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Gelbe Engel – fast wie im Flug zur Stelle - Siemens

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Die Vision von Siemens Corporate Technology:
Nahtlose Kommunikation | Verkehr
richtige Einblendung von Pfeilen in das LiveBild den Weg zum Zielort zeigt.
Bereits heute sind Technologien verfügbar,
die eine Orts- und Perspektivenbestimmung
auf Grund eines Fotos vornehmen können. Am
Bahngleis steigt Steven in den ICE. Eine Weiterentwicklung des ICE 3 ist der Velaro, der
schnellste Serienzug der Welt, der seit Mai
2007 zwischen Madrid und Barcelona verkehrt.
Selbst bei nur halber Belegung verbraucht er
umgerechnet nur rund zwei Liter Benzin pro
Sitzplatz und 100 Kilometer und emittiert damit zwei Drittel weniger Kohlendioxid als ein
typisches Flugzeug.
Auch den Sitzplatz findet Steven schnell mit
Hilfe seines Assistenten, der innerhalb des Zuges mit WLAN-Ortung seine Position lokalisiert.
Eine freundliche Stimme dirigiert ihn in die
richtige Richtung: „Bitte jetzt nach rechts“. Hat
er sich seinem Sitzplatz bis auf zirka drei Meter
angenähert, begrüßt ihn auch schon das Display am Sitz mit „Willkommen Steven!“ Dann
erscheint ein Begrüßungsbild, wie es in Hotels
üblich ist, mit der Auswahl der verfügbaren Filme und Radiosender. Hier kann Steven jetzt
auch seine E-Mails ansehen und bearbeiten.
In Bahntechnik vereintes Europa. Obwohl
sein Ticket in der Jackentasche steckt, wird es
mittels RFID (Radio Frequency Identification)
automatisch entwertet. Er kann nun seine Reise zum Flughafen bei Tempo 300 ungestört genießen; sie wird vom einheitlichen europäischen Zugsicherungssystem Trainguard ETCS
überwacht. Es kontrolliert Standort, Geschwindigkeit und Richtung jedes einzelnen Zuges,
und bietet damit ein Höchstmaß an Sicherheit
und zugleich kürzere Taktzeiten, weil die Züge
in kürzeren Abständen fahren können. Steven
erreicht seinen Flug pünktlich.
Alle Akteure im Verkehr besitzen stets die aktuellen
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Pictures of the Future | Herbst 2007
Schnell am Einsatzort: Die Pannenhelfer des Österreichischen Automobilclubs werden von einem
Informationen. Zentrale Systeme managen den Ver-
IT-System von Siemens unterstützt. Pro Tag absol-
kehr und sorgen für eine nahtlose Kommunikation.
vieren die Mitarbeiter mehr als 2.000 Einsätze.
Aktuelle Verkehrsinformationen
Einbindung von Zugverkehr
und Flughafen
Parkraum-Management
Telematik für reibungslosen Verkehrsfluss
Aktuelle Fahrplanauskunft
Intelligente Verkehrsinformationen
Zum Glück muss er sich keine Sorgen um
die Ausstellungsstücke für die Messe machen.
Die waren dank des auf dem Hamburger Südbahnhofs installierten Cargo-Managementsystems Vicos CM ebenfalls sicher und pünktlich
auf ihrem Weg. „Eine der größten Herausforderungen für den Gütertransport ist die Schaffung eines einheitlichen, elektronischen Frachtbriefs für alle Transportsysteme und Länder,
also die Überwindung der technischen und regulatorischen Hindernisse“, erläutert Moninger.
Eine effektive Steuerung der globalen Transportströme benötigt ein übergreifendes Logistikmanagement, das mit einem GPS-Tracking
gekoppelt ist und jederzeit Aufschluss über
Identität und aktuellen Standort eines Frachtguts gibt. Heute wird das Thema elektronischer
Frachtbrief vor allem durch die US-Sicherheits-
Vernetzung macht den Verkehr komfortabler,
pünktlicher, umweltfreundlicher und effizienter.
ETCS ist das einheitliche europäische Zugleit- und Zugsicherungssystem, das bereits
heute auf verschiedenen Streckenabschnitten
im Einsatz ist – zum Beispiel auf der Strecke
Madrid-Barcelona, von Amsterdam zur belgischen Grenze oder zwischen Halle und Leipzig.
