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LANGSAM WIE NIE Der Fahrradi Farfalla FFX - Baerlocher

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net
Mensch, Welt und PVC · Sommer 2012
Kunstschau in Paris:
Folien im Farbenrausch
Messe in Tokyo:
Produkte für den Wiederaufbau
Subway in San Francisco:
Planen gegen Vandalismus
LANGSAM WIE NIE
Der Fahrradi Farfalla FFX
Eindrucksvolle Erscheinung, die
Schnelligkeit suggeriert. In Wahrheit
bringt es der Fahrradi mit Pedalantrieb nur auf Schritttempo.
zum Beispiel in der Werbe- oder Büroartikel­
industrie verarbeitet.
Entdeckung der Langsamkeit
Das Innenleben der beiden Sportwagen
könnte unterschiedlicher nicht sein. Während
der Ferrari FXX mit satten 800 PS auf bis zu
347 km/h Spitzengeschwindigkeit beschleunigt, bringt es Langeders lautlos dahingleitende Schöpfung mit 1/3 PS gerade mal auf
Schritttempo: ein beeindruckendes Beispiel
für Entschleunigung und ein ernstzunehmender Konkurrent für jeden Fußgänger. Dabei
erweist sich diese fortschrittliche Fortbewegungsart als überaus umweltfreundlich und
sauber. Man mag es glauben oder nicht –
aufgrund der größeren Getriebeübersetzung
ist der Fahrradi sogar noch langsamer als sein
Vorgänger Ferdinand. Trotzdem darf die Neu-
Volle Entschleunigung
Als Hannes Langeder im Lentos Kunstmuseum Linz seine neueste Kreation vorstellte, waren die Besucher ganz aus dem Häuschen. Mit der Welt­
premiere seines „Fahrradi Farfalla FFX“ im März versetzte er die Zuschauer in ungläubiges Staunen. Sein mit Muskelkraft betriebenes Gefährt hat
zwar äußerlich und namentlich einige Gemeinsamkeiten mit dem Sonderrennmodell einer bekannten italienischen Automarke, unterscheidet sich
aber in vielen markanten Kleinigkeiten.
V
or zwei Jahren berichteten die „Starken Seiten“ schon einmal über Hannes Langeder.
Damals stand das Vorgänger­modell „Ferdinand GT3 RS“ im Rampenlicht: eine Nachbildung der Ikone 911 mit Pedalantrieb, die
international für Furore sorgte. Aufgrund des
sensationellen Erfolges dieses motorlosen Radsport-Modells versuchte sich der Österreicher
schnell an einem weiteren Objekt der Begierde
und wagte dabei einen Blick in die Zukunft. Mit
seinem „Fahrradi Farfalla FFX“, dessen Name
sowohl auf die Vorbild gebende Automarke als
auch auf das Kons­truktionsprinzip verweist,
entwickelt er seine muskelbetriebene Fahrzeugtechnik in evolutionärer Manier weiter.
Hellseherische Fähigkeiten
Seine neueste Schöpfung bezeichnet der österreichische Performance-Künstler auch als Mi­mikry Supercar. Dabei bezieht er die Ähnlichkeiten zwischen seinem mit PVC-Folien beklebten
Fahrradi und dem bekannten italienischen
Rennwagen auf die Hülle der beiden Ikonen:
und selbst die ist in mancherlei Hinsicht recht
unterschiedlich. „Die äußere Form des Fahrzeugs entstand einerseits über Recherchen im
Internet zu verschiedenen realen und fiktiven
Designideen wie dieses Fahrzeug aussehen
könnte, andererseits durch eigene Vorstellung des Designs und nicht zuletzt durch eine
gehörige Portion Hellseherei“, so Langeder
zu seinem Gestaltungskonzept. Damit ist
der Fahrradi im Unterschied zu seinem Vorgänger Ferdinand alles andere als die Kopie
eines bestehenden Automodells, sondern die
Annahme eines zukünftigen Topmodells einer
real existierenden Automarke.
PVC-Materialien unterschiedlicher Art. Elektroinstallationsrohre und Kabelkanäle aus HartPVC bilden die Basis für Chassis und Karosse-
Seinen Fahrradi entlässt Langeder gerne auch in
den Straßenverkehr, wo er oftmals ungläubiges
Staunen hervorruft.
Karosserie aus Hart-PVC
Besonders eindrucksvoll ist die Leichtbauweise des Prototypen. Sowohl die Grundkonstruktion als auch die äußere Hülle bestehen aus
Die Basiskonstruktion des Fahrradi: Elektroinstallationsrohre und Kabelkanäle aus Hart-PVC, die normalerweise als bewährte Produkte im Baubereich zuhause sind.
2
Die Flügeltüren des Fahrradi gaben dem sportiven
Fahrradmodell den Beinamen „Farfalla“ (Schmetterling) und bewegen sich sogar in voller Fahrt.
schöpfung laut österreichischem Gesetz jederzeit auf öffentlichen Straßen fahren. Und sie ist
dank ihres modernen Beleuchtungssystems auf
der Basis von ca. 200 ultrahellen LEDs absolut
nachttauglich.
