braucht jede Art von Hilfe. Wenn
Abtreibung verboten ist, tut ihr
ein Rechtssystem nochmals
Gewalt an. Es geht mir aber darum, gegen ein männlich dominiertes Rechtssystem anzutreten, das von einer Frau fordert,
nach
einer Vergewaltigung
bedingungslos mit einem Kind
klar zukommen. Notabene ohne
ihr eine Mutterschaftsversicherung, Nachbarschaftshilfe, finanzielle Hilfen oder Krippen anzubieten. Wer das Kind trotzdem
behalten will, darf dies selbstverständlich, wer sich aber anders
entscheidet, soll auch nicht
durch ein Verbot gehindert werden.
THEMA
Haben Sie nicht den Eindruck,
dass sich unsere Gesellschaft
mit der Freigabe der Abtreibung
unterschwellig von Kindern
schützen will, die unter ungünstigen Bedingungen zur Welt
kommen und aufwachsen und
eine potentielle Belastung darstellen?
Ursula Angst-Vonwiller: Für
mich gilt das sicher nicht. Es
stimmt erstens nicht, dass Kinder in ungünstigen sozialen Lagen sich unbedingt schlecht entwickeln. Andererseits gibt es Situationen, wo Kinder in Schwierigkeiten kommen, obwohl sie
unter besten Bedingungen aufwuchsen. Auch die Idee, dass
man einen Mozart oder einen Jesus abtreiben könnte, lehne ich
ab. Man könnte ja vielleicht auch
einen Hitler oder einen andern
Verbrecher abtreiben. Man verhindert mit der Abtreibung die
Möglichkeit eines Lebens und
nicht einen konkreten Menschen.
Frau Stern, ist die Gegnerschaft
gegen die Fristenlösung nicht
oft einseitig ideologisch begründet, ohne die Bereitschaft,
die Konsequenzen daraus zu
ziehen?
Nicole Stern-Vogt: Die Gegner
einer Abtreibung, die ich kenne,
sind durch persönliche Erfahrungen geprägt. Es gibt auch nicht
nur christliche Leute, die gegen
die Fristenlösung antreten. Man
kann dem Problem auch nicht allein durch soziale und familienpolitische Massnahmen wie die
Mutterschaftsversicherung begegnen. Es braucht eine gute Beratung und Hilfeleistung, die die
ganze Problematik der Frau
wahrnimmt. Wer einer Frau raten
würde, ein Kind auszutragen, ohne ihr auch die nötige Hilfe anzubieten, würde seine Arbeit
schlecht tun.
Ursula Angst-Vonwiller: Wer
hindert uns daran, weiterhin eine
gute Beratung für Schwangere
anzubieten? Eine gute Beratung
ist aber ergebnisoffen. Sie sucht
mit der Frau diejenige Lösung,
die für sie im jetzigen Moment
richtig ist. Wenn sie das Kind austragen will, soll ihr geholfen werden, wenn sie aber in einer
schwierigen Situation steckt, die
ihr die Erziehung des Kindes zu
schwer macht, soll ihr auch geholfen werden. Viele Frauen finden einfach keinen andern Weg
als den Abbruch. Wenn die Beratung ergebnisneutral ist, gibt es
wenig Frauen, die ihren Entscheid später bereuen.
Nicole Stern-Vogt
Frau Angst, der Evangelische
Frauenbund der Schweiz unterstützt eine Fristenregelung ohne Beratungsobligatorium. Wie
kann man damit sicher stellen,
dass jede Frau eine gute Beratung erhält?
Ursula Angst-Vonwiller: Ich bin
nicht gegen Beratung, wohl aber
gegen eine obligatorische Beratung, denn diese führt dazu, dass
man das Beratungsgespräch einfach hinter sich bringen will, um
zum Beispiel – wie in Deutschland – den Beratungsschein zu
bekommen. Die Beratung hat nur
Sinn, wenn sie freiwillig ist. Wir
brauchen genug ergebnisoffene,
niederschwellige und kostenlose
Beratungsstellen. Eine obligatorische Beratung – zum Beispiel
für die zahlreichen fremdsprachigen Frauen – würde auch hohe
Kosten verursachen.
Frau Stern, was sagen Sie zur
Forderung nach einer ergebnisoffenen Beratung?
Nicole Stern-Vogt: Ich zweifle
wirklich daran, ob es die ganz
neutrale Beratung gibt. Ich kenne
Frauen, die eher eine Umgebung
erfahren haben, der das empfangene Leben ziemlich gleichgültig
war. Ich empfinde es als legitim,
sich grundsätzlich für das Leben
einzusetzen, da es sich um einen
sehr endgültigen Entscheid handelt. Das Kind braucht jemanden, der sich anwaltschaftlich für
sein Leben einsetzt.
Wer einer Frau
raten würde,
ein Kind
auszutragen,
ohne ihr auch
die nötige
materielle Hilfe
anzubieten,
würde seine
Arbeit schlecht
tun.
Welche Botschaft möchten Sie in
der bevorstehenden Diskussion
der Bevölkerung vermitteln?
Ursula Angst-Vonwiller: Für mich
gilt, dass das Kind ein grosses Geschenk und eine grosse Aufgabe
ist. Ich wünsche mir eine menschliche Gesellschaft, in der jedes
Kind – Männern und Frauen – will-
kommen ist, und dass wir eine
offene Rechtsprechung haben,
die mit unserer Realität vereinbar ist. Ich wünsche mir auch eine kinderfreundliche Gesellschaft, in der die Abtreibungen
zurück gehen. Wir müssen
ausserdem weltweit eine Bildungsoffensive für die Frauen
durchführen. Je besser die Frau
gebildet ist, umso mehr kann sie
die Folgen ihres Verhaltens abschätzen. Sie wird auch weniger
bereit sein alles zu tun, was die
männliche Umgebung von ihr haben will.
Nicole Stern-Vogt: Ich möchte
vermitteln, dass jedes menschliche Leben wertvoll ist und Würde
hat. Das gilt sowohl für die Frauen als auch für die Kinder. Ich
wünsche eine Gesellschaft, in
der jeder geschätzt und geliebt
wird. Diesen Zustand können wir
aber nicht herbeischaffen, indem
wir Gewalt an den Schwächsten,
den wehrlosen Ungeborenen
und den schwangeren Frauen,
zulassen. Wir können Respekt,
Liebe und Würde so nicht erzwingen. Ⅺ
BAUSTEINE 5/2001
11
THEMA
„Es geht ans
Leben ...“
■ WOLFGANG BITTNER
Die folgenden Thesen zum ethischen und politischen Gespräch um Abtreibung und Sterbehilfe sind als Anstoss zum
vertieften und ausführlichen Gespräch gedacht. Der Autor
versteht sie als zugespitzte Gedanken, die in Gruppen und
Veranstaltungen weiter gedacht werden müssten.
These 1: Abtreibung und
Sterbehilfe sind zwei
Aspekte einer Frage und
sind darum als Einheit
zu diskutieren.
Auf jeden Fall ist auf den unauflösbaren Zusammenhang, in dem
beide Fragen stehen, zu verweisen.
Bei beiden Fragen geht es um Abbruch, und zwar um Abbruch von
Leben (nicht in beschönigender
Sprache von Schwangerschaft
bzw. Leiden). Entscheidungen,
die in einem der beiden Problemkreise getroffen werden, haben
zwangsläufig Folgen für den anderen Problemkreis. Darum ist
darauf zu dringen, beide Fragen
in einem Paket zu diskutieren.
These 2:
Leben ist unbedingt
zu schützen.
Grundthese:
Über Leben kann nicht verfügt werden.
Bei der Diskussion um Abtreibung und Sterbehilfe gerät leicht
aus dem Blickfeld, dass es zunächst um die Grundsatzfrage
geht: Steht Leben unter bestimmten Voraussetzungen „zur Verfügung“? Kann der Gesetzgeber das wollen? Und wenn er es
will, was tut er damit?
Mit der rechtlichen Regelung von Abtreibung und Sterbehilfe
geschieht etwas grundlegend Neues in unserer Rechtsauffassung: Leben wird dadurch erstmals und unumkehrbar zu einem
für andere „verfügbaren“ Gut erklärt (vgl. These 2).
Erst, wenn Leben „zur Verfügung“ gestellt wird, kann man über
die näheren Umstände diskutieren: wann, unter welchen Umständen, wer, wie ... Es geht dann nur noch um die engere oder
weitere Bestimmung der Grenzen, an denen Leben zur Verfügung steht.
Die Grundsatzfrage ist in ihrer Bedeutung kaum zu überschätzen. Um der Klarheit der Diskussion willen ist sie von den Folgefragen abzugrenzen und deutlich zu unterscheiden.
12
BAUSTEINE 5/2001
Zunächst ist zu überlegen, ob Leben zur Verfügung gestellt werden kann. Sowohl aus christlicher
wie aus abendländisch-humanistischer Sicht ist das nicht möglich. Leben ist unantastbar und
kein Rechtsgut, das gegen andere Güter abgewogen werden
kann (vgl. These 6).
Wer das nicht so sehen kann,
muss anerkennen, dass damit ein
grundsätzlicher Schritt über die
bisher geltende Rechtsauffassung hinaus getan wird. Die
abendländische Rechtsentwicklung geht davon aus, dass es Unverfügbarkeiten (Personenwürde
und daraus Grundrechte) gibt,
aus denen sich das Recht ableitet
und die ihrerseits rechtlich nicht
angetastet werden können.
Wird die Unbedingtheit des
Rechtes auf Leben in Frage gestellt, wird ein grundsätzlicher
Übergang vollzogen: Das dem
Menschen nicht Verfügbare wird
in den Bereich der Verfügung des
Menschen hereingeholt. Damit
wird grundsätzlich bejaht, dass
Menschen über das Leben von
Menschen verfügen können. Es
geht dann nur noch um die Bestimmung der Grenzen, innerhalb derer das geschehen kann
bzw. darf. Aber auch diese Grenzen werden vom Menschen her
bestimmt.
These 3:
Es geht um Grundlagen
der abendländischhumanistischen Tradition.
Gerade gegenüber einer „christlichen“ Partei wird man in der
Diskussion skeptisch sein. Versucht sie, christliche SonderMasstäbe auch an Nichtchristen
anzulegen?
Dem gegenüber ist zu betonen: Die Unverfügbarkeit des Lebens gehört zu jenen Grundlagen, ohne die es keine abendländisch-humanistische (d.h. also
auch: aufklärerisch-liberale) Tradition gibt. Gerade das stand
ja im Zentrum aufklärerischen
Denkens, dass Würde und Lebensrecht des Menschen mit
dem Menschsein selbst gegeben sind, dem Menschen also
nicht durch eine äussere Instanz
erst zugesprochen resp. verweigert werden müssen bzw. können.
Wer (vgl. These 4) versteckt
oder offen andere Instanzen einführt, von deren Urteil das Lebensrecht des Menschen abhängig gemacht wird, der soll zugeben, dass er die entscheidende
Grundlage der abendländischhumanistischen Tradition bewusst aufgibt und hinter sie zurückkehrt.