Auch durch den Flughafen lotst ihn sein Reiseassistent direkt zum Einsteigen am Gate. Das
Ticket wird beim Einchecken berührungslos erkannt. Steven drückt als registrierter Vielflieger
nur seinen Zeigefinger auf einen Fingerabdruck-Scanner. In der Maschine setzt er sich auf
seinen Platz und bekommt seinen Lieblingsdrink serviert.
Nahtlose Kommunikation | Einsatzzentralen
behörden vorangetrieben, die genau wissen
wollen, was in jedem Container steckt. Für die
EU-weite Harmonisierung ist die European Rail
Agency (ERA) zuständig. „Dazu gehört dann
auch“, erklärt Moninger, „die Harmonisierung
grundlegender Techniken wie der Einrichtung
von Frachthubs, in denen die Güter problemlos
zwischen verschiedenen Transportmitteln wie
Schiff, Bahn, Lkw und Flugzeug hin- und herbewegt werden können.“
Millionen Transportkilometer hinterlassen
Spuren an den Zügen, die möglichst ohne Zeit
und Geld kostende Standzeiten repariert oder
ersetzt werden müssen. So konzentriert sich
Siemens zusammen mit den Bahnbetreibern
darauf, vorhersehbare Ausfälle zu vermeiden
und die Logistikprozesse anzupassen. Prävention mit Ferndiagnose heißt das Schlagwort.
Eine ausgefeilte Ersatzteilversorgung unterstützt anstehende Wartungen. Dies wurde für
die von mehreren europäischen Bahngesellschaften eingesetzten über 160 Siemens Eurosprinter ES 64 realisiert: Meldet beispielsweise
das Remote-Fehlerüberwachungssystem: „Nach
weiteren 5.000 Kilometern müssen die Filter
ausgetauscht werden“, so ermittelt das Ersatzteilsystem automatisch den Lagerort der Ersatzteile und den besten, möglichst ohne Umwege zu erreichenden Ort für den Filtertausch.
Zudem beauftragt es den Logistik-Dienstleister
mit der Lieferung zum geplanten Zeitpunkt an
den Austauschort und den Servicetechniker.
Die weitere Reise nach Paris verläuft nach
Plan. Trotz des dichten Autoverkehrs kommt
Steven rasch zum Messegelände in ChateletLes-Halles. Er nimmt die von Siemens gebaute
fahrerlose Metro der Linie 14, die in der
schnellsten Taktung etwa alle 100 Sekunden
fährt. Auch seine Container mit den Energiesparmotoren sind pünktlich eingetroffen. Die
Schnittstellen zwischen den Verkehrsträgern
Bahn und Flugzeug haben gut funktioniert. Ob
und wann die weitergehende Vision eines integrierten Verkehrs mit seinen kundenfreundlichen Diensten Realität wird, ist noch offen –
die Technologien sind jedenfalls schon vorhanden. „Die Vernetzung von Dienstleistungen und
Verkehrsmitteln“, resümiert Moninger, „ist absolut notwendig, damit der Verkehr in den Ballungsräumen komfortabler, pünktlicher, umweltfreundlicher und möglichst effizient fließen
kann.“
Harald Hassenmüller
Gelbe Engel – fast
wie im Flug zur Stelle
Ob Polizei, Feuerwehr oder Verkehrshelfer – eine umfassende Vernetzung ist
für Einsatzleitstellen von großem Vorteil. Intelligente Software von Siemens
meistert die Komplexität und bringt Hilfe schneller an den Ort des Geschehens.
A
ls Katharina Wojtowska ihren Sohn von einem Wiener Kindergarten abholen will,
startet das Auto nicht. Ein Anruf beim ÖAMTC –
dem österreichischen Automobilclub – genügt,
und eine halbe Stunde später ist Andreas Brezina bei ihr. Die Diagnose des Pannenhelfers:
defekte Lichtmaschine. Er schließt das Auto an
die Batterie seines Einsatzwagens an, und der
Motor startet. Zur nächsten Werkstatt kann Ka-
tharina Wojtowska dann selbst fahren. Während Brezina Wojtowskas Mitgliedskarte in sein
mobiles Lesegerät im Kofferraum schiebt,
schwärmt sie: „Von der schnellen Reaktionszeit
des ÖAMTC bin ich beeindruckt.“ Solches Lob
macht sie stolz, die „Gelben Engel“. So heißen
die Pannenhelfer wegen ihrer knallig-gelben
Fahrzeuge. Fast 800.000 Einsätze absolvieren
Brezina und seine Kollegen pro Jahr.
