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Coverstory: Expo in Schanghai Wie leben wir mor- gen? Antworten

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Coverstory:
Expo in Schanghai
Wie leben wir morgen? Antworten für
die urbane Zukunft
Kommunikation
Geht’s noch? Multitasking und andere
Missverständnisse
Hochbegabte
Zu schlau für die
Karriere? Wege
aus der IQ-Falle
Für unsere HON Circle Member, Senatoren und Frequent Traveller
Neues aus der Welt von Miles & More finden Sie ab Seite 75
04/10 lufthansa.com
Die Kunst, neue Wege zu gehen
und dennoch seiner Linie treu zu
Der neue Audi A8. Die Kunst, voraus zu sein.
Als erste Limousine weltweit wirft der neue Audi A8 ein einzigartiges Licht auf unsere Straßen: Auf Wunsch
setzen Voll-LED-Scheinwerfer einen neuen Maßstab für innovative, effiziente Lichttechnologie – und prägen
dazu das kraftvoll-markante Gesicht des neuen Audi A8. Die präzise Linienführung der Aluminium-Karosserie
unterstreicht dabei, wie dynamisch und leicht sich eine Limousine dieser Klasse anfühlen kann. Ein Design,
das auf unverwechselbare Art Überlegenheit ausstrahlt. Wir nennen das: Die Kunst, voraus zu sein.
Kraftstoffverbrauch in l/100 km: innerorts 10,2–13,3; außerorts 6,1–7,2; komb. 7,6–9,5; CO2-Emission in g/km: komb. 199–219
bleiben.
BERLIN
DÜSSELDORF
FRANKFURT
HAMBURG
KÖLN
MÜNCHEN
www.germany.travel
Editorial
9
Einladung zu einer Zeitreise in der Gegenwart
Willkommen im UNESCO-Welterbe-Land
Liebe Leserinnen
und Leser,
Herzlich willkommen in Deutschland – voller Charme, voller Tradition und Geschichte. Hier ist alles echt! Besuchen
Sie weltberühmte historische Burgen, Schlösser und Museen. Entdecken Sie das Deutschland der Dichter und Denker
und atmen Sie Deutschlands Natur: Allein, mit Freunden oder Familie. Erleben Sie Deutschland mit seinen �� einzigartigen Natur- und Kulturstätten der UNESCO. Das alles und noch viel mehr bietet Ihnen das Reiseland Deutschland.
© www.98fahrenheit.de
© Panthermedia GmbH
Titel: Maja Nieveler / Büro Hamburg Foto: Andreas Pohlmann
© Ruhr Tourismus / Jochen Schlutius
© Senatsverwaltung für Stadtentwicklung / DZT
Verpassen Sie nicht den Welterbetag am �. Juni ����.
die Gebrüder Wright stehen für
den Aufbruch der motorisierten
Luftfahrt zu einem weltumspannenden und sicheren Verkehrssystem. Die „Gebrüder Lehman“
stehen für die Erschütterung des
ebenfalls global vernetzten
Finanzsystems. Die Folgen sind in
den Gewinn- und Verlustrechnungen sowie den Bilanzen der
Unternehmen ablesbar, ebenso
an den Börsenbewertungen, am
Verschuldungsgrad der öffentlichen Haushalte und am Investitions- und Konsumverhalten. Weltweit stellen sich Politik und Wirtschaft den Herausforderungen, die
Folgen dieser Krise zu über winden, wobei Regionen und Kontinente unterschiedlich hart betroffen sind.
Manche Volkswirtschaften – zum Beispiel China – verzeichnen bereits wieder erfreuliche Wachstumsraten. Besonders wichtig erscheint es jetzt, die Ursachen zu durchleuchten, die vorhandenen Mittel zielgerichtet einzusetzen und strukturelle Schwachstellen zu beseitigen.
Hier kann auch die Luftfahrt zusammen mit der Politik wichtige Beiträge leisten. Sei es die Weltluftverkehrsordnung, oder seien es die ergänzenden Liberalisierungsabkommen wie jetzt zwischen EU und
USA – der Luftverkehr braucht verlässliche Rahmenbedingungen. Ob es um Marktzugang oder Auslandsinvestitionen, Umweltthemen, durchgängige Sicherheitskontrollen oder die Eindämmung spekulativer
Preiselemente, gerade bei dem für unsere Industrie so wichtigen Rohstoff Öl, um Verbraucherschutzstandards oder eine einheitliche europäische Flugsicherung geht: Wir müssen als Industrie eng mit der
Politik zusammenarbeiten. Dort, wo diese Zusammenarbeit am besten funktioniert, wächst der Luftverkehr
und prosperieren die entsprechenden Länder und Regionen.
Zu diesem Dialog wollen wir auch weiter unseren Beitrag leisten, um Ihnen, sehr verehrte Kunden,
globale und bezahlbare Mobilität zu garantieren. In diesem Sinne angenehme Reisen mit Lufthansa –
bleiben Sie uns gewogen!
Wolfgang Mayrhuber,
Vorsitzender des Vorstands Deutsche Lufthansa AG
Lufthansa Exclusive 04/10
10
Contents 04/10
Cover Story
Chicago: Wo man
gern Flagge zeigt
A taste of Chicago in
eleven interviews
A380: Und fertig
ist der Lack!
The Lufthansa flagship
gets a coat of paint
Parabelflug: Welle
der Gefühle
Flying a parabola: an
unforgettable feeling
42 Cannes
Unterhaltungsprogramm ab Seite 75 Entertainment program starting on page 75
04/10 lufthansa.com
Im Lufthansa Magazin
lesen Sie in der April-Ausgabe an Bord:
66 Musik
A380: In der Lackierhalle
wird das Flaggschiff zum
Glanzstück • Chicago:
Zwölf Bewohner über ihre
spannende Metropole •
Interview: Christian Tramitz
macht viel Spaß
54 Uhren
9 Editorial Wolfgang Mayrhuber, Vorsitzender des Vorstandes Deutsche
Lufthansa AG, über verlässliche
Rahmenbedingungen für das
Wachstum der Luftfahrt
12 Private Jet Lufthansa Erfolgsstory
mit Jetantrieb: Zum fünften Jubiläum
von Private Jet erhalten Kunden viele
Vorteile
21 Lufthansa Bord-Menüs: Alfons
Schuhbeck als Botschafter der
bayerischen Küche • Rekord: Nonstopflug nach Chile • Sportlich:
Lufthansa unterstützt Münchens
Olympiabewerbung für 2018
75
Neues von Miles & More
5-fache Meilen sammeln beim
Outlet Shopping • 50 % Meilen
sparen mit den Miles & More
Meilenschnäppchen
Lifestyle
14 Essentials Männer-Accessoires:
Stilvoll in den Sommer • Kunst &
Kitsch: Wirtschaftswunder in Farbe
24 Metropolen Rund um den Globus
wachsen die großen Städte. Doch
was macht urbanes Leben lebenswert? Auf der Expo in Schanghai
werden Antworten präsentiert
42 Cannes Früher war alles besser? Na
ja. Aber großartig war’s schon – zumindest das Star-Aufgebot auf den
Filmfestspielen von Cannes
54 Uhren Wie ticken die Sachsen? Antwort: mit höchster Präzision. Ein Besuch in Glashütte, der Heimat feinster
mechanischer Uhren mit internationalem Renommee
66 Musik Es gibt ein Leben nach Miriam Makeba: Südafrikas junge Musikszene spielt auf. Die ist kreativ und
kraftvoll, wird aber auf der Nordhalbkugel hartnäckig überhört. Noch
Inspirations
36 Lounge-Gespräch Kommunizieren
wir uns zu Tode? Der Neurowissenschaftler Ernst Pöppel über Mails
ohne Informationswert und den Mythos Multitasking
48 Hochbegabte Zu schlau für die Karriere? Hochbegabte Kinder werden
oft als verhaltensauffällige Störenfriede abgetan – doch diese
Diskriminierung muss sich im Berufsleben nicht fortsetzen
62 Business Neuerscheinungen
der Wirtschaftsliteratur. Exklusiv für
unsere Leser: jeden Monat ein
Abstract zum kostenlosen Download
72 Hab & Gut Die Kolumne mit Kapitaschutzfaktor. Diesmal: Bad Banks,
Good Banks – kommt nach „Fair
Trade“ jetzt „Fair Banking“?
LIVE STRONGER
Fotos: Glaescher/laif; M. Orozco; Collection Traverso
Aviation
DER NEUE MÄNNERDUFT
Lufthansa Exclusive 04/10
W W W. Y O U R F O R C E . D E
12
Aviation Private Jet
13
Privates Jubiläum Fünf Jahre Lufthansa Private Jet, ein Grund zum
Feiern – mit einem fünfwöchigen Special zum Abheben
Foto: Jens Görlich
Im März 2005 bot Lufthansa als erste internationale Fluggesellschaft individuelle Flüge im Privatjet an. Zunächst
wurde der exklusive Dienst ein halbes Jahr im Markt getestet
und ausgewählten Kunden der First und Business Class
sowie allen HON Circle Membern angeboten. Doch längst
ist Lufthansa Private Jet (LPJ) zur Erfolgsstory mit Düsenantrieb geworden. Ein Anlass für große Worte? Ein Anlass, um
den Kunden mit einem Jubiläums-Special besondere Vorteile
einzuräumen: Vom 1. Mai 2010 an gewährt Lufthansa Private
Jet für fünf Wochen einen fünfprozentigen Discount für alle
regulären Flugpreise bei Buchung grenzüberschreitender
Flüge. Zusätzlich gibt es während dieser Zeit pro Passagier
die fünffache Anzahl von Prämien-, Status- und HON Circle
Meilen. Auch im Rahmen dieses Specials bietet LPJ wie gewohnt ein Optimum an Flexibilität und Individualität – mit
Lufthansa Exclusive 04/10
einem maßgeschneiderten Flugplan nach Wunsch des Kunden. Und natürlich stehen dabei auf seine Bedürfnisse abgestimmte Jets in den Kategorien Light Size, Small Size, Mid
Size und Large Size zur Verfügung. LPJ bietet direkte Flüge
zu rund 1000 Zielen in Europa und der Russischen Föderation
sowie nahtlose Anbindung in das weltweite Streckennetz von
Lufthansa und SWISS. In Frankfurt, Zürich, München und
Düsseldorf verbindet Lufthansa diesen Umsteigeservice mit
VIP-Betreuung, Lounge-Zugang und Limousinenservice.
Was Lufthansa außerdem von anderen Anbietern unterscheidet: Die Flüge werden zum garantierten Festpreis als First
Class Ticket angeboten, inklusive aller Zusatzleistungen und
Steuern. Infos und Buchungen:
lufthansa-private-jet.com, Tel. +49-18 02/99 33 00 (Deutschland und Europa), +1-8 88-26 10 814 (USA und Kanada)
14
Lifestyle Essentials
Herrlich! Schlichte, aber elegante
Männerfreuden, die richtig Lust auf
den Sommer machen
01
“He let his clothes slipping into his soft leather suitcase.
Then he fell asleep deeply.”
The Bridge. Inside your story.
01 Ringe ade! Müden, geschwollenen Augen verspricht der kühlende Pflegestift „Facial Fuel Eye De-Puffer“ Linderung. www.
kiehls.com 02 Auf roten Sohlen kommt dieser sandfarbene
Schnürschuh daher. www.brunellocucinelli.it 03 Duftreise Für
Männer und Frauen hat Jean Claude Ellena „Voyage d’ Hermès“
entwickelt. www.hermes.com 04 Gürteltier Schwarz und Braun
hat jeder, ein roter Gürtel setzt Akzente. www.henrycottons.it
05 Schön schlicht Mit dem limitierten Handy „Xperia Pureness“
kann man vor allem eins – telefonieren. www.sony-ericsson.com
06 Kleines Gepäck Zeitlose Reisetasche in edlem Blau. www.
henrycottons.it 07 Neue Optik Elegant und trotzdem cool:
Sonnenbrille von Dior homme. www.dior.com 08 Gut gewickelt
Meerblauer Schal für laue Sommernächte. www.baldessarini.com
09 Turnschuh de luxe Wer behauptet, Klettverschlüsse wären
von gestern, der irrt. www.dior.com 10 Blaumann Unbedingt freizeittauglicher Anzug. www.filippa-k.com
02
03
04
07
05
08
06
www.thebridge.it
10
09
Lufthansa Exclusive 04/10
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Inspirieren, begeistern
und die Zukunft erlebbar
machen – mit Samsung CE
Ein Interview mit Hans Wienands, Business Director Samsung Consumer Electronics.
Welche Produktinnovationen stehen 2010 bei
Samsung in der Unterhaltungselektronik im
Fokus?
Im TV-Bereich ist es die deutliche Ausweitung des
Samsung LED-TV Sortiments mit bestem Bild, zukunftsweisender Ausstattung und einem sensationellen Design. Optisch perfekt auf das Design der
TV-Geräte abgestimmt ist der wandmontierbare
BD-C7509 – der dünnste Blu-ray Player, den wir je
entwickelt haben. Nach dem Erfolg der 3D Filme
im Kino erwarten wir eine große Nachfrage für diese Ausstattung im Heimkino. Darauf ist Samsung
bestens vorbereitet. Die Top-Modelle unserer neuen LED-, LCD- und Plasma-TVs sind mit leistungsstarken 3D Prozessoren ausgestattet. Diese Prozessoren können auch 2D Inhalte wie beispielsweise die Bilder der Fußball-Weltmeisterschaft
2010 in Echtzeit in 3D umwandeln. Ab März liefern
auch unsere 3D Blu-ray Player und eine Blu-ray
Heimkinoanlage echtes 3D Vergnügen.
Was gibt es Neues im Bereich der Digitalfotografie?
Wir setzen hier auf eine innovative Art von Kamera. Die Samsung NX10 ist die erste Kompakte mit
Wechseloptik, die einen hochwertigen CMOS-Sensor im APS-C-Format nutzt, der im Vergleich zu
kleineren Sensoren in Auflösung und Rauschverhalten deutlich überlegen ist. In der Kompaktklasse
gibt es ein ganz neues Samsung-Sortiment, das
sich durch extrem lichtstarke Weitwinkel-Objektive
und Superzoom-Leistungen auszeichnet.
Multimediafähigkeit und Vernetzungsmöglichkeiten spielen in der Unterhaltungselektronik
zunehmend eine wichtige Rolle. Welche Lösungen kann Samsung hier anbieten?
Unser Angebot lautet immer: beste Vernetzung
und einfachste Bedienbarkeit. Alle Samsung-Geräte sind dank integrierter WLAN-Schnittstelle und
DLNA Unterstützung miteinander zu verknüpfen,
mit einer Fernbedienung zu bedienen und mit einer
Emotionales Design und
intuitive Benutzerführung –
Samsung Mobile
Ein Interview mit Martin Börner, Director Samsung Telecom.
Schnittstellen-Software ausgestattet, die das Leben
leichter macht. Darüber hinaus bieten wir mit unserer weiterentwickelten Internet@TV-Funktion Zugriff
auf die weltweit erste HDTV-basierte Samsung
Apps-Galerie. Damit erhalten Nutzer direkten Zugriff auf eine Vielzahl beliebter Internet-Inhalte. Die
Internet@TV Funktion wurde zudem erstmals auch
in einen Großteil unserer Blu-ray Zuspieler integriert.
Inspire, excite, and
step into the future –
with Samsung CE
An Interview with Hans Wienands, Business Director, Samsung
Consumer Electronics.
What‘s new for Samsung consumer electronics
in 2010? Our ultra-slim, ultra-attractive, ultra-performance LED TVs head the short list. Next, there‘s our
wall-mountable BD-C7509 Blu-ray player, our slimmest ever. Then there‘s 3D viewing. Our top LED,
LCD, and plasma TVs now generate 3D output and
convert 2D to 3D in real time. In March, we launched
our 3D Blu-ray players and our 3D Blu-ray home
theater system.
And digital photography? We‘re proud of the Samsung NX10, the first interchangeable lens compact
camera with a large, APS-C size, high-end CMOS
sensor. Its resolution and signal-to-noise ratio are
clearly superior to cameras with smaller sensors.
We also have a new line of wide-angle, light-sensitive, superzoom compacts.
What about connectivity? Seamless interconnectivity and easy operation are Samsung hallmarks.
Our products are DLNA compliant and have a WLAN
interface for wireless communication. They feature
easy-to-use remote control. Our upgraded Internet@TV feature now includes Samsung Apps, the
world‘s first HDTV-based application store. The apps
deliver direct access to Internet sites. Many of our
Blu-ray players now have Internet@TV as well.
Samsung hat auf dem MWC in Barcelona sein
größtes Smartphone-Portfolio präsentiert. Wie
sehen Sie hier die zukünftige Entwicklung?
Wir haben im letzten Jahr die Strategie konsequent
verfolgt, den Fokus auf Design, Touchscreen und
multi OS zu legen. 2010 bieten wir die volle Bandbreite an Betriebssystemen im Portfolio. Mit unserem
neuen eigenen Betriebssystem „bada“ werden wir
nicht nur unsere Smartphones ausrüsten, sondern
auch im mittleren Preissegment dem Konsumenten
eine völlig neue Nutzererfahrung anbieten können.
Mobiltelefone werden mittlerweile in allen Farben und Formen verkauft. Welche Rolle spielt
das Design?
Das Design unserer Produkte nimmt eine wichtige
Rolle bei der Entwicklung von Mobiltelefonen ein.
Für viele junge Konsumenten und auch weibliche
Nutzer spielt das Betriebssystem eine untergeordnete Rolle. Frauen achten auf ein ansprechendes
Äußeres und nutzen Mobiltelefone gerne als Accessoire. Genau für diese Zielgruppe haben wir die
neue Glamour Collection auf den Markt gebracht.
Besonders stolz sind wir auf unser erstes „bada“Phone „Samsung Wave“, das nicht nur alle Ansprüche an ein innovatives Smartphone erfüllt.
Durch die Nutzung des Samsung App-Stores, das
neue ultrabrillante Super AMOLED-Display und
die neue „TouchWiz“-Oberfläche bietet es darüber
hinaus eine außergewöhnliche Nutzererfahrung.
Mobile Applikationen und Software-Updates
sind zu einem Kaufkriterium avanciert. Wie geht
Samsung mit diesem Trend um?
