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Ein modernes Theater des 21. Jahrhunderts, wie es der - Murikultur

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Nr. 70
7
GBZO-Budget ist
für Oberfreiämter
Gemeinden aufgelegt
red Das Budget 2015 des Gemeindeverbands Bevölkerungsschutz und
Zivilschutz Oberfreiamt (GBZO) wurde
anlässlich der Vorstandssitzung vom
20. August verabschiedet. Die Auflage
hat gemäss Satzungen GBZO während
14 Tagen in den Verbandsgemeinden
öffentlich zu erfolgen. Das Budget
2015 des GBZO kann vom Freitag, 5.
September, bis Freitag, 1. September,
während der jeweiligen Bürozeiten
bei den Finanzverwaltungen der Verbandsgemeinden eingesehen werden.
Während der Auflagefrist kann jeder Stimmberechtigte des Verbandsgebiets zu den Unterlagen schriftlich
Stellung nehmen, Auskünfte verlangen und im Rahmen der Satzungen
Anträge stellen. Die Eingaben sind an
den Vorstand zu richten.
Allfällige Fragen beantwortet Martin Heller, Mühlau, Präsident des Vorstandes, Telefon 079 291 51 78.
Stille Wahl in die
Schulpflege Dietwil
red In Dietwil ist bei der Ergänzungswahl in die Schulpflege für den
Rest der Amtsperiode 2014/2017 Claudia Bianchi-Koller, 1977, in stiller
Wahl gewählt worden.
Da gleich viele wählbare Personen
vorgeschlagen wurden, als zu wählen
sind, wurde eine Nachmeldefrist von
fünf Tagen angesetzt, innert der neue
Vorschläge hätten eingereicht werden
können. Die Frist dafür verstrich unbenützt. In der Folge hat das Wahlbüro die Vorgeschlagene als in stiller
Wahl gewählt erklärt.
Wahlbeschwerden sind innert
dreier Tage seit der Entdeckung des
Beschwerdegrundes, spätestens aber
am dritten Tag nach Veröffentlichung
des Wahlergebnisses (Ablauf: 8. September) beim Departement Volkswirtschaft und Inneres einzureichen. Die
Beschwerdeschrift müsste einen Antrag und eine Begründung enthalten
sowie den Sachverhalt darstellen.
Gemeinde Oberrüti
Feuerwehr Dietwil-Oberrüti lädt
zum Tag der offenen Tore ein
Der funktionale Betrieb der Feuerwehr Dietwil-Oberrüti konnte per 1.
Januar aufgenommen werden. Die
Hochwassereinsätze vom Monat Juli
haben gezeigt, dass der Zusammenschluss auch in der Praxis gelungen
ist. Um einen Einblick in die Tätigkeit,
Ausrüstung sowie Standort und Erweiterung Magazin zu gewähren, lädt
die Feuerwehr Dietwil-Oberrüti die
Bevölkerung herzlich zum Tag der offenen Tore am Samstag, 6. September,
ab 10 Uhr ein. Neben einer Ausstellung, verschiedenen Präsentationen
und Shows sowie Rundfahrten mit
dem Tanklöschfahrzeug «Grosi» wird
ein Apéro offeriert. Während der Mittagspause ist zudem eine Verpflegungsmöglichkeit vom Grill vorhanden.
Das Flugblatt mit dem detaillierten
Programm wird in den kommenden
Tagen an alle Haushaltungen verschickt. Die Feuerwehr Dietwil-Oberrüti freut sich auf Ihren Besuch.
Freiamt
Der Freiämter
5. September 2014
Ein modernes Theater des 21. Jahrhunderts,
wie es der Multioptionsgesellschaft entspricht
Der Präsident von Murikultur zieht sein persönliches Fazit zum «Osterspiel von Muri»
Die letzten Spuren des «Osterspiels von Muri» sind bald
beseitigt. Nachdem schon der
Ressortleiter von Muritheater,
Jakob Strebel, dem «Freiämter»
letzte Woche Rede und Antwort
stand, unternimmt nun der
Präsident von Murikultur, Urs
Pilgrim, eine Rückschau. Er
blickt zurück auf ein Theaterprojekt, mit dessen konkreter
Planung 2010 begonnen wurde.