Manchmal kann der Job alles andere als
himmlisch sein; der Januar 2006 war so eine
Zeit. Nachts überzog oft eine dicke Eisschicht
tausende Autos. „Solche Situationen bedeuten
für uns Dauereinsatz“, erzählt Brezina. Nicht
nur in solchen Spitzenzeiten muss der ÖAMTC
seine Einsätze so effizient wie möglich auf die
Fahrer sowie andere Leistungserbringer verteilen: auf Krankenwägen, Hubschrauber und den
Pictures of the Future | Herbst 2007
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Nahtlose Kommunikation | Einsatzzentralen
ÖAMTC Ambulanzjet – eine Art fliegende Intensivstation für Verletzte.
„Es geht nicht nur darum, unseren Mitgliedern schnell Hilfe zukommen zu lassen, ob sie
nun einen Platten haben oder einen schweren
Unfall im Ausland“, sagt Peter Koller, Leiter des
Telefonservice des ÖAMTC. „Es geht auch darum,
sie spüren zu lassen, dass sie das Wichtigste für
uns sind – ohne die Kosten aus dem Blick zu
verlieren.“ Möglich wird das durch ein harmonisches Zusammenspiel motivierter Mitarbeiter
und IT-Lösungen von Siemens.
Vor rund zehn Jahren wurden noch alle Anrufe in der Wiener Zentrale auf Zetteln per
Hand erfasst und mit einem Förderband zum
Disponenten transportiert, der per Funk einen
Fahrer verständigte. Alle Fahrer und deren
aktuelle Standorte musste er ständig im Kopf
haben. Nicht selten kam es zu Missverständnissen und Wartezeiten für Mitglieder oder zu
Leerfahrten, was unnötige Kosten verursachte.
„Mit der Software-Lösung von Siemens haben wir in den vergangenen Jahren unsere Effizienz nachhaltig gesteigert“, schwärmt Koller.
Heute ist die ÖAMTC-Leitzentrale am Wiener
Stadtrand in einem Neubau im Grünen untergebracht. Im Erdgeschoss befinden sich die stationäre Pannenhilfe und technische Prüfdienste, darüber das Callcenter. Dort nehmen
Mitarbeiter an den Telefonen die Standorte der
liegengebliebenen Fahrzeuge auf. In einem
Nebenraum werden sie – mitsamt der vorläufigen Fehlerdiagnose – den Disponenten auf einer digitalen Straßenkarte angezeigt. Auf zwei
weiteren Bildschirmen können sie den Status
von Einsätzen überprüfen und den Fahrern
neue Einsätze zuweisen. Bestimmte Routineeinsätze werden vollautomatisch speziellen
Fahrern zugeordnet und den Mitarbeitern vom
System nur noch zur Bestätigung vorgelegt.
Die Pannenhelfer wiederum bekommen auf
Touchscreen-Displays neben dem Lenkrad ihre
Mehr Sicherheit durch Palcom
„Die mächtigsten Technologien
sind die, die verschwinden. Sie
verweben sich mit unserem
täglichen Leben und lassen sich
davon nicht mehr trennen.“ Mit
dieser Vision allgegenwärtiger
Computer prägte Mark Weiser –
ehemals Leiter der weltbekannten
Xerox Forschungslabors – vor rund
20 Jahren den Begriff des „ubiquitous computing“. Heute rückt
diese Vision in greifbare Nähe. Im
Rahmen des EU-Projektes Palcom
entwickeln rund 100 Forscher und Entwickler aus ganz Europa diesen Gedanken weiter und gaben ihm
den Namen: „palpable computing“ – eine offene Software-Architektur, die immer umfassendere IT–
Lösungen leichter handhabbar macht und sich vom Endanwender besser verstehen und nutzen lässt.
