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Ein Mensch, der wahre Gottesfurcht in seinem Herzen hat, ist wie

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Ein Mensch, der wahre Gottesfurcht
in seinem Herzen hat, ist wie die Sonne,
die da scheint und wärmt,
wenn sie auch nicht redet.
Matthias Claudius
Paul-Gerhardt-Haus
- Gemeindehaus -
Lesen Sie in dieser Ausgabe
Nachgedacht
Gemeindeinfos
Himmelfahrtsgottesdienst
Filmabend
Von guten Mächten
Geschichten aus dem Leben
Kinderseite
Termine
Wissenswertes
Meditation
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Nachgedacht
Foto: Wodicka
Seite 2
Sei stets bereit,
jedem
Rede und Antwort
zu stehen,
der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt
1. Petrus 3,15
Träume leben
Hoffnung hat Zukunft. Hoffnung
hat Konjunktur. Hoffnung hat Träume.
Eine groß angelegte Studie untersuchte vor einigen Monaten die Altersträume der Menschen und sortierte sie
nach Illusion und Wirklichkeit. Die immer älter werdende Gesellschaft verändert auch meinen Blick auf die Zukunft, dass mir auf der letzten
Strecke meines Lebens die Hoffnung
nicht ausgeht.
Unser Leben ist ein langer Weg,
schön und schwer. Gott hat mich nicht
allein gelassen auf diesem Weg. Es
gab Menschen, die mich begleitet haben. Menschen aus meiner Familie,
Freundinnen und Freunde, auch Fremde und Unbekannte. „Ich sehe den Menschen an ihren Augen an“, schreibt
Henning Scherf im Vorwort zu jener
Studie, „ob sie im Alter noch Träume
haben.“ Das Leben im Alter weitet
sich aus und differenziert sich zugleich.
Noch vor hundert Jahren haben Eltern nur selten die Heirat ihres jüngsten Kindes erlebt. Heute können sie sogar die Heirat ihrer Enkel erleben. Das
wird in Zukunft seltener – es gibt immer weniger Enkel. Der Anstieg unserer Lebenserwartung und der gesellschaftliche Wertewandel erfordern
einen neuen Hoffnungsbegriff für die
Generationen. Er charakterisiert gemeinsame Lebenssituationen, Ereignisse, Schicksale, Lebensinteressen und
Lebensstile. Sie alle werden Rede und
Antwort stehen müssen.
Erich Franz
Gemeindeinformationen
Seite 3
Aus dem Gemeindekirchenrat berichtet:
In der letzten Sitzung des Gemeindekirchenrates stellte Pfarrer Kindler zunächst ein Artikel von Anselm Grün
mit dem Titel „Erlösung erfahren“ vor.
Hierin beschreibt der Autor seine theologische Sicht über den Kreuzestod
von Jesus.
Darüber hinaus hat sich der Gemeindekirchenrat mit den Finanzierungsplänen für die Bauvorhaben beschäftigt
und die nächsten Feste und Veranstaltungen wurden bedacht.
Es wurde über anstehende Baumschnittarbeiten auf dem Friedhof Jüdenberg
gesprochen.
Abschließend wurde festgelegt, das
gesamte Archivgut in die Zentrale Archivstelle des Kirchenkreises nach Bülzig auszulagern, da dort das Archivgut
geeignet untergebracht werden kann.
Die Kirchengemeinde behält selbstverständlich auch weiter das Zugriffsrecht auf die Dokumente.
Es wurde auch der Termin für die Frühjahrsstraßensammlung in Gräfenhainichen beschlossen. Vom 25.04. bis
02.05.2008 wird die Sammlung, für
Aufgaben in der Kinder- und Jugendarbeit durchgeführt.
Holger Höhne
Kleidersammlung
Auch in diesem Jahr wird es für das
Spangenberg Sozialwerk eine Kleidersammlung geben.
Als Termin dafür ist Mittwoch, 30.