Auch diese Kundenwünsche können wir mit unserem eigenen Betriebssystem „bada“ und dem neu
eröffneten Samsung App-Store jetzt erfüllen. Seit
Jahresanfang steht auch unser Angebot an mobilen Anwendungen Besitzern von Omnia II I8000
und OmniaLITE B7300, künftig auch zusätzlich allen
„bada“-Geräten, zur Verfügung. Damit haben unsere Nutzer unter anderem Zugriff auf Spiele, Soziale
Netzwerke wie Twitter und MySpace sowie auf
E-Books. Auch haben wir eine neue Version der
„TouchWiz“-Oberfläche entwickelt. Parallele Nutzung von Programmen und Interaktion per Gesten auf dem Touchscreen bescheren dem Konsumenten ein einzigartiges mobiles Vergnügen.
Emotive design and
intuitive user experience –
Samsung Mobile
An Interview with Martin Börner, Director, Samsung Telecom.
What‘s next for Samsung smartphones after
the MWC? Last year, we focused on design, touchscreens, and multi-OS capability. In 2010, our own
new “bada“ OS will bring a heightened level of cellphone performance to mid-price-range consumers.
How important is visual design? It‘s critical for all
our phones. Since many women want cell phones
with flair, we created a new Glamour Collection.
Design is also a strong point of the Samsung Wave,
our first “bada“-powered phone. This is a high-end
phone with Super AMOLED display and “TouchWiz“ controls. Samsung Apps and the Wave together deliver a new dimension in user enjoyment.
What about mobile apps? Owners of Omnia II
I8000 and OmniaLITE B7300 handsets can already
use all our mobile apps, and buyers of bada-powered phones will also be able to do so. This provides access to games, social networks like Twitter
and MySpace, and e-books. We‘ve also improved
the “TouchWiz“ touchscreen. The gesture-based
user interface and ability to use more than one program at once make our phones more fun than ever.
5
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Die Zukunft
ist real
The future is real
1
6
8
3
1 3D LED TV C9090
Die Königsklasse: Mit einer Tiefe unter
einem Zentimeter und gebürstetem Aluminium. Kristallklare Farben für 3D Genuss.
1 3D LED TV C9090
Class Royale: Just a fraction of an inch in
depth (under 0.4“), brushed aluminum frame.
Crystal-clear colors for 3D enjoyment.
2 Blu-ray Player BD-C7509
Der Wandschmuck: Ultraschlanke Form,
fein geschliffene Hochglanz-Oberfläche
und drahtlose Verbindung zum Heimnetzwerk oder zur Samsung Apps-Galerie.
2 Blu-ray Player BD-C7509
Wall Art: Ultra-slim form, finely polished
glossy finish, and wireless connection to
your home network and the Samsung
Apps Store.
3 3D Blu-ray Heimkinoanlage 3D HT-C6930
Das Tiefenerlebnis: 7.1-Anlage für gestochen scharfe Bilder und kabellosen Zugriff auf die weltweit erste HDTV-basierte
Samsung Apps-Galerie.
3 3D Blu-ray Home Theater System
3D HT-C6930
Total Immersion: 7.1 system with razorsharp 3D images and wireless access to
Samsung Apps, the world‘s first HDTVbased application store.
4 Digitalkamera NX10
Das Beste aus zwei Klassen: Handlich
wie eine Kompaktkamera und leistungsstark wie eine Spiegelreflexkamera.
Mit CMOS-Sensor im APS-C-Format,
austauschbarem Objektiv und geringem
Gewicht.
4 NX10 Digital Camera
Best of Both Worlds: The convenience
of a compact and the performance of a
single-lens reflex. Light in weight, with
APS-C size CMOS sensor and interchangeable lenses.
4
Wine & Food Aviation
21
Vive la France!
In den Genuss französischer Lebensart kommen First Class
Reisende auf ausgesuchten Lufthansa Flügen ab Deutschland.
Auf langen Tagflügen servieren die Flugbegleiter bei einem
Zwischenservice hochwertige Cognacs. Dazu wird ein
Sortiment geschmacklich passender Trüffelpralinen gereicht.
Weinprobe
in der Lufthansa Lounge
2006 Merlot, Weingut Krug’scher Hof
2
5 Samsung Wave S8500
Stilsichere Performance: Samsungs
erstes „bada“-Smartphone für höchste
Ansprüche in puncto Design, Funktionsumfang und Bedienkomfort.
5 Samsung Wave S8500
Performing in Style: Samsung‘s first
“bada“-powered smartphone for those
who demand the best in design, range
of functions, and ease of operation.
6 Samsung Omnia II I8000
Leistungsstark und individuell:
Dank Windows Mobile© 6.5 und intuitiver
Bedienbarkeit der ideale Begleiter für
Job und Freizeit.
6 Samsung Omnia II I8000
Power and Personality: The ideal companion for work and play, thanks to Windows Mobile© 6.5 and an intuitive user
interface.
7 Samsung Glamour S7070
Ein Hauch Extravaganz: Edel und
stilvoll vereint dieses Touchscreen-Handy
in geprägter Stepp-Optik moderne
Eleganz und innovative Technik.
7 Samsung Glamour S7070
A Touch of Extravagance: The stylishly
quilted exterior of this modern high-tech
handset is radiant with fashionable
elegance.
8 Samsung Blue Earth S7550
Für eine bessere Umwelt: Ökologische
Produkte und Multimedia schließen sich
dank Solarpanel und der Fertigung aus
recyceltem Kunststoff von PET-Wasserflaschen nicht aus.
8 Samsung Blue Earth S7550
The Eco-Friendly Phone: Ecology meets
multimedia functionality in this handset,
which is made of plastic from recycled
water bottles and has a solar energy panel
on the back.
Mehr Informationen zu Samsung Produkten finden Sie unter www.samsung.de
Markus del Monego, Master of Wine und Weltmeister-Sommelier, stellt Ihnen jeden Monat einen
neuen Wein vor, der seinen Weg in eine Lufthansa
Lounge gefunden hat.
Ausgezeichnete Weine können auch vor der
Haustür entdeckt werden, wie zum Beispiel edle
Tropfen aus der Rebsorte Merlot. Einst in der
Gegend von Bordeaux heimisch, hat diese Rebsorte die ganze Weinwelt erobert. Auch in
Deutschland experimentieren engagierte Winzer
mit dieser traditionsreichen Sorte. Eine besonders
überzeugende Entdeckung ist dabei der 2006er
Merlot des Rheinhessischen Weinguts Krug’scher
Hof, der in diesem Monat in den Lufthansa Senator
Lounges ausgeschenkt wird. Das Weingut ist im
Besitz der Familie Menger-Krug, die seit mehr als
250 Jahren im Weinbau arbeitet. Die Winzerfamilie
setzt auf große Biodiversität im Weinberg, anstatt
Spritzmittel schützen Kräuter und Pflanzen die
Rebe, und der Dünger ist dabei immer organisch.
Die Chemie wurde aus dem Weinberg verbannt.
Das Ergebnis ist ein lebendiger Boden, der den
Reben den richtigen Halt und eine optimale
Wachstumsgrundlage gibt. Das kann man in
diesem roten Tropfen schmecken, der mit einer
opulenten Frucht, Aromen von schwarzer
Johannisbeere, Brombeere und Kirsche sowie
feiner Holzwürze überzeugt.
Bezug: Villa Im Paradies, Weinstraße 80, Deidesheim, Tel. 063 26-60 40, www.villa-im-paradies.de,
Preis: 8,50 Euro
Kulinarischer Botschafter
Für Alfons Schuhbeck ist jedes
Kraut gut gewachsen
Bei der Küchen-Koryphäe Eckart Witzigmann lernte er
kochen, 1983 erhielt er mit damals 34 Jahren seinen
ersten Michelin-Stern. Mittlerweile sind die Kochkünste
des gebürtigen Traunsteiners Alfons Schuhbeck, 60,
weit über Bayerns Grenzen hinaus bekannt. Am Platzl
im Herzen Münchens betreibt der Sternekoch seit 2003
seine vielfach ausgezeichneten Südtiroler Stuben. Im
Laufe der Jahre expandierte Schuhbeck: Er eröffnete
das Restaurant Prinzipal im Prinzregententheater, das
Varieté Schubecks Teatro, eine Kochschule, einen Partyservice und mehrere Gewürzläden. Wer es nicht nach
Süddeutschland schafft, dafür aber mit Lufthansa von
Lateinamerika nach Deutschland fliegt, kann trotzdem
in den Genuss seiner bayerischen Küche kommen. Zusätzlich zu südamerikanischen Speisen komponiert
dann Lufthansa Star Chef Schuhbeck auf Flügen ab
São Paulo, Buenos Aires und Mexiko als kulinarischer
Botschafter deutscher Kochkunst ausgesuchte Spezialitäten für die Gäste in der First und Business Class.
22
Aviation Lufthansa
23
Menschen bei Lufthansa Alle zehn Jahre
steht halb Oberammergau auf der Bühne.
Und diesmal bei den Passionsspielen mit
dabei: Eva-Maria Reiser als Maria Magdalena
München ist
auf dem Sprung
Als Airline des Sports unterstützt Lufthansa die Bewerbung Münchens für die Olympischen Winterspiele 2018. „Es
macht uns Freude, gemeinsam
mit anderen großen Namen
der deutschen Wirtschaft an
solch einem Projekt zu arbeiten“, sagt Jürgen Weber, Vorsitzender des Lufthansa Aufsichtsrats. Auch der Flughafen
als eine führende Verkehrsdrehscheibe Europas qualifiziere München und Oberbayern als Austragungsstätte, so
Weber. Bis 2011 will Lufthansa
die Bewerbung finanziell sowie
mit Beförderungs- und Kommunikationsleistungen unterstützen. Unter anderem sollen
die Flugzeuge „München“,
„Bayern“ und „GarmischPartenkirchen“ das Logo der
Bewerbungsgesellschaft
München 2018 tragen.
Ein Lufthansa Airbus hat einen neuen Rekord aufgestellt und den
längsten Flug in der Geschichte der Airline absolviert. Die A340-600
flog als Charter mit ihrer Crew (unten) nonstop von München nach
Santiago de Chile. Nach 14 Stunden und 43 Minuten landete die
Maschine in der chilenischen Hauptstadt. Die rund 12 500 Kilometer
weite Strecke legte die A340-600 mit durchschnittlich 845 Stundenkilometern und auf einer Reiseflughöhe von rund 12 000 Metern zurück. Der Flug löste den bisherigen Rekordhalter von 1994 ab: Es
war ein Lufthansa Charterflug von Frankfurt nach Honolulu, Hawaii,
von 14 Stunden und 40 Minuten.
3500 …
… Quadratmeter Fläche wurden lackiert, bis das erste
Lufthansa Flaggschiff A380 in Hamburg sein endgültiges
Outfit hatte. Der Lufthansa Schriftzug auf der „Frankfurt am
Main“ ist bis zu 1,80 Meter hoch; insgesamt wurden rund
650 Kilogramm Lack verbraucht.
Kurz & gut
Förderer: Die Lufthansa Verkehrsfliegerschule Bremen unterstützt gemeinsam mit dem Deutschen
Zentrum für Luft- und Raumfahrt und anderen Sponsoren den Bremer Kita-Wettbewerb „Kinder greifen
nach den Sternen“. Dabei präsentieren Kinder im
Vorschulalter ihre Vorstellungen vom Universum. Der
Höhepunkt: Die Preisverleihung Anfang Juni, bei der
voraussichtlich auch Thomas Reiter, Astronaut und
Schirmherr des Projekts, dabei sein wird.
Absetzbar: Lufthansa Passagiere, die ihre CO2Emissionen eines Fluges freiwillig ausgleichen, können diese Beiträge steuerlich absetzen. Die gemeinnützige Stiftung myclimate kann für Privatpersonen
aus Deutschland steuerlich anerkannte Spendenbescheinigungen ausstellen. Für die Kompensation
mit Prämienmeilen gilt dies nicht. Mehr Informationen
unter: lufthansa.myclimate.org
Lufthansa Exclusive 04/10
Redaktion
Lufthansa Exclusive,
Stubbenhuk 10, D-20459 Hamburg,
Tel.: 040/37 03-50 11,
Fax: 040/37 03-50 99
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Chefredakteur: Uly Foerster (verantwortlich); Chef vom
Dienst: Sandra Schülke; Textchef: Michael Schophaus; Art
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Cappelmann, Jürgen Drommert, Gunnar Herbst, Angelika
Janßen, Sibylle Poell, Nadine Uhe; Beratung Aviation: Cord
Becker; Bildredak tion: Katja Dittgen, Michael Nielsen (Ltg.),
Zita Rothmund-Zinn; Dokumentation: Christian Schwan;
Redak tions assistenz: Sandra Schülke; Redak tionelle Technik: Klaus Stock
Miles & More
Deutsche Lufthansa AG, FRA EM/A, D-60546 Frankfurt,
Volker Scheible (verantwortlich),
Anja Kern (Koordination); Service-Tel. 018 05/59 59
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(London): Sibel Üner, Tel. 20/74 37 43 77; Italien (Mailand):
Stefanie Meierfrankenfeld, Tel. 2/20526720; Japan (Tokio):
Hiroshi Iwai, Tel. 3/32 22 78 11; Österreich und Südtirol
(Wien): Erwin W. Luthwig, Tel. 1/51 25 64 70; Portugal
(Lissabon): Paulo Andrade, Tel. 213/85 35 45; Spanien
(Madrid): Gema Arcas, Tel. 91/586 36 31; Schweden,
Finnland (Stockholm): Sten Johannisson-Thörne,
Tel. 8/714 06 00; Nor wegen, Dänemark (Naerum): Mark
Hjortkilde, Tel. 45/46 91 00; Schweiz (Zürich): Hans H. Otto,
Tel. 44/269 70 70; Türkei (Istanbul): Dr. Reha Bilge,
Tel. 212/269 70 70; USA Ostküste: Dustin K. Guzowski,
Tel. 212/268 33 44; USA Westküste: Ralph Lockwood,
Tel. 408/879 66 66; Indien (Mumbai): Marzban Patel,
Tel. 22/22048890
Foto: GEPA pictures/imago, Andrea Göttler
Überflieger In 14 Stunden und
43 Minuten nonstop nach Chile
Das Fliegen, sagt Eva-Maria Reiser, werde sie bestimmt vermissen. Seit vier
Jahren ist sie Flugbegleiterin bei Lufthansa CityLine. „Meine Arbeit ist für mich
ein wichtiger Ausgleich“, sagt sie. Trotzdem hat sie sich für einige Monate unbezahlten Urlaub genommen. Der 25-Jährigen ist etwas dazwischengekommen, das sie als gebürtige Oberammergauerin kaum ausschlagen konnte:
eine Hauptrolle als Maria Magdalena bei einen der ältesten und berühmtesten
Passionsspiele der Welt, die am 15. Mai in dem oberbayerischen Dorf Premiere feiern. Alle zehn Jahre wird der Leidensweg Christi dort aufgeführt, rund
eine halbe Million Menschen weltweit reisen zu den 102 Spieltagen an, um das
Spektakel zu sehen. Knapp 2000 Laiendarsteller, alle aus Oberammergau,
machen mit, auch Reisers Eltern, ihr Bruder und ein Cousin. „Schon als Kind
wächst man mit dem Passionsspiel auf. Das Gemeinschaftsgefühl ist wirklich
einmalig“, sagt Reiser. Bereits ihre Urgroßmutter spielte die Maria Magdalena.
„Ich hatte nie damit gerechnet, die Rolle zu bekommen“, erzählt Reiser. Eigentlich hatte sie sich als Sängerin im Chor beworben, als sie der Spielleiter
zum Vorsprechen einlud. Seit November proben die Hauptdarsteller mehrmals
die Woche, jede Rolle ist doppelt besetzt. „Der Höhepunkt war eine gemeinsame Reise nach Israel zur Vorbereitung“, sagt Reiser. „Das war sehr interessant und spannend.“ Aufgeregt ist sie schon jetzt, wenn sie an die Premiere
denkt. Und danach? Eine Karriere als Schauspielerin? „Nein, dann freue ich
mich vor allem wieder auf das Fliegen“, sagt sie und lacht.
Herausgeber
Deutsche Lufthansa AG, Von-Gablenz-Str. 2–6,
D-50679 Köln; Objekt verant wortung: Dirk Schwarze;
Koordination: Jens Polkowski;
Lufthansa Exclusive erscheint monatlich bei der G+J
Corporate Editors GmbH, Stubbenhuk 10, 20459 Hamburg.
Geschäfts führung: Soheil Dastyari, Peter Haenchen, Julia
Jäkel; Objektleitung: Dörte Hoppe, Tel. 040/37 03-5013,
Fax: 040/37 03-5010,
www.corporate-editors.com
24
Lifestyle Metropolen
25
Wo Städte wieder gute
Stätten sind Wie lassen
sich Metropolen lebenswert gestalten? Was ist
wichtiger für Menschen:
die Nähe zum Wald oder
doch die zum Schaufenster? Wo und wie wollen sie wohnen? Auf der
Weltausstellung Expo
2010 Shanghai hofft man,
sinnvolle Antworten zu
finden. Dort präsentieren
mehr als 55 Städte zukunftsweisende Projekte.
Um zu zeigen, wie Stadtplaner die unterschiedlichen Herausforderungen
meistern können
Alles im Fluss: Auch wegen seiner Lage am Yarra-River gilt Melbourne als eine der lebenswertesten Großstädte der Welt
Lufthansa Exclusive 04/10
Foto: Bildagentur Huber
Text Hans Oberländer
Lifestyle Metropolen
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Fotos: St. Gladieu/Le Figaro Magazine, Degas/Madame Figaro/laif (2)
26
Dicke Luft: Gegen die Luftverschmutzung wappnen sich Schanghais Einwohner oft mit Mundschutz
W
ien? Vancouver? Zürich? Welche ist denn nun wirklich die
lebenswerteste Stadt der
Welt? Wo jeder gern hinwill?
Wien, sagt die amerikanische Beratungsfirma Mercer in ihrem „Quality of Living
Survey“. Vancouver, urteilt das britische
Wirtschaftsmagazin The Economist in seinem „Liveability Ranking“. Zürich, behauptet das Lifestyle-Magazin Monocle in
seinem „The Most Liveable Cities Index“.