Die Rechnerleistung steht unvermittelt zur Verfügung, wird besser greifbar – also „palpable“. Dr. Reiner
Schmid von Siemens Corporate Technology arbeitete mit seinem Team an der Software-Architektur, die
derzeit in ersten Projekten genutzt wird. So baute die ebenfalls am Projekt beteiligte Universität Aarhus
für das skandinavische Tall Ships’ Race mit rund 100 Schiffen im Juli 2007 eine wegweisende Leitstelle
auf: Der Forscher Preben Mogensen und sein Team verteilten mobile Geräte an Einsatzkräfte, die das
dreitägige Sportereignis mit rund 700.000 Besuchern am Hafen von Aarhus sicherten. Mit diesen Geräten konnten sie aktuelle Informationen, beispielsweise Fotos, für die Leitstelle zusammentragen. Zugleich meldeten sie via GPS ihren Aufenthaltsort. Auf einem wandfüllenden Bildschirm erschienen in
einer Darstellung des Hafengeländes die Positionen der Schiffe wie auch der Hilfskräfte. Durch WLANVerbindungen wurden Videobilder wichtiger Punkte, etwa der Showbühne, live in die Zentrale übertragen. Mit einem Klick konnten diese aus der Gesamtdarstellung heraus abgerufen werden (Bild oben).
Mogensen ist stolz auf die Leistung seines Teams; denn obwohl die einzelnen Technologien schon auf
dem Markt sind, ist ihre anwenderfreundliche Kombination in einer Leitstelle in dieser Komplexität
Neuland: „Auf Grundlage der Software-Architektur, die von Siemens und weiteren Partnern entwickelt
wurde, hat unser Projekt gezeigt, wie durch vernetzte Systeme und benutzerfreundliche Schnittstellen
komplexe Sicherheitslösungen in der hoffentlich nicht allzu fernen Zukunft aussehen können.“
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Pictures of the Future | Herbst 2007
nächsten Stationen angezeigt. Sind sie nur
noch wenige Minuten vom Fahrzeug des Mitglieds entfernt, kündigen sie sich telefonisch
an – ein Druck auf den Bildschirm genügt und
schon baut sich eine Mobilfunk-Verbindung zu
dem Wartenden auf. Dieser muss deshalb nicht
mehr wie früher unmittelbar beim Fahrzeug
bleiben. „Den gesamten Einsatz sowie meine
Diagnose und die Reparaturversuche kann ich
direkt mit meinem mobilen Arbeitsgerät erfassen“, sagt Brezina. „So sparen wir Zeit bei der
Dokumentation und sind schneller beim nächsten Einsatz. Außerdem sehe ich, ob ein Mitglied seinen Beitrag überhaupt gezahlt hat.“
Durch den ständigen Kontakt zwischen Zentrale und Fahrer – per GPRS-Verbindung über ein
Siemens-Modem – ist sichergestellt, dass alle
Beteiligten ständig auf dem gleichen Sachstand sind. Die Pannenstatistiken sind dadurch
schneller verfügbar und genauer. Das hilft
kurz- und langfristig, um die Personalplanung
noch effizienter zu machen.
Pannengeschichte gespeichert. Auch Versicherungsleistungen des ÖAMTC, etwa der Auslandskrankenschutz, sind an die umfassende
Software-Lösung angebunden. Mitglieder müssen ihre Pannengeschichte nicht mehrfach erzählen, beispielsweise wenn sie nach erfolgreicher Bergung durch den ÖAMTC im Rahmen
ihres zusätzlichen Schutzbriefes einen Mietwagen für die Heimreise benötigen. Die Mitarbeiter in Wien bekommen den gesamten Vorgang
automatisch am Bildschirm angezeigt. Und hält
sich das Mitglied etwa in Italien auf, zeigt das
System automatisch die wichtigsten Nummern
von Dienstleistern vor Ort an – statt die Telefonisten mit der Suche in Nummernverzeichnissen zu beschäftigen.