April und Freitag, 02. Mai 2008 festgelegt worden.
Ihre Kleiderspenden können Sie dann
an diesen beiden Tagen in der Zeit
von 10:00 bis 12:00 Uhr und von 15:00
bis 17:00 Uhr im Paul-Gerhardt-Haus
in Gräfenhainichen abgeben.
Es können dafür eigene Verpackungsmaterialen, oder auch die, sicherlich
wieder ausliegenden Beutel des Sozialwerkes genutzt werden.
Für weitere Rückfragen wenden Sie
sich an das Pfarramt oder an die Mitglieder des Gemeindekirchenrates.
Seite 4
Himmelfahrtsgottesdienst
Alle Gemeinden sind herzlich eingeladen zum
Himmelfahrtsgottesdienst nach Ferropolis
am 01. Mai 2008 um 10:00 Uhr
Bitte bringen Sie mit:
● Sitzkissen
● Schönes Wetter
● Gute Laune
Filmabend
Seite 5
Im Paul-Gerhardt-Haus
Am 11. April 2008 um 19:30 Uhr
wollen wir den Film
"Hotel Ruanda"
sehen und darüber sprechen.
Fast unbeobachtet von der Weltöffentlichkeit geschieht
1994 eine der schlimmsten humanitären Katastrophe nach
dem zweiten Weltkrieg.
Paul Rusesabagina (Don Cheadle), Manager eines exklusiven Hotels in Kigali,
lebt mit den alltäglichen Problemen, die die Rassenunruhen in Ruanda mit sich
bringen. Er selbst ist Hutu und mit Tatiana (Sophie Okonedo), einer Tutsi, glücklich
verheiratet.
Als der ruandische Präsident nach Abschluss eines Friedensvertrags mit den Tutsi angeblich von Tutsi-Rebellen ermordet wird, eskaliert die Lage im Land. Hutu Milizen ziehen durch die Straßen und ermorden wahllos Menschen, die sie für Tutsi
halten. Um seine eigene Familie in Sicherheit zu bringen, nimmt Paul sie und einige Tutsi-Nachbarn in das von Blauhelmen gesicherte Hotel mit. Dort erfährt er vom
kanadischen Colonel Oliver (Nick Nolte), dass bereits internationale Truppen auf
dem Weg nach Ruanda sind.
Widerwillig gewährt Paul in der Zwischenzeit weiteren Flüchtlingen Unterschlupf im Hotel. Doch dann folgt die große Ernüchterung. Die UN-Truppen haben
lediglich die Aufgabe, die Touristen sicher aus dem Land zu bringen. Zum Schutz
der zivilen Bevölkerung sind keine Soldaten vorgesehen. Es liegt an Paul, die inzwischen über 1.000 Personen in seinem Hotel vor den immer häufiger auftauchenden
Hutu-Milizen und ihrer willkürlichen Gewalt zu schützen.
„Hotel Ruanda“ ist ein durchweg sehenswerter Film, der dank der einfühlsamen Herangehensweise seines Regisseurs die Gradwanderung zwischen politischer
Kommentierung und Darstellung der persönlichen Geschichte erfolgreich bewältigt.
Seite 6
Von guten Mächten - Bonhoeffer
Von guten Mächten
Dietrich Bonhoeffers Lebensgeschichte ist sehr bewegend, sein 63. Todestag ist
Anlass, über sein kurzes Leben, seinen tiefen Glauben nachzudenken.
Im Frühling des Jahres 1945, genau am
9.April und nur noch wenige Wochen des
Krieges und der Naziherrschaft wurde
der Widerstandskämpfer und Theologe
Dietrich Bonhoeffer im Konzentrationslager Flossenbürg in Oberfranken hingerichtet. Bonhoeffers letzte Worte waren:
„Dies ist das Ende ,für mich der Beginn
des Lebens". Was Bonhoeffer gedacht
und gelebt hat, ist für uns nicht verloren. Sein Denken brachte einen neuen anderen Klang in die evangelische Theologie.cSeine geistlichen Aussagen haben
zeitlose Gültigkeit, weil sie auf biblischen Untergrund gewachsen sind. Seine
Werke: „Wer bin ich, Nachfolge, Widerstand, und Ethik," seine Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft, machen Bonhoeffer zum wohl am meisten gelesenen
und zitierten Theologen unserer Zeit.