These 4:
Leben ist „biologisch“
bestimmt.
Zur Grundsatzklärung gehört die
Frage, wodurch menschliches Leben bestimmt wird. Dabei ist,
entgegen allen anderen Versuchen, daran festzuhalten, dass
„Leben“ mit der Befruchtung beginnt.
Alle anderen Versuche, Leben
THEMA
als menschliches Leben zu definieren, setzen Menschen als Urteilsinstanz über das Leben anderer voraus:
● sinnvolles Leben: Wer beurteilt
den Sinn?
● behindertes Leben: Wer beurteilt Sinn bzw. Wert behinderten
Lebens?
● gewünschtes Leben: Kann der
Wunsch der Eltern Mass für Lebensrecht sein?
● sozial anerkanntes Leben:
Können Familie, Gemeinschaft,
Gesellschaft über Leben befinden?
Aus diesem Grund greifen Argumentationen, die auf Sinn,
Wert, Würde bzw. soziale Anerkennung des Lebens verweisen,
immer zu kurz. In der Diskussion
ist auf die Konsequenz hinzuweisen, wenn sich solche Argumentationen rechtsbegründend
durchsetzen. Es wäre nicht einsehbar, warum sie dann nur für
die Abtreibung und nicht genauso für die Sterbehilfe, ja bald einmal auch für die „Sozialverträglichkeit“ ganz anderer Lebensschicksale gelten sollten.
These 5:
Wir sagen ja – und
darum sagen wir Nein.
Das Nein zu Abtreibung und Sterbehilfe ist nicht das erste Wort,
das wir sagen. Es steht nicht für
sich allein da, sondern ist Konsequenz des Ja zum unbedingten
und unantastbaren Recht auf Leben.
Es wird darum hilfreich und notwendig sein, sich nicht als „Gegner“ von Abtreibung und Sterbehilfe zu profilieren, sondern als
„Befürworter“ des unbedingten
Lebensrechtes aufzutreten.
These 6:
Die Frage nach dem Leben
gehört ins Strafrecht.
Darum ist das Argument,
es gehe um eine normale
„Güterabwägung“, unter
strafrechtlichen Gesichtspunkten zu erwägen.
Bei der Diskussion um Abtreibung und Sterbehilfe geht es
durchgehend um das Abwägen
von „Rechtsgütern“: physische,
psychische und soziale Situation
der werdenden Mutter usw. Dadurch verstärkt sich der Eindruck,
Leben selbst sei ebenfalls ein
„Rechtsgut“, das gegen andere
abgewogen werden kann.
Die Abwägung von Rechtsgütern gehört zum juristischen
Alltag. Sie gilt aber nur, wenn
die Güter auf derselben „Ebene“
stehen. Rechtsgüter, die an sich
wichtig sind und zur Entfaltung
von Leben dienen, können nicht
gegen Leben selbst ins Spiel
geführt werden. Darum aber
kann es, wenn über das Leben
eines Menschen – sowohl am
Anfang wie am Ende seines
Lebens – verhandelt wird, auf
keinen Fall gehen. Das widerspricht eindeutig der abendländischen Rechtsauffassung, ja auch
der Rechtspraxis, wie sie in
vielen anderen strafrechtlichen
Entscheiden selbstverständlich
ist.
These 7:
Der Staat baut auf
Solidarität auf
und fördert sie.
Aufgabe des Staates ist es, die
Solidarität zu fördern und zu sichern. Grundlage dafür ist der
Schutz des Schwachen durch
den Starken, des Ohnmächtigen
durch den Mächtigen, des Armen
durch den Reichen. Die Diskussion um Abtreibung und Sterbehilfe ist in diesem Kontext zu sehen.
Wird der Grundsatz der Solidarität angetastet, steht das innere
Gefüge des Staates selbst auf
dem Spiel. Es ist eine Illusion zu
meinen, man könne Solidarität
zwar an einzelnen Punkten aufkünden und dennoch grundlegend weiterhin bewahren.
These 8:
Aus Grenzfällen sind
keine Kriterien für den
Normalfall
abzuleiten.
In den Diskussionen um Abtreibung und Sterbehilfe wird mit
konkreten Szenarien von Notfällen gearbeitet. Das ist einerseits
notwendig und sinnvoll. Andererseits ist darauf zu achten, dass
Notfälle eben Grenzfälle sind.
Es ist ethisch wie juristisch ein
Unding, aus Grenzfällen eine
Rechtspraxis für „Normalfälle“
ableiten zu wollen. Der Gesetzgeber aber hat, auch wenn er Notfälle mit bedenkt, von Normalfällen auszugehen und sie zu regeln. Grenzfälle sind vom „Normalen“ her zu bestimmen und
nicht umgekehrt.
These 9:
Individuelle Notlagen
sind als gesellschaftliche
Probleme zu
begreifen.
Wenn eine junge Frau vor der Alternative steht, ein Kind auszutragen oder ihre Ausbildung zu
beenden, dann geht es dabei um
ein gesellschaftliches, nicht
bloss um ein individuelles Problem. Die Last dieser Frage ist
von der Gesellschaft mitzutragen
(These 7).
Die Diskussion neigt dazu, den
einzelnen Menschen als allein
betroffenen Menschen zu sehen:
die werdende Mutter, der todkranke und leidende Mensch.
Dem gegenüber ist zu betonen,
dass sich aus diesen individuellen Notlagen die Notwendigkeit
für konkretes gesellschaftliches
Handeln ergibt. Der Staat hat
Rahmenbedingungen zu schaffen, durch die die Gesellschaft
den Schwachen trägt und entlastet.
Es kann und darf also nicht darum gehen, die Lasten des Entscheides für das Leben zu individualisieren (auf die werdende
PERSON
Impulsgeber
(FIm) Dr. Wolfgang J. Bittner ist Pfarrer, Publizist
und Studienleiter bei der
„Fritz Blanke Gesellschaft“. Er wohnt in Wangen an der Aare. Bittner
hat die nebenstehenden
Thesen verfasst, um das
Gespräch anzuregen. Er
hat dazu einige weitere
Anstösse verfasst. Diese
sind auf der Homepage
der VBG www.bibelgruppen.ch zusammen mit
den Thesen abrufbar.
Mutter, die Angehörigen usw. abzuwälzen). In der Diskussion ist
es hilfreich, immer wieder darauf
hinzuweisen, dass die anstehenden Fragen ohne die gesellschaftliche Dimension nicht zu
lösen sind.
These 10:
Das unbedingte Ja zum
Leben muss durch
gesellschaftliche
Massnahmen
politischen
Ausdruck finden.
Das Ja zur Unverfügbarkeit des
Lebens fordert von den unmittelbar betroffenen Menschen viel an
Last, Einsatz und Verzicht. Damit
diese Lasten nicht von ihnen allein zu tragen sind, ist das Ja zur
Unverfügbarkeit von Leben politisch durch konkrete Massnahmen zu flankieren, durch die die
entsprechenden Lasten von der
Gesellschaft mitgetragen werden.
Auch hier bewährt es sich,
wenn in der politischen Argumentation das Ja zum Leben durch
das Ja zu konkreten gesellschaftlichen Massnahmen bestätigt
wird. „Weil wir für die Unverfügbarkeit des Lebens sind, sind wir
für ....“ Ⅺ
BAUSTEINE 5/2001
13
BRENNPUNKT
Öffnung für die
Komplementärmedizin
■ FRITZ IMHOF
MEDIZIN/Die Frühjahrstagung der Arbeitsgemeinschaft
Evangelischer Ärztinnen und Ärzte der Schweiz (AGEAS) hat
sich mit den wissenschaftlichen Voraussetzungen und den
Wirkungen der Komplementärmedizin befasst. Vorträge und
Diskussionen fanden in einer sehr offenen Atmosphäre statt.
BILDER: FRITZ IMHOF
Evangelischer Glaube und Schulmedizin schienen lange ein unverbrüchliches Bündnis zu bilden. Alternativ- und Komplementärmedizin wurden – auch bei
evangelischen Ärzten – lange mit
mangelnder Seriosität gleichgesetzt oder mit Okkultismus in Zusammenhang gebracht. Diese
Zeiten scheinen vorbei zu sein.
Der Allgemeinpraktiker und
international tätige Lehrer für
Neuraltherapie Lorenz Fischer
(Ostermundigen) erläuterte dafür die
wissenschaftlichen
Grundlagen. Er hat sich intensiv
mit den Erkenntnissen der neuen
Physik vertraut gemacht. Den
rund 90 Ärztinnen und Ärzten so-
wie Studierenden hielt er an der
Tagung auf dem Hasliberg vor,
die klassische Medizin sei noch
dem Newton‘schen Weltbild
verhaftet. Dieses müsse aber
seit den bahnbrechenden Entdeckungen der Quantenphysik
als unvollständig betrachtet werden. Fischer: „Man verharrt in
der Medizin noch im Determinismus und der linearen Thermodynamik und verweigert sich der
neuen Physik. “Die moderne Physik sei durch eine „nichtlineare
Komplexität“ gekennzeichnet,
sie kenne einmalige Ereignisse,
die nicht zwingend vorherbestimmt seien. Sie rechne mit
nichtmateriellen Energiefeldern
Dr. Lorenz Fischer, Kapazität in Neuraltherapie (oben). Podiumsgespräch mit Dr. Frédéric von Orelli, Dr. Wolfgang Bittner,
Dr. Ruedi Akert und Dr. Jürg Mühlemann (v.l.n.r. – unten).
14
BAUSTEINE 5/2001
und der Wirkung von Information
auf die Materie. Damit aber könnten Methoden der Komplementärmedizin wie etwa die Homöopathie nicht mehr als unwissenschaftlich abgelehnt werden. Es
eröffneten sich vielmehr Erklärungsmöglichkeiten für ihre Wirksamkeit. Über erstaunliche Forschungsergebnisse, die die Wirkung von Information auf Wasserkristalle dokumentieren, berichtete auch Tagungsleiter Frédéric von Orelli.
Neuraltherapie
Ein Beispiel für eine Therapie, die
nach eigener Einschätzung zwischen Schul- und Komplementärmedizin liegt, lieferte Lorenz Fischer mit der von ihm angewandten und gelehrten Neuraltherapie. Diese erweist sich auch in
der Behandlung von Schmerzen
als erfolgreich, bei denen sich
Schulmediziner die Zähne ausbeissen. Die Neuraltherapie beobachtet, dass chronische Reize
wie zum Beispiel Narben Störfelder entwickeln, die für den
Schmerz an einem ganz andern
Körperteil verantwortlich sein
können. Durch die Behandlung
der Körperteils, der das Störfeld
enthält, mit einem lokalen Betäubungsmittel lassen sich lang anhaltende heftige Schmerzen erfolgreich bekämpfen. Durch solche und andere Interventionen
auf das vegetative Nervensystem
und das Grundsystem des Körpers (Körpermatrix zwischen den
Organen) sind erstaunliche Erfolge möglich. Als Beispiele für gute Indikationen der Neuraltherapie nennt Frédéric von Orelli
(Schmerzklinik Basel) Migräne,
BRENNPUNKT
chronische Kopfschmerzen, nicht
erklärbare Rücken- und Beinschmerzen, atypische Gesichtsschmerzen, Zosterneuralgie und
gelegentlich auch Schmerzen
nach Schleudertrauma der Halswirbelsäule.