„Ein entscheidender Vorteil der SoftwareLösung besteht in ihrer Flexibilität“, sagt Ralf
Mahnkopf vom Siemens Geschäftsgebiet SBT
SES, der den Kunden ÖAMTC in diesem Software-Projekt von Anfang an betreute. Aus der
täglichen Arbeit entwickelt der Automobilclub
ständig neue Ideen, wie die Prozesse weiter
verbessert werden können. Peter Koller möchte
diese dann so rasch wie möglich im System abbilden – ohne dass Siemens-Informatiker alles
neu programmieren müssen. Durch einfache
Masken können geschulte IT-Kräfte des ÖAMTC
selbstständig manche Funktion verändern,
etwa die Farben oder Symbole, in denen verfügbare Fahrzeuge den Disponenten angezeigt
werden. „Nur wenn es richtig komplex wird,
müssen wir die Hilfe von Siemens in Anspruch
nehmen“, sagt Koller.
Ähnlich flexible Software-Lösungen setzen
sich in Einsatzleitzentralen auf der ganzen Welt
durch. Oft finden sich heute verschiedene Not-
rufe unter einem Dach, etwa in Finnland. Dort
installierte Siemens die Infrastruktur, um Polizei, Feuerwehr und Notärzte zentral zu disponieren. „Nicht nur im Katastrophenfall kann
dies entscheidende Vorteile bringen“, erläutert
Peter Löffler, Koordinator der Forschung und
Entwicklung bei Siemens Building Technologies, SBT SES: „Einsatzleitzentralen werden
immer mehr zu Entscheidungszentralen, in denen Menschen unter ständigem Stress stehen.
Um das optimale Zusammenspiel zwischen der
Software und den Menschen, die sie bedienen,
sicherzustellen, ist es von Vorteil, wenn die Programme modular aufgebaut sind und schnell
und flexibel an veränderte Erfordernisse angepasst werden können.“
Die Vernetzung von Zentrale und Einsatzkräften vor Ort – wie beim ÖAMTC – aber auch
zwischen verschiedenen Zentralen in einem integrierten System bringt noch weitere Vorteile:
Die Daten aus Einsätzen lassen sich für Simulationen von Ernstfallszenarien nutzen. „Diese
Szenarien werden immer präziser und helfen
bei der Schulung von Einsatzkräften, aber auch
bei der Einsatz- und Ressourcenplanung“, sagt
Löffler. Zudem stehen immer mehr und qualitativ hochwertigere Informationen von Sensoren zur Verfügung; das können Temperaturoder Rauchmelder in Gebäuden sein, oder in
jüngster Zeit auch schon Videokameras, die
selbsttätig Bewegungen erfassen und melden
(Pictures of the Future, Frühjahr 2007, S.25).
„In einigen Jahren dürften wir so weit sein,
dass Kameras auffällige Muster – etwa im Verhalten von Passanten – erkennen können und
die Aufmerksamkeit geschulter Einsatzkräfte
auf möglicherweise gefährliche Situationen
lenken“, erklärt Löffler. Seien es Hooligans im
Stadion oder aber, weniger komplex, zähe
Staus im Stadtverkehr, die Rettungswege versperren.
Doch eines steht für Löffler und sein Team
fest: Intelligente Systeme sind erst einmal nur
Helfer, die dem geschulten Personal die Entscheidungslast bei Routineaufgaben abnehmen. Wo es um Leben und Tod geht, wie in
mancher Rettungsleitstelle, entscheidet und
handelt weiterhin der Mensch. So auch beim
ÖAMTC in Wien. Das bestätigt Peter Koller, der
Chef des Telefonservices: „Es geht bei unserer
Tätigkeit eben letzten Endes weniger um
Autos, als um Menschen; Menschen, die rasch
Hilfe benötigen.“ Die Hilfe von „Gelben Engeln“
wie Peter Brezina.
Ihren dreijährigen Sohn hat Katharina Wojtowska, das Pannenopfer, auf Grund ihrer guten Erfahrungen jedenfalls schon kostenlos als
ÖAMTC-Juniormitglied angemeldet. Man kann
eben nie zu jung sein, um sich die Hilfe eines
Engels zu sichern.
Andreas Kleinschmidt
Auf den Punkt …
Das Internet wird sukzessive zum umfas-
LEUTE:
senden Medium für den Transport aller Daten.
