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Friedrich Boysen GmbH & Co. KG (1) Für wie wirksam halten Sie die

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Friedrich Boysen GmbH & Co. KG
(1)
Für wie wirksam halten Sie die Selbstregulierung durch Unternehmen im
Hinblick auf den Abbau des Geschlechterungleichgewichts in den höchsten
Entscheidungsgremien von Unternehmen in der EU?
Die Selbstregulierung durch Unternehmen ist das einzig sinnvolle Instrument für
das Ziel eines Abbaus des Geschlechterungleichgewichts in den höchsten
Entscheidungsgremien der Unternehmen. Es mag vielleicht nicht so schnell zu
den gewünschten Resultaten im Sinne einer Verschiebung der
Geschlechterverteilung erbringen, aber es läßt den Unternehmen den Spielraum,
sich bei der Besetzung von Entscheidungsgremien vor allem an der Qualifikation
der Bewerber und nicht primär an deren Geschlecht zu orientieren. Es macht für
die Unternehmen, die Wirtschaft und die Gesellschaft keinen Sinn, allein um der
Erfüllung einer zwingend vorgegebenen Geschlechterquote willen nun zwingend
bestimmte Kandidatinnen einstellen zu müssen, nur weil diese eben vorhanden
sind, unabhängig von deren Qualifikation. Ein Unternehmen muss immer „den
Besten“ oder „die Beste“ einstellen. Die Bevorzugung eines Geschlechts ist nicht
nur diskriminierend, sondern dumm.
(2)
Welche zusätzlichen Maßnahmen (der Selbstregulierung bzw. Regulierung)
sollten im Zusammenhang mit dem Abbau des Geschlechterungleichgewichts in
den höchsten Entscheidungsgremien von Unternehmen in der EU ergriffen
werden?
Schaffen Sie vermehrt Anreize, Frauen in die Berufe zu bringen, die in der
(technologiebasierten)
Wirtschaft
bevorzugt
in
den
höchsten
Entscheidungsgremien anzutreffen sind. In erster Linie sind dies beispielsweise
ingenieurswissenschaftliche Studiengänge. Solange Frauen in diesen Berufen
unterrepräsentiert sind, ist eine qualifikationsbedingte Unterrepräsentation in den
Entscheidungsgremien technologieorientierter Unternehmen unvermeidlich.
(3)
Brächte Ihrer Meinung nach eine stärkere Präsenz von Frauen in den höchsten
Entscheidungsgremien von Unternehmen wirtschaftliche Vorteile, und wenn ja,
welche?
Möglich, aber nicht zwingend. Würde man unterstellen, dass Frauen
grundsätzlich anders denken als Männer (aber wäre das nicht schon
diskriminierend?), dann könnte ein höherer Frauenanteil zu mehr
Meinungsvielfalt und zu mehr und unterschiedlicheren Lösungsansätzen und
Herangehensweisen in der Wirtschaft führen. Ob dies tatsächlich so ist, hängt
aber sicher von den jeweils konkreten Einzelfallkonstellationen in den
Unternehmen ab.
(4)
Welche Zielvorgaben (z. B. 20 %, 30 %, 40 %, 60 %) sollten für das
unterrepäsentierte Geschlecht in den höchsten Entscheidungsgremien von
Unternehmen festgesetzt werden und für welchen Zeitrahmen? Sollten diese
Vorgaben bindenden oder empfehlenden Charakter haben? Warum?
