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Leben wie ein König - Sonnenschloss Walbeck

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FREITAG, 10. FEBRUAR 2012
HET
| MITTELDEUTSCHE ZEITUNG
Mansfelder Zeitung
7
L O K A L R E D A K T I O N · PLAN 7 · 06295 LUTHERSTADT EISLEBEN · TELEFON 0 34 75 / 61 46 10
Leben wie ein König
GUTEN MORGEN
FRIEDER FAHNERT
wundert sich.
Gute
Erfindung
SANIERUNG
VON KATHARINA THORMANN
Nichts gegen Kälte, wenn sie
Mal ein, zwei Tage die Herrschaft übernimmt. Aber was
in den vergangenen Wochen
auch hier im Mansfeldischen
auszuhalten war, das war schon
heftig. Ich jedenfalls habe es
vermieden, unnötig lange draußen zu sein. Und wenn, dann
nur schön eingemummelt, mit
Mütze, Schal und Handschuhen.
So ging es einigermaßen.
Anderen hat die Kälte ganz
offensichtlich kaum etwas ausgemacht. Die waren ständig
unterwegs. Jeder hat da so sein
Geheimrezept, um warm zu
bleiben. Einer meiner Nachbarn
schwört auf lange Unterhosen.
Klar, mache ich auch, wenn es
extrem ist. Andere, so wurde
mir berichtet, gehen mit einer
Thermoskanne aus dem Haus,
gefüllt mit heißem Tee oder
Glühwein. Auch nicht schlecht,
da kann man sich ordentlich
von innen wärmen.
Ein Kumpel indes schwört
auf kleine Wärmepäckchen,
da drückt man ein kleines Metallplättchen zusammen und
in kurzer Zeit wird das Päckchen richtig heiß. Und diese
platziert er unter anderem in
Taschen und unter der Mütze.
Ich habe es probiert, es hat wirklich geholfen. Da kann man nur
sagen - eine wirklich gute Erfindung.
IN KÜRZE
SCHAUBERGWERK
Einrichtung bleibt
einen Tag geschlossen
- Das Schaubergwerk Wettelrode und das
Bergbaumuseum Röhrigschacht
bleiben am kommenden Mittwoch, 15. Februar, aus technischen Gründen für Besucher
geschlossen.
WETTELRODE/MZ
WETTER REGIONAL
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Kabarett im
Katharinenstift
Das Kabarett „Die
Kiebitzensteiner“
aus Halle zeigt im GalerieCafè im Katharinenstift das
Programm „Lehrer und andere Irrtümer“.
20 Uhr, Eisleben
2
WALBECK/MZ - Das Leben kehrt zurück ins Schloss Walbeck. Nicht
mit König und Königin. Wer dort
einziehen will, braucht keine Krone. Stattdessen kann jedermann
sein neues Domizil im südlichen
Torwärterhaus aufschlagen. „Ende
Februar ist alles fertig“, sagt
Schlossherr Peter Endres, der das
Gut im Frühjahr vergangenen Jahres bei einer Auktion ersteigert
hatte. Bis die Umzugswagen tatsächlich anrollen können, ist aber
noch einiges zu tun in der dreistöckigen 80-Quadratmeter-Wohnung.
Bis jetzt fehlen die Fliesen im neuen Bad, ein weißer Anstrich der Decke und der Holzfußboden. Das alles soll sich aber in den nächsten
Wochen ändern.
„Im Kuhstall könnte
ich mir die Gaststätte
vorstellen.“
Peter Endres
Schlossherr
„Wir liegen gut im Zeitplan“, sagt
Endres optimistisch und denkt sogar schon weiter: „Wenn der erste
Mieter gefunden ist, werden wir
gleich mit dem Ausbau des nördlichen Torwärterhauses beginnen.“
Selbst bei diesen Plänen soll es
nicht bleiben. Nachdem der Experte für Photovoltaik-Anlagen für eine Million Euro nahezu auf allen
Dachflächen des Gutes Solarplatten zur Stromerzeugung hat aufbringen lassen, soll in diesem Jahr
nun das Herzstück des Schlosses
drankommen. „Auf das Dach des
Herrenhauses kommt natürlich
keine Photovoltaik-Anlage. Es wird
mit richtigen Ziegeln gedeckt“,
sagt Endres. Finanziert durch Eigenmittel und zugesagtem Geld
aus dem Leader-Programm der Europäischen Union.