Als Leser seiner Bücher bin ich fasziniert
von seinem Leben, von seinen Schriften
und natürlich von seinem Text des bekannten Liedes „Von guten Mächten".
Das Ferienhaus der Familie Bonhoeffer
in Friedrichsbrunn/Harz und die dortige
Bonhoeffer-Kirche besuchen wir öfter
und wissen um die Ferien-Freizeiten des
Theologen Dietrich Bonhoeffers mit Konfirmanden und Studenten aus Berlin in
den dreißiger Jahren.
Ein besonderer Höhepunkt war für uns
das Bonhoeffer-Jahr 2006, sein 100.Geburtstag. Wir haben in Friedrichsbrunn
neben dem Gedenkgottesdienst, eine interessante Ausstellung über das Leben
und Wirken Dietrich Bonhoeffers und
einen Musikabend miterlebt.
Dietrich Bonhoeffer schreibt im Frühjahr
1944 aus dem Gefängnis an seinen
Freund Eberhard Bethge: „Wer leistet
sich heute noch starkes persönliches Gefühl und Sehnsucht? Von mir persönlich
muss ich jedenfalls sagen, dass ich viele
Jahre zwar nicht ohne Ziele und Aufgaben und Hoffnungen, doch ohne persönliche Sehnsucht gelebt habe, und man ist
vielleicht dadurch vorzeitig älter geworden."
Als er diese Zeilen schreibt, hat er bereits ein Jahr Gefängnishaft hinter sich
und wird bis Ende seines gewaltsam abgebrochenen Lebens weder die Freiheit
sehen, noch mit dem Menschen vereint
werden, nach dem er sich am meisten
sehnt. Die Lebenswege von Dietrich Bonhoeffer und Maria von Wedemeyer haben
sich nur kurz berührt, und ihre Beziehung fand im Wesentlichen in Briefen
statt .
Das der Glaube weltweit gelebt werden
soll, war Dietrich Bonhoeffers großes
Thema gewesen. Die Lebenswirklichkeit
und der Glaube gehörten für Bonhoeffer
zusammen. Er machte sich intensiv Gedanken über die Grenzen zwischen Widerstand und Ergebung. Er war der fromme Bonhoeffer, der sehr politisch wurde
und dabei sehr fromm blieb. Sein Name
und frühere Aussagen waren oft umstritten und trotzdem ist er für viele über
die Zeiten hinweg wichtig.
Auch die letzten Momente im Leben von
Dietrich Bonhoeffer im Gefängnis zeigen
uns seinen tiefen Glauben an Gott.
Bonhoeffer
Seite 7
In der Stille hörte er das Wort, das er so
oft an seine Leidensgenossen weitergegeben hatte: „Und wenn ihr auch leidet
um der Gerechtigkeit willen, so seid
doch selig. Fürchtet euch nicht vor ihrem Drohen und erschreckt nicht, heiligt aber den Herrn Christus in euren
Herzen."
Dietrich betete um Vergebung für seine
Sünden, für alle Schuld, die er seinen Eltern gegenüber auf sich geladen hatte.
Er betete, dass Gott sie trösten möge
und betete auch für alle anderen - und
für Maria und seinen Freund Eberhard.
Dietrich Bonhoeffer
Von guten Mächten
treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch
leben und mit euch gehen in ein
neues Jahr.
Noch will das alte
unsere Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage Last.
Ach Herr, gib unsern
aufgeschreckten Seelen das Heil,
für das du uns geschaffen hast.