Wer soll sich da eigentlich noch auskennen, bei der Frage aller Fragen?
Lufthansa Exclusive 04/10
Ist es die Qualität der Theater, Restaurants oder Shopping-Malls, die eine Stadt
so einzigartig macht? Sind es die Nähe zur
Natur, die gemütliche Altstadt oder die
modernen Transportmittel? Oder die
Sicherheit der Bürger und die Attraktivität
der Arbeitsplätze und Schulen?
In einem ist man sich einig: Eine möglichst gelungene Mischung all dieser sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Faktoren, durch weitere ergänzt, gestalten das
Leben in der Stadt angenehm. Die am besten bewerteten Städte haben das, was alle
anderen gern hätten. Leider ist die Weltkarte der Top Ten aber sehr überschaubar.
Europa ist der Superkontinent, vor allem
die Schweiz, Deutschland und Skandinavien kommen groß raus. Kanada und Australien haben auch noch Lebenswertes zu
bieten, dazu gesellen sich Tokio und
Auckland in Neuseeland. Der große Rest
der Welt schafft es meist nicht unter die Top
25. Es sind genau die Regionen, in denen
die meisten Menschen wohnen; oft unter
Bedingungen, die Zürich wie eine Stadt
Neue grüne Heimat: das ehemalige Kasernengelände Vauban in Freiburg
auf einem fernen Planeten erscheinen lassen. Wichtig auch: Wie können die Lebensumstände in den Städten Asiens, Afrikas
und Südamerikas verbessert werden?
„Better City, Better Life“ lautet das
Motto der Expo 2010 in Schanghai, zum
ersten Mal widmet sich eine Weltausstellung dem Themenfeld „Stadt“. Nicht nur
für die internationale Gilde der Stadtplaner
ist es ein zentrales Thema, sondern für die
gesamte Menschheit: Mehr als die Hälfte
der Weltbevölkerung lebt in Städten, bis
2050 könnten es 70 Prozent sein.
Quick Facts
Expo 2010 in Schanghai
� 5,28 Quadratkilometer umfasst das Ausstellungsgelände
� Sechs Monate dauert die Expo, vom
1. Mai bis 31. Oktober. 70 Millionen
Besucher werden erwartet
� 50 Millionen Euro kostet der teuerste
Länderpavillon „Frankreich“
� Mehr als 240 Nationen und internationale
Organisationen haben sich angemeldet
Lifestyle Metropolen
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Fotos: Peter Bialobrzeski/laif; Prisma/F1 Online
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Kein sozialer Wohnungsbau: Hochhäuser in Schanghais Geschäftsviertel Xujiahui
China zeigt beispielhaft, wie Herausforderungen mit hohem, oft hastigem Tempo
wachsen. Um 1970 wohnten erst 18 Prozent der Menschen in Städten; 2005 waren
es schon 43 Prozent oder 560 Millionen,
2030 werden es vermutlich 870 Millionen
Menschen sein. Dabei werden Megacitys
wie Schanghai mit 15 Millionen Einwohnern
von Städte-Clustern an Größe noch übertroffen: so wie sie sich beispielsweise im
Perlfluss-Delta bilden, in einem Dreieck,
das von den Metropolen Kanton, Shenzhen
und Hongkong markiert wird. Schon heute
Lufthansa Exclusive 04/10
kämpfen Chinas Städte mit großen Umweltproblemen, zwei Drittel haben kein oder
nicht genügend sauberes Trinkwasser für
ihre Bürger. Kohlekraftwerke mit veralteter
Technologie verschmutzen die Luft, der Autoverkehr steigt jährlich um etwa 30 Prozent.
Anscheinend hat die chinesische Regierung die Probleme längst erkannt. Die
Expo 2010 in Schanghai will auch eine
große Informationsbörse sein, auf der
Stadtplaner aller Kontinente Anregungen
austauschen können. So zeigen in der
„Urban Best Practices Area“ mehr als 55
Städte aus aller Welt, unter ihnen Hamburg,
Bremen, Düsseldorf und Freiburg, wie sie
es geschafft haben, ihr kulturelles Erbe zu
bewahren; wie sie mit wissenschaftlichen
und technischen Neuerungen Umweltoder Verkehrsprobleme lösten und ihre
Städte freundlicher gestalteten.
Das Expo-Gelände erstreckt sich auf 5,28
Quadratkilometern beiderseits des Huangpu-Flusses. Nach der Veranstaltung soll
das Gebiet in die weitere Stadtentwicklung
Schanghais eingebunden werden
Stadt, Land, Genuss: postkartenschöne Natur und eine romantische Altstadt – Zürich hat’s besser
– vorgesehen sind eine internationale Handelszone und Bürotürme, doch auch Kultur
und Tourismus sollen im neuen Stadt teil ihren Platz finden. Dabei könnten sich
Schanghais Stadtobere von Düsseldorf inspirieren lassen. Die Hauptstadt von
Nordrhein-Westfalen wurde zur Expo eingeladen, weil es dort gelang, den ehemaligen,
ausschließlich für die Industrie genutzten
Hafen architektonisch so umzugestalten,
dass er mittlerweile zu einer attraktiven
Gegend für innovative Branchen wurde –
und für schickes Wohnen.
„Kenntnisse moderner Kommunal-Planung und der nachhaltigen Stadtentwicklung sind in China bestens bekannt“, sagt
Eckhart Ribbeck, bis Ende 2009 Professor
am Städtebauinstitut der Universität Stuttgart und Experte für das Fachgebiet Planen
und Bauen in Asien, Afrika und Lateinamerika. „Allerdings werden die Konzepte
in der Praxis noch kaum angewandt, es
fehlt an einer Planung, die zentrale Politikziele und die lokalen Prioritäten der Bevölkerung zusammenbringt.“ Bürgerbeteiligung gibt es so gut wie gar nicht, mächige
Lokalfürsten bauen selbstherrlich überdimensionierte Prestigebauten.
Fast 300 Millionen Chinesen, die in
den kommenden 20 Jahren vom Land in
die Stadt ziehen, müssen mit neuem Wohnraum versorgt werden. Zugleich erwarten
die bereits Ansässigen, dass ihre oft maroden Apartments saniert und vergrößert
werden.
Es sind gewaltige Herausforderungen,
die zu einer gigantischen Bauwelle geführt
haben: Jährlich entstehen in China rund
zwei Milliarden Quadratmeter
Lifestyle Metropolen
Ein Platz zum Leben: Regensburg mit Dom und Brücke über die Donau
Kampf ums Überleben: Alltägliches Verkehrsgewühl in
Bangladeschs Hauptstadt Dhaka
Geschossfläche, das sind 40 Prozent der
weltweiten Bauleistung.
Den privaten Häuslebauer gibt es nur
auf den Dörfern. Der Staat verpachtet Bauparzellen an milliardenschwere Investoren
und Bauträger. Und die kleckern nicht,
sondern klotzen. Bauen Wohnfestungen
mit mehreren Tausend Einheiten für die
Massen und „Gated Communities“: Von
Zäunen und Wachleuten geschützt, leben
die Mittelklasse und die Wohlhabenden
ihre Wohnträume aus, in Häusern, die mit
Vorliebe einen britischen, französischen
Lufthansa Exclusive 04/10
oder amerikanischen Stil imitieren – manchmal alles in einem Gebäude.
Besonders begehrt sind zentrale Innenstadtlagen, Chinas Altstädte sinken in
Schutt und Asche. Zu teuer käme es, die
häufig desolate Bausubstanz der niedriggeschossigen Häuser zu restaurieren. So
bleiben, wenn überhaupt, Vorzeigeprojekte stehen, in Schanghai zum Beispiel
im Ausgehviertel Xintiandi. Unklar sei vielerorts, welche Funktion restaurierte Teile einer Altstadt überhaupt haben sollten, sagt
Ribbeck: Sollen sie als Wohnort für die
Reichen dienen? Als Anziehungspunkt für
den Tourismus? „Es wird eine der wichtigsten Zukunftsfragen sein, ob die chinesischen Städte eine soziale Mischung bewahren oder in sozial und räumlich
getrennte Stadtinseln zerfallen, wie man es
aus Lateinamerika kennt.“
Etwas weniger kompliziert ist die Aufgabe der Stadtplaner, wenn sie am Reißbrett eine völlig neue Stadt entwerfen dürfen. So wie zum Beispiel die Architekten
des Hamburger Büros Gerkan, Marg und
Partner. Nach ihren Plänen entsteht
Fotos: C.Zahn/laif; Panos Pictures/Visum
30
Lifestyle Metropolen
Stadt in Harmonie
„Balancity“ heißt der Deutsche Pavillon auf der Expo und vermittelt mit diesem Kunstwort bereits seine Botschaft: Lebenswert ist eine Stadt, wenn sie sich in Balance befindet – im
Gleichgewicht zwischen Erneuern und Bewahren, Stadt und
Natur, Gemeinschaft und Individuum, Arbeit und Freizeit. Mit
einer Grundstücksgröße von rund 6000 Quadratmetern ist es
der größte Deutsche Pavillon bei einer Expo bisher: Die Kosten betrugen 30 Millionen Euro. Täglich bis zu 46 000 Besucher gehen dort auf eine Reise durch eine Stadt der Ideen –
zu Fuß, auf Transportbändern oder über Rolltreppen.
Das „Hamburg Haus“
Mit Start im Hafen führt der Weg durch Gärten und Parks, über
ein Stadtplanungsbüro und eine Fabrik, vorbei an der Oper in
die Energiezentrale, das Kraftwerk der Stadt. Dort erwartet die
Besucher eine beeindruckende Show: Von der Decke hängt
eine Kugel mit einem Durchmesser von drei Metern, ihre
Oberfläche ist mit Tausenden von LEDs besetzt. Auf ihr entstehen Bilder und Formen – Impulse aus Deutschland für die
Schanghai-Expo. Der Clou: Die Besucher versetzen durch ihr
lautes Rufen und durch ihre Bewegungen die Kugel in kreisende Schwingungen. Viele unterschiedliche Bilder aus Deutschland und der Balancity rasen vor den Augen der Zuschauer
vorbei. Dann schwingt die Kugel aus, und es wird still. Aus einer Erdkugel entwickelt sich ein Samen, der langsam zu einer
Der Deutsche Pavillion „Balancity“
Blüte wird. Neues Leben entsteht – erzeugt durch die gemeinsame Energie der Besucher.
60 Kilometer südöstlich vom Stadtzentrum
Schanghaies „Lingang New City“. 2020
sollen dort 800 000 Menschen wohnen, in
einer Stadt, deren städtebaulichen und architektonischen Ideale stark von deutschen
Vorbildern beeinflusst sind.
Grünes Wohnen, intelligente Verkehrsplanung, konsequentes Energiesparen: Auf
der Expo beweisen deutsche Städte ihr innovatives Know-how. Freiburg zeigt am
Beispiel des Stadtteils Vauban, wie es zu
einer „Grünen Stadt“ wurde. Auf einem
ehemaligen Kasernengelände entstand ein
Lufthansa Exclusive 04/10
ökologisch gestalteter Stadtteil für 5000
Menschen, der durch seine Familienfreundlichkeit besticht. Bremen überzeugte
die Expo-Ausrichter mit seinem CarSharing-Modell, das mit dem öffentlichen
Personennahverkehr bestens vernetzt ist
und dazu beiträgt, Straßenverkehr und Umwelt zu entlasten.
Das „Hamburg Haus“ auf dem ExpoGelände setzt weltweit neue Maßstäbe.
Noch führen in China staatliche Subventionen und die kurzfristige Gewinnorientierung der Investoren dazu, dass der
Energieverbrauch der Gebäude zum Beispiel zwei- bis dreimal so hoch ist wie in
Deutschland. Doch China ist gezwungen,
mit seinen Ressourcen schonend umzugehen. Durch eine Optimierung der Architektur, der Gebäudehülle und der Technik
kommt das „Hamburg Haus“ mit einem
Minimum an Energie aus. Es soll auch
nach der Expo weiter genutzt werden und
bleibt so als sinnträchtiges Vorbild erhalten. Für eine bessere Zukunft. Für eine
bessere Harmonie zwischen Mensch und
Natur. Und für bessere Städte.
Renderings: © Spengler-Wiescholek und Dittert & Reumschüssel; © Architektur Schmidhuber + Kaindl, München/Milla und Partner
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New Wellendorff collection “Chocolate Fantasy”, in 18 kt. gold with diamonds
Wellendorff-Boutiques in BERLIN: KaDeWe and Hotel Adlon • STUTTGART: Stiftstraße or at leading jewellers worldwide:
SAN FRANCISCO: Shreve • NEW YORK: Cellini • LONDON: Boodles • VIENNA: Heldwein • LUXEMBURG: Goeres • TOKYO:
Mikimoto • TORONTO: Bandiera • HONG KONG: King Fook • MOSCOW: Privilege • MUNICH-Airport: Hilscher • ZURICH: Beyer
Fo r a d d i t i o n a l j e we l l e r p a r t n e r s , p l e a s e c o n t a c t We l l e n d o r f f , te l . ( + 4 9 ) 72 31 - 2 8 . 4 0 .10 , w w w. we l l e n d o r f f . c o m
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Lounge-Gespräch Kommunikation
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Ernst Pöppel:
II Gegen den Terror der Kommunikation gilt es, sich zu sperren II
Der Neurowissenschaftler über
Multitasking als Zeitverschwendung, Effizienz-Strategien für den
digitalen Alltag und die Illusion der
reinen Rationalität
Text Jürgen Drommert Fotos Regina Recht
Lufthansa Exclusive: In seinem Essay
„Is Google Making Us Stupid?“ klagt der
amerikanische Publizist Nicholas Carr
über den Schwund seiner Konzentration:
„Mein Geist ist jetzt darauf ausgerichtet,
Informationen in der Form aufzunehmen,
wie sie das Internet verbreitet: als schnell
fließenden Strom von Partikeln.“ Schlägt
uns der digitale Dauerbeschuss tatsächlich aufs Hirn, Herr Professor Pöppel?
Ernst Pöppel: Meine erste Reaktion auf
diese Klage ist die Feststellung, dass es
dem Herren offensichtlich an Ich-Stärke
mangelt. Ich muss mich ja nicht ausliefern, ich habe die Freiheit, im Internet nicht
ziellos spazieren zu gehen. Sich in dieser
Weise zu beklagen bedeutet einfach, dass
Lufthansa Exclusive 04/10
ich mein Leben nicht im Griff habe, diese
Sicht läuft darauf hinaus, dass ich fremdbestimmt bin und mich instrumentalisieren
lasse – durch das Internet oder, bevor es
das Internet gab, durch anderes oder
andere. Solche Aussagen verraten mehr
über die Menschen, die sie machen, als
über das, was in der Welt geschieht.
Lufthansa Exclusive: Viele Menschen
haben doch gar nicht die Möglichkeit, sich
zu entziehen. Sie sind beruflich darauf
angewiesen, im Web zu recherchieren,
E-Mails zu schreiben und auf sie zu reagieren, übers Handy erreichbar zu sein.
Dagegen hilft keine Ich-Stärke.
Pöppel: Das Wesentliche ist doch der
Zeitfaktor, und hier hat es wirklich eine tief
greifende Änderung gegeben. Man meint,
immer sofort reagieren zu müssen – und
die Möglichkeit dazu wird tatsächlich
durch die modernen Technologien auf die
Spitze getrieben. Gegen diesen Terror der
Kommunikation gilt es, sich zu sperren.
Wenn Deutschland eine Stunde täglich
keine E-Mails oder SMSe schreiben und
nicht telefonieren würde, wenn jeder sich
diese eine Stunde lang mit sich beschäftigen würde, hätten wir eine ganz andere
Situation. Kreativität würde freigesetzt, ein
unglaublicher Innovationsschub wäre die
Folge. Wir sind es, die uns der Technik
ausliefern, um ihr dann die Schuld zuzuschieben. Dabei liegt es an uns, unseren
Arbeitsalltag zu gestalten …
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Lounge-Gespräch Kommunikation
Lufthansa Exclusive: … und der Gefahr,
sich zu verzetteln, durch Effizienz-Strategien zu begegnen?
Pöppel: Etwa durch das Delegieren von
Aufgaben, eine Möglichkeit, von der ich
selbst ausgiebig Gebrauch mache. Wenn
mir jemand sagt „Ich bekomme jeden Tag
100 E-Mails, die ich sichten und auf die
ich zum großen Teil reagieren muss“,
kann ich nur zurückgeben: Vergiss es.
Wer dermaßen in den permanenten Strom
der Kommunikation eingebunden ist, verliert sich selbst. Und in einem solchen Zustand tritt der funktionale Aspekt von Informationsaufnahme in den Hintergrund. Das
führt zu einer grundsätzlichen Frage, die
mit dem Kommunikationskanal nichts zu
tun hat: Warum lese ich Zeitung, sehe
fern, konsumiere Medien? Es geht dabei
in Wirklichkeit um Sicherheit, das Gefühl,
einer Gemeinschaft anzugehören.
Lufthansa Exclusive: Gerade in sozialen
Netzwerken wie Facebook oder Twitter
dreht sich alles um die Zugehörigkeit zu
einer „Community“.
Pöppel: Das ist bei traditionellen Medien
nicht anders. Vor Kurzem habe ich einen
bekannten deutschen Verleger getroffen
und ihm bei der Gelegenheit gesagt: Du
verkaufst keine Informationen, Informationen sind nur das Vehikel, um Sicherheit
und das Gefühl der Zugehörigkeit zu einer
Gemeinschaft zu verkaufen.
Lufthansa Exclusive: Und auch die MailFlut am Arbeitsplatz signalisiert: Ich
gehöre dazu. Welcher Preis ist für diese
Bestätigungsfunktion zu zahlen?
Pöppel: Ein hoher. Wenn ich mich dem
ausliefere, kann ich einen Sachverhalt
nicht mehr mit einer gewissen Gedankentiefe durchdringen, ich werde zur Oberflächlichkeit gezwungen. In dieser Welt bin
ich nicht proaktiv, sondern reaktiv. Ich
selbst verzichte, und das erfordert eine
enorme Überwindung, gezielt darauf, an
dieser Welt teilzunehmen, und konzentriere mich von Fall zu Fall auf eine Aufgabe –
ohne Handyklingeln oder Mail-Benachrichtigungen.