Neben einem neuen Dach sollen
dann auch die Fassade neu verputzt und alle Fenster ausgetauscht werden, insgesamt knapp
300 an der Zahl. Insgesamt soll dafür eine weitere Million investiert
werden. „Dann sind wir witterungsunabhängig und können uns
nach und nach mit dem Innenausbau beschäftigen“, sagt der
Schlossherr.
Eine Idee für die Verwendung für
den ehemaligen Kuhstall rechter
Blutspende
Im
Feuerwehrgerätehaus
kann Blut gespendet werden.
Organisator ist das DRK.
16 - 19 Uhr, Seeburg
Es geht weiter auf dem Gut in Walbeck. Schlossherr Peter Endres sucht nun auch Aufzeichnungen von dem ursprünglichen Eingangstor.
Dokumente gesucht
Schlossherr Peter Endres ist
für die Erneuerung des Eingangstores des Gutsgeländes auf der
Suche nach alten Dokumenten
oder Fotos. Damit er sich beim
Nachbau des Eingangstores am
Original orientieren kann. Wer hat
solch alte Aufzeichnungen oder
Bilder vom Schloss Walbeck?
Oder kennt jemanden, der sie haben könnte?
All jene werden gebeten, sich telefonisch zu melden unter:
KT
0173/39 52 583
Gewölbe im Kuhstall: Für den Raum wird ein Gastronom gesucht. Im Torwärterhaus sind die Arbeiten schon weiter.
Hand des Herrenhauses hat Endres schon. „Hier könnte ich mir
sehr gut eine Gaststätte vorstellen.“ Vor allem wegen der Rundbögen an den Decken. Das mache für
ihn einen besonderen Charme aus.
Deshalb wird dort als erstes eine
neue Elektrik gelegt und die Wän-
de wieder hergerichtet. Dann wird
auch das Gebäude zur Vermietung
angeboten.
Die eigentliche Schlossnutzung nämlich mit den Photovoltaik-Platten Strom für 150 Haushalte zu erzeugen - ist bis jetzt noch nicht angelaufen. „Die Envia hat mir aber
zugesagt, dass der Anschluss im
April kommt“, sagt Endres.
Kurz darauf, am 5. Mai., will der
Schlossherr darum auch die Inbetriebnahme der Anlage ganz groß
auf dem Gutsplatz feiern. Mit allen
Anwohner, Interessierten aber
auch mit den zahlreichen Hand-
Rohrbrüche im Mansfelder Land legten die Wasserversorgung in mehreren
Ortschaften lahm. Ein Seniorenheim in Klostermansfeld war auch betroffen.
- „Beim Waschen hantierten wir mit Schüsseln und Eimern. Zum Kaffeekochen mussten wir Wasser aus Wasserflaschen nehmen“, sagt Christine Klaas. Der Start in den Tag verlief gestern Morgen im Klostermansfelder „Seniorenheim am
Park“ für die 29 Bewohner und die
vier Mitarbeiter der Frühschicht
ganz anders als gewohnt. Nach einem Rohrbruch in der Siebigeröder
Straße musste die Trinkwasserversorgung wegen der Reparatur für
Stunden unterbrochen werden.
