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Mainz wie es lärmt und kracht - Wirth

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Stadtleben Mainz
SEITE 2
Kompakt
Stadtteilfrühstück
M Lerchenberg. Ein Stadtteilfrühstück „für alle Generationen und
Kulturen“ serviert heute der
Stadtteiltreff von 10 bis 12 Uhr im
Bürgerhaus Lerchenberg. Die
Teilnehmer werden gebeten, etwas
zum Buffet beizutragen.
Kreativprogramm
M Finthen. Für Kinder bis 13 Jahren bietet das Kinder- und Jugendzentrum GoFi heute von 16.30
bis 18 Uhr im Mehrgenerationenhaus, Römerquelle, ein Kreativangebot an. Die Kinder können dabei
unbekannte künstlerische Techniken erlernen sowie mit Farben,
Formen und Materialien experimentieren.
CDU-Wallfahrt
M Ebersheim. Zur Heilig-RockFahrt nach Trier bricht die CDU
Ebersheim am Sonntag, 29. April,
auf. Abfahrt ist um 8 Uhr. Infos
unter Telefon 06136/871 23.
Verein für Artenschutz
M Mainz. Zum Schutz der Vielfalt
der heimischen Pflanzenwelt hat
sich der Verein „Kompetenz-Zentrum Biodiversität Mainz“ gegründet. Der Verein setzt sich aus drei
Gruppen zusammen: aus dem
Ausschuss für naturnahen Gartenbau der Wolfgang Philipp Gesellschaft, der Naturgartenfirma
Ahornblatt GmbH und dem Arbeitskreis Naturnahes Grün der
Lokalen Agenda 21 Mainz.
Jung wiedergewählt
M Mainz. Der frühere OberstadtOrtsvorsteher
Wilfried Jung
(Foto) ist als Vorsitzender der
Mainzer SPD 60
plus wiedergewählt worden. Bei
der Wahl wurden die beiden Stellvertreter, Christiane Gerhardt und
Gerhard Gonsiorowsky, ebenso
bestätigt wie der Kassierer Klaus
Allendorf und sein Stellvertreter
Peter Bürmann. Kurt Hahn erledigt
weiter die Schriftführung.
Impressum
Herausgeber und Verlag:
Mittelrhein-Verlag GmbH
Verleger und Geschäftsführer: Walterpeter Twer
Geschäftsführer: Dr. Thomas Rochel
Chefredakteur: Christian Lindner
Redaktion Mainz
Redaktionsleitung: Axel Ehrlich (Autorenzeichen: ae),
Thomas K. Slotwinski (sl), Vertretung: Dietmar Buschwa
(dib, Tel. 06131/2827-157)
Aktuelles: Joachim Knapp (verantwortl., jok, 2827-136),
Claudia Renner (Chefreporterin, ren, 2827-117),
Irmela Heß, (ih, 2827-121), Helmut Oesterwinter (hoe,
2827-165), Armin Seibert (as, 2827-212), Brigitte Specht
(bs, 2827-121), Armin Thomas (ath, 2827-170)
Stadtteile/Vereine: Jochen Dietz (jo, 2827-140),
Andreas Nöthen (noe, 2827-173)
Wirtschaft regional: Sabine Jakob (sj, 2827-137)
Kultur regional: Andrea Wagenknecht (awa, 2827-139)
Rheinhessen: Bardo Faust (bar, 2827-126)
Online: Alexandra Schröder (ax, 2827-636),
Katja Puscher (puk, 2827-154)
Sport: Jörg Schneider (jös, 2827-142), Reinhard Rehberg
(rr, 2827-141), Peter Herbert Eisenhuth (phe, 2827-158),
Armin Franz (af, 2827-149)
Sekretariat: 06131/2827-123
NR. 98 . DONNERSTAG, 26. APRIL 2012
Mainz wie es lärmt und kracht
Bündnis Nicht nur
Fluglärm, jeder Krach
macht krank –
Bürgerinitiativen
kämpfen gemeinsam
für leiseres Mainz
Von unserem Redakteur
Jochen Dietz
M Mainz. Lärm ist Stress. Lärm
macht krank. Lärm ist Terror. Lärm
ist Folter: egal ob von Flugzeugen,
Eisenbahnzügen, Lastwagen, Autos, Baustellen, am Arbeitsplatz
oder durch nervige Klingeltöne bis
hin zur Dauerbeschallung durch Ipod-Knöpfe in Kinderohren. Deshalb verkündeten zum gestrigen 15.
Internationalen Tag des Lärms alle
Bürgerinitiativen gegen Lärm ein
gemeinsames „akustisches Manifest“: Flug-, Bahn- oder Straßenlärm, Lärm am Arbeitsplatz oder in
Klassenzimmern sind so untrennwie untragbar. Recht auf Ruhe,
Schlaf und Gesundheit seien
Grund- und Menschenrecht.