Thomas Strebel
Vielschichtige, komplexe und anspruchsvolle Kost sei die Inszenierung
des Osterspiels von Muri 2014 gewesen, erzählt Urs Pilgrim. Auf der 1000
Quadratmeter grossen Bühne spielte
sich unglaublich viel ab, dazu oft noch
gleichzeitig, was sowohl für die Zuschauer, aber auch für die Schauspieler, herausfordernd gewesen sei: «Einerseits waren da die raschen Wechsel der verschiedenen Zeitebenen mit
der Theaterprobe von 2014, der Inszenierung von 1971, bei der sich Sophie
verliebte, und die Zeit der Niederschrift des Originalschriftstücks von
1250. Andererseits die unterschiedlichen Handlungsebenen wie die reale
Welt, die Traumwelt im dritten Teil,
das Fegefeuer und die Hölle. Diese
Wechsel vollzogen sich so rasch, dass
es für die Zuschauerinnen und Zuschauer anspruchsvoll wurde», fasst
Urs Pilgrim zusammen.
Zahlreiche eingebaute Symbole
Zusätzliche Komplexität verliehen
dem Stück die zahlreichen eingebauten Symbole wie zum Beispiel der Höllenhund oder der Hase. Zerberus, der
Höllenhund, bewacht in der griechischen Mythologie den Eingang zu Hades’ Unterwelt. Diese und andere
Symbole habe nur verstehen können,
wer sich mit der Antike ein wenig befasste oder vor dem Theaterbesuch
das Programmheft eingehend studierte und die Einführung besuchte, meint
Urs Pilgrim.
Antworten nicht auf dem
Silbertablett serviert
Besonders gefallen hat Urs Pilgrim
persönlich, wie er unterstreicht, dass
man die Antworten, nicht wie im Osterspiel aus dem Jahr 1250, einfach
auf dem Tablett serviert bekam, sondern dass Fragen aufgeworfen wurden, über die man nachdenken musste. Jeder konnte so selber die Antworten finden, die für ihn stimmen.
Urs Pilgrim, dem Stiftungspräsidenten von Murikultur, hat besonders gefallen, dass die Inszenierung 2014 nicht Lösungen
auf dem Tablett servierte, sondern dass Fragen aufgeworfen wurden, über die man nachdenken muss Bild: Thomas Strebel
Auch die grosse Bühne mit den vielen Darstellern habe gut in unsere Zeit
gepasst: «Das war modernes Theater
des 21. Jahrhunderts. Wir leben in
einer Multioptionsgesellschaft. Ich
vergleiche das mit einem Supermarkt,
wo ich achtzehn verschiedene Varianten eines Produkts zur Auswahl habe.
Hier hatte ich 41 Schauspieler zur
Auswahl, und ich konnte jenen beobachten, den ich gerade wollte.»
Laienschauspieler,
die wie Profis agierten
Die grosse Spielfläche stellte hohe Anforderungen an die Darsteller. Die Reaktionen auf ihre Leistungen waren
durchs Band begeistert, freut sich Urs
Pilgrim. Er ruft nochmals in Erinnerung, dass es sich bei allen Schauspielern um Laien handelte: «Alle haben
unglaublich viel Zeit investiert. Sie
mussten auf der grossen Bühne dauernd präsent sein, mit der richtigen
Gestik agieren, sich richtig bewegen,
und das machten durchs Band alle
hervorragend.» Einen grossen Anteil
daran hatte die Regisseurin und Autorin, Barbara Schlumpf, wie Urs Pilgrim unterstreicht.
An dieser Stelle äussert Urs Pilgrim auch seine grosse Dankbarkeit gegenüber dem Ressortleiter Jakob Strebel und den vielen übrigen ehrenamt-
lichen Helferinnen und Helfern, die
bewunderungswürdige, teils hochprofessionelle Leistungen erbrachten.
Probleme mit dem roten Faden
Das Osterspiel 2014 sei Theater mit
Niveau, anspruchsvolle Unterhaltung
gewesen, «aber vielleicht war es auch
zu komplex», gesteht Urs Pilgrim.
Grundsätzlich sei das Echo aus dem
Publikum vorwiegend positiv gewesen. Gelobt wurden nebst den Leistungen der Schauspieler insbesondere
das Licht, das Bühnenbild und die Musik. Oft bekam Urs Pilgrim dann noch
ein Aber nachgeschoben, welches den
teilweise schwer erkennbaren roten
Faden betraf. «Diesen konnte man
verlieren, wenn man während der
rund 100 Minuten Spielzeit nicht immer voll konzentriert zuschaute und
zuhörte», konstatiert der MurikulturPräsident. Er habe auch kritische
Rückmeldungen erhalten, wonach
vielleicht zu wenig an die Zielgruppe
gedacht worden sei, als das Stück geschrieben wurde.