Erklärungsmodelle
Der Theologe und Publizist Wolfgang Bittner untermauerte die
Sicht von Lorenz Fischer mit
theologischen Aspekten. Lange
habe sich die Schulmedizin und
hätten sich auch viele Christen
mit einem Weltbild begnügt, das
Phänomene und Therapien
ausserhalb der klassischen Medizin in den okkulten Bereich verbannt habe, weil sie nicht ins eigene Erklärungsmuster passten.
Die auf der Physik Newtons basierende Naturwissenschaft –
und Schulmedizin – klammere
Gott aus, gab Bittner zu bedenken. Die neuere Physik jedoch
ermögliche ein offeneres Weltbild, das der Bibel viel besser gerecht werde. Es lasse Raum für
Ereignisse, die nicht mit dem materialistischen Weltbild vereinbar
seien. Zudem betone gerade
auch das Neue Testament, dass
die gesamte Schöpfung von Gott
komme.
Wie lässt sich nun das Problem
der okkulten, dämonischen Welt
und ihrer Machteinflüsse theologisch lösen? Bittner betonte, das
Böse sei wohl vorhanden und
wirksam, aber nicht kreativ. Der
Böse missbrauche und pervertiere die Schöpfung Gottes und versuche, Menschen von sich abhängig zu machen. Christen
seien dagegen in Christus zur
Freiheit gerufen, auch im Blick
auf Therapieformen aus andern
Kulturen.
Religiöser Überbau
Wirksame Therapien sollten daher im Licht der Bibel neu gewürdigt und nicht im voraus als Ergebnis religiöser Mächte abge-
lehnt werden. Oft müssten sie
von ihrem religiösen Überbau gelöst und im Lichte der Schöpfung
Gottes betrachtet werden. Eine
Gefahr könnten sie für Menschen
darstellen, die – analog zu den
Ausführungen von Paulus zum
Götzenopferfleisch – vor ihrer
Entscheidung für Christus von
solchen Therapien beziehungsweise vom religiösen Überbau
abhängig gewesen seien. Das
Neue Testament zeige aber klar,
dass sich böse Geistmächte nicht
an die Materie binden liessen, wo
sie zum Beispiel Konsumenten
von Speisen oder Medikamenten
schädigen könnten. In einer regen Diskussion konnte Bittner
für seine Position, mit der viele
vorhandene Ängste abgebaut
werden, überzeugende Antworten liefern.
Öffnung
In einem Podiumsgespräch*, an
dem u.a. der sowohl schulmedizinisch wie homöopathisch arbeitende Arzt Jürg Mühlemann
teilnahm, wurden die Erkenntnisse der Tagung erweitert und
vertieft. Frédéric von Orelli erwähnte, dass sein Interesse für
die Neuraltherapie von einer seiner Assistentinnen angestossen
worden sei. Überzeugt hätten ihn
aber schliesslich die Resultate.
Als Risiko im Bereich der Komplementärmedizin erwähnte auch
von Orelli die Gefahr, von bestimmten Personen oder Techniken abhängig zu werden. Wolfgang Bittner erklärte, wer schon
einmal an esoterische Praktiken
gebunden gewesen sei, habe
Strukturen entwickelt, die ihn
nach der Hinwendung zum Glauben wiederum gefährden könnten, wenn er sich mit den alten
Praktiken einlasse. Grundsätzlich gelte jedoch, die schöpfungsgemässen Elemente und
Therapien für Christus zurück zu
gewinnen. Bittner: „Man kann
aus persönlichen Gründen frei-
Ein Teilnehmer im Gespräch mit Dr. Frédéric von Orelli, Tagungsleiter
willig hinter dem zurückbleiben,
was uns die Freiheit in Christus
gewährt.“ Zum Vergleich: Niemand verzichte auf die Ausübung
von Sexualität, nur weil diese in
der Prostitution pervertiert werde.
Der mit Homöopathie arbeitende
Jürg Mühlemann sieht in dieser
Therapie vor allem eine Herstellungsart von Arzneimitteln. Er
gab zu bedenken, die Homöopathie werde oft mit unseriösen
Praktiken verbunden und damit
abgewertet. Die Entwicklung der
homöopathischen Medizin habe
aber zur Zeit Hahnemanns einen
riesigen Schritt vorwärts bedeutet. Noch sei nicht schlüssig erwiesen, wie die homöopathischen Medikamente wirkten,
doch könne dies in einigen Jah-
ren der Fall sein. Mühlemann betonte, die homöopathischen Medikamente kennten keine Nebenwirkungen, könnten aber falsch –
und damit wirkungslos – eingesetzt werden. Ⅺ
LINKS
*Komplementärmedizin
zwischen
Heilungsanspruch und Okkultangst.
Aus Krankheitsgründen musste der
Chefarzt der Psychiatrischen Klinik
Sonnenhalde in Riehen, Samuel
Pfeifer, sein Referat absagen. Es
kann jedoch über eine Präsentation
auf der Homepage der Sonnenhalde
abgerufen werden: www.sonnenhalde.ch.
Weitere Homepages zu Fragen über
Therapien und Medizin aus christlicher Sicht:
www.ageas.ch,
www.mypage.bluewin.ch/orelli/neuraltherapie.htm (Neuraltherapie)
www.vcrd.ch (FIm)
DAZU
Neuer Vorstand
(FIm) Auf dem Hasliberg gab sich die Leitung der AGEAS eine neue Struktur. Sie besteht jetzt aus einem dreiköpfigen
Präsidium. Zur Zeit bilden dies Präsident Ruedi Akert zusammen mit der Vizepräsidentin Rebekka Russenberger
und dem Vizepräsidenten Hans Rudolf Pfeifer. Die vier weiteren Vorstandsmitglieder sind: Beat Schär, Hans Kuhn,
Hans Wäckerlin und Roger Russenberger. Die AGEAS verkleinerte damit ihren Vorstand und schuf stattdessen einen „Rat“. Dieser ist ein den Vorstand beratendes Gremium, dem bis zu 20 Personen angehören können.
BAUSTEINE 5/2001
15
KONTROVE RS
Christen und
der Zionismus
In der letzten Ausgabe brachten wir eine erste Auswahl von
Reaktionen auf die Aufforderung von Pfr. Christoph Jungen in
den BST 2/01, sich kritisch mit dem christlichen Zionismus
auseinander zu setzen. Wir bringen in dieser Ausgabe weitere Stellungnahmen und schliessen damit die Diskussion ab.
Islam als treibende
Kraft
Ich finde es an der Zeit, dass Israel und unsere Haltung ihm
gegenüber in christlichen Kreisen
endlich zum Thema wird. Letztlich ist es Gottes Thema in seinem Heilsplan, und wir tun gut
daran, diesen zu kennen und die
richtige Stellung zu beziehen.
Das heisst nicht, dass Israel ein
besseres Volk ist als alle andern.
Doch wir Christen haben von Gott
einen Auftrag an Israel, den wir
nur zu lange nicht wahrgenommen haben. Wir müssen endlich
erwachen und erkennen, dass
hinter den Geschehnissen in Israel andere Dimensionen und
Kräfte stehen. Es geht um den
Geist des Islams, der alles daransetzt, Gottes Plan mit seinem
Volk und der ganzen Welt zu zerstören.
Das ist die treibende Kraft hinter dem heutigen Konflikt. Ich bin
betroffen über die Opfer auf allen
Seiten. Doch das Schlimmste ist,
dass ganze Gesellschaften und
Volksgruppen, vom kleinen Kind
bis zum alten Menschen, von den
Zielen des Islams missbraucht,
mit Hass vollgestopft und zu
Opfern gemacht werden. In dieser Situation haben die arabischen Christen unsere Freundschaft und Unterstützung genauso nötig wie die messianischen
Juden.
KATHI STUDLER, ENGELBURG
16
BAUSTEINE 5/2001
Plan mit Israel
Gott hat einen Plan mit Israel.
Einen Plan zur Errettung der
Menschheit durch und mit dem
Krisenherd Nahost. Mit einem
Bundesvolk, das auserwählt und
zur Reizung der Nationen in seinen Liebesbund dient. Mit einem
Plan, der mit Abraham begann (1
Mose 12,1-3) und mit der Versöhnung von Ismael und Isaak enden
wird (Jes 19,18! sowie 23-25).
Aus diesem Grunde ist es für
mich keine Frage, ob christlicher
Zionismus ja oder nein, sondern
ich glaube dem Wort von Gott,
das von Mose über die Psalmen
und alle Propheten nur von einem redet: vom Weg, den Gott
mit Israel (und er meint das physische Israel und nicht eine geistliche „Ersatz“- Kirche) durch die
gesamte Weltgeschichte geht,
bis dass sie ihn erblicken, den sie
durchbohrt haben, (Sach 12,10)
und ganz Israel (auch die Friedenstauben!) in den neuen ewigen Bund mit Gott tritt und zum
Segen der Nationen wird.
Wer heute seine Meinung nicht
nur über die weltlichen Medien
macht, wird feststellen, dass der
Geist der Lüge und Verdrehung
alles beherrscht. Anders kann
man das ganze Geschehen nicht
erklären. Irgendjemand (Vater
der Lüge ...?) ahnt sein baldiges
Ende und versucht mit allen Mitteln, Gottes Verheissungen mit
Hass, Aufruhr und Tod zu unter-
Zionismus praktisch: Mit Bibel und Gewehr – Begleiter einer Schulklasse in En
laufen. Auch unter den Christen:
Nach Auskunft von arabischen
Christen in Beit Jala ist der deutsche Arzt Harry Fischer nicht von
einer israelischen Granate umgebracht worden. Nach der Detonation waren die angeblich Verwundeten, denen er zu Hilfe eilte, nirgends auffindbar, dafür die
Fatah-Tansim-Kämpfer, die ihn
riefen (Nai-Mail vom 28. November 2000).
Es geht nicht darum, ob wir für
Israel oder die Palästinenser
sind. Sondern ob wir uns gebrauchen lassen, damit beide (zusammen mit den anderen Ismaels) in ihre gottbestimmte Erwählung kommen. Und das AT +
NT spricht von diesem Prozess
nicht von einer Friedenszeit, sondern vom gröss-ten Genozid, der
je stattfinden wird. Denn wenn
wir errettet sind durch Jesu Blut,
aber nicht eingepfropft in den
edlen Ölbaum, werden auch wir
zu denen gehören, die schlussendlich mit allen Nationen ge-
gen Jerusalem ziehen und von
Gott selbst vernichtet werden
(Sach 12,2-4;14,12-13).
