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Leben wie im Mittelalter - Anno 1280

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Zeitung für
Gütersloh
Guten Morgen
Neuer Schrott
Der Sprecher des Werbespots für
ein Automodell verkündet sehr
überzeugend:
»Der neue (...) –
öfter in der
Presse, als an
der Tankstelle!«
Gütsel stutzt.
Was heißt das?
Es tun sich Fragen auf. Wie oft
kann ein Auto
in der Presse
landen?
Und
warum
dann
weniger an der
Tanke? Werden Schrottautos jetzt
beworben und verkauft? Gütsel
glaubt, er hat da etwas nicht
verstanden. Also lauscht er höchst
konzentriert und wartet darauf, diese Werbung nochmal ganz zu hören. Und siehe da: Er sagt: »Der
neue (...) ist von mehreren Zeitungen ausgezeichnet worden.« Jetzt
versteht Gütsel die Presse. Manchmal lohnt es sich, genauer hinzuhören.
Gütsel
Erneut Demo in
Friedrichsdorf
Gütersloh (WB). In Friedrichsdorf ist am Montag, 2. Juni, mit
Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Von 7.10 Uhr bis 8.10 Uhr
wird erneut für eine Ortsumgehung demonstriert.
Am Abend geht es im Heerlager der Gütersloher Gruppe »Die wohlgemuten
Schnapphähne zu Guterslon« mit echtem Met feucht-fröhlich zu (von links): Alexandra und
Leben wie im Mittelalter
»Anno 1280«-Spektakel zieht wieder Tausende aus ganz Deutschland an – Gütersloher Gruppe erstmals dabei
Von Wolfgang W o t k e
Gütersloh
(WB).
Der Gütersloher Carsten
Engel (44), selbständig im
Gesundheitswesen, hat
für vier Tage seine Jeans
und sein T-Shirt abgelegt
und schlüpft in das Gewand eines weit gereisten Medicus im Hochmittelalter. Sein Freund Michael Frohnert, im bürgerlichen Leben Lagermeister, begleitet ihn als
Highlander.
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ist jetzt pflegeleicht,
alle Flächen sind
optimal genutzt und
die poppige
Farbgebung gefällt
unseren Kindern
besonders gut.«
Fam. Zimmer, Büren
Beiden ist die Inszenierung nicht genug. Sie wollen
das Mittelalter live erleben.
Auch Klaus Bernzen (44),
gelernter Fleischer, verbringt am liebsten seine Wochenenden im Bann einer
zurückliegenden
Epoche.
Diesmal haben sie ihr Heerlager zum ersten Mal auf der
Harry Rischar als Graf Otto III. von
Ravensberg (Mitte), der seine Rolle nicht
riesigen Wiese des Bauernhofes Kruse an der Bundesstraße 61 in Gütersloh aufgeschlagen. Dort findet noch
bis Sonntag, 1. Juni, das
Mittelalter-Spektakel »Anno
1280« statt. Eine Reise in die
Zeit der Ritter und Edelleute,
der Landsknechte, Mägde
und Fürsten, von der viele
Menschen noch heute faszi-
nur spielt, sondern sie auch lebt, hat die
sechste Auflage des Spektakels eröffnet.
niert sind.
Was treibt sie dazu, bei
Regen oder bei 30 Grad
Celsius mit schweren Gewändern über einen Acker
zu rennen, am offenen Feuer
ohne moderne Küchengeräte
ein Wildschwein zu zerlegen, in kalten Zelten unter
Pelzen zu nächtigen, oder
Schwertschaukämpfe auszu-
Programm am Wochenende
keine Beratung-kein Verkauf
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Einer geht
durch die Stadt
. . . und hat sich riesig über die
E-Mail mit der Betreffzeile »Der
Urlaub kann beginnen!« gefreut.
