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Formen der Aneignung des Spectators in der Romania: Die

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Karl-Franzens-Universität Graz
Institut für Romanistik
 Merangasse 70/3, A-8010 Graz
E-Mail: romanistik@uni-graz.at
Website: www.romanistik.uni-graz.at
Formen der Aneignung des Spectators in der Romania:
Die französischen Zeitschriften
Projektleiter: Klaus-Dieter Ertler
Fördergeber: FWF
Mitarbeiter:
Hannah Bakanitsch
Lilith Burger
Laufzeit:
01.11.2014 – 31.10.2017
Abstract:
Im Rahmen des vorliegenden Projekts planen wir die formale wie thematische Auswertung der auf
Französisch verfassten Moralischen Wochenschriften Le Misantrope <sic>, Le Nouveau Spectateur
(Van Effen), La Spectatrice, Le Nouveau Spectateur (Bastide) und Le monde comme il est (Bastide).
Am Beispiel dieser Zeitschriften soll illustriert werden, wie die Strategien der Fiktionalisierung zum
Ausdruck kommen und in welcher Form sie im Spannungsfeld von inszenierter Mündlichkeit und
Schriftlichkeit zu beobachten sind. Es sind vorrangig die Konstruktionsprinzipien der französischen
Spectators in ihrer narratologischen Feinstruktur zu untersuchen.
Des Weiteren ist das auf diese Weise inszenierte Spiel von Maskierung und Demaskierung, das
insbesondere über narrative Filter verläuft, die subtil in das Kommunikationssystem der
Wochenschriften eingeschoben werden zu analysieren. Es soll systematisch beschrieben werden, wie
die betreffenden Mikroerzählungen die Vermittlung der neuen Werte des 18. Jahrhunderts
strukturieren und ein Gegenangebot zum traditionellen Diskursschema liefern. Auf diese Weise kann
nachvollzogen werden, in welchem Ausmaß die für die französischen Spectator-Nachahmer
notwendige Differenz der Beobachtung sichtbar wird und wie sich daraus eine fiktionalisierte
Diskussion entspinnt, die den Erzählinstanzen gleichzeitig auch ein hohes Maß an Diskretion sichert.
In einem dritten Schritt sind die Intertextualitätsphänomene zu untersuchen. Zu beginnen wäre im
vorliegenden Projekt mit der Einbettung der genannten Titel in den europäischen Gesamtzusammenhang. Nach einer Sichtung möglicher konkreter Vorlagen, insbesondere des englischen Originals,
sind Frequenzstudien geplant, die die Zusammenhänge und Verlaufsprozesse der Rezeption
nachzeichnen. Sowohl auf thematischer wie auch auf formaler Ebene ließen sich dadurch etwaige
Verflechtungen der Wochenschriften mit ihren europäischen Pendants erkennen, die synoptisch in
einem breiter gefassten Rahmen veröffentlicht werden können. Damit wäre auch der Grundstein für
den weiteren Ausbau unserer Datenbank (http://gams.uni-graz.at/mws) in Richtung der französischen
Schriften gelegt.
Wir wollen in diesem Projekt an den Stand der letzten einschlägigen romanistischen Fachtagungen
anschließen, insbesondere an die Sektion „Il Caffè“ des Romanisten Tages in München (2001) sowie
an unsere Sektionen „Moralische Wochenschriften in Europa“ des Romanisten Tages in Bonn (2009)
und der Internationalen Gesellschaft für die Erforschung des 18. Jahrhunderts in Graz (2011). Die
Ergebnisse werden zum Teil in der von uns bei Peter Lang gegründeten Reihe „Die Aufklärung in der
Romania“ erscheinen.
Stand: 21.10.2014
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Bildung
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