MICHAEL OBERHOLZER,
WINTERTHUR
Schuldgefühle
Christoph Jungen spricht mir mit
seinem Leserbrief aus dem Herzen. Er kritisiert pointiert einen
christlichen Zionismus, der in
den VBG nahe stehenden Kreisen
nach wie vor verbreitet ist. Der
theologische Nährboden, auf
dem jede politische Regung in
und um Israel mit den scheinbar
entsprechenden prophetischen
Bibelstellen unterlegt und kommentiert wird, ist mir bestens bekannt. Anzuklagen sind dabei
nicht in erster Linie das gläubige
Fussvolk, sondern ihre (Be)Lehrer und selbsternannten Gurus,
die einmal etabliert, von ihrer
Klientel unterstützt und beschützt, Kritiker sofort des Un-
KONTROVE RS
stellungen. Dass dabei viele von
ihnen Muslime sind, erleichtert
diese Denkweise zusätzlich.
WALTER GYGAX, KEHRSATZ
Christlicher Zionismus?
BILD: RUTH IMHOF
gedi.
glaubens und der Häresie bezichtigen. Ich habe mich schon
öfters gefragt, was wohl der
Hintergrund solcher Einstellungen und Denkweisen sein könnte, und komme immer wieder auf
das gleiche Resultat. Einerseits
ist es ein oben angedeutetes Delegieren der Selbstentscheidung
und der Verzicht auf einen autonomen Glauben. Andererseits
sind es diffuse Schuldgefühle
und Ängste. Schuldgefühle
gegenüber einem Volk, das in
der christlichen Geschichte theologisch stark belastet und politisch verfolgt wurde. Andererseits die Furcht, sich nochmals
am „Augapfel Gottes“ zu vergehen und dadurch der Zuneigung
Gottes verlustig zu gehen. Auf einem solchen Hintergrund werden die Palästinenser und ihre
Situation praktisch nicht wahrgenommen, und wenn, dann als
ein Krebsgeschwür in Erez Israel
oder als Katalysator in der Erfüllung heilsgeschichtlicher Vor-
Viele christliche Freunde unterstützen ziemlich vorbehaltlos die
heutige Palästinenser-Politik der
israelischen Rechtsparteien: sie
freuen sich ungemein darüber,
dass nun Gott endlich wieder
sichtbar in das Weltgeschehen
eingegriffen habe, indem die
Staatsgründung von 1948 alte
Heilsprophetie erfülle und die Erweiterung von 1967 auf das ganze frühere Kanaan gemäss Lk
21,24-27 als Einleitung von Jesu
Wiederkunft unwiderruflich sei.
Tatsächlich empfing Israel drei
ewig gültige Zusagen. Zuerst,
dass die Nachkommen der Erzväter ein einzigartiges, auch für
Christen unumgängliches Vermittlervolk für den endzeitlichen
weltweiten Segen bilden werden.
Die sog. Ersatztheologie, d.h.
die Lehre, die Kirche sei nach der
jüdischen Ablehnung ihres Messias Jesus das wahre Israel, lieferte nicht nur dem Antisemitismus das religiöse Mäntelchen,
sondern schädigt bis heute
durch das Ausreissen wesentlicher jüdischer Wurzeln das
Christentum selbst tief.
Sodann versprach Gott den Israeliten das Land Kanaan und
später auch für immer einen König aus Davids Haus. Beides wurde jedoch an die Bundestreue
von Herrscher und Volk geknüpft
(2 Mose 19,5f; 23-31; 5 Mose
30,1-8; 2 Chr 7,12.17f ) und ging
deswegen wieder verloren.
Mit den christlichen Zionisten
vertraue ich, dass alle drei hier
erinnerten Zusagen Gottes an Israel in ihrer Verwirklichung bloss
unterbrochen sind, sich aber
noch erfüllen müssen. Doch wie
man die heutige Lage und Politik
Israels heilsgeschichtlich begründet, dazu habe ich Fragen.
Verkörperte nicht Jesus wieder
das davidische Königtum und eröffnete in seinem Heilen und revolutionären Umgang mit den
Aussenseitern und Frauen das
Gottesreich, endete aber statt
auf einem irdischen Thron am
Kreuz, so dass er die sichtbare
Herrschaft über Israel und die
Welt erst als Wiederkommender
antreten wird (Mt 19,28;25,31f;
Apg 1,6f )?
Und die Zusagen für eine Zeit
nach der Rückkehr aus Babylon,
Israel werde aus erneuter Zerstreuung wieder in Kanaan gesammelt — setzen sie nicht alle
das vorherige Kommen des Messias in Herrlichkeit voraus? Zeigt
nicht vorab Hes 47 zwar Grenzen
des wiedergewonnenen Israel,
aber eine Topographie, die der
heutigen völlig widerspricht?
Und sagt nicht Jesus in Joh 4,2024, die echten Anbeter Gottes
brauchen überhaupt keine heiligen Örtlichkeiten mehr?
Meint somit Lk 21,24-27 die in
13,35 und zumal Röm 11,25ff erschaute Hinwendung der Juden
zu Jesus, oder gilt dafür nach der
zionistischen Deutung die Eroberung Alt-Jerusalems — womit
diese nicht nur ein prophetisches Vorzeichen für die endzeitliche Erfüllung wäre, sondern
deren geschichtlicher Anfang?
Kann man aber aus Vorhersagen
für die Zeit des Letzten ablesen,
was für die Gestaltung des Vorletzten massgebend ist, also z.B.
eben, welche Fläche und Bevölkerung dem heutigen Israel zusteht?
Nach diesen Fragen mein
Einwand gegen den christlichen
Extrem-Zionismus: Unbestreitbar ist zwar m.E. das Recht der
Juden, nach fast 2000 Jahren
Bedrohung und Ächtung bis
zum Holokaust in der alten Heimat eine Zufluchtsstätte zu haben; die UNO anerkannte das mit
ihrem Teilungsplan. Soll jedoch
der neue Staat nicht bloss ein
zeitgeschichtliches Gebilde sein
wie x andere, sondern das Kommen der sichtbaren Gottesherrschaft fördern, kann es diesen
Zweck nicht mit unheiligen Mitteln verfolgen, nicht das Reich,
„in dem Gerechtigkeit wohnt“ (2
Petr 2,13), mit Unrecht zubereiten.
Ich verweise nur darauf, wie
die arabischen Bürger von 1948
missachtet werden: Pfr. Martin
Cunz (Stiftung für Kirche und Judentum) erklärte mir 1985, der
ihm liebe neue Staat behandle
diese nicht einmal gemäss dem
Fremdenrecht, des AT (2 Mose
22,21; 23,9; Hes 47,21ff ); und Dr.
H. Bernath, ein Pionier der VBG,
gab mir später aus seiner langen
Nazareth-Erfahrung überzeugende Beispiele dafür: Die Zerstörung von Dörfern, die Wegnahme
von Land und die Benachteiligung im Beruf.
Die sonstigen Folgen der Gewalt-Ideologie Israels wie der
PLO sind hier nicht gegeneinander aufzurechnen; ich bestreite
einzig die extrem-zionistische
Ansicht, ein Anbruch der Endzeit
entwerte die erwähnten Weisungen des AT sowie vorab die Jesus
gemässe Achtung aller Menschen und Liebe sogar zu Feinden.
Statt die jetzige Landpolitik
Israels gutzuheissen, versuche
und empfehle ich, zur Wiederkunft Jesu wie zum Frieden in
Kanaan so beizutragen: selbst
dem Friedefürsten treu nachfolgen: 2 Petr 3,12; als Christen eins
werden (Joh 17,21); stellvertretend Busse tun für Antisemitismus und für israelisches wie
palästinensisches Unrecht; die
jesusgläubigen Juden und palästinensischen Christen ermutigen;
alle Bewohner Kanaans unterstützen, die dort versöhnend wirken.
ROBERT RÜEGG, GOSSAU SG
BAUSTEINE 5/2001
17
Die Freude
der Ebenbilder
Gottes
BILD: FRITZ IMHOF
SCHWEIZ
KURZ
Gewalt
überwinden
■ FRITZ IMHOF
PSYCHOLOGIE/Der Christ
darf seinen Selbstwert nicht
auf Leistung bauen. Aber er
soll würdigen, was er im Vertrauen auf Christus geleistet
hat. Die Kurswoche in Rasa
zum Thema „Selbstwert, Leistung – christlicher Glaube“
stiess auf viel Resonanz.
Es gibt viele Gründe, die Christen
an ihrem Selbstwert zweifeln lassen. Ein entgleister Sohn, Ablehnung durch die eigene Mutter,
lange andauernde Krankheit,
auch Arbeitslosigkeit oder eine
berufliche Krise. Der durch die
VBG-Mitarbeiter Rolf Lindenmann und Walter Gasser geleitete Kurs konkretisierte grundlegende Aussagen der Bibel zur
Freiwillige
fördern
(PD) Um Interessierte für die Freiwilligen-Arbeit zu gewinnen, sind
klare Rahmenbedingungen für
die unbezahlte Arbeit, gut formulierte Stellen-Inserate und Arbeitszeugnisse
entscheidend.
Beispiele und Vorlagen dafür hat
der Evangelische Frauenbund der
Schweiz in einer Arbeitsmappe
zusammengestellt. Eine Handlungsanleitung mit einer ausführlichen Referentinnen- und Materialienliste liefert Ideen, wie Organisationen ihre Mitglieder für eine gerechtere Verteilung der bezahlten und unbezahlten Arbeit
sensibilisieren können.
Die Arbeitsmappe ist zum Preis von 15 Franken erhältlich bei: EFS, Postfach 2961, 8033
Zürich, Tel. 01 363 06 08, Fax 01 363 07 60;
E-mail: geschaeftsstelle@efs.ch.
18
BAUSTEINE 5/2001
Schlussgottesdienst mit Abendmahl im „Rocca“
Liebe Gottes zu seinen Geschöpfen und zur Bedeutung der Gottes-Ebenbildlichkeit des Menschen. Er leitete dazu an, persönliche Stärken und Schwächen
neu zu erkennen und zu würdigen, den Wert und die Würde des
eigenen Lebens neu zu entdecken. Da fielen Kernaussagen wie:
„Gott ist nicht ein Lebensverhinderer und Spielverderber sondern Lebensförderer und Ermöglicher. Ich bin ein gewürdigter Abglanz von Gott“. Oder: „Ich liege
im Interessenbereich Gottes.“
Rolf Lindenmann regte die Teilnehmenden an, sich die Frage ihrer Vergangenheit und Herkunft
zu stellen, ihre Gegenwart zu
analysieren und sich zu fragen,
wohin sie sich bewegen. Wer sich
diesem Prozess stellt, kann entdecken, dass vermeintliche
Schwächen unter- oder fehlentwickelte Stärken sind. Er lernt,
sein Potenzial richtig einzuschätzen. Seine Bereitschaft wächst,
zu Gegenwart und Zukunft ja zu
sagen.