Angeschlossen haben sich das
Bürgernetzwerk Pro Rheintal gegen den Zuglärm im Mittelrheintal,
der Verein für ein Lebenswertes
Mainz und Rheinhessen, die Initiative gegen Fluglärm Rheinhessen
sowie die Initiative gegen Fluglärm
Mainz-Oberstadt.
Die Mainzer Umweltdezernentin
Katrin Eder (Grüne) unterstützt das
und verweist auf besonders lärmschutzwürdige Einrichtungen wie
Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser, Altenheime. Auch soll es
künftig mehr Umwelt- und Antilärm-Pädagogik an Mainzer Schulen und Kindergärten geben, um
gerade Kinder gegen Krach in all
seinen Erscheinungsformen zu
sensibilisieren.
Der Fluglärmmediziner und Professor Eberhard Greiser: „Die
Trennung von Flug- und Straßenlärm ist aus medizinischer Sicht
Unsinn.“ Jeder Lärm mache krank.
Greiser hat im Auftrag des Bundesgesundheitsamts in Studien
rund um den Flughafen Köln-Bonn
nachgewiesen: Lärm und Schlafentzug erhöhen das Krebsrisiko
insbesondere bei Frauen, sie steigern das Diabetesrisiko, führen zu
Blutdruckanstieg, damit zu Herzinfarkt und Schlaganfall, zu psychischen Defekten, Depressionen,
Wahnvorstellungen. Lärm greife
außerdem das Immunsystem an –
alles wissenschaftlich hieb- und
stichfest. Greiser: „Das Bundesgesundheitsamt hat diese Zusammenhänge längst anerkannt. Zweifel daran gibt es nur noch von Gutachtern, die von Flughafenbetreibern bezahlt werden.“
Frank Gross, Vorsitzender des
Bürgernetzwerks Pro Rheintal: „Das
Bundesemissionsschutzgesetz geht
aufs Jahr 1974 zurück. Es herrscht
Lärm ist Lärm. Er macht krank, egal aus welcher Quelle. Diese Karte zeigt die Mainzer Belastungsschwerpunkte durch Straßenlärm. In den blauen und
Grafik: Stadt Mainz
dunkelroten Bereichen ist es am lautesten, in den grünen am leisesten.
gesetzgeberische Abstinenz“, man
habe es „schleifen lassen, statt zu
aktualisieren“. Die Menschen zahlen, nicht die Verursacher, gibt er
zu bedenken.
Greiser prophezeit durch Krankheitsausfälle Hunderte Millionen
Euro an Sozial- und Gesundheitskosten für die kommenden zehn
Jahre. Es müsse allein schon im
ökonomischen Eigeninteresse des
Bundes und der Länder liegen, das
zu verhindern, um die „Ressource
Mensch“ zu schonen. Die Emissionsschutzgesetzgebung endlich zu
aktualisieren und den modernen
Erkenntnissen anzupassen obliege
nun der Bundesregierung. Das Manifest gegen Lärm solle ein Signal
Kardinal Volk ist wieder da
Lärm und Schule: Projekt „Emission impossible“
Das Bündnis der Bürgerinitiativen
gegen Flug- und Bahnlärm aus
Mainz, Rheinhessen und dem
Rheintal hatte unter dem Motto
„Emission impossible“ Schulen
dazu aufgerufen, akustische Umweltverschmutzung in einem Projektwettbewerb zu thematisieren.
Unterstützt wurde die Aktion von
Umweltdezernentin Katrin Eder,
den Bundestagsabgeordneten Ute
Granold, Tabea Rößner, Tobias
Lindner sowie Friedrich Demmler
vom Kinderladen Wirth. Nicht nur
Orgel der Christuskirche feiert 50. Geburtstag
M Mainz. Am 50. Jahrestag der Orgeleinweihung gibt am Sonntag, 29.
April, 20 Uhr, Prof. Hans-Jochim
Bartsch in der Christuskirche ein
Festkonzert mit Werken von Bach,
Zentralredaktion (leitende Redakteure): Deskchef: Manfred Ruch. Chef vom Dienst: Dirk Kurz. Nachrichtenchef:
Markus Kratzer. Regionales: Birgit Pielen. Journal und Leben: Michael Defrancesco. Kultur: Claus Ambrosius.
Sport: Jochen Dick. Optik: Jens Weber.
Wir haben Korrespondenten in Berlin, Paris, Moskau, Washington, Brüssel und London und beziehen die Nachrichtenagenturen dpa und epd.
Flug- oder Bahnlärm, sondern
auch Lärm etwa in akustisch ungünstigen Klassenräumen, durch
Mobiltelefone, durch die tägliche
Eigen- und Dauerbeschallung
mache krank. Lärm beeinflusse
Kinder in ihrem Verhalten, reduziert ihr Lerntempo und kann ihre
Merkfähigkeit beeinflussen, so das
Bündnis. Weil die Ausschreibung
so kurzfristig war, sendeten lediglich Schüler der LudwigSchwamb-Schule Bilder und Gedichte zum Thema Lärm ein.
für den bundesweiten, europaweiten Zusammenschluss aller AntiLärm-Initiativen sein, so die Vertreter der Initiativen und der LärmProfessor. Es gehe jetzt bundesweit
an alle Initiativen und Medien. In
dem Papier heißt es etwa: „Die Verkehrsplanung ist Dienerin des Fetischs Mobilität. Auf ihrem Altar
wird die Freiheit des Menschen geopfert. Lärmcanyons zerschneiden
das Land. Lärmschutzfenster machen unsere Häuser zu Gefängnissen. Befreit den Menschen aus
der Sklaverei kapitalistischer Bewegungsideologie.“
Gross: „Lärm ist Folter. Mit Lärm
kann man jemanden richtig fertig
machen.“
Lübeck, Dandrieu, Schumann, Gade, Gigout und Dubois. Das im
frühbarocken Stil gestaltete Instrument mit 3030 Pfeifen wurde von
der Firma Förster & Nicolaus aus
Lich gebaut. Die Christuskirche
startet zum Jubiläum eine Orgelreihe, die am Sonntag, 6. Mai, mit
dem
nachgespielten
Einweihungskonzert fortgesetzt wird. jok
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Lokalredaktion und Regionalsport: Römerpassage 1,
55116 Mainz, Tel. (06131) 2827-602, Fax (06131) 2827128, Mail: mainz@rhein-zeitung.net
Zähneknirscher und Gestresste gesucht
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Unimedizin Studie untersucht Wirkung von Entspannung auf Gesichtsschmerzen
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M Mainz. Seit gestern hat der Kardinal-Volk-Platz die Büste seines Namensgebers mitsamt Rahmenplastik zurück. Nachdem das Werk im August bereits zum zweiten Mal von einem Lastwagen stark verbeult worden war, wurde es den Winter über in einer Kunstgießerei bei Aschaffenburg repariert. Zusätzlich flankieren die Stele aus der Werkstatt des
Bildhauers Karlheinz Oswald nun zwei ebenfalls bronzene Bänke, die zum
einen den Charakter des Platzes betonen und zum Ausruhen einladen,
zum anderen aber auch die Stele besser vor dem unvermeidbaren Lieferverkehr abschirmen sollen, wie Kulturdezernentin Marianne Grosse
betonte. Die Kosten für die Reparatur inklusive Transport von gut 30 000
Foto: Harry Braun
Euro bezahlte die Versicherung des Lkw-Fahrers. bs
M Mainz. Chronische Gesichtsschmerzen, Schlafstörungen und
Zähneknirschen: Wer unter diesen
Symptomen leidet, kann sich an die
Universitätsmedizin
wenden.
Möglicherweise mit doppeltem
Nutzen: Er erhält eine kostenlose
Behandlung und die Ärzte gewinnen einen neuen Teilnehmer für ihre Studie.
Dabei soll der Zusammenhang
zwischen Schlafstörungen, Zähneknirschen und Gesichtsschmerzen
auf der einen Seite und Stress auf
der anderen Seite genauer untersucht werden. Außerdem wollen die
Ärzte schauen, wie wirksam eine
Stress reduzierende Behandlung ist.
Teilnehmer der Studie, die von der
Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und der Poliklinik für Zahnärztliche Chirurgie
durchgeführt wird, durchlaufen ein
spezielles
Stressreduktionsprogramm (das sonst 360 Euro kostet).
Das auf dem Prinzip der Achtsamkeit aufbauende Programm
wird seit vielen Jahren in den USA
erfolgreich angewendet. Achtsamkeit ist dabei eine innere Haltung,
die es erlaubt, bewusst und wohlwollend die Gegenwart zu erleben,
schadende
Gewohnheiten
zu
durchbrechen, neue Denk- und
Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln sowie schwierige Lebensumstände anzunehmen. Zeitaufwand für Studienteilnehmer: acht
Termine à 2,5 Stunden pro Woche
und ein Tag. Jeweils vor und nach
dem Programm werden die Patienten zahnmedizinisch untersucht, es
gibt nächtliche Messungen im
Schlaflabor sowie eine schlafmedizinische und testpsychologische
Untersuchung.
ih
Z
Wer mehr wissen oder mitmachen möchte, kann sich per EMail an die Universitätsmedizin
wenden. Adresse: studie-schlafundschmerz@unimedizinmainz.de. Er sollte seinen Namen
und die Zeit aufführen, wann er
tagsüber erreichbar ist. In einem
Vorgespräch wird dann geklärt, ob er
für die Studie geeignet ist.
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