Lufthansa Exclusive: Wenn ich mich
auch nur phasenweise ausklinke, kommt
der Verdacht auf, ich sei langsam –
Schnelligkeit an sich gilt ja schon als Wert.
Pöppel: Ein fatales Problem in unserer
Zeit ist die Verwechslung von Schnelligkeit
mit Intelligenz. Schnelligkeit wird belohnt,
Ernst Pöppel, geboren 1940 im pommerschen Schwessin (heute
ėwieszyno), ist Professor für medizinische Psychologie, Vorstand
des Humanwissenschaftlichen Zentrums der Universität München
und Direktor des Parmenides Center for the Study of Thinking in
Pullach. Er lehrt als Gastprofessor an der Peking University und
berät die Regierung von Dubai in Bildungsfragen. Nach Habilitation
in Sinnesphysiologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und in Psychologie an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck waren Stationen seiner wissenschaftlichen Laufbahn unter
anderem die Max-Planck-Institute für
Verhaltensphysiologie und Psychiatrie und das Department for
Psychology and Brain Science des
Massachusetts Institute of Technology, Cambridge (USA). Pöppel
ist Autor von rund 400 Fachpublikationen, aber auch populärwissenschaftlichen Büchern wie „Der
Rahmen. Ein Blick des Gehirns auf
unser Ich“ oder „Zum Entscheiden
geboren. Hirnforschung für Manager“. Mit Ernst Pöppel sprach Jürgen
Drommert in einer Lufthansa Senator
Lounge des Flughafens München.
Lufthansa Exclusive 04/10
eine schnelle Antwort gilt mehr als eine
durchdachte – dabei läuft man leicht in die
Falle der Monokausalitis, und Komplexität
wird nicht mehr erkannt, geschweige denn
durchdrungen. Das ist ein Irrweg, der
zweifellos auch zu der derzeitigen Finanzkrise beigetragen hat.
Lufthansa Exclusive: Ein Irrweg, der sich
auch in der Forderung zeigt, man müsse
fähig zum Multitasking sein?
Pöppel: Es gibt kein Multitasking. In jedem Augenblick kann sich das menschliche Bewusstsein nur auf einen einzigen
Inhalt richten, das ist einfach ein biologisches Faktum. Die Gegenwart dauert
zwei oder drei Sekunden; wenn ich allerdings ein Zeitfenster von beispielsweise
fünf Minuten betrachte, dann bin ich sehr
wohl in der Lage, in dieser Zeit sehr viel zu
erledigen – die Antwort auf eine E-Mail
beginnen, ein Telefongespräch annehmen, eine Absprache mit dem Kollegen
treffen, der gerade auf dem Flur vorbeigeht. In diesem Sinne ist Multitasking
natürlich möglich. Die Konsequenz dieses
Hin- und Herspringens ist dann allerdings,
dass ich nur reaktiv bin, nichts mehr in
meinem Gehirn abgelagert wird. Und
abends gehe ich frustriert nach Hause
und frage mich, was ich eigentlich
gemacht habe. Dieses „Multitasking“ läuft
in Wirklichkeit auf eine ungeheure Verschleuderung von Zeit hinaus.
Lufthansa Exclusive: Und unser Hirn
kann sich nicht an solche Verhältnisse
anpassen?
Pöppel: Wir sind nicht adaptiv, nicht umprogrammierbar, wenn es um die Weise
geht, wie wir Informationen verarbeiten. Es
geht hier um genetische Limits. Wir treten
in die Welt hinein mit angeborenen Möglichkeiten …
Lufthansa Exclusive: … und die sind
ziemlich steinzeitlich.
Pöppel: Nein, sie sind vorsteinzeitlich.
Lufthansa Exclusive: Dann müsste der
Drang, möglichst aktuelle Informationen
möglichst schnell zu verarbeiten, allerdings sehr menschlich sein. Die Information, dass hinter meinem Rücken ein
Mammut steht, und die Fähigkeit, schnell
auf diese Information zu reagieren, sichert
mir ja einen Überlebensvorteil.
40
Lounge-Gespräch Kommunikation
Pöppel: Wir sind durch die Evolution tatsächlich auf Schnelligkeit geprägt, darauf,
schnell reagieren und entscheiden zu können. Übrigens gibt es Vorurteile auch deswegen, weil wir dank ihrer schnell reagieren können, es handelt sich dabei um ein
ökonomisches Prinzip. Beim Vorurteil geht
es letzten Endes um die Reduktion von
Komplexität.
Lufthansa Exclusive: Wobei dieser evolutionsgeschichtliche Vorteil nicht bedeutet,
dass ich meine Vorurteile pflegen soll?
Pöppel: Natürlich nicht, aber dieses Wissen kann ich nutzen, um meine Vorurteile
dingfest zu machen.
Lufthansa Exclusive: Beim Begriff Multitasking ist bemerkenswert, dass ein Begriff der Maschinenwelt auf Menschen gemünzt wird. Aber auch wenn es um
Entscheidungsprozesse geht, gibt es eine
solche Übertragung: Entscheidungen sollen so stringent und objektiv getroffen
werden, als wären in unserem Hirn Algorithmen am Werk, wie zum Beispiel diejenigen, die Suchergebnisse bei Google generieren.
Pöppel: Eine Illusion. Bei Entscheidungsprozessen wirkt im Hintergrund ein ganzes
Arsenal von implizitem tacit knowledge,
intuitivem Wissen. Es kann gar keine reine
Rationalität geben, sie ist anatomisch
unmöglich. Bei der hochgradigen Vernetzung der Funktionen in unserem Gehirn ist
übrigens auch kein reines Gefühl möglich.
Und das bringt uns zu einem Problem: Die
sogenannten Führungskräfte unserer Gesellschaft, Manager und Politiker, wissen
erschreckend wenig über sich selbst. Der
CEO eines sehr großen Konzerns hat mir
einmal gesagt: Meine Entscheidungen
sind immer völlig eindeutig und explizit –
und gerade dieser Manager hat durch
seine Fehlentscheidungen später ein
unglaubliches Desaster angerichtet. Diese
Ignoranz, dieser Verzicht auf Selbsterkenntnis ist etwas Empörendes. Anders
liegt der Fall meist bei Unternehmern; gute
Unternehmer greifen bei ihren Entscheidungen bewusst auch auf intuitives und
auf tradiertes Wissen zurück.
Lufthansa Exclusive: Was sollte ich zum
Beispiel über mich selbst wissen?
Pöppel: Ich trete in die Welt hinein mit angeborenen Programmen, und da stellt
sich die Frage: Wie werden diese Anlagen
zu Wirklichkeit? Zu Wirklichkeit werden sie
durch Erfahrungen, die ich in den ersten
zehn, bei manchen Funktionen 20 Lebensjahren mache. Dieses hardwiring bestimmt, was für mich Werte sind, wie ich
die Welt sehe, welche Gefühle ich empfinde und zum Ausdruck bringe. Das ist die
II Die sogenannten Führungskräfte
unserer Gesellschaft, Manager
und Politiker, wissen erschreckend
wenig über sich selbst II
Lufthansa Exclusive 04/10
Ausprägung des genetischen Repertoires
durch die Umwelt.
Lufthansa Exclusive: Je mehr man sich
seiner Bedingtheit durch genetische Programme und Umweltprägung bewusst ist,
desto mehr Souveränität in seinen Entscheidungen kann man sich verschaffen?
Pöppel: Unbedingt, die Selbsttransparenz
ist für uns ungeheuer wichtig. Sie ist auch
die Voraussetzung dafür, Respekt für andere Menschen oder Kulturen aufbringen
zu können, denn sie verhindert, dass ich
sage: Ich weiß es besser. Wenn mir bewusst ist, wie ich in das Koordinatensystem meiner Kultur eingebettet bin, dann
begegne ich einem Chinesen oder Afrikaner doch ganz anders. Auch religiöser
Fundamentalismus wäre mit diesem Wissen nicht vereinbar.
Lufthansa Exclusive: Wenn es um Respekt geht, scheint die technoide Unternehmensführung – vermeintlich rational
und intuitionsfrei, jedenfalls ohne Empathie – zu versagen.
Pöppel: Das Konzept des Anstands existiert bei vielen Akteuren der Politik und der
Wirtschaft nicht mehr. Wir reden hier nicht
von Gerechtigkeit, sondern von elementarem Anstand, der auf dem Rückzug ist.
Und das überrascht mich schon sehr. Da
ich international tätig bin, habe ich Vergleichsmöglichkeiten und stelle fest, dass
es in anderen Ländern nicht so zugeht –
gerade im asiatischen Raum kann ich mir
absolutes Vertrauen leisten.
Lufthansa Exclusive: Was nicht heißt,
dass Anstand ein analoger Wert ist, der in
der digitalen Welt verkümmert.
Pöppel: Nein, die Technik ist daran unschuldig, sie bietet uns vielmehr eine
Riesenchance. Sie muss allerdings noch
viel stärker an menschliche Bedürfnisse
angepasst werden. Geräte und Software
werden von jungen, männlichen, rechtshändigen Ingenieuren entwickelt – ich war
ja lange am Massachusetts Institute of
Technology und habe sie kennengelernt,
diese typischen Nerds, die immer alles
können und überhaupt nicht danach fragen, was Menschen brauchen. Dabei
muss gerade von den Bedürfnissen her
gedacht werden, das Ziel sind und bleiben human adequate technologies.
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42
Lifestyle Cannes
43
Und es hat
Klick
gemacht
Gilles Traverso muss nicht im Busch hocken, um Stars zu fotografieren. Wenn sie ihn sehen, gehen sie gern in Pose, weil sie wissen:
Seine Bilder umschmeicheln ihre Eitelkeit. Seit über 30 Jahren
steht er bei den Filmfestspielen in Cannes am roten Teppich.
Für Lufthansa Exclusive greift er ins weltgrößte Cannes-Archiv
Text Patricia Engelhorn Fotos Collection Traverso
R
auschende Partys? Ganztägige Belagerung der Luxushotels? Nein, das ist nichts für
Gilles Traverso, 51. „Ich bringe
meine Tochter jeden Morgen um acht
Uhr in die Schule“, erklärt Cannes’ bekanntester Festivalfotograf, „dazu muss
ich wach sein, sonst tanzt sie mir auf der
Nase herum.“ Wer ihn und seinen Arbeitsstil kennt, weiß, dass dies nur eine
charmante Ausrede ist. Très charmant.
Gilles Traverso braucht die Partys
nicht. Er muss sich nicht hinter einem
Busch verstecken, um zweitrangige
Starlets heimlich beim Frühstück zu fotografieren. Sharon Stone grüßt ihn mit
einem lässigen „Hi Gilles“, wenn sie ihm
in der Lobby des Hotel Martinez über
den Weg läuft, und stellt sich bereitwillig
Lufthansa Exclusive 04/10
in Pose, damit er sie am Pool ablichten
kann. Claudia („Cloodia“) Schiffer begrüßt ihn freundschaftlich und in aller
Öffentlichkeit mit zwei Küsschen: „Dabei
muss sie sich jedes Mal bücken, denn
sie ist ja sehr groß und trägt außerdem
hohe Absätze“, amüsiert sich der Fotograf, der seit über 30 Jahren die Berühmtheiten der Filmbranche und des
internationalen Jetsets ablichtet. Aber nur
in Cannes und nur während der zwölf
Tage, in denen sich tout le monde vor
seiner Haustür bei den Filmfestspielen
trifft (dieses Jahr vom 12. bis 23. Mai).
Bereits sein Urgroßvater Auguste
stand mit der Kamera vor den Stars, die
Cannes in den allerersten Festivaljahren
mit ihrer Anwesenheit beehrten. Als 1946
das „Festival de Cannes“ als Gegenstück zur Biennale von Venedig gegrün-
det wurde, war der aus dem Piemont
stammende Auguste Traverso bereits ein
erfahrener Fotograf. 1919 hatte er die
„Maison Traverso“ gegründet und sich
zuerst den Ereignissen im Ort gewidmet:
den Badenixen, der beau monde auf der
Croisette, dem Bau der Hotelpaläste.
Eine seiner vielen Cannes-Ansichten
schmückt heute den weißen Computerdeckel seines Urenkels.
Gilles Traverso weiß ganz genau,
was er seinen Vorfahren zu verdanken
hat: ein Archiv mit insgesamt 1 700 000
Cannes-Negativen, von denen 150 000
Stars und Starlets zeigen. Die weltweit
einzigartige Sammlung dokumentiert die
Filmfestspiele von Cannes lückenlos und
bildet die Grundlage für Ausstellungen,
die unter anderem in New York, Tokio
und London zu sehen waren.
Strahlender Mittelpunkt
1959: Sophia Loren winkt
in die Menge, ihr Film
„Die schwarze Orchidee“
war kurz vorher in die
Kinos gekommen. Romy
Schneider, frisch verlobt,
mit Alain Delon, lächelt
versonnen
44
Lifestyle Cannes
„Die Bilder zeigen nicht nur, wie sich das
Festival in all den Jahren entwickelt hat,
sondern auch, wie sich die Gesellschaft
und das Leben verändert haben“, sagt
Gilles Traverso, „man sieht den Luxus der
fünfziger Jahre mit grandiosen Garderoben
und prunkvollen Festen. Den lässigen und
unkonventionellen Geist der späten sechziger Jahre oder die eher strenge, ernsthafte Attitude der achtziger Jahre. Die unterschiedlichen Stimmungen sind auf den
Fotos deutlich zu spüren.“ Insofern ist auch
er ein Zeitzeuge, selbst dann, wenn er nur
einen Star beim Dinner fotografiert.
Gilles Traverso war 16, als sein Vater
Henry ihn in den Sommermonaten in die
Lehre nahm; und 19, als er offiziell für die
„Maison Traverso“ zu fotografieren begann.
Jahr für Jahr steht er seitdem bei den Filmfestspielen an den Stufen des „Palais des
Festivals“, längst kennt er viele Stars persönlich. Gong Li, Andi McDowell, Gérard
Depardieu und Milla Jovovich zählen zu
den Filmgrößen, die ihn schätzen, nicht
zuletzt, weil er zurückhaltend ist, sie immer
gut aussehen lässt und sie niemals in
einem schwachen Moment ablichtet. „Ich
arbeite nicht für Klatschmagazine und habe
kein Interesse daran, Gefühle zu verletzen“,
sagt er. Als Dankeschön dreht sich Jane
Fonda bei der Übergabe der „Palme d’Or“
bewusst und mit einem strahlenden Lächeln in seine Richtung, und Michelle Yeo
lässt sich von ihm und seiner Kamera auf
einer Shoppingtour begleiten.
„Meine Kunden suchen nicht den schnellen Schnappschuss, auch nicht das verrutschte Kleid oder den geheimen Liebhaber“, erklärt Gilles Traverso. Er muss seine
Bilder nicht schlagartig ins Internet stellen.
Als letzter Fotograf am roten Teppich begann er vor zwei Jahren, digital zu arbeiten.
Er hat es nie eilig, sondern liefert in Ruhe
ausgewählte Bilder an Zeitschriften, die
Reportagen über Cannes oder Starporträts
planen. In Zusammenarbeit mit der renommierten französischen Publikation „Cahiers
du Cinema“ hat er mehrere Bücher veröffentlicht, seine Arbeiten hängen in Hotels,
Privathäusern, Büros.
Lufthansa Exclusive 04/10
45
Diana Dors gilt in den
fünziger Jahren als britische Marilyn Monroe.
Kontaktbörse Cannes:
1955 lernt Grace Kelly
bei den Filmfestspielen
Fürst Rainier kennen.
1957 heiraten Mike Todd
und Liz Taylor. Ein Jahr
später verunglückt er.
Brigitte Bardot, eine der
meistfotografierten Frauen Europas, hält 1967
Hof. Der Durchbruch
kommt für Raquel Welch
1966. Die Karriere von
Jayne Mansfield war
kurz, sie stirbt 1967 mit
nur 34 Jahren
Diana Dors, 1956
Mike Todd und Elizabeth Taylor, 1957
Brigitte Bardot, 1967
Grace Kelly, 1955
Raquel Welch, 1966
Jayne Mansfield, 1958
46
Lifestyle Cannes
47
Michel Simon, 1939
Pablo Picasso und
Jean Cocteau verband
eine enge Freundschaft. Errol Flynn begrüßt 1949 Filmsternchen Tilda Thamar.
Cinématographie-Erfinder Louis Lumière
war Jurypräsident der
ersten Filmfestspiele
1946. Jack Nicholson
1971: Der erste Oscar
kam fünf Jahre später.
Schauspieler Michel
Simon 1939 am Strand
von Cannes.1967 flaniert Jungregisseur
Francis Ford Coppola
an der Croisette
Pablo Picasso und Jean Cocteau, 1954
Louis Lumière (links), 1939
Errol Flynn und
Tilda Thamar, 1949
Lufthansa Exclusive 04/10
Jack Nicholson, 1971
Francis Ford Coppola, 1967
Die Traversos waren immer unabhängig von den großen, international operierenden Bildagenturen. „Wir bedienen
einen Nischenmarkt. Dazu braucht man
keine Agentur“, sagt Gilles Traverso. Weil
dies so ist, auch wegen seiner Familiengeschichte, genießt er einen besonderen
Status in Cannes. 500 Fotografen waren im
vergangenen Jahr akkreditiert. Längst sind
sie zu einem festen Bestandteil des Festivals geworden. „Die Filmfestspiele in
Cannes sind die wohl einzige Veranstaltung, bei der wir, die Fotografen, sowohl
Akteure als auch Zuschauer sind“, sagt Gilles Traverso, „hier gehören die Fotografen
mit ins Bild, sie sind Teil der Inszenierung.“
Trotzdem herrscht vor den Stufen zum
„Palais des Festivals“ eine strenge Rangordnung. Ganz vorne werden die Mitarbeiter der drei großen Nachrichtenagenturen
sowie jene der wichtigsten Fotoagenturen
platziert. Und er. „Ich mache niemandem
Konkurrenz“, erklärt er, „einerseits betrachtet man mich als einen Außenseiter, andererseits ist die Stadt Cannes daran interessiert, dass meine Bilderkollektion
Fortbestand hat.“
Ihm selbst ist vor allem an Letzterem
gelegen. Seine Sammlung soll wachsen,
geordnet werden. 50 000 Motive hat er
mittlerweile sortiert, 100 000 warten noch
darauf. „Ich arbeite natürlich auch außerhalb der Festivaltage als Fotograf“, sagt
Gilles Traverso, „ich werde häufig vom
Kongresszentrum bei Veranstaltungen gebucht oder von Zeitschriften für Reportagen.“ Nebenbei kümmert er sich um seine
Ausstellungen.