Walter Gasser zeigte anhand
des Apostels Paulus, was es bedeuten kann, sich seiner Stärken
und seiner Schwäche „zu rühmen“. Er regte damit eine Übung
an, die den meisten sichtlich
schwer fiel. Und er machte damit auch deutlich, dass es in
der evangelischen Spiritualität
durchaus noch weisse Flecken
gibt.
Schweizer
Christen
gemeinsam
Online
neben dem Portal für Christen
auch ein evangelistisches Portal
für Zielgruppenseiten vor.
Die Trägerschaft, der „Verein
Livenet“, will mit dem neuen Medium den Austausch, die Einheit
und Zusammenarbeit unter Christen fördern, aber auch das Evangelium weitergeben und die
christlichen Grundwerte in der
Gesellschaft fördern. Zahlreiche
Angebote haben im Portal bereits
ihren festen Platz gefunden.
Präsident des Vereins Livenet
ist Daniel Suter (Basel). Betreut
wird das Portal von Beat Baumann (Matten BE).
(FIm/PD) Unter der Adresse
www.livenet.ch läuft seit Oktober
2000 eine „Internetplattform von
Schweizer Christen“. Die Schweizerische Evangelische Allianz
(SEA) und der Verband Evangelischer Freikirchen und Gemeinden
(VFG) sowie Werke wie die VBG
und Campus für Christus unterstützen das Projekt. Dieses sieht
(RNA) Mit einer Impulstagung in Bern hat der
Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK)
am 26. April die Dekade
zur Überwindung von
Gewalt eröffnet. Prof. Walter Dietrich zeigte in 18
Thesen auf, wie die Bibel
voll von Gewalterfahrung
ist. Glaubende Menschen
sind nicht nur Opfer, sondern oft auch Gewalt-Täter. Allerdings zeigt vor allem Jesus und das Neue
Testament eine starke
Tendenz zur Gewaltlosigkeit. Darum können von
Bibel und Christentum
starke Impulse zur Überwindung von Gewalt ausgehen.
Gegenangriff
(Kipa/FIm) Die internationale Raël-Sekte hat die
katholische Kirche wegen
angeblicher „Pädophilie“
heftig angegriffen. RaëlAnhänger verteilen in einigen Kantonen der Westschweiz Flugblätter mit
entsprechenden Angriffen. Die Sekte, die selber
regelmässig beschuldigt
wird, die Pädophilie zu
fördern, gehe mit ihrer Aktion zum „Gegenangriff“
über, wie sie gegenüber
der Presseagentur Kipa
bestätigt hat. Das Bischofsvikariat von Genf
hat bei der Justizbehörde
Strafklage
eingereicht.
Die Beschuldigungen der
Sekte seien „gravierend,
unbegründet und böswillig“, hiess es in Genf.
W E LT
Katholiken beklagen wachsenden
evangelischen Einfluss
LATEINAMERIKA/Die römisch-katholische Kirche in
Lateinamerika will sich mit
Bibeln und verstärkter Laienschulung gegen die „Invasion
evangelischer Glaubensgemeinschaften“ wehren.
(idea/FIm) Dies berichtete der
Vorsitzende des Rates der Lateinamerikanischen Bischofskonferenz (CELAM), Jorge Jiminez Carvajal, bei einem Besuch des internationalen Hilfswerks „Kirche in
Not/Ostpriesterhilfe“ kürzlich in
Deutschland. Er bezeichnete die
nicht-katholischen Kirchen – insbesondere pfingstkirchliche und
charismatische Gruppen – als
Sekten, die ihre Mitglieder zur
Abgabe von zehn Prozent ihres
Einkommens an die Organisatio-
nen verpflichteten. Weitere Gelder kämen aus den USA.
Nach Ansicht Carvajals versuchen diese finanzkräftigen Gruppen, auf Parlamente und Regierungen Einfluss zu nehmen. Besonders alarmierend sei die Lage
in Brasilien, wo rund 75 Prozent
der 166 Millionen Einwohner der
katholischen Kirche angehörten.
Die „Sekten“ seien in allen 22 lateinamerikanischen Ländern auf
dem Vormarsch. Laut Carvajal ist
religiöse Unkenntnis eine Hauptursache für die Anfälligkeit von Katholiken. Deshalb soll jede Familie
eine Bibel bekommen. Die Gemeinden beabsichtigen ausserdem, den anhaltenden Priestermangel durch ein verstärktes Engagement von Laien auszugleichen. Zur Unterstützung schickte
Erik Bürklin ist neuer Präsident
bei „China Partner“
CHINA/Das Missionswerk „China Partner“ (Denver/USA) hat
einen neuen Präsidenten. Anfang Januar übergab der Gründer, Werner Bürklin (70), die Leitung an seinen Sohn Erik (42).
stützung der 21 chinesischen
Bibelschulen und Theologischen
Seminare spezialisiert. Es ver-
BILD: IDEAD
(FIm/idea) Das Werk, das auch
von Schweizer Spendern gefördert wird, hat sich auf die Unter-
Erik Bürklin (links) mit dem alten Präsidenten Werner Bürklin
„Kirche in Not“ im vergangenen
Jahr 415.000 „Kinderbibeln“ nach
Lateinamerika und finanzierte den
Kauf und Versand von 75.000
Exemplaren der „Biblia Latinoamérica“, um die pastorale Arbeit
der Priester vor Ort zu fördern.
Evangelische Missionsexperten bestätigen das rasante
Wachstum der protestantischen
Kirchen in Süd- und Mittelamerika. Im 20. Jahrhundert vergrösserte sich die Bevölkerung um elf
Prozent auf heute rund 460 Millionen Menschen, die Zahl der
evangelischen Christen um das
240-fache auf mindestens etwa
60 Millionen. Der Religionsstatistiker David Barrett (Virginia Beach/USA) spricht sogar von rund
141 Millionen Charismatikern
und Pfingstlern in Lateinamerika.
Der katholische Anteil an der Bevölkerung sinke ständig. Vor 50
Jahren betrug er rund 90 Prozent,
heute etwa 85 Prozent.
sorgt die Ausbildungsstätten mit
theologischer Literatur und organisiert Gastvorlesungen amerikanischer, asiatischer und europäischer Dozenten. Ausserdem
beteiligt es sich am Bau weiterer
Bibelschulen.
Werner Bürklin wurde als Sohn
deutscher Missionare in China
geboren, besuchte die Kaiser-Wilhelm-Schule in Shanghai und
musste 1949 auf Druck des
kommunistischen Regimes das
Land verlassen. Der promovierte
Theologe war Evangelist und
Vorsitzender des Missionswerks
„Jugend für Christus Deutschland“ und später leitender Mitarbeiter bei der amerikanischen Billy-Graham-Gesellschaft, für die er
die Amsterdamer Evangelistenkongresse von 1983 und 1986 organisierte. 1989 gründete er „China Partner“. In der Schweiz arbeitet das Missionswerk mit der
Schweizer Allianz-Mission in Winterthur zusammen.
KURZ
Wenig Interesse
(PD/FIm) Nur eine kleine
Minderheit von Schwulen
und Lesben hat bislang in
den Nordischen Ländern eine Partnerschaft registrieren lassen. Laut einer durch
das Max Planck Institut im
Auftrag der deutschen Regierung erstellten Studie
sind z.B. in Dänemark innerhalb von sieben Jahren von
einer Million Einwohnern lediglich 385 registrierte
gleichgeschlechtliche Partnerschaften zustande gekommen, das würde umgerechnet 1,54% der geschätzten gleichgeschlechtlichen Menschen ausmachen. In Norwegen sind 4
Jahre nach der Einführung
der gesetzlich erlaubten Registrierung pro einer Million
Einwohner nur 118 Paare registriert worden (0,47%).
Schweden zählt nach 6 Jahren auf eine Million Einwohner 70 Partnerschaften, also 0,28% der Schwulen/
Lesben.
Christliche Minderheiten unter Druck
(idea) Mehrere Staaten in
Asien und Nordafrika verstärken offenbar den Druck
auf christliche Minderheiten. So haben die Behörden
im kommunistisch regierten Laos in den vergangenen eineinhalb Jahren mindestens 58 Kirchen geschlossen. Im buddhistischen Himalaya-Staat Bhutan werden Christen brutal
verfolgt. Rund 65’000 Christen müssten sich entscheiden, ob sie ihren Glauben
aufgeben oder das Land
verlassen wollten.
BAUSTEINE 5/2001
19
REZENSIONEN
Begabt und
beauftragt
■ JANINE BUECHE
Ein ausführliches und spannendes Buch, das jeder und
jede lesen sollte, der/die
sich mit der Rolle der Frauen
– und der Männer – auseinandersetzen will. Ein Nachschlagewerk für alle, die
dem liebevollen Schöpfungsplan Gottes für die Menschheit genauer auf die Spur
kommen wollen.
Das Buch klärt und korrigiert
Missverständnisse, die sich durch
die Geschichte der Kirche hindurch gezogen haben oder noch
ziehen. Wertvolle Hintergrundinformationen, fundierte Exegese
und hilfreiche Beispiele helfen
dem Leser, ältere und neuere,
fromme wie auch gesellschaftli-
Ein Gott der
Rache?
■ FELIX RUTHER
Wie soll ich mit einem Psalm
umgehen, in dem gebetet
wird: „Gott, zermalme ihnen
die Zähne im Maul! ... Es
freue sich der Gerechte,
wenn er Rache schaut, wenn
er seine Füsse badet im Blut
des Frevlers (aus Ps 58).
Soll ich diesen Text als vor-christliches oder unter-christliches Relikt
aussondern? Oder helfen mir diese Psalmen des Alten Testamentes, quasi als Kontrast, die Gnadenbotschaft des Neuen Bundes
besser zu verstehen? Soll ich diese Psalmen ignorieren, korrigieren oder ihnen interpretatorisch
den Stachel ziehen?
Erich Zenger, Professor für Alttestamentliche Exegese in Müns-
20
BAUSTEINE 5/2001
che Klischees loszuwerden. Es liefert überzeugende Gründe dafür,
sich auf göttliche partnerschaftliche Wege einzulassen.
Wie war die Stellung der Frau im
Alten und im Neuen Testament, und
wie ging Jesus mit Frauen um, welche Auswirkungen hatte seine Haltung, was wollte Paulus seinen Lesern mitteilen und – ob er wirklich
so frauenfeindlich war? Auch die
heissesten Eisen der Schrift werden
nicht umgangen, sondern mutig
angepackt und gründlich erklärt.
Frauengestalten aus der Bibel und
der Kirchen- und Missionsgeschichte werden zu vielfältigen, lebendigen und überzeugenden Vorbildern
eines positiven Mittragens und Mitwirkens im Leib Christi.