Flügeltüren zur Belüftung
Als kultverdächtig erweist sich der eingebaute Schmetterlingsmechanismus des Fahrradi. Ein von der Hinterachse ausgehendes
Umlenkgetriebe setzt die Flügeltüren während
der Fahrt in Bewegung. Dem so entstehen-
Fotos: Hannes Langeder
rie des roten Flitzers. Die normalerweise für
Unterputzinstallationen verwendeten weißen
Elektroinstallationsrohre und die etwas fili­
graneren Kabelkanäle sind mit transparentem
Klebeband miteinander verbunden. Sie bilden
eine komplexe formgebende Struktur aus
zahllosen Einzelteilen. Seine unverwechsel­
bare Optik erhielt der Fahrradi durch eine rote
Außenhaut aus PVC-Folien. Dieses Material ist
hervorragend für den Sieb- und Offsetdruck
nach individuellen Vorgaben geeignet und
wird zu einer großen Bandbreite an Produkten
Kunstvolle Überzeichnung
Mit seinen Fahrradikonen, die auf den ersten
Blick Luxus, Komfort und Geschwindigkeit
suggerieren, nimmt sich der Österreicher auf
humoristische Weise dem häufig überschätzten Traum unbegrenzter und ungebremster
Mobilität an. Dabei scheut er nicht davor
zurück, aufwändige Werbeinszenierungen
der Automobilindustrie zu kopieren und zu
persiflieren. Ein Beispiel dafür ist Langeders Film, der den Fahrradi im bekannten
Rennsport­ambiente verankert. Transportiert
in einem Wohnwagen, wird der vermeintliche
Sportwagen in eine Gebirgslandschaft entlassen, untermalt mit menschlich erzeugten
Motorengeräuschen, im Hintergrund das hektisch arbeitende Rennsportteam MT RACING
und der allseits gegenwärtige Löschtrupp der
Feuerwehr. Wenn Langeder im hellen Anzug
mit Sponsorenlogos, Turnschuhen und zwei
golden blitzenden Nobeluhren in seinen Fahrradi steigt, bleibt garantiert kein Auge trocken.
Sehen Sie selbst. Sie finden das Video sowohl
auf der Webseite des Künstlers als auch auf
youtube oder ganz einfach über den QR-Code
in diesem Artikel.
http://fahrradi.han-lan.com, http://www.
youtube.com/watch?v=ISEGDWpKAeY
Gedrosselte Pferdestärke unter der Haube: Durch die innovative Antriebstechnik konnte die Höchstgeschwindigkeit des Fahrradi im Vergleich zum Vorgängermodell Ferdinand noch weiter reduziert werden.
gegründeten Rennsportteams MT RACING.
MT steht als Abkürzung für den lateinischen
Begriff Mikadotrochus, der Gattungsbezeichnung der Millionärsschnecke, die sich gerne
in die Tiefen des Meeres zurückzieht und dort
nur schwer aufspüren lässt. Deshalb ist sie
außerordentlich kostbar: ein Attribut, das sie
mit den pedalbetriebenen Automodellen teilt,
ebenso wie ihre Langsamkeit.
Letzter Check des spektakulären Fahrradmodells durch das Rennsportteam MT RACING:
eine Reminiszenz an die hektische Betriebsamkeit in weltbekannten Rennsportställen.
Kunst am Bau
Die kalifornische Metropole San Francisco will Chinatown mit einer neuen zentralen Subway-
D
ie neue Subway-Station Chinatown entsteht an der Ecke Stockton und Washington Street, wo die San Francisco Municipal
Transportation Agency (SFMTA) ein Gebäude
erworben hat. Nach dessen Abriss soll hier
ab August der moderne U-Bahnhof errichtet
Station ausstatten. Sie ist dringend notwendig, um die Beförderung von Einwohnern und Touristen
in diesem quirligen Viertel zu verbessern und die Reisezeiten zu verkürzen. Bevor die Bauarbeiten
beginnen, wird das Gelände mit Vinylplanen umzäunt. Sie stellen die Geschichte der Chinesen in
San Francisco vor und zeigen, wie die geplante Station einmal aussehen wird.
Ausschnitt aus dem Gemälde „One Hundred
Years‘ History of the Chinese in America“ von
James Leong. Auf den Vinylplanen an der künf­
tigen Subway-Station Chinatown ist es in ganzer
Größe zu sehen.
werden, dessen Fertigstellung bis Oktober
2017 vorgesehen ist. Etwa 72 Prozent der hier
ansässigen Haushalte besitzen kein Auto und
sind deshalb dringend auf schnelle Verbindungen angewiesen. Deshalb werden im Rahmen
des Central Subway Projektes auf einer Länge von 1,7 Meilen gleich vier neue Stationen
gebaut: darunter der U-Bahnhof in Chinatown,
der das beliebte Viertel mit Downtown, SoMa,
Mission Bay und Visitacion Valley verbindet.
Vinylplanen umgeben das baufällige Gebäude,
an dessen Stelle die moderne Subway-Station
Chinatown entstehen soll. Die digital bedruckten
Planen schützen das Gelände vor Vandalismus
und setzen auffallende optische Akzente an der
Baustelle.