Von guten Mächten
wunderbar geborgen, erwarten
wir getrost, was kommen mag.
Gott ist mit uns
am Abend und am Morgen und
ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Am Fuß des Schafotts kniete Dietrich
nieder und zeichnete mit dem Finger
das Zeichen des Kreuzes in die zertretene Erde. Seine letzten Worte waren:
„Nackt bin ich von meiner Mutter Leibe
gekommen, nackt werde ich wieder dahinfahren."
Bonhoeffer erlangte seine nachhaltigste
Wirkung durch sein Gedicht von den guten Mächten Es ist ein ausgesprochen religiöser Text, der mit seiner emotionalen und offenen Sprache vielen
Menschen einen Raum für Gefühle, Ängste und Hoffnungen bietet.
K.-H. Schwaner
Den größten Fehler,
den man im Leben
machen kann, ist,
immer Angst zu haben,
einen Fehler zu machen.
Dietrich Bonhoeffer
Seite 8
Geschichten aus dem Leben
Onkel Friedrichs Stiefel
Die beiden oberen Regale im Schuhschrank nehme ich ganz allein für mich in
Anspruch. Fein säuberlich aufgereiht stehen dort zehn Paar Schuhe: schwarz,
braun, rotbraun und beige; leicht und
eher kurzlebig die einen, strapazierfähig
und dafür weniger elegant die anderen.
Die Wanderstiefel stehen extra. Genau genommen besitze ich somit elf Paar Schuhe. Sind das zu viele? Ich benutzte sie alle, fast alle in den verschiedenen
Jahreszeiten, bei wechselhaftem Wetter,
überhaupt je nach Anlass und Kleidung.
Aber ein Paar kann nicht mitgezählt
werden. Es stand im unteren Regal. Ich
habe es nur ein einziges Mal getragen
und dabei wird es auch bleiben: die
schwarzen Schnürstiefel. Sie sind zwar
aus feinem Leder gearbeitet aber in der
Mode von gestern. Doch das ist nicht der
Grund, warum ich sie ungenutzt stehen
lasse.
Sie gehörten Onkel Friedrich, diese
Schnürstiefel. Er war einst Dorfpfarrer
im Schwäbischen, kein mitreißender Prediger, aber ein geschätzter Seelsorger. Die
Leute am Ort sagten seinerzeit, verwunderlich sei allein, dass so jemand nicht
heirate. Ohne Pfarrfrau fehle halt doch etwas. Aber schließlich sahen sie ein, dass
das Vollkommene dem Himmel vorbehalten bleibt.
wussten wir aus eigener Erfahrung, über
das übliche Maß hinaus freigiebig gewesen. Darum hinterließ er uns weder ein
Haus noch ein nennenswertes Barvermögen. Als seine nächsten Verwandten teilten wir unter uns schließlich friedlich die
wenigen Habseligkeiten. Vor allem seine
Bücher.
Zuletzt waren da noch diese gut erhaltenen Schuhe: ein Paar schwarze Schnürstiefel. Wir erinnerten uns, dass Onkel
Friedrich nie anders zu sehen war als in
solchen Schnürstiefeln. Er trug sie, wenn
er beim Gottesdienst feierlich zum Altar
schritt; wenn er durchs Dorf eilte, weil irgend jemand im Streit oder im Sterben
den Beistand des Pfarrers brauchte;
wenn er sich an einer Straßenecke von einem Gemeindeglied aufhalten ließ und
diesem geduldig eine Viertelstunde oder
länger zuhörte. Selbst beim angestrengten geistigen Arbeiten in seiner Studierstube – immer trug er die schwarzen
Schnürstiefel. Ganz gewiss auch seinerzeit, als er wegen einer ehrlichen Äußerung gegen den totalen Krieg zum Ortsgruppenleiter und dann auch noch zur
Kreisleitung befohlen wurde.