Die Bibel ist durchzogen von
dem Gedanken, dass Mann und
Frau vor Gott wertgeschätzt und
gewürdigt, geachtet und unendlich geliebt sind. Wir haben einen
gemeinsamen Auftrag in der Fami-
lie, in der Gemeinde und für die
Welt von Gott erhalten, den wir
auch nur gemeinsam zu seiner Ehre ausführen können. Gott hat beide zusammen, Mann und Frau, als
seine Gegenüber erschaffen und
mit Gaben ausgerüstet.
Ein mutmachendes Buch für
Frauen, die an ihrem Selbstwert
und an ihrem Auftrag noch zweifeln und für Männer, die Angst vor
„starken frommen Frauen“ (Titel
eines Kapitels!) haben. Ein Buch,
dessen 40 Kapitel von Frauen, von
Männern und von Ehepaaren geschrieben worden sind.
ter, geht auf solche Fragen ein. Er
lässt uns aber die oben erwähnten
Auswege nicht gehen. So warnt er
den Leser, nicht versteckt den selben Fehler im Umgang mit der Bibel zu machen, den schon Markion machte, indem er das Alte
Testament ausschliessen und auch
die Texte des NTs von jüdischen
Beimengungen reinigen wollte.
Gerade seine Auseinandersetzung mit den Argumenten der römischen Liturgiekommission, welche ganze Psalmen (58, 83, und
109) sowie unzählige Psalmverse
als für den Beter nicht zumutbar
aus dem Stundengebet gestri-
chen haben, finde ich äusserst
hilfreich.
Im Mittelteil des Buches blickt
Zenger auf die Psalmen 12, 58, 58,
83, 137, 44 und 109, um dann im
Schlussteil Forderungen für die
Praxis zu stellen: Wiedergewinnung einer kraftvollen Gebetssprache, die das Fragen und Klagen auch in einer einfordernd-aggressiven Weise kennt.
Zu rasch werde in der Kirche die
allgemeine Sündennot und nicht
mehr die Not und das Leid der Verzweifelten und Kranken, Verfolgten und der Sterbenden beklagt.
Die Feindespsalmen artikulieren
die Gebrochenheit der menschlichen Existenz und das Eingebundensein in eine von Leid entstellte
Welt und halten Gott diese Not
klagend und anklagend entgegen.
Sie strecken sich nach Gott aus,
wo alles gegen Gott zu sprechen
scheint. So verleihen sie jenen eine Sprache, die vor Leid zu verstummen drohen.
Erich Zenger. „Ein
Gott der Rache?
Feindespsalmen
verstehen“.
Herder-Verlag 1998,
Pb., 188 Seiten,
Fr. 22.80. ISBN
3-451-26630-X
C. Mack & F. Stricker
(Hrsg.). „Begabt
und beauftragt“.
Hänssler Verlag,
2000, Pb. , 500 S..
Fr. 39.95. ISBN
3-775-135-057
„Biecher Egge“
■ FRITZ IMHOF
Mit dem „Biecher Egge“ hat
die Basler Gellert Kirche ein
neues niederschwelliges
Kontaktangebot geschaffen.
Die Premiere des „Biecher Egge“
fand am 8. Mai mit der Präsentation und dem Vorlesen des Kinderbuches „Tick, der Wecker“ statt,
das von Gellertpfarrer Bruno Waldvogel selbst geschrieben, von
Constanze Guhr gestaltet und vom
Friedrich Reinhard Verlag herausgegeben worden ist.
Der „Biecher Egge“ ist ein monatlicher Anlass, bei dem ein pädagogisch wertvolles Kinderbuch
vorgelesen wird. Dabei werden die
Bilder mit Folie projiziert. Die Veranstaltung wirkt dem Medienverhalten vieler Kinder – Stichwort
Fernsehen – entgegen und bietet
auch die Gelegenheit, je nach Jahreszeit biblische Inhalte zu vermitteln.
Die Idee zum neuen Kinderbuch
stammt aus der Aktion „Jeder Tag
ein Fenster“. Dabei wurden von
den Bewohnern, in der letzten Adventszeit, 24 Fenster im Quartier
gestaltet und am Abend mit einem
kleinen Ritual eröffnet. Bei diesem
Anlass wurde jeweils auch eine Adventsgeschichte erzählt. Weil es an
guten Adventsgeschichten mangelt, griff Bruno Waldvogel selbst
zur Feder. „Tick, der Wecker“ ist ein
Produkt davon, auch wenn der Verlag den Adventsbezug herausgefiltert hat. Der „Biecher Egge“ wird
von Freiwilligen unter der Leitung
von Pfarrer Roger Rohner gestaltet.
Bruno WaldvogelFrei (Text) und
Constanze Guhr
(Bilder). „Tick, der
Wecker“. Friedrich
Reinhardt Verlag,
2001. Geb., 28 S.,
Fr. 22.80;
ISBN 3-7245-1164-7
BILDER: FRITZ IMHOF
INPUT
„Ihr seid das
Salz der Erde!“
■ RAHEL EGGENBERGER
Drei Salzkörner diskutieren miteinander. Das eine wimmert:
„Was kann ich alleine schon in einer so riesigen Suppe ausrichten?“ Das zweite ruft: „Warum
müssen wir immer hingehen, wir
können doch auch einmal die
Suppe in den Salzstreuer einladen!“ Das dritte räuspert sich:
„Vielleicht will die Suppe auch
gar nicht, dass wir kommen!“
Doch plötzlich hebt eine Hand
den Salzstreuer und die Salzkörner fallen in die Suppe!
Das Salz hat neben seiner
Funktion als „Geschmacksentfalter“ noch zwei andere Wirkungsweisen: Salz konserviert und
Salz bringt Eis zum Schmelzen.
Zu ersterem: In dieser Welt
braucht es Menschen, die an den
biblischen Werten festhalten, die
also die Wahrheit des Evangeliums konservieren. In der Bibel
lesen wir vom dreifachen Liebesgebot (Mt 22,37-40): Es ist die
Liebe zu sich selbst, zum Nächsten und zu Gott. Das ist das
Evangelium. Wer an diesem Ziel
vorbeischiesst, geht verloren.
Weil Gott nicht will, dass die
Menschen verloren gehen, kann
es auch uns als Salzkörner nicht
egal sein. Wir müssen diese Bot-
schaft der Liebe – gegenüber uns
selbst in Form von Selbstannahme, gegenüber dem Nächsten in
Form von Nächstenliebe und
gegenüber Gott in Form von Anbetung, Verehrung und Glauben
– in die Suppe der Welt bringen!
Es gibt zwei Dinge, die uns oft
daran hindern: Das ist der Angsthasen-Geist und der Flaschengeist! Die Angst sagt: „Was denken die andern wohl über mich,
wenn ich von Jesus erzähle? Der
geistliche Minderwert meint:
„Wer bin ich schon? Ich habe
nicht studiert. Ich weiss nicht auf
alles eine Antwort.“ Solchen Gedanken muss der Kampf angesagt werden, indem man sie vor
Gott bekennt und sich davon befreien lässt.
Nun zur schmelzenden Wirkung des Salzes: In dieser Welt
braucht es Menschen, die das
Eis des Hasses, der Isolation
und der Selbstsucht mit der
Liebe Gottes zum Schmelzen
bringen. Durch den Glauben an
Jesus nimmt Gott Wohnung in
uns. Er lebt in mir nun das
neue Leben. Er ist in mir die
Quelle der Liebe, die das Eis
zum Schmelzen bringt. Der
Apostel Paulus hat in einem
seiner Briefe (Gal 2,20) geschrieben: „Ich lebe, doch nun nicht
„In dieser Welt braucht es
Menschen, die das Eis des
Hasses, der Isolation und der
Selbstsucht mit der Liebe Gottes
zum Schmelzen bringen.“
mehr ich, sondern Christus lebt
in mir!“
Das ist eine entspannende
Message. Nicht ich muss, sondern einer in mir tut es, wenn ich
ihm Raum gebe. Deswegen sollte
unser Gebet immer wieder sein,
dass die Liebe von Jesus Christus
uns erfasst und von uns ausgeht.
Wenn im ersten Gedanken von
unseren Worten die Rede war, die
Wahrheit, die wir verkündigen,
so ist mit der schmelzenden Wirkung des Salzes mehr unsere
Haltung und unser Tun gemeint,
denn die sprechen oft lauter als
unsere Worte!
„Ihr seid das Salz der Erde!“
Nicht: Salzt ein bisschen, versalzt die Suppe oder ihr seid eine
Gewürzmischung, sondern „ihr
seid das Salz der Erde“. Nicht:
Wie schön wäre es, wenn ich ein
Salz sein könnte, ich bitte Gott,
dass er mich zum Salz macht
oder ich strenge mich an, aber
ich bin einfach kein Salzkorn,
sondern „ihr seid das Salz der Erde“! Nicht die Politiker sind das
Salz der Erde, nicht die Komiker,
auch nicht die Sportler, sondern
„ihr seid das Salz der Erde“!
Nicht: Ihr seid das Salz im Himmel oder auf den Wolken oder
ein Stockwerk weiter unten, sondern „ihr seid das Salz der Erde“!
Es ist die Aufforderung von Jesus
in der Bergpredigt an seine Jünger: „Sei dort, wo du lebst, das,
was du bist!“ Ⅺ
Rahel Eggenberger
lic. theol, ist VBG-Mitarbeiterin in der Schülerarbeit Innerschweiz
und wohnt in Schwyz.
E-mail:
rahel.1291@bluewin.ch.
BAUSTEINE 5/2001
21
VBG
Energiekonzept mit
mehreren Komponenten
Für weitere Auskünfte
Andreas Schmid, Leiter Ferienzentrum Campo Rasa der VBG.
T/F 091 798 13 91;
e-mail: andischmid@camporasa.ch
Beat Nievergelt, Architekt,
Wachtelstr. 20, 8038 Zürich;
Tel. 01 482 45 12 Fax 01 482 45 30;
e-mail: enievergelt@dplanet.ch
Ökologische Leitlinie –
gesellschaftliche
Visionen
Mit der neuen Anlage wurden in
den zwei Häusern zahlreiche
BILD: FRITZ IMHOF
19 m2 grosse Sonnenkollektoren
im Garten der „Cá dal Sóo“ sind
sichtbarer Ausdruck der umweltfreundlichen Anlage. Sie wird ergänzt durch eine CO2-neutrale
Holzheizung mit 40 – 61 Kilowatt
Leistung. Vier Speicher mit insge-
LINKS
19 m2 Sonnenkollektoren sorgen für Wärme im Campo Rasa.
22
BAUSTEINE 5/2001
650 000
600 000
550 000
500 000
450 000
400 000
Fr. 577’750
700 000
350 000
300 000
250 000
200 000
150 000
100 000
50 000
0
Überschuss per Ende April 01
Fr. 86’693
Familiennachrichten
Geburten
Tobias Werner, Sohn von Irene
und Dieter Surbeck, Steffisburg,
am 9. April 2001.