Die neue Subway
Bis zum Abriss wird der Altbau mit digital
bedruckten Vinylplanen verhüllt, die zwei
Funktionen erfüllen. Einerseits sollen sie den
Komplex vor Vandalismus und unerlaubtem
Betreten schützen, andererseits einen schön
gestalteten Blickpunkt für Passanten und
Nachbarn bieten. Die aufwändig gestalteten
Planen zeigen in detaillierten Abbildungen, wie
die Station einmal aussehen wird, und künstlerische Entwürfe von Schülern der Chinatown
YMCA. Abgebildet ist außerdem das Gemälde
„One Hundred Years‘ History of the Chinese in
America“ von James Leong, das im Original
im Wells Fargo Learning Center in einer ständigen Ausstellung zu besichtigen ist. In einer
Szenenabfolge gibt der 1929 in Chinatown
geborene Künstler hier einen Einblick in hundert Jahre Geschichte chinesischer Einwanderer in die USA.
Schnelle Verbindungen
Mit seinen vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten
und Restaurants ist Chinatown ein Magnet
für Millionen von Touristen und gehört zu den
bekanntesten Sehenswürdigkeiten von San
Francisco. Gleichzeitig ist das Viertel kulturelles
und historisches Zentrum vieler Chinesen und
gehört zu den größten Chinatowns außerhalb
Asiens. Im Jahr 1848 ließen sich hier die ersten Einwanderer nieder, unter anderem angezogen durch die Goldfunde in der Gegend.
Heute zählt das sehr dicht besiedelte Areal
ungefähr 10.000 Einwohner.
www.centralsubwaysf.com
Fotos: SFMTA Central Subway Project
den Flügelschlag verdankt das Fahrzeug auch
seinen Beinamen „Farfalla“ (Schmetterling),
denn die Bewegungen der Türen erinnern an
den Flügelschlag schöner Falter. Durch diese
innovative Technik ist ein leichtes Abheben
vom Boden zumindest theoretisch jederzeit
möglich. Gleichzeitig wird eine bessere Belüftung des Innenraums ermöglicht: ein Vorteil
für den Fahrer, der beim Pedaletreten mächtig
ins Schwitzen gerät und jeden kühlen Luftzug
zu schätzen weiß.
Der Fahrradi ist neben Ferdinand und einem
noch nicht vorgestellten Modell Teil des 2011
3
EDITORIAL
OBERSTE LIGA
„Choreographie der Massen”
In diesen Tagen steht PVC bei mehreren herausragenden Sport­
ereignissen im internationalen Rampenlicht. So zum Beispiel im
neuen Nationalstadion Warschau mit seinem ausfahrbaren Innendach aus PVC-beschichtetem Textilgewebe, einer Meisterleistung
moderner Ingenieurskunst. Nicht ohne Grund erhielt die Arena beim
„World Stadium Congress 2012“ in Doha/Katar eine Auszeichnung
in den Kategorien innovative Design-Technologie und beste Multifunktionalität. Auch bei den Sportwettkämpfen in der britischen
Metropole, wo größter Wert auf Nachhaltigkeit und umweltfreundliche Produkte gelegt wird, haben sich PVC-beschichtete Materialien einen festen Platz erobert. Die Dächer der beiden temporären
Sportbauten Basketball-Arena und Water Polo Arena seien hier
stellvertretend für viele andere Beispiele genannt.
Das Motiv auf der rechten Seite zeigt das Nationalstadion Warschau in seiner ganzen Pracht. Diese Sportstätte
Einmal mehr meldet PVC in der Kunstszene seine Ansprüche als
multifunktionaler Werkstoff an. So derzeit bei einer der bekanntesten europäischen Präsentationen für zeitgenössische Kunst, der
MONUMENTA 2012 in Paris. Im Grand Palais ist es dem Konzeptkünstler Daniel Buren gelungen, die riesige Halle mit transparenten PVC-Folien in unterschiedlichen Farben eindrucksvoll in Szene
zu setzen. Nicht weniger kreativ geht der österreichische Performance-Künstler Hannes Langeder mit PVC-Materialien um, wie
sein pedalbetriebener Sportwagen „Fahrradi Farfalla FFX“ beweist.
Den Leichtbaumaterialien weltbekannter Boliden setzt er ultraleichte Elektroinstallationsrohre aus PVC entgegen und sündhaft teuren
Kohlefaser-Karossen glänzende PVC-Folien in markantem Rot. Wer
kreativ ist, findet immer neue Verwendungsmöglichkeiten für diesen
Kunststoff. So gehen uns auch nie die Geschichten für die „Starken
Seiten“ aus. Zumal wir von unseren Lesern immer wieder Hinweise
auf neue Produkte und Projekte erhalten, die ohne PVC nicht denkbar wären. Vielen Dank dafür und machen Sie bitte weiter so!