Kommunikation allgemein:
Vor allem aufgrund mobiler web-fähiger Ge-
Prof. Dr. Hartmut Raffler, CT IC
räte wird die Zahl der Breitband-Internetnutzer
hartmut.raffler@siemens.com
bis 2015 auf rund fünf Milliarden anwachsen.
Nokia Siemens Networks:
Großen Anteil hat das Web 2.0: der Austausch
Dr. Stephan Scholz, stephan.scholz@nsn.com
von Filmen, Musik und Bildern sowie Anwen-
Zuhause:
dungen für neue soziale Bindungen. (S.81)
Thomas Hauser, SBT
hauser.thomas@siemens.com
Eine zentrale Rolle spielt die Usability. Da-
Björn Fehrm, FSC
mit viele Menschen sowohl Geräte als auch
bjorn.fehrm@fujitsu-siemens.com
Dienste nutzen können, müssen diese so
Udo Biro, NSN, udo.biro@nsn.com
einfach wie möglich zu bedienen sein. Die
Telefonanlagen:
Displays werden zudem größer. (S.82)
Karl Klug, SEN, karl.klug@siemens.com
Energietechnik:
Im Mobilfunk erweitern Unternehmen wie
Dr. Rainer Speh, PG, rainer.speh@siemens.com
Nokia Siemens Networks die Bandbreite auf
Dr. Hans-Gerd Brummel, PG
mehrere hundert Megabit pro Sekunde. Dazu
hans-gerd.brummel@siemens.com
entwickeln sie UMTS und WiMAX weiter und
Dr. Thomas Werner, PTD
arbeiten an Lösungen für den Mobilfunk der
thomas.werner@siemens.com
4. Generation, die eine Bandbreite von einem
Produktion:
Gigabit pro Sekunde bieten sollen. (S.84)
Dr. Heiner Röhrl, A&D,
heiner.roehrl@siemens.com
Kommunikationstechnik ist für alle Berei-
Ewald Kuk, A&D, ewald.kuk@siemens.com
che ein Wettbewerbsfaktor. In der industriel-
Dr. Rainer Sauerwein, CT IC
len Produktion müssen Daten jederzeit für alle
rainer.sauerwein@siemens.com
Beteiligten verfügbar sein, um Güter effizien-
IT-Sicherheit:
ter und flexibler herstellen zu können. Mit
Dr. Stephan Lechner, CT IC
modernen Leitsystemen werden Kraftwerke
stephan.lechner@siemens.com
möglichst ressourcenschonend gefahren.
Dr. Johann Fichtner, CT IC
Siemens bietet die jeweils passende Technik
johann.fichtner@siemens.com
an und macht Anlagen aller Art unangreifbar
Medizin:
für Hacker. (S.90, 92, 94)
Dr. Michael Meyer, Med
michael-meyer@siemens.com
Die Industrie setzt verstärkt auf drahtlosen
Dr. Friedrich Fuchs, Med
Datenverkehr. In Fabriken ergänzen Funknetze
friedrich.fuchs@siemens.com
die Bus-Technik. Die Industrial WLAN-Lösung
Verkehr:
von Siemens bietet höchste Zuverlässigkeit
Friedrich Moninger, TS
und garantierte Bandbreite. (S.92)
friedrich.moninger@siemens.com
Einsatzzentralen:
Im Gesundheitswesen hilft vernetzte
Peter Löffler, SBT, peter.loeffler@siemens.com
Informationstechnologie, Patienten effizienter
zu behandeln und Kosten zu senken. Siemens
LINKS:
bietet vielfältige Lösungen – von der elektroni-
Wireless World Research Forum:
schen Patientenakte bis zur Telemedizin. (S.96)
www.wireless-world-research.org
UMTS-Weiterentwicklung:
Reisen werden künftig dank elektronischer
www.3gpp.org
Assistenten und Verkehrsmanagementsysteme wesentlich komfortabler. Übergänge
LITERATUR:
zwischen Straße, Bahn und Flugzeug sollen so
Gerd Siegmund, Einführung in die Tele-
ohne Systembrüche möglich werden. (S.100)
kommunikation. UTB Verlag (2007)
Pictures
Pictures of
of the
the Future
Future || Herbst
Herbst 2007
2007
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Seele and Geist
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