Erst kürzlich wurden in Paris seine
besten Brigitte-Bardot-Bilder gezeigt, im
Sommer wird er am Fotofestival in Arles
beteiligt sein, eine Ausstellung in Los Angeles ist in Planung. Und dann gibt es noch
diese Idee einer eigenen Fotogalerie in
Cannes. „Natürlich wäre das schön“, sagt
Gilles Traverso, „aber ein angemessener
Raum in guter Lage kostet ein Vermögen.“
Solange er das nicht hat, arbeitet er
weiter an der Online-Präsentation seiner
Sammlung. Sie ist für jeden zu sehen:
www.cannescollection.com.
48
Inspirations Hochbegabte
49
Störfall
Intelligenz
Text Anja Dilk
In der Schule werden sie gern
als hyperaktive Störer abgetan:
hochbegabte Kinder, die unter
chronischer Unterforderung
leiden. Kaum besser sieht es
für die Ausnahmetalente später
im Berufsleben aus, weil sie
dort oft als Eigenbrötler und
Störenfriede gelten. Dabei
könnten ihre außergewöhnlichen
Fähigkeiten einen Schatz für
das Unternehmen darstellen –
wenn er denn gehoben wird
H
Anders sein ist riskant. Der Ökonom John Maynard Keynes wusste bereits: „Die Weltweisheit lehrt,
dass es besser für den Ruf ist, konventionell zu scheitern als unkonventionell erfolgreich zu sein.“
Lufthansa Exclusive 04/10
ochbegabt? Er? Gerade er?
Das hatte Claudio Seipel nie
auf dem Plan. Sicher, in der
Schule hat ihn vieles fasziniert,
über das normale Maß hinaus. Doch überragende Noten hatte er nicht. Sicher,
manchmal wunderte er sich, dass andere
seinen Gedankensprüngen nicht folgen
konnten. Aber wahrscheinlich interessierte
sie das einfach nicht.
Und später, im Psychologiestudium,
als er einen Test zum figuralen Denken
machte – Würfel rotieren, Figuren legen,
logische Verknüpfungen herstellen –, war
er schon fertig, als die anderen noch am
Anfang steckten, und hatte null Fehler.
Sich etwas darauf einzubilden kam ihm
nicht in den Sinn. Im Gegenteil: Die anderen strengen sich nur nicht richtig an,
dachte Seipel. Oder schlimmer noch, sie
wollen ihre Leistung vor mir verbergen,
weil sie mich nicht mögen.
Sich missverstanden fühlen, nicht anerkannt werden. Immer dieses Gefühl im
Nacken, es stimmt etwas nicht mit dir, das
hat Claudio Seipel sein Leben lang begleitet. Wie ein Getriebener stürzte er sich
Inspirations Hochbegabte
Hochbegabung von Erwachsenen ist
ein Randthema – gerade in Unternehmen. Die meisten haben Hochbegabte
nicht als eigene Gruppe auf der Rechnung. „Unsere High Potential Programme
reichen“, heißt es etwa bei Microsoft
Deutschland. Und auch Alexander Leschinsky, Recruitingexperte bei Kienbaum
Executive Consultants, glaubt, dass die
gängigen Einstufungs- und Diagnostiktests zumindest in gut organisierten Konzernen durchaus herausfiltern, wenn ein
Bewerber außergewöhnlich intelligent ist.
Doch ob auf die speziellen Bedürfnisse
hochbegabter Mitarbeiter anschließend
entsprechend eingegangen wird, ist
fraglich. Denn das Bewusstsein, dass sie
besondere Bedürfnisse oder Probleme
haben könnten, ist wenig ausgeprägt.
Zwar haben die Debatten um frühkindliche Förderung und bessere Bildung
den Blick auf hochbegabte Kinder geschärft. Doch sind aus den klugen Kleinen
erst mal Große geworden, überlässt man
sie sich selbst; als sei es nicht nötig, auf
die spezifischen Bedürfnisse der außergewöhnlich Denkschnellen einzugehen,
gerade am Arbeitsplatz. Die meisten
hochbegabten Erwachsenen von heute
sind ohnehin in einer Generation groß
geworden, in der außergewöhnliche Denkschnelligkeit wenig beachtet oder mit dem
Verdacht des elitären Dünkels versehen
war. Wie Seipel erfahren viele daher erst
Lufthansa Exclusive 04/10
spät, dass sie zu jenen zwei Prozent der
Bevölkerung gehören, die bei einem überwachten IQ-Test ein besseres Ergebnis
erreichen, als es 98 Prozent der Bevölkerung erzielen würden, d. h. derzeit einen
Wert von mindestens 130.
Manche sind später äußerst erfolgreich. Andere geraten trotz ihres großen
intellektuellen Potenzials im Berufsleben
ins Schlingern, wie es im vergangenen
Jahr der amerikanische Wissenschaftsjournalist Malcolm Gladwell in seinem
Bestseller „Überflieger“ ( „Warum manche
Menschen erfolgreich sind – und andere
nicht“, Campus Verlag, Januar 2009,
19,90 Euro) gezeigt hat. „Das ist tragisch
für die Betroffenen selbst, weil sie oft nicht
wissen, warum sie unzufrieden sind und
nicht vorankommen“, sagt die Frankfurter
Trainerin Anne Heintze, die sich auf das
Coaching von Hochbegabten spezialisiert
hat. „Und es ist schade für Unternehmen,
die durch eine auf diese Gruppe spezifisch
zugeschnittene Talentförderung einen
unentdeckten Schatz bergen könnten. Da
liegt riesiges Potenzial brach.“
Immerhin, seit drei, vier Jahren rückt
zumindest in der Öffentlichkeit Hochbegabung von Erwachsenen etwas mehr auf
die Agenda, schätzt Christine Warlies. Sie
ist stellvertretende Vorsitzende des deutschen Mensa-Clubs (MinD), des Verbands
für Menschen mit einem IQ über 130 –
Durchschnittsalter: 34. „Während in den
achtziger, neunziger Jahren die meisten
Mitglieder selbst vor ihrer Familie die
Hochbegabung verschwiegen haben,
gehen sie jetzt offensiver damit um“, sagt
Warlies, „es ist ein wenig wie einst beim
Coming-out der Schwulenbewegung.“
Sie wollen raus aus dem Muff der
elitären Verdachtsecke, wollen mit ihren
besonderen Bedürfnissen wahrgenommen und „angemessen gefördert“
werden. Über Websites und Blogs wie
www.hobee.de oder www.hochbegabteerwachsene.de tauschen sie sich aus. In
Deutschland gibt es mittlerweile um die 15
Coaches, die allesamt selbst hochbegabt
sind und die IQ-Starken auf deren Weg
durchs Arbeitsleben beraten. Nicht viel für
potenziell 1,6 Millionen Menschen, aber
immerhin ein Anfang. „Hochbegabte
Menschen sind wie Zebras unter Haflingern“, formuliert es Trainerin Heintze. Sie
neigen zu komplexer, spielerischer,
schneller Sprache, sprunghaftem Denken
mit Dutzenden Querverbindungen zu
scheinbar entlegenen Punkten. Sie sehen
Lösungen, ohne den Weg beschreiben zu
können, tun sich daher oft schwer mit der
Kommunikation im Job.
Weil sie ungeheuer viel gleichzeitig
wahrnehmen können, sind viele übersensibel und hochemotional. Berstend vor
Wissensdurst und Fähigkeiten auf vielen
Feldern, können sie sich oft nicht für einen
Weg entscheiden, machen nicht selten
mehrere Ausbildungen, lernen viele
Sprachen, laufen im Zickzack durchs
Berufsleben. „Die typischen Merkmale
von Hochbegabten sind gerade im
DESIGN © FREY WILLE
in eine Aufgabe nach der anderen, Banklehre, Unternehmensberatung, Vertrieb, er
brachte sich sogar selbst Jura bei – und
war doch nicht zufrieden. Bei Kollegen galt
er als ewiger Pessimist, der Probleme sah,
wo keine waren. Oder als Besserwisser,
der seltsame Thesen von sich gibt, ohne
Begründungen zu liefern. Vor vier Jahren
riet ihm eine Freundin: „Mach mal einen
IQ-Test.“ Seipel tat es. Ergebnis: hochbegabt. „Das war wie eine Befreiung. Plötzlich verstand ich mein Leben rückwärts.“
Da war Seipel 35 Jahre alt.
Sie sehen oft
Lösungen, ohne den
richtigen Weg
beschreiben zu können
Fotos: Ian McKinnel/gettyimages
50
München | Hamburg | Berlin | Tel. +49 89 2422 4040
www.frey-wille.com
vienna, austria
Inspirations Hochbegabte
Arbeitsalltag nicht immer förderlich“, sagt
Heintze. „Nicht selten werden die Fähigkeiten hochbegabter Mitarbeiter verkannt,
falsch eingeschätzt und die Menschen zu
Sonderlingen abgestempelt.“ Wer immerzu erfährt, dass es irgendwie falsch ist,
schon nach 30 Minuten statt nach drei
Stunden mit einer Aufgabe fertig zu sein,
wer ein ums andere Mal merkt, dass andere seine schnelle Auffassungsgabe mit
oberflächlicher Reflexion verwechseln,
wer immerzu mit der routinierten Umsetzung von Projekten betraut wird, zieht sich
irgendwann ermüdet in die innere Emigration zurück. Bore-out nennt das Heintze,
oder, um beim Bild zu bleiben: „Das Zebra
wirft sich eine Haflingerdecke über, um
nicht aufzufallen.“
Oder es fühlt sich lebenslang als großer
Störfaktor. Wie Friedhelm Wachs. In der
Schule schwankte der Gründer des European Negotiation Institute zwischen quälender Langeweile und Rebellion. Stritt
sich mit Lehrern, provozierte, spielte den
Klassenclown. Bis er irgendwann die Rolle
fand, die für ihn passte: Schulsprecher.
„Als unausgelasteter Querkopf eckte ich
vorher überall an, weil ich nicht meiner
Position im sozialen System entsprach“,
erinnert sich Wachs, „als Schulsprecher
aber wurde das von mir gerade erwartet.“
Wachs ging auf in der Rolle des Wortführers, engagierte sich in politischen Organisationen, mischte in weltweiten Sportverbänden mit. Immer wenn es darum
ging, innerhalb eines komplexen Systems
Entwicklungen vorauszudenken und
widerstrebende Parteien mit kreativen Lösungsvorschlägen zusammenzubringen,
hieß es: Der Friedhelm macht’s. Wachs
lacht. „Egal ob Minister oder Vorstände,
niemand will den Wilden am Tisch haben.
Aber wenn es darum geht, ein Team aus
dem Dschungel zu führen, wird er mit
Kusshand geholt.“ Wachs hat daraus seinen Beruf gestrickt, hinter den Fronten: als
selbstständiger Verhandlungsberater für
Lufthansa Exclusive 04/10
Topmanager und politische Entscheider,
eine Art Strippenzieher im Hintergrund.
Nicht vielen Hochbegabten fällt es
leicht, ihre „200 PS unter der Haube erfolgreich auf die Straße zu bringen“, wie es
Diplompsychologe Heinz-Detlef Scheer
formuliert. Nach Beobachtung des Hochbegabtentrainers tappen sie oft in drei Fallen: die Arroganzfalle, weil sie sich schon
nach ein paar Tagen im Job hoch motiviert
einmischen und alles ändern wollen; die
Kulturfalle, weil sie die gewachsenen
Strukturen und Ängste im Unternehmen
unterschätzen; die Dilettantenfalle, weil sie
sich manchmal selbst überschätzen.
„Egal ob Minister oder
Vorstände, niemand
will den Wilden am
Tisch haben“
„Manche meiner Kunden fangen an, Bücher zu schreiben oder selber zu komponieren, weil sie glauben, alles zu können. Das ist natürlich Quatsch und landet
im Dilettantismus“, sagt Scheer. Mit seinen
Klienten übt er daher, die Perspektive der
Kollegen einzunehmen, klarer zu kommunizieren. Und die eigenen Stärken und
Schwächen zu erkennen. „Ein hoher IQ
allein nutzt wenig. Wer nie gelernt hat zu
lernen, weil er es lange nicht musste, wird
letztlich kaum erfolgreich sein“, meint
Scheer. „Nur wem es gelingt, seinen IQ in
Lernarbeit umzusetzen, hat einen Vorteil.“
Claudio Seipel hat inzwischen gelernt,
sich in Meetings ein wenig zurückzuhalten,
bis ein Problem hinreichend ausdiskutiert
ist, anstatt gleich zu Beginn mit einem fertigen Lösungsvorschlag den anderen über
den Mund zu fahren. Er hat sich diskret
einen zweiten Job nach der Arbeit besorgt, als Dozent an der Fachhochschule
Frankfurt. Und er hat erkannt: „Ich muss
meinen eigenen Weg gehen. Die Unternehmensmauern sind zu eng. Das Mitmischen in der Firmenpolitik ist auf Dauer
nicht mein Ding.“ Anfang des Jahres
macht sich Seipel selbstständig.
Damit es zu solchen Trennungen erst
gar nicht kommt, coacht Trainer Scheer
nicht nur Hochbegabte, sondern auch
deren Chefs und rät zur „konstruktiven
Disharmonie“, um extreme Schnelldenker
zu halten. Das heißt: erstens, den Leuten
ein breites Aufgabenspektrum bieten, in
dem sie sich austoben können; zweitens,
die Unterschiedlichkeit der Fähigkeiten in
der Abteilung ebenso zum Thema zu machen wie den Wert gerade einer gut gemischten Mannschaft. Und drittens, fügt
seine Kollegin Heintze hinzu, den Blick der
Personaler schärfen: „High Potential Programme und allgemeine Stärken-Schwächen-Analysen reichen da nicht.“
Für Mensa-Frau Christine Warlies,
gehört es zu jeder „angemessenen Art
von Führung“, auf Mitarbeitergruppen mit
besonderen Bedürfnissen so einzugehen,
dass es ihren besonderen Stärken und
Schwächen gerecht wird. Das heißt bei
den IQ-Starken zum Beispiel: große Freiräume lassen, aber klare Ziele und Termine
setzen, damit sie sich nicht verzetteln, am
eigenen Perfektionismus zerbrechen oder
sich in einem dichten Wald von Argumenten verlaufen. Oder: Andere Arbeitsgeschwindigkeiten und Zyklen anerkennen.
Auch wer schnell fertig ist, braucht Erholung – und nicht einen Schreibtisch, der
ständig mit neuen Aufgaben vollgepackt
ist. Sonst droht in der Tat, wie der Erfurter
Begabungsforscher Ernst Hany sagt, dass
„hochbegabte Mitarbeiter als Querschießer Sand ins Getriebe werfen, statt ihre Fähigkeiten im Einklang mit Kollegen und
Unternehmenskultur einzusetzen“. Oder
frustriert ihre Sachen packen.
What is life,
if you don’t share it?
eduard-dressler.com
52
54
Lifestyle Uhren
55
Dem idyllischen Nest im
sächsischen Müglitztal
sieht man nicht sofort
an, dass sein Name
weltbekannt ist. Bereits
vor 165 Jahren entstand
dort ein Zentrum der
Uhrenfertigung
Lufthansa Exclusive 04/10
Foto: Gernod Loose; Spohler/laif
Text Angela Oelckers
Die Tage schienen gezählt für die Kleinstadt im tiefen Tal des
Erzgebirges. Doch mittlerweile ist Glashütte wieder auf der
Höhe des Zeitgeistes: Seine Manufakturen fertigen feinste
mechanische Uhren von Weltrang. Ein Besuch im Städtchen
56
Lifestyle Uhren
57
E
s ist sehr still in dem hellen
Raum, niemand sagt ein Wort,
nur hin und wieder raschelt ein
weißer Kittel. Der Tisch, an dem
Kerstin Richter sitzt, reicht ihr bis kurz
unters Kinn. Der Schraubenzieher ist so
klein, dass man ihn kaum erkennt. Sie
schaut durch ihre Lupe und wirkt ganz bei
sich. Da ist sie wieder, diese Ruhe. Ohne
die Ruhe wären sie nicht zu bändigen, die
winzigen Teilchen, von denen hier alle so
fasziniert sind, von ihrem Ineinandergreifen, ihrer Perfektion. Wenn Kerstin Richter
dort sitzt, versunken, kennt sie nur ein Ziel,
„wunderschöne, filigrane Uhrwerke zu fertigen“, sagt sie.
Seit 2005 ist der Hamburger Juwelier und Feinuhrmacher Wempe in Glashütte präsent, in der
Sternwarte hoch über dem Müglitztal. Wempe
führt dort die Firmentradition der Chronometer
fort und fertigt edle Armbanduhren. Hier der
Chronograph „Zeitmeister XL“ mit 45-mmGehäuse und eingravierter Sternwarte am Boden
Lufthansa Exclusive 04/10
Sie ist Uhrmacherin bei A. Lange &
Söhne in der sächsischen Kleinstadt Glashütte. Wer nichts weiß von diesem Ort, hält
ihn für ein von der Welt vergessenes Nest.
Idyllisch, in einem tiefen Tal des Erzgebirges versteckt, ohne richtiges Hotel (seit
zwei Jahren wird ein Investor gesucht), gehobenes Restaurant oder gar Kino; dafür
aber mit regelmäßigem Hochwasser, das
die Keller der 7300 Einwohner flutet.