Werner Preusker
Norbert Helminiak
Herausgeber „Starke Seiten“
ist ein herausragendes Beispiel für das Bauen mit PVC-beschichteten Membranen. Die Faszination, die Are­
nen wie diese auf zigtausende von Menschen ausüben, ist überwältigend. Grund genug für die Akademie der
Künste, in der Ausstellung „Choreographie der Massen. Im Sport. Im Stadion. Im Rausch“ moderne und histo­
rische Megasportstätten unter die Lupe zu nehmen.
Wahrzeichen des Nationalstadions Warschau ist
die zweigeteilte Dachkonstruktion. Die äußere
Über­dachung schützt die
Besucher, das innere Dach
aus PVC-beschichteten
Membranen befindet sich
über den Riesenleinwänden
in einer Garage und kann
bei Bedarf ausgefahren
werden.
Nationalstadion, Warschau, gmp
· Architekten von Gerkan, Marg
und Partner in Arbeitsgemeinschaft
mit J.S.K. Architekci Sp. z o.o. und
schlaich bergermann und partner.
Foto © Marcus Bredt
I
n ihrer Schau widmet sich die Akademie der
Künste in Berlin dem öffentlichen Raum des
Stadions und geht dabei der Faszination von
sportlichen Großereignissen auf den Grund.
Die in Kooperation mit gmp · Architekten von
Gerkan, Marg und Partner entstandene Aus-
Seit der letzten Ausgabe bieten Ihnen die Starken Seiten einen
Zusatzservice. Bei einigen Artikeln finden Sie jetzt regelmäßig Abbildungen von QR-Codes (Quick Response Codes). Scannen Sie
diese einfach mit Ihrem Smartphone ein und schon gelangen Sie
zu weiteren Informationen, Videos oder Bildern zum Thema. Immer
mehr Unternehmen und Medien bedienen sich dieses zweidimensionalen Codes als zeitsparendes Informationsmedium. Probieren Sie es doch einfach aus. Der QR-Code, den Sie in dem Sta­
dionmotiv auf der rechten Seite sehen, führt Sie direkt zu weiteren
Informationen rund um das Thema Weich-PVC.
IMPRESSUM
Herausgeber Deutschland:
PVCplus
Kommunikations GmbH,
Am Hofgarten 1-2,
D-53113 Bonn
Telefon: +49-2 28-23 10 05
Telefax: +49-2 28-5 38 95 96
E-Mail: pvcplus@pvcplus.net
Internet: www.pvcplus.net
Verantwortlich: Werner Preusker
Herausgeber Schweiz:
PVCH-Arbeitsgemeinschaft
der Schweizerischen
PVC-Industrie,
c/o KVS,
Schachenallee 29c,
4
CH-5000 Aarau
Telefon: +41-62 832 7060
Telefax: +41-62 834 0061
E-Mail: info@pvch.ch
Internet: www.pvch.ch
Verantwortlich:
Norbert Helminiak
Gesamtauflage: 25.000
Redaktion/Koordination:
hl-dialog, Alfter
Titelbild: „Fahrradi Farfalla FFX“,
Hannes Langeder
Blick in die Ausstellung „Choreographie der Massen“, die noch
bis zum 12. August in der Akademie der Künste in Berlin zu sehen
ist. Im Mittelpunkt eine imponierende Außenansicht des National­
stadions Warschau.
Saal 1, Foto: © Marcus Bredt
stellung ist noch bis zum 12. August in der
Bundeshauptstadt zu sehen. Sie stellt das
Stadion in den Kontext der gesellschaftlichen
und politischen Zusammenhänge in der Antike, im Nationalsozialismus und in der demokratischen Nachkriegszeit.
Das Stadion der Gegenwart
Im Mittelpunkt der Präsentation gegenwärtiger Sportstätten stehen die beiden Stadien
für das Eröffnungs- und Endspiel der diesjäh-
rigen Fußball-EM in Polen und der Ukraine:
das Nationalstadion Warschau mit seinem
ausfahrbaren Innendach aus PVC-beschichteten Membranen und das Olympiastadion Kiew
mit seinen transluzenten Membranen, die aus
der Zuschauerperspektive wie ein Sternenhimmel wirken. Die beiden von gmp realisierten
Stadionprojekte werden in großformatigen
Farbfotografien, Architekturmodellen und
zeichnerischen Dokumentationen vorgestellt.
Sie sind eindrucksvolle Beispiele für moderne
Bauprojekte, die sorgfältig im Hinblick auf die
Wechselwirkungen zwischen Sport, Architektur
und Fankultur geplant wurden, im Sinne einer
demokratischen Gesellschaftsentwicklung.
Verantwortungsvolle Planung
Für Architekten und Ingenieure bleibt die Planung von Stadien eine große Herausforderung, handelt es sich doch um die größten
öffentlichen Räume in unserer Gesellschaft.