Später berichtete ein früherer Kirchengemeinderat, dass der Herr Pfarrer standhaft geblieben und unbeirrt den richtigen
Wir, seine drei Neffen, begleiteten Onkel Friedrich, als es bei ihm ans Sterben
ging. Er war über die Achtzig hinaus, dankbar für ein langes Leben und in froher Erwartung auf die Ewigkeit. Als er uns verlassen hatte, trauerten wir um einen
Menschen, den wir als Kinder heiß geliebt, im jugendlichen Sturm und Drang
kaum einmal belächelt hatten und im Älter werden mehr und mehr zu schätzen
wussten.
Onkel Friedrich war zeitlebens, das
Zeichnung: MeisterPropper 06.2002
Geschichten aus dem Leben
Weg weiter gegangen sei. Aber der Ortsgruppenleiter veranlasste dann doch,
dass Onkel Friedrich zum Militär eingezogen wurde. Zum Glück kam er nach Kriegsende wieder ins Dorf zurück. Wie hart
musste es für unseren Onkel gewesen
sein, die gediegenen Schnürstiefel gegen
derbe Kommißstiefel einzutauschen!
Ein paar schwarze Schnürstiefel, gut erhalten, ein Erbstück, keiner wollte sie haben. Da nahm ich sie mit nach Hause, probierte sie an – und siehe da, sie passten!
Ich ging einige Schritte, sie paßten wie angegossen! Aber dann kam es – völlig überraschend, im Grunde auch unverständlich
– zwischen Onkel Friedrichs Schnürstiefeln und mir zu einer merkwürdigen Auseinandersetzung.
Ich war da in etwas hineingeschlüpft,
das mir scheinbar passte und eben doch
nicht passte. Mindestens zwei Nummern
zu groß! Ich bin nicht berufen, festen
Schritts zum Altar zu schreiten und Gottes Wort zur Zeit und zur Unzeit weiterzusagen. Ich bin vor allem nicht bereit und
auch nicht fähig, auf Abruf Streit zu
schlichten und geduldig Geschwätzigkeit
zu ertragen. Und vermutlich zeige ich
auch wenig Standhaftigkeit in einer Auseinandersetzung, bei der es zuletzt sogar
um Leib und Leben gehen kann. Und gegen die Meinung aller unbeirrt auf dem
einmal als richtig erkannten Weg weiterzugehen – ob ich das könnte?
Nochmals versuchte ich einige Schritte
in Onkel Friedrichs Schuhen. Mein Widerstreben wuchs. Es ging nicht. Es ging mit
dem besten Willen nicht.
Die pietätvollste Weise die Schnürstiefel loszuwerden schien mir, sie bei einer
karitativen Organisation abzuliefern. Irgendwo gab es bestimmt Arme, die sehnlich auf Schnürstiefel warteten und ohne
das Wissen um den Vorbesitzer meine
Skrupel nicht teilten. Aber irgend etwas
hinderte mich daran. Ich stellte sie in
Seite 9
den Schuhschrank und wies ihnen dort im
zweiten Regal einen Platz zu, den allerletzten in der Hierarchie meiner Schuhe.
Abgesehen davon, dass Schuhe kein
Seelenleben haben, konnte mein Verhalten sie nicht kränken. Auch auf diesem
letzten Platz waren sie in eine vergleichsweise gehobene Gesellschaft aufgestiegen. Bei ihrem Vorbesitzer mussten sie
sich mit einem, bestenfalls zwei Paar
gleich oder doch ähnlich gearbeiteten,
wenig attraktiven Arbeitskollegen abfinden. Ich war beruhigt und konnte den
fast täglichen Blickkontakt mit ihnen gut
aushalten.
Nach einem neuerlichen Schuhkauf
wurde es in den beiden Regalen eng. Es
herrschte ein ziemliches Gedränge. Was
taten die schwarzen Schnürstiefel noch
hier? Es war mir, als rebellierten sie alle,
die schwarzen, braunen, rotbraunen, beigen Schuhe, die strapazierfähigen und
am meisten die eleganten: Man kann
doch nicht ewig an Vergangenem hängen
bleiben. Weg mit diesen!