Doch man darf sich nicht täuschen
lassen: Glashütte ist ein Mythos, ein weltweit mit Ehrfurcht betrachtetes Zentrum
der Fertigung von Luxusuhren. Ein unbeugsames Städtchen, das dem batteriegeladenen Zeitgeist Widerstand leistet. Auf
einer Tafel am Ortseingang prangt das
stolze Motto: „In Glashütte lebt die Zeit.“
Rund ein Dutzend Manufakturen der
Spitzenklasse reiht sich dicht auf den
wenigen hundert Metern Flussufer der
Müglitz. Am Anfang der Altenberger
Straße stehen die Fertigungsstätten von
A. Lange & Söhne, klassizistisch und
schön renoviert, die Uhrmacher können
den Kollegen im kühlen Neubau von Glashütte Original beinahe in die Fenster sehen. Schräg gegenüber im umgebauten
Bahnhof logiert Nomos, und östlich davon
auf dem Hügel haben sich Wempes
Chronometerwerke unter der Kuppel der
alten Sternwarte eingerichtet.
Der halbe Ort arbeitet „in der Uhr“,
wie man hier sagt, und neuerdings ist
Glashütte dank der Uhr auch wieder
wohlhabend geworden. Immerhin kosten
die wertvollsten Ticker aus Glashütte,
mechanische Uhren mit erlesenen
Komplikationen, sechsstellige Beträge.
„Für die Herstellung einer solchen Uhr
braucht es Konzentration und eine ruhige
Hand“, sagt Lange-Geschäftsführer Jerzy
Schaper, „die ländliche Abgeschiedenheit
ist da hilfreich.“
Das findet wohl auch Ferdinand
Adolph Lange, als er vor 165 Jahren dort
seine Uhrenwerkstatt gründet. Zu der Zeit
leben in Glashütte fast nur arbeitslose
Bergarbeiter, und Lange kommt mit einer
Art Konjunkturprogramm als Bedingung
für das Darlehen von 7800 Talern, das er
dem königlich-sächsischen Innenministerium abgeschwatzt hat: 15 Lehrlinge muss
er dafür ausbilden.
Lange, der die Uhrmacherei unter
anderem in der Schweiz gelernt hat, macht
offenbar alles richtig und wird zum Stammvater der deutschen Uhrenindustrie. In nur
wenigen Jahrzehnten etablieren sich im
Müglitztal etliche Manufakturen und Zulieferbetriebe, die Uhren gelten als Spitzenprodukte der Zeitmessung. Der Ort dankt
es der Familie Lange, widmet ihr Straßen,
Plätze und Denkmäler.
Mit Ferdinand Adolph Lange beginnt vor 165
Jahren die uhrmacherische Geschichte von
Glashütte. Sein Urenkel Walter Lange gründete
das Unternehmen nach der Wiedervereinigung
neu, die Uhren von A. Lange & Söhne zählen
heute zu den besten weltweit. Ein Glanzstück
ist die „Lange 1 Tourbillon“, hier in der jüngsten
Variante mit Sekundenstopp und der neuen
Legierung „Honiggold“
Glashütte hat scheinbar ein Talent, als
Phönix aus der Asche aufzusteigen. In
Asche liegt die Uhrenfertigung nach der
deutschen Wiedervereinigung, 1994
kommt über die Treuhand ein gewisser
Heinz Wolfgang Pfeifer; wie man fürchtet,
um den Rest der „VEB Glashütter Uhrenbetriebe“ zu liquidieren. Die enteigneten
und im Volkseigenen Betrieb zusammengefassten Werkstätten haben mehr als 40
Jahre lang Mittelmaß produziert, der
Nimbus ist erloschen. Doch zur Überraschung aller denkt Pfeifer visionär. Er übernimmt für den symbolischen Preis von
einer Mark den Betrieb und verkündet, er
wolle Luxusuhren mit Preisen bis zu
100 000 Euro fertigen.
„Wir selbst wussten ja, dass wir mehr
konnten, als wir bislang durften, aber
keiner konnte sich vorstellen, dass es
Uhrenfreaks gibt, die so viel für einen
Zeitmesser ausgeben“, sagt Günter Wiegand, die Verblüffung ist ihm noch immer
anzuhören. Wiegand begann einst als
58
Lifestyle Uhren
59
Uhren von Nomos werden vor allem für ihr puristisches Design geschätzt. Das Unternehmen
wurde 1990 in Glashütte gegründet und logiert
im umgebauten alten Bahnhof. Die quadratische
„Tetra“ ist ein moderner Klassiker, rechts das
Modell „Bärenfuß“, es hat ein Manufakturkaliber
mit Handaufzug und Gangreserveanzeige
Lufthansa Exclusive 04/10
Fotos: Spohler (2), Jonkmanns/laif
Werkzeugmacher im VEB, mit seiner kräftigen Statur und dem weißen Kapitänsbart
strahlt er Vertrauenswürdigkeit aus. Heute
ist er Geschäftsführer der Spitzenmarke
Glashütte Original, die aus einer ziemlich
kühnen Idee des vermeintlichen Liquidators entstand. „Hochfeine mechanische
Uhren, gefertigt in der Tradition alter Meister, sind unser Ziel“, sagt Wiegand, „wir
fertigen praktisch alle Teile selbst an.
Unser Meisterstück ist der ‚Senator Chronometer‘, erstmals zertifiziert und mit
einem neuartigen Sekunden-Null-StoppMechanismus, in den wir drei Jahre
Entwicklungsarbeit investiert haben.“
Wer verstehen will, warum zahlreiche
„Verrückte“ mechanische Uhren aus
solch detailverliebter Fertigung besitzen
wollen, kann die Meister von Glashütte
Original bei der Arbeit beobachten. Die
Werkräume sind wie ein Lehrpfad um das
vierstöckige Atrium aufgereiht und haben
eine gläserne Wand zum Gang, Videos
auf kleinen LCD-Schirmen zeigen Arbeitsschritte in Nahaufnahme. Die zierlichen
Uhrenteile in Schaukästen daneben erinnern an aufgespießte Schmetterlinge:
fragil, von verschwenderischer Schönheit.
Mehrere hundert Bauteile können
selbst Uhren mit wenigen Komplikationen
haben. In Manufakturen wie Glashütte
Original und A. Lange & Söhne gehört es
zu den Selbstverständlichkeiten, sogar
jene mechanischen Teile aufwendig zu
polieren, gravieren und dekorieren, die für
immer im Inneren der Uhr unsichtbar
bleiben.
In all ihrer Handwerkskunst, erhabenen Tradition und Werthaltigkeit ist Uhrenunternehmen eine Eigenschaft meist
wesensfremd: Humor. Nicht so bei Nomos. Firmengründer Roland Schwertner,
Dortmunder Betriebswirt mit bewegter
Berufsbiografie und stets schwarzer Kleidung, pflegt den ironischen Ton. 2006
beglückt er die Uhrengemeinde mit dem
amüsanten „Universallexikon“, in dem
neben Wissenswertem über Uhrmacherei
im Allgemeinen und Nomos im Speziellen
auch allerlei gekonnter Unsinn steht. Das
bedeutet aber nicht, dass die Uhren weniger ernst zu nehmen wären.
Seit 1994 gehört die Manufaktur Glashütte
Orginal zu den Großen in der Welt der mechanischen Uhren. Oben: die „Senator Meissen
Tourbillon“ mit handgefertigtem und handgemaltem Zifferblatt aus Meissener Porzellan
Nomos ist ein Schnellstart, wenige
Monate nach dem Mauerfall lässt Schwertner die Marke Nomos eintragen, 1992
werkeln die ersten Mitarbeiter in einer provisorischen Dreiraumwohnung am Glashütter Kohlsteig, den Telefonanschluss teilt
man sich mit Heidi’s Imbiss. „Wenn der
Frittenmann telefonierte“, sagt Schwertner,
„war bei Nomos Funkstille.“
Heute ist Schwertner stolz auf etliche
eigenständige Modellreihen, deren klares,
puristisches Design mehrfach prämiert ist.
Obwohl über zwei Drittel der Uhrenteile
selbst gefertigt werden, kosten NomosUhren selten mehr als 1400 Euro. Das
Mauerfall-Jubiläum ehrt Schwertner im
Mai 2009 gewohnt ironisch mit der Kollektion „Einheits-Nomos“: 20 Uhren in 20 verschiedenen delikaten Grautönen, jede
trägt den Namen einer Stadt aus der ostdeutschen Provinz. „Da wäre zum Beispiel
ein warmes Grau an der Schwelle zum
Rosa, die haben wir Schildau gewidmet“,
sagt Schwertner ungerührt, „und silbrig
wie der Himmel im März schimmert die
Schwarzenberg. Grau kann fast alles,
Grau kann Deutschland sein.“ Die auf 20
mal 20 Uhren limitierte Kollektion ist umgehend ausverkauft.
Die Uhrenunternehmen von Glashütte
verstehen sich überraschend gut miteinander, eher wegen als trotz der räumlichen
Nähe. Jeder Uhrmacher weiß, wenn er
beim Feierabendbier im Gasthaus „Zum
Goldenen Glas“ Geheimnisse ausplaudert, ist er unten durch.
Ohnehin pflegt jeder Betrieb seine
eigene Markenphilosophie, und im Kampf
gegen Trittbrettfahrer rücken alle eng zusammen: Nur wer mindestens die Hälfte
vom Wert eines Uhrwerks vor Ort fertigt,
darf die begehrte Herkunftsbezeichnung
„Glashütte/SA“ führen. „Sie ist geschützt
wie Champagner oder Parmaschinken“,
witzelt Schwertner. Er hatte anfangs Teile
aus der Schweiz zugekauft, bis die 50Prozent-Regel 1993 richterlich sanktioniert
wurde. Seither „fummelt Nomos auf Weltniveau“, wie Schwertner sagt, und die anderen sind auch zufrieden.
Die Schweizer als Erfinder und
Perfektionierer des Luxusuhrenbaus
Lifestyle Uhren
betrachten die Konkurrenz aus Sachsen
mit gemischten Gefühlen. Doch was sich
nicht besiegen lässt, muss man umarmen
– diese Politikerregel kennen auch die
Helvetier. Sie entscheiden sich für den
zweitbesten Weg, die Beteiligung.
Das kleine unbeugsame sächsische
Städtchen hat sich behauptet und erlebt
erfreuliche Investitionen. Glashütte Original gehört inzwischen zur finanzstarken
Swatch-Gruppe, A. Lange & Söhne zum
Genfer Luxuskonzern Richemont. Das
kann man durchaus als Verbeugung vor
der Uhrmacherkunst aus Glashütte betrachten.
Eine besonders tiefe Verbeugung machen die Schweizer im Jahr 2004 vor
Annegret Fleischer. Leidenschaft für Uhren
liegt zweifellos in den Genen der 45-jährigen Konstrukteurin, sie gehört zur fünften
Generation von Uhrenverrückten in ihrer
Familie und hat mit ihren Innovationen zum
Wiederaufstieg von A. Lange & Söhne erheblich beigetragen. „Eigentlich ist die
Entwicklung einer Uhr immer Teamarbeit“,
sagt sie bescheiden. Doch es ist ihre Vision einer komplizierten Neuentwicklung –
des Schleppzeiger-Chronographen
„Lange Double Split“, die 2004 bei der
Verleihung des „Oscars“ der Uhren in
Genf den Spezialpreis der Jury gewinnt.
Uhrenunternehmen
in Glashütte
Im Mai 2008 eröffnete in Glashütte das
sehenswerte Deutsche Uhrenmuseum. Es zeigt
Uhren und Uhrwerke jedweder Art, in Historienräumen und multimedialen Bereichen erlebt der
Besucher die Faszination von Zeit.
Schillerstraße 3 a, Glashütte,
Tel. 0 3 50 53-462 83,
info@uhrenmuseum-glashuette.com
Es ist das erste Mal, dass die Schweizer diesen Preis einer Uhr verleihen, die
nicht aus der Schweiz kommt. Mehr noch,
es ist so etwas wie die formale Anerkennung: Das liebenswerte Nest Glashütte
gehört dazu, zur allerersten Liga des
Uhrenbaus. Chapeau, Frau Fleischer.
A. Lange & Söhne,
www.lange-soehne.com
Glashütte Original,
www.glashuette-original.com
Nomos Glashütte,
www.glashuette.com
Mühle,
www.muehle-glashuette.de
Bruno Söhnle,
www.soehnle-uhren.de
Union,
www.union-glashuette.com
SUG Glashütte (Uhrengehäuse),
www.sug-glashuette.de
Wempe,
www.chronometerwerke-glashuette.de
Hemess,
www.hemess.de
Tutima,
www.tutima.de
Kronsegler,
www.kronsegler.de
Grossmann Uhren,
www.grossmann-uhren.com
Foto: J. Loesel
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01
Roland Deiser: Designing the Smart
Organization. How Breakthrough
Corporate Learning Initiatives Drive
Strategic Change and Innovation, John Wiley &
Sons, Hoboken 2009, 352 Seiten.
Roland Deiser, Gründer des European Corporate
Learning Forum im schweizerischen Baar, hat
eine klare Vorstellung, wie Organisationen ihre
internen Lernarchitekturen und Weiterbildungsmaßnahmen gestalten sollen, um erfolgreich,
innovativ und wettbewerbsfähig zu bleiben. TraLufthansa Exclusive 04/10
ditionelle Lernmodelle sind nach Deisers Überzeugung vorbei und zudem realititätsfremd. Er
unterscheidet zwischen verschiedenen Lerndimensionen, zum Beispiel analytischen, emotionalen,
politischen, sozialen und ethischen. Relevanter
für die Praxis ist jedoch das vom Autor skizzierte
Modell von Lernprozessen im Unternehmensumfeld, das sich mithilfe diverser Fallstudien
bestens veranschaulichen lässt. So können laut
Deiser Kooperationen von Firmen und Universitäten als Antrieb unternehmerischer Entwicklung
dienen – der Pharmakonzern Novartis hat das
bereits in China vorgemacht. Deiser nutzt seine
praktischen Fallbeispiele, um in vielfältiger Weise
die Möglichkeiten und Herausforderungen des
Corporate Learning aufzuzeigen – Inspiration
findet der Leser in diesen Storys genug. Dieser
fesselnde Band ist die ideale Lektüre für CEOs,
Trainer, Personalverantwortliche und andere
Fürungskräfte, die Lösungsansatze für die Gestaltung und Förderung der Lernkultur in ihren
Unternehmen finden und umsetzen wollen.
64
„Mami, was ist eine
Koniktsituation?“
Inspirations Business
Kinder brauchen Entscheidungshilfen.
Und manche Kinder brauchen sogar noch mehr.
Machen Sie Ihren Kindern eine Freude und erleichtern Sie sich
Ihre Erziehung auf spielerische Art mit „Alexandra, wohin
fährst Du?“ – ein Buch zum Lesen und Lernen, das Ihren und
bedürftigen Kindern wertvolle Unterstützung bietet. Interaktiv
gibt es auf liebevoll gestalteten Seiten zu entdecken, was
Alexandra und ihr Freund Tim draußen erwartet – das Gleiche
wie Ihren Nachwuchs: Jeden Tag die richtigen Entscheidungen
zu treffen. Seien sie auch noch so klein.
02
Herb Sorensen: Inside the Mind of
the Shopper. The Science of
Retailing, Wharton School Publishing, Pennsylvania 2009, 256 Seiten.
Sicher kennen Sie das auch: Eigentlich wollten
Sie nur schnell einen Liter Milch holen. Aber dann
entdecken Sie im Laden erst in der hintersten
Ecke das Kühlregal, nachdem man Sie vorher
durch das ganze Geschäft gelotst hat. Das ist
kein Zufall. Supermarktmanager positionieren alltägliche Lebensmittel mit Vorliebe fernab des Eingangs, um Kunden an diversen Regalen vorbeizulocken und zum Kauf weiterer Produkte
anzuregen. Verhaltenswissenschaftler Herb
Sorensen hält von dieser Strategie herzlich wenig:
Sie verursache emotionale Unruhe und bewirke
genau das Gegenteil des Erwünschten: Nächstes
Mal kaufen Sie Ihre Milch bestimmt anderswo.
Laut Sorensen verstehen Gewerbetreibende trotz
Milliardeninvestitionen in Kundenverhaltensanalysen nicht, wie sich die Konsumenten in ihren
Filialen wirklich verhalten. Um den Trugschlüssen
über Produktplatzierung ein Ende zu setzen,
liefert der Autor einen gründlich recherchierten
Bericht über das Käuferverhalten. Sein mit Diagrammen, Statistiken und Fallstudien gespicktes
Buch sollte sich kein Einzelhändler entgehen
lassen, der seine Verkaufszahlen steigern möchte
– indem er versteht und anbietet, was Kunden
wirklich wollen.
03
Dagmar Fischer, Jörg Breitenbach
(Hg.): Die Pharmaindustrie. Einblick
– Durchblick – Perspektiven,
Spektrum Verlag, Heidelberg 2010, 342 Seiten.
Pille oder Saft? Würde einem diese Entscheidung
leichtfallen, brauchte man das von Dagmar Fischer und Jörg Breitenbach herausgegebene
Buch gar nicht. Die Pharmaindustrie ist aber so
komplex, dass dieser Einblick in die Pharmazie
vor allem für Brancheneinsteiger geradezu unentbehrlich ist. Die zahlreichen Autoren liefern einen
anschaulichen und gut verständlichen Überblick
über die verschiedenen Geschäftsfelder moderner
Pharmakonzerne, würzen ihn mit vielen Zahlen
und Fakten und erläutern haarklein, wie die Entwicklung und Produktion von Medikamenten abläuft. Man findet sich beim Lesen schnell zurecht,
vor allem, weil das Buch hervorragend gegliedert
ist. Die einzelnen Artikel könnten allerdings etwas
besser aufeinander abgestimmt sein: Manchmal
stolpert man über Wiederholungen, oder man vermisst Zusammenfassungen, die im vorherigen
Kapitel noch wie selbstverständlich dazugehörten.
Das ist jedoch die einzige bittere Pille, die man bei
der Lektüre dieses ansonsten verständlich geschriebenen Branchenporträts schlucken muss.
Ein Buch für Studierende, Betriebswirte, Juristen
und Ingenieure, die sich für die pharmazeutische
Industrie interessieren.
04
Christoph Gabath: Risiko- und
Krisenmanagement im Einkauf.
Methoden zur aktiven Kostensenkung, Gabler, Wiesbaden 2010, 200 Seiten.