Volkwin Marg bezeichnet diese Orte als kollektive Symbole für Städte und Staaten, als
Kathedralen unserer säkularisierten Massengesellschaft, als Katalysatoren beim ambivalenten Wechsel zwischen Individuum und
Masse. Entsprechend vorausschauend muss
die Planung solcher Kultstätten erfolgen. „Wie
an keinem anderen Ort begegnen sich im Stadion zehntausende von Menschen zu einer
gemeinsamen Demonstration von gesellschaftlicher Ordnung. Und genau hier wird die politische Brisanz dieser großen Bauprojekte des
20. Jahrhunderts auch und gerade für die
Gegenwart sichtbar“, so Klaus Staeck und
Johannes Odenthal im Vorwort des Ausstellungskatalogs (Choreographie der Massen. Im
Sport. Im Stadion. Im Rausch. Ausstellungskatalog von Gert Kähler. Herausgegeben von
Volkwin Marg für die Akademie der Künste,
Jovis Verlag, Berlin 2012).
www.adk.de
PVC SPIELT GANZ
OBEN MIT
WIE HART WÄRE DIE WELT OHNE WEICHES PVC?
Luftige Dachkonstruktionen mit textilen Membranen
eröffnen der Architektur heute weltweit neue Perspektiven und ermöglichen unvergessliche Inszenierungen
durch moderne Licht-Effekte. Dabei spielt Weich-PVC
eine wichtige Rolle, denn solche dynamischen DachMembranen werden – z. B. bei vielen modernen Sport-
Arenen – mit einer äußerst flexiblen und federleichten,
zugleich aber extrem stabilen und langlebigen Schicht
aus Weich-PVC versiegelt. So bleiben Membran-Dächer
nachhaltig vor Regen, Schnee und UV-Strahlung
geschützt. Das ist echte Hochleistung durch Weich-PVC.
Mehr Informationen unter: www.weich-pvc.com
5
Für die Ewigkeit
Sobald es um das Wohl ihrer geliebten Fahrzeuge geht, können Männer richtig leiden. Insbeson­
dere dann, wenn es sich um Objekte handelt, die sie unter Aufbietung aller Kräfte in verstaubten
Garagen und kalten Werkstätten monatelang instand gesetzt haben. Schon ein Regentropfen
auf blitzendem Chrom oder poliertem Lack und schon beginnt der Katzenjammer. Hier hilft
nur eins: ein ausreichender Schutz für die kostbaren Zwei- oder Vierräder, zum Beispiel aus
PVC-Folien.
Diese platzsparende Garage aus transparenter PVC-Folie konserviert eine Rennmaschine. Durch ein ausgeklügeltes stromsparendes Ventilationssystem wird der Innenraum des Bike Bubble mit trockener Luft versorgt.
über den Wagen oder das Motorrad und verbinden diese anschließend per Reißverschluss
mit der Basis, auf der das Fahrzeug steht.
Dann nur noch an den Strom anschließen, und
schon nach fünf Minuten sind die Sammlerstücke optimal geschützt. Für das perfekte Klima
sorgen zwei stromsparende Ventilatoren, die
den Innenraum der verschweißten PVC-Fo­
lienkonstruktion mit trockener Luft versorgen.
Feuchtigkeit, der größte Feind einer Fahrzeug-Konservierung, bleibt ausgesperrt. Der
Clou des Systems besteht außerdem in der
gleichzeitig stattfindenden Erhaltungsladung
der Batterien. So gibt es keine bösen Über­
raschungen, wenn die Maschinen nach langen
Standzeiten wieder angelassen werden.
Die Aufbewahrungssysteme sind in unterschiedlichen Farben und Größen lieferbar
sowohl für den Außen- als auch für den Innenbereich. Dabei variieren die Ausführungen zwischen transparenter und blickdichter Optik. Als
Carcoons werden die luftgefüllten Garagen für
Autos bezeichnet. Sie lassen sich manchmal
sogar befahren und sind auch in Übergrößen
lieferbar. Im Gegensatz dazu fallen die Bike
Bubbles für Zweiräder deutlich kleiner aus und
benötigen weniger Platz.
www.dancover.co.uk
Beispiel für ein befahrbares Aufbewahrungssystem aus transparenter PVC-Folie. In diesem Fall wird ein
historischer Ford Mustang für die Nachwelt erhalten.
Fotos: Dancover Industries UK
O
b Porsche 911, Ford Mustang oder eine
alte Triumph: Es gibt viele Fahrzeuge, die
es zu schützen gilt, sei es aus Liebha­
berei oder zur Wertsteigerung. So oder so: In
beiden Fällen sollte der Zustand der Gefährte
tadellos sein. Parken unter freiem Himmel,
Abstellen in der Garage oder unter einer Plane kämen einem Sakrileg gleich. Um keinen
Schaden zu nehmen, benötigen die Fahrzeuge
ein ausgeklügeltes Aufbewahrungssystem mit
perfektem Innenraumklima.
Keine Chance für Feuchtigkeit
Eine zuverlässige Lösung bietet das Unternehmen Dancover Industries UK mit einer
Reihe von Aufbewahrungssystemen: leicht
installierbare Garagen aus widerstandsfähiger PVC-Folie, die blitzschnell einsetzbar sind.
Das Prinzip ist einfach: Auf einer mitgelieferten
Matte wird das Fahrzeug geparkt. In einem
zweiten Schritt ziehen die Besitzer eine Hülle
Gerettet für die Ewigkeit: Diese alte
Triumph wird in der transparenten
PVC-Hülle optimal konserviert.