BILD: MAX SCHMID
Mit der neuen Energieanlage werden die beiden Haupthäuser des
Campo Rasa mit Sonnen- und Holzenergie versorgt. Es handelt sich
um umgebaute Tessiner Häuser
aus dem 18. Jahrhundert, die in ihrer Ursprünglichkeit erhalten sind.
750 000
Aufwand
Am 28. April 2001 wurde auf
dem Campo Rasa, dem Ferienzentrum der Vereinigten
Bibelgruppen (VBG) im Centovalli, die neue umweltfreundliche Energieanlage
eingeweiht. Sie ist vom
Bundesamt für Energie als
Pilot- und Demonstrationsobjekt anerkannt und entsprechend honoriert worden.
samt rund 4500 Litern Wasserinhalt sorgen für die Regulation.
Das von Architekt Beat Nievergelt (Zürich) zusammen mit den
Umweltingenieuren Werner Hässig (Uster) und Walter Ernst (Küssnacht a.R.) erarbeitete Energiekonzept beinhaltete nebst der
Nutzung erneuerbarer Ressourcen die Wärmedämmung der Gebäudehülle, die eine Reduktion
der Heizenergie ermöglicht und
ausserdem den Komfort steigert.
Ebenso fördern die wärmeren Boden- und Wandoberflächen die
Behaglichkeit für die Gäste.
Die Anlage wurde für eine
Heizperiode von März bis November konzipiert, da die Häuser
normalerweise im Winter geschlossen sind. Das Bundesamt
für Energie hat die Anlage als Pilot- und Demonstrationsprojekt
anerkannt und daran einen namhaften Beitrag geleistet.
DER HAUPTKASSE
Fr. 664’443
■ FRITZ IMHOF
FINANZOMETER
Ertrag
Elektroöfen ersetzt. Dies bedeutet einen konkreten Beitrag an
den Umweltschutz, der auch dem
Leitbild der Vereinigten Bibelgruppen (VBG) und ihrer Ferienzentren entspricht.
Die VBG verbindet die ökologische Leitlinie mit einer inhaltlichen Vision. Die „Einkehr“ in
Rasa – der Rückzug in eine „inspirierende“ Umgebung – solle
letztlich zu überzeugendem
gesellschaftlichem Handeln führen, so Campo-Leiter Andreas
Schmid: Rasa als Ort, wo vertieft
an Themen gearbeitet wird, wo
man sich für Kolloquien, Seminare, Retraitezeiten trifft: als Ort,
wo Impulse ausgehen, weil hier
an integriertem Christsein gearbeitet wird. Schmid: „Wir wollen
die Ursprünglichkeit der über
250-jährigen Häuser bewahren
und mit zeitgerechtem gesellschaftlichem Engagement füllen.
Das Campo Rasa
heizt mit Holz und Sonne
Manuel Wieland und Andy Schmid durchschneiden das Band bei der Einweihung.
TERMINE
VBG-FERIEN
So. 1.7. – Fr. 6.7.01
Studientage Bibel Rasa
091 798 13 91
STU BER TB
Sa. 7.7. – Sa. 14.7.01
Spielwoche Rasa
091 798 13 91
FA BER PB
Sa. 7.7. – Sa. 14.7.01
Einkehrtage/Exerzitien Rasa ●●
091 798 13 91
STU BER
Fr. 13.7. – So. 22.7.01
Segeltörn Holland
062 962 16 13
JM
Für die mit * bezeichneten Angebote gibt es einen Spezialprospekt, den Sie mit der Bestellkarte in der Mitte der „Bausteine“ anfordern können.
STILLE WOCHENENDEN*
GOTTESDIENST
17. – 19. August 2001, Diakonissenhaus, 8321 Wildberg
Leitung: Antoinette Matthieu
Leicht und Walter Gasser
Auskunft: Walter Gasser,
Tel. 062 849 06 90
Prospekte: VBG-Büro, Postfach
2169, 8033 Zürich
Anmeldung: Sandra Garski,
Obholzerstr. 18, 8309 Birchwil.
Es werden nur schriftliche
Anmeldungen entgegengenommen. Bitte Anmeldetalon in der
Tagungsbroschüre verwenden,
die mit der Bestellkarte bezogen
werden kann.
Gottesdienste mit Dr.
Wolfgang Bittner*
17. Juni 2001, 17.00 Uhr in der
Augustiner Kirche (Christkath.
Kirche) an der Bahnhofstrasse
Zielpublikum: bibelinteressierte,
bibelmüde und bibelferne Menschen
Auskunft/Prospekt: Felix Ruther,
Hotzestr. 56, 8006 Zürich,
Tel. 01 363 75 27,
Büro 01 363 75 33,
Fax 01 363 75 37
e-mail: felixruther@bluewin.ch
THEOLOGIE
Sa. 14.7. – Sa. 21.7.01
Teens-Camp Moscia ●●●
091 791 12 68
JSCH
Sa. 14.7. – Sa. 21.7.01
Moscia-Camp I ●●
091 791 12 68
SCH
Sa. 14.7. – Sa. 28.7.01
Kultur- u. Studienreise
Schottland ●●
031 772 02 20
BER
Sa. 14.7. – Sa. 21.7.01
Familienferien Rasa ●●
091 798 13 91
FA
●●
●●●
Noch wenige Plätze frei
ausgebucht
BER
EP
FA
ISTU
JSCH
=
=
=
=
=
JM
=
PB
SCH
=
=
SE
STU
TB
=
=
=
Berufstätige
Ehepaare
Familien
Internationale Studierende
Schülerinnen und Schüler
(12 bis 15 Jahre)
Junge Menschen
(20-35 Jahre)
Pädagogische Berufe
Junge Leute zwischen 15
und 22 Jahren
Seniorinnen und Senioren
Angebote für Studierende
Theologische Berufe
STUDIENTAG*
zu einem Kernthema der Esoterik:
Kontradiktorische Tagung zum
Thema „Reinkarnationstherapie“
- Methode, Erfahrungen
- Bestätigung der Theorie
früherer Leben?
- Therapeutische Problematik?
- Einklang oder Widerspruch zum
christlichen Glauben?
Samstag, 15. September 2001,
10.15 – 17.15 Uhr
VBG-Zentrum, Zeltweg 20,
8032 Zürich
Referenten: Dr. phil Alexander
Gosztonyi, 8122 Binz (pro),
Autor, 40-jährige Erfahrung mit
Reinkerantionstherapie;
Dr. rer. nat. Hansjörg Hemminger, Stuttgart (contra), Studium
der Biologie und Psychologie,
habilitiert in Verhaltensbiologie,
Psychotherapeut, Mitarbeiter
Arbeitsstelle für Weltanschauungsfragen, Stuttgart
Leitung: Walter Gasser, Studienleiter VBG, Individualpsychologischer Berater. Thema: Ist die
Vorstellung der Reinkarnation
aus christlicher Sicht haltbar?
Spezialprospekte im VBG-Büro
erhältlich.
TheologieFerienseminar*
21. – 27. Juli 2001 in der Casa
Moscia, 6612 Ascona
„Das Christentum und die Weltreligionen“: Herausforderung –
Mission – Dialog; mit Prof. Dr.
Mariano Delgado, Dozent für
Kirchengeschichte an der Theologischen Fakultät der Universität Fribourg. Missions- und
Religionsgeschichte gehören zu
seinen Forschungsschwerpunkten.
Prospekte mit Anmeldetalon
sind erhältlich bei Martin Forster, Nonnenweg 29, 4055
Basel, Tel. 061 261 08 04, e-mail:
mamforster@datacomm.ch
BERATUNG
„Kreative Beratung“
Vortragsabend mit Lienhard Fluck
Freitag, 22. Juni, 19.15 – 21.00 Uhr
Zeltweg 18, VBG-Zentrum, Zürich
– Was hat Kreativität mit christlichem Glauben und Menschenbild zu tun?
– Wie können wir unsere meist
sehr kognitive Arbeit kreativer gestalten, um auch Erlebniswerte
und emotionale Veränderung zu
schaffen?
– Wie kann man mit Kreativität
Menschen fördern bzw. ihre Kreativität zur Entfaltung bringen?
Infos: Heidi Labhart,
Ueblistrasse 6, 8330 Pfäffikon;
Tel. P 01 950 24 09; G 01 333 73 29,
e-mail: h.labhardt@bluewin.ch
NATURWISSENSCHAFT
Zürich: Treffen am 22.8. und
7.11.01, 17.30 – 19.30 Uhr,
VBG-Zentrum, Zeltweg 18
Lesen und Diskussion anhand
des Buches von Hans Schwarz
„Schöpfungsglaube im Horizont
moderner Naturwissenschaft“
(1966, ISBN 3-7615-9105-5 /
Reihe Apologetische Themen
Band 7 / Friedrich Bahn Verlag),
oder/ und über aktuelle Themen
anhand von Zeitungsartikeln
im Sinn von „Ethik in Naturwissenschaft“.
Auskunft: Daniela Dyntar,
Oerlikonerstr. 45, 8057 Zürich
Tel. P 01 313 28 56,
G 01 255 37 03, e-mail:
danny_amer@hotmail.com
in Basel: Treffen jeweils quartalsweise über Mittag, Auskunft:
Martin Geiser, Birkenweg 34,
4460 Gelterkinden,
Tel. P. 061 981 51 13,
G: 061 688 06 81, e-mail:
martin.geiser@roche.com
SEMINAR
Naturwissenschaft und
Bibel im Dialog*
Die Schöpfungsgeschichte aus
naturwissenschaftlicher Sicht
Samstag, 22. September 2001,
14.00 – 18.00 Uhr in Zürich, Zeltweg 20 (Tram Nr. 3, 5, 8, 9 bis
„Kunsthaus“)
Zielpublikum: Studierende, Berufstätige aus den Fachkreisen:
Agronomie, Architektur, Informatik, Ingenieurberufe, Naturwissenschaft und Pädagogik,
weitere Interessierte
Leitung: Anne-Lise Diserens
dipl.Arch.ETH
Referate: Martin Forster,
Theologe VDM
BAUSTEINE 5/2001
23
TERMINE
Andreas Möckli, Geophysiker,
dipl. sc. nat. ETH
Peter Rüst, Biochemiker,
Dr.sc.tech.ETH.
Kosten: Fr. 20.Detailprospekt/Anmeldung:
Anne-Lise Diserens, Hohenklingenstr. 8, 8049 Zürich, Tel.:
01 341 30 85, Fax: 01 341 30 71,
e-mail: a.diserens@swissonline.ch
FRAUEN
Frauengruppe Zürich*
jeweils am Montagabend, 19.30
– 21.30 Uhr, Zürich
Zeltweg 18 (1. Stock)
Durch die Auseinandersetzung
mit verschiedenen Themen
wollen wir die eigene Situation
in Beruf, Gesellschaft und
Familie bewusster wahrnehmen.
Frauen jeden Alters und
Zivilstandes sind willkommen.