Die Heimleitung war vorab informiert worden. „Wir ließen die Wannen noch schnell voll Wasser laufen“, so Frau Klaas. Doch trotz aller
Vorbereitungen dauerte es gestern
etwas länger, bis alle Heimbewohner am Frühstückstisch sitzen
konnten. Gegen Mittag floss das
Wasser schließlich wieder problemlos aus der Leitung. Der Reparaturtrupp des Wasserversorgers
Midewa hatte bis zu diesem Zeitpunkt den Schaden an einer Grau-
KLOSTERMANSFELD/MZ
FOTOS: JÜRGEKN LUKASCHEK
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Mit schwerem Gerät durch Eisboden
VON DANIELA KAINZ
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TIPPS FÜR DEN TAG
1
Die erste Wohnung im Schloss Walbeck ist fast einzugsbereit. Eine zweite soll folgen.
guss-Leitung mit 125 Millimeter
Durchmesser behoben.
Neben den Bewohnern des Seniorenheimes waren vom Rohrbruch, der am späten Mittwochabend gemeldet wurde, auch weitere Klostermansfelder in der Siebigeröder Straße und mehreren Nebenstraßen betroffen. Diese Haushalte wurden durch einen mobilen
Wasserwagen und einen Wasserwagen, der am Seniorenheim aufgestellt wurde, versorgt.
Die Folgen des Rohrbruchs waren nicht zu übersehen. „Das austretende Wasser hatte eine große
Fläche der Straße überflutet“, sagt
Jürgen Reinhardt, Technischer Leiter der Midewa-Niederlassung
Mansfelder Land-Querfurter Platte.
Schwerstarbeit für Andreas Neduck in Klostermansfeld.
FOTO: JÜRGEN LUKASCHEK
Mitarbeiter der Straßenmeisterei
hätten sofort begonnen, den betroffenen Abschnitt mit viel Salz und
Sand abzustumpfen.
Aufwendig gestalteten sich auch
die Reparaturarbeiten. Reinhardt:
„Das Problem bei diesen Minusgraden ist, überhaupt erst einmal an
die defekte Leitung heranzukommen. Der Boden ist noch in 90 Zentimeter Tiefe gefroren und fest wie
Fels.“ Nur mit schwerer Technik
sei es den Reparaturkräften gelungen, bis zum Wasserrohr in etwa
1,30 Meter Tiefe vorzudringen. Die
Reparatur selbst sei reine Routine
gewesen. Bewegungen im Boden
gibt der Technische Leiter als
Grund für die Havarie an. Die Rohre würden brechen, weil die Erde
durch den starken Frost Risse bekommen habe. Das Material stehe
unter hohem Druck.
Midewa-Mitarbeiter waren gestern den ganzen Tag über mit der
Behebung weiterer Schäden im
Landkreis beschäftigt. Rohrbrüche
ereigneten sich unter anderem
noch in Großörner, Gorenzen,
Bräunrode und Gerbstedt.
werkern, die in den vergangenen
Monaten die mehr als 5 000 Quadratmeter große Anlage überhaupt
erst verwirklicht haben.
Weitere Infos zum Sonnenschloss
in Walbeck gibt es Internet unter
folgender Adreesse:
www.sonnenschloss-walbeck.de
WINTERDIENST
Zwei Fahrzeuge
zusätzlich
eingesetzt
Straßenmeisterei fährt
im Drei-Schicht-System.
- Mit zusätzlichen
Räum- und Streufahrzeugen sind
gestern die Mitarbeiter der Straßenmeisterei rund um die Uhr im
Landkreis unterwegs gewesen.
„Wir stockten von sechs Fahrzeugen auf acht auf“, so Leiter Ulrich
Nitzschke angesichts der Schneefälle und der Wetterprognose. Seiner Einschätzung zufolge seien die
Straßen gut befahrbar gewesen. Zu
größeren Problemen sei es nicht
gekommen. Der Winterdienst wolle
auch weiterhin für freie Fahrbahnen sorgen und arbeite im DreiSchicht-System.
Schneeverwehungen und Straßenglätte konnten gestern dennoch
nicht gänzlich ausgeschlossen werden - wie zum Beispiel Autofahrer
auf der Harzstraße bei Polleben erleben mussten. Auf die Witterungsverhältnisse hatten sich die Fahrzeugführer allerdings gut eingestellt. Laut Polizei gab es nur einige
wenige Glätteunfälle.
HETTSTEDT/MZ
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Seele and Geist
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