Ticketverkäufe blieben
unter den Erwartungen
So sei der Funken zum Publikum nicht
richtig übergesprungen und die Mundzu-Mund-Propaganda, die 2003 beim
Stück «Der heilige Burkard und die
Nicht budgetierte Zusatzkosten
Es sieht danach aus, als kämen auf
Muritheater noch zusätzliche Kosten
zu, die man nicht budgetiert hatte. Das
vom Filmklub Muri organisierte OpenAir-Konzert muri nights war gezwungen, auf den Konventgarten ausweichen, weil der Klosterhof Anfang Juli
bereits für die Proben des Osterspiels
benötigt wurde: «muri nights hatte bereits eine Bewilligung von der Gemeinde für den Klosterhof. Die Organisatoren boten aber Hand zu einer
Lösung.» Für die zusätzlichen Kosten,
die muri nights am Ausweichstandort
im Konventgarten entstanden sind,
weil beispielsweise der Rasen speziell
abgedeckt werden musste, möchten
sie nun aber entschädigt werden. Urs
Pilgrim äussert Verständnis für diese
Forderung.
Die Frage nach dem Spielort
Diese Kollision drängt die Frage auf,
weshalb man das Osterspiel überhaupt im Klosterhof aufführen wollte
und nicht, wie zum Beispiel den «Schiibekünstler», vor der Klosterkirche.
Urs Pilgrim erklärt, wie es zu dieser
Entscheidung kam: «Wir wollten an
einem konfessionsneutralen Ort spielen. Zudem wussten wir noch nicht genau, was die Autoren aus dem sakralen Stoff genau machen. Darum wollten wir nicht vor der Klosterkirche
spielen.» Dazu bietet der Klosterhof
auch einfach mehr Platz, und man
konnte dem Wunsch der Regisseurin
nach einer grossen Bühne entgegenkommen, fügt Urs Pilgrim hinzu.
Gemeindesteueramt
Am 1. September hat Anja Liechti die
Stellvertretung als Fachspezialistin
Steuern von Evelina Bieri für die Monate September und Oktober übernommen. Anja Liechti wird jeweils am
Montag und Freitag auf dem Steueramt in Oberrüti anwesend sein und jeweils an diesen Tagen auch Schalterdienst leisten. Für den befristeten Einsatz wünschen wir Anja Liechti auf
unserer Verwaltung eine erfolgreiche
und spannende Zeit.
Zukunft des Osterspiels
Sagt, was geschieht.
Heller Media AG · Verlag «Der Freiämter»
Seetalstrasse 7 · 5630 Muri
Telefon 056 675 10 50 · Fax 056 675 10 55
www.derfreiaemter.ch
bösen Weiber» für komplett ausverkaufte Vorstellungen gesorgt habe, sei
zu schwach geblieben. Die Ticketverkäufe blieben unter den Erwartungen.
Man hat mit einer Auslastung von 70
Prozent budgetiert, doch dieser Wert
sei nicht erreicht worden, äussert sich
Urs Pilgrim enttäuscht. Das nasskalte
Sommerwetter spielte leider ebenfalls
eine Rolle. Wie man das Finanzloch
nun stopft, könne erst gesagt werden,
wenn die Zahlen auf dem Tisch lägen.
«Das war modernes Theater des 21. Jahrhunderts. Wir leben in einer Multioptionsgesellschaft», urteilt Urs Pilgrim.
Die grosse Bühne mit den vielen Darstellern habe deshalb gut in diese Zeit gepasst Bild: Jürg Küng
Es wird in Zukunft wieder ein Osterspiel geben, ist Urs Pilgrim überzeugt:
«Wir sind es dem Osterspiel schuldig.
Es muss an dem Ort aufgeführt werden, wo man das Textfragment in
einem Bibelumschlag gefunden hat. In
welcher Art es aufgeführt werden soll,
das müssen die künftigen Entscheidungsträger bestimmen.»
Es sollte in den nächsten fünf bis
sieben Jahren wieder eine Freilichttheateraufführung im Klosterdorf geben, vermutlich aber mit einem anderen Stück, das einen Bezug zu Muri
hat. «Murikultur ist überzeugt, dass
man damit den Leuten eine Freude
machen wird», schliesst Urs Pilgrim.
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Seele and Geist
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