Ein Wirtschaftsfachbuch, das den Leser so richtig
fesselt: Wer dieses eher seltene Ereignis erleben
möchte, sollte zu diesem Band greifen. Denn die
Art und Weise, wie der Interimsmanager und Berater Christoph Gabath das Thema Risiko- und
Krisenbewältigung im Einkauf umsetzt, ist vorbildlich. Ihm gelingt eine überzeugende, schnörkellose Darstellung, die sich auch in den schnell zu
erfassenden Schaubildern und den dezent eingestreuten Praxisbeispielen widerspiegelt. So
bleibt beinahe keine Frage zum Risikomanagement im Einkauf unbeantwortet. Mit einer Fülle
von Handlungsoptionen ausgestattet, kann der
Einkäufer nach der Lektüre des Buches sofort zur
Tat schreiten und sich gegen die zunehmenden
Unsicherheiten am Markt wappnen. Der Kampf
gegen die Krise wird im Einkauf gewonnen, sagt
Christoph Gabath. Denn: „Je früher Fehlentwicklungen im Einkauf erkannt werden, desto leichter
und rascher sind sie in der Regel zur Vermeidung
von Unternehmenskrisen korrigierbar.“ Sein Buch
ist allen Einkaufsmanagern und Geschäftsführern
zu empfehlen, die wissen wollen, wie sie – nicht
nur in Krisenzeiten – Kosten senken können.
Die Schweizer Firma getAbstract ist der weltweit führende Anbieter von Buchzusammenfassungen. Das
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66
Lifestyle Musik
67
Die neue Welle am Kap
Südafrika freut sich über
eine junge Musikszene.
Sie hat nur ein Problem:
Der Rest der Welt kennt
sie kaum. Dabei sind
Künstler wie Dear Reader,
Zebra & Giraffe oder Nibs
van der Spuy kreativer als
mancher Shootingstar der
nördlichen Hemisphäre.
Die Fußball-WM soll sie aus
dem Abseits holen
BLK JKS „After
Robots“: Erste
CD des Quartetts junger
schwarzer Progressive-Rock-Spezialisten,
die auch zu ihren musikalischen afrikanischen Wurzeln stehen. www.blkjks.com
Text Philip Wesselhöft
Nibs van der
Spuy „A Bird In
The Hand“:
Jüngstes Soloalbum des
früheren Frontmannes der
Band Landscape Prayers:
Sanfter Folk mit Blues- und
Reggae-Sprengseln.
www.nibs.co.za
Zebra & Giraffe
„Collected
Memories“: Erst-
Jazz, Dub und Afro-Rock. Die Musik der Band BLK JKS klinge wie sonst nichts auf dieser Welt, urteilte das Musikmagazin Rolling Stone
Lufthansa Exclusive 04/10
Foto: Mikhael Subotzky
lingswerk des
Multitalents Greg
Carlin, der alle Instrumente
auf der Platte spielt. Gewann
dafür einen South African
Music Award. Mix aus Pop,
Rock, Punk und Elektro.
www.zebraandgiraffe.co.za
68
Lifestyle Musik
69
Farryl Purkiss
„Farryl Purkiss“:
Surf-Pop aus
dem südafrikanischen Badeparadies
Umhlanga Rocks. Klingt ein
bisschen wie Jack Johnson,
aber das muss man auch
erst mal schaffen …
www.farrylpurkiss.co.za
Guy Buttery
„Fox Hill Lane“:
Drittes Album
des Gitarrengenies aus der
Nähe von Durban. Spielt „Experimental
Folk“. Greift gern auch zur
Mandoline und Sitar.
Ein Land, drei Künstler: Guy Buttery (ganz oben) schafft allein mit der Akustikgitarre große
www.guybuttery.co.za
Momente. Greg Carlin von Zebra & Giraffe (oben links) hatte mit dem Song „The Knife“ einen
Hit am Kap. Chris Letcher (oben rechts) aus Südafrika lebt mit Band inzwischen in London
Mit diesem Bild vor Augen lässt sich vielleicht nachvollziehen, in welch milder, dezent entrückter Stimmung das Publikum im
vergangenen Herbst aus dem Nachtklub
Grünspan in die feuchte Nacht strömte. Es
war weit nach zwei Uhr morgens, als der
Band Dear Reader die Songs ausgegangen
waren; nach einem dieser seltenen Konzerte, von dem man später sagen möchte:
Ich war dabei! Ich habe sie gesehen, als
sie noch nicht in ausverkauften, großen
Hallen gespielt haben.
Lufthansa Exclusive 04/10
Cassette „Who
Bislang aber sind Dear Reader aus Johannesburg – noch – ein Geheimtipp. Eine
Band, deren Debütalbum „Replace Why
With Funny“ ein außergewöhnlich ausgereiftes Popkunstwerk darstellt. Das bislang
nur kaum einer kennt, denn Dear Reader
kommen aus Südafrika.
Und Südafrika bedeutet für viele musikalisch immer noch Miriam Makeba, die
große, 2008 verstorbene Weltmusik-Sängerin. Oder Ladysmith Black Mambazo,
jene A-cappella-Gruppe, der Paul Simon
einst zu Weltruhm verhalf. Südafrika steht,
so sehen es die meisten immer noch, für
Zulu-Gesänge, Trommelrhythmen und
bunte Bühnenkostüme.
Von solchen Musikklischees allerdings
sind Cherilyn McNeil und Darryl Torr von
Dear Reader so weit entfernt wie das Kap
der Guten Hoffnung vom Londoner Piccadilly Circus. Denn Dear Reader spielen
zarte und gleichermaßen kraftvolle Lieder,
getragen von McNeils außergewöhnlich
berührenden Stimme. Die Songs werden
von poetischen Texten und cleveren Arrangements getragen, dass man nur den
Kopf darüber schütteln mag, wenn dünnstimmige Plastikbands wie La Roux aus
England als Nonplusultra des aktuellen
Musikgeschäfts gefeiert werden.
Doch zum Glück haben jetzt auch
Dear Reader den Sprung, den kleinen
Sprung, in die große weite Welt geschafft.
Ein Berliner Plattenlabel veröffentlicht ihr
Werk jenseits von Afrika, auf einer ersten
Europatour wollten begeisterte Konzertbesucher die Band gar nicht mehr von den
Bühnen lassen.
Überhaupt gehören Dear Reader zu einer neuen südafrikanischen Musikbewegung. Auch Zebra & Giraffe, aKing,
Cassette, BLK JKS oder Farryl Purkiss
kennt in der nördlichen und westlichen
Do You Trust?“:
Die Gruppe aus
Johannesburg
steht in der Tradition britischer Bands wie
Maximo Park und Franz Ferdinand, hatte einen ersten
Hit mit dem Boomtown-RatsCover „I Don’t like Mondays“.
www.playcassette.com
Fotos: Markus Maschwitz (2); G. Lomas
D
raußen hatte sich, von der Elbe
kommend, Nebel in die Nebenstraßen der Reeperbahn geschoben. Die schrillen Neonreklamen der Kneipen und Etablissements
wirkten wie durch Milchglas betrachtet, ein
unwirkliches Leuchten hing über dem weltberühmten Amüsierviertel am Hamburger
Hafen.
Cherilyn McNeil und Darryl Torr von Dear Reader werden sich wohl bald richtige Hotelzimmer leisten können
70
Lifestyle Musik
71
Hemisphäre meist keiner, in ihrer Heimat
jedoch sind sie Stars. Sie stehen für ein
neues Afrika der Ära nach der Apartheid,
in dem schwarze wie weiße Künstler abseits traditioneller Trampelpfade ihr Ding
durchziehen.
Die Band BLK JKS bespielsweise,
„Black Jacks“ ausgesprochen, spielt eine
eindringliche, revolutionäre Melange aus
Jazz, Psychedelic und Afro-Rock, die das
Publikum bei Liveauftritten regelmäßig entzückt. Und Cassette aus Johannesburg
lassen Britpop-Gruppen wie Franz Ferdinand alt aussehen.
Für Jubel auf dem Kontinent sorgt
derzeit vor allem Zebra & Giraffe, die Band
des Johannesburger Multiinstrumentalisten
Greg Carlin. Auf seinem Debüt „Collected
Memories“ mischt er so gekonnt Pop,
Rock und Elektro, dass die südafrikanische
Tageszeitung The Citizen ihre Leser dazu
aufrief, schnell noch Fans der ersten Stunde zu werden, bevor der Rest der Welt
Carlin entdeckt und für sich beansprucht.
Dear Reader
„Replace Why With
Funny“: Debüt der
Band aus Johannesburg, die ihre Musik
als „Avantgarde
Folk“ bezeichnet. Hatten zuvor
lokale Erfolge unter dem Bandnamen Harris Tweed.
www.dearreadermusic.com
aKing „Against All
Odds“: Pop-RockCountry aus Südafrika, auch das gibt
es. Gitarrist Hunter
Kennedy und Drum-
Natürlich erhoffen sich die Künstler vom
Kap den internationalen Durchbruch.
„Südafrika ist einfach zu eng“, sagt Cherilyn
McNeil von Dear Reader. „Da kennt man
irgendwann jeden Musiker und jeden
Klubbesitzer, das ist schnell ausgereizt.
Wir wollen jetzt nach Australien, nach
Japan, in die USA.“
Die 26-Jährige lacht kokett, fast ein
bisschen so, als schäme sie sich für den
eigenen Übermut. Doch warum nicht? Ein
Mann wie Nibs van der Spuy hat es vorgemacht. Südafrikas bekanntester Songwriter tourt bereits erfolgreich regelmäßig
rund um die Welt. Man vergleicht ihn mit
dem jungen Cat Stevens, obwohl van der
Spuy die Vierzig lange überschritten hat.
Der frühere Universitätsdozent für
Musikgeschichte hat eine Antwort darauf,
warum erst jetzt moderne Musik aus Südafrika in die Welt schwappt. „Wir sind eine
Sportnation, ganz einfach. Neue Kunstströmungen abseits der gängigen AfrikaKlischees hatten lange Zeit kaum eine
Chance, sich durchzusetzen.“ Allerdings
setzt der Berufsmusiker jetzt auf die Kraft
des Sports: „Die Fußball-WM wird der
Wahnsinn. Menschen aus allen Kulturen
kommen zusammen und feiern ein großes
Fest. Das muss doch ein weiterer Neubeginn für unsere Nation sein, für gegenseitiges Verständnis, für unterschiedliche
Lebenswege.“
Obwohl Nibs van der Spuy in seinen
Stücken eher verhalten politisch ist, sehen
ihn viele junge, aufstrebende Künstler als
Vorbild. Guy Buttery zum Beispiel, ein 26jähriger Hippie mit Akustikgitarre, der sein
erstes Album „When I Grow Up …“ bereits
mit 19 veröffentlichte. Oder Farryl Purkiss
aus dem Badeparadies Umhlanga Rocks
in der Nähe von Durban. Der musizierende
Surf-Crack tourte schon mit Weltstar Jack
Johnson, und wohl nicht nur wegen der
gemeinsamen Vorliebe für große Wellen.
„Better Days“ heißt sein bekanntester
Song – die sollen ihm und seinen Kollegen
nun beschert sein.
mer Jaco Venter spielen auch
in der Punkrockband Fokofpolisiekar. www.aking.co.za
UNITED AGAINST PROSTATE CANCER .com
Chris Letcher
„Frieze“: Den Kriti-
A new home for prostate cancer information for patients in Europe
kern will es nicht
recht gelingen, die
Musik von Chris
Letcher einzuordnen. Ist es nun Art-Pop oder
doch eher Indie-CollegeRock? Egal! Sein Debütalbum
ist tiefgründig und gefühlvoll.
www.letchermusic.com
Nibs van der Spuy aus dem ländlichen KwaZulu-Natal hat große Vorbilder: Leonard Cohen, Bob Dylan
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Bad Banks, good Banks Die Beratungsqualität der Filialbanken ist meist miserabel, doch
auch in dieser Branche gibt es weiße Schafe.
Da ist es an der Zeit, sich neu zu orientieren,
meint Kolumnist Jürgen Drommert
Die Makler, Wertpapierhändler und Analysten an der Börse Düsseldorf haben Humor. Das bewiesen sie zu Beginn dieses
Jahres, als sie den Begriff „Bad Bank“
zum Börsen-Unwort 2009 wählten. Ihr Urteil begründeten sie damit, es sei dem
Publikum recht schwer zu vermitteln, dass
eine offenbar schlechte Bank eine weitere
Bad Bank gründet und dies eine gute
Lösung für die Probleme der Krise sein soll.
Wenn man sich die jüngsten Untersuchungen von verbrauchernahen Einrichtungen wie Finanztest oder dem Hamburger Institut für Finanzdienstleistungen
so ansieht, kommt der Verdacht auf, dass
sich die Geldbranche den Titel „Bad
Bank“ auf Dauer sichern will. Nicht mit Deponien für toxische Assets allerdings, sondern im Geschäft mit ihren Privatkunden.
Denn die werden weiterhin über den Tisch
gezogen, dass es nur so knirscht. Das
Institut für Finanzdienstleistungen brachte
das Ergebnis seines Feldversuchs so auf
den Punkt: „Oft keine Beratung, nur reiner
Lufthansa Exclusive 04/10
Produktverkauf, Kosten werden vielfach
nicht genannt, Beratungsdokumentation
fehlt fast immer, verkauft werden fast ausschließlich Rentenversicherungen. In der
Regel handelt es sich dabei um intransparente und renditeschwache Produkte.“
Auch die Tester der Stiftung Warentest
mussten betrübt feststellen: „Ein Jahr nach
Lehman ist die Beratung der Banken noch
so schlecht wie ihr Ruf.“
Zu den unschönen Seiten der Marktwirtschaft gehört, dass sie bei mangelnder
oder misslungener Regulation gewisse
Krankheitserscheinungen hervorbringt;
dabei mag die systematische Fehlberatung von Anlegern noch zu den harmloseren gehören. Erfreulich ist allerdings,
dass der Markt oft auch gleich die passenden Heilkräuter nachliefert.
Tatsächlich tut sich was in der deutschen Bankenlandschaft, neue Wettbewerber wollen den enttäuschten Kunden
bessere Produkte und Dienste als gewohnt anbieten. So ist die Berliner Quirin
Bank im Jahr 2006 angetreten, um Besser- und Gutverdienern eine Vermögensverwaltung nach dem Reinheitsgebot zu
offerieren. Dreh- und Angelpunkt ist dabei
die Auflösung eines Interessenkonflikts: Im
herkömmlichen Anlagegeschäft werden
vorzugsweise Finanzprodukte verkauft, die
der Bank satte Provisionen bringen – und
das sind nur in Ausnahmefällen solche,
die dem Kunden die gewünschte Rendite
oder Sicherheit bescheren. Bei der Quirin
Bank hat man diesen gordischen Knoten
beherzt durchgehauen: Sämtliche Provisionen werden an den Kunden weitergereicht – eine gute Voraussetzung für eine
Beratung in seinem Interesse. Der Kunde
wiederum honoriert die Bank durch eine
monatliche Flat Fee und einen Anteil am
jährlichen Gewinn, was ein Anreiz für die
Vermögensverwalter ist, tatsächlich kontinuierliche Renditen zu liefern. Das Ganze
lohnt sich für Anlagesummen ab 70 000
Euro und ist so etwas wie ein Family Office
im Aldi-Format.
Einen völlig anderen Ansatz verfolgt
die Noa Bank, die seit dem vergangenen
Jahr in Deutschland vertreten ist. Sie bietet
nur drei Basisprodukte an, Girokonto,
Fest- und Tagesgeld. Doch diese magere
Palette hat’s in sich – die Zusage nämlich,
dass die Kundengelder ausschließlich als
Kredite an die Realwirtschaft eingesetzt
werden und nicht fürs Zocken an den Finanzmärkten. Jeder Kunde kann obendrein bestimmen, welchen Branchen oder
Regionen seine Einlagen zugutekommen
sollen, und profitiert so nicht nur von respektablen Zinsen, sondern obendrein
vom wohligen Gefühl, Wirtschaftsförderung zu betreiben.
Auch andere Geldhäuser wie etwa die
GLS Bank oder die Triodos Bank, die von
der Financial Times zur „Sustainable Bank
of the Year 2009“ gekürt wurde, haben
sich den sinnvollen Einsatz von Geld und
faire Kundenbeziehungen auf die Fahnen
geschrieben. An Angeboten fehlt es also
nicht, alles Übrige ist eine Sache der
Nachfrage. Nach all der Bankenschelte in
den Medien kann jedenfalls selbst das
Großmütterchen aus Oberursel künftig
nicht mehr behaupten, aus heiterem Himmel auf ihren lokalen „Bankbeamten“ hereingefallen zu sein.
Illustration: A. Thienhaus
72
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Meilen für eine bessere Zukunft: Dank
der überwältigenden Spendenbereitschaft
der Miles & More Teilnehmer dürfen sich
50 südafrikanische Kinder auf einen Start
in eine bessere Zukunft freuen. Denn nur
durch ihre Hilfe war die Errichtung einer
Vorschule für sozial und wirtschaftlich
stark benachteiligte Kinder in einem der
Vororte Kapstadts möglich. Ursprünglich
war lediglich geplant, mithilfe der Spenden
die Klassenzimmer einzurichten, doch im
Rahmen des besonderen Hilfsprojektes
Doppelte Meilen für Entdecker
„iThemba Capricorn“ wurden von den
Miles & More Teilnehmern ganze 10,6 Mio.
Meilen gespendet – ein Beitrag, der alle
Erwartungen übertroffen und den kompletten
Bau eines ganzen Gebäudes der Schule
mit drei Klassenzimmern finanziert hat.
So öffnete die Schule pünktlich zum Schulbeginn am 13. Januar 2010 ihre Pforten
und bietet nun neben drei Klassenzimmern,
einem Lehrerzimmer, Büro und sanitären
Anlagen auch eine Schulküche, in der sich
die Kinder dreimal am Tag auf gesunde
Mahlzeiten freuen können. Außerdem lädt
ein großer Spielplatz mit Schaukeln und
Klettergerüst zum Toben ein. Für die
optimale Vorbereitung auf das südafrikanische Schulsystem sorgen zudem extra
Englischunterricht und individuelle
Zuwendung der Pädagogen.