25. Juni: neuer Zugang zur
eigenen Weiblichkeit –
Einführung ins BeckenbodenTraining
mit Eveline Gerber, Physio- +
Gesundheitstrainerin
Vorbereitungsteam: Anne-Lise
Diserens, Raffaella DütschlerDe Giuseppe, Esther Walch
Schindler
Leitung, Auskunft: Anne-Lise
Diserens (siehe oben).
Fraueträff Basel
Donnerstag, 14. Juni 2001,
20.00 – 22.00 Uhr, bei Anna
Bopp, Brunnmattstr. 11, 4053
Basel, 061 361 93 59
„Wir haben uns zum Streiten gern“
Je näher die Beziehung, desto
heftiger die Kämpfe. Warum und
wie wir mit uns nahestehenden
Menschen streiten. Waffenstillstand, Trennung, Versöhnung.
Wir hören einander zu und lernen voneinander. So bekommen
wir Impulse für unser Privatleben, den Beruf, die Gesellschaft.
Singles, Verheiratete, Suchende
und Fragende sind willkommen.
Das vorbereitende Team:
24
BAUSTEINE 5/2001
Anna Bopp, Elisabeth Brunner,
Marianne Huber, Verena Meier.
MÄNNER
VBG-Männerstamm
Zürich
3. Juli 2001, 18.30 Uhr, im VBGZentrum, Zeltweg 18, 8032
Zürich, 1. Stock; gemeinsames
Picknick, persönlicher Austausch,
Gespräch über ein Thema
Zielpublikum: Männer ab 30
Es laden ein: André Burnand und
Felix Ruther
Auskunft: Felix Ruther (siehe
„Gottesdienst“)
INGENIEURE
Zürich: Mittagstreff für
Ingenieurinnen und
Ingenieure
Jeweils am Mittwoch, ab 12.15
Uhr, 13. Juni 2001
im Restaurant Olivenbaum beim
Bahnhof Stadelhofen, 1. Stock,
am runden Tisch. Keine Anmeldung nötig.
ARCHITEKTUR
Zürich-Höngg –
ökologisch bauen
Samstag, 30. Juni 2000, 14.15 –
17.30 Uhr, anschliessend lädt
uns Beat Kämpfen zu einem kleinen Imbiss ein
Treffpunkt: Tramstation „Eschergutweg“, Tram Nr. 13, Richtung
Frankental
Inhalt: Minergie-Haus, Umbau
eines Wohn- und Gewerbehauses an der Limmattalstrasse.
Stichworte dazu: Fassaden mit
Sonnenkollektoren und Solarzellen, vorgehängte Holzrahmenfassade mit gestrichenen Zementplatten, Holzsolarheizung.
Bilanziertes Nullheizenergiehaus, Neubau, 6 MaisonetteEigentumswohnungen im Rütihof. Stichworte dazu: Heizung,
Warmwasser, Lüftung = O Jahresbilanz, Luftwärmepumpe,
Sonnenkollektoren an der Fassade und Solarzellen auf dem
Dach, Holzplattenbauweise.
Zielpublikum: Architektinnen,
Architekten, weitere Interessierte
Leitung: Beat Kämpfen,
dipl.Arch.ETH, Zürich
Kosten: Fr. 20.–
Auskunft/Anmeldung: Anne-Lise
Diserens (siehe „Seminar“)
VBG
TAG U NG E N
9./10.6.2001
Psychologie und Glaube
Muss die Wut denn
Sünde sein?
01 362 08 55
INFORMATIK
Treffen in Zürich/
Ostschweiz
29. Juni, 28. Sept., 7. Dez. 2001
jeweils abends, Ort offen
Auskunft: Fred Kaeser, Moosstr.
44, 8625 Gossau, Tel. 01 936 14
15, e-mail: fkaeser@netpoint.ch
Treffen in Bern
15. Aug., 15. Nov. 2001
12.15 – 13.00, Restaurant
Beaulieu, Erlachstr. 3, Bern
Auskunft: Marianne Rauber,
Buchholzstr. 57B, 3604 Thun,
Tel. 033 335 00 44, e-mail:
marianne.rauber@freesurf.ch
REGIONALE TREFFEN
Agglotreffen Bern*
Donnerstag, 21. Juni 2001, im Hotel alfa, Laupenstrasse 15, Bern
Thema: Die junge Generation und
das schamorientierte Gewissen
Referent: Hannes Wiher, Arzt
und Theologe
Ablauf: 12.00 Uhr Aperitif, 12.15
Uhr Input, 13.00 Uhr Mittagessen, Open end
Auskunft/Anmeldung: Hanspeter Schmutz, Krankenhausstr.
5, 3672 Oberdiessbach,
Tel. 031 772 03 80,Fax 772 03 81,
e-mail: hschmutz@access.ch
Agglotreffen Zürich
Donnerstatg, 28. Juni 2001,
im Restaurant „Weisser Wind“,
Oberdorfstr. 20, Zürich,
12.15 – ca. 13.45 Uhr (Open end)
Input: Aspekte einer gesundmachenden Spiritualität
Referent: Felix Ruther, VBG-Leiter
Auskunft/Anmeldung:
Anne-Lise Diserens (siehe
„Seminar“)
9./10.6.2001, Winterthur
Agronomie
Soz. Zündstoff im Strukturwandel
052 378 11 27
13.6.2001, Zürich
Mittagstreff
IngenieurInnen
17.6.2001, Zürich
Gottesdienst mit
Wolfgang Bittner
21.6.2001, Bern
Agglotreffen
22.6.2001, Zürich
Kreative Beratung
28.6.2001, Zürich
Agglotreffen
29.6.2001 (Ort offen)
Informatiktreffen
Zürich/Ostschweiz
30.6.2001, Zürich
Ökologisch bauen
30.6.2001, Fribourg
Zwischenhalt am
Samstagmorgen
026 322 77 27
17.-19.8.2001, Wildberg
Stilles Wochenende
26.8.2001, Zürich
Gottesdienst mit Wolfgang Bittner
I N S E RATE
Christliches Internat Gsteigwiler
Berner Oberland – Schweiz
Wir sind ein Internat mit etwa 36 Knaben und Mädchen der Real- und
Sekundarstufe. In Grindelwald haben wir eine Aussenstation für 8
Schülerinnen und Schüler und im Jointventure mit dem Jugendheim
Sternen betreiben wir ein Jugendschiff. Ab Oktober 01 wird eine
Schule für Sozialpädagogik eröffnet, bei der wir bei der Gründung
mitgeholfen haben.
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Lehrerin / Lehrer
ab August 2001 oder nach Vereinbarung
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85 – 100%-Pensum an einer Klasse mit 12 Jugendlichen
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●
Wir erwarten
Beziehung zu Jesus Christus
● engagierte Persönlichkeit
● „elastische Festigkeit“
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Wir bieten
● zeitgemässe Besoldung und Sozialleistungen
● ein initiatives Team
● Arbeiten mit dem Qualitätssystem 2Q
Auf Anfragen und Bewerbungen freut sich:
René E. Häsler, lic. phil., Christliches Internat Gsteigwiler,
3814 Gsteigwiler, Tel. 033/ 827 81 00.
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8499 Sternenberg Tel 052 397 13 13 Fax 052 397 13 00
E-Mail sunnebad@chrischona.ch
Wohngemeinschaft
Ich bin eine 47-jährige Frau und
suche auf diesem Wege einen
Platz in einer Wohngemeinschaft
(keine Untermiete). Bevorzugte
Gegend: die Umgebung von Bern.
Bettina Feller, Manuelstr. 68, 3006
Bern, Tel. 031 352 07 19
Gründung WG
Ich (w/32) möchte auf Sommer/
Herbst in Bern/Umgebung eine
WG gründen. Falls du Interesse
hast, melde dich unter der Tel.
031 372 94 29
Ferienkurswoche
„Tanz mit und ohne körperliche
Behinderung“ vom 2. – 8. September 2001 im CVJM-Zentrum Hasliberg. Infoline: Bär Dorothea, Tel.
052 232 38 54 oder 079 291 99 14
Heilender Umgang mit sich
selber und andern
Vom 25. – 27. Juni 2001 findet im
Sunnebad ein seelsorgerlicher
Kurs zu dieser Thematik statt.
Leitung: Arnold Bölsterli.
Informationen und Anmeldung:
Sunnebad, 8499 Sternenberg,
Tel. 052 397 13 13
Müttertreff der Region Zürich
(Unterstrass und Oerlikon,
meistens)
Wir treffen uns 1x monatlich, donnerstags 20-22h.
Zur Zeit sind wir 6 Mütter mit Kindern im Alter von 1-14 Jahren, auch
Teenagermütter sind herzlich willkommen.
Wir lesen zu Hause ein Buch (etwa
kapitelweise), zum Beispiel über
Frausein, Kindererziehung, geistliche Themen usw. reden darüber
und tauschen uns aus über unsere
Situationen und Gebetsanliegen
von zu Hause. Wir würden uns
über neue Gesichter in unserer
Runde sehr freuen.
Kontaktperson: Cornelia Hässig,
Talweg 165, 8610 Uster, Tel./Fax
01 94174 15
Herausforderung
Mann mit Herz und Verstand,
sportlich, attraktiv, humorvoll und
zielstrebig, Mitte 30, sucht interessante, attraktive Sie.
Bildzuschriften unter Chiffre 5001,
Inseratenverwaltung, Dachsweg
12, 4313 Möhlin
Achtung: Ab sofort neue Adressen!
Informations- und Publikationsstelle der VBG (IPS),
Redaktion „Bausteine“, VBG Verlag, Hanspeter Schmutz, Redaktor BR
Krankenhausstr. 5, 3672 Oberdiessbach
Tel. 0041 (0)31 772 03 80, Fax 0041 (0)31 772 03 81
e-mail: hschmutz@access.ch, homepage: www.bibelgruppen.ch
Für Inserate: Ruth Imhof-Moser, Dachsweg 12, 4313 Möhlin
Tel. 061/851 51 81, Fax 061 851 51 97, e-mail: ruth.imhof@pop.agri.ch
BAUSTEINE 5/2001
27
Willkommen im Campo Rasa!
Forschung
und Kontemplation
Das neue Angebot des Campo Rasa:
Für Studierende, Forschende, Berufstätige, die in der
speziellen Atmosphäre eines Bergdorfes mit Kopf,
Herz und Hand arbeiten wollen.
Inspirierendes Umfeld – Ruhe – gesunde Küche –
günstige Unterkunft – Internetanschlüsse und andere
technische Angebote – Wandern – Lese- und
Arbeitsräume – Räume der Stille – Tagesgebetszeiten – Abendliturgie etc.
Verlangen Sie unsere Dokumentation
Campo Rasa, 6655 Rasa-Intragna,
Tel. 091 798 13 91, info@camporasa.ch, www.bibelgruppen.ch
Möchten Sie auf der attraktiven Rückseite der Bausteine inserieren? Auskunft: 061 851 51 96, e-mail: ruth.imhof@pop.agri.ch
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Seele and Geist
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