Ich zögerte. Da erinnerten mich die
schwarzen Schnürstiefel: Onkel Friedrich
schritt feierlich zum Altar. Er sah mich.
Er lächelte mir über die Zeit hinweg zu,
freundlich, ohne irgendeinen Vorwurf
und ohne irgend etwas einfordern zu wollen. Ich hörte ihn sagen: »Jeder muß seinen von Gott zugedachten Weg gehen. Er
segnet auch Umwege zum Heimweg.«
So oder doch so ähnlich hatte er uns
das zugesagt, als wir ihn in seinen letzten Lebenstagen begleiteten.
Dankbar nahm ich die schwarzen
Schnürstiefel vom letzten Platz im zweiten Regal und setzte sie im oberen an die
allererste Stelle. Da gehören sie hin.
Berhard Kurrle
Seite 10 Gemeindeinformationen
Konfirmanden- und Jugendfreizeit in Bergwitz
Vom 25. - 27. April 2008 geht es auf nach Bergwitz. Gemeinsam mit den Jugendlichen aus dem Bereich Krina machen wir uns zwei schöne Tage. Die Kosten betragen 20,00 EUR pro Jugendlichen. Für die Konfirmanden ist die Freizeit Teil der Konfirmandenfreizeit, die älteren Jugendlichen sind herzlich dazu eingeladen.
Thema:
„WAS KANN DER MENSCH – WAS DARF DER MENSCH.
WISSENSCHAFT, FORSCHUNG UND GLAUBE.“
Weitere Infos und Anmeldung an Martin Besen. (siehe letzte Seite)
Gemeindefahrt
Am Samstag, dem 14. Juni 2008 wollen wir mit einem Reisebus nach Naumburg
und zur Himmelsscheibe Nebra fahren.
Abfahrt:
08:00 Uhr ab Paul-Gerhardt-Haus
Programm:
Dom- und Stadtführung
Mittagessen im Ratskeller
Besuch der Arche Nebra
Kaffeetrinken in Querfurt,
und eventuell Burgbesichtigung
Ankunft in GHC:
ca. 20:00 Uhr
Kosten
pro Person:
39,50 EUR
Anmeldung über das Pfarrhaus
Es gibt zwei wichtige Tage in jedem Leben:
Der Tag, an dem du geboren wurdest.
Und der Tag an dem du begreifst, wozu.
Kirbyjon Kaldwell
Lösung:
1. Mose; 2. Machlon; 3. Michal; 4. Mirjam; 5. Manasse; 6t. Matthäus, 7. Maria; 8. Maleachi; 9. Markus; 10. Malchus; 11.
Martha; 12. Metuschelach
Gesucht:
Namen mit M
Namenrätsel - Kinderseite Seite 11
Seite 12 Termine Gräfenhainichen
06. April
10:15 Uhr
Gottesdienst mit Kinderbetreuung
13. April
10:15 Uhr
Gottesdienst
20. April
10:15 Uhr
Vorstellungsgottesdienst der Konfirmanden
27. April
10:15 Uhr
Gottesdienst
01. Mai
10:00 Uhr
Himmelfahrtsgottesdienst in Ferropolis
15. April
15:30 Uhr
Gottesdienst
08. April
18:00 Uhr
10. April
jeden Mittwoch 19:30 Uhr
15:00 Uhr
jeden Freitag 18:00 Uhr
14. April
19:30 Uhr
im Paul-Gerhardt-Haus
28. April
19:30 Uhr
im Paul-Gerhardt-Haus
montags
15:15 – 16:15 Uhr
Schüler der Klassen 1 – 3
montags
17:00 – 18:00 Uhr
Schüler der Klassen 4 – 6
donnerstags
18:00 – 19:30 Uhr
Schüler der Klassen 7 – 8
Termine Zschornewitz / Möhlau / Jüdenberg / Muldenstein Seite 13
14. April
15:00 Uhr
Gottesdienst im "Haus Barbara"
20. April
09:00 Uhr
Gottesdienst
01. Mai
10:00 Uhr