Luftleerer Raum
Aufblasbare Möbel sind ein echter Klassiker. Durch das Befüllen mit Luft kommen die Materialien erst
richtig in Form und erhalten ihre Stabilität. Doch auch der umgekehrte Prozess ist möglich, um diese
Eigenschaften zu erreichen: der Luftentzug. Durch die Erzeugung eines Vakuums lassen sich stabile
Konstruktionen herstellen. Den Beweis liefert Achim Meran mit seinen Möbeln aus weicher PVC-Folie.
B
6
Wenn die Luft aus den weichen PVC-Folien abgesaugt ist,
bieten Tisch und Stuhl die nötige Stabilität und laden zu
einem leckeren Mittagessen ein.
ei seiner Möbellinie „Safe“ hat sich der
Produktdesigner Achim Meran von Materialien und Techniken inspirieren lassen,
die im Medizinbereich weit verbreitet sind:
PVC-beschichtetes Nylongewebe für Rettungsmatratzen. Die rutschfesten, formbeständigen
Unterlagen passen sich präzise an die individuelle Körperform an. Dabei ermöglichen sie
gleichzeitig eine gezielte Druckentlastung und
die stabile Fixierung von Patienten. Die Funktionalität des Produktes wird mit Hilfe eines
Vakuums erreicht. Durch Luftabsaugung lassen
sich die mit Mikro-Styroporkugeln gefüllten
Matratzen zu einer stützenden Form stabilisieren. Ähnlich bei der Möbelserie „Safe“. Sie
besteht aus vorgeformten Tischen und Stühlen aus weicher PVC-Folie. In aufgeblasenem
Zustand lassen sich die Möbel platzsparend
komprimieren und gut transportieren. Wird
aber die Luft aus den Folien gezogen, erhalten sie eine erstaunliche Stabilität. Dabei lassen sie sich ganz einfach modellieren und zu
belastbaren Möbelstücken formen.
Der Wiederaufbau in den japanischen Erd­
bebenregionen ist in vollem Gang. Jetzt heißt
es, die Weichen für die nachhaltige Entwick­
lung dieses Landes zu stellen. Deshalb hat
sich die “Eco-Products 2011”, eine der größten
japanischen Umweltmessen, dieses Themas
an­genommen. Im internationalen AusstellungsZentrum „Tokyo Big Sight“ präsentierten 750
Unternehmen und Organisationen ökologische
Produkte und vielfältige Dienstleistungen,
da­runter auch viele PVC-Produkte.
Der Gemeinschaftsstand des Vinyl Environmental Council (VEC) und des PVC Environmental Affairs Council (JPEC) auf der “Eco-Products 2011” in Tokyo war nahezu vollständig aus PVC-Produkten gefertigt. Darunter fast 1.500 PVC-Rohre, die einen eindrucksvollen Rahmen für die Exponate schufen.
Ausgefeiltes Standkonzept
D
ie von der Japan Environmental Management Association for Industry (JEMAI) und
Nikkei Inc. organisierte dreitägige Messe
umfasste eine über 50.000 Quadratmeter
große Ausstellungsfläche und zählte nach
Toresschluss mehr als 180.000 Besucher. Zum
fünften Mal dabei waren auch das Vinyl Envi-
Blickfang für Messebesucher
Die beiden Organisationen zeigten ihre Produkte auf einem außergewöhnlichen Messestand, der fast vollständig aus PVC-Materialien gefertigt war. So wurden die Wände
und Decken des Standsystems aus fast 1.500
PVC-Rohren zusammengesetzt. Aus PVC-Platten und -Rohren entstanden die Tische zur
Präsentation der Produkte sowie die Counter. Ebenfalls zum Einsatz kam PVC bei den
Bodenbelägen in Form modularer Fliesen.
Selbst die Ausstellungsboxen für die zahlreichen Exponate waren aus PVC gefertigt: ein
gelungenes Beispiel für die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Werkstoffs, der viele
Besucher erstaunte.
appetitlichen Gefäßes lassen sich abreißen, in
das Frühstücksei tauchen und verspeisen: ein
leckerer Snack, der Spülen überflüssig macht.
Auch wärmespeichernde Teller oder ausge­
fallene Whiskey-Verpackungen gehören zu
den überraschenden Schöpfungen des 1979
geborenen Südtirolers, der sich nach seiner
Ausbildung an der Bauhaus-Universität Weimar
mit einem eigenen Studio in Auer nahe Bozen
selbständig gemacht hat. Zu den Schwerpunkten des Produktdesigners gehören Möbel- und
Interior Design, Lichtobjekte und InstallatioJe mehr Luft Produktdesigner Achim Meran
aus dem Tisch saugt, umso stabiler wird das
knautschig anmutende Möbelstück.