Leider kam sie nicht vom Chef,
sondern vom Anbieter von Ferienwohnungen. Also, wohl doch noch
etwas weiter warten muss EINER
Michael Frohnert, Janina Bernzen, Ian Dan, Carsten Engel, Andrea und Klaus Bernzen
stoßen mit Tonkrügen an.
Fotos: Wolfgang Wotke
Wie »Braveheart« im Film:
Mark McGregor aus Hamm.
Samstag:
Gaukeleyen
und Zaubereien, Professor
Abraxo, Zeter & Mordio,
Seiltheater
Luftgaukler,
Stelzentheater, Musik mit:
Absolem, Asa Tru, Barde
Jürgen, Sonor Teutonicus
und Wolgemut, Theater
Feuervogel,
Geschichten
mit Bertholder, Turnier mit
Pferden: Mandshur Tengri:
Die Ritter der Kronen Europas, Mittelalterliche Tänze
mit Faux Pas.
Sonntag: Turnier mit
Pferden: Mandshur Tengri.
So erreichen
Sie Ihre Zeitung
tragen? »Wenn man mal
objektiv darüber nachdenkt,
scheint das Mittelalter gar
nicht so reizvoll gewesen zu
sein«, sagt Carsten Engel. Es
habe reichlich Schmutz und
Gewalt gegeben, kaum Medizin, eine streng in Klassen
unterteilte Gesellschaft und
Hungersnöte satt. Aber dennoch verbinde man romantische und edle Gedanken mit
dieser Zeit. »Da haben Hollywood und Romane beste
Arbeit geleistet«, unterbricht
Michael Frohnert, der gerade dabei ist, aus einem Krug
Met in Tonbecher zu füllen.
Er bringt es auf den Punkt:
»Die Vorstellung von edlen
Rittern, die frei und ungezwungen
leben,
mutig
kämpfen und ihre Damen
vor dem Bösen bewahren,
begeistert natürlich.« Und so
hat sich die kleine Gütersloher Gruppe vor ein paar
Monaten gefunden und sich
als mittelalterliche Gemeinschaft »Die wohlgemuten
Schnapphähne
zu
Guterslon« gegründet. Übersetzt
heißt das: »Die fröhlichen
Wegelagerer von Gütersloh.«
Tische, Stühle, Betten, Truhen und ihre Kostüme haben
die lustigen Freunde in liebevoller Handarbeit selbst
gemacht. Nur der dicke Heubergkäse auf dem Eichentisch ist gekauft. »Das alles
ist zu einer Leidenschaft
geworden«, berichtet Klaus
Bernzen.
»Anno 1280« ist mittlerweile weit über die Grenzen
von
Gütersloh
bekannt.
Mehrere hundert Leute aus
ganz Deutschland zelebrieren das Mittelalterfest. Initiator und Organisator Norbert Morkes hat auch in
diesem Jahr wieder ein Historienschauspiel auf die Beine gestellt, das seines gleichen sucht: alte Tavernen,
eine kleine Ritterburg mit
Bühne, Musikanten tröten
auf Krummhörnern und
Schalmeien oder Dudelsäcken, Marktgeschehen, Ritterturniere
zu
Pferde,
Gaukler und zwei Nächte der
Mythen, Sagen und Legenden. Alles fast historisch
korrekt. Zwar hatte er mit
seinem Team zur Eröffnung
am Donnerstag durch Graf
Otto III. mit dem Wetter zu
kämpfen, doch am Ende
strömten bereits Tausende
auf den Hof.
Furchterregend: Teutonius,
Scharfrichter und Henker.
Die Darsteller lassen ihrer
Phantasie freien Lauf.
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im Internet
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Die Holsteiner zeigen in farbenprächtigen
Ritterkostümen atemberaubende Schwert-
schaukämpfe. Zwölf Stunden haben sie für
den Aufbau ihrer Zelte gebraucht.
Jessica aus Gütersloh spielt
hervorragend Harfe.
Hunderte Menschen in altertümlichen Gewändern marschieren mit Trommeln und Dudelsack-Musik ein.
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