Generell sind Zielvorgaben abzulehnen, denn sie berücksichtigen nicht die
Ausgangssituation und die Rahmenbedingungen. Zwar wäre theoretisch ein
höherer Frauenanteil sicher fair, praktisch aber muss diese Quote an dem Primat
der Qualifikation scheitern sobald sie zu hoch ist. Solange es in technisch
anspruchsvollen Berufen nicht genauso viele Frauen wie Männer gibt, so lange
kann man nicht erwarten, dass sich auf eine Position, die eine hohe Qualifikation
in einem dieser Berufe voraussetzen, genausoviele Frauen wie Männer bewerben
und damit ist schon rein statistisch beweisbar, dass eine Quote von etwa 30%,
40% oder gar 50% in relativ kurzer Zeit nur dann erreicht werden könnte, wenn
Qualifikation allenfalls noch eine untergeordnete Rolle spielen darf. Dies ist für
eine techologiebasierte Wirtschaft jedoch inakzeptabel. Unabhängig davon wäre
eine wie auch immer quantifizierte Quote nur langfristig sozialverträglich zu
erreichen, denn man kann ja eine Entscheidungsposition nur dann neu mit einer
Frau besetzen, wenn der bisherige männlich Stelleninhaber ausscheidet. Dies ist
jedoch ein Prozess, der nicht zu beschleunigen ist, jedenfalls nicht, wenn nur die
normale Fluktuation betrachtet wird. Was soll denn mit den männlichen
Stelleninhabern geschehen? Möchte man die zwangspensionieren? Oder die
Positionen teilen (inhaltlich? zeitlich?)?
(5)
Welche Unternehmen (z. B. börsennotiert / einer gewissen Größe) sollten von
dieser Initiative erfasst werden?
Keine. Begründung siehe oben
(6)
Welche Entscheidungsgremien / Gremienmitglieder (geschäftsführend/nicht
geschäftsführend)
sollten
von
dieser
Initiative
erfasst
werden?
Keine. Begründung siehe oben.
(7)
Soll es Sanktionen für Unternehmen geben, die die Zielvorgaben nicht einhalten?
Soll es Ausnahmen bei Nichterreichen der Zielvorgaben geben?
Wir haben in Deutschland bereits bei der Beschäftigung von Schwerbehinderten
eine Pflichtquote der Beschäftigung. Die Nichteinhaltung führt zu Strafzahlungen.
Die Strafzahlungen führen aber nicht zur Beschäftigung von mehr
Schwerbehinderten. Ebenso wäre es bei Sanktionen für die Nichteinhaltung für
Frauenquoten. Schöne neue Einnahmequelle für den Staat, bezahlt von den
Verbrauchern, die die Produkte kaufen, die in den Unternehmen hergestellt
werden, die die Frauenquote nicht einhalten, die die Kosten auf die Preise
umlegen. Mehr nicht, es sei denn, man setzt die Strafzahlungen so hoch an, dass
die delinquenten Unternehmen dadurch vom Markt verschwinden. Wollen wir
das?
Sanktionen könnten auch zu Fehlentwicklungen führen. Entweder dadurch, dass
durch den Zwang dann doch Kandidatinnen eingestellt werden die zwar nicht
qualifiziert sind, aber das Glück hatten, die einzigen weiblichen Bewerber zu sein.
Oder es werden neue, besondere Frauen-Posten geschaffen, die formal zwar in
den Entscheidungsgremien angesiedelt sind, aber im wesentlichen aus einem
Direktorengehalt und -büro ohne echte Entscheidungskompetenz bestehen.
Zm Thema „Ausnahmen“:
Ausnahmen könnte es nur geben, wenn es Sanktionen gäbe und da schon
Sanktionen abzulehnen sind, macht es keinen Sinn, über Ausnahmen zu reden.
Jeder Teilnehmer wird gebeten, sich zu identifizieren und anzugeben, ob er als
Einzelperson oder als Mitglied einer Organisation antwortet. Für Organisationen ist
Folgendes anzugeben:
– Name und Kontaktadresse der Organisation;
Dr. Clemens Amann, Personalleiter
Friedrich Boysen GmbH & Co. KG
Friedrich-Boysen-Str. 14-17
D-72213 Altensteig
– die Nummer aus dem EU-Register der Interessenvertreter (wenn vorhanden);
2
– die Ebene, auf der die Organisation tätig ist (national / EU / international) und der
Mitgliedstaat oder das Land (wenn es sich um eine nationale Organisation handelt);
National, Deutschland
– die Art der Organisation (Behörde / Wirtschafts- oder Industrieverband / Unternehmen
/ Organisation der Zivilgesellschaft / Gewerkschaft / Forschungs- bzw.
Hochschuleinrichtung / sonstige).
Industrieunternehmen (Automobilzulieferindustrie)
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Seele and Geist
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