Überraschungs-Effekt
Merans Ziel ist es, bei Benutzern und Betrachtern seiner Produkte einen Aha-Effekt zu
erzeugen. Und der gelingt ihm bei vielen seiner Kreationen. Zu seinen Schöpfungen gehört
zum Beispiel der essbare Eierbecher „Good
Morning“ aus Brot. Einzelne Stücke dieses
PVC eingereicht hatten. Bei diesem vom VEC
organisierten Wettbewerb konkurrierten 176
Beiträge um eine Auszeichnung. Zu den Siegern gehörten ein Regenschirm aus DesignPapier und wasserundurchlässiger PVC-Folie
sowie farbenfrohe Aufbewahrungsgefäße in
Kirschblüten-Form, die auch als Dekoelemente
eine gute Figur machen.
Japan als Vorbild
Die Besucher der “Eco-Products 2011” konnten
sich davon überzeugen, dass PVC-Produkte
einen wichtigen Beitrag zum Wiederaufbau in
Japan leisten: sowohl unter ökologischen als
auch ökonomischen und sozialen Gesichtspunkten. Der Einsatz umweltfreundlicher Technologien und Produkte in den japanischen
Erdbebenregionen ist eine große Chance für
die nachhaltige Entwicklung des Landes und
dürfte weltweit als Vorbild gelten.
www.vec.gr.jp
Fotos: Vinyl Environmental Council (VEC), Japan
Dieser Regenschirm aus japanischem DesignPapier und PVC-Folie verbindet die traditionelle
japanische Optik mit den Vorteilen eines wasserabweisenden Materials. Der Stockschirm wurde im Rahmen des japanischen „PVC Innovation
Design Contest 2011“ ausgezeichnet.
Drei Schwerpunkte
Der Messestand gliederte sich thematisch und
räumlich in drei Bereiche. Teil eins zeigte unter
anderem mit Weich-PVC ummantelte Kabel und
Leitungen zur Stromversorgung und Nachrichtenübertragung sowie Rohre für die WasserVersorgung und -Entsorgung: unverzichtbare
Anwendungen für Gesellschaft und Infrastruktur, die Japans Bevölkerung und die stark in
Mitleidenschaft gezogene Wirtschaft dringend
benötigen. In einem zweiten Bereich waren
Fensterprofile, Nistkästen aus PVC-Rohren für
Kleintiere und Artikel für Vorschulkinder aus
gebrauchten Wandbelägen ausgestellt. Sie
zeigten beispielhaft, wie PVC zum globalen
Umwelt- und Naturschutz beiträgt.
Neue Einsatzmöglichkeiten für den Werkstoff
stellten die beiden japanischen Initiativen mit
einer Auswahl prämierter Produkte und Arbeiten vor, die Designer im Rahmen des „PVC
Innovation Design Contest 2011“ für flexibles
Im aufgeblasenen
Zustand lassen sich
die Möbelstücke
aus der Serie „Safe“
platzsparend zusammenlegen und gut
transportieren.
nen. Mit großer Begeisterung nutzt er dabei
neue Materialien und Techniken. „Design ist
für mich die intensive und umfassende Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Thema.
Design ist Prozessentwicklung. Meine ProDurch die Luftabsaugung erhält
der Tisch aus weicher PVC-Folie
nicht nur seine Form. Das Vakuum
macht die Konstruktion auch so
stabil, dass sie viele Mahlzeiten
unbeschadet übersteht.
dukte stelle ich in experimentelle Kontexte,
um innovative Lösungen und neue Wege zu
finden“, so der Designer. Für seine Schöpfungen hat er schon mehrere Auszeichnungen
erhalten. Darunter im Jahr 2009 auch den
1. Preis „BMW Group.GINA Design Award“ für
die Skulptur „SolarGrass“, die in Form eines
Grashalms als Solar-Straßenleuchte dient.
www.achimmeran.com
Fotos: Valentin Heun
ronmental Council (VEC), der japanische Verband der Vinylhersteller, und das PVC Environmental Affairs Council (JPEC), der japanische
Verband zur Förderung des PVC-Recyclings.
7
Farbenrausch
im Grand Palais
Zum zweiten Mal in Folge spielte weiches PVC die Hauptrolle bei der MONUMENTA in Paris, der
eindrucksvollen Kunstschau des französischen Ministeriums für Kultur und Kommunikation.
Nachdem Anish Kapoor mit seiner Skulptur „Leviathan“ aus tiefroten PVC-beschichteten Mem­branen
270.000 Besucher in seinen Bann gezogen hatte, begeisterte der französische Künstler Daniel Buren
mit einer Installation aus transluzenten PVC-Folien. Diese ließ das Grand Palais, eine im Jahr 1900
für die Weltausstellung erbaute Halle, in einer spektakulären Farbvielfalt erstrahlen.
D
ie Einladung zur MONUMENTA in Paris ist
eine der höchsten Ehrungen für zeitgenössische Künstler, die seit 2007 Anselm
Kiefer, Richard Serra, Christian Boltanski und
Anish Kapoor zu Teil wurde. In diesem Jahr war
der Maler und Bildhauer Daniel Buren eingeladen, das Grand Palais mit einem Kunstwerk
zu bespielen. Der 1938 in Boulogne-Billancourt geborene Franzose hat weltweit bereits
2000 Ausstellungen realisiert und gilt als der
bekannteste Konzeptkünstler der Gegenwart.