Himmelfahrtsgottesdienst in Ferropolis
06. April
09:00 Uhr
Gottesdienst
09. April
14:30 Uhr
Gemeindenachmittag
01. Mai
10:00 Uhr
Himmelfahrtsgottesdienst in Ferropolis
13. April
09:00 Uhr
Gottesdienst
01. Mai
10:00 Uhr
Himmelfahrtsgottesdienst in Ferropolis
09. April
19:00 Uhr
Bibelstunde im Gemeinderaum
23. April
19:00 Uhr
Bibelstunde im Gemeinderaum
27. April
09:00 Uhr
Gottesdienst
01. Mai
10:00 Uhr
Himmelfahrtsgottesdienst in Ferropolis
Freud und Leid
Seite 14 Wissenswertes
In Deutschland gab es im vergangenen
Jahr 12,6 Millionen Familien. Damit
lebte die Hälfte der Bevölkerung in einer Familie mit Kindern. In Ostdeutschland geht die Zahl der Familien kontinuierlich zurück.
Zehn Gebote empfing Mose nach der
biblischen Überlieferung auf dem Berg
Sinai von Gott. Das evangelische Monatsmagazin „chrismon“ ließ durch
das Institut Emnid 1002 Männer und
Frauen fragen, womit die Gebotstafeln zeitgemäß ergänzt werden könnten. Mehr als ein Drittel sind der Meinung: durch den Schutz von Kindern.
Für die Sorge um das materielle Wohl
der Mitmenschen sprachen sich dagegen nur drei Prozent aus.
Meditation - Wir sind gut gebaut Seite 15
Gott gab uns zwei Beine,
damit wir uns bewegen und vorankommen können.
Für einen Standpunkt hätte ein Bein genügt.
Gott gab uns zwei Hände,
damit wir festhalten und liebhalten,
handeln und loslassen, nehmen und geben können.
Für ein Handy hätte eine Hand genügt.
Gott gab uns zwei Augen,
damit wir die Wahrheit und mit Liebe sehen,
damit wir immer beide Ansichten,
meine und deine, ihre und seine sehen.
Zum Rechthaben hätte ein Auge genügt.
Gott gab uns zwei Ohren,
dass wir sein ewiges Wort und die Stimmen der Zeit,
das göttliche Reden und menschliche Fragen
zugleich hören und im Kopf haben.
Für das, was wir gern hören wollen, hätte ein Ohr genügt.
Gott gab uns ein Herz,
damit es nicht geteilt, sondern versöhnt und ganz ist.
Gott gab uns eine Zunge,
damit sie nicht gespalten und doppelzüngig,
sondern eindeutig ist.
Wir sind gut gebaut.
„Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin;
wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele!"
(Psalm 139,14)
Pfarramt Gräfenhainichen
BERATUNGSSTELLEN DER
DIAKONIE UND CARITAS
Kinder- und Jugendarbeit
ERZIEHUNGS-
UND
FAMILIENBERATUNG,
Paul-Gerhardt-Haus Gemeindehaus
SCHWANGERSCHAFTS – UND
SCHWANGERSCHAFTSKONFLIKTBERATUNG
Leiterin Frau Hübner
Wilhelm-Pieck-Straße 16
06773 Gräfenhainichen
Telefon (03 49 53) 2 22 06
BERATUNGSSTELLE FÜR
ABHÄNGIGKEITSERKRANKUNGEN
UNSER KONTO
Kirchliches Verwaltungsamt Wittenberg
Sparkasse Wittenberg
(BLZ 805 501 01), Konto 8001
SCHULDNERBERATUNG
Soziales Kaufhaus,
Möbelbörse, Kleiderkammer
AUSLÄNDERBERATUNG
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