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314 so gut wie vollständig. Auf verschiedene Weise wird

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Physiologie.
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so gut wie vollständig. Auf verschiedene Weise wird nachgewiesen, daß die
Wirkung dieser Ionen nicht oder wenigstens nicht in erster Linie auf einer
antagonistischen Verminderung der Mn-Aufnahme oder auf einem erschwer­
ten Eintritt des Mn in das wirksame System beruhen kann, denn auch das Mn,
das schon aufgenommen und imstande ist, die Assimilation zu fördern, wird
leicht durch Ca-Zugabe verdrängt und die Assimilation dadurch vermindert.
Die Hemmung verstärkt sich bei Zugabe von 2 Ionenarten (z. B. K und Ca).
Demnach müßte die NGyAssimilation in vollständiger Nährlösung, in der
Ca und Fe in sehr stark hemmenden Konzentrationen vorliegen, dazu Mg,
K und Na, die einzeln alle auch hemmen, ganz verhindert sein; es
zeigt sich jedoch, daß in Kombination von 3 und mehr Ionen der hemmende
Effekt immer mehr abgeschwächt und in vollständiger Nährlösung ganz
zum Verschwinden gebracht wird. Diese Tatsache läßt sich allerdings nicht
ohne weiteres mit der angenommenen Austauschtendenz der Kationen gegen
Mn in Einklang bringen. Auf alle Fälle wird durch diese Versuche gegen­
über den bisher meist nur beachteten Wirkungen ausbalancierter Lösungen
auf den statistischen Zustand des Plasmas ein Beispiel für deren Bedeutung
bei einer vitalen Stoff Umsetzung gegeben.
Es wird noch gezeigt, daß das Mangan offenbar schon bei der Reduktion
der H N 0 zur H N 0 mitwirkt, aber auch an deren Weiteroxydation nimmt
es teil. Alle Tatsachen sprechen jedoch dafür, daß H N 0 in der intakten
Zelle gar nicht frei als Zwischenprodukt entsteht, trotzdem es von lebenden
Zellen assimiliert werden kann. Genauere Angaben über das Eingreifen
des Mn in die eigentliche Reduktion des N 0 bzw. N 0 können noch nicht
gemacht werden. Auf die möglichen Zusammenhänge zwischen der durch Mn
ebenfalls katalysierten Grundatmung (s. Ref. L u n d e g ä r d h S . 278) und der
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N0 -Assimilation Wird hingewiesen.
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Paech
(Leipzig).
Bukatsch, F., Tagesschwankungen des Blattgrüngehaltes alpiner Pflanzen.
Ztschr. f. ges. Naturwiss. 1939. 263—272.
In ausgestanzten Blattscheibchcn von Adenostyles albifrons und Rumex
alpinus bestimmt Verf. mit chromatographischer Methodik den Chlorophyllund Karotinoidgehalt im Verlaufe des Tages, und zwar am natürlichen Stand­
ort (Alpenlaboratorium Schachen, 1800 m). Dabei wird die auffallende Beob­
achtung gemacht, daß die Chlorophyllmenge pro Blattfläche nicht konstant
bleibt, sondern um die Mittagszeit recht erheblich absinkt, um gegen Abend
•wieder deutlich zuzunehmen. Die Intensität des Lichtes scheint für diesen
reversiblen Chlorophyllschwund nicht maßgeblich zu sein, da an trüben
Tagen die mittägliche Depression eher stärker ist als an sonnigen; ein photooxydativer Chlorophyll-Abbau liegt somit offenbar nicht vor. Nach orien­
tierenden Versuchen mit Farbfiltern spielt auch die Qualität des Lichtes
keine große Rolle; lediglich das Wiederansteigen des Chlorophyllgehaltes
am Nachmittag scheint im blauen und weißen Licht bevorzugt vor sich zu
gehen. Assimilationskurven, an den Versuchspflanzen unter Standorts­
bedingungen aufgenommen, ergeben ebenfalls eine Leistungsdepression zur
Mittagszeit und führen den Verf. zur Diskussion eines ursächlichen Zusammen­
hanges zwischen Assimilationssenkung und Chlorophyllschwund. Eine Hem­
mung der Photosynthese durch Assimilatstauung erscheint demgegenüber
weniger wahrscheinlich. — Der Verlauf des Karotin- und Xanthophyllgehaltes
zeigt keine Depression; eine Karotinoidzunahme in den Nachmittagsstunden
ist angedeutet. Wieweit die beobachteten Erscheinungen auch unter den
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Gesundheitswesen
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