Wenn auch Sie Ihre Meilen für einen guten
Zweck spenden möchten, schauen Sie
doch einfach auf der Miles & More Website
vorbei – hier finden Sie alle Projekte, die
Sie mit einer Meilenspende unterstützen
können.
Auf zu neuen Zielen: Mit dem Sommerflugplan 2010 stehen Ihnen mit vielen neuen
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MUC 09.15 Uhr – 11.00 Uhr BRT
BRT 11.55 Uhr – 13.40 Uhr MUC
Täglich
LH 3377
ATH 15.10 Uhr – 17.25 Uhr DUS
ATH 15.45 Uhr – 18.00 Uhr DUS
Mo., Mi., Fr., Sa., So.
München–Miami
LH 460
LH 461
MUC 09.35 Uhr – 14.10 Uhr MIA
MIA 16.00 Uhr – 07.30 Uhr MUC (+1)
Mo., Di., Do.
LH 1304
MUC 07.40 Uhr – 09.05 Uhr RLG
MUC 18.20 Uhr – 19.45 Uhr RLG
Sa., So.
LH 1305
RLG 09.40 Uhr – 11.05 Uhr MUC
RLG 20.20 Uhr – 21.45 Uhr MUC
Sa., So.
München–Tallinn
LH 3454
LH 3455
MUC 19.25 Uhr – 22.50 Uhr TLL
TLL 07.00 Uhr – 08.25 Uhr MUC
Täglich
München–Zadar
LH 3458
LH 3459
MUC 13.15 Uhr – 14.25 Uhr ZAD
ZAD 15.05 Uhr – 16.20 Uhr MUC
Sa.
LH 3378
Düsseldorf–Dubrovnik
LH 3379
LH 3320
LH 3321
* Dieses Angebot gilt nur für Erstregistrierungen bis zum 30. April 2010. Ihre Prämienmeilen
werden Ihrem Miles & More Konto innerhalb von vier Wochen nach der Anmeldung
gutgeschrieben.
Do., Sa.
DBV 13.10 Uhr – 15.30 Uhr DUS
DBV 13.50 Uhr – 16.10 Uhr DUS
Do., Sa.
DUS 12.20 Uhr – 13.55 Uhr GDN
GDN 14.25 Uhr – 16.00 Uhr DUS
Mo., Di., Mi., Do., Fr.
DUS 11.25 Uhr – 13.40 Uhr NAP
DUS 14.55 Uhr – 14.15 Uhr NAP
LH 2667
NAP 14.35 Uhr – 16.55 Uhr DUS
NAP 12.00 Uhr – 17.15 Uhr DUS
Do., Sa.
LH 4160
DUS 12.00 Uhr – 13.50 Uhr NCE
DUS 12.45 Uhr – 14.35 Uhr NCE
Täglich
LH 4161
NCE 15.45 Uhr – 17.20 Uhr DUS
NCE 15.50 Uhr – 17.25 Uhr DUS
Täglich
LH 3386
STR 11.10 Uhr – 15.10 Uhr ATH
STR 11.30 Uhr – 15.30 Uhr ATH
So., Sa
LH 3387
ATH 15.50 Uhr – 18.00 Uhr STR
ATH 16.10 Uhr – 18.20 Uhr STR
So., Sa
LH 4890
STR 10.10 Uhr – 11.05 Uhr MAN
STR 13.45 Uhr – 14.40 Uhr MAN
Täglich außer Sa.
MAN 11.45 Uhr – 14.30 Uhr STR
MAN 15.15 Uhr – 18.00 Uhr STR
Täglich außer Sa.
Stuttgart–Athen
• Unter www.miles-and-more.com/de/pin können Sie Ihre
Miles & More PIN ändern oder neu anfordern
• Ihre persönlichen Daten können Sie im Miles & More
Online-Profil aktualisieren
• Unter www.jetfriends.com haben wir eine eigene Website
für unsere jungen Miles & More Teilnehmer eingerichtet
DUS 10.10 Uhr – 12.20 Uhr DBV
DUS 11.05 Uhr – 13.15 Uhr DBV
LH 2666
Düsseldorf–Nizza
… dass der beste Weg zu mehr Meilen und mehr Komfort über
das Internet führt?
Mit dem anwenderfreundlichen Internetauftritt von Miles & More
haben Sie zahlreiche Vorteile und Möglichkeiten und sind immer
schnell und bequem up to date. Stellen Sie also am besten gleich
um auf online:
• Bestellen Sie einfach den monatlichen Miles & More Online
Newsletter. Für Ihre erstmalige Anmeldung schreiben wir Ihrem
Miles & More Konto sogar 1 000 Miles & More Prämienmeilen
gut.* Als Online Newsletter-Abonnent erhalten Sie monatlich
Ihren Kontostand und die neuesten Angebote aus der Welt
von Miles & More und haben jederzeit die Möglichkeit, Ihre
Miles & More Meilenbewegungen tagesaktuell online abzurufen:
www.miles-and-more.com/on
• Bei Online-Buchungen von Flugprämien unter
www.miles-and-more.com/de/flugpraemien sparen Sie:
- 3 000 Prämienmeilen für interkontinentale Flüge
- 2 000 Prämienmeilen für kontinentale Flüge
- 1 000 Prämienmeilen für Inlandsflüge
• Bis zu 12 000 Prämienmeilen pro Kalenderjahr können Sie
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Doppelte Prämienmeilen sammeln Sie auch
im Rahmen unseres UK-Specials vom
12. April bis zum 12. Juli 2010 auf allen
Flügen von Stuttgart nach Manchester.
Flugnummer
Düsseldorf–Neapel
Wussten Sie schon …
Tallinn, Rostock und Zadar heißen u. a.
die neuen Sommerziele ab München. Das
größte Highlight ist jedoch der Neuanflug
von Miami ab München: Gönnen Sie sich
ein paar Tage Auszeit am Strand im sonnigen
Florida und lassen Sie den Alltag hinter sich.
Welche Ziele noch neu ab München angeflogen werden, sehen Sie in der Tabelle.
Lufthansa Italia hat ebenfalls Neuzugang
im Flugplan zu verkünden: Erstmals können
Sie von Mailand-Malpensa auch Olbia,
Palermo, Stockholm und Warschau anfliegen – und erhalten im Aktionszeitraum
sogar doppelte Prämienmeilen.
LH 3376
Düsseldorf–Athen
Wir danken allen beteiligten Miles & More
Teilnehmern herzlich dafür, dass sie den Bau
der Schule so großzügig unterstützt haben.
Ruhe genießen. Weitere neue Ziele ab
Düsseldorf entnehmen Sie bitte der nachfolgenden Tabelle. Auch von Stuttgart
aus wird Athen ab dem 28. März 2010
neu angeflogen.
Alle Flüge im Detail haben wir Ihnen in der Tabelle zusammengestellt:
Düsseldorf–Gdansk
Lufthansa exclusive 04.10
79
Stuttgart–Manchester
LH 4891
Book Lufthansa:
28. März bis 28. Juni 2010
www.miles-and-more.com/book-lufthansa
Do., Sa.
München–Rostock
Destination
Mailand-Malpensa–Olbia
Mailand-Malpensa–Palermo
Flugnummer
Verbindung
Flugtage
LH 1768
MXP 12.50 Uhr – 14.05 Uhr OLB
Sa., So.
LH 1769
OLB 15.00 Uhr – 16.10 Uhr MXP
Sa., So.
LH 1856
LH 1857
MXP 12.30 Uhr – 14.05 Uhr PMO
PMO 14.55 Uhr – 16.30 Uhr MXP
Täglich
LH 1814
MXP 12.35 Uhr – 15.20 Uhr ARN
MXP 17.25 Uhr – 20.15 Uhr ARN
Täglich
LH 1815
ARN 15.55 Uhr – 18.40 Uhr MXP
ARN 20.50 Uhr – 23.35 Uhr MXP
Täglich
LH 1838
LH 1839
MXP 06.55 Uhr – 09.00 Uhr WAW
WAW 09.40 Uhr – 11.45 Uhr MXP
LH 1846
LH 1847
MXP 17.35 Uhr – 19.40 Uhr WAW
WAW 20.20 Uhr – 22.30 Uhr MXP
Mailand-Malpensa–Stockholm
Mailand-Malpensa–Warschau
Täglich
außer So.
UK-Special:
12. April bis 12. Juli 2010
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Wir verlosen bis zu 20 000 Prämienmeilen!
Jetzt mitmachen und gewinnen! Ein Flug,
ein Upgrade in die nächste Reiseklasse
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WorldShop – wie viele Meilen fehlen Ihnen
noch bis zur Lieblingsprämie? Mit unserem
Gewinnspiel können Sie vielleicht gleich
20 000 Meilen näher an Ihr Ziel gelangen.
Beantworten Sie einfach unsere Preisfrage:
An welchen drei Standorten des neuen
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1. Preis: 20 000 Prämienmeilen
2. Preis: 15 000 Prämienmeilen
3. Preis: 10 000 Prämienmeilen
Senden Sie bis zum 30. April 2010 eine E-Mail
mit der Lösung, Ihrer Miles & More Servicekartennummer und Ihrer vollständigen
Adresse an gewinnspiel@lufthansa.com
oder eine Postkarte an: Miles & More,
Rätsel April 2010, Postfach 90 03 31,
D-60443 Frankfurt/Main.
Die Lösung unseres Gewinnspiels im März
2010 („Mit wie vielen Flügen kann in 2010
der Frequent Traveller Status erreicht bzw.
erhalten werden?“) lautet: Mit 30 Flügen.
Nicht teilnahmeberechtigt sind Mitarbeiter des Lufthansa
Konzerns und deren Angehörige. Jeder Einsender darf
nur einmal am Gewinnspiel teilnehmen. Der Rechtsweg
ist ausgeschlossen.
80
Miles & More
Weininteressierte Miles & More Teilnehmer wählten Wein
für die Lufthansa First Class
Ihre Meinung war gefragt: Welcher Wein
hat Ihnen am besten gefallen, welcher gute
Tropfen war Ihre schönste Entdeckung?
Miles & More Vielflieger hatten die Möglichkeit, im Miles & More Forum über die
besten Gaumenschmeichler zu berichten
und mit etwas Glück zu einer Blindverkostung eingeladen zu werden. Doch
hierbei ging es nicht nur um den Genuss
von 18 hervorragenden Chardonnays,
auch sollte ein neuer Wein für die
Lufthansa First Class ausgewählt werden.
managements und Weinexperten statt:
An bis zu zwölf Terminen im Jahr verkostet das Gremium zusammen mit
Markus Del Monego die Weine in
einer verdeckten Probe nach einem
internationalen 20-Punkte-System.
10 Miles & More Teilnehmer hatten unter
der fachkundigen Anleitung von Markus
Del Monego, Weltmeister der Sommeliers
und Master of Wine, 90 Minuten Zeit, ihre
Bewertung abzugeben und sich für einen
persönlichen Favoriten zu entscheiden,
der dann bald an Bord serviert wird.
Übrigens eine Premiere, denn die Auswahl
findet sonst nur intern im kleinen Kreis aus
Vertretern der LSG, des Lufthansa Produkt-
Die Weinprobe mit den weininteressierten
Miles & More Teilnehmern war ein voller
Erfolg: Mit Abstand gewonnen hat ein
Chardonnay aus dem Burgund, Rully
Premier Cru aus dem Hause Antoine
Rodet. Wenn Sie den Favoriten selbst
einmal probieren möchten – ab Mai 2010
wird er in der Lufthansa First Class
präsentiert.
Diese Meilenschnäppchen dürfen Sie sich nicht entgehen lassen
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Belgrad, Budapest, Bukarest, Dublin,
London, Madrid, Moskau, Paris, Prag,
Sofia, Stockholm oder Zagreb im Reisezeitraum 8. April bis 13. Mai 2010*.
Auf den Europastrecken können Sie
zudem auch alle Steuern und Gebühren
pauschal mit 15 000 Prämienmeilen
begleichen.
Destination
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Regulärer Meilenpreis
Korea und Japan:
Von allen deutschen Flughäfen nach
Busan, Nagoya, Osaka, Seoul oder Tokio
40 000 Meilen Economy Class
80 000 Meilen Economy Class
Europa:
Von allen deutschen Flughäfen nach
Amsterdam, Barcelona, Belgrad, Budapest,
Bukarest, Dublin, London, Madrid, Moskau,
Paris, Prag, Sofia, Stockholm oder Zagreb
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Konditionen, Zeiträume und Bedingungen.
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Reisezeitraum:
8. April 2010 bis 13. Mai 2010*
* Letzter Rückflug: 16. Mai 2010
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82
Miles & More
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wer geschäftlich viel unterwegs ist, weiß,
wie wichtig Flexibilität und Komfort sind.
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Durchatmen oder zum ungestörten
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und W-LAN-Anbindung präsentieren sich
die Lounges als vollwertiger Arbeitsplatz.
Auch an Bord genießen Sie in der SWISS
Business mehr Komfort und Privatsphäre,
denn der Mittelsitz der Dreierbestuhlung
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Wohlfühlatmosphäre sorgt darüber hinaus
die persönliche Betreuung durch die SWISS
Crew – natürlich mit typisch schweizerischer
Gastfreundschaft.
Schon bei der Buchung bietet Ihnen ein
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Sonnige Aussichten
Pünktlich zu den ersten warmen Sonnenstrahlen gibt es natürlich auch den neuen
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Ausführungen erhältlich. Zum Träumen in der Sonne lädt die bequeme Liege von Domus ein.
Viele weitere sommerliche Produkte finden Sie im Katalog oder online unter
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Ipitonga Flip-FlopAnhänger
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Lufthansa exclusive 04.10
Miles & More Partner
Star Alliance Partner:
• Adria Airways • Air Canada • Air China
• Air New Zealand • All Nippon Airways
• Asiana Airlines • Austrian Airlines • Blue1• bmi
• Brussels Airlines • Continental Airlines
• Croatia Airlines • EgyptAir • LOT Polish Airlines
• Lufthansa • Scandinavian Airlines • Shanghai Airlines
• Singapore Airlines • South African Airways
• Spanair • Swiss International Air Lines
• TAP Portugal • Thai Airways International
• Turkish Airlines • United • US Airways
Weitere Kooperationspartner:
• Aegean Airlines • Air Astana* • Air Dolomiti
• Air India • Air Malta • Cirrus Airlines
• Condor • Ethiopian Airlines* • Germanwings
• Jat Airways* • Jet Airways • Lufthansa Italia
• Lufthansa Regional** • Luxair • Mexicana
• Qatar Airways • TACA International Airlines
• TAM Linhas Aéreas • Althoff Hotel Collection
• Anantara • Andaz • Best Western Hotels
• Best Western Premier • Candlewood Suites
• Cham Palaces and Hotels
• Classical Hotels • Conrad Hotels & Resorts
• Courtyard by Marriott • Crowne Plaza • Doubletree
• Dusit International • Embassy Suites Hotels
• Express by Holiday Inn • Fairfield Inn by Marriott
• Fairmont Hotels & Resorts • Four Points by Sheraton
• Golden Tulip Hotels • Grand Hyatt
• Grecotel Hotels & Resorts • Hilton
• Hilton Garden Inn • Hilton Grand Vacations
• Holiday Inn Hotels & Resorts • Hotel Indigo
• Hyatt Place • Hyatt Regency • Hyatt Resorts
• Hyatt Summerfield Suites • Innside Premium Hotels
• InterContinental Hotels & Resorts
• Jumeirah Hotels & Resorts
• JW Marriott Hotels & Resorts • Kempinski Hotels
• Landis Hotels & Resorts • Le Méridien Hotels & Resorts
• Lindner Hotels & Resorts
• Mandarin Oriental The Hotel Group
• Marco Polo Hotels • Marriott Hotels & Resorts
• Marriott Vacation Club International
• Mövenpick Hotels & Resorts • NH Hoteles
• Omni Hotels • Orbis Hotel Group • Pacific International
• Pan Pacific Hotels and Resorts • Park Hyatt
• Park Inn Hotels • Radisson SAS Hotels
• Raffles Hotels & Resorts • Ramada Worldwide
• Regent Hotels & Resorts • Renaissance Hotels & Resorts
• Residence Inn by Marriott • Shangri-La Hotels & Resorts
• Sheraton Hotels & Resorts • Sofitel Hotels & Resorts
• SpringHill Suites by Marriott • Staybridge Suites
• Steigenberger Hotels • St. Regis Hotels & Resorts
• Swissôtel Hotels & Resorts
• Taj Hotels Resorts and Palaces
• The Leading Hotels of the World, Ltd.
• The Leela Palaces, Hotels and Resorts
• The Luxury Collection • The Regent Hotels
• The Waldorf Astoria Collection Hotels
• TownePlace Suites by Marriott • Traders Hotels
• W Hotels • Westin Hotels & Resorts
• WORLDHOTELS • Wyndham Hotels and Resorts
• Avis • Europcar • Hertz • Sixt • Anson’s
• AOT CRUISE • Architectural Digest
• ASSTEL • auto motor und sport • AvD • AXA
• BayernLB Group • bol.de • Brigitte • buch.de
• BUNTE • Capital • Chic Outlet Shopping®
• Cortal Consors • Daimler
• Der Feinschmecker • Deutsche Bank
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• ebuero • FAZ • Financial Times Deutschland
• Fit For Fun • FOCUS • FOCUS-MONEY
• Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
• Frankfurter Rundschau • GEO • GEOlino
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• Handelsblatt • HUGO BOSS Online Store • InStyle
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• Lufthansa Inflight Shopping • Lufthansa Party Service
• Lufthansa WorldShop • Mercedes-Benz
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• myself • National Geographic • NCL Freestyle Cruising
• PAYBACK • Peek & Cloppenburg KG Düsseldorf • Pirelli
• Playboy • Porsche • Rosenthal Studio-Haus • Samsung
• Sparkassen Finanzgruppe • stern • stilwerk
• Süddeutsche Zeitung • Swarovski • The Economist
• Travel Value & Duty Free • TV Spielfilm • Vogue
• Wein Gourmet • WELT am SONNTAG
* Auf ausgewählten Strecken
** Zu Lufthansa Regional gehören Air Dolomiti,
Augsburg Airways, Contact Air, Eurowings,
Lufthansa CityLine
Stand: 25. Februar 2010
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Seele and Geist
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