In diesem Jahr war der Konzeptkünstler Daniel
Buren eingeladen, ein Werk zur MONUMENTA
2012 im Grand Palais in Paris zu erschaffen.
Daniel Buren blickt in das riesige Grand Palais:
Kurze Zeit später errichtete er in der ehemaligen
Weltausstellungshalle mit mehreren Tausend
Quadratmetern PVC-Folie ein Kunstwerk, dessen
Farbenpracht seinesgleichen sucht.
Als höchste Weihe erhielt Buren im Jahr 2007 die
Auszeichnung „Praemium Imperiale“, die jährlich von der Japan Art Association vergeben wird
und als Nobelpreis für die Kunstszene gilt.
Neue Dimensionen
Für die MONUMENTA schuf Buren die Installation „Excentrique(s), travail in situ“ aus farbigtransparenten PVC-Folien. Den Begriff „in situ“
(vor Ort) nutzt der Künstler zur Beschreibung
seiner Werke ab 1965, weil diese aus dem
Raum heraus entstehen, für den sie erschaffen
werden. Die Basis seiner Installation bildeten
1.300 schwarz-weiß gestreifte Stahlstützen.
P CH
Arbeitsgemeinschaft der Schweizerischen PVC-Industrie
Herrliche Farben: Die in runde Stahlringe eingespannten PVC-Folien von RENOLIT spielten mit dem
Tageslicht, das durch das gläserne Dach des Grand Palais fiel.
dem Boden der Halle und dem etwa 35 Meter
hohen Dach eine zusätzliche dritte Ebene.
„Wir waren von der Raffinesse beeindruckt,
mit der Daniel Buren es geschafft hat, den
imposanten Raum des Grand Palais zu verändern“, schwärmt Pierre Winant, Vorstand der
RENOLIT SE. Die Unternehmens-Gruppe gehört
zu den international führenden Herstellern
hochwertiger Kunststoff-Folien und hat das
Projekt mit ihren Produkten unterstützt.
Elektrisierendes Farberlebnis
Durch die Kombination der Folienfarben Blau,
Gelb, Orange und Grün und das kontinuierlich
wechselnde Tageslicht erlebten die Besucher
ein elektrisierendes Farbschauspiel; der Boden
changierte in einem Meer sich überlagernder
Farbkreise. Bemerkenswert ist, dass es sich
bei den verwendeten Folien von RENOLIT um
handelsübliche Produkte handelte, nicht um
Sonderanfertigungen. Der Künstler fand in dem
vorhandenen Folienspektrum genau die Produkte, die seine Ansprüche in gestalterischer
und technischer Hinsicht erfüllten: transluzente PVC-Spannfolien, die bei der Gestaltung
von Decken und Wänden neue Pers­pektiven
eröffnen. „Die Verwendung für die bahn­
brechende Installation von Daniel Buren zur
MONUMENTA ist einmal mehr der Beweis für
die unerwarteten innovativen Einsatzmöglichkeiten unserer flexiblen PVC-Folien. Und ein
tolles Beispiel dafür, welche Raumwirkungen
Architekten und Innenarchitekten mit diesem
Material bei ihren eigenen Projekten erzielen
können“, so Winant.
www.monumenta.com, www.renolit.com
Spaziergang unter transluzenten PVC-Folien
in den Farben Blau, Gelb, Orange und Grün.
Die Besucher von Daniel Burens Installation
„Excentrique(s), travail in situ“ bewegten
sich durch ein Meer von Farbkreisen.
Partner für Kommunikation
Fotos rechts oben, Mitte und unten: Daniel Buren, « Excentrique(s), travail in situ », 2012, 380 000 m3. Détail. MONUMENTA 2012 – Daniel Buren, Paris.
© Daniel Buren, ADAGP, Paris. Photo Didier Plowy.
Foto links: MONUMENTA 2012 – Daniel Buren – Daniel Buren dans la Nef du Grand Palais. Photo
Farida Bréchemier – Tous droits réservés MONUMENTA 2012, ministère de la Culture et de la
Communication.
Diese immer exakt 8,7 Zentimeter breiten vertikalen Streifen gehören als unverwechselbares Markenzeichen seit über 40 Jahren zu den
Kunstwerken des Franzosen: eine Reminiszenz
an die gestreiften Markisen der berühmten
Marktstände von Saint-Pierre in Paris. Die stabilen Pfeiler im Grand Palais trugen 377 mitein­
ander verbundene Stahlringe, bespannt mit
mehreren Tausend Quadratmetern PVC-Folie in
unterschiedlichen Farben. Diese Kreise füllten
die Fläche der 13.500 Quadratmeter großen
kreuzförmigen Halle fast vollständig aus. Nur
unter der Kuppel aus Glas und Eisen wurden
runde Spiegel installiert, die den Raum optisch
in alle Richtungen ausdehnten. Im Unterschied
zu Anish Kapoors „Leviathan“ präsentierte
sich das Kunstwerk Burens weitaus filigraner
und weniger monumental. Die nur etwa drei
Meter hohen Stahlstützen schafften zwischen
